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Einrichtung zum Messen des Anodenstromes von Glühkathodenentladungsröhren,
insbesondere Röntgenröhren Das Patent 614 gas behandelt :eine Einrichtung zum Messen
des Anodenstromes von Glühkathodenentladungsröhren, insbesondere Röntgenröhren,
bei der zwecks Voranzeige des Anodenstromes das Meßgerät von einer vorzugsweise
ira oder parallel zum Hilfskreis der Glühkathodenentladungsröhre liegenden Vorrichtung,
welche dieselbe Charakteristik wie die Glühkathodenentladungsröhre hat, beeinflußt
wird. Diese Vorrichtung stellt also gewissermaßen ein Abbild der Glühkathodenentladungsröhre,
deren Anodenstrom gemessen werden soll, dar. Mit einer solchen Einrichtung ist es
möglich, den Anodenstrom, der bei Inbetriebnahme der Entladungsröhre in .dieser
fließen wird, bereits vor Anlegen der Anodenspannung an die Entladungsröhre genau
festzustellen und einzuregulieren, ohne daß die Röhre der Gefahr von überbelastungen
ausgesetzt ist. Diese Einrichtung arbeitet vollkommen einwandfrei, solange kein
bemerkenswerter Spannungsabfall des Ieraftn.etzes beim Anlegen der Anodenspannung
an die Entladungsröhre auftritt.- Bei sehr vielen Netzen fällt aber bei einer so
großen Belastung, wie sie z. B. eine Röntgenröhre während einer Aufnahme darstellt,
die Spannung merklich ab. Dies hat zur Folge, daß der durch die Röntgenröhre fließende
Anodenstrom infolge Absinkens der Heizung der Glühkathode geringer ist als der mit
Hilfe des Abbildes bei unbelastetem Netz vor Einschalt-en der Röntgenröhre angezeigte
Anodenstrom.
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Erfindungsgemäß wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß entsprechend
dem -Netzspannungsabfall, der beim Anschluß der Entladungsröhre an das Netz auftritt,
die Anodenspannung, welche an die als Abbild dienende Hilfsröhre angelegt wird,
direkt oderjund indirekt in Abhängigkeit von dem die Hilfsröhre durchfließenden
Strom veränderlich ist. So kann die Anodenspannung der Hilfsröhre auf einen an der
Grenze des Sättigungsgebietes der Hilfsröhre liegenden festen Wert einstellbar sein,
der durch den jeweiligen von lokalen Verhältnissen abhängigen Netzspannungsabfall
bestimmt ist, der beim Einschalten der Entladungsröhre auftritt. Zu diesem Zwecke
kann man die Anodenspannung für die Hilfsröhre dem Netz über ein Potentiometer oder
einen anzapfbaren Transformator, z. B. Spartransformator, entnehmen. Wenn man die
Anodenspannung- der Hilfsröhre in Abhängigkeit von dem die Hilfsröhre durchfließenden
Strom veränderlich machen will, so kann an die Anodenzuleitung der Hilfsröhre in
Reihe mit dem Meßgerät ein Widerstand von solcher Größe geschaltet werden, daß bei
hoher Stromstärke die Hilfsröhre
nicht mehr im Sättigungsgebiet
arbeitet. Schließlich kann man auch beide obenerwähnten Maßnahmen gemeinsam anwenden.
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In den Abbildungen sind AusführungsbeispielederErfindung dargestellt,
wobei dieGlühkathodenentladungsröhre mit ihrer Schaltung der Einfachheit halber
fortgelassen ist. Die Klemmen A, B und C, D entsprechen den mit den
gleichen Pezugszeichen versehenen Klemmen in den im Hauptpatent bezeichneten Ausführungsbeispielen.
In beiden Abb. i und ist an die Klemmen A und B, die beispielsweise mit den
Primärldemmen des Heiztransformators der Glühkathodenentladungsröhre verbunden sind,
über einen Transformator 2 r die Heizung der als Abbild dienenden Hilfsröhre 22
angeschlossen. Die Regelung der Heizung der Hilfsröhre erfolgt wie bei den Ausführungsbeispielen
des Hauptpatents gemeinsam mit der Regelung der Heizung der Glühkathodenentladungsröhre.
In dem Anodenstromkreis der Hilfsröhre 22, der an die mit dem Netz verbundenen Klemmen
C und D angeschlossen ist, liegt ein Meßgerät 23, das den Anodenstrom der Hilfsröhre'
mißt und damit den Anodenstrom der Entladungsröhre voranzeigen kann.
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Bei dem in der Abb. i dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Anodenspannung
für die Hilfsröhre 22 dem Netz über einen zwischen die Klemmen _C und D geschalteten
einstellbaren Potentiometerwiderstand 24 entnommen. Dieser Widerstand wird entsprechend
den Verhältnissen in dem Netz, an welches die Anlage angeschlossen werden soll,
eingestellt, und zwar entsprechend dem Spannungsabfall, der beim Anschluß der Entladungsröhre
an das Netz auftritt, auf einen festen, an der Grenze des Sättigungsgebietes der
Hilfsröhre liegenden Wert. Wenn die Entladungsröhre und damit auch die Hilfsröhre
nur verhältnismäßig wenig geheizt wird, ist die Belastung des Netzes beim Anschluß
der Entladungsrähre an das Netz verhältnismäßig gering, so daß ein irgendwie bemerkenswerter
-Spannungsabfall nicht auftritt. Wenn dagegen die Entladungsröhre und damit das
Abbild voll geheizt sind, tritt beim Anschließen der Entladungsröhre an das Netz
ein Spannungsabfall auf, demzufolge der durch die Entladungsröhre fließende Strom
kleiner wird. Der Potentiometerwiderstand wird daher so eingestellt, daß die Hilfsröhre
22 so lange im Sättigungsgebiet arbeitet, bis die Röhrenheizung so groß geworden
ist, daß beim Einschalten der Entladungsröhre ein merklichtr Spannungsabfall auftreten
würde. Von dieser Heizstromstärke ab arbeitet die Hilfsröhre nicht mehr im Sättigungsgebiet;
dies hat zur Folge, daß das Meßgerät 23 einen Strom anzeigt, der etwas niedriger
ist, als wenn die Hilfsröhre bei der gleichen Anodenspannung im Sättigungsgebiet
arbeiten würde. Je mehr die Röhren geheizt werden, desto größer wird diese Differenz,
da ja der beim Einschalten der Entladungsröhre auftretende Spannungsabfall infolge
der höheren Entladungsstromstärke auch .entsprechend größer wird. Durch geeignete
Einstellung des Potentiometerwiderstandes kann man es demnach erreichen, daß das
Meßgerät 23 bei seiner Anzeige den beim Anschließen der Entladungsröhre zu erwartenden
Spannungsabfall berücksichtigt und eine entsprechende Voranzeige macht, obwohl der
Anodenstrom der Hilfsröhre ja. bei der vollen Netzspannung gemessen wird.
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Statt eines einstellbaren Potentiometerwiderstandes kann man auch
einen Transformator mit AnzapfLmgen, z. B. . auch einen Spartransformator, verwenden.
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Bei der in der Abb. 2 dargestellten Ausführungsform liegt vor dem
Meßgerät 23 ein einstellbarer Vorschaltwiderstand 25; hier ändert sich die Anodenspannung
der Hilfsröhre 22 in Abhängigkeit von dem sie durch-Rießenden Anodenstrom. Der Widerstand
25 ist so bemessen, daß die Hilfsröhre bei höheren Stromstärken nicht mehr im Sättigungsgebiet
arbeitet. Wenn die Entladungsröhre und damit die Hilfsröhre verhältnismäßig wenig
geheizt sind, spielt der Vorschaltwiderstand vor dem Meßgerät 23 keine Rolle, da
die Hilfsröhre noch im Sättigungsgebiet arbeitet. Bei stärkerer Heizung der Röhre
jedoch, also dann, wenn bei Einschalten der Entladungsröhre ein bemerkenswerter
Spannungsabfall auftreten würde, wird die der Hilfsröhre zugeführte Anodenspannung
infolge des im Anodenkreis der Hilfsröhre fließenden höheren Stromes und des dadurch
bedingten höheren Spannungsabfalles in dem Vorschaltwiderstand 25 so klein, daß
die Hilfsröhre nicht mehr im Sättigungsgebiet arbeitet, so daß der von dem Meßgerät
23 angezeigte Anodenstrom also kleiner ist. Durch geeignete Einstellung des Vorschaltwiderstandes
kann es ermöglicht werden, daß auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung der
beim Anschluß der Entladungsröhre auftretende Spannungsabfall schon bei der Voranzeige
mit berücksichtigt wird.
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Es ist auch möglich, beide Maßnahmen gemeinsam anzuwenden, indem z.
B. bei der in Abb. i dargestellten Schaltung vor das Meßgerät 23 ein Vorschaltwiderstand
25 geschaltet wird.