DE615593C - Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Fasern aus Muskelfleisch - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Fasern aus Muskelfleisch

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DE615593C DEB162144D DEB0162144D DE615593C DE 615593 C DE615593 C DE 615593C DE B162144 D DEB162144 D DE B162144D DE B0162144 D DEB0162144 D DE B0162144D DE 615593 C DE615593 C DE 615593C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L17/00Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
    • A61L17/06At least partially resorbable materials
    • A61L17/08At least partially resorbable materials of animal origin, e.g. catgut, collagen

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung spinnfähiger Fasern aus Muskelfleisch Zum Gewinnen von spinnfähigen Fasern. aus Muskelfleisch zur Herstellung von Fäden, z. B. für Nähzwecke, schneidet man dae Muskelfleisch in dünne Scheiben, damit bei der nachfolgenden chemischen Behandlung ein möglichst vollkommenes Freilegen der Muskelfleischfasern erreicht wird. Das ausgelaugte Fleisch wird getrocknet und durch Kandieren zerfasert. Das Fasergut wird dann auf textiltechnischem Wege versponnen und verzwirnt. Es ist also wichtig, daß möglichst gleichmäßig lange Fasern erhalten und insbesondere beim Zerschneiden des Fleisches die Fasern nicht unnötig verletzt,,und zerstört werden.
  • Es ist jedoch schwierig, frisches Muskelfleisch in gleichmäßig dünne Scheiben zu zerlegen, weil das weiche Fleisch beim Schneiden dem Messer ausweicht. Die dadurch entstehenden Ungleichmäßigkeiten haben .ein ungleichmäßiges Einwirken der chemischen Stoffe (Säuren oder Laugen), z. B. beinnachfolgenden Mazerieren oder Digerieren, zur Folge. Denn wenn die dünnen Stellen der Scheiben bereits ausgelaugt sind, sind die dicken Stellen der S.cheibeil noch nicht genügend der Einwirkung der chemischen Mittel ausgesetzt gewesen, so da.ß Schwierigkeiten in !, der weiteren 'Verarbeitung entstehen. Würde man aber die Fleischscheiben so lange der Einwirkung der chemischen Stoffe aussetzen, bis auch die dicken Stellen fertig sind, so würden die dünnen Stellen stark angegriffen sein, was eine Verschlechterung der Beschaffenheit der Muskelfasern zur Folge haben würde. Auch entsteht dadurch viel Faserverlust, daß das Fleisch dem Messer ausweicht oder umgelehrt das Messer während des Schneidens abgleitet, wodurch die Muskelfasern leicht schräg zerschnitten werden.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch , vermieden, d:aß das Muskelfleisch zunächst zum Gefrieren gebracht und dann in dünne Scheiben ,geschnitten wird. Durch das Gefrieren wird es hart und unnachgiebig und kann von Hand oder mit der Maschine in gleichmäßig dünne Scheiben zerschnitten werden. Ungleichmäßigkeiten bei der Fasergewinnung fallen dann fort; auch besitzen alle Teile der Scheiben eine so gleichmäßige Dicke, daß später anzuwendende chemische Mittel nur gleich lange einzuwirken brauchen. Es wird weiter der Vorteil ,erreicht, daß in dem unmittelbar nach dem Schlachten, gefrorenen Muskelfleisch das Wachstum von Bakterien unterbunden ist, was z. B. für die Herstellung chirurgischer Nähfäden von Wichtigkeit ist.
  • Das Verfahren wird z. B. in der Weisie praktisch ausgeführt, daß man das Muskelfleisch von frisch geschlachteten Tieren z. B. bei einer Temperatur von - 6 bis -g' gefrieren läßt. Im gefrorenen Zustande wird dann das Muskelfleisch in dünne Scheiben von z. B. i o mm zerschnitten, worauf diese Scheiben in bekannter Weise mit Säuren oder Alkalien mazeriertoder digeriert werden, um die Muskelfaser, freizulegen und lösliche Stoffe zu, entfernen. Die so aufbiereitefien Fleischstücke werden getrocknet und _ z. B. durch Kordieren zerfasert. Das gewonnene Fasergut wird dann, wie üblich, auf textiltechnischem Wege versponnen und verzwirnt.
  • Es ist vorteilhaft, daß zu gefrierende Muskelfleisch im Gefrierraum senkrecht frei schwebend aufzuhängen, d. h. in seiner Faserrichtung zum Gefrieren zu bringen, da hierdurch die parallele Faserlage fixiert wird. Beim Schneiden kann man diese Faserlage genau berücksichtigen.
  • Da das Fleisch unmittelbar nach dem Schlachten gefroren wird und so lange gefroren bleibt, bis es der chemischen Behand. lang ausgesetzt wird, ist hierdurch eine einwandfreie Behandlung des Fleisches gewährleistet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCI3E: i. Verfahren zur Gewinnung spinnfähiger Fasern aus Muskelfleisch, die zu Nähfäden -o. dgl. verarbeitet werden sollen, dadurch ,gekennzeichnet, daß das Muskelfleisch zunächst zum Gefrieren gebracht und dann in dünne Scheiben geschnitten wird, aus denen in bekannter Weise die Fasern abgeschieden werden.
  2. 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Mu kelfl,eisch frei schwebend,. senkrecht in seiner Faserrichtung hängend, zum Gefrieren gebracht wird.
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