DE615486C - Vorrichtung zum Ausgleich der Ausdehnung der Foerderbahn von Glasblasmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Ausgleich der Ausdehnung der Foerderbahn von Glasblasmaschinen

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DE615486C
DE615486C DEW93620D DEW0093620D DE615486C DE 615486 C DE615486 C DE 615486C DE W93620 D DEW93620 D DE W93620D DE W0093620 D DEW0093620 D DE W0093620D DE 615486 C DE615486 C DE 615486C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/12Blowing glass; Production of hollow glass articles starting from a ribbon of glass; Ribbon machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Ausgleich der Ausdehnung der Förderbahn von Glasblasmaschinen Vorliegende Erfindung betrifft die Beseitigung der durch die Wärmewirkung bedingten, für die Formgebung schädlichen Ausdehnung der einzelnen -mit -den Formvorrichtungen versehenen Förderbahnglieder an Glasblasmaschinen nach dem Förderbahnprinzip, bei denen das zu verarbeitende Glas in Gestalt eines Glasbandes den Formvorrichtungen zugeführt wird.
  • Eine aus Gliedern bestehende Förderbahn hat die nachteilige Eigenschaft, daß sie infolge Wärmeausdehnung und Zugspannung die Länge- ändert. Da auf einer Glasblasmaschine nach dem Förderbahnprinzip drei in den gegebenen Erwärmungsverhältnissen ungleiche Förderbahnen zusammenarbeiten, sind auch die Längsveränderungen ungleich. Dieses hat zur Folge, daß die Achsen der Form- und Blaswerkzeuge nicht mit dem Mittelpunkt der Blasöffnungen der mittleren Förderbahn der Maschine zusammenfallen, wodurch es zu Ausschußbildungen der anzufertigenden Glasgegenstände kommt.
  • Es ist noch hierbei zu betonen, daß hier jedes Förderbahnglied in sich eine kleine und zusammengesetzte Maschine darstellt und nicht etwa ein einfaches Platten- oder Kettenglied ist.
  • Es ist zwar in :der Glasindustrie bekannt, bei Förderbändern, die mit dem heißen Glase in Berührung kommen, eine Längeriausgleichsvorrichtung vorzusehen, Jedoch wird durch die bekannten Vorrichtungen das sich unter der Einwirkung der Hitze ausdehnende Förderband nur gespannt gehalten, während die Längenänderung selbst nicht verhindert wird.
  • Mit der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Ausgleichsvorrichtung wird dagegen erreicht, däß die Förderbahnglieder überhaupt keine Längenänderung erfahren.
  • Zur Vermeidung der Längenveränderung der einzelnen Förderbahnglieder infolge Wärmewirkung werden ,dieselben erfndungsgemäß mit einer Ausgleichsvorrichtung v ersehen, die auf dem Wärmeausdehnungsunterschied zweier verschiedener Metalle und Anwendung einer Hebelübersetzung beruht.
  • Zur genauen Einstellung der Hebelübersetzung bzw. der genauen Wirkungsweise der Ausgleichsvorrichtung dient eine besondere Einstellvorrichtung mit Thermometer und Meßuhren; die es gestattet, die genaue Länge der Bahnglieder im Vergleich zu einem Urmaß einzustellen und weiterhin die genaue Wirkung der Ausgleichsvorrichtung nachzuprüfen.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführung veranschaulicht, und zwar zeigen Abb. r und 2 die Seitenansicht in teilweisem Längsschnitt und die Vorderansicht einer im Bahngliedkörper eingebauten Ausgleichsvorrichtung, Abb. 3 und 4 die Einstellvorrichtung in Seiten- und Vorderansicht mit einer .darauf befindlichen Ausgleichsvorrichtung.
  • In dem Körper 51 (Abb. i und 2) des Förderbahngliedes'ist das stabförmige Ausgleichselement 52 eingebettet. Das eine Ende des Ausgleichselementes stützt sich auf die Stellschraube 53, während das andere Ende ;einen durch die Stellschraube 6o verstellbaren Auflagepunkt 54 besitzt. Der Waagebalken 55 stützt sich einerseits auf den verstellbaren Stützpunkt 54 und andererseits auf den in der rechteckigen Öffnung 56 des axial verschiebbaren Zughakens angebrachten Stützpunkt 58. Der dritte Stützpunkt des Waagebalkens befindet sich auf dem im Körper des Förderbahngliedes angeordneten Druckstück 59. Der Halsen 57 dient zur Verbindung .der Förderbahnglieder.
  • Besteht z. B. der Körper des Förderbahngliedes aus Gußeisen und das Ausgleichselement aus Messing, so würde der Wärmeausdelinungsunterschied etwa So % betragen. Ist nun die Länge b des Messingstabes halb so groß als die Gesamtlänge a des Förderbalingliedes, so würde die Längsausdehnung des Messingstabes ein Viertel der Länge ä betragen. Wird in diesem Falle das Übersetzungsverhältnis der Hebelarme des Waagebalkens c-e und c-d wie 1:4 gewählt, so wird durch die Wirkung der Wärme der Haken 57 um den Betrag der gesamten Längsausdehnung des Förderbahngliedes zurückgezogen.
  • Eine vollständige Ausgleichung käme aber nur zustande, wenn es möglich wäre, Gußeisen und Messing mit genau bestimmten Ausdehnungskoeffizienten zu erhalten und die Auflagepunkte des Waagebalkens c-d-e mit entsprechender Genauigkeit herzustellen. Um die Ausgleichsvorrichtung von diesen Genauigkeitsanforderungen unabhängig zu machen, kann das Verhältnis der Hebelarme c-d und c-e durch Verstellung des Auflagepunktes e entsprechend den Ausdehnungsverhältnissen der beiden Metalle verändert werden, bis ein genauer Ausgleich der durch die Wärmewirkung bedingten Ausdehnung .des Förderbalingliedes erreicht ist. Die genaue erforderliche Länge a des Förderbahngliedes kann durch die Stellschraube 53 eingestellt werden.
  • Für die genaue Einstellung dieser Verhältnisse dient die in Abb. 3 und 4 dargestellte Einstellvorrichtung.
  • Das Förderbahnglied wird mit den zwei Achsenhälsen 61 des einen Endes in die von links offenen Lager 63 der Einstellvorrichtung gestellt, während in die Haken 57 eine Querwelle 64 gesetzt wird. Durch ein mit der Welle 64 verbundenes, über eine Rolle geführtes Seil 65 wird das Förderbahnglied mittels Gewichtsscheiben 66 unter Arbeitszugspannung gestellt. Zwei Meß.uhren 67~ und 68 (Abb. 3 und 4), deren Fühlhebel69 an den geschliffenen Zapfen der Welle 64 anliegen, zeigen die Abweichungen in der Länge a des Förderbahngliedes an. Die genaue Länge a wird jetzt durch die Stellschraube 53 eingestellt.
  • Nachdem dies erreicht ist, wird die auf .dem betreffenden Förderbahngliede befindliche Formvorrichtung an der Stelle erwärmt, an der sie mit dem heißen Glas in Berührung kommt. Im gegebenen Beispiel wird der Blaskopf 7o durch eine Flamme 71 erwärmt. Die Wärme überträgt sich nun auf den Körper des Förderbahngliedes, ähnlich wie beim Arbeiten auf der Glasblasmaschine. Die Erwärmung des Förderbahngliedes erfolgt in Grenzen wie beim Arbeiten auf der Glasblasmaschine. Die Temperatur des Förderbalingliedes wird durch das elektrische Thermoineter t und das Galvanometer G angezeigt. Zeigen während der Erwärmung die Meßuhren 67 und 68 keine Längenveränderungen an, so stimmt das Verhältnis der Hebelarme des Waagebalkens mit dem Längenunterschiedsverhältnis infolge der Wärmewirkung des Körpers Si zu dem Ausgleichselement Sa überein. Im entgegengesetzten Falle wird dieses Verhältnis mittels der Stellschrauben 6o eingestellt. Zur Verwendung auf der Glasblasmaschine gelangen nur Förderbahnglieder mit hinreichendem Genauigkeitsgrad der Unveränderlichkeit der Länge durch Wärmewirkung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i.. Vorrichtung zum Ausgleich der durch die Wärmewirkung bedingten Ausdehnung der Förderbahn von Glasblasmäschinen nach dem Förderbahnprinzip, dadurch gekennzeichnet, daß die in axialer Richtung verschiebbaren Zughaken (57) der einzelnen Förderbahnglieder durch eine Dreipunkthebelübersetzung (e, c, d) sich auf einem im Förderbahnglied eingebetteten Ausgleichsstab (52) aus einem zweiten Metall mit einer vom Metall des Gliedkörpers abweichenden Wärmeausdehnungszahl stützen, so daß durch den Längenausdehnungsunterschied des Ausgleichsstabes zum Körper des Bahngliedes die Zughaken (57) um den Betrag der Gesamtausdehnung des Förderbahngliedes zurückgezogen werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,. daß zur genauen Einstellung der Hebelübersetzung (e, c, d) der eine Stützpunkt (54) des Dreipunkthebels durch eine Schraube (6o) einstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß .der Ausgleichsstab (52) sich auf eine Stellschraube (53) stützt. q.. Vorrichtung zum Einstellen der Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch z bis 3, gekennzeichnet durch eine Einspannvorrichtung für je ein Förderbahnglied mit Manometern (67), welche Längenunterschiede der jeweils unter Zugspannung ges@etztenTörderbahnglieder anzeigen, und einer Temperaturmeßvorrichtung (57, G), wobei an Hand der beim Erwärmen der Ausgleichsvorrichtung auf Arbeitstemperatur auftretenden Ausschläge der Meßgeräte die Ausgleichsvorrichtung mittels der Schrauben (53, 6o) auf -die der betreffenden Arbeitstemperatur entsprechende Ausgleichswirkung einstellbar ist.
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