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Horizontalkupplung für an Straßenüberspannungsseilen hängende elektrische
Leuchten Die Erfindung bezieht sich auf eine Horizontalkupplung für an Straßenüberspannungen
hängende elektrische Leuchten, bei welcher nach Patent 486 715 durch beide
Kupplungshälften ein Lampenwagenfahrseil hindurchgeführt ist.
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Bei bekannten Horizontalkupplungen dieser Art liegen die Kontakte
unter dachförmig ausgebildeten Regenhauben fest montiert. Die Kontaktklemmen sind
von außen zugänglich, die Zuleitungsdrähte werden unmittelbar in die Klemmen eingeführt.
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Diese Art der Ausbildung von Horizontalkupplungen weist viele Nachteile
auf. So ist es schwierig, solche Horizontalkupplungen drei-und vierpolig auszuführen,
ohne ganz wesentliche Vergrößerungen der Kupplung. Durch die Vergrößerung der Kupplung
tritt jedoch eine erhebliche Gewichtserhöhung ein, die unerwünscht ist. Infolge
der direkten Einführung der Zuleitung in die Klemmen tritt ferner bei Bewegung der
Horizontalkupplung stets eine unmittelbare Beanspruchung der Zuleitung an der Klemmstelle
ein, wodurch Drahtbruchgefahr besteht.
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Durch die Erfindung werden alle diese Mängel beseitigt.
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In einem aufklappbaren, geschlossenen Gehäuse, also berührungssicher,
liegen lose gelagert die spannungsführenden Hülsenkontakte. Die Hülsenkontakte selbst
sind mit geringem Spiel, zwischen zwei _ nebeneinanderliegenden Isolierplatten gehalten,
die durch Abstandbolzen und das Durchführungsrohr für das Lampenwagenfahrseil miteinander
zu einem Ganzen verbunden sind. Bei geöffnetem Gehäuse können die Isolierplatten
mit den Hülsen aus ihrem Lager im Gehäuse herausgenommen werden, um die durch Löcher
in das Gehäuse zu führenden Zuleitungen bequem anschließen zu können. Die Zuleitungsdrähte
werden also in erster Linie durch die Löcher im Gehäuse gehalten, so daß bei Bewegungen
keine direkten Beanspruchungen der Klemmstellen der Drähte auftreten können. Die
Löcher werden zweckmäßig mit Isoliertüllen ausgerüstet; es können jedoch auch Stopfbuchsen
vorgesehen sein, durch welche hindurch eine bleikabelähnliche Mantelleitung abdichtbar
zur Einführung gelangt.
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Die Isolierplatten, welche die Hülsenkontakte halten, haben im Gehäuse
Widerlager: Der aufklappbare oder abschraubbare Deckel des Gehäuses ist so konstruiert,
daß er ebenfalls sich gegen das Gehäuse abstützt, so daß mechanische Beanspruchungen
weder auf das Gelenk noch auf die Verschlußschraube einwirken können. Die Isolierplatten
werden beispielsweise quadratisch ausgeführt und die Hülsenkontakte so angeordnet,
daß bei dreipoliger Ausführung
ein gleichseitiges Dreieck und bei
vierpoliger Ausführung ein Quadrat entsteht, wenn die Mittelpunkte der Hülsenkontakte
miteinander verbunden sind.
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Die Steckergegenkontakte, die ebenfalls mit Spiel zwischen zwei nebeneinanderliegenden
Isolierplatten gehalten werden, sind ihrerseits auf ein geschlossenes Gehäuse aufgesetzt,
durch welches hindurch die Zuleitungsdrähte eingeführt werden. Auch die Isolierstücke
der Steckerkontakte und das dazugehörige Gehäuse sind entsprechend der Form der
Isolierstücke, der Hülsenkontakte und des diese Teile umgebenden Gehäuses von quadratischer
Form, und zwar derartig dimensioniert, daß bei eingekuppeltem Zustand die Isolierplatten
und das Gehäuse der Steckerkontakte eine mechanische Führung in dem Gehäuse der
Hülsenkontakte finden. Das mechanische Spiel der beiden Gehäuseteile ist kleiner
als das Spiel der Steckerkontakte bzw. Hülsenkontakte selbst. Mechanische Beanspruchungen
können daher nicht auf die Kontakte übertragen werden. Beim, Zusammenkuppeln von
Steckerteil und Hülsenteil findet außerdem die Isolierplatte des Steckerteiles im
Gehäuse des Hülsenkontaktes einen mechanischen Anschlag, der ein direktes Zusammenstoßen
der beiden Isolierteile verhindert.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Abb.
i zeigt die äußere Ansicht der Kupplung im gekuppelten Zustand. Abb. z ist ein Schnitt
durch das Ganze nach der Entkupplung. Die Demontage sowie der Anschluß der Leitungsdrähte
sind aus Abb. 3a und 3b ersichtlich, und Abb. q. stellt eine seitliche Ansicht der
mit dem Leuchtenwagen verbundenen Kupplungshälfte dar.
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Die beiden Kupplungsteile sind an dem festen Rollenbock a bzw. dem
Lampenwagen b um ihre Befestigungspunkte c und d schwenkbar angeordnet und
werden in bekannter Weise durch das innen durch sie hindurchführende Zugseil e gelenkt.
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Erfindungsgemäß ist der beim festen Rollenbock befindliche spannungsführende
Kontaktteil in einem aufklappbaren Gehäuse f, ä untergebracht, dessen Querschnitt
ein auf der Spitze stehendes Quadrat darstellt. Der obere, aufklappbare oder entfernbare
Teil g des Gehäuses greift dachförmig über den unteren Teil f und ist mit diesem
im vorliegenden Falle durch die Verschlußschraube 7a und das Scharnier
i (also aufklappbar) verbinden. Der im Gehäuse angeordnete spannungsführende
Kontaktteil besteht aus den eigentlichen Steckkontakthülsen k, die in den beiden
miteinander in fester Verbindung stehenden Isolierplatten l mit etwas Spielraum
gelagert sind. Das Seilführungsrohr in steht ebenfalls in fester Verbindung mit
dem Kontakteinbau. Die Isolierplatten 1 sind quadratisch geformt und passen
mit geringem Spiel in den Querschnitt des Gehäuses. An axialen Verschiebungen wird
der Kontaktteil durch Vorsprünge 1z, o im Innern des Gehäuses gehindert. Gleichzeitig
wird er durch sie vor Beanspruchungen in axialen Richtung geschützt, da die Vorsprünge
als Begrenzung für die Kuppelbewegungen und als Widerlager für die dabei auftretenden
Kräfte dienen.
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Der am 'Leuchtenwagen befindliche Kupplungsteil mit den (ebenfalls
mit etwas Spielraum gelagerten) Steckerstiften P ist von gleichem quadratischem
Querschnitt wie das Gehäuse und führt sich in diesem, beim Kuppeln mit einem gewissen
Spiel. Die Gehäusewandungen sind zu diesem Zwecke nach der offenen Seite (Steckerseite)
zu verlängert. Sie ragen über die innenliegenden spannungsführenden Kontaktteile
hinaus. Das Spiel, welches das am Leuchtenwagen befindliche Kupplungsteil im, Gehäuse
hat, ist jedoch kleiner als das der Kontakthülsen und Stifte in ihren Isolierplatten,
so daß auch mechanische Beanspruchungen der Kontakte quer zur Kuppelrichtung nicht
eintreten können.
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Die Stromzuführungsdrähte werden von außen durch Isoliertüllen q in
das Innere sowohl des aufklappbaren Gehäuses als auch des mit den Stiftkontakten
verbundenen Gehäuses y eingeführt. Sie verlaufen erst ein Stück innerhalb dieser,
ehe sie an die Kontakte angeschlossen werden. Dadurch wird eine ruhige Lage der
Drähte an den Klemmstellen erzielt und ihr Abbrechen an dieser Stelle bei Pendelungen
im Winde verhindert.
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Der Anschluß der Leitungsdrähte ist aus den Abb.3a und 31)
ersichtlich. Nach Lösen der Verschlußschraube h wird der Gehäusedeckel g nach oben
aufgeklappt (Abb. 3a). Der gesamte Kontakteinbau samt dem Seilführungsrohr m kann
jetzt (nach Lockerlassen des Zugseiles e) ohne weiteres nach oben herausgeschoben
werden. Die Zuleitungsdrähte können nunmehr durch die Tüllen q eingeführt und bequem
an die Kontaktteile angeschlossen werden. Hierauf wird der Einbau wieder in das
Gehäuse zwischen die beiden Widerlager iz, o eingelegt, wonach der Deckel wieder
geschlossen werden kann.
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Der Anschluß der Drähte an die.Steckerstifte erfolgt in ähnlicher
Weise nach Abheben der Isolierplatte s mit den Stiften von dem Gehäuse y. Zu diesem
Zwecke sind die beiden Halteschrauben t zu lösen.