DE608962C - Elektrische Fluegelrad-Messvorrichtung zur Feststellung der Stroemungsverhaeltnisse in den Rohren von Wasserrohrkesseln - Google Patents

Elektrische Fluegelrad-Messvorrichtung zur Feststellung der Stroemungsverhaeltnisse in den Rohren von Wasserrohrkesseln

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DE608962C
DE608962C DESCH96794D DESC096794D DE608962C DE 608962 C DE608962 C DE 608962C DE SCH96794 D DESCH96794 D DE SCH96794D DE SC096794 D DESC096794 D DE SC096794D DE 608962 C DE608962 C DE 608962C
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    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/42Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

  • Elektrische Flügelrad-Meßvorrichtung zur Feststellung der Strömungsverhältnisse in den Rohren von Wasserrohrkesseln Es ist bekannt, zum Messen der Durchflußmengen in Wasserrohren von Dampfkesseln Meßvorrichtungen mit Flügelrad zu benutzen. Um die Umdrehungen der Flügelradwelle von außen beobachten und zählen zu können, wird die Flügelradwelle entweder durch eine Stopfbüchse, die in eine Bohrung der Behälterwand eingesetzt ist, nach außen geführt oder in ein Glasrohr eingeführt, das durch eine Bohrung der Behälterwand nach außen ragt.
  • Die Ausführung mit Stopfbüchse ist für eine genaue Überwachung der Strömungsvorgänge ungeeignet, weil die an dem kleinen Flügelrad wirkenden Kräfte vielfach zu gering sind, um die Reibung in der Stopfbüchse zu überwinden. Der genaue Verlauf der Strömungsvorgänge mit ihren Schwankungen entzieht sich also der Beobachtung, und es können nur Mittelwerte gemessen werden. Die Schwierigkeit, die Durchführung der Flügelradwelle dicht zu halten, ohne die Drehung der Flügelradwelle zu sehr zu hemmen, dürfte bei hohen Drucken und Temperaturen kaum zu überwinden sein. Auch die bekannte Vorrichtung mit Glasrohr ist für Untersuchungen an Kesseln mit hohen Betriebsdrucken nicht geeignet, weil die Personen, welche die Messungen ausführen, beim Platzen des Glasrohres gefährdet sind. Außerdem hat diese Vorrichtung noch den Nachteil, daß sich das Glasrohr bei der Benutzung mit Kesselwasser anfüllt und schnell verschmutzt.
  • Die Erfindung bezweckt, eine elektrisch anzeigende Flügelrad-Meßvorrichtung zu schaffen, die zu Umlaufmessungen bei hohen Betriebsdrücken besonders geeignet ist. Die Erfindung besteht darin, daß der Träger der Stromschlußvorrichtung des mit Wechselstrom betriebenen Anzeigestromkreises mit einem das Flügelrad gleichachsig umschließenden, in ein Wasserrohr des Kessels einführbaren Rohransatz versehen ist und die zur Stromschlußvorrichtung führende Leitung durch einen nach Art einer Zündkerze ausgebildeten Durchführungskörper geht.
  • Durch diese Merkmale unterscheidet sich die neue Vorrichtung von einem bekannten Meßgerät, das zur Geschwindigkeitsmessung in einem weiten Rohr oder einem offenen Gerinne dient. Bei diesem Gerät ist das Flügelrad am Ende eines Rohres gelagert, in dem sich die Stromschlußvorrichtung für den von einer Gleichstromquelle gespeisten Anzeigestromkreis befindet. Durch eine sorgfältige Isolierung, z. B. durch eine Ölfüllung, muß verhütet werden, daß Wasser an die Stromschlußvorrichtung gelangt, weil durch die dann eintretende Zersetzung des Wassers eine regelrechte Kontaktbildung verhindert sein würde. Bei der Meßvorrichtung gemäß der Erfindung erübrigt sich die besondere Isolierung der Stromschlußvorrichtung, da infolge der Verwendung von Wechselstrom das Wasser nicht zersetzt wird. Im Gegensatz zu der bekannten Vorrichtung, deren Flügelrad an irgendeine Stelle der Strömung gebracht wird, die senkrecht zur Achse der Flügelradwelle gerichtet ist, wird das Flügelrad der neuen Vorrichtung in die Mündung des engen Wasserrohres eingeschoben, in welchem die Strömung zur Flügelradwelle gleichgerichtet ist. Durch den zum Flügelrad gleichachsigen Rohransatz, der in das Wasserrohr des Kessels eingeführt wird, wird das Flügelrad genau zentriert und in seiner Arbeitsstellung festgelegt.
  • Es sei noch erwähnt, daß ein zündkerzenähnlicher Einsatzkörper zur Stromzuführung bei elektrischen Wasserstandsanzeigern bekannt ist. Dabei bildet der Metallstift des Einsatzkörpers den einen Pol des durch den Wasserspiegel zu schließenden Stromkreises. Nur wenn der Wasserspiegel einmal die betreffende Zündkerze erreicht, wird der Strom geschlossen. Demgegenüber taucht die vorliegende Meßvorrichtung dauernd in das leitende Wasser ein, und das Schließen und Unterbrechen des Stromes erfolgt bei jeder Umdrehung der Flügelradwelle. Abgesehen von diesem grundsätzlichen Unterschied in der Anordnung und Wirkungsweise der Stromschlußvorrichtung löst die vorliegende Erfindung eine ganz andere Aufgabe, indem sie es ermöglicht, in Wasserrohrkesseln mit hohen Betriebsdrücken in sicherer und zuverlässiger Weise Umlaufmessungen vorzunehmen.
  • Auf der Zeichnung sind beispielsweise zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Fig. z einen Querschnitt durch einen Sammelbehälter des Kessels mit eingesetzter Vorrichtung gemäß der Erfindung im Längsschnitt, die Fig. 2, 3 und 4 Querschnitte nach den Linien II-11, III-III und IV-IV der Fig. z und Fig.5 in kleinerem Maßstab einen Querschnitt durch einen Sammelbehälter von größerem Durchmesser mit einer etwas abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung.
  • Mit i ist der Sammelbehälter eines Wasserrohrkessels, z. B. die Untertrommel eines Steilrohrkessels, bezeichnet und mit 2 ein in diesen Behälter eingewalztes Wasserrohr. Der Einmündung 3 des Rohres 2 liegt im Trommelmantel gegenüber die Einwalzöffnung 4, die in üblicher Weise durch einen Schraubstopfen 5 verschlossen ist. Der Schraubstopfen dient als Träger für die Anzeigevorrichtung mit dem Flügelrad 6 und der Flügelradwelle B. Bei dem gezeichneten Beispiel hat das Flügelrad einfache schräg gestellte Flügel. Die Flügel könnten aber auch in bekannter Weise als Schraubenflächen ausgebildet sein. Die Flügelradwelle 8 läuft in Spitzenlagern. Die untere Lagerplatte g bildet den Boden eines hohlen Kugelzapfens io, der in die am Stopfen 5 durch Schrauben 12 befestigte napfförmige Lagerpfanne 13 eingreift und durch einen mit der Pfanne 13 verschraubten Deckel 14 gehalten wird. Der Kugelzapfen io sitzt am unteren Ende des rohrförmigen Teiles 15 des Lagergehäuses 16. Den oberen Teil dieses Gehäuses bildet ein an beiden Stirnseiten offener Rohransatz 18, der in das Rohr 2 von seiner nach dem Trommelinnern zu offenen Mündung 3 aus eingeschoben ist. Der Durchmesser des Rohransatzes 18 des Lagergehäuses 16 ist so groß, daß er mit geringem Spiel in das Wasserrohr 2 paßt. Im Rohransatz 18 ist das radförmige Lagerstück i9 befestigt, in dessen nabenförmigem Teil 2o das obere Spitzenlager 21: für die Flügelradwelle 8 eingeschraubt ist. Die beiden röhrenförmigen Teile 15 und i8 des Lagergehäuses 16 sind durch radiale Rippen 22 verbunden, die Leitwände für das in das Rohr 2 und zum Flügelrad 6 strömende Wasser bilden. Für den Fall, daß die Achsen des Rohres 2 und der zugehörigen Einwalzöffnung 4 nicht genau übereinstimmen, ermöglicht das Kugelgelenk 1o, 13 eine entsprechende Einstellung des Lagergehäuses 16 der Flügelradwelle.
  • Die Umdrehungen des Flügelrades werden durch eine elektrische Anzeigevorrichtung außerhalb der Trommel i angezeigt. Der eine Pol des Wechselstromkreises 23 ist durch eine Klemme 24 an die Trommel i angeschlossen, während der andere Pol der Leitung -an die Klemme 25 einer von der Flügelradwelle beeinflußten Stromschlußvorrichtung gelegt ist. Den Strom für den Anzeigestromkreis 23 liefert eine nicht dargestellte Wechselstromquelle über einen Transformator 26. Die Verwendung von Wechselstrom hat den Vorteil, daß eine Zersetzung des Wassers vermieden wird. Zu der Stromschlußvorrichtung gehört eine stromführende Schleiffeder 27. Die Schleiffeder 27 ist im Hohlraum des Kugelzapfens io auf einem Haltestift 28 angeordnet und mit diesem leitend verbunden. Der Haltestift 28 ist an der Lagerplatte g befestigt, .aber gegen diese Platte durch eine Büchse 29 aus nichtleitendem Baustoff isoliert. Das aus dem Kugelzapfen io vorstehende Ende des Haltestiftes 28 trägt eine metallische Zunge 3o, die mit einer -Durch-Bohrung versehen ist, in die ein Leitungsdraht 31 eingreift. Dieser Leitungsdraht liegt im Innern eines Glasrohres 32, das stramm passend in eine axiale Bohrung -des Verschlußstopfens 5 eingesetzt ist. Durch das Glasrohr 32 ist der Leitungsdraht 31 gegen die mit dem anderen Pol des Stromkreises verbundenen metallischen Teile isoliert. Zur weiteren Durchführung des Leitungsdrahtes nach außen dient ein nach Art einer Zündkerze ausgebildeter Isolierkörper, der in die am äußeren Ende erweiterte axiale Bohrung 33 des Stopfens 5 eingeschraubt ist. Es bezeichnet 34 den mit einem Schraubennippel 35 versehenen Metallmantel, 36 das Isolierstück und 38 den im Innern des zündkerzenförmigen Isolierkörpers eingebetteten Metallstift. Mit dem inneren Ende des Metall- Stiftes 38 ist der Draht 31 leitend verbunden. Bei dem gezeichneten Beispiel ist er in einer Bohrung des Metallstiftes eingespannt. An dem äußeren aus dem Isolierstück 36 herausstehenden Ende des Metallstiftes 38 ist mittels der Klemme 25 der eine Pol des Stromkreises angeschlossen. Beim Einsetzen des Kugelzapfens io in die Lagerpfanne 13 schiebt sich der am Metallstift 38 befestigte Draht 31 durch die Bohrung der Zunge 3o hindurch und wird, nachdem das Kugellager io, 13 durch Aufschrauben des Deckels 14 fertig zusammengebaut ist, mittels einer Klemmschraube 40 (Fig. 4) festgezogen. Damit die Schraube 4o eingeführt werden kann und zugänglich bleibt, sind im Mantel der Lagerpfanne 13 Ausschnitte 41 vorgesehen.
  • Wenn die Vorrichtung in die Trommel eingebaut ist, geht der Strom vom einen Pol zur Schleiffeder 27 und vom anderen Pol über die Trommel i und die mit der Trommel metallisch verbundenen Lager g, 21 zur Welle 8 des Flügelrades. Den Stromunterbrecher bildet ein auf der Flügelradwelle 8 mittels einer Metallhülse 42 befestigter Zylinder 43 aus isolierendem Baustoff, beispielsweise Speckstein. An der Stelle, wo die Feder 27 schleift, ist die Hülse 42 bis auf einen schmalen Steg 44 weggeschnitten, so daß die Feder während des größten Teiles der Umdrehung der Flügelradwelle 8 auf dem Specksteinzylinder aufliegt. Während dieser Zeit ist der Strom unterbrochen. Er wird während jeder Umdrehung der Welle 8 einmal geschlossen, sobald die Schleiffeder 27 auf den Steg 44 der mit der Welle 8 metallisch verbundenen Hülse 42 aufläuft. Jede Umdrehung des Flügelrades wird somit in der elektrischen Anzeigevorrichtung, beispielsweise durch Aufleuchten einer in den Stromkreis 23 eingeschalteten Glühbirne 45, angezeigt. Wird in den Stromkreis eine geeignete Registriervorrichtung, z. B. ein Oszillograph, eingeschaltet, so können die den Umdrehungen des Flügelrades entsprechenden Stromstöße fortlaufend aufgezeichnet werden. Man erhält dann ein Bild über den zeitlichen Ablauf der Strömungsvorgänge in dem zu untersuchenden Rohr und, falls gleichzeitig in mehrere Rohre die Vorrichtungen eingesetzt sind, Aufschluß über die Verteilung der Wasserströmung auf die einzelnen Rohrgruppen. Außer einer Vorrichtung mit sichtbarer Anzeige kann man auch eine Vorrichtung zum Abhören der Stromstöße in den Anzeigestromkreis einschalten.
  • Die Abänderungen der Ausführungsform nach Fig. 5 betreffen den Einbau der neuen Vorrichtung in die Trommel i. In Fig. = ist der Stopfen 5, der den Träger für die fertig zusammengebaute, durch die Öffnung im Trommelmantel einzusetzende Vorrichtung bildet, in der Bohrung des Trommelmantels eingeschraubt. In Fig. 5 ist dagegen der den Träger bildende Stopfen, 5o durch einen in die Öffnung der Trommelwand eingewalzten Rohrstutzen 51 hindurchgeführt. Der Stopfen trägt einen Flansch 52, der mit einem Flansch 53 des Rohrstutzens durch Schraubenbolzen 54 und Muttern 55 verbunden ist. Ein am Stopfen 50 vorgesehener Bund 56 paßt dicht schließend in die Bohrung des Stutzens 5i. Außerdem ist zwischen dem Stutzen 51 und dem Flansch 52 des Stopfens eine Dichtung 57 eingelegt. Um auch bei Trommeln mit größerem Durchmesser eine Vorrichtung mit einer verhältnismäßig kurzen Flügelradwelle 8 verwenden zu können, ist der Stopfen 5o so lang ausgeführt, daß er ein Stück in den Innenraum der Trommel hineinragt. Aus dem gleichen Grunde ist auch der Rohransatz 18 des Lagerhalters 16 verlängert. Der Rohransatz 18 ist bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel nur so weit in das zu untersuchende Rohr 2 eingeführt, daß das Flügelrad 6 sich nicht mehr innerhalb des Rohres 2 befindet, sondern in der Strömungsrichtung des Wassers ein Stück vor der Rohrmündung liegt. An der Wirkungsweise der Vorrichtung wird dadurch nichts geändert, -da der Strömungsvorgang in dem eine Verlängerung des Rohres 2 bildenden Rohransatz 18 derselbe ist wie ein Stück hinter dem Mündungsende des Rohres 2. Die eigentliche Anzeigevorrichtung und die Anordnung des Anzeigestromkreises ist bei der Fig. 5 dieselbe wie bei Fig. i.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Flügelrad-Meßvorrichtung zur Feststellung der Strömungsverhältnisse in den Rohren von Wasserrohrkesseln, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (16) der Stromschlußvorrichtung des mit Wechselstrom betriebenen Anzeigestromkreises mit einem das Flügelrad gleichachsig umschließenden, in ein Wasserrohr des Kessels einführbaren Rohransatz versehen ist und die zur Stromschlußvorrichtung führende Leitung durch einen nach Art einer Zündkerze ausgebildeten Durchführungskörper (36, 34) geht.
  2. 2. Meßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (16) der Stromschlußvorrichtung und des Flügelrades gegenüber einem an der Kesseltrommel abgestützten Widerlager (13) durch ein Kugelgelenk einstellbar ist.
DESCH96794D 1932-02-06 1932-02-06 Elektrische Fluegelrad-Messvorrichtung zur Feststellung der Stroemungsverhaeltnisse in den Rohren von Wasserrohrkesseln Expired DE608962C (de)

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