DE607909C - Vorrichtung zur Regelung von Dampf- oder Gasturbinen - Google Patents
Vorrichtung zur Regelung von Dampf- oder GasturbinenInfo
- Publication number
- DE607909C DE607909C DE1930607909D DE607909DD DE607909C DE 607909 C DE607909 C DE 607909C DE 1930607909 D DE1930607909 D DE 1930607909D DE 607909D D DE607909D D DE 607909DD DE 607909 C DE607909 C DE 607909C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- regulator
- piston
- pressure
- back pressure
- network
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 title description 2
- 230000005611 electricity Effects 0.000 claims description 7
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 3
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims 4
- 238000013459 approach Methods 0.000 claims 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 claims 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
- F01D17/22—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical
- F01D17/26—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical fluid, e.g. hydraulic
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
11. JANUAR 1935
11. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14 c GRUPPE 17
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Vorrichtung zur Regelung von Dampf- oder Gasturbinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1930 ab
Die Erfindung betrifft eine vereinigte Drehzahl- und Druck- oder Leistungsregelung für
Dampf- oder Gasturbinen, welche mit einem Netz parallel laufen oder mit einer oder meh-S
reren Maschinen des gleichen Werkes parallel geschaltet sind, wobei bei normalem Betrieb
nur Strom aus dem Fremdnetz in das Hausnetz entnommen wird, während in keinem Fall Strom aus dem Hausnetz in das
Fremdnetz fließt.
Es ist nun bei Maschinen mit Fliehkraftimd
Druckreglern bekannt, daß der Fliehkraftregler beim Über- oder Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl den Druckregler
außer Tätigkeit setzt und die Maschine dann nur vom Fliehkraftregler allein gesteuert
wird. Bei einer Anlage jedoch, bei der Strom einem Fremdnetz entnommen wird, besteht
die Möglichkeit, daß bei Störungen im Fremdnetz und voller Belastung der Maschine der
Druckregler bei Druckschwankungen im Gegendrucknetz trotzdem eingreift, weil er nicht völlig abgeschaltet ist. Es ist daher
wünschenswert, den Druckregler · bei Störungen im Fremdnetz ganz abzuschalten, so
daß er erst nach Beendigung dieser Störung von Hand wieder eingeschaltet werden kann.
Erfindungsgemäß wird dazu vor dem Druckregler ein hydraulischer Steuerschieber mit
einem Differentialkolben angeordnet, der durch den Druck einer Feder in einer Endlage
gehalten wird und kein Öl zum Druckregler läßt. Beim Unterschreiten einer bestimmten
Drehzahl wird er durch den Fliehkraftregler entgegen diesem Federdruck in die andere Endlage verschoben, so daß das
Drucköl zum Druckregler strömen und diesen ausschalten kann. Gleichzeitig wird der
Steuerschieber mittels seines Differentialkolbens durch den Öldruck in dieser Endlage
gehalten.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung und die Anwendung der
neuen Regeleinrichtung bei einer Gegendruckturbine. Es bezeichnet a die Gegendruckturbine,
deren elektrischer Stromerzeuger b auf ein Werknetz c arbeitet, welches außerdem
Strom von einem Fernnetz d erhält. Das Dampfeinlaßorgan e der Gegendruckdampfturbine
untersteht dem Einfluß eines Gegendruckreglers / und eines Fliehkraftreglers g.
Die Einwirkung der beiden Regler f und g auf das Dampfeinlaßorgan e erfolgt in bekannter
Weise unter Zwischenschaltung einer Drucksteuerung h, i. Unterhalb des Gestänges
k des Reglers g ist ein Federteller / vorgesehen, gegen den sich das Gestänge k
anlegt, wenn der Regler g eine der Betriebsdrehzahl entsprechende mittlere Lage einnimmt.
Dieser Federteller ist mit einem Steuerschieber m- verbunden, an dessen
unterem Ende ein Differentialkolben η vorgesehen ist. Der Steuerschieber m gibt in
seiner unteren Lage den Druckölzufluß zur unteren Seite eines federbelasteten Umschaltkolbens
ofrei. Die Membran des Gegendruck-
*/ Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Arthur Rosch in Brieselang.
Claims (1)
- reglers / überträgt ihre Bewegungen auf einen zweiarmigen Hebel ρ mittels der Stange q, die durch eine Feder r in Berührung mit der Membran gehalten wird. Der Hebel p, weleher mit dem Zwischenhebel j verbunden ist, ist an die Kolbenstange t angelenkt. Von der Abdampfleitung der Gegendruckturbine e ist ein Auspuffrohr u abgezweigt, welches mit einem gewichtbelasteten Auspuffventil ν versehen ist. Bei gewöhnlichem Betrieb wird der Dampfdurchsatz der Gegendruckturbine e nur durch den Druckregler f eingestellt, da der Hub des Reglers g nach unten hin zunächst durch den Federteller/ begrenzt ist. Nach oben hin wird hierbei die Drehzahl der Gegendruckturbine vom Fliehkraftregler g begrenzt.Fällt nun, z. B. bei Gewitter, der Ölschalter für den fremden Strombezug heraus, so daß zo die Gegendruckmaschine plötzlich stark belastet wird, so sinkt die Drehzahl, und die Muffe des Fliehkraftreglers g nähert sich ihrer unteren Lage, wobei der Reglerhebel k gegen den Teller / drückt und unter Überwindung ihrer Feder den Steuerkolben m nach unten verstellt.Hierdurch wird der ölzufluß zur Unterseite des Umschaltkolbens 0 freigegeben, so daß dieser angehoben und der Drehpunkt des Hebels p nach oben verlegt wird. Die Stange q gelangt außer Berührung mit der Membran des Druckreglers f, so daß der Druckregler keinen Einfluß mehr auf die Treibmittelzufuhr zur Gegendruckturbine α besitzt. Durch das Niederdrücken des Steuerschiebers m gelangt gleichzeitig Drucköl auf die obere Fläche des Differentialkolbens n, so daß der Steuerkolben m in seiner unteren Lage gehalten wird.Beim Abschalten des Gegendruckreglers wird gleichzeitig der Steuerschieber h niedergedrückt und hierdurch der Kraftkolben i angehoben, so daß die Treibmittelzufuhr zur Gegendruckturbine h erhöht wird und die Drehzahl steigt. Solange der Gegendruckregler f ausgeschaltet ist, untersteht die Reglung der Treibmittelzufuhr zur Gegendruckturbine α lediglich dem Fliehkraftregler g. Die Hubhöhe des Kolbens 0 und damit die Abstandsgröße der Stange q vom Membran-' regler f ist dabei so groß gewählt, daß durch eine Gegendruckerhöhung dieser Abstand nicht völlig ausgeglichen werden kann.Nach der Beendigung der Netzstörung, wenn durch Einschalten des Netzschalters wieder Strom aus dem Stromnetz d in das Werknetz c gelangt, wird der ursprüngliche Zustand durch Hochheben des Steuerkolbens wzwieder herbeigeführt. Der Steuerkolben m bleibt hierbei in seiner oberen Lage, da er alsdann in sich ausgeglichen ist.Beim Hochheben des Steuerkolbens m wird die Unterseite des Umschaltkolbens 0 mit der Ölabflußleitung verbunden, so daß er unter Einwirkung seiner Belastungsfeder in seine unterste Lage gebracht wird.Steigt bei abgestelltem Druckregler infolge großen Leistungsbedarfs oder geringen Dampfbedarfs der Dampfdruck in der Gegendruckleitung, so wird das Auspuffventil ν geöffnet, so daß ein Teil des Dampfes ins Freie entweicht. Da Störungen im Fremdnetz meistens nur kurze Zeit anhalten, ist ein vorübergehender Auspuffbetrieb einem Stillstand des Turbinensatzes vorzuziehen.Die Regelungseinrichtung kann außer bei Gegendruck-, Anzapf-, Anzapfgegendruckmaschinen auch bei Verdichtern oder Maschinen mit Leistungsreglern oder Kesseldruckreglern verwendet werden. Sie kann auch bei Gegendruckmaschinen Anwendung finden, die nicht in der beschriebenen Weise mit einem fremden Werk parallel laufen, sondern an das gleiche Werk mit einer oder mehreren Kondensationsmaschinen parallel geschaltet sind.PATJi N T A N Öl'K U CIi :Vorrichtung zur vereinigten Drehzahl- und Druck- oder Leistungsregelung für Dampf- oder Gasturbinen, die mit einem Netz parallel laufen oder mit einer oder mehreren Maschinen des gleichen Werkes parallel geschaltet sind, wobei bei normalem Betrieb nur Strom aus dem Fremdnetz ins Hausnetz entnommen wird, während in keinem Fall Strom aus dem Hausnetz ins Fremdnetz fließt, und wobei der für gewöhnlich die Turbine steuernde Druck- oder Leistungsregler beim Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl von dem Drehzahlregler seinem Einfluß auf die Treibmittelzufuhr entzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Druckregler einhydraulischer Steuerschieber (m) mit einem Differentialkolben (n) geschaltet ist, der beim normalen Betrieb durch eine Feder in einer Endlage gehalten und beim Unterschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit durch den Fliehkraftregler (g) in seine andere Endlage gedrückt wird und dort dem Druckölstrom den Weg zum Ausschalten des Druckreglers freigibt, und gleichzeitig durch Einwirkung dieses Druckölstromes auf seinen Differentialkolben in dieser Endlage festgehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE607909T | 1930-10-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607909C true DE607909C (de) | 1935-01-11 |
Family
ID=6575730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930607909D Expired DE607909C (de) | 1930-10-11 | 1930-10-11 | Vorrichtung zur Regelung von Dampf- oder Gasturbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607909C (de) |
-
1930
- 1930-10-11 DE DE1930607909D patent/DE607909C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE607909C (de) | Vorrichtung zur Regelung von Dampf- oder Gasturbinen | |
| DE372196C (de) | Schnellschlussvorrichtung fuer Turbinen | |
| DE572205C (de) | Vorrichtung zur Begrenzung der Drehzahl an Dampf- oder Gasturbinen | |
| DE638419C (de) | Regelungsvorrichtung fuer Dampf- oder Gasturbinen | |
| DE683416C (de) | Erweiterte Dampfturbinenanlage | |
| DE618035C (de) | Einrichtung zur Steuerung der Kraftmittelzufuhr von Kraftmaschinen, insbesondere von Dampfturbinen | |
| DE555541C (de) | Steuerungseinrichtung fuer Dampfturbinen mit doppelter Sicherung gegen UEberdrehzahl | |
| DE375540C (de) | Regeleinrichtung fuer Dampfverbrauchsanlagen mit Waermespeicherung | |
| DE677186C (de) | Als Sicherheitseinrichtung bei ploetzlicher Entlastung dienende Regelvorrichtung fuer Fluegelradturbinen mit drehbaren Schaufeln | |
| DE665766C (de) | Kraftmaschinenregler fuer mittelbare Reglung | |
| DE413076C (de) | Einrichtung zur Regelung einer Hochdruck- und nachgeschalteten Niederdruckturbine | |
| DE672733C (de) | Regelung einer Doppelentnahmedampfturbine mit Vorschaltturbine | |
| DE315530C (de) | ||
| DE526463C (de) | Verfahren zur Regelung von hintereinandergeschalteten, nur von Hochdruckdampf betriebenen Normaldruckturbinen mit Vorschaltturbinen | |
| AT95372B (de) | Einrichtung zur Regelung des Lade- und Entladeorgans von Dampfspeichern bei Maschinenanlagen mit Abdampfverwertung. | |
| AT99775B (de) | Umschaltvorrichtung für Abdampfinjektoren. | |
| DE488349C (de) | Sicherungseinrichtung fuer mit Waermespeicher versehene Kraftanlagen, insbesondere Dampfturbinenanlagen | |
| DE725037C (de) | Aus einer Hochdruckkesselbatterie mit geringem Fassungsvermoegen gespeiste Anzapfdampfturbine | |
| DE558649C (de) | Mit Hoch- und Niederdruckkessel zusammenarbeitende Zweidruck-Dampfkraftanlage | |
| EP0508037B1 (de) | Verfahren zur Regelung eines Kleinwasserkraftwerkes | |
| DE564323C (de) | Entnahmeturbine | |
| DE740492C (de) | Einrichtung zum Regeln der Leistung bzw. Drehzahl eines durch die Druckfeuerungsgase eines Dampferzeugers in Abhaengigkeit von dessen Belastung betriebenen Luftverdichters, an welchen eine Hilfsdampfturbine angeschlossen ist | |
| DE632479C (de) | Dampfturbinenanlage | |
| DE255734C (de) | ||
| DE232616C (de) |