DE6072C - Neuerungen an Hospitalbetten - Google Patents

Neuerungen an Hospitalbetten

Info

Publication number
DE6072C
DE6072C DENDAT6072D DE6072DA DE6072C DE 6072 C DE6072 C DE 6072C DE NDAT6072 D DENDAT6072 D DE NDAT6072D DE 6072D A DE6072D A DE 6072DA DE 6072 C DE6072 C DE 6072C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bed
tubes
water
air
adjustments
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT6072D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. L. HODGKINS in Barnes (England). Vertreter C. PIEPER in Berlin, Bellealliancestrafse 74
Publication of DE6072C publication Critical patent/DE6072C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G7/00Beds specially adapted for nursing; Devices for lifting patients or disabled persons
    • A61G7/05Parts, details or accessories of beds
    • A61G7/057Arrangements for preventing bed-sores or for supporting patients with burns, e.g. mattresses specially adapted therefor
    • A61G7/05715Arrangements for preventing bed-sores or for supporting patients with burns, e.g. mattresses specially adapted therefor with modular blocks, or inserts, with layers of different material

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Invalid Beds And Related Equipment (AREA)

Description

1878.
Klasse 3O.
JOHN LINEHAM HODGKINS in BARNES (England). Neuerungen an Hospitalbetten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. December 1878 ab.
Es ist in vielen Fällen von gröfster Wichtigkeit, dafs der Patient von Zeit zu Zeit aus einer in eine andere Lage gebracht werde, dafs verschiedene Theile seines Körpers entweder emporgehoben oder niedergelassen werden können, etwa behufs Erleichterung einer chirurgischen Operation, oder dafs manche Körpertheile eine ganz besondere Unterstützung erhalten.
Es ist ferner bisweilen wünschenswerth, dafs, Wenn derselbe auf seinem Lager bewegt werden soll oder sich selbst bewegt, solche Bewegungen, seien sie nun durch zweite und dritte Personen oder durch den Kranken selbst bewirkt, mit möglichst geringer Kraftäufserung verknüpft seien.
Man hat in Krankenhäusern Einrichtungen verschiedener Natur getroffen, um die Erfüllung der bezeichneten Bedingungen zu sichern, doch sind erstere, nach Wissen des Erfinders, mehr oder weniger complicirt, Unvollkommen in ihrer Wirkung und kostspielig.
Die vorliegende Construction ist einfach, gestattet eine leichte Einstellbarkeit eines jeden Theiles, ohne dabei merklich störend auf den Kranken einzuwirken, ferner eine leichte Reinigung und trägt überhaupt allen Bedürfnissen des Patienten, wie hülflos er auch sein möge, Rechnung.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Grundrifs des wesentlichen Theiles eines Bettes,
Fig. 2 eine Seitenansicht mit theilweisem Querschnitt.
Die Erfindung besteht in der Herstellung eines Bettes durch Aneinanderreihung verschiedener, vorzüglich cylindrisch gestalteter Theile a, welche in geeigneter Weise unter einander in Zusammenhang stehen und so angeordnet sind, dafs deren einer oder mehrere in verschiedene Lage und bezw. Neigung gegen den Horizont gebracht werden können, je nach dem gerade beabsichtigten Zweck.
Diese Abtheilungen α werden von einer Hülle b gehäuseartig umgeben bezw. vereint, welche aus passendem Stoffe, wie z. B. Segeltuch, Bettbarchent oder Leinewand gefertigt ist. Dieselbe besitzt einen so grofsen Durchmesser in ihren Abtheilungen, dafs je ein gewisser Zwischenraum c zwischen diesen und den Cylindern oder Röhren α verbleibt. Dieser Zwischenraum hat den Zweck, ein leichtes Herausziehen der Cylinder α aus der Hülle b und Wiederhineinstecken in dieselbe zu ermöglichen. Es ist ferner Sorge getragen, dafs die einzelnen Theile α bezw. b in solchem Abstande von einander stehen, Um einem gegenseitigen Pressen vorzubeugen, wenn sie dem Drucke des Gewichtes vom Bettinhaber ausgesetzt sind. Die Bildung der Hülle b kann entweder aus einem ganzen, mehrere Röhren α umfassenden Stücke erfolgen, Welches Stück an das Nachbarstück in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise (s. bei d) angeschlossen ist, oder sie kann sich aus mehreren in geeigneter Weise verbundenen einzelnen Stücken zusammensetzen. Die Vereinigung der Hülleenden läfst sich durch irgend einen Klebstoff oder mittelst Naht bewirken. Zweckmäfsigerweise bringt man an der Verbindungsstelle der mehr in der Mitte der Bettlänge befindlichen Hülltheile Löcher e e an, zwecks Abführung etwa vom Bettinhaber ausgehender Flüssigkeiten.
Mitunter dürfte es rathsam sein, nicht die sämmtlichen Hüllentheile unter einander zu verbinden, sondern mehrere, wohl im Bett nebeneinanderliegende, aber unverbundene Hüllen b anzuordnen. Dadurch ist herbeigeführt, mehrere, der Cylinder α mit sammt ihrer sie umgebenden gemeinsamen Hülle auf einmal herauszuziehen, was unter gewissen Umständen von Vortheil ist. So kann es beispielsweise bei Vollführung irgend welcher chirurgischen Operationen oder dergleichen wünschenswerth für den Arzt sein, einen vollkommen freien Raum unter z. B. dem mittleren Körpertheil des Kranken zu haben. Dem Würde sofort nachgekommen sein dadurch, dafs man (in einem hiernach eingerichteten Bett) aus den betreffenden Röhren α schnell die darin enthaltene Luft oder das Wasser abfliefsen läfst und sie dann sammt ihrer Hülle herauszieht.
Die Röhren oder Cylinder α bestehen aus Kautschuk oder sonst welchem wasserdichten Stoff; ihr Durchmesser kann den Verhältnissen angemessen gewählt werden. Der Erfinder fand als allen Anforderungen seiner Praxis genügend einen Durchmesser von 125 mm.
Es richtet sich die Länge der Röhren nach der Breite der Bettstelle, auf welcher das Bett
gemacht werden soll. Bei Bildung der Röhren mufs darauf geachtet werden, dafs sie zur Anfüllung mit Luft oder auch mit heifsem oder kaltem Wasser bestimmt sind. Man bemerkt, dafs nichts hindert, nach Befinden auch einige der Röhren mit Wasser, die anderen mit Luft anzufüllen, d. h. entweder ein sogenanntes Wasserbett oder ein Luftbett oder ein Wasserimd Luftbett zu schaffen.
Die Leichtigkeit, irgend welchen Wechsel in der eben erwähnten Richtung vorzunehmen, ist so grofs, dafs sich ein solcher sogleich und ohne merkliche Störung des Patienten bewirken läfst.
Wird beispielsweise kaltes Wasser an irgend einer besonderen Stelle des Bettes anstatt warmen benöthigt oder umgekehrt, oder soll kaltes oder warmes Wasser durch Luft ersetzt werden, so erübrigt es nur, den betreffenden Inhalt der bezüglichen Röhren durch einen Hahn oder ein Ventil f herauszulassen und durch den erforderlichen anderen Stoff zu ersetzen.
Auch Pferdehaare, Wolle oder Baumwolle etc. können, je nach den besonderen Zwecken, zur Ausfüllung der Röhren Verwendung finden.
Es empfiehlt sich, die Hähne oder Ventile/ derartig zu construiren, dafs sie sich nach erfolgter Füllung des Cylinders selbstthätig schliefsen.
Die einzelnen Hüllen b b der Röhren a a sind an jedem Ende offen, um das Herausziehen und Einstecken der Röhren α von beiden Seiten vornehmen zu können.
Eine mitunter von Vortheilen begleitete Aenderung der seither beschriebenen Einrichtung ist die, einige der Röhren α in der Mitte ihrer Länge zu theilen, d. h. in einige der Abtheilungen der Hülle b anstatt einer ganzen Röhre deren zwei halbe einzusetzen. Dadurch wird die Leichtigkeit der Adjustirung und die ' Genauigkeit derselben erhöht. Zum Beweise dessen sei darauf aufmerksam gemacht, dafs die eine der kurzen Röhren herausgezogen, die andere in ihrer Hülle gelassen werden kann, oder es lassen sich beide nicht ganz, sondern nur um einen gewissen Betrag herausziehen, so dafs zwischen ihren beiden inneren Stirnflächen ein gröfserer oder geringerer Zwischenraum entsteht; endlich kann aus jeder dieser kurzen Röhren ihr Inhalt von Wasser oder Luft schnell ganz oder theilweise entfernt, sowie auch beispielsweise eine mit Wasser, die ihr entsprechende mit Luft, oder eine mit kaltem oder andere mit warmem Wasser etc. angefüllt werden.
Es empfiehlt sich, mehrere der in der Mitte der Bettlänge befindlichen Röhren noch mit einem besonderen wasserdichten Ueberzug aus weniger werthvollem Stoff als jener der Cylinder α hergestellt, zu versehen; sowie es rathsam ist, entweder über oder unter diesen Cylindern oder auch über und unter denselben ein wasserdichtes Betttuch anzuordnen, um die Cylinder oder Röhren vor schädlicher Einwirkung gewisser von manchen Kranken abgesonderter Flüssigkeiten zu bewahren.
Auch die Einführung einer Wärmflasche ins Bett, ohne Störung, erscheint unter Benutzung' der neuen Einrichtung sehr erleichtert, es bedarf nur des Oeffnens der Ventile f an zwei oder drei Röhren a; daraufhin strömt der Inhalt aus und es stellt sich, sobald sich diese Röhren ganz oder nach Befinden theilweise entleert haben, der erforderliche Raum zur Aufnahme der Wärmflasche her. Ist diese wieder entfernt, so pumpt man frische Flüssigkeit oder Luft in die Röhren α ein und diese blähen sich bald wieder zu ihrem früheren Umfang auf; die Einführung und Wiederwegnähme besagter Flasche kann somit erfolgen, ohne dafs irgend welche Bewegung des Patienten nothwendig ist. ■ .
Mit gröfster Leichtigkeit läfst sich der Kopf des Kranken durch Einbringen von mehr Wasser oder Luft in die entsprechenden Cylinder oder durch Herauslassen von dergleichen Flüssigkeit höher oder tiefer legen. Dasselbe gilt in Bezug auf jeden anderen Körpertheil.
Durch Anordnung noch einer besonderen Röhre unterhalb des Bettes (also unter den Röhren α bezw. der Hülle F) ist man in den Stand gesetzt, jedem Theile des Bettes eine gewisse Neigung gegen den Horizont zu geben. Es bedarf nur des Hinrollens erwähnter Röhre innerhalb der Bettstelle an den entsprechenden Ort. Ebenso leicht und so sanft wie solche Schrägstellung herbeigeführt werden kann, läfst sie sich auch wieder aufheben. ;
Es leuchtet ohne weiteres ein, dafs die be-, schriebene Einrichtung unschwer die Herstel· lung eines gleichsam gefalteten Bettes oder eines Bettes niit Stuhlfunction, d. i. eines solchen, welches den Patienten in sitzender Lage unterstützt, zuläfst.
Es ist ein grofser Vortheil der neuen Betteinrichtung, dafs irgend welche etwa nöthig werdende Reparatur ohne die geringste Störung des Patienten vorgenommen werden kann; sollte eine der Röhren einmal eine Beschädigung aufweisen, so ist nur erforderlich, sie herauszuziehen und durch eine andere zu ersetzen. Es ist dieses ein Vorzug, der namentlich durch Vergleich mit einem Wasser- oder Luftbett der gewöhnlichen Construction unter denselben Umständen ins rechte Licht tritt.
Die Zwischenräume h zwischen den Röhren a über und unter der Hülle b gestatten eine freie Circulation der Luft im Bett, was von grofser Wichtigkeit; sie bilden ferner Kanäle für etwa abgehende Flüssigkeiten.
Die Lage der Längsaxen der Röhren kann ebensowohl eine parallele der Breitseite der Bettstelle als eine solche parallel deren Langseite sein. Wenngleich die cylindrische Form der Röhren die am meisten vorkommende sein wird, so dürfte es doch auch Fälle geben, in denen eine andere als kreisrunde Querschnittsgestalt als wünschenswerth erscheinen wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. An einem Bett die Anwendung verschiedener, mannigfaltige Einstellungen (Adjustirungen) gestattender und entweder parallel der Längenrichtung oder der Breitenrichtung des Bettes liegender Röhren a, welche durch eine Hülle b unter einander in gewissem Zusammenhange gehalten werden, im wesentlichen wie beschrieben und zu dem angegebenen Zweck.
  2. 2. An einem solchen (s. unter i) Bett die Anfüllung jeder der erwähnten Röhren a mit Luft oder Wasser oder Pferdehaaren oder Wolle, Baumwolle oder anderen Stoffen mit der Eigenschaft, die Röhren aufblähen zu können, wie erläutert.
  3. 3. An einem solchen Bett der Umstand, dafs
    jede der besagten Röhren unabhängig von den anderen durch Eintreiben von Luft oder von Wasser oder durch Auspumpen bezw. Auslassen dieses Inhaltes, und zwar durch Ventile / oder andere dergleichen Apparate ausgedehnt oder zusammengezogen werden kann, zu dem angeführten Zwecke.
    Die in solcher Weise bewirkte Zusammenfügung der wesentlichen Theile eines wie charakterisirt beschaffenen Bettes, dafs Rinnen zwischen jeder Röhre α entstehen, welche einestheils zur Abführung etwa vom Kranken ausgehender Flüssigkeiten aus dem Bett, anderentheils zur Herstellung und Aufrechterhaltung einer lebhaften Circulation durch das Bett hindurch dienen, im wesentlichen wie beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6072D Neuerungen an Hospitalbetten Active DE6072C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE6072C true DE6072C (de)

Family

ID=284333

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT6072D Active DE6072C (de) Neuerungen an Hospitalbetten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE6072C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0566507A1 (de) * 1992-04-15 1993-10-20 Louis Beaud Aufblasbare Elementen für Matratzen zum Verhütung von Wundliegen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0566507A1 (de) * 1992-04-15 1993-10-20 Louis Beaud Aufblasbare Elementen für Matratzen zum Verhütung von Wundliegen
FR2690074A1 (fr) * 1992-04-15 1993-10-22 Beaud Louis Eléments gonflables pour matelas anti-escarres.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68902510T2 (de) Aufblasbare luftmatratze.
DE60318736T2 (de) Patienten-kühlsystem
DE68918678T2 (de) Bett mit Liegefläche, wenigstens teilweise in Form einer Tastatur.
DE69719561T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum stützen eines körpers, insbesondere eines patienten, mit einer von der steuervorrichtung unabhängigen stützvorrichtung
DE1290302B (de) Isolierkammer
DE1491676A1 (de) Dialysiergeraet fuer biologische Fluessigkeiten
DE3901336A1 (de) System getrennt einstellbarer kissen
DE2335329C3 (de) Durchlaßstutzen für einen Isolierraum
DE69818014T2 (de) Tragevorrichtung
DE1926177A1 (de) Chirurgischer Polster bzw. Matratze und Apparat zur Behandlung von Decubitus Ulcer
DE2460181A1 (de) Vorrichtung zur selektiven verteilung eines fluids
DE8514952U1 (de) Vorrichtung zur Lagerung und zur Lageveränderung einer Person mit Bezug zu einer Grundfläche
DE6072C (de) Neuerungen an Hospitalbetten
DE19633318C1 (de) Vorrichtung zum Stützen des menschlichen Körpers oder von Teilen desselben
WO1994001024A1 (de) Liegemöbel mit lattenartigen elementen zur bildung einer auflagefläche sowie schlauchkörper als träger für die lattenartigen elemente
DE3834952A1 (de) Blutoxydiervorrichtung
DE69118381T2 (de) Aufblasbares kleidungsstück zum ausüben von druck oder aufblasbare matraze
DE1654205A1 (de) Matratzen
DE202018006404U1 (de) Verstellbares Bett
DE202008006630U1 (de) Wärmetherapiegerät mit einer aufblasbaren Haube
DE3934781A1 (de) Kissen mit ueberzug und fuellung
Heinze Simulo Ergo Sum Paradoxa psychologischer Praxis in der Postmoderne
DE102019103574A1 (de) Keilförmig aufrichtbares Lagerungskissen mit optionalem Wechseldruck
CH420485A (de) Apparat für die medizinische Behandlung von Kreislaufstörungen
EP3517088B1 (de) Umlagerungshilfe zum umlagern einer person