DE607155C - Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet istInfo
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- H04L25/02—Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
- H04L25/20—Repeater circuits; Relay circuits
- H04L25/24—Relay circuits using discharge tubes or semiconductor devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Impulsempfangsrelais für
Telegraphenanlagen oder zum Empfangen von Wählerstromstößen mit einer im Anodenkreis
einer Gleichrichterröhre liegenden Wicklung. Die Erfindung bezweckt, die durch die Selbstinduktion
des Relais verursachte Verzerrung der Impuls- oder Zeichenform zu beseitigen. Gemäß der Erfindung erfolgt dies dadurch,
daß die Rückwirkung der Anodenbelastung auf die Gittersteuerspannung in an sich bekannter
Weise durch Zurückführung einer kompensierenden Spannung vom Anodenkreis zum Gitterkreis aufgehoben wird. Der Gleichrichter
verhält sich dann etwa analog einer kompoundierten -Dynamomaschine, indem der
Anodenstrom bei gegebener Größe der von außen zugeführten Gitterspannung konstant
und von der Größe der Anodenimpedanz unabhängig wird. Der Verstärker verhält sich
also so, als ob er einen scheinbar unendlich großen inneren Widerstand hätte. Im Verhältnis
zu diesem großen inneren Widerstand wird die Selbstinduktion des in den Anodenkreis
eingeschalteten elektromagnetischen Relais verschwindend klein. Die Einwirkung der Selbstinduktion auf die Zeichenform wird
folglich praktisch unmerklich.
Die Erfindung soll an Hand der beiliegenden Zeichnungen, die verschiedene Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Schaltung darstellen, näher beschrieben werden.
Fig. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Schaltungsanordnungen, bei welchen ein neutrales
elektromagnetisches Relais verwendet wird.
Fig. 3 und 4 zeigen zwei Ausführungsformen mit polarisiertem Relais.
Fig. 5 -veranschaulicht eine Ausführungsform in Verbindung mit einem Gleichrichter
mit Gegentaktschaltung.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. τ ist das Gitter 2 des Elektronenröhrengleichrichters
ι an die Sekundärwicklung eines Eingangstransformators 3 angeschlossen,
dessen Primärwicklung mit der die Stromstöße oder Zeichen übertragenden Leitung verbunden ist. Die Sekundärwicklung ist
andererseits an die Glühkathode 4 über eine passend gewählte Gittervorspannungsbatterie 5
angeschlossen, durch welche das Gitter eine so große negative Gittervorspannung erhält,
daß der Anodenstrom' normal Null oder beinahe Null ist. Die Wicklung 6 des neutralen
elektromagnetischen Relais 7 ist zwischen die Anode S und die Anodenbatterie 9 geschaltet.
Auf den Eisenkern des elektromagnetischen Relais ist- außerdem -eine Spule io aufgewickelt,
die in den Gitterstromkreis eingeschaltet ist und dazu dient, eine kompensierende
Spannung vom Anodenstromkreis zum Gitter zurückzuführen, die so bemessen ist, daß sie im wesentlichen die Rückwirkung
der Anodenbelastung auf die Steuerspannung aufhebt.
Es soll mit anderen Worten ein bestimmter Bruchteil der Anodenspannung zurückgeführt
werden, und diese zurückgeführte Spannung soll dieselbe Amplitude, aber entgegengesetzte
Phase haben wie die von der Anodenspannung abhängige Komponente der resultierenden
Steuerspannung der Röhre, welche Komponente gleich der durch den Verstärkungsfaktor
der Röhre dividierten Anodenspannung ist.
Für die Wechsel Stromkomponente V^ —
der Steuerspannung gilt
Vr-
δ-Va-
In dieser Formel sind Vs — die Wechselstromkomponente
der Gitterspannung und μ der Verstärkungsfaktor. Das zweite Glied auf der
rechten Seite stellt die Rückwirkung der veränderlichen Anodenspannung Va ~~ auf die
Steuerspannung dar. Das dritte Glied stellt die Kompensierungsspannung dar, die durch
die Kompensierungswicklung 10 vom Anodenkreise zum Gitter zurückgeführt wird.
Diese Kompensierung wird nun so gewählt, daß
I Q τ/ r\
ist, wodurch die genannte Rückwirkung aufgehoben wird. Bei gegebener Amplitude der
zugeführten Gitter spannungen wird also der Anodenstrom von der Größe der äußeren
Anodenimpedanz unabhängig und behält bei wechselnder Belastung immer denselben Wert. Die Röhre wird mit anderen Worten
mit konstantem Strom und scheinbar mit unendlich großem inneren Widerstand arbeiten.
Wenn beispielsweise Telegraphenzeichen rechteckiger Form, also mit steilen Wellenfronten,
von der Leitung an die Eingangsklemmen des Röhrengleichrichters gelangen, so würde bei einem gewöhnlichen Gleichrichter
der Strom in der Elektromagnetwicklung 6 bekanntlich nach der Funktion
I-
■·!'■
anwachsen. In der Formel bedeutet R den Widerstand im Anodenkreis, L die Induktanz
der Elektromagnetwicklung und t die Zeit.
Am Schluß des Zeichens nimmt der Strom in der Wicklung nach der- Funktion
ab. Wenn nun andererseits der Elektronenröhrengleichrichter
mit Kompoundierung ausgeführt wird und sich also nach .dem Gesagten
so verhält, als ob dessen innerer Widerstand unendlich groß wäre, so wird offenbar praktisch genommen die Zeitkonstante
LjR = O, Der Strom in der Elektromagnetwicklung wird also von der Induktanz
der Wicklung unabhängig und nimmt unmittelbar am Anfange des Zeichens seinen vollen
Wert an. Am Ende des Zeichens andererseits sinkt der Strom unmittelbar auf Null. Die
Induktanz der Wicklung kann also keine Verzerrung der Zeichenform verursachen, und es
kann keine Verzögerung beim Entstehen oder Verschwinden des elektromagnetischen Feldes
verursacht werden.
Zweckmäßig wird ein Kondensator 11 parallel zur Elektromagnetwicklung 6 geschaltet.
Bei der in Fig. 1. dargestellten Schaltungsanordnung wirkt das Elektronenröhrenrelais
mit Anodengleichrichtung. Es kann aber auch ebensogut für Gittergleichrichtung angeordnet
sein.
DieerfmdungsgemäßeSchaltungsanordnung kann auch in anderer Hinsicht abgeändert
werden. So ist es beispielsweise nicht notwendig, daß die kompensierende Spannung
durch induktive Kopplung an die Wicklung des elektromagnetischen Relais dem Anodenstromkreise
entnommen wird, sondern dieselbe kann auch in anderer Weise zurückgeführt werden. Wesentlich ist hierbei nur,
daß die zurückgeführte Spannung die richtige Phase und richtige Größe in bezug auf die
Anodenspannung erhält. Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 ist die zum Zurückführen
der kompensierenden Spannung dienende Spule in anderer Weise an den Anodenstromkreis
angeschlossen. Die Spule 10 bildet hier die eine Wicklung eines besonderen
Transformators 12, dessen andere Wicklung zu dem elektromagnetischen Relais und
zu dem Nebenschlußkondensator 11 parallel geschaltet ist. Diese Schaltungsanordnung
ergibt den Vorteil, daß der Wicklungsraum des elektromagnetischen Relais nicht durch
die Zurückführungsspule beeinträchtigt wird. Im übrigen stimmt die Anordnung nach
Fig. 2 mit der gemäß Fig. 1 überein.
Die Anordnung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der nach Fig. 2 dadurch, daß das
neutrale Relais 7 durch ein in Reihe mit einem Kondensator 13 geschaltetes, polarisiertes
Relais 7' ersetzt ist. Das polarisierte Relais wird in diesem Falle in einer Richtung
durch den bei zunehmendem Anodenstrom entstehenden Ladungsstrom des Kondensators
13 umgestellt. Durch den Entladungsstrom des Kondensators beim Aufhören oder Abnehmen
des Anodenstromes wird das Relais in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist die zum Zurückführen der kompensierenden Spannung
dienende Spule ebenso wie in Fig. 1 auf den Eisenkern des elektromagnetischen Relais
aufgewickelt, das jedoch ebenso wie in Fig. 3 ein polarisiertes Relais 7' ist. Die
Elektronenröhre ist hier für Gittergleichrichtung angeordnet. Zu diesem Zwecke ist ein
Kondensator 14 nebst einer zum Kondensator parallel geschalteten Gitterableitung 15 eingeschaltet.
Zwischen Anode und Glühkathode ist ein Kondensator 11' eingeschaltet, der dieselbe
Funktion wie der Kondensator 11 in den vorhergehenden Figuren zu erfüllen hat.
Parallel zur Wicklung 6 des polarisierten Relais ist ein Regelwiderstand 16 in Reihe mit
einer Gleichstromquelle 17 geschaltet. Der Widerstand 16 und die EMK der Gleichstromquelle
17 sind so bemessen, daß der Spannungsabfall im Widerstand normal im
wesentlichen durch die genannte EMK aufgehoben wird, so daß die Relaiswicklung 6
normal stromlos ist. Unter Umständen kann der Widerstand 16 so geregelt werden, daß
die Relaiswicklung 6 normal durch einen durch die Wicklung und den parallel geschal- ■
teten Zweig 16, 17 fließenden Strom durch-
■ flössen wird, der also durch die Relaiswicklung
6 in umgekehrter Richtung fließt, in bezug auf den beim Ankommen eines Signals in der Relaiswicklung entstehenden Strom.
In Fig. 5 ist eine erfindungsgemäße.Schaltungsanordnung
in Verbindung mit einem Gleichrichter in Gegentaktschaltung dargestellt. Die Anoden 8 und 8' der beiden Röhren
i, 1' sind zueinander parallel geschaltet und gemeinsam an das in den Anodenkreis
eingeschaltete elektromagnetische Relais 7 angeschlossen. Die beiden Gitter 2, 2' sind an
die Sekundärwicklung des Eingangstransformators 3 derart angeschlossen, daß den beiden
Gittern durch ankommende Schwingungen Wechselspannungen mit gleicher Amplitude, aber entgegengesetzter Phase aufgedrückt 5<>
werden. Die zum Zurückführen der kompensierenden Spannung dienende Spule 10, die
ebenso wie bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 auf den Eisenkern des elektromagnetischen
Relais aufgewickelt ist, ist in Reihe mit der Gittervorspannungsbatterie 5 an einen Punkt 18 in der Mitte der Sekundärwicklung
des Eingangstransformators angeschlossen. Im übrigen ist die Schaltungsanordnung
nach Fig. 5 analog der gemäß Fig. 1.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung für Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung
eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden
Elektronenrelais eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwirkung der Anodenbelastung auf die Steuerspannung
des Elektronenrelais in an sich bekannter Weise durch Zurückführung einer kompensierenden Spannung vom
Anodenkreis zum Gitterkreis aufgehoben wird, so daß das Elektronenrelais sich so
verhält, als ob sein scheinbarer innerer Widerstand graß ist im Verhältnis zur
Impedanz des elektromagnetischen Relais.
2. ■ Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
kompensierende Spannung mittels einer mit der Wicklung (6) des elektromagnetischen
Relais induktiv gekoppelten, in den Gitterstromkreis eingeschalteten Zurückführungsspule
(10) zurückgeführt wird.
3. Schaltungsanordnung nach. An-Spruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zurückführungsspule (10) die eine Wicklung
eines Transformators (12) bildet, dessen andere Wicklung dem elektromagnetischen
Relais parallel geschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE350254X | 1929-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607155C true DE607155C (de) | 1934-12-18 |
Family
ID=20308612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930607155D Expired DE607155C (de) | 1929-07-05 | 1930-06-25 | Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist |
Country Status (4)
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|---|---|
| BE (1) | BE371665A (de) |
| DE (1) | DE607155C (de) |
| FR (1) | FR697627A (de) |
| GB (1) | GB350254A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143544B (de) * | 1961-01-05 | 1963-02-14 | Siemens Ag | Transistor-Leistungsverstaerker |
-
0
- BE BE371665D patent/BE371665A/xx unknown
-
1930
- 1930-06-18 FR FR697627D patent/FR697627A/fr not_active Expired
- 1930-06-21 GB GB18998/30A patent/GB350254A/en not_active Expired
- 1930-06-25 DE DE1930607155D patent/DE607155C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143544B (de) * | 1961-01-05 | 1963-02-14 | Siemens Ag | Transistor-Leistungsverstaerker |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB350254A (en) | 1931-06-11 |
| BE371665A (de) | |
| FR697627A (fr) | 1931-01-20 |
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