DE607155C - Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist

Info

Publication number
DE607155C
DE607155C DE1930607155D DE607155DD DE607155C DE 607155 C DE607155 C DE 607155C DE 1930607155 D DE1930607155 D DE 1930607155D DE 607155D D DE607155D D DE 607155DD DE 607155 C DE607155 C DE 607155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
winding
anode
circuit
circuit arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930607155D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Original Assignee
Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB filed Critical Telefonaktiebolaget LM Ericsson AB
Application granted granted Critical
Publication of DE607155C publication Critical patent/DE607155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/20Repeater circuits; Relay circuits
    • H04L25/24Relay circuits using discharge tubes or semiconductor devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)
  • Secondary Cells (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Impulsempfangsrelais für Telegraphenanlagen oder zum Empfangen von Wählerstromstößen mit einer im Anodenkreis einer Gleichrichterröhre liegenden Wicklung. Die Erfindung bezweckt, die durch die Selbstinduktion des Relais verursachte Verzerrung der Impuls- oder Zeichenform zu beseitigen. Gemäß der Erfindung erfolgt dies dadurch, daß die Rückwirkung der Anodenbelastung auf die Gittersteuerspannung in an sich bekannter Weise durch Zurückführung einer kompensierenden Spannung vom Anodenkreis zum Gitterkreis aufgehoben wird. Der Gleichrichter verhält sich dann etwa analog einer kompoundierten -Dynamomaschine, indem der Anodenstrom bei gegebener Größe der von außen zugeführten Gitterspannung konstant und von der Größe der Anodenimpedanz unabhängig wird. Der Verstärker verhält sich also so, als ob er einen scheinbar unendlich großen inneren Widerstand hätte. Im Verhältnis zu diesem großen inneren Widerstand wird die Selbstinduktion des in den Anodenkreis eingeschalteten elektromagnetischen Relais verschwindend klein. Die Einwirkung der Selbstinduktion auf die Zeichenform wird folglich praktisch unmerklich.
Die Erfindung soll an Hand der beiliegenden Zeichnungen, die verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schaltung darstellen, näher beschrieben werden.
Fig. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Schaltungsanordnungen, bei welchen ein neutrales elektromagnetisches Relais verwendet wird.
Fig. 3 und 4 zeigen zwei Ausführungsformen mit polarisiertem Relais.
Fig. 5 -veranschaulicht eine Ausführungsform in Verbindung mit einem Gleichrichter mit Gegentaktschaltung.
Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. τ ist das Gitter 2 des Elektronenröhrengleichrichters ι an die Sekundärwicklung eines Eingangstransformators 3 angeschlossen, dessen Primärwicklung mit der die Stromstöße oder Zeichen übertragenden Leitung verbunden ist. Die Sekundärwicklung ist andererseits an die Glühkathode 4 über eine passend gewählte Gittervorspannungsbatterie 5 angeschlossen, durch welche das Gitter eine so große negative Gittervorspannung erhält, daß der Anodenstrom' normal Null oder beinahe Null ist. Die Wicklung 6 des neutralen elektromagnetischen Relais 7 ist zwischen die Anode S und die Anodenbatterie 9 geschaltet.
Auf den Eisenkern des elektromagnetischen Relais ist- außerdem -eine Spule io aufgewickelt, die in den Gitterstromkreis eingeschaltet ist und dazu dient, eine kompensierende Spannung vom Anodenstromkreis zum Gitter zurückzuführen, die so bemessen ist, daß sie im wesentlichen die Rückwirkung der Anodenbelastung auf die Steuerspannung aufhebt.
Es soll mit anderen Worten ein bestimmter Bruchteil der Anodenspannung zurückgeführt werden, und diese zurückgeführte Spannung soll dieselbe Amplitude, aber entgegengesetzte Phase haben wie die von der Anodenspannung abhängige Komponente der resultierenden Steuerspannung der Röhre, welche Komponente gleich der durch den Verstärkungsfaktor der Röhre dividierten Anodenspannung ist.
Für die Wechsel Stromkomponente V^ — der Steuerspannung gilt
Vr-
δ-Va-
In dieser Formel sind Vsdie Wechselstromkomponente der Gitterspannung und μ der Verstärkungsfaktor. Das zweite Glied auf der rechten Seite stellt die Rückwirkung der veränderlichen Anodenspannung Va ~~ auf die Steuerspannung dar. Das dritte Glied stellt die Kompensierungsspannung dar, die durch die Kompensierungswicklung 10 vom Anodenkreise zum Gitter zurückgeführt wird.
Diese Kompensierung wird nun so gewählt, daß
I Q τ/ r\
ist, wodurch die genannte Rückwirkung aufgehoben wird. Bei gegebener Amplitude der zugeführten Gitter spannungen wird also der Anodenstrom von der Größe der äußeren Anodenimpedanz unabhängig und behält bei wechselnder Belastung immer denselben Wert. Die Röhre wird mit anderen Worten mit konstantem Strom und scheinbar mit unendlich großem inneren Widerstand arbeiten. Wenn beispielsweise Telegraphenzeichen rechteckiger Form, also mit steilen Wellenfronten, von der Leitung an die Eingangsklemmen des Röhrengleichrichters gelangen, so würde bei einem gewöhnlichen Gleichrichter der Strom in der Elektromagnetwicklung 6 bekanntlich nach der Funktion
I-
■·!'■
anwachsen. In der Formel bedeutet R den Widerstand im Anodenkreis, L die Induktanz der Elektromagnetwicklung und t die Zeit.
Am Schluß des Zeichens nimmt der Strom in der Wicklung nach der- Funktion
ab. Wenn nun andererseits der Elektronenröhrengleichrichter mit Kompoundierung ausgeführt wird und sich also nach .dem Gesagten so verhält, als ob dessen innerer Widerstand unendlich groß wäre, so wird offenbar praktisch genommen die Zeitkonstante LjR = O, Der Strom in der Elektromagnetwicklung wird also von der Induktanz der Wicklung unabhängig und nimmt unmittelbar am Anfange des Zeichens seinen vollen Wert an. Am Ende des Zeichens andererseits sinkt der Strom unmittelbar auf Null. Die Induktanz der Wicklung kann also keine Verzerrung der Zeichenform verursachen, und es kann keine Verzögerung beim Entstehen oder Verschwinden des elektromagnetischen Feldes verursacht werden.
Zweckmäßig wird ein Kondensator 11 parallel zur Elektromagnetwicklung 6 geschaltet. Bei der in Fig. 1. dargestellten Schaltungsanordnung wirkt das Elektronenröhrenrelais mit Anodengleichrichtung. Es kann aber auch ebensogut für Gittergleichrichtung angeordnet sein.
DieerfmdungsgemäßeSchaltungsanordnung kann auch in anderer Hinsicht abgeändert werden. So ist es beispielsweise nicht notwendig, daß die kompensierende Spannung durch induktive Kopplung an die Wicklung des elektromagnetischen Relais dem Anodenstromkreise entnommen wird, sondern dieselbe kann auch in anderer Weise zurückgeführt werden. Wesentlich ist hierbei nur, daß die zurückgeführte Spannung die richtige Phase und richtige Größe in bezug auf die Anodenspannung erhält. Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 ist die zum Zurückführen der kompensierenden Spannung dienende Spule in anderer Weise an den Anodenstromkreis angeschlossen. Die Spule 10 bildet hier die eine Wicklung eines besonderen Transformators 12, dessen andere Wicklung zu dem elektromagnetischen Relais und zu dem Nebenschlußkondensator 11 parallel geschaltet ist. Diese Schaltungsanordnung ergibt den Vorteil, daß der Wicklungsraum des elektromagnetischen Relais nicht durch die Zurückführungsspule beeinträchtigt wird. Im übrigen stimmt die Anordnung nach Fig. 2 mit der gemäß Fig. 1 überein.
Die Anordnung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der nach Fig. 2 dadurch, daß das neutrale Relais 7 durch ein in Reihe mit einem Kondensator 13 geschaltetes, polarisiertes Relais 7' ersetzt ist. Das polarisierte Relais wird in diesem Falle in einer Richtung
durch den bei zunehmendem Anodenstrom entstehenden Ladungsstrom des Kondensators 13 umgestellt. Durch den Entladungsstrom des Kondensators beim Aufhören oder Abnehmen des Anodenstromes wird das Relais in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist die zum Zurückführen der kompensierenden Spannung dienende Spule ebenso wie in Fig. 1 auf den Eisenkern des elektromagnetischen Relais aufgewickelt, das jedoch ebenso wie in Fig. 3 ein polarisiertes Relais 7' ist. Die Elektronenröhre ist hier für Gittergleichrichtung angeordnet. Zu diesem Zwecke ist ein Kondensator 14 nebst einer zum Kondensator parallel geschalteten Gitterableitung 15 eingeschaltet. Zwischen Anode und Glühkathode ist ein Kondensator 11' eingeschaltet, der dieselbe Funktion wie der Kondensator 11 in den vorhergehenden Figuren zu erfüllen hat. Parallel zur Wicklung 6 des polarisierten Relais ist ein Regelwiderstand 16 in Reihe mit einer Gleichstromquelle 17 geschaltet. Der Widerstand 16 und die EMK der Gleichstromquelle 17 sind so bemessen, daß der Spannungsabfall im Widerstand normal im wesentlichen durch die genannte EMK aufgehoben wird, so daß die Relaiswicklung 6 normal stromlos ist. Unter Umständen kann der Widerstand 16 so geregelt werden, daß die Relaiswicklung 6 normal durch einen durch die Wicklung und den parallel geschal- ■ teten Zweig 16, 17 fließenden Strom durch-
■ flössen wird, der also durch die Relaiswicklung 6 in umgekehrter Richtung fließt, in bezug auf den beim Ankommen eines Signals in der Relaiswicklung entstehenden Strom.
In Fig. 5 ist eine erfindungsgemäße.Schaltungsanordnung in Verbindung mit einem Gleichrichter in Gegentaktschaltung dargestellt. Die Anoden 8 und 8' der beiden Röhren i, 1' sind zueinander parallel geschaltet und gemeinsam an das in den Anodenkreis eingeschaltete elektromagnetische Relais 7 angeschlossen. Die beiden Gitter 2, 2' sind an die Sekundärwicklung des Eingangstransformators 3 derart angeschlossen, daß den beiden Gittern durch ankommende Schwingungen Wechselspannungen mit gleicher Amplitude, aber entgegengesetzter Phase aufgedrückt 5<> werden. Die zum Zurückführen der kompensierenden Spannung dienende Spule 10, die ebenso wie bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 auf den Eisenkern des elektromagnetischen Relais aufgewickelt ist, ist in Reihe mit der Gittervorspannungsbatterie 5 an einen Punkt 18 in der Mitte der Sekundärwicklung des Eingangstransformators angeschlossen. Im übrigen ist die Schaltungsanordnung nach Fig. 5 analog der gemäß Fig. 1.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwirkung der Anodenbelastung auf die Steuerspannung des Elektronenrelais in an sich bekannter Weise durch Zurückführung einer kompensierenden Spannung vom Anodenkreis zum Gitterkreis aufgehoben wird, so daß das Elektronenrelais sich so verhält, als ob sein scheinbarer innerer Widerstand graß ist im Verhältnis zur Impedanz des elektromagnetischen Relais.
2. ■ Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kompensierende Spannung mittels einer mit der Wicklung (6) des elektromagnetischen Relais induktiv gekoppelten, in den Gitterstromkreis eingeschalteten Zurückführungsspule (10) zurückgeführt wird.
3. Schaltungsanordnung nach. An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zurückführungsspule (10) die eine Wicklung eines Transformators (12) bildet, dessen andere Wicklung dem elektromagnetischen Relais parallel geschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930607155D 1929-07-05 1930-06-25 Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist Expired DE607155C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE350254X 1929-07-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE607155C true DE607155C (de) 1934-12-18

Family

ID=20308612

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930607155D Expired DE607155C (de) 1929-07-05 1930-06-25 Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE371665A (de)
DE (1) DE607155C (de)
FR (1) FR697627A (de)
GB (1) GB350254A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1143544B (de) * 1961-01-05 1963-02-14 Siemens Ag Transistor-Leistungsverstaerker

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1143544B (de) * 1961-01-05 1963-02-14 Siemens Ag Transistor-Leistungsverstaerker

Also Published As

Publication number Publication date
GB350254A (en) 1931-06-11
BE371665A (de)
FR697627A (fr) 1931-01-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE965448C (de) Impulsfrequenzteiler mit Magnetkernen, insbesondere fuer elektronische Rechenmaschinen
DE112015004164T5 (de) Leistungsumwandlungsvorrichtung
DE2160647A1 (de) Wandler-Schaltung
DE1283349B (de) Wechselrichterschaltung fuer Mehrphasenwechselstrom
DE1278522B (de) Gleichstrom-Summier- und Trennverstaerker zur Addition bzw. Subtraktion von Gleichstrom-Messwerten
DE607155C (de) Schaltungsanordnung fuer Impulsempfangsrelais, in welcher die Wicklung eines elektromagnetischen Relais in den Anodenkreis eines als Gleichrichter arbeitenden Elektronenrelais eingeschaltet ist
DE2130154B2 (de) Einrichtung zum Nachbilden mindestens einer Gleichstromgröße
DE1107273B (de) Schaltungsanordnung zur Breitenmodulierung von Impulsen
DE540412C (de) Anordnung zur Korrektur der Nullinie in telegraphischen Empfangsstationen mit Verstaerkern
DE1067068B (de) !Magnetische Verstärkeranordnung
AT208960B (de) Vorrichtung zur Steuerung von Entladungsstromrichtern
DE1074298B (de) Logische Schaltung mit steuerbaren magnetischen Übertragern
DE2553265A1 (de) Zeilenablenkschaltung fuer eine kathodenstrahlroehre
DE2423479C2 (de) Schaltungsanordnung in Wechselstromkreisen der Fernmeldetechnik
DE2062605B2 (de)
DE2304842C3 (de) Elektronischer Schalter
DE1218525B (de) Verstaerker mit umschaltbarem Verstaerkungsgrad
AT126277B (de) Schaltung für Elektronenröhren zur Abnahme einer negativen Gittervorspannung aus einer für Anoden- und Gittervorspannung gemeinsamen Stromquelle.
AT145001B (de) Verfahren und Anordnung zur Erhöhung der maximalen Wechselstromleistung von Elektronenröhren.
AT204137B (de) Schalt- und Steueranordnung für mit Wechselspannungen gespeiste Verbraucher
DE706625C (de) Gegentakt-B-Modulationsverstaerker
DE1117167B (de) Steuerschaltung fuer Magnetkoepfe
DE1030393B (de) Niederfrequenzverstaerker mit Gegentakt-Endstufe und Impulssteuerung
DE1180777B (de) Magnetisch gekoppelter Multivibrator
DE610844C (de) Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei mit pulsierendem Gleichstrom gespeisten Motoren mit Wendepolen