DE604165C - Verfahren zur Herstellung von Profilkoerpern aus Pappe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Profilkoerpern aus Pappe

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DE604165C
DE604165C DEN33874D DEN0033874D DE604165C DE 604165 C DE604165 C DE 604165C DE N33874 D DEN33874 D DE N33874D DE N0033874 D DEN0033874 D DE N0033874D DE 604165 C DE604165 C DE 604165C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31DMAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
    • B31D5/00Multiple-step processes for making three-dimensional articles ; Making three-dimensional articles

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Profilkörpern aus Pappe Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Profilkörpern aus Pappe, insbesondere von schamkantigen und festen Profilen kleiner Abmessungen für Modellzwecke.
  • Man hat bereits versucht, Profilkörper durch Umbiegen von Pappe herzustellen. Diese Versuche sind fehlgeschlagen, weil durch einfaches Umbiegen eine erhebliche Schwächung der Pappe dadurch erfolgt, daß an der sich bildenden Winkelkante die äußeren Fasern eine Dehnung erleiden, der sie nicht gewachsen sind.
  • Es sind ferner Verfahren zum Biegen insbesondere dicker Pappen bekanntgeworden, bei welchen die Biegekante durch mehrfaches Rillen und nachträgliches Profilieren der Rillen zu einer kreisrunden Biegekante hergestellt wird. Durch diese Profilierung erfolgt jedoch eine Dehnung und somit eine Schwächtuig der Pappenfasern an der Biegekante. Es war daher nicht möglich, nach diesem Verfahren feste und widerstandsfähige Profile herzustellen. Außerdem beschränkt sich das vorbekannte Verfahren auf die Lösung der Aufgabe, abgerundete Profile herzustellen.
  • Es ist ferner ein Verfahren zum Biegen von Pappe bekanntgeworden, bei welchem zunächst am Scheitel der Winkelkante eine flache Rille eingedrückt wird. Durch diese Maßnahme wird die Pappe nach der dein Scheitel an der Außenseite der Ecke entgeriengesetzten Seite zu ausgedrückt. Das durch die IIerstellung der flachen Rille weggedrückte Material wird verdichtet und erscheint in einer Rippe wieder, die gegenüber dem Scheitel an der Innenseite entsteht. Die Herstellung dieser Rippe ergibt sich zwangsläufig bei der Schaffung der beiden geschwächten Querschnitte an den Ansätzen der Rippe. Dabei wird die Schwächung des Querschnittes herbeigeführt, um das Falten der Pappe zu erleichtern. Das bekannte Verfahren zielt mithin auf eine Verschwächung und Auflockerung der Pappe an der zu bildenden Biegekante hin. Auch die Dehnung der äußeren Faser durch die eingewalzte kreisbogenförmige Rille hat den Zweck, die Pappe zu schwächen und aufzulockern.
  • Endlich sind auch Verfahren, zum Biegen von Blechen bekanntgeworden. Bei diesen Verfahren werden unter Ausnutzung der Duktilität des Werkstoffes die «'inkelkanten vor dem Biegen der Profile scharf ausgeprägt. Auch bei diesen Verfahren tritt eine Schwächung der Winkelkante ein. Sie ist jedoch wegen der Duktilität des Werkstoffes nicht bedeutend. Das vorbekannte Verfahren liefert nur bei der Behandlung von Blechen gute Ergebnisse. -Die im vorstehenden geschilderten vorbekannten Verfahren zum Biegen von Pappe zielen im wesentlichen dahin, Winkelkanten mit starken Ausrundungen an Stelle solcher mit scharfen Kanten herzustellen. Dabei wird aber durch die Ausrundungen die Schwächung der Winkelkante durch Dehnung der äußeren Pappenfasern und Zusammendrücken der inneren nicht vermieden. Außerdem verbieten sich diese Verfahren, sobald es sich um die Herstellung scharfkantiger, den bekannten , Normalprofilen der Technik nachgebildeter Profilkörper kleiner Abmessungen handelt.
  • Das zuletzt geschilderte Verfahren zum Biegen von Blechen kann auf die Herstellung von Profilkörpern aus Pappe deshalb keine Anwendung finden, weil die Voraussetzung des bekannten Verfahrens, die Dehnbarkeit des 'Werkstoffes ', bei Pappe nicht erfüllt ist.
  • Die Unzulänglichkeit der vorbekannten Verfahren ergibt sich aus der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden neuen und eigenartigen Erkenntnis, daß bei Pappenprofilkörpern erhebliche Festigkeit nur durch einen besonderen Aufbau der Winkelkante erzielt werden kann. Auch" die scharfkantige Ausbildung, insbesondere bei Profilkörpern kleiner Abmessungen für Modellzwecke, setzt nach den neuen Erkenntnissen einen besonderen Aufbau der- Winkelkante voraus.
  • Die 'Nachteile der vorbekannten Verfahren werden vermieden, und es wird ein Pappenprofilkörper von erheblicher Festigkeit und gegebenenfalls scharfkantiger Ausbildung der Winkelkante erzielt, wenn der vorliegenden Erfindung gemäß die Pappe am Scheitel der zu bildenden Winkelkante verdickt wird.
  • Diese Verdickung kann in weiterer Durchführung der Erfindung dadurch verwirklicht werden. daß die Pappe durch Auswalzen zum Scheitel der zu bildenden Winkelkante hin verdrängt wird.
  • Während bei den vorbekannten Verfahren die Lösung der Aufgabe, Profilkörper aus Pappe herzustellen, regelmäßig in der Weise gelöst wird, daß die Pappe an einer oder mehreren Stellen unter Auflockerung ihres Gefüges an der zu bildenden Biegekante verschwächt wird, um ein leichteres Biegen zu ermöglichen, wird nach der vorliegenden Erfindung gerade der entgegengesetzte Weg beschritten. Es findet nicht eine Verschwächung und Auflockerung der Pappe statt, sondern im Gegenteil eine Verdickung der Päppe am Scheitel der zu bildenden Winkelkante.
  • Dabei erfolgt bei dem neuen Verfahren das Verdrängen der. Pappe nach dem Scheitel zu zweckmäßig durch Einwalzen von Rillen beiderseits der zu bildenden Winkelkante auf der zum Scheitel entgegengesetzt liegenden Pappenseite. Hierbei erfolgt die scharfkantige Ausbildung der Winkelkante und die Umlegung der an der Winkelkante angrenzenden Pappenflächen in die Profillage vorteilhaft durch gleichzeitiges Walzen der scheitelseitigen Pappenfäche. Durch diese Profilierung erfolgt eine weitgehende Verfestigung des Werkstoffes. Vorteilhaft werden die auf dem Scheitel der Wirikclkatite durch die cingcwalzten Rillen gebildeten Kanäle mit Bindemittel ausgefüllt, wobei zwei oder mehrere Profilkörper zu einem Gesamtprofil verklebt werden können. Durch diese Maßnahmen wird die Festigkeit der Profilkörper erheblich gesteigert.
  • Die,einzelnen Phasen des neuen Verfahrens und die nach diesem Verfahren leergestellten Profile werden durch die Abb. i bis 9 der Zeichnung veranschaulicht.
  • Es stellen dar Abb. i einen Pappenstreifen mit doppelter Einrillung und einer durch Auspressung hergestellten scharfen Winkelkante, -Abb. 2 ein scharfkantiges Winkelprofil, das durch Biegung zweier Pappenschenkel um je .15° hergestellt ist, Abb. 3 einen Pappenstreifen mit zwei auf der gleichen Seite vorgesehenen Doppelrillen, Abb. q. einen Pappenstreifen, bei dem zwei Doppelrillen, je eine auf jeder Seite, vorgesehen sind, Abb.5 ein Winkelprofil, das durch drei miteinander verklebte Pappenwinkel gebildet wird, Abb. G ein durch Zusammenfügung einzelner Profile hergestelltes Pappenprofil in Form eines Doppel-T, Abb.7 eine Vorrichtung zur Herstellung einer doppelten Rille und einer scharfen rechtwinkligen Kante auf der entgegengesetzten Seite, , Abb. 8 und 9 je eine Vorrichtung zum Umbiegen der Schenkel einzelner Profile.
  • Der Pappenstreifen r in Abb. i ist mit einer Doppelrille 2, 2a versehen. Bei der Herstellung der Doppelrille ist auf der entgegengesetzten Seite des Pappenstr eifens durch Abdrängung von Werkstoff zum Scheitel des Winkels hin eine rechtwinklige scharfe Kante 3 entstanden. Diese Kante bildet in dem nach dem weiteren Verfahren herzustellenden Profil die Winlclkante.
  • In Abb.2 ist dargestellt, wie das Winkelprofil durch Biegung der Schenkel r, ja um je 4.5° hergestellt worden ist. Beim Umbiegen der Pappenschenkel ist der eingerillte Werkstoff so weit zusammengedrückt worden, daß bei Erreichung der vorgeschriebenen Winkelstellung ein Doppelkanal :I entstanden ist, während gleichzeitig die Flächen der Winkelkante 3 mit den Schenkeln 1, ja eine Ebene bilden.
  • Auf diese Weise hergestellte Pappcnwinkel können z. B. schichtweise je nach Dicke des herzustellenden Whikelprofils zusammengeleimt werden, wobei die Doppelkanäle ebenfalls mit Klcbstolf ausgefüllt werden. Auf diese Weise wird ein außerordentlich festes und widerstandsfähiges Profil liergcstellt, das trotz seiner 1kleincn Abincssungen und trDtzdem es lediglich aus Pappe hergestellt ist, eine erhebliche Festigkeit aufweist, wie sie für die Verwendung derartiger Profile für die Zwecke der Modelliertechnik unerläßliclie Voraussetzung ist. Ein solcher Winkel ist in Abb.5 dargestellt: Abb. 3 zeigt einen Pappenstreifen, der mit zwei auf der gleichen Seite angeordneten Doppelrillen versehen ist. Ein Pappenstreifen dieser Art wird zur Herstellung eines U-Profiles benutzt.
  • Abb. q. zeigt einen Pappenstreifen i, der auf jeder Seite mit je einer Doppelrille 2, 2a versehen ist. Aus diesem Pappenstreifen wird ein nach Art eines Z geformtes Profil hergestellt.
  • Abb. 5 zeigt ein aus drei einzelnen Profilen hergestelltes Winkelprofil. jeder dieser Winkel ist an der Innenseite der Ecke mit einer Doppelrille versehen. Der innere Winkel ist lediglich an der Außenkante mit einer einfachen Rille versehen.
  • In Abb. 6 ist ein aus zwei U-Profilen zusammengesetztes Doppel-T-Profil dargestellt. Die Außenflächen der Stege liegen aufeinander und sind durch Bindemittel fest miteinander verbunden. Zur Erhöhung der Festigkeit und um das Aussehen dieser Profile in Übereinstimmung mit dem der normalen Eisenprofile zu bringen, sind die zwei gemeinsame Ebenen bildenden Flanschen durch übergeleimte Pappenstücke 6 und 7 verstärkt, die mit den U-Profilen verleimt sind.
  • Durch Zusammenfügung einfacher Profile, Winkelprofile, U-Profile und einfache ebene Pappenstücke können die verschiedensten Profile, z. B. Profile nach Art eines T, Z usw., gebildet werden.
  • Zur Durchführuilg des Herstellungsverfahrens dient im ersten Arbeitsgang eine doppelwinklige Profilrolle mit Gegenrolle, wie sie in Abb.7 in vergrößertem Maßstabe dargestellt ist. Die Rolle 8 dient zur Herstellung der Doppelrille an der Innenseite der zu Winkeln umzubiegenden Pappenstreifen, während die Rolle 9 das von der Rolle 8 zum Scheitel des Profils verdrängte Material in die erfindungsgemäße Form bringt. Es entsteht auf diese Weise die in Abb.7 mit 3 bezeichnete scharfe Winkelkante. Die Rillflächen der beiden Rollen schließen (bei Rolle 8 die mit 2 und 2a bezeichneten Flächen) einen rechten Winkel miteinander ein. Das gleiche gilt von den die Winkelkante 3 bildenden Rill-'flächen der Profilrolle 9.
  • Im -weiteren Verlauf des Verfahrens werden die Pappenschenkel i und ia durch die z. B. in Abb. 8 und 9 dargestellten Profiliervorrichtungen in die vorgeschriebene Lage umgebogen, bis daß die Schenkel mit der Winkelkante ,; ebene Flächen bilden. Zum Umbiegen der Schenkel an Winkel- und T; Profilen werden die mit Rillen versehenen Pappei;-streifen auf die Profilrolle io der in Abb. 8 dargestellten Einrichtung gelegt. Hierauf werden die, Schenkel durch eine gegenüber der Rolle io verstellbare rotierende Druckrolle i i an die einen rechten Winkel. miteinander einschließenden Fkicheil der Rolle io angepreßt.
  • Eine Vorrichtung zur Herstellung von Z-Profilen ist in Abb.9 dargestellt. Bei dieser Vorrichtung wird der auf jeder Seite mit je einer Doppelrille versehene Pappenstreif_n zwischen die rotierenden Walzen 16 und 17 eingeführt. Hierauf «^erden zwei weitere, ebenfalls rotierende Walzen 18 und 19, deren Achsen einander parallel und rechtwinklig zu den Achsen der beiden anderen Rollen verlaufen, von der Seite her an die freien Schenkel des Pappenstreifens herangeführt. Durch die Rollen 18 und 19 werden die freien Schenkel umgebogen, wobei sie an den Seitenflächen. der Rollen 16 und 17 zur Anlage kommen.
  • Handelt es sich um zusammengesetzte Profile, so besteht ein dritter Arbeitsgang des Verfahrens darin, daß die einzelnen Profile zusammengesetzt und miteinander durch Bindemittel verbunden werden.
  • Nachdem. dies geschehen ist, werden die zusammengesetzten Profile zweckmäßig in eine Presse eingebracht, in der die einzelnen Profile unter Druck zusammengefügt werden. Bei diesem Vorgang findet eine innige Verbindung des Bindemittels mit den einzelnen Teilen statt. Außerdem werden die einzelnen Teile in die richtige Lage und die richtigen Winkel zueinander gebracht, so daß nicht nur außerordentlich feste und tragfähige, sondern auch Profile von großer Genauigkeit der Formgebung hergestellt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSI'RÜCilE: i. Verfahren zur Herstellung von Profilkörpern aus Pappe, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappe am Scheitel der zu bildenden Winkelkante verdickt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappe durch ein sie zum Scheitel der zu bildenden Winkelkante hin verdrängendes Auswalzen am Scheitel verdickt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pappe durch Einwalzen von Rillen beiderseitig der zu bildenden Winkelkante auf der zum Scheitel entgegengesetzt liegenden Pappenseitc verdickt wird, wobei zwcckmiiliig die scharfkantige Ausbildung der Winkelkante und die Umlegung der an die Winkelkante angrenzenden Pappenflächen in die Profillage durch gleichzeitiges Walzen der scheitelseitigen Pappenfläche erfolgt. ,
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die eingewalzten Rillen gebildeten Kanäle mit Bindemittel ausgefüllt «erden, wobei zwei oder mehrere Profilkörper zu einem Gesamtprofil verklebt werden können.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, die Profilflächen, die durch Verformung der die Winkelkante bildenden Papp.enflächen gegeben sind, durch weiteres Auswalzen in Profilrollen in die endgültige Profilform übergeführt werden.
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