DE604125C - Schalteinrichtung - Google Patents

Schalteinrichtung

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Publication number
DE604125C
DE604125C DES89681D DES0089681D DE604125C DE 604125 C DE604125 C DE 604125C DE S89681 D DES89681 D DE S89681D DE S0089681 D DES0089681 D DE S0089681D DE 604125 C DE604125 C DE 604125C
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DE
Germany
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lever
spring
toggle
switching device
contact part
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Expired
Application number
DES89681D
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Kohlhoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
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Priority to DES89681D priority patent/DE604125C/de
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H3/00Mechanisms for operating contacts
    • H01H3/22Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H3/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

Bei Schaltednrichtungen ist es bereits bekannt, die Schaltung durch einen Kraftspeicher durchzuführen, der hierzu durch ein über Totpunkt hindurchgedrücktes Hebelsystem freigegeben wird. Weiter ist eine Schalteinrichtung bekannt, bei der der Schaltmechanismus nicht unmittelbar auf die Schalterteile einwirkt, sondern ein mit den Schalterteilen nicht gekuppeltes, frei bewegliches Organ bewegt, das erst nach einer bestimmten Zeit auf die Schalterteile auftrifft und diese mitnimmt und dadurch mit großer Beschleunigung bewegt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Ausbildung für elektrische Schalteinrichtungen, durch die ein besonders schnelles und zuverlässiges Öffnen des Stromschlussies ermöglicht wird. Hierzu wird bei einer Schalteinrichtung, bei der ein gegenüber dem Schaltergliede frei verschiebliches Organ auf das bewegliche Schaltglied mit Stoß auftrifft, dieses Organ von einem geladenen Kraftspiei'-cher beschleunigt, der zufolge Durchdrükkens eines Kniehebelsystems über die Totpunktlage freigegeben wird und mit der Wiedereinschaltvorrichtung dauernd in der Weise gekuppelt ist, daß diese als Gegenlager für das entriegelnde Kniehebelsystem dient, selbst aber während des Ausschaltvorganges nicht mitbewegt wird. Hierbei wirkt die Feder nicht als reine Ausschaltkraft auf den mit ihr gekuppelten Kontaktteil wie bei vorbekannten Einrichtungen, sondern sie wirkt nach Freigabe der aufgespeicherten Kraft zunächst als Beschleunigungskraft auf das frei verschiebliche Organ und lerst mit diesem gemeinsam im Sinne der Ausschaltung der Kontakte. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Kraftspeicher im Augenblick seiner Freigabe die höchste Beschleunigungskraft für das hammerartig wirkende Trenniungsorgan liefert und so diesem eine Stoßkraft gibt, die sowohl eine sichere Trennung auch etwa zusammengebackter Kontakte veranlaßt als insbesondere auch im Augenblick der Strornunterbrechung dem beweglichen Kontakte eine erhebliche Anfangsgeschwindigkeit aufdrückt, die von dem weiterwirkenden Kraftspeicher weitergesteigert wird. Auf diese Weise wird eine sehr rasche Stromunterbrechung· erreicht, wie diese für ein sicheres Abreißen von Lichtbogen! erforderlich ist. Die Verriegelung durch die Kniegelenkvorrichtung ist hierbei derart angeordnet, daß eine sehr rasche Freigabe des Kraft-Speichers möglich ist, wobei die von dem Kraftspeicher zu beschleunigenden! Massen auf das geringste herabgesetzt sind, was sich gleichfalls im Sinne einer Erhöhung der Schaltgeschwindigkeit auswirkt, wobei trotzdem eine einfache Wiedereinschaltmägüichkeit gegeben ist. Mit besonderem Vorteil wird
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Frans Kohlhoff in Berlin.

Claims (5)

  1. hierbei der Kraftspeicher, der das Stoßorgan beschleunigt, so angeordnet, daß er unmittelbar in dessen Bewegungsrichtung wirkt, so daß der Beschleunigungsvorgang unter Einwirkung der größten Kraft einsetzt.
    Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung- ist in der Zeichnung dargestellt. Mit ι ist der feste, mit 2 der bewegliche Kontaktteil bezeichnet. Dieser ist von 'einem in seiner Mitte drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel 3 getragen, der an seinem Ende von einem Schaltbolzen 4 durchsetzt ist. Dieser Schaltbolzen ist weiter noch durch eine Führungsöffnung s geführt und mit einem Kniehebelsystem 6 verbunden, das über einen um eine feste Achse drehbar gelagerten Wink>elhebei 7' mit einem zweiten Kniehebelsystern 8 in Verbindung steht. Die Bewegungen der beiden Kniehebelsysteme sind nach einer Richtung, in der Zeichnung nach oben, durch Anschläge etwas oberhalb der Totlage begrenzt. Der eine der beiden Hebel 9 des Systems 8 ist in einer festen Achse' gelagert und mit einem Einschalthebel 10 verbunden. Außerdem steht er unter dem Einfluß einer Feder 11, die ihn von dem Anschlag abzuschwenken sucht. Das Kniehebelsystem 6 steht unter dem Einfluß einer Feder 12, -die es mit geringer Spannung gegen den zugeordneten Anschlag drückt, sowie unter dem Einfluß eines Ausläsehebels 13, der von einer elektromagnetischen Vorrichtung 14 unter Überwindung der Wirkung einer Feder 15 bewegt wird. Der Angriffspunkt der Feder 15 an dem Auslösehebel 13 ist hierbei verschiebbar, wodurch die Möglichkeit zur Einstellung verschiedener Auslösestromstärken gegeben wird.
    Auf dem Schaltbolzen 4 sitzt ein bundförmiger Anschlag 16, der die Bewegung des Schaltbolzens in bezug auf den Hebel 3 begrenzt. Auf dem Bolzen sind weiter zwei Schraubenfedern 18 und 19 aufgesetzt, wobei die Schraubenfeder 18 an dem Bund 16 anliegt. Die Schraubenfeder 19 trägt an ihrem Ende eine auf den Bolzen verschiebbar aufgesetzte Scheibe.
    Wenn die elektromagnetische Vorrichtung 14 den Auslösehebel 13 bewegt, wird das Kniehebelsystem 6 über seine Totlage gedrückt und knickt infolge des Druckes, der von der Feder 18 auf den Schaltbolzen 4 ausgeübt wird, ein. Dementsprechend kommt der Schaltbolzen 4 in Bewegung, so daß endlich der Bund 16 nach Art eines Hammers auf den Hebel 3 auffällt und dadurch den Kontaktteil 2 ruckartig vom Kontaktteil 1 abreißt. Der Schaltbolzen 4 bewegt sich dann noch weiter, bis die Scheibe 17 der Feder 19 an die Führungsöffnung 5 anstößt, so daß die Schraubenfeder 19 allmählich gespannt wird und so eine weitere Bewegung des Bolzens und dadurch auch des Hebels 3 und des Kontaktteiles 2 abbremst. Unterdessen) wird, da der Gegendruck des Systems 6 wegfällt, das Kniehebelsystem durch die Feder 11 über den Totpunkt gedrückt und eingeknickt, das Kniehebelsystem 6 dadurch umgekehrt über den Winkelhebel 7 gestreckt, wobei es unter der Wirkung der Feder 12 wieder in eine stabile Lage kommt, indem es etwas oberhalb des Totpunktes an dem Anschlag anliegt.
    Zum Einschalten der Schalteinrichtung wird über den Einschalthebel 10 das Kniehebelsystem 8 gestreckt und dadurch, da das System 6 infolge seiner gesperrten Lage nicht ausweichen kann·, der Schaltbolzen 4 nach links bewegt. Hierbei wird die Feder 18 gespannt, der Kantaktteil 2 durch die Feder 19 wieder an den Kontaktteil 1 angedrückt und eine satte Berührung der Kontaktflächen durch die Spannung dieser Feder gesichert. Sobald das Kniehebelsystem 8 über den Totpunkt zurückgedreht ist, ist die Stellung der Schalteinrichtung wieder stabil, da das Kniehebelsystem nunmehr durch den Gegendruck der Feder 19 an den zugehörigen· Anschlag gedrückt und so gesperrt wird.
    Pa τέντα ν si'köche:
    i. Schalteinrichtung mit einem zum Unterbrechen des Stromkreises auf das bewegliche Schaltglied mit Stoß auftreffenden, gegenüber dem Schaltergliede frei verschieblichen Organ, dadurch gekennzeichnet, daß das Stoßorgan vom einem geladenen Kraftspeicher beschleunigt wird, der zufolge Durchdrückens eines Kniehebelsystems über die Totpunktlage freigegeben wird, und mit der Wiedereinschaltvorrichtung dauernd in der Weise gekuppelt ist, daß diese als Gegenlag.er für das entriegelnde Kniehebelsystem dient, selbst aber während des Ausschaltvorganges gleichfalls nicht mitbewegt wird.
  2. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, 1OS dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher, der das Stoßorgan beschleunigt, unmittelbar in dessen Bewegungsrichtung wirkt, so daß der Beschleunigungsvorgang unter Einwirkung der größten Kraft im einsetzt.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher einen hammerartig gestalteten Zwischenteil beschleunigt, der erst, wenn er 'eine große Geschwindigkeit erreicht hat, auf das bewegliche Schalterglied auftrifft und so die Schalteinrichtung aufreißt.
  4. 4. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Zusammenhang mit dem ersten den Kraftspei-
    eher auslösenden Kniehebelsystem ein zweites mit diesem über Winkelhebel verbundenes Kniehebelsystem vorgesehen ist, das in Zusammenwirkung mit einem weiteren Kraftspeicher das erste Kniehebelsystem über seine Totlage in Einschaltstellung bringt.
  5. 5. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einknicken· des zweiten Kniehebelsystems in Einwirkung· eines Kraftspeichers 'erfolgt, wodurch das erste Kniehebelsystem zur Vorbereitung des Wiedereinschaltvorganges gestreckt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES89681D 1929-01-27 1929-01-27 Schalteinrichtung Expired DE604125C (de)

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