DE60285C - Stroboskopischer Apparat (Schnellseher) - Google Patents
Stroboskopischer Apparat (Schnellseher)Info
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- DE60285C DE60285C DENDAT60285D DE60285DA DE60285C DE 60285 C DE60285 C DE 60285C DE NDAT60285 D DENDAT60285 D DE NDAT60285D DE 60285D A DE60285D A DE 60285DA DE 60285 C DE60285 C DE 60285C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/02—Viewing or reading apparatus
- G02B27/06—Viewing or reading apparatus with moving picture effect
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die bisher gebräuchlichen stroboskopischen Apparate bestehen meist aus einer drehbaren,
mit einer bestimmten Anzahl von Oeffnungen (meist zwölf) versehenen Trommel, in welche
die aus einer Reihe von Einzelbildern zusammengesetzten und in ihrer Gesammtheit
irgend eine Handlung vorstellenden Bildstreifen eingesetzt werden.
Bei dieser Anordnung ist man indesseh stets auf eine bestimmte, der Anzahl der Trommel-Öffnungen
entsprechende Zahl von Einzelbildern (also zwölf) beschränkt, so dafs verwickeitere
Bewegungen, deren naturgetreue Darstellung nur durch eine verhältnifsmäfsig grofse Anzahl
von Einzelbildern gelingt, nicht wiedergegeben werden können. Ferner ist die Benutzung
dieser Apparate insofern unbequem, als man über den oberen Rand der Bildstreifen durch
die Schaüöffnungen in .die Trommel hineinsehen
mufs, und da man sonach die scheinbar sich bewegenden Figuren u. s. w, unter einem
beträchtlichen Gesichtswinkel erblickt, wird der Gesammteindruck gestört.
Die neueren Fortschritte auf dem Gebiet der Momentphotographie und die damit gewonnene
Möglichkeit, sowohl einfache wie verwickelte Bewegungen' und Vorgänge durch eine beliebig
grofse und je nach der Natur dieser Vorgänge wechselnde Anzahl von Einzelbildern wiederzugeben
, lassen es wünschenwerth erscheinen, die erwähnten Mängel der älteren stroboskopischen
Apparate zu beseitigen, die Anzahl der Einzelbilder unabhängig zu machen von der
Zahl der in der Trommel vorhandenen Oeffnungen , und die Betrachtung in der Mittelebene
der Bilder zu ermöglichen.
Um dies zu erreichen, hat nun der Erfinder die Einrichtung getroffen, dafs die für das
Auge des Beobachters bestimmten Schauöffnungen nicht in der Trommelwandung, sondern
im Bildstreifen selbst, und zwar zwischen je zwei Einzelbildern angebracht sind. Die
Trommel dient demnach in diesem Falle lediglich als Haltvorrichtung.
In der Zeichnung veranschaulichen die Fig. 1 und 2 einen stroboskopischen Apparat mit eingesetzten
Bildstreifen in zwei verschiedenen Stellungen, während die Fig. 3 eine Abänderung
dieses Apparates ebenfalls mit eingesetztem Bildstreifen darstellt.
Der Apparat (Fig. 1 und 2) besteht aus einem von dem Ständer α mittelst der Arme c getragenen
Ringe έ>, an dessen Innenseite der Bildstreifen e durch Klemmen g gehalten wird.
Die Länge des Bildstreifens ist abhängig von dem Umfang der Trommel, die Zahl der
Einzelbilder ist hingegen vollkommen unbegrenzt, da sich die Schauöffnungen f nicht in
dem Behälter, sondern in dem Bildstreifen selbst befinden. Soll demnach eine verwickelte
und nur durch eine gröfsere Anzahl von Einzelbildern wiederzugebende Handlung dargestellt
werden, so hat man nur nöthig, unter Beibehaltung der festgesetzten und durch den
Umfang des Apparates bestimmten Gesammtlänge des Bildstreifen^ die einzelnen Bilder so
schmal zu wählen oder so eng an einander zu rücken, dafs sie ein Band von der den Apparat
ausfüllenden bestimmten Länge bilden. Die zwischen je zwei benachbarten Bildern angebrachten
Oeffnungen lassen demnach dem Beschauer die darzustellende Handlung u. s. w. in einer der
Anzahl dieser Oeffnungen und Bilder entsprechenden Zahl von Einzelstellungen erscheinen.
Für Bewegungen, welche nicht in waagrechter, sondern in senkrechter Richtung stattfinden
(Kletterbewegungen, Flugbewegungen u. s. w.), empfiehlt es sich, die Trommel in senkrechter Richtung umlaufen zu lassen. Für
diesen Zweck ist der Ständer a an seinem oberen Theil mit einem Gelenk oder dergleichen
versehen, derart, dafs man die Trommel in eine beliebige waagrechte Lage bringen und
darin festhalten kann.
In der Fig. 3 ist eine besondere Form eines stroboskopischen Apparates dargestellt, welche
sich von der vorigen lediglich dadurch unterscheidet,, dafs der Ring b durch zwei durch
Stege bz mit einander verbundene Ringe bl b2
ersetzt ist, welche zum Halten des Bildstreifens dienen und die Anwendung besonderer Klemmen
g entbehrlich machen. Der Boden der Trommel wird in diesem Falle nicht von
Stäben, sondern von einer Scheibe gebildet. Auch hier ist die Trommel mit einem Gelenk
versehen, so dafs man sie beliebig umlegen kann.
Bei senkrechter Lage der Trommel lä'fst sich übrigens noch eine besondere Anordnung der
Einzelbilder treffen, welche namentlich für die Darstellung von nicht continuirlichen und nicht
periodisch wiederkehrenden Vorgängen von Bedeutung ist (z. B. ein über eine Hürde
springendes Pferd u. s. w.).
In diesem Falle wirkt es nämlich störend auf das Auge, wenn man, wie bei den gewöhnlichen
stroboskopischen Apparaten, stets die volle Gestalt der sich bewegenden Figur sieht. Es ist vielmehr wünschenswerth, den
Gegenstand mit der natürlichen Geschwindigkeit durch das Gesichtsfeld sich bewegen zu
sehen, und zwar kann dies bei senkrechter Stellung der Trommel in einfacher Weise dadurch
erreicht werden, dafs man die verschiedenen, eine einheitliche Handlung vorstellenden
Einzelbilder nicht neben einander, sondern vertical über einander anbringt. Soll beispielsweise
ein über eine Hürde springendes Pferd dargestellt werden, so würde das erste Bild an
seiner einen Seite (z. B. der rechten) einen Theil des Kopfes, das zweite den ganzen Kopf,
das dritte den Kopf und den Hals enthalten u. s. w., so dafs man allmälig den Körper des
Pferdes von der einen Seite erscheinen, alsdann über die Hürde springen und auf der
anderen Seite wieder verschwinden sieht. Die relative Stellung der Hürde würde in all diesen
Fällen dieselbe bleiben.
Auch bei dieser Anordnung der Bilder ist es erforderlich, die Schauöffnungen im Bildstreifen
selbst anzubringen, da man sich sonst eine unnöthige Beschränkung in der Anzahl der Einzelbilder auferlegen würde.
Claims (3)
1. Stroboskopischer Apparat, bei welchem die
Schauöffnungen in dem Bildstreifen selbst angeordnet sind, so dafs die Anzahl dieser
Einzelbilder unabhängig ist von. der Beschaffenheit des den Bildstreifen haltenden
Trommelmantels.
2. Der unter 1. gekennzeichnete Apparat in
der Ausführung, dafs die Bildstreifen von Ringen (b bezw. bl b2 b3) gehalten werden,
welche um ein Gelenk (Scharnier d oder Kugelgelenk u. s. w.) drehbar sind, zum
Zwecke, das Umlegen der Trommel und die Drehung des Bildstreifens in verticalem Sinne zu ermöglichen.
3. Der unter 1. gekennzeichnete Apparat, so eingerichtet, dafs die Figuren, welche die
scheinbare Bewegung ausführen, nicht neben einander, sondern in der Längsrichtung des
. Bildstreifens über einander angebracht sind und bei der Drehung der Trommel in
verticaler Richtung mit der natürlichen Geschwindigkeit auf der einen Seite in das
Gesichtsfeld eintreten, an der anderen verschwinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60285C true DE60285C (de) |
Family
ID=334432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60285D Expired - Lifetime DE60285C (de) | Stroboskopischer Apparat (Schnellseher) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60285C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5370795A (en) * | 1992-06-25 | 1994-12-06 | Jwi, Inc. | Plate shifter for filter press |
-
0
- DE DENDAT60285D patent/DE60285C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5370795A (en) * | 1992-06-25 | 1994-12-06 | Jwi, Inc. | Plate shifter for filter press |
| US5505846A (en) * | 1992-06-25 | 1996-04-09 | Jwi, Inc. | Plate shifter for filter press |
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