DE601587C - Schalteinrichtung zur Erzielung und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke - Google Patents

Schalteinrichtung zur Erzielung und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke

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Publication number
DE601587C
DE601587C DE1930601587D DE601587DD DE601587C DE 601587 C DE601587 C DE 601587C DE 1930601587 D DE1930601587 D DE 1930601587D DE 601587D D DE601587D D DE 601587DD DE 601587 C DE601587 C DE 601587C
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DE
Germany
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engines
machines
switching device
compensating
switching
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Expired
Application number
DE1930601587D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Johann Gewecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Application granted granted Critical
Publication of DE601587C publication Critical patent/DE601587C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/46Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors for speed regulation of two or more dynamo-electric motors in relation to one another
    • H02P5/50Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors for speed regulation of two or more dynamo-electric motors in relation to one another by comparing electrical values representing the speeds
    • H02P5/505Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors for speed regulation of two or more dynamo-electric motors in relation to one another by comparing electrical values representing the speeds using equalising lines, e.g. rotor and stator lines of first and second motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Hybrid Electric Vehicles (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Schalteinrichtung zur Erzielung' und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke Es sind Gleichlaufanordnungen bekanntgeworden, bei denen entweder . die Antriebsmotoren selbst in Gleichlaufschaltungen betrieben werden oder die Antriebsmotoren mit besonderen Ausgleichsmaschinen, die als Asynchron- oder Synchronmaschinen gebaut sind, gekuppelt werden. Um die Sicherheit zu haben, daß bei allen Betriebszuständen einschließlich Anlauf und Auslauf die Gleichlaufwirkung vorhanden ist, ist nach der Erfindung Vorsorge getroffen, daß die Gleichlaufwirkung bereits vorhanden ist, bevor der eigentliche Anlauf der Antriebsmotoren beginnt bzw. die Gleichlaufwirkung erst aufgehoben wird, nachdem völliger Stillstand der Triebwerke erreicht worden ist, was mit eilt und demselben Mittel sowohl für den Anwie für den Auslauf, nämlich mittels teilweiser, d. h. nur für einzelne Triebwerke gelüfteter Stoppbremsen erfolgt. In der strom-und spannungslosen Ruhelage werden nämlich die Triebwerke gewöhnlich durch elektromagnetisch gesteuerte Bremsen festgehalten. Wird nun vor Beginn des - Anlaufes die Gleichlaufwirkung eingeschaltet und stehen die Ausgleichsmaschinen nicht phasengleich, so müssen sich die Läufer unter der eingefallenen Bremse durchdrehen. Das' Ausgleichsmoment müß also so groß sein, daß dies möglich ist. Es ist in vielen. Fällen nicht zulässig, die Bremseis zu lüften und erst dann die Gleichlaüfwirkung sich dann die Ausgleichsmaschinen, namentlich wenn das Lästmoinent im Verhältnis zu dem Gleichlaufmoment verhältnismäßig klein ist, selbst beschleunigen können, wodurch ein unerwünschter Anlauf erzielt wird. Deshalb hat man - auch den Vorschlag gemacht, lösbare Kupplungen bei einem Teil der Antriebe zwischen Antriebsmotoren und Ausgleichsmaschinen anzuordnen. Sollen z. B. zwei Triebwerke in Gleichlaufanordnung betrieben werden, von denen jedes aus einem Antriebsmotor und einer 'Ausgleichsmaschine besteht, so wird zwischen dem Antriebsmotor und der Ausgleichsmaschine eines Antriebes eine lösbare Kupplung angeordnet. Das Artlassen wird dann so vorgenommen, -daß zunächst diese Kupplung gelöst wird, die Ausgleichstnaschi= nen eingeschaltet, wodurch sie sich phasengleich stellen, danach die Kupplung geschlossen und der Strom für die Antriebsmotoren eingeschaltet wird.
  • Diese Anordnung erfordert aber außer den beiden Bremslüftern für die Triebwerke noch eine besondere lösbare Kupplung,` die in der Regel noch einen dritten Bremslüfter erfordert, der für sich geschaltet wird. Das Triebwerk sowie die Schaltanordnung wird durch diese Lösung erheblich verteuert. Die Ktxpplüng muß für das maximale Ausgleichsmoment bemessen' werden. Außerdem ist eine lösbare Kupplung zwischen Ausgleichsmaschine und Antriebsmotor sehr unerwünscht, da der Fall vorkommen kann, daß die Steuervorrichtung aus mechanischen oder elektrischen Gründen klemmt bzw. die Kupplung nicht genügend faßt. Dadurch kann für das Bauwerk eine erhebliche Gefährdung entstehen.
  • Diese Nachteile werden nach oben angegebener Erfindungsregel zunächst für den Anlauf dadurch behoben, daß eine Schaltanordnung vorgesehen wird, die vor Beginn der Einschaltung der Ausgleichsmaschinen die Stoppbremse eines Antriebes lüftet, sodann werden die Ausgleichsmaschinen eingeschaltet, dann der zweite Bremslüfter gelüftet und gleichzeitig die Antriebsmaschinen mit elektrischer Energie versorgt. Dies Verfahren ist entweder bei besonderen Ausgleichsmaschinen wie auch bei Anordnungen, bei denen die Antriebsmaschinen selbst als Ausgleichsmaschinen dienen, anzuwenden. Der letzte Fall ist in Abb. i dargestellt. Aus. dem Drehstromnetz i werden durch die Leitungen 2 und 3 die beiden Antriebsmotoren (in dem Beispiel als Asynchronmotoren angegeben) I und Il mit Strom versorgt. Die Läufer mit den Schleifringkörpern q. und 5 sind über drei Ausgleichsleitungen 6 direkt miteinander verbunden. Der Anlasser 7 hat aufgelösten Nullpunkt. Die Bremsen 8 und g können durch Bremslüfter io und i i gelöst werden.
  • In Abb. 2 sind die gleichen Bezeichnungen übernommen. Darin bedeutet 12 das gleiche oder ein anderes Stromnetz wie in Abb. i, aus dem die eigentlichem Antriebsmotoren Al und A2 mit Strom versorgt werden können.
  • Die Antriebsmotoren A können Motoren beliebiger Bauart und Stromart sein," Das Anlassen geschieht wie folgt: Zunächst wird die Bremse 9 vermittels des Bremslüfters I i gelöst, sodann werden die Ausgleichsmaschinen; I »und II eingeschaltet. Die Maschinen stellen sich dann auf gleiche Phasenlage ein. Darauf wird auch die Bremse 8 vermittels des Bremslüfters io gelüftet und werden die beiden Maschinen A1 und A mittels ihrer gemeinsam betätigten, nicht gezeichneten Anlasser gleichzeitig hochgefahren.
  • Das Stillsetzen geschieht gemäß der Erfindungsregel in umgekehrter Weise: Die Antriebsmaschinen werden je nach dem Richtungssinn der Lastmomente so geschaltet, daß die Maschinen verzögert werden, oder, falls keine elektrische Bremsung vorgesehen ist, werden die Antriebsmaschinen A1 und A, abgeschaltet bzw. in Abb. i der Anlasser 7 geöffnet. Gleichzeitig fällt eine Bremse, beispielsweise die Bremse 9, ein-, wodurch die Triebwerke stillgesetzt werden. Ist völliger Stillstand erreicht, so fällt zur Sicherheit gegenVerdrehen im Stillstand auch die zweite Bremse 8 ein. Etwa gleichzeitig damit können die Ausgleichsmaschinen von dem Netz i getrennt werden.
  • Die Einstellung des richtigen Zeitintervalles zwischen dem Lüften der Bremse 9 vor dem Anfahren, dem Einschalten der Ausgleichsmaschinen und dem Lüften der Bremse 8 bzw. Einschalten der Antriebsmotoren wie auch zwischen dem Abschalten der Antriebsmotoren, dem Einfallen der Bremse 9, dann der Bremse 8 und Abschalten der Ausgleichsmaschinen, kann durch irgendwelche bekannten schalttechnischen Maßnahmen, wie zeitabhängige Steuerung, Verriegelung der einzelnen Schaltapparategegeneinander, sichergestellt sein.
  • Die Gleichlaufanordnung arbeitet so lange störungsfrei, wie das übertragene Ausgleichsmoment noch genügt und das Ausgleichsnetz vorhanden ist. Im Katastrophenfall kann es nun vorkommen, daß z. B. das Netz i vorzeitig ausfällt. Es laufen dann die Maschinen durcheinander. Häufen sich derartige Störungsfälle, so kann das Triebwerk sich im Laufe der Zeit unter Umständen immer schiefer stellen, wodurch das Bauwerk gefährdet wird.
  • Es ist deshalb auch Gegenstand der Erfindung, daß Mittel vorgesehen sind, die den Grad des Durcheinanderlaufens zu erkennen und zu begrenzen gestatten. Zu ähnlichem Zwecke sind sogenannte Verteilerscheiben, die nach Art einer Hotelschaltung arbeiten, bereits bekannt. Die Verteilerscheiben arbeiten so, daß bei irgendwelcher Störung des Gleichlaufs eine Abschaltung des Antriebes eintritt. Wird jedoch dann ein Antrieb so nachgeregelt, daß die Verteilerscheibe wieder richtig steht, so, ist dadurch noch keine ausreichende Sicherheit gegen. Schiefstellen gegeben, weil z. B. bei Verdrehung der Verteilerscheiben um eine Umdrehung wieder ein Zustand, der zu keiner Abschaltung führt, erreicht ist. Es wird deshalb als zugehörig zur Erfindung angesehen, daß Mittel vorgesehen sind, die eindeutig die Relativlage der beiden Triebwerke zueinander zu überwachen gestatten. Man kann zu diesem Zwecke beide Triebwerke mit Tourenzählern versehen, die so eingerichtet sind, daß bei genügender Verschiedenheit der gemachten Umdrehungen ein Abschalten ein> tritt. Nach dem Abschalten muß dann ein Antrieb so lange mechanisch oder elektrisch nachgefahren werden, bis die Verschiedenheit entweder völlig ausgeglichen oder wenigstens ein zulässiger Grad erreicht ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schalteinrichtung zur Erzielung und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke, bei denen entweder die Antriebsmaschinen selbst als Ausgleichsmaschinen dienen oder besondere Ausgleichsmaschinen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß vor Einschalten der Synchronisierwirkung die Stoppbremse einzelner Triebwerke gelüftet wird und daß diese beim Abschalten der Triebwerke erst wieder einfällt, nachdem völliger Stillstand mit Hilfe der übrigen Bremseinrichtungen auf mechanischem oder elektrischem Wege erreicht ist.
  2. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte selbsttätige Schaltanordnungen die erforderlichen Zeitintervalle sicherstellen.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Triebwerken an sich bekannte Anordnungen mechanischer oder elektrischer Art vorgesehen sind, die die Triebwerke stillsetzen, sobald der Drehzahlunterschied der Triebwerke ein bestimmtes Maß überschreitet.
DE1930601587D 1930-04-18 1930-04-18 Schalteinrichtung zur Erzielung und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke Expired DE601587C (de)

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DE1930601587D Expired DE601587C (de) 1930-04-18 1930-04-18 Schalteinrichtung zur Erzielung und Sicherung des Gleichlaufes zweier oder mehrerer Triebwerke

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DE (1) DE601587C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024154B (de) * 1955-11-02 1958-02-13 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Gleichlaufschaltung fuer die elektromotorischen Einzelantriebe der Laufraeder eines Laufkranes
DE973705C (de) * 1942-04-14 1960-05-05 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Zum Antrieb eines mit elektromagnetischen Bremsen ausgeruesteten Kranhub- oder -fahrwerkes bestimmte Gleichlaufschaltung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973705C (de) * 1942-04-14 1960-05-05 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Zum Antrieb eines mit elektromagnetischen Bremsen ausgeruesteten Kranhub- oder -fahrwerkes bestimmte Gleichlaufschaltung
DE1024154B (de) * 1955-11-02 1958-02-13 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Gleichlaufschaltung fuer die elektromotorischen Einzelantriebe der Laufraeder eines Laufkranes

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