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ANWENDUNGSGEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von angestrichenen Profilen aus Metallstreifen und auf das entsprechende
Gerät.
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STAND DER TECHNIK
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Das
kontinuierliche Anstreichen, durch Übertragung, bestimmter Produkte
mit nahezu konstantem Querschnitt und großer Länge für ihre Dekoration ist bekannt.
Ebenfalls bekannt ist die Ausführung dieses
kontinuierlichen Anstreichens durch Druck und Erhitzung, ausgehend
von einem einen Farbanstrich umfassenden Übertragungsmaterial, der auf seiner
Vorderseite von einer Kunstharzschicht oder Folie gehalten und geschützt ist.
Dieses Material wird mit der Rückseite
des Anstriches auf der Oberfläche des
anzustreichenden Produktes aufgebracht, während beide durch eine Aufbringungsposition
durchgeführt
werden, in der die Rückseite
des Farbanstriches des Materials direkt mit der Oberfläche des
anzustreichenden Produktes in Kontakt gebracht wird. Die Durchführung der
Anordnung zwischen Heiz- und Druckrollen ist darauf ausgerichtet,
dass der Farbanstrich von der Folie auf die Oberfläche des
anzustreichenden Produktes übertragen
wird. Die Folie kann von der Vorderseite des Farbanstriches gelöst werden
und somit in einer nachfolgenden Phase von der Anordnung, wobei
das Produkt mit diesem Farbanstrich dauerhaft angestrichen ist.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass das Übertragungsmaterial (Farbanstrich
+ Folie) ein hochspezialisiertes Produkt auf dem Markt ist, das
als Spulen vermarktet wird. Der Hersteller der angestrichenen Endprodukte
erhält
normalerweise das Übertragungsmaterial
von den wenigen Unternehmen die zur Herstellung des Materials fähig sind.
Spulen mit Material für
den Anstrich durch Übertragung
können zum
Beispiel vom Unternehmen Leonhard Kurz GmbH & Co., Fürth, Deutschland, unter der
Katalogreferenz Touchwood® SO-SR erhalten werden.
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Die
vorher erwähnte
Technik wird mit Erfolg auf Produkte angewendet die angestrichen
werden, wenn sie im Querschnitt im wesentlichen bereits ihre Endform
erhalten haben, wie fertig oder fast fertig gestellte Profile, Leisten
oder Platten aus Holz, Späne, Faserkonglomerate,
etc., oder Kunstharzprofile wie PVC oder ähnliches.
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Bei
Metallstreifen oder -profilen, die nach der Aufbringung des Farbanstrichs
beträchtlich
umgeformt oder gefalzt werden müssen,
um kontinuierlich ein Profil zu verwirklichen, das ihnen den gewünschte Endquerschnitt
verleit, produziert diese Technik hingegen keine hochwertigen, angestrichenen
Produkte. Dies tritt beispielsweise bei der Herstellung ausgehend
von einem Streifen aus Aluminium oder seinen Legierungen, von Platten
oder anderen Profilen für
Zwischendecken oder Deckentäfelungen
auf. In diesen Fällen
weist das Metall des Streifens ein geringes Haftvermögen gegenüber der
Farbe die auf den Streifen übertragen
wird auf und zudem verursacht die Umformung des Streifens während des kontinuierlichen
Formens eine Rissbildung im einmal angestrichenen Farbanstriches,
vor allem in den Falzzonen, wie den Kanten der Platten, wodurch Endprodukte
mit ungenügender
Anstrichqualität
erhalten werden.
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Das
Dokument AVERY
WO 91/05660 beschreibt
einen Prozess für
die Herstellung von Kunststoffformelementen mit mehreren Phasen:
Bereitstellen einer Spule mit einem eine Trägerschicht beinhaltendes Material,
das weder metallisch noch imprägniert
ist, Bereitstellen einer Spule mit einem zweiten ein sich vorübergehend
an einer zeitweilig abnehmbaren Schutz- und Hilfsfolie haftender
Farbanstrich beinhaltendes Material; beide Streifen werden zusammengeklebt
und da Kunststoff ein mit Wärme
porös werdendes
Material ist, erhält
man bei Applikation einer geeigneten Übertragungstemperatur auf dieses Material
eine geeignete Haftung des in der Folie enthaltenen Anstriches auf
das zu dekorierende Kunststoffelement. Würde dieses Verfahren auf Metalle, insbesondere
beschichtete Metalle oder sehr dünne Metallstreifen
angewendet, würde
man keine geeignete Haftung erreichen und außerdem würden sich die Schicht oder
der Streifen verformen; darum und im Unterschied zu diesem Prozess
wird im verfahren der vorliegenden Erfindung einen Grundanstrich
auf die im Endprofil anzustreichende Seite des Streifens, vor der
Aufbringung der Spule mit dem zweiten eine Folie beinhaltenden Materiales
aufgebracht, wobei die Folie eine weiche Imprägnierung aufweist und wobei
der Anstrich wie jedes herkömmliche
Produkt angehaftet ist; diese Methode unterscheidet sich ebenfalls
vom AVERY Verfahren in dem die Temperatur des ersten Materiales
bis auf einen gleichen oder höheren
Wert der Temperatur der letzten Phase erhöht wird, damit der angewandte
Lack bevor er mit der Folie mit dem Polyurethananstrich in Kontakt kommt
anhaftet und Hafteigenschaften erhält, die die endgültige Fixierung,
unter ähnlichen
Bedingungen wie wenn Kunststoff oder ein anderes poröses Material
beteiligt ist, auf einer Metalloberfläche erlauben.
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AUFGABE DES ERFINDERS
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Der
Erfinder der vorliegenden Erfindung nahm sich die Aufgabe vor, ein
Verfahren und ein Gerät
bereitzustellen, die das Anstreichen von Metallstreifen oder -profilen
mit Übertragungsmaterial
der vorher erwähnten
Art erlauben, die um den gewünschten
Endquerschnitts zu erreichen nach der Aufbringung des Farbanstrichs
während
einem kontinuierlichen Formvorgang eine beträchtliche Umformung erfahren
müssen.
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VON DER ERFINDUNG VORGESCHLAGENE MITTEL
UM DIE AUFGABE ZU LÖSEN
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Die
Erfindung besteht dazu in einem Verfahren zur Herstellung von angestrichenen
Profilen ausgehend von Metallstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass
es die folgenden Phasen umfasst:
- a) Bereitstellen
einer Spule mit einem ersten, ein Metallstreifen und auf der anzustreichenden
Seite des Streifens des Endprofils ein einen Grundanstrich beinhaltendes
Material;
- b) Bereitstellen einer Spule mit einem zweiten, einen sich vorübergehend
an einer zeitweilig abnehmbaren Schutz- und Hilfsfolie haftenden Farbanstrich
beinhaltendes Material;
- c) gemeinsames Durchführen
des ersten und zweiten Materials, derart, dass der Grundanstrich des
ersten Materials und der Farbanstrich des zweiten Materials nebeneinander
gestellt und in gegenseitigem Kontakt sind, während die Materialanordnung
Wärme und
Druck ausgesetzt wird, damit der Farbanstrich stärker am Grundanstrich als an
der Folie haftet;
- d) wahlweise Ablösen
und Eliminieren der Folie von der Materialanordnung;
- e) kontinuierliches Formen der Materialanordnung, möglicherweise
ohne Folie, um das gewünschte
Endprofil zu erhalten;
wobei die Materialanordnung, möglicherweise
ohne Folie, bei einer Temperatur die im wesentlichen die Gleiche
ist, wie die in der Phase c) angewandten, aufrechterhalten wird,
bis die Phase e) abgeschlossen ist.
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Gemäß einem
optionalen Merkmal der Erfindung werden die entsprechenden Spulen
vor den Phasen a) und b) einer Stabilisierungslagerung unterzogen.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung wird vor der Phase c)
die Temperatur des ersten Materials bis auf einen Wert erhöht, der gleich
oder größer als
der Wert der Temperatur der Phase c) ist.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung wird das kontinuierliche
Profil nach der Phase e) einem Schneidvorgang in vorbestimmten Längen unterzogen.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung wird das kontinuierliche
Profil nach der Phase e) einem Schneidvorgang in vorbestimmten Längen und
wahlweise einem konventionellen Lasier- bzw. Lackiervorgang unterzogen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung umfasst diese ein Gerät zur Ausführung des Verfahrens
gemäß einem
der vorhergehenden Abschnitte, dadurch gekennzeichnet, dass es folgendes umfasst:
- i) Mittel zum gemeinsamen Durchführen des
ersten und zweiten Materials, so dass der Grundanstrich des ersten
Materials und der Farbanstrich des zweiten Materials nebeneinander
gestellt und in gegenseitigem Kontakt sind;
- ii) Mittel zur Unterziehung der Materialanordnung mit Wärme und
Druck, so dass der Farbanstrich stärker am Grundanstrich als an
der Folie haftet;
- iii) Mittel zum wahlweise Ablösen und Eliminieren der Folie
von der Materialanordnung;
- iv) Mittel zum kontinuierlichen Formen der Materialanordnung,
wahlweise mit oder ohne die Folie, um das gewünschte Endprofil zu erhalten;
und
- v) Mittel zur Aufrechterhaltung der Materialanordnung, möglicherweise
ohne die Folie, bei einer Temperatur die im wesentlichen die Gleiche
ist, wie die in der Phase c) angewandten, bis die Phase e) abgeschlossen
ist.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmaler Erfindung umfasst das Gerät, dem Kontaktpunkt vorgelagert,
zwischen dem ersten Material und dem zweiten Material einen Vorwärmer für das erste
Material.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung umfassen die Mittel (ii)
zur Unterziehung der Einheitenanordnung mit Wärme und Druck mindestens eine
geheizte Zylinderpresse.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung umfassen die Mittel (ii)
eine oder mehrere geheizte Zylinderpressen.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung bestehen die Mittel (iii)
zum, wahlweise Ablösen
und Eliminieren der Folie von der Materialanordnung aus einer Spulenrolle.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung umfassen die Mittel (iv)
zum kontinuierlichen Formen der Materialanordnung, wahlweise mit oder
ohne Folie, verschiedene nacheinander folgende Paare von Formrollen.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung bestehen die Mittel (v)
zur Aufrechterhaltung der Materialanordnung, möglicherweise ohne Folie, bei
einer Temperatur, die im wesentlichen die Gleiche ist, wie die in
der Phase c) angewandten, bis die Phase e) abgeschlossen ist, aus
einem Erhitzer-Weichmacher und einem Überhitzer.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung umfasst der Überhitzer
ein Gebläse, dessen
Austritt von einem Erhitzer geheizt wird und mittels Düsen über die
Materialanordnung, besonders nahe der Zonen, wo das Formen stattfindet
soll, verteilt wird.
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Gemäß einem
weiteren optionalen Merkmal der Erfindung ist das Gerät unter
kontrollierten Umgebungsbedingungen der Temperatur und Feuchtigkeit
angeordnet.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere
Merkmale und Vorteile werden aus der folgenden ergänzenden
Beschreibung unter Betrachtung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
ersichtlich, in denen:
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die 1 grobschematisch
ein mindestens teilweise angestrichenes Segment eines Profil- oder Plattenabschnittes
darstellt;
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die 2 einen
stark vergrößerten Querschnitt
eines mit einem Grundanstrich überzogenen Teiles
eines Metallstreifens darstellt;
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die 3 einen
stark vergrößerten Querschnitt
eines Teiles von einem Übertragungsfarbanstrich
der vorübergehend
an einer oberen zeitweilig abnehmbaren Schutz- und Hilfsfolie haftet
und von dieser getragen wird, darstellt;
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die 4 einen
stark vergrößerten Querschnitt
eines mit dem Farbanstrich und der Folie der 2 überzogenen
Teiles eines Metallstreifens wie der in 1, darstellt;
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die 5A und 5B schematische
Draufsichten, die gesamthaft und in der angegebenen Reihenfolge
betrachtet, das erfindungsgemäße Gerät darstellen.
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NÄHERE
ERLÄUTERUNG
EINER AUSFÜHRUNGSFORM
DER ERFINDUNG
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Als
erstes, in Bezug auf die 1, ist in dieser ein Segment
eines Profil- oder Plattenabschnittes P des Typs auf den sich die
Erfindung bezieht dargestellt. Das Profil P wird kontinuierlich
durch kontinuierliches Falzen oder Formen ausgehend von flachen Metallstreifen
hergestellt und es ist ersichtlich, dass es entsprechend seiner
verschiedenen Kanten starke Falzungen (um 90° oder sogar mehr) umfasst. Mindestens
ein bedeutender Teil der Oberflächen des
Profils P ist entweder mit einheitlichem Farbton oder mit irgendeinem
Motiv angestrichen, zum Beispiel mit einer Holzmaserungsimitation,
einer Steinmaserungsimitation etc.
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In
den 2 bis 4 sind schematisch stark vergösserte Abschnitte
von Komponenten des Profils P in verschiedenen Herstellungsphasen
dargestellt. Gemäß 2 ist
der Metallstreifen 1a auf der Vorderseite, das heißt auf der
zum Anstreichen vorgesehenen Seite, mit einem Grundanstrich 1b überzogen,
wobei ein erstes Material 1 (= 1a + 1b) gebildet
wird. Gemäß 3 haftet
ein Farbanstrich 2a vorübergehend
an einer zeitweilig abnehmbaren Schutz- und Hilfsfolie 2b,
wobei ein zweites Übertragungsanstrichmaterial 2 (= 2a + 2b)
gebildet wird. Gemäß 4 führt die
Nebeneinanderstellung beider Materialien, erstes 1 und
zweites Material 2 zu einer Materialanordnung (1 + 2 = 1a + 1b + 2a + 2b)
die das angestrichene Endprofil bilden.
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Die
folgenden Abklärungen
müssen
in Bezug auf die vorige Beschreibung ausgeführt werden. Erstens, obwohl
nicht dargestellt um die Verständlichkeit
der Zeichnung nicht zu erschweren, müssten die Grenzflächen viel
unregelmäßiger dargestellt werden
und, insbesondere könnten
in 4 die Dicken der Anstriche 1b und 2a kleiner
als die Dargestellten sein, da die Materialien 1 und 2,
um sie zusammenzuhaften, bereits Wärme und Druck ausgesetzt wurden.
Zweitens läuft
es immer darauf hinaus, dass sich die Folie 2b immer ablöst und vom
Endprofil eliminiert wird; in manchen Fällen erfolgt diese Eliminierung
unmittelbar nach der Haftung des Farbanstriches 2a am Grundanstrich 1b während in
anderen Fällen
die Folie, um den Farbanstrich 2a zu schützen, bis
zum Moment der Installation des Endprofils behalten wird. Zusätzlich,
aber nicht in den 2 bis 4 dargestellt,
kann nach dem Ablösen
der Folie 2b unter Anwendung herkömmlicher Techniken eine Lasur-
oder Lackschicht auf den Farbanstrich 2a aufgebracht werden.
Schließlich
kann die Rückseite, das
heißt
die Seite des Metallstreifens 1a, die der Seite entgegengesetzt
ist, die den Grundanstrich 1b erhält, herkömmlich durch bekannte Techniken
eine Endbeschichtung, wie Lasur oder ein Lack erhalten haben, was
aber nicht dargestellt ist da es nicht Bestandteil der Erfindung
ist.
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Die
kontinuierliche Aufbringung von Beschichtungen, wie Lacke, Lasuren
und Farben, auf metallischen Oberflächen, wie die von kontinuierlichen
Aluminiumstreifen oder ähnliches,
so dass kontinuierlich ein lackierter, lasierter oder angestrichener Streifen
erhalten wird, ist eine herkömmliche
Technik, obwohl sie ein komplexes Know-how sowie teure Anlagen bedingt.
Dadurch, dass es für
die kontinuierliche Aufbringung der bekannten Lacke, Lasuren und Farben
auf Metallstreifen und die kontinuierliche Aufbringung des Grundanstriches 1b,
dessen Anwendung die Erfindung befürwortet, möglich ist die gleichen gewöhnlichen
und bekannten Techniken und Anlagen zu verwenden, wird die Erklärung der
Erfindung von der Verwendung von Spulen des ersten Materials 1 der 2 ausgehen,
das heißt
dem Metallstreifen 1a, der bereits mit dem Grundanstrich 1b beschichtet
ist, ohne detailliert zu beschreiben wie dieses erste Material 1 erhalten
wird. In der 5A mit der Bezugsnummer 11 ist
eine Spule mit dem ersten Material 1 dargestellt.
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Andererseits
wurde bereits erwähnt,
dass auf dem Markt auch Spulen mit dem zweiten Material 2 zum
kontinuierlichen Anstreichen von Holz- oder Kunststoffprofilen durch Übertragung
des Farbanstriches 2a von der Folie 2b erhältlich sind.
In der bekannten Technik und im Unterschied zu dem in der vorliegenden
Erfindung Beschriebenen, wird dieses zweite Material 2,
ohne Zwischenlagerung des Grundanstriches 1b, direkt auf
die anzustreichende Oberfläche
aufgetragen. Die Erklärung
der Erfindung wird deshalb von der Verwendung von Spulen des zweiten
Materials 2, 3, ausgehen, ebenfalls ohne
seine herkömmliche
Herstellung zu detaillieren. Eine Spule des zweiten Materials 2 ist
in 5A mit der Bezugsnummer 21 dargestellt.
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Das
in den 5A und 5B dargestellte Gerät umfasst
in einem herkömmlichen
Rahmen, von welchen nur einige Elemente dargestellt sind, ein Gestell 10 für die Spule 11 des
ersten Materials 1 der 2. Das erste
Material 1 läuft,
getragen von den Rollen 12 und 13 und mit seinem
nach oben gerichteten Grundanstrich 1b durch einen Vorwärmer 14.
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Der
Rahmen umfasst ebenfalls einen Halter 20 für eine Spule 21 des
zweiten Materials 2 der 3, welches
mittels der Rollen 22 und 23 so geführt wird,
dass es mit seinem nach unten gerichteten Farbanstrich 2a nebeneinander
zu liegen kommt, um mit dem Farbanstrich 1a in der Nähe zum Eingang
einer ersten Zylinderpresse 30 in Kontakt zu gelangen.
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Die
Presse 30 umfasst einen unteren Zylinder 31 und
einen oberen Zylinder 32 mit silikonisierter Oberfläche. Die
Presse 30 umfasst ebenfalls ein Mittel um den oberen Zylinder 32 gegen
den Unteren 31 zu drücken,
Mittel das beispielhaft in der gezeigten Ausführung durch ein Zylinder-Kolben-System 34 dargestellt
ist. Der obere Teil der Presse 30 ist von einer Heizhaube 35 umfasst.
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Am
Ausgang der Presse 30 hat die Materialanordnung (1, 2)
im wesentlichen, die in 4 (1a + 1b + 2a + 2b)
schematisch gezeigte Struktur angenommen, mit der vorher gemachten
Ausnahme bezüglich
Dicken und Unregelmäßigkeit
des Profils.
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Das
Gerät kann
stromabwärts
von der Zylinderpresse 30 eine andere oder andere zusätzliche Pressen
umfassen, was mit der Presse 40, gleichen oder unterschiedlichen
Aufbaues beispielhaft gezeigt wird. Am Ausgang der Presse 30 oder 40 umfasst
der Rahmen ein Gestell 50 mit einer Rolle 51 für das Ablösen und
Sammeln der Folie 2b. Dieses Ablösen wird notwendigerweise dann
stattfinden, wenn der obere Teil des Farbanstriches 2a eine
andere Endoberfläche,
wie eine Endlackierung erhalten soll. Für den Fall, dass dies nicht
notwendig ist, kann die Folie 2b in der Materialanordnung 1 und 2 verbleiben
um das angestrichene Profil bis zum Moment seiner Bearbeitung oder
Endherstellung zu schützen.
Für den uns
beschäftigenden
Fall wird davon ausgegangen, dass die Folie 2b in der Rolle 51 abgelöst wird,
so dass von der letzten Presse 30 oder 40 an,
die Materialanordnung die Struktur 1a + 1b + 2a aufweist.
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Die
Materialanordnung 1a + 1b + 2a wird durch
Rollen 53 und 54 und einen Ausgleichsarm 55 einem
Erhitzer-Weichmacher 60 zugeführt, in dem die nicht-metallischen
Anstriche und insbesondere der Grundanstrich 1b und der
Farbanstrich 2a aufgeweicht werden ohne die zwischenliegenden
anhaftenden Seiten zu zerstören.
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Unmittelbar
nach dem Verlassen des Erhitzers-Weichmachers 60,
wird die Materialanordnung 1a + 1b + 2a in
einem Abschnitt für
das kontinuierliche Formen eingeführt, der aus einer Abfolge
von herkömmlichen
Paaren von Formrollen 70, 71, 72, 73, 74 besteht,
in denen die bis jetzt als flacher Streifen beibehaltene Materialanordnung 1a + 1b + 2a fortschreitend
ihre definitive Form annimmt, wie zum Beispiel die eines P-Plattenprofils
für Zwischendecken,
wie in einer allgemeinen Form analog zu der in der 1 dargestellten.
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Auf
dem kontinuierlichen Formabschnitt ist ein Heizgerät 80 angeordnet,
das in der gezeigten Ausführung
ein Gebläse 81 umfasst,
dessen Austritt durch einen Erhitzer 82 geheizt und durch
Düsen 83 und 84 auf
das Material 1a + 1b + 2a verteilt wird,
insbesondere nahe der Zonen in denen das Falzen stattfindet (nahe
der Kanten des Profils P der 1).
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Das
Gerät umfasst
selbstverständlich
eine Bedientafel 90 für
die Temperatur-, Druck-, und Arbeitsgeschwindigkeitskontrolle jeder
einzelnen Komponenten, sowie Sensoren für diese Parameter und andere
in sich bekannte Vorrichtungen zur Bestimmung der Schnittstreckenlänge des
angestrichenen kontinuierlichen Profils das aus dem kontinuierlichen Formabschnitt
austritt. Insbesondere die tatsächliche Temperatur
des Materials kann mittels in einem oder zwei Stellen der Strecke
angeordneten Laserlesern abgelesen werden, wie dies beispielhaft
anhand 91 der 5A dargestellt ist.
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Ab
dem Ausgang aus dem kontinuierlichen Formabschnitt wird das Profil
P herkömmlichen
Behandlungen wie das vorher erwähnte
Schneiden in Strecken vorbestimmter Länge in der Blechschneidemaschine 100 unterzogen,
dem schematisch in 110 gezeigten Lackieren der oberen Oberfläche des Farbanstriches 2a und
dem Transport zum Lager durch zum Beispiel Rollentransporter 111 und 112.
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Selbstverständlich müssen die
Arbeitsbedingungen so gewählt
werden, dass sie weder die gewünschten
Metalleigenschaften noch die der Farbe beeinflussen. Beispielhaft
und nicht einschränkend im
Falle von Profilen für
Zwischendecken:
- – kann der Metallstreifen 1a aus
Aluminium sein und eine Dicke zwischen 400–600 μm aufweisen;
- – weist
der Grundanstrich 1b eine Dicke zwischen 2–6 μm auf;
- – weist
der Farbanstrich 2a eine Dicke zwischen 2–5 μm auf;
- – weist
die Folie 2b eine Dicke zwischen 2–3 μm auf;
- – beträgt die Heiztemperatur
des Vorwärmers 14 ungefähr 150–200°C;
- – beträgt die Heiztemperatur
der Pressen 30, 40 ungefähr 130–200°C;
- – beträgt die Heiztemperatur
des Erhitzers-Weichmachers 60 ungefähr 130–170°C;
- – beträgt die Austrittstemperatur
in den Düsen 83 und 84 ungefähr 120–200°C;
- – beträgt der Betriebsdruck
des Zylinder-Kolben-Systems 34 ungefähr 800 bar.
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Diese
Werte sind nur Richtwerte, da die Unterschiede zwischen den Materialmengen
und der Variation der Umgebungsbedingungen Temperatur und Feuchtigkeit
diese stark beeinflussen können. Deshalb
hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Materialien 1 und 2 dem
Gerät nach
einem Lagerungszeitraum in Stabilisierungskammern zuzuführen und dass
sich das Gerät
selber in einer klimatisierten Halle befindet, in der diese Umgebungsbedingungen kontrolliert
werden können.
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Wie
vorher angegeben, führte
bei der Bearbeitung von Metall, wie dies für Holz oder Kunstharz gewöhnlich ist
dazu, dass das kontinuierliche Formen des Metalls nach der direkten
Aufbringung des Farbanstriches 2a auf die Oberfläche des
Metallstreifens 1a im Farbanstrich 2a Risse verursachte,
so dass aufgrund der schlechten Qualität (Streifen, Risse, Unregelmäßigkeiten)
die der Farbanstrich 2a vor allem neben den Falzkanten
aufwies, keine, vor dem kontinuierlichen Formen zur Endform des
Profils P angestrichenen, hochwertigen Metallartikel hergestellt
werden konnten. Hingegen erlaubt die Verwendung des dicken Grundanstriches 1b,
die Behandlung bei erhöhtem
Druck und Temperatur während des
gesamten Prozesses und vor allem die Erhitzung der Anstriche vor
und während
des kontinuierlichen Formens die Gewinnung von Profilen, die vor
dem Erreichen der Endform angestrichen wurden und die keine Oberflächenschäden aufgrund
des Formens aufweisen.
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Es
versteht sich, dass die vorgehende Beschreibung nur als Beispiel
gedacht ist um das Verständnis,
des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens zu ermöglichen
und dass zahlreiche Änderungen
und Modifikationen jedes einzelnen der beschriebenen Elemente möglich sind,
ohne damit den in den beigefügten
Ansprüchen
definierten Schutzbereich zu verlassen. Somit können der Typ, die Anordnung
und die Anzahl der Heizmittel, der Druckaufbringung und -kontrolle
weitgehend von dem Beschriebenen und beispielhaft Dargestellten
in der vorangehenden Beschreibung abweichen (zum Beispiel könnten, anstatt
unabhängiger
Hauben ein oder mehrere Heizkanäle
verwendet werden) und die räumlichen
Positionen und andere mögliche
Elemente könnten
durch andere technisch äquivalente
Positionen oder Elemente ersetzt werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Verfahren
und entsprechendes Gerät
zur Herstellung von angestrichenen Profilen aus Metallstreifen.
Das Verfahren umfasst die folgenden Phasen: a) Bereitstellen einer
Spule mit einem ersten Material; b) Bereitstellen einer Spule mit
einem zweiten Material; c) gemeinsames Durchführen des ersten und zweiten
Materials, derart, dass der Grundanstrich des ersten Materials und
der Farbanstrich des zweiten Materials nebeneinander gestellt und
in gegenseitigem Kontakt sind, während
die Materialanordnung Wärme
und Druck ausgesetzt wird; d) wahlweise Ablösen und Eliminieren der Folie
von der Materialanordnung; e) kontinuierliches Formen der Materialanordnung,
wobei die Materialanordnung, möglicherweise
ohne Folie, bei einer Temperatur die im wesentlichen die Gleiche
ist, wie die in der Phase c) angewandten, aufrechterhalten wird,
bis die Phase e) abgeschlossen ist. Das Gerät umfasst Mittel zur Realisierung
des Verfahrens.
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Das
Verfahren ist für
den Anstrich durch Übertragung
vor dem kontinuierlichen Formen von Metallstreifen anwendbar.