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UMFELD DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen, Verfahren und
Kits zum Identifizieren von Substanzen, die fähig sind Protein-Protein-Wechselwirkung
in Säugetierzellen
zu stören.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Protein-Protein-Wechselwirkungen
finden sich in den meisten biologischen Vorgängen und zellulären Funktionen,
wie der Bildung von zellulären makromolekularen
Strukturen, Rezeptor- und Enzymkomplexen und in der Regulation von
Signaltransduktionswegen. Die Aufklärung von Protein-Protein-Wechselwirkungen
in der Zelle bildet auch einen wichtigen Ansatz in der funktionellen
Genomik. Die stärkste
Technologie für
den Nachweis von Protein-Protein-Wechselwirkungen ist das Hefe-Zweihybridsystem,
das zuerst von Fields und Song (Nature 340: 245–246. 1989) beschrieben wurde.
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Protein-Protein-Wechselwirkungen
können durch
manche Moleküle,
wie Peptide oder Arzneimittel gestört werden. Zur Zeit wird die
Selektion dieser, für
eine bestimmte Protein-Protein-Wechselwirkung störenden Moleküle, unter
Verwendung des Hefe reversen Zweihybridsystems (Leanna & Hannink. 1996.
Nucleic Acids Res. 24, 3341–3347;
Vital et al. 1996. Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 93, 10315–10320; Shih,
et al. 1996. Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 93, 13896–13901)
oder eines bakteriellen reversen Zweihybridsystems (Zhang et al.
2000. Nature Biotech. 18, 71–74;
Park & Raines.
2000. Nature Biotech. 18, 847–851)
durchgeführt.
Obwohl die Hefe und bakteriellen reversen Zweihybridsysteme für einige
genetische Selektionen nützlich
sind, sind sie keine idealen Systeme für das Screenen von therapeutischen
Molekülen
wie Arzneimitteln, weil die Permeabilität dieser therapeutischen Moleküle in Hefe oder
in Bakterien sehr verschieden von jener in Säugetierzellen aufgrund von
Unterschieden in der zellulären
Kompartimentierung in Hefe-, Bakterien- und Säugetierzellen, ist. Tatsächlich muss
das Potenzial von Arzneimittelkandidaten in Säugetierzellen bewertet werden,
in denen diese Arz neimittel schließlich verwendet werden. Darüber hinaus
sind verschiedene posttranslationelle Modifikationen, die für bestimmte
Protein-Protein-Wechselwirkungen
benötigt
werden, sowohl in Hefe als auch in Bakterien limitiert. In einem
Säugetiersystem
wird post-translationelle Modifikation in einer für bestimmte
Protein-Protein-Wechselwirkungen natürlichen Weise auftreten. Gegenwärtig gibt
es einige Berichte über
Säugetier-Zweihybridsysteme
für Protein-Protein-Wechselwirkungen
(Luo et al. 2000. US Patent 6,114,111 Shioda et al. 2000. Proc.
Natl. Acad. Sci. USA 97, 5220–5224).
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Jedoch
ist keines dieser Säugetiersysteme für high throughput
reverses Zweihybrid Screening von störenden Substanzen, wie therapeutischen
Molekülen,
geeignet, weil in diesen Säugetiersystemen die
Expression der zwei interaktiven Proteine nicht reguliert war. Um
high throughput Screening von potenziellen therapeutischen Molekülen, die
Protein-Protein-Wechselwirkungen in Säugetierzellen stören, durchzuführen, ist
es wünschenswert,
dass therapeutische Moleküle
in das Säugetiersystem
eingeführt
werden, bevor die Synthese der zwei interaktiven Proteine in entweder
stabil oder transient transfizierten Zellen induziert wird. In den
Systemen des Standes der Technik kann die konstitutive Expression der
zwei interaktiven Proteine unverzüglich das Reportergen aktivieren.
Demzufolge kann die inhibitorische Wirkung beispielsweise eines
Arzneimittels auf das Blockieren der Protein-Wechselwirkung nicht
exakt durch das repressive Ausmaß des Reportergens bewertet
werden, weil das Reportergen bereits vor dem Hinzufügen des
Arzneimittels in das System vollständig exprimiert wurde. Theoretisch
können
die Konstrukte zum Exprimieren der zwei interaktiven Proteine transient
mit den Arzneimitteln in jeder Vertiefung zum Screenen transient
in die Zellen transfiziert werden. Jedoch ist das Durchführen einer
solchen transienten Transfektion der Zellen mit dem Konstrukt in
jeder Vertiefung, die das Arzneimittel enthält, für high throughput Arzneimittelscreening praktisch
unmöglich,
weil ein Mensch nur in der Lage ist, Konstrukte in einige wenige
96-Vertiefungsplatten pro Tag zu transfizieren.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Folglich
wurde ein reverses Säugetier-Zweihybridsystem
zum Screenen von Substanzen, die Protein-Protein-Wechselwirkung
dissoziieren, entwickelt. Das System ist besonders nützlich für high throughput
Screenen von kleinen Molekülen,
die Protein-Protein-Wechselwirkungen verhindern. Die zwei interaktiven
Proteine sind entweder mit einer DNA-Bindungsdomäne oder mit einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne
eines Transkriptionsfaktors fusioniert. Die Expression der zwei
interaktiven Fusionsproteine wird durch einen Suppressor reguliert, der
konstitutiv in den Zellen exprimiert wird. Bei Anwesenheit eines
Induktors wird die Repression des Promotors, der die Expression
der zwei interaktiven Fusionsproteine steuert, gelöst, was
zu der Expression der zwei interaktiven Fusionsproteine führt. Sobald
die zwei interaktiven Fusionsproteine gebildet sind, bindet die
DNA-Bindungsdomäne eines
Fusionsproteins an ein DNA-Bindungselement in einem Promotor und
bringt die Transkriptionsaktivierungsdomäne des anderen interaktiven
Fusionsproteins über
Protein-Protein-Wechselwirkung an den Promotor und aktiviert dabei
die Transkription des Reportergens. Bei Anwesenheit eines Induktors
und einer Substanz, die Protein-Protein-Wechselwirkung dissoziiert,
können
die zwei interaktiven Proteine nicht wechselwirken. Daher wird die
Transkription des Reportergens nicht aktiviert. Als ein Ergebnis
wird die Nichtexpression des Reportergens als ein Indikator zur
Identifizierung einer Substanz, wie eines kleinen therapeutischen
Arzneimittelmoleküls,
das fähig
ist, Protein-Protein-Wechselwirkung
zu dissoziieren, verwendet.
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Sowohl
das Kodierkonstrukt für
das Reporterprotein als auch das Suppressorkonstrukt sind typischerweise
in Chromosomen der Zellen integriert. Das Konstrukt, das für die zwei
interaktiven Fusionsproteine kodiert, ist ebenfalls vorzugsweise
stabil in Zellen transfiziert. Für
die high throughput Analyse können
die Konstrukte der interaktiven Fusionsproteine auch transient in
einen Batch von vielen Millionen Zellen transfiziert werden, die
bereits stabil mit dem Reporterprotein-Kodierkonstrukt und dem Suppressor-Kodierkonstrukt
transfiziert wurden. Diese Zellen können anschließend in
viele Vertiefungen von Platten für
high throughput aufgeteilt werden, die Testsubstanz und einen Induktor
zur Identifizierung einer Substanz, die Protein-Protein-Wechselwirkung
dissoziiert und/oder einer Substanz, die Protein-Protein-Wechselwirkung
nicht dissoziiert, enthalten. Weil das Suppressorkonstrukt über die
konstitutive Expression eines Hybrid-Repressorproteins die Expression der
interaktiven Fusionsproteine streng kontrolliert, führt die
transiente Transfektion der Zellen mit den interaktiven Fusionsproteinkonstrukten
nicht zur Expression der interaktiven Fusionsproteine und der anschließenden Aktivierung
des Reportergens, bis ein Induktor hinzugefügt wird. Darüber hinaus
wird das Reportergen nur in den Situationen exprimiert, in denen
eine Testsubstanz nicht die Störung
von Protein-Protein-Wechselwirkung bewirken kann.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ein reverses Säugetier-Zweihybridsystem zur
Identifizierung einer Veränderung
in Protein-Protein-Wechselwirkungen mit: einem Suppressorkonstrukt,
einen operativ an eine Repressorprotein-Kodiersequenz gebundenen konstitutiven
Promotor umfassend; einem Kodierkonstrukt für ein interaktives Fusionsprotein,
umfassend einen operativ an einen repressiblen Operator gebundenen
Promotor, der durch ein Repressorprotein unterdrückt werden kann, das durch
die Repressorprotein-Kodiersequenz kodiert wird, eine erste Kodiersequenz
für ein
interaktives Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine
transkriptionelle Aktivierungsdomäne fusioniert ist, und eine zweite
Kodiersequenz für
ein interaktives Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine DNA-Bindungsdomäne fusioniert
ist; und einem Reporterkonstrukt mit einem operativ an einen Minimalpromotor
gebundenen, DNA bindenden Element, welches das DNA-Bindungsdomänenprotein
binden kann, und einer Reporterkodiersequenz.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann das Kodierkonstrukt für
das interaktive Fusionsprotein selbst hergestellt sein aus oder
abgeleitet sein von einem ersten Kodierkonstrukt für ein Fusionsprotein aus
einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne mit einem
operativ an einen repressiblen Operator gebundenen Promotor, der
durch ein Repressorprotein unterdrückt werden kann, das durch
die Repressorprotein-Kodiersequenz kodiert wird, und einer ersten
Kodiersequenz für
ein interaktives Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine
transkriptionelle Aktivierungsdomäne fusioniert ist; und einem
zweiten Kodierkonstrukt (wegen der Einheitlichkeit verwenden wir "Kodier-" anstelle von "Gen") für ein Fusionsprotein
aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne mit einem
operativ an einen repressiblen Operator gebundenen Promotor, der
durch ein Repressorprotein unterdrückt werden kann, das durch
die Repressorprotein-Kodiersequenz kodiert wird, und einer zweiten
Kodiersequenz für
ein interaktives Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine
DNA-Bindungsdomäne
fusioniert ist.
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Vorzugsweise
umfasst das reverse Säugetier-Zweihybridsystem
zusätzlich
wenigstens eine Sequenz einer internen Ribsomomen-Eintrittsstelle (IRES).
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Kodiersequenz
für das
erste interaktive Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine
transkriptionelle Aktivierungsdomäne fusioniert ist, operativ
durch eine Sequenz einer internen Ribosomen-Eintrittsstelle (IRES)
mit der Proteinkodiersequenz für
das zweite interaktive Protein, die in Frame mit einer Proteinkodiersequenz
für eine
DNA-Bindungsdomäne fusioniert
ist, verbunden. Die IRES kann typischerweise eine synthetische IRES-Sequenz
oder eine IRES eines Encephalomyocarditisvirus sein.
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Das
Reporterkonstrukt kann zusätzlich
eine zweite Reporterkodiersequenz enthalten, die operativ (vorzugsweise
durch eine IRES) mit einer bereits anwesenden (ersten) Reportersequenz
verbunden ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Promotor
in dem Reporterkonstrukt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Minimalpromotor von humanem Cytomegalovirus-(CMV)-promotor,
SV40 frühem
Promotor, Adenovirus E1b-Promotor, respiratorischem Synzytialvirus-(RSV-)Promotor,
EF1-Promotor und Thymidinkinase-(TK-)Promotor.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst auch Plasmide, die ein erfindungsgemäßes reverses
Säugetier-Zweihybridsystem
umfassen. In einer bevorzugten Ausfüh rungsform wird ein Satz aus
zwei Plasmiden bereitgestellt, wobei das Suppressorkonstrukt und
das Reporterkonstrukt auf einem ersten Plasmid zur Verfügung stehen
und das erste Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne
sowie das zweite Kodierkonstrukt für ein Fusionsprotein aus einem
interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne zusammen auf einem zweiten
Plasmid zur Verfügung
stehen.
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Die
Erfindung umfasst weiterhin eine Säugetierzelle umfassend ein
erfindungsgemäßes reverses Säugetier-Zweihybridsystem,
das vorzugsweise in ein Chromosom der Zelle integriert ist.
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Die
Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Identifizierung einer
Veränderung
in einer Protein-Protein-Wechselwirkung, das Aussetzen eines erfindungsgemäßen reversen
Säugetier-Zweihybridsystems
in einer Zelle gegenüber
einem Induktor und einer zu prüfenden,
Protein-Protein-Wechselwirkungen störenden Substanz; und Prüfen der
Zelle auf die Expression oder Nichtexpression der Reporterkodiersequenz
umfasst, wobei Nichtexpression der Reporterkodiersequenz eine Störfähigkeit
der zu prüfenden,
Protein-Protein-Wechselwirkungen störenden Substanz anzeigt.
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In
diesem Verfahren kann die störende
Substanz eine indirekt störende
Substanz sein, die auf ihre Fähigkeit
geprüft
wird, die Aktivität
eines krankheitsbezogenen Enzyms (z. B. Krebs), wie einer Kinase,
zu hemmen.
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Alternativ
dazu kann das oben beschriebene Verfahren umfassen (a) stabiles
Einführen
eines Suppressorkonstrukts und eines Reporterkonstrukts in eine
Zelle; und (b)(i) stabiles Einführen
eines ersten Kodierkonstrukts für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne und einem
zweiten Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne in eine
Zelle; oder (b)(ii) transientes Einführen eines ersten Kodierkonstrukts
für ein
Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne
und einem zweiten Kodierkonstrukt für ein Fusionsprotein aus einem
interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne in die Zelle; (c) Aussetzen
einer aus Schritt (b)(i) oder (b)(ii) gewonnenen Zelle gegenüber einem
Induktor und einer zu prüfenden,
Protein-Protein-Wechselwirkungen störenden Substanz; (d) Prüfen der
ausgesetzten Zelle auf die Nichtexpression oder Expression der Reporterkodiersequenz;
und (e) Identifizieren der die Protein-Protein-Wechselwirkungen
störenden
Substanz auf der Basis der Nichtexpression der Reporterkodiersequenz.
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In
einem anderen Aspekt liefert die Erfindung einen Reagentiensatz
bzw. Kit zur Identifizierung einer Veränderung in Protein-Protein-Wechselwirkungen
mit: einem oder mehreren Aliquots eines Suppressorkonstrukts, einem
ersten Kodierkonstrukt für Fusionsproteine
aus interaktiven Proteinen und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne, einem
zweiten Kodierkonstrukt für
Fusionsproteine aus interaktiven Proteinen und einer DNA-Bindungsdomäne und einem
Reporterkonstrukt auf einem oder mehreren Plasmiden; und einem oder
mehreren Aliquots eines Reagens, einer Zelle und Gerätschaften,
die benötigt werden,
um ein Verfahren zur Identifizierung einer Veränderung in Protein-Protein-Wechselwirkungen auszuführen.
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Der
Kit kann eines oder mehrere Aliquots eines oder mehrerer Plasmide,
wie definiert, eines oder mehrere Aliquots einer Zelle, enthaltend
ein Konstrukt, wie definiert, und geeignete Reagentien und Gerätschaften,
umfassen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1A–1E zeigt einen Überblick über verschiedene verwendete
Konstrukte und einbezogene Prinzipien beim Ausführen der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
die Störung
einer Protein-Protein-Wechselwirkung zwischen FKBP12 und dem transformierenden
Wachstumsfaktor β (TGFβ) Rezeptor
RI in 293A Zellen durch das Arzneimittelmolekül FK506.
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3 zeigt
die Störung
einer Protein-Protein-Wechselwirkung zwischen epidermalem Wachstumsfaktorrezeptor
(EGFR) und p85 in 293A Zellen durch das Arzneimittelmolekül AG1478.
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4 zeigt
die visuelle Angabe der Störung einer
Protein-Protein-Wechselwirkung
zwischen FKBP12 und dem TGFβ Rezeptor
RI (4a–4d) und
zwischen EGFR und p85 (4e–4h) in 293A Zellen durch das Arzneimittelmolekül FK506
und AG1478 durch Nichtexpression des GFP Reportergens.
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5 zeigt
die Verwendung von β-Lactamase
als ein Reportergen in der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liefert Zusammensetzungen, Verfahren und Kits
betreffend ein reverses Säugetier-Zweihybridsystem,
das besonders geeignet ist zur Identifizierung von Substanzen, welche
die Fähigkeit
besitzen, Protein-Protein-Wechselwirkungen
in Säugetierzellen
zu stören.
In einer ersten Ausführungsform
kann die Identifizierung von Substanzen, welche Protein-Protein-Wechselwirkungen
stören,
in der Art und Weise des high throughput durchgeführt werden.
In einer anderen Ausführungsform
können
die störenden
Substanzen kleine Moleküle,
Peptide oder irgendwelche synthetisch/natürlich vorkommenden Moleküle mit therapeutischer Wirkung
sein. Im Falle der indirekten Störung
können diese
Moleküle
die Aktivität
eines bestimmten Proteins, beispielsweise eines Enzyms, inhibieren.
Diese Enzyme können
Kinasen, vorzugsweise Kinasen, die mit einer Krankheit in Verbindung
stehen, sein. Das Wort Störung
impliziert auch Veränderung.
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Das
erfindungsgemäße reverse
Säugetier-Zweihybridsystem
besitzt typischerweise vier Bestandteile: ein Suppressorkodierkonstrukt,
ein erstes Kodierkonstrukt für
Fusionsproteine aus interaktiven Proteinen und einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne,
ein zweites Kodierkonstrukt für
Fusionsproteine aus interaktiven Proteinen und einer DNA-Bindungsdomäne, und
ein Kodierkonstrukt für
ein Reporterprotein. Diese können
in Hybridkonstrukten angeordnet werden, die zwei oder mehr der oben
genannten Bestandteile aufweisen.
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Das
Suppressorkonstrukt umfasst typischerweise, in 5' nach 3' Richtung und operativ verknüpft, einen
konstitutiven Promotor zur Regulation der Transkription einer Kodiersequenz
unterhalb des Promotors, eine Sequenz, die für ein Hybridrepressorprotein
kodiert, und einen konstitutiven Promotor, der eine Sequenz, die
für einen
selektiven Marker kodiert, wie einen Arzneimittel selektiven Marker,
z. B. Neomycin, Hygromycin, Puromycin oder andere Arzneimittel selektive
Marker, die in Säugetierzellen
(siehe 1) verwendet werden, reguliert. Die Zelllinien, die
in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können von
einem Säugetier,
wie einer Maus, einer Ratte, einem Primaten oder einem Menschen
stammen. Geeignete Zellen zum Durchführen von erfindungsgemäßen Protein-Protein-Wechselwirkungen können beispielsweise
ausgewählt
sein aus CHO, COS, NIH 3T3, HeLa und menschliche embryonale Nieren-293-Zellen.
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Ein
konstitutiver Promotor ist ein cis-regulatorisches Element, das
fähig ist,
die Expression einer Kodiersequenz unterhalb von sich selbst in
einer kontinuierlichen Weise zu regulieren. Solche konstitutiven
Promotoren sind im Stand der Technik bekannt und können beispielsweise
ausgewählt
werden aus menschlichem Cytomegalovirus (CMV), SV40, respiratorischem
Synzytialvirus (RSV), EF1- und Thymidinkinase-(TK-)Promotoren. In
einer unten beschriebenen Ausführungsform
ist der konstitutive Promotor ein Promotor aus dem Immediate-Early-Genpromotor
von menschlichem Cytomegalovirus (CMV).
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Ein
Hybridrepressorprotein, in der Abwesenheit eines Induktors, ist
fähig,
an einen Operator in einem Promotor zu binden und dabei die Expression einer
Kodiersequenz unterhalb des Promotors zu unterdrücken. Solche Repressorproteine
sind im Stand der Technik bekannt und können ausgewählt werden unter Lac, λ und Tet
Repressoren von Escherichia coli. Das Tetracyclinrepressor-(TetR-)Protein
kann an seinen Operator binden, der in einen Promotor eingeführt ist,
der ober halb einer Kodiersequenz angeordnet ist, und es kann die
Transkription der Kodiersequenz blockieren. In Säugetierzellen wurde jedoch gefunden,
dass das TetR Protein nicht vollständig die transkriptionelle
Aktivität
des Promotors blockiert. Deshalb wird in einer unten beschriebenen
Ausführungsform
ein Hybrid-TetR Protein verwendet, das fähig ist, die Transkription
einer Kodiersequenz unterhalb eines Promotors vollständig zu
blockieren (Deutschle et al. 1995. Mol. Cell. Biol. 15, 1907–1914).
Das Repressor TetR Protein, das in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, ist ein Hybridrepressor, in dem die TetR Kodiersequenz mit
einer nukleären
Lokalisationssequenz (NLS) verbunden ist, die ihrerseits mit der
KRAB Domäne
des menschlichen transkriptionellen Suppressor Kox1 Genes verbunden
ist (Deutschle et al. 1995. Mol. Cell. Biol. 15, 1907–1914).
Die Repression kann durch das Bereitstellen eines Induktors gelöst werden,
der an das Repressor TetR Protein bindet, wodurch der Promotor für das Transkribieren
der Kodiersequenz unterhalb des Promotors befreit wird. Solche Induktoren
sind im Stand der Technik bekannt und können ausgewählt werden unter Lactose für den Lac
Repressor und Tetracyclin für
den Tetracyclin Repressor. In einer unten beschriebenen Ausführungsform
wird Doxycyclin (Dox), ein Derivat von Tetracyclin, als der Induktor
verwendet. Doxycyclin bindet an das Hybrid TetR Protein, wodurch
die Bindung des Hybrid TetR Proteins an die Operatorsequenz verhindert
wird, was zur Transkription der Kodiersequenz unterhalb des Promotors
führt.
In einer unten beschriebenen Ausführungsform ist die Kodiersequenz
entweder ein erstes interaktives Protein, das an eine transkriptionelle
Aktivierungsdomäne
fusioniert ist oder ein zweites interaktives Protein, das an eine
DNA-Bindungsdomäne
fusioniert ist. In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Kodiersequenz ein
erstes interaktives Protein, das an eine Aktivierungsdomäne fusioniert
ist und ein zweites interaktives Protein, das an eine DNA-Bindungsdomäne fusioniert
ist, sein, die durch eine interne Ribosomen-Eintrittsstelle (IRES)
Sequenz verbunden sind (Chappell et al., 2000, Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 97, 1536–1541).
Diese synthetische IRES ist aktiver als die für gewöhnlich verwendete IRES des
Encephalomyocarditisvirus (EMCV), und sie stellt deshalb geeignete
Expressionsmengen der zwei interaktiven Proteine sicher, die durch
einen gemeinsamen Promotor oberhalb der Kodiersequenzen für die interaktiven
Proteine reguliert werden.
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Das
erste Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne
umfasst typischerweise in 5' nach
3' Richtung und
operativ verknüpft,
einen induzierbaren Promotor mit einem Operator, eine Kodiersequenz
für ein
erstes interaktives Protein, das in Frame mit einer Kodiersequenz
einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne (siehe 1) fusioniert
ist, und eine IRES Sequenz, die mit einer Kodiersequenz für ein zweites
interaktives Protein, das mit einer DNA-Bindungsdomäne fusioniert
ist, verbunden ist. Die transkriptionelle Aktivierungsdomäne besitzt
die Fähigkeit,
die transkriptionelle Maschinerie für die Transkription eines Reportergens nach
Wechselwirkung des zweiten interaktiven Proteins mit dem ersten
interaktiven Protein, anzuziehen. Eine solche Wechselwirkung zwischen
dem ersten interaktiven Protein und dem zweiten interaktiven Protein
ist störbar
durch gewisse Substanzen, die Protein-Protein-Wechselwirkungen stören, was
zu der Nichtexpression des Reportergens führt.
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Ein
induzierbarer Promotor, in der Abwesenheit eines Induktors, ist
normalerweise durch ein Repressorprotein reprimiert, wodurch es
dem Promotor unmöglich
ist, eine Kodiersequenz unterhalb von sich selbst zu transkribieren.
Jedoch ist der induzierbare Promotor in der Anwesenheit eines Induktors
in der Lage, eine Kodiersequenz unterhalb von sich selbst zu exprimieren.
Solche induzierbaren Promotoren sind im Stand der Technik bekannt
und können
ausgewählt
werden unter dem Lac, dem Lambda P(L), Tet und dem Tryptophan Operon
von Escherichia coli in Verbindung mit einem Säugetier Core Promotor. In einer
unten beschriebenen Ausführungsform
ist der induzierbare Promotor ein Core CMV Promotor (das meiste,
wenn nicht der gesamte Promotor mit Ausnahme der TATA Box), der
mit einem Tetracyclin Operator (TOP) verbunden ist. Dieser Promotor
wird normalerweise in der Anwesenheit des konstititutiv exprimierten
TetR-NLS-KRAB Hybridrepressorproteins reprimiert, aber er ist in
der Lage eine Kodiersequenz unterhalb von sich selbst in der Anwesenheit des
Induktors Doxycyclin (DOX) zu exprimieren.
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Ein
erstes interaktives Protein ist das erste der zwei interaktiven
Proteine, das in Frame mit einer Aktivierungsdomäne eines Transkriptionsfaktors
fusioniert ist. Solche ersten interaktiven Proteine können beispielsweise
ausgewählt
sein aus irgendwelchen Partnern von wechselwirkenden Proteinen,
die für
Signaltransduktionen und zelluläre
Vorgänge
wichtig sind, wie Rezeptoren, Adaptoren, Effektoren und Enzyme,
und sie können
krankheitsbezogenes Signalmolekül
sein. Mit Adaptor meinen wir ein Protein ohne katalytische oder
transkriptionelle Aktivität, aber
als ein Gerüst
besitzt es Domänen,
die an andere Proteine binden. Mit Effektor meinen wir ein Protein,
das einen Signaltransduktionsweg vermittelt. Weiterhin können solche
ersten interaktiven Proteine in der Zukunft identifiziert und mit
der Aktivierungsdomäne
eines Transkriptionsfaktors fusioniert werden. In den unten beschriebenen
Ausführungsformen
ist das erste interaktive Protein entweder ein transformierender
Wachstumsfaktor Typ I Rezeptor (TGFβR) (RI) oder die p85 Untereinheit
von Phosphatidylinositol-3-Kinase. Die Aktivierungsdomänen eines
Transkriptionsfaktors sind ebenfalls im Stand der Technik bekannt
und können
ausgewählt
werden unter GAL4, B42, VP16 und NF-kB p65. In den unten beschriebenen
Ausführungsformen
ist die Aktivierungsdomäne eines
Transkriptionsfaktors ein VP16, das, mit der Hilfe der ersten und
zweiten interaktiven Proteine, mit einem Minimalpromotor wechselwirkt,
um die Transkription eines Reportergens zu aktivieren.
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Ein
zweites Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne umfasst
typischerweise, in 5' nach
3' Richtung und
operativ verbunden, einen induzierbaren Promotor mit einem oben
beschriebenen Operator, eine Kodiersequenz für ein zweites interaktives
Protein, die in Frame mit der Kodiersequenz einer DNA-Bindungsdomäne fusioniert
ist. Die DNA-Bindungsdomäne besitzt
die Fähigkeit,
an ein Nukleinsäureelement
oberhalb eines Minimalpromotors zu binden, das in einem Kodierkonstrukt
für ein Reporterprotein,
wie unten beschrieben, vorgesehen ist.
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Das
zweite interaktive Protein ist das interaktive Protein, das in Frame
mit einer DNA-Bindungsdomäne
fusioniert ist. Ein solches zweites interaktives Protein kann aus
Proteinen ausgewählt
werden, die mit den ersten interaktiven Proteinen wechselwirken.
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Sie
schließen
ein, aber sind nicht beschränkt auf
Proteasen, Phosphatasen, Kinasen, Rezeptoren und andere Enzymproteine.
Insbesondere können Kinasen
krankheitsbezogene Kinasen, wie EGFR, PDGFR, Her2, VEGFR, Met, FGFR,
IGFR, Insulinrezeptor, JAKs, PKA, PKC, MAP Kinase, ZAP70, v-Abl sowie
Lck, Lyn und andere Src ähnliche
Kinasen, sein. Darüber
hinaus können
solche zweiten interaktiven Proteine ebenfalls in der Zukunft identifiziert und
mit der DNA-Bindungsdomäne fusioniert
werden. In unten beschriebenen Ausführungsformen ist das zweite
interaktive Protein entweder das Immunophilin FKPB12 oder ein epidermaler
Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR).
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Die
DNA-Bindungsdomänen
sind ebenfalls im Stand der Technik bekannt und können ausgewählt werden
aus Tet Repressor, Lambda Repressor, Lax A DNA-Bindungssequenz, NF-kB p65 und p53. In
den unten beschriebenen Ausführungsformen
ist die DNA-Bindungsdomäne
eine Gal4 Bindungssequenz von S. cerevisiae, die an ein Gal4 Bindungselement
bindet, das oberhalb des Minimalpromotors, wie dem cytomegaloviralen
(CMV) Promotor, eingeführt
ist.
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In
einer unten beschrieben bevorzugten Ausführungsform sind das erste Kodierkonstrukt
für ein Fusionsprotein
aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne und das zweite
Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne auf demselben
Plasmid kombiniert. In einem solchen Fall ist die Kodiersequenz
für das
erste interaktive Protein in Frame mit der Kodiersequenz für die transkriptionelle
Aktivierungsdomäne
fusioniert und die Kodiersequenz für das zweite interaktive Protein ist
mit der Kodiersequenz für
die DNA-Bindungsdomäne
fusioniert, und anschließend
werden die zwei Bestandteile durch eine synthetische Sequenz einer internen
Ribosomen-Eintrittsstelle (IRES) verbunden (Chappell et al. 2000
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 97, 1536–1541). Auf diese Weise kann
die Expression der zwei wechselwirkenden Proteine durch denselben
Promotor oberhalb der zwei Kodiersequenzen für die interaktiven Proteine
reguliert werden.
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Ein
Reporterkonstrukt umfasst typischerweise, in 5' nach 3' Richtung und operativ verbunden, ein DNA-Bindungselement,
einen Minimalpromotor und eine Reporterkodiersequenz.
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Das
DNA-Bindungselement wird durch die DNA-Bindungsdomäne des zweiten
Fusionsproteins aus dem interaktiven Protein und der DNA-Bindungsdomäne gebunden.
In den unten beschriebenen Ausführungsformen
ist das DNA-Bindungselement
ein Gal4 DNA-Bindungselement.
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Ein
Reportergen kann verwendet werden, um indirekt das Auftreten einer
Reaktion zu detektieren. In der vorliegenden Erfindung wird die
Nichtexpression des Reportergens als ein Anzeichen von Störung zwischen
zwei interaktiven Proteinen verwendet. Solche Reportergene sind
im Stand der Technik bekannt und können beispielsweise ausgewählt werden
aus Genen für
das grün
fluoreszierende Protein (GFP) und Derivaten, Luciferase, β-Lactamase, β-Galactosidase,
alkaline Phosphatase, Chloramphenicol-Acetyl-Transferase und Arzneimittel
selektiven Markern, wie Neomycin, Hygromycin, Puromycin oder irgendwelchen
anderen Arzneimittel selektiven Markern, die in Säugetierzellen
verwendet werden können.
In den unten beschriebenen Ausführungsformen
werden die folgenden Reportergene verwendet: ein Gen für grün fluoreszierendes
Protein (GFP), ein Gen für β-Lactamase und ein
Gen für β-Galactosidase.
In einer bevorzugten Ausführungsform
sind zwei oder mehr Reportergene zusammen durch die IRES Sequenz
für eine
einfache visuelle Bewertung (für
GFP) und verstärkte
biochemische Bewertung (β-Lactamase
Gen oder β-Galactosidase Gen)
verbunden.
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Die
vier Bestandteile, die unten für
das erfindungsgemäße reverse
Säugetier-Zweihybridsystem beschrieben
sind, können
auf einem oder mehreren Plasmiden anwesend sein. In einer Ausführungsform werden
das Suppressorkodierkonstrukt und die Kodierkonstrukte für das Reporterprotein
auf einem ersten Plasmid zur Verfügung gestellt, und die Konstrukte
für die
zwei interaktiven Fusionsproteine werden auf einem zweiten Plasmid
zur Verfügung
gestellt.
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1 stellt
die grundlegenden Prinzipien der Erfindung durch eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
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1A zeigt ein Beispiel eines Suppressorkonstrukts,
das für
eine verstärkte
Suppression des Promotors (P) in interaktiven Proteinkonstrukten
verwendet wird. Die folgenden Elemente sind operativ in 5' nach 3' Richtung verknüpft: ein
CMV Promotor (P), TetR Kodiersequenz, NLS (nicht gezeigt), KRAB
Domäne
des menschlichen Kox1 Gens und eine Kodiersequenz für einen
selektiven Marker, der durch einen Promotor (P) getrieben wird.
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1B zeigt
ein Beispiel eines Konstrukts für
ein interaktives Fusionsprotein, wobei beide interaktiven Proteine über eine
Sequenz einer internen Ribosomen-Eintrittsstelle
(IRES) verbunden und durch einen gemeinsamen Promotor kontrolliert
werden. Die folgenden Elemente wurden operativ in 5' nach 3' Richtung verbunden:
ein Core CMV Promotor (P), Tetracyclin Operator (TOP), TATA Box
des CMV Promotors, transkriptionelle Aktivierungsdomäne (AD),
fusioniert mit einem ersten interaktiven Protein (X), IRES und DNA-Bindungsdomäne (BD),
fusioniert mit einem zweiten interaktiven Protein (Y). In der Abwesenheit
eines Induktors ist das Tetracyclin Operon besetzt durch zwei Einheiten
des TetR-KRAB Repressors gezeigt, wodurch der CMV Promotor supprimiert
bleibt, was zur Nichtexpression des interaktiven Fusionsproteins
führt,
dargestellt durch "aus".
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1C zeigt
ein Beispiel eines Konstrukts für
ein interaktives Fusionsprotein, in dem beide interaktiven Proteine über die
IRES Sequenz verbunden und durch einen gemeinsamen Promotor kontrolliert
werden. Die folgenden Elemente sind operativ in 5' nach 3' Richtung verknüpft: ein
Core CMV Promotor (P), Tetracyclin Operator (TOP), TATA Box aus
dem CMV Promotor, transkriptionelle Aktivierungsdomäne (AD),
fusioniert mit einem ersten interaktiven Protein (X), IRES und DNA-Bindungsdomäne (BD),
fusioniert mit einem zweiten interaktiven Protein (Y).
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In
der Anwesenheit eines Induktors (Dox) wechselwirkt der Induktor
mit TetR-KRAB, um
das Tetracyclin Operon von den zwei Einheiten des TetR-KRAB Repressors
zu befreien, wodurch die Suppression des CMV Promotor aufgehoben
wird, was zur Transkription des interaktiven Fusionsproteins führt, dargestellt
durch "an".
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1D zeigt ein Beispiel eines Reporterkonstrukts,
wobei zwei Reporterkodiersequenzen über eine IRES Sequenz verbunden
sind. Die folgenden Elemente wurden operativ in 5' nach 3' Richtung verbunden:
vier Gal4 Bindungselemente (Gal4 BE), eine TATA Box des CMV Minimalpromotors,
eine erste Reporterkodiersequenz (Reporter 1), die IRES Sequenz
und eine zweite Reporterkodiersequenz (Reporter 2). In der Anwesenheit
eine Induktors (DOX), aber in der Abwesenheit einer die Protein-Protein-Wechselwirkung
störenden
Substanz (Arzneimittel), bindet die DNA-Bindungsdomäne (BD)
des zweiten interaktiven Fusionsproteins an das Gal4 Bindungselement,
und das erste interaktive Fusionsprotein interagiert mit dem zweiten
interaktiven Fusionsprotein, das die transkriptionelle Aktivierungsdomäne (AD)
des ersten Fusionsproteins aus interaktivem Protein und transkriptioneller
Aktivierungsdomäne
in Kontakt mit der DNA-Bindungsdomäne bringt, um die Transkription
der Reporterkodiersequenzen zu aktivieren, dargestellt durch "an" und gezeigt durch
die Anwesenheit von Punkten in einer Zelle.
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1E zeigt
ein Beispiel eines Reporterkonstrukts, in dem zwei Reporterkodiersequenzen über eine
IRES Sequenz verbunden sind. Die folgenden Elemente sind operativ
in 5' nach 3' Richtung verknüpft: vier
Gal4 Bindungselemente (Gal4 BE), eine TATA Box des CMV Minimalpromotors,
eine erste Reporterkodiersequenz (Reporter 1), die IRES Sequenz
und die zweite Reporterkodiersequenz (Reporter 2). In der Anwesenheit
eines Induktors (Dox) und einer die Protein-Protein-Wechselwirkung störenden Substanz
(als Arzneimittel gezeigt), wird die Wechselwirkung zwischen den
zwei interaktiven Proteinen durch das Arzneimittel gestört. In der
Abwesenheit einer solchen Protein-Wechselwirkung wird die Transkription
der Reporterkodiersequenz nicht aktiviert, dargestellt durch "aus" und gezeigt durch die
Abwesenheit von Punkten in einer Zelle.
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Die
erfindungsgemäßen, wie
oben beschriebenen Bestandteile können in einem Verfahren zur Identifizierung
von Substanzen, die Protein-Protein-Wechselwirkung in Säugetierzellen
stören,
verwendet werden. Dies kann durch Transfizieren von Zellen mit den
oben beschriebenen Konstrukten erreicht werden: einem Suppressorkonstrukt,
einem ersten Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne, einem
zweiten Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne, und
einem Reporterkonstrukt; Selektieren von Zellen hinsichtlich der Integration
oder der Anwesenheit der Konstrukte; Aussetzen der selektierten
Zellen gegenüber
einem Induktor und zu testenden, Protein-Protein-Wechselwirkung störenden Substanzen; Prüfen der
Zellen hinsichtlich der Nichtexpression und Expression der Reporterkodiersequenz;
und Identifizieren der die Protein-Protein-Wechselwirkung störenden Substanz,
die zur Nichtexpression der Reporterkodiersequenz führt. Die
Zellen können
einem Induktor und einer Substanz getrennt von der Selektion der
Zellen ausgesetzt werden.
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Die
Zusammensetzungen und Verfahren der vorliegenden Erfindung können außerdem als
ein Kit mit Anweisungen für
die Verwendung zur Verfügung gestellt
werden. In einer Ausführungsform
kann der Kit Behälter
oder eine Aufnahmevorrichtung mit einem oder mehreren Aliquots des
Suppressorkonstrukts, des ersten Kodierkonstrukts für ein Fusionsprotein
aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne, des
zweiten Kodierkonstrukts für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne und des
Reporterkonstrukts, die auf einem oder mehreren Plasmiden bereitgestellt
werden, aufweisen. Die interaktiven Proteine in dem ersten Kodierkonstrukt für ein Fusionsprotein
aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen Aktivierungsdomäne und dem
zweiten Kodierkonstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne können beispielsweise
durch in Frame multiple Klonierungsstellen zur Klonierung irgendwelcher
anderen interaktiven Proteine ersetzt werden, dessen Antwort gegenüber einer
bestimmten störenden
Substanz geprüft
werden muss. Der Kit kann außerdem
verschiedene Reagenzien und Gerätschaften
einschließen,
die benötigt
werden, um das Verfahren durchzuführen. In einer anderen Ausführungsform
kann der Kit Säugetierzellen
enthalten, die einen oder mehrere Bestandteile der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
enthalten. In noch einer weiteren Ausführungsform sind die Suppressor-
und die Reporterkonstrukte bereits in die Zellen eingeführt, bevor
die Konstrukte für
das interaktive Protein über
entweder stabile oder transiente Transfektion eingeführt werden.
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BEISPIELE
-
Konstruktion
von Reportergenkonstrukten
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Die
Minimalpromotorsequenz des Immediate Early Gens vom menschlichen
Cytomegalovirus (CMV) wurde durch PCR mit einem sense Primer enthaltend
eine XbaI Stelle und einem antisense Primer enthaltend zwei Restriktionsstellen,
HindIII und HpaI, amplifiziert. Die amplifizierte Sequenz wurde als
pG5CAT (Clontech) an den XbaI und HpaI Stellen eingeführt, um
das CAT Gen zusammen mit dem Adenovirus E1b-Minimalpromotor zu ersetzen.
Das resultierende Plasmid wurde als pG5CMV bezeichnet. Das Gen für grün fluoreszierendes
Protein (GFP), das durch PCR aus pEGFP-C1 (Clontech) mit einer HindIII
Stelle an dem 5' Ende
und EcoRV und HpaI Stellen an dem 3' Ende amplifiziert wurde, wurde in pG5CMV
an den HindIII und HpaI Stellen eingeführt, was zu pGSCMV-GFP führte. Eine
synthetische IRES Sequenz (Chappell et al. 2000. Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 97, 1536–1541)
mit einem stumpfen Ende am 5' Ende
und einer EcoRV Stelle an dem 3' Ende
wurde in pG5CMV-GFP an der EcoRV Stelle eingeführt, wodurch pG5CMV-GFP-IRES
gebildet wurde. Das β-Lactamase
oder Lac Z Gen, von denen beide durch PCR amplifiziert wurden, wurde
in pG5CMV-GFP-IRES an der EcoRV Stelle durch Ligation der stumpfen
Enden eingeführt,
um entweder pG5CMV-GFP-IRES-β-Lac
oder pG5CMV-GFP-IRES-β-Gal
zu bilden. Dieses Konstrukt entspricht der Übersicht, die in den 1D & 1E gezeigt
ist.
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Konstruktion
des Suppressorkonstrukts
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Die
Tetracyclin Repressor (TetR) Sequenz mit einer HindIII Stelle an
dem 5' Ende wurde
durch PCR aus pUHD15.1 (Gossen & Bujard.
1992. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 89, 5547–5551) amplifiziert.
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Die
synthetische nukleäre
Lokalisationssequenz (NLS) von 7 Aminosäuren (Kalderon et al. 1984.
Cell 39, 499–509)
mit einer EcoRV Stelle an dem 3' Ende
wurde mit der TetR Sequenz in Frame durch PCR verbunden. Das TetR-NLS
Fragment wurde in pcDNA3.1 (Invitrogen) an die HindIII und EcoRV
Stellen kloniert. Der resultierende Vektor wurde als pCMV-TetR-NLS
bezeichnet. Die KRAB Domäne
des menschlichen Repressor Kox1 Gens (Deutschle et al. 1995. Mol.
Cell. Biol. 15, 1907–1914)
wurde durch RT-PCR aus Rattenniere amplifiziert und pCMV-TetR-NLS in Frame mit
NLS an den EcoRV und XbaI Stellen durch Ligation der stumpfen Enden
kloniert, um pCMV-TetR-KRAB zu bilden. Dieses Konstrukt entspricht
der Übersicht,
die in 1A gezeigt ist.
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Konstruktion
eines kombinierten Reporter- und Suppressorkonstrukts
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Das
Suppressorkonstrukt pCMV-TetR-KRAB, wie oben beschrieben, wurde
mit BglII und ApaI gespalten. Ein größeres BglII-ApaI Fragment (1,8
kb) wurde isoliert und in Vektor pEGFP-C1 (Clontech) an den BglII
und ApaI Stellen eingeführt. Das
resultierende Plasmid wurde als pEGFP-CMV-TetR-KRAB bezeichnet.
Anschließend wurden
die Plasmide der gesamten Reporterkassette pG5CMV-GFP-IRES-β-lac oder pGSCMV-GFP-IRES-β-gal isoliert,
gefolgt von SmaΙ Spaltung
und in pEGFP-CMV-TetR-KRAB an PciΙ und
BspEΙ durch
Ligation der stumpfen Enden eingeführt. Das resultierende Plasmid
wurde als pG5CMV-GFP-IRES-β-gal-pCMV-TetR-KRAB-IRES oder
pG5CMV-GFP-IRES-β-lac-pCMV-TetR-KRAB-IRES
bezeichnet und für
stabile Transfektion in Zellen verwendet.
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Konstruktion
eines ersten Fusionsgenkonstrukts für ein interaktives Protein
und eine Bindungsdomäne und
eines zweiten Fusionsgenkonstrukts für ein interaktives Protein
und eine Aktivierungsdomäne
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Die
Tetracyclin Repressor Operatorsequenzen (4 × TOP) mit einer SalI Stelle
an dem 5' Ende und
einer XbaI Stelle an dem 3' Ende
wurden synthetisiert und in die SalI und XbaI Stellen von pG5CMV/Hygro
eingeführt,
was durchgeführt
wurde durch Einführen
der Hygromycin Expressionskassette, die aus pcDNA3.1/Hygro (Invitrogen)
isoliert wurde, in die NdeI Stelle von pG5CMV. Das resultierende Plasmid
wurde als pG5CMV-tetOP bezeichnet. Die CMV Core Promotorsequenz
enthaltend 555 bp, abgeleitet von dem pcDNA3.1 Vektor (Nukleotid 232–787) wurde
in pG5CMV-tetOP an den XhoI und SalI Stellen, zwischen denen die
Gal4 Bindungselemente (5 ×)
entfernt wurden, kloniert. Das resultierende Plasmid wurde als pCMV-tetOP
bezeichnet. Die Gal4 DNA-Bindungsdomäne (BD) und die VP16 transkriptionelle
Aktivierungsdomäne
(AD), von denen beide die multiplen Klonierungsstellen (MCS) enthalten,
wurden jeweils von den Vektoren pM und pVP16 (Clontech) isoliert
und in pCMV-tetOP an die HindIII Stelle kloniert, so dass die anderen
MCS erhalten blieben, aber die HindIII Stellen wurden durch Ligation
der stumpfen Enden zerstört.
Die resultierenden Plasmide wurden jeweils als pCMV-tetOP-BD und pCMV-tetOP-AD
bezeichnet. Die Kodiersequenzen für interaktives Protein, X und
Y, wurden individuell in die geeigneten Stellen der MCS in jeweils
der AD und BD kloniert.
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Konstruktion eines kombinierten
ersten Kodierkonstrukts für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer transkriptionellen
Aktivierungsdomäne
und einem zweiten Konstrukt für
ein Fusionsprotein aus einem interaktiven Protein und einer DNA-Bindungsdomäne
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Die
synthetische Tetracyclin Repressor Operatorsequenz (4 × TOP) wurde
in pUHD 10.3 (Gossen & Bujard.
1992. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 89, 5547–5551) an den XhoI und den
StuI Stellen eingeführt,
um die 7 × TOP
in dem Vektor pUHD 10.3 zu ersetzen. Die CMV Core Promotorsequenz
enthaltend 550 bp, abgeleitet von dem pcDNA3.1 Vektor (Nukleotid
230–780)
wurde in die XhoI Stelle vor der 4 × TOP kloniert, wodurch pUHD-CMV-tetOP
gebildet wurde. Die isolierte "X" Proteinsequenz für die spezifische
Protein-Protein-Wechselwirkung wurde in pVP16 (Clontech) an der
Region der multiplen Klonierungsstelle (MCS) eingeführt, um
sie mit der VP16 transkriptionellen Aktivierungsdomäne (AD)
in Frame zu fusionieren. Das fusionierte AD-X Fragment wurde anschließend durch
die NheI und XbaI Spaltungen isoliert, aufgefüllt und in pUHD-CMC-tetOP an
den SacII und NaeI Stellen durch Ligation der stumpfen Enden eingeführt, um
pUHD-CMV-tetOP-AD X zu bilden. Die synthetische IRES Sequenz wurde
in den pcDNA3/Hygro an den AflII und NotI Stellen durch Ligation
der stumpfen Enden eingeführt.
Das resultierende Plasmid pcDNA3-IRES wurde mit den Enzymen NruI
und NheI gespalten, und das CMV tetOP-AD-X Fragment, das aus pUHD-CMV-tetOP-AD-X
mit den NruI und XbaI Spaltungen isoliert wurde, wurde in den gespaltenen
Vektor pcDNA3-IRES eingeführt,
um pCMV-tetOP-AD-X-IRES zu bilden. Die PCR amplifizierte Gal4 DNA-Bindungsdomäne (BD)
aus pM (Clontech) wurde in pcDNA3 an den NheI und XbaI Stellen eingeführt, und
die isolierte "Y" Proteinsequenz für die spezifische
Protein-Protein-Wechselwirkung wurde mit der BD in Frame fusioniert.
Das BD-Y Fragment wurde anschließend durch die NheI und XbaI
Spaltungen isoliert und in pCMV-tetOP-AD-X-IRES an der XbaI Stelle
eingeführt,
um pCMV-tetOP-AD-X-IRES-BD-Y/Hygro
herzustellen. Dieses Konstrukt entspricht dem Überblick, der in den 1B & 1C gezeigt
ist.
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Herstellung von Zelllinien,
die verschiedene Konstrukte exprimieren
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Um
eine stabile Zelllinie herzustellen, welche die einzelnen oder das
kombinierte Suppressor- und Reporterkonstrukt exprimiert, wurden
ungefähr 105–106 Zellen der Zelllinie 293A in Schalen mit
60 mm Durchmesser einen Tag vor der Transfektion ausplattiert. Die
Transfektion mit den Konstrukten wurde bei 80% Zellkonfluenz mit
5 μg des
linearisierten Plasmids, gemischt mit 20 μl Superfect (Qiagen) durchgeführt. Nach
48 Stunden der Transfektion wurden die Zellen trypsiniert und bei
1 : 20 in dem Kulturmedium enthaltend 800 μg/ml G418 für die Selektion der transfizierten
Zellen, verdünnt.
Nach 3 Wochen nach der Transfektion wurden die Kolonien selektiert. Die
Zellen von den selektierten einzelnen Kolonien wurden mit Dox induziert
und durch Cotransfektion mit pCMV-tetOP-AD-X-IRES-BD-Y für die Protein-Protein-Wechselwirkung,
welche die Reportergene aktiviert, überprüft. GFP wurde 48 Stunden nach der
Transfektion gemessen, während
die Aktivität von β-Lactamase
und β-Galactosidase
innerhalb von 24–36
Stunden nach der Transfektion bestimmt wurde. Die Zellen von den
selektierten Kolonien wurden stabil mit pG5CMV-GFP-IRES-β-gal-pCMV-TetR-KRAB-IRES
oder pG5CMV-GFP-IRES-β-lac-pCMV-TetR-KRAB-IRES transfiziert
und weiterhin mit pCMV-tetOP-AD-X-IRES-BD-Y
ko-transfiziert.
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Zelllinien,
die stabil die einzelnen oder kombinierten Suppressor-, Reporter-
und die Konstrukte für
interaktive Fusionsproteine exprimieren, wurden weiterhin durch
G418 (400 μg/ml)
und Hygromycin (200 μg/ml)
zum Screenen von Substanzen, die Protein-Protein-Wechselwirkung
stören,
selektiert. Ähnliche
Verfahren wurden auf andere Säugetier
Zelllinien wie BHK, COS, CHO, NIH3T3 Zellen für die Herstellung stabiler
Zelllinien zum Screenen von Substanzen, die Protein-Protein-Wechselwirkung stören oder Substanzen,
die Protein-Protein-Wechselwirkung nicht stören, verwendet.
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Um
transiente Expression von interaktiven Proteinen für high throughput
Screenen zu verwenden, wurden viele Millionen Zellen, die stabil
den Repressor und die Reporter exprimieren, mit pCMV-tetOP-AD-X-IRES-BD-Y über Nacht
transfiziert und anschließend
auf Platten mit 96 oder 384 Vertiefungen, die sowohl Dox als auch
Arzneimittel enthielten, aufgeteilt. Nach zusätzlichen 24 Stunden wurde die
Expressionsmenge der Reporter gemessen, um Substanzen zu identifizieren,
die Protein-Protein-Wechselwirkung stören oder um Substanzen zu identifizieren,
die nicht stören.
Dieses Verfahren kann zum Screenen von Arzneimitteln verwendet werden.
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Detektion
von Reportergenexpression
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Grün fluoreszierendes
Protein (GFP). Um die Expression von GFP direkt zu untersuchen,
wurden Zellen in niedrig Fluoreszenz Testplatten in 96 oder 384
Vertiefungen mit 100 oder 50 μl
DMEM Medium kultiviert. Es wurden Dox und Substanzen in unten beschriebenen
Konzentrationen hinzugefügt. Nach
48 Stunden der Behandlung wurde das Medium in jeder Vertiefung gegen
PBS ausgetauscht. Die Intensität
von GFP wurde direkt bei 485 nm Anregung und 525 nm Emission mit
einem Fluoreszenz Plattenlesegerät
für multiple
Vertiefungen (CytoFluor II, PerSeptive Biosystems oder Wallac Victor
V Stacker, Perkin-Elmer) gemessen.
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Lactamase.
Zum Nachweis von segregierter β-Lactamase
Aktivität
wurden Zellen in Platten mit 96 oder 384 Vertiefungen in 100 oder
50 μl DMEM
Medium ohne Phenolrot angezogen. Die Zellen wurden mit Dox in einer
Endkonzentration von 1 μg/ml
für 12–24 Stunden
hinsichtlich Reporterproteinexpression induziert. 50 μl oder 100 μl Reaktionslösung enthaltend
100 mM Phosphat, pH 7,0, 10 μM
Nitrocefin, 0,5 μM Ölsäure wurden
zu jeder Vertiefung hinzugefügt.
Die Reaktion wurde bei 37°C
für 30–60 Minuten durchgeführt. In
einigen Experimenten wurde Clavulansäure, ein Inhibitor für β-Lactamase,
in einer Konzentration von 25 μM
hinzugefügt. β-Lactamase Aktivität wurde
als ein Anstieg in der Absorption bei 488 nm gemessen.
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β-Galactosidase.
Ebenso wie bei den β-Lactamase
Aktivitätstests
wurden Zellen in 100 oder 50 μl
DMEM Medium ohne Phenolrot in Platten mit 96 oder 384 Vertiefungen
und dem Substrat angezogen. Nach der Lyse der Zellen mit Lysispuffer
wurde Chlorphenolrot β-D-Galactophranosid
(CPRG) für β-Galactosidase
in die Zelllysate in einer Endkonzentration von 100 μg/ml mit
Dox und Substanzen für
24–36 Stunden
hinzugefügt.
Die Aktivität
des Enzyms wurde als ein Anstieg der Absorption bei 570 nm gemessen.
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Zerstörung der TGFR (RI) und FKBP12
Wechselwirkung durch FK506
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Eine
der gut charakterisierten Protein-Protein-Wechselwirkungen, die
durch das vorwärts
gerichtete Hefe-Zweihybridsystem entdeckt wurde, ist die Wechselwirkung
des transformierenden Wachstumsfaktor Typ 1 Rezeptor (TGFR) (RI)
mit dem Immunophilin FKPB12 (Wang et al. 1994. Science 265: 674–676). Das
FKBP12 ist ein Zielmolekül
des Makrolids FK506. Es wurde herausgefunden, dass FK506 mit dem
TGFR (RI) hinsichtlich der Bindung an FKBP12 konkurrierte und somit
mit der Wechselwirkung zwischen dem TGFR (RI) und FKPB12 interferierte
(Wang et al. 1994. Science 265: 674–676). Das erfindungsgemäße reverse
Säugetier-Zweihybridsystem
wurde mit diesem Paar der Protein-Protein-Wechselwirkung untersucht,
um zu bewerten, ob die Wirkung von FK506 in der Störung der
Wechselwirkung nachgewiesen werden kann. Um dies zu erreichen, wurde
die cytoplasmatische Domäne
des TGFR (RI) mit der transkriptionellen Aktivierungsdomäne (AD)
von VP16 fusioniert, und FKBP12 wurde mit der Gal4 DNA-Bindungsdomäne (BD)
fusioniert.
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Ein
stabile Zelllinie, die das Konstrukt TetR-KRAB, das GFP Reporterkonstrukt
und das Konstrukt pCMV-tetOP-AD-RI-IRES-BD-FKBP12 enthielt, wurde
selektiert, um die Wirkung des Arzneimittelmoleküls FK506 auf die Wechselwirkung
zwischen TGFR (RI) und FKPB12 zu bewerten. Die Intensität der GFP
Expression wurde 48 Stunden nach der Behandlung der Zellen mit dem
Induktor Dox und der Substanz FK506 beobachtet.
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2 zeigt,
dass in der Abwesenheit von Dox die Expression von GFP in Kontroll
(DMSO behandelten) Zellen, nahezu nicht nachweisbar war. Das Hinzufügen von
Dox induzierte die Expression der interaktiven Proteine und aktivierte
die Expression des GFP Reportergens. Wenn jedoch das Arzneinmittel
FK506 zusammen mit Dox hinzugefügt wurde,
wurde die Expression von GFP nahezu aufgehoben. Der Kinaseinhibitor
AG1478 (Levitzki & Gazit. 1995.
Science 267: 1782–1788),
eine Verbindung ohne Bezug, welche die Wechselwirkung von TGFR (RI) und
FKPB12 nicht beeinflusst, übte
keine Wirkung auf die Dox induzierte GFP Expression aus. Um die
in 2 gezeigten Ergebnisse zu erhalten, wurden Zellen,
die stabil das Suppressor TetR-KRAB Konstrukt, das GFP Reporterkonstrukt
und das Konstrukt pCMV-tetOP-AD-RI-IRES-BD-FKBP12 exprimieren, mit
1 μg/ml
Dox, 100 nM FK506 und 2,5 μM AD1478
für 48
Stunden behandelt. Die Expression des GFP Reportergens wurde nach
der Behandlung bewertet. Die Daten stellen den Durchschnitt und
die Standardabweichung aus drei unabhängigen Experimenten dar.
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Die 4a bis 4d zeigen
die visuelle Bewertung der GFP Expression wenn das Konstrukt pCMV-tetOP-AD-RI-IRES-BD-FKBP12
transient in einer stabilen Zelllinie exprimiert wurde, die das
Suppressorkonstrukt TetR-KRAB und das GFP Reporterkonstrukt enthielt.
Um die Ergebnisse, die in 4a bis 4d gezeigt sind, zu erhalten, wurden Zellen,
die stabil mit dem TetR-KRAB Konstrukt und dem GFP Reporterkonstrukt
transfiziert wurden, transient mit dem Konstrukt pCMV-tetOP-AD-RI-IRES-BD-FKBP12
transfiziert. Nach 12 Stunden nach der Transfektion wurden der Induktor Dox
und die Arzneimittel FK506 und AG1478 der Kultur hinzugefügt. Es wurden
Photomitographen von den Zellen nach 48 Stunden nach der Behandlung der
Zellen aufgenommen, welche die Expression von GFP zeigten. Die Konzentration
des verwendeten AG1478 betrug 2,8 μM und jene von FK506 betrug 100
nM. Ähnliche
Ergebnisse wurden in Zellen beobachtet, die stabil hinsichtlich
des Suppressor TetR-KRAB Konstrukts, des GFP Reporterkonstrukts und
des Konstrukts pCMV-tetOP-AD-RI-IRES-BD-FKBP12 selektiert wurden.
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Diese
Daten zeigten, dass das Arzneimittelmolekül FK506 die Wechselwirkung
von FKBP12 mit dem Rezeptor RI wirksam störte, und diese spezifische
Störung
der wechselwirkenden Proteine durch das Arzneimittel wurde klar
gezeigt durch Überwachen
der Expression von GFP in lebenden Zellen. Die stabile Zelllinie,
die das RI und FKBP12 Paar von wechselwirkenden Proteinen exprimiert,
könnte
verwendet werden, um andere Kandidaten von immunsuppressiven Arzneimitteln
zu screenen.
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Störung der EGFR und p85 Wechselwirkung
durch den Kinase Inhibitor AG1478
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Die
Verwendung der vorliegenden Erfindung zum Screenen von potenziellen
therapeutischen Molekülen
wurde außerdem
mit einem anderen Paar von wechselwirkenden Proteinen, dem epidermalen Wachstumsfaktor
Rezeptor (EGFR) und der p85 Untereinheit von Phosphatidylinositol-3-Kinase
gezeigt. Es ist bekannt, dass die cytoplasmatische Domäne der EGFR
Familie an Tyrosinresten autophosphoryliert werden kann, wenn sie
in dem Zellkern überexprimiert
wird (Xie & Hung.
1994. Biochem. Biophys. Res. Commun. 203: 1589–1599). Der autophosphorylierfe
EGFR rekrutiert Signalproteine durch die Wechselwirkung zwischen
den phosphorylierten Tyrosinresten und den Src Homologie 2 (SH)
Domänen der
Signalproteine. Die p85 Untereinheit ist eine der Signalmoleküle, die
an den EGFR bindet (Hu et al. 1992. Mol. Cell. Biol. 12, 981–900). AG1478
ist ein potenter Inhibitor für
die Kinase des EGFR (Levitzki & Gazit.
1995. Science 267: 1782–1788).
Wir nahmen an, dass die Inhibition der EGFR Kinase Aktivität mit AG1478
die Tyrosin Autophosphorylierung des Rezeptors EGFR aufheben würde, was
zu der Verhinderung der Wechselwirkung zwischen p85 und EGFR führt. Deshalb
untersuchten wir, ob die inhibitorische Aktivität von AG1478 durch das vorliegende reverse
Zweihybridsystem über
störende
Wechselwirkung des EGFR und p85 nachgewiesen werden könnte. Wie
oben beschrieben, wurde jeweils der EGFR in Frame mit der Gal4 DNA-Bindungsdomäne fusioniert,
und p85 wurde in Frame mit der Aktivierungsdomäne von VP16 fusioniert. Eine
stabile Zelllinie, die das Suppressorkonstrukt TetR-KRAB, das GFP
Reporterkonstrukt und das Konstrukt pCMV-tetOP-AD-p85-IRES-BD-EGFR
enthielt, wurde mit geeigneten Antibiotika selektiert. Die Intensität der GFP Expression
wurde nach 48 Stunden Behandlung der Zellen mit dem Induktor Dox
und den Arzneimitteln FK506 oder AG1478 überwacht.
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3 zeigt,
dass die Expression von GFP in Kontroll (DMSO behandelten) Zellen
nicht signifikant war. Dox induzierte eine hohe Menge an GFP Expression,
die nicht durch FK506 beeinflusst wurde, ein Arzneimittel ohne Bezug,
das nicht mit EGFR und p85 Wechselwirkung interferiert. Jedoch wirkte
das Hinzufügen
des EGFR Kinase Inhibitors AG1478 zu der Kultur nahezu vollständig der
Dox induzierten Aktivierung des GFP Reportergens entgegen, was anzeigte,
dass der Inhibitor die Wechselwirkung zwischen dem EGFR und p85
störte.
Um die in 3 gezeigten Ergebnisse zu erhalten,
wurden Zellen, welche stabil die Konstrukte TetR-KRAB, GFP und pCMV-tetOP-AD-p85-IRES-BD-EGFR
enthielten, mit 1 μg/ml
Dox, 100 nM FK506 und 2,5 μM
AD1478 für 48
Stunden behandelt. Die Expression des GFP wurde nach der Behandlung
bewertet. Die Daten zeigen den Durchschnitt und die Standardabweichung
für drei
unabhängige
Experimente.
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Die 4e bis 4h zeigen
die visuelle Bewertung der GFP Expression. Diese wurde erreicht
durch transientes Transfizieren der stabilen Zelllinie, die TetR-KRAB und GFP Konstrukte
mit dem pCMV-tetOP-AD-p85-IRES-BD-EGFR Konstrukt enthielt. Ähnliche
Ergebnisse wurden erhalten mit Zellen, die stabil mit dem Suppressorkonstrukt
TetR-KRAB, dem GFP Reporterkonstrukt und pCMV-tetOP-AD-p85-IRES-BD-EGFR
transfiziert wurden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass das erfindungsgemäße reverse
Zweihybridsystem nicht nur verwendet werden kann, um Moleküle zu screenen,
die direkt mit spezifischen Protein-Wechselwirkungen interferieren, sondern
auch, um Moleküle
zu screenen, die Enzyminhibitoren sind, solange die Wechselwirkung
des Enzyms mit seinem Partnerprotein von seiner enzymatischen Aktivität abhängig ist,
die durch den Inhibitor inhibiert werden kann. Um die Ergebnisse,
die in 4e bis 4h gezeigt
sind, zu erhalten, wurden Zellen, die stabil mit TetR-KRAB und GFP Konstrukten
transfiziert waren, weiterhin transient mit dem Konstrukt pCMV-tetOP-AD-p85-IRES-BD-EGFR transfiziert.
Nach 12 Stunden nach der Transfektion wurde der Induktor Dox und
die Arzneimittel FK506 und AG1478 der Kultur hinzugefügt. Es wurden
Photomikrographen der Zellen, die Expression von GFP zeigten, 48
Stunden nach der Behandlung der Zellen aufgenommen. Die Konzentration
des verwendeten AG1478 betrug 2,5 μM, und jene von FK506 betrug
100 nM.
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Das
oben beschriebene Beispiel zeigt, dass das vorliegende reverse Säugetier-Zweihybridsystem
auch ein angenehmes und wirksames Werkzeug für zellbasiertes Screenen von
Inhibitorkandidaten für
eine Vielzahl von Enzymen wie Proteasen, Phosphatasen und Kinasen
zur Verfügung
stellt. Insbesondere liefert das System ein angenehmes und wirksames
Werkzeug für
zellbasiertes Screenen von Kandidateninhibitoren für gewisse
krankheitsbezogene Kinasen, wie EGFR, PDGFR, Her2, VEGFR, JAKs,
Met, FGFR, IGFR, Insulin Rezeptor, JAKs, ZAP70, v-Abl, Lck, Lyn
und andere Src ähnlichen
Kinasen. Die Wirksamkeit und Selektivität des vorliegenden Systems
wurden auch in dem primären Screenen
von Inhibitoren für
die EGFR und Her2 Rezeptorkinasen gezeigt.
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Verwendung
von β-Lactamase
als ein Reporter in der vorliegenden Erfindung
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Während GFP
ein angenehmer Reporter für die
direkte Beobachtung von Arzneimittelwirkungen auf Protein-Protein-Wechselwirkungen
für Anwendungen
in Platten mit einer Vielzahl von Vertiefungen ist, ist es kein
sensitiver Reporter, weil der Mangel an enzymatischer Amplifikation
seine großen
Mengen an Expression für
den Nachweis benötigt
(105 bis 106 Moleküle pro Zelle)
(Zlokarnik et al. 1998. Science 279: 84–88). Aus dem gleichen Grund
kann die Messung von GFP nicht innerhalb von 48 Stunden nach der
Dox Induktion durchgeführt
werden. Die Verwendung eines alternativen Reportergens, β-Lactamase, für die vorliegende
reverse Zweihybridsystem Erfindung, wird offenbart. Gegenwärtig sind
sowohl colorimetrische als auch nicht toxische Fluoreszenzsubstrate
zur Verwendung in β-Lactamasetests verfügbar. Weil
die Sensitivität
des β-Lactamase
Reporters hauptsächlich
durch die Inkubationszeit mit seinem Substrat bestimmt wird, ist
der β-Lactamase
basierte Test sehr sensitiv. Mit einem Fluoreszenzsubstrat kann
die Expression von β-Lactamase
in Mengen so niedrig wie 100 Moleküle pro Zelle nachgewiesen werden
(Zlokarnik et al. 1998. Science 279: 84–88). Die Aktivität von β-Lactamase
kann exakt bestimmt werden durch Hinzufügen seines Substrates direkt zu
der Kultur und Messen der Folge der Reaktion, wie eine Farbveränderung
oder ein großer
Wechsel der Fluoreszenzemissonswellenlänge.
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5 zeigt β-Lactamase
Aktivität
in dem Medium nach 12 Stunden nach Dox Induktion. Die Aktivität von β-Lactamase
in einer 30 Minuten Inkubation zeigte eine dosisabhängige Wirkung
von AG1478 auf das Stören
der Wechselwirkung zwischen EGFR und p85. Um die in 5 gezeigten
Ergebnisse zu erhalten, wurden Zellen, die stabil das TetR-KRAB
Konstrukt, das GFP-β-Lactamase
Konstrukt und das AD-p85-IRES-BD-EGFR Konstrukt exprimierten, in
100 oder 50 μl
DMEM ohne Phenolrot angezogen und mit Dox und dem Inhibitor AG1478
in den angegebenen Konzentrationen für 12 Stunden behandelt. Das
Substrat Nitrocefin, in 100 oder 50 μl des Reaktionspuffers, wurde
zu jedem Test hinzugefügt.
Die Reaktion wurde für
30 Minuten bei 22°C
durchgeführt.
Die Aktivität
der segregierten β-Lactamase in das
Medium wurde direkt durch Absorption bei 488 m in einem Plattenlesegerät für multiple
Vertiefungen gemessen.
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Ähnliche
Ergebnisse wurden unter Verwendung von β-Galactosidase als ein Reporter
(Daten nicht gezeigt) erhalten. Für das high throughput Screenen
von Arzneimitteln unter Verwendung der vorliegenden Erfindung wurden
auch Kodiersequenzen für
zwei Reporterproteine umfassend entweder GFP und β-Lactamase
Gene oder GFP und Lac Z Gene, in demselben Plasmid unter Verwendung
einer IRES Sequenz zum alternativen Nachweis der Reporter konstruiert.
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Ähnliche
Ergebnisse können
unter Verwendung einer Kombination der Konstrukte pCMV-tetOP-AD-RI
und pCMV-tetOP-BD-FKBP12 anstelle von pCMV-tetOP-AD-IRES-BD-FKBP12 erhalten werden.