DE600714C - Anordnung zur Erzeugung eines Emanations-Gasgemisches aus Fluessigkeiten - Google Patents
Anordnung zur Erzeugung eines Emanations-Gasgemisches aus FluessigkeitenInfo
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Description
- Anordnung zur Erzeugung eines Emanations-Gasgemisches aus Flüssigkeiten nach Patent 598 777 Nach dem Hauptpatent soll mittels Durchperlung von Luft Emanation aus radioaktivem Quellwasser oder aktiviertem Wasser gewonnen werden. Hierzu werden auch Radiumquellen verwandt, welche mehr Kohlensäure enthalten, als erwünscht ist. Geringere Beimengen von Kohlensäure sind therapeutisch oft vorteilhaft, weil sie das Atemzentrum anregen. Es ist häufig notwendig, die Kohlensäure aus der Atmungsluft zu beseitigen oder doch auf ein erträgliches Maß herabzumindern. Die bekannten Verfahren zur Beseitigung der Kohlensäure mittels alkalischer Laugen oder Natronkalk lassen sich nur anwenden, wenn bei der Anordnung nach dem Hauptpatent die Saugarbeit der Lunge nicht zu sehr dadurch erschwert wird, daß sie den Luftstrom durch diese Chemikalien hindurchziehen muß. Die Lunge muß dann durch einen im Gasraum künstlich hergestellten Überdruck bei der Überwindung der Widerstände unterstützt werden.
- Die Mittel zur Beseitigung der Kohlensäure sind zugleich so getroffen, daß sich aus der Atmungsluft ein Zuviel an Wasser oder Wasserdampf, der bei heißen Quellen besonders entsfeht, ausscheidet.
- In der Zeichnung sind die zur Beseitigung von Kohlensäure und Wasserdampf dienenden Mittel in Verbindung mit dem Entwickler für Emanation dargestellt, und zwar in Fig. i im senkrechten Schnitt nach Linie a-a von Fig.2, zum Teil in der Seitenansicht, und in Fig. 2 in einer Ansicht von oben, zum Teil im waagerechten Schnitt nach Linie b-b von Fig. i.
- An den Gasraum r des Entwicklers l sind mittels des Rohres 32 die kommunizierenden Rohre 34 und 35 angeschlossen, durch welche die Lunge den Luftstrom mittels der an den Absaugstutzen 5 angeschlossenen Atmungsmaske 33 hindurchsaugt.
- Ist das Volumen der Durchperlungsluft bei Dosierungen für die Atmung nicht ausreichend, bringen also die Durchperlungssiebe 27 weniger Luft als i o 1, etwa nur 61, so holt sich die Lunge die ihr an io 1 fehlenden 41 durch das Luftrohr 9, welches an die mit der frischen Außenluft in Verbindung stehende Lutte 9" angeschlossen ist. In diesem Falle ist der Hahn 9' des Rohres 9 geöffnet.
- Dieser Zustand kann bestehen bleiben, wenn es sich nur um Beseitigung des Wasserdampfes aus der Luft handelt.
- Die Rohre 34 und 35 bieten bei genügender Weite und künstlicher Abkühlung durch bekannte Mittel, wie etwa' Berieselung, so viel Oberfläche, daß sich der wärmere Wasserdampf darauf niederschlägt. Das Kondenswasser sammelt sich in dem mit Ablaßhahn versehenen Behälter 37 an. Ist es notwendig, die Kohlensäure, die bei der Durchperlung genau so wie die Emanation zwangsläufig aus dem Wasser herausgetrieben wird und sich ebenfalls im Gasraum r ansammelt, aus der Atmungsluft zu entfernen, so bieten die genannten, in den Rohren 34 und 35 untergebrachten Chemikalien einen gewissen, wenn auch nur geringen Widerstand, den die Lunge auf die Dauer nicht zu überwinden vermag. Es müssen dann folgende Voraussetzungen erfüllt sein: i. Im Gasraum r wird ein gewisser Überdruck erzeugt, der gerade so stark ist, daß in die Atmungsmaske 33 (Fig. 2) ständig ro 1 pro Minute Luft oder etwas mehr gelangen. Der Maske wird die Luft immerfort zugedrückt, und die Lunge braucht keine Saugarbeit mehr zu verrichten. Das Saugventil der Maske 33 kann fehlen.
- 2. Der zwischen dem Gasraum r und der Maske 33 liegende Luftweg darf nirgendwo eine (Öffnung haben und spielt sich der chemische Prozeß innerhalb dieses hermetisch verschlossenen Luftweges ab.
- 3. Der Siphon w", durch den das entemanierte Wasser abläuft, muß eine solche Höhe lt gemäß Fig. i erhalten, daß trotz des Überdrucks im Gasraum r keine Luft, sondern nur Wasser durch ihn entweichen kann.
- .4. Der Überdruck im Gasraum r muß durch ein Wasser- oder Quecksilbermanometer ständig kontrolliert werden, damit nicht zuviel Luft aus der Maske 33 entweicht, was einen Verlust an Emanation bedeutet. Es genügt schon ein Druck von etwa 3 mm Quecksilbersäule, um die Widerstände der Chemikalien zu überwinden.
- Zu i : Der Überdruck in dem Gasraum r wird bei Dosierungen durch eine Luftdruckpumpe (oder Ventilator) erzeugt, die an das Rohr 9 oder dessen Lutte g" angeschlossen ist. Bei Vollperlung, wo die Menge der von den Luftsieben 27 gelieferten Durchperlungsluft ro 1 beträgt, müssen etwas mehr als ro 1 geliefert werden, also etwa i i 1. Ob diese i i 1 pro Minute und damit auch der Überdruck im Gasraum r vorhanden sind, zeigt das Quecksilbermanometer an, welches gewissermaßen geeicht werden muß. Damit dabei die Luft nicht durch das Rohr 9 entweicht, ist der Hahn g' geschlossen.
- Zu 2: Um bei Verwendung. von Natronlauge zur Ausscheidung der Kohlensäure einen geschlossenen Luftweg zwischen dem Gasraum r und der Maske 33 zu erhalten, ist im Rohr 34 durch den Zwischenboden 3q.' ein Abteil gebildet, welches mit Natronlauge o. dgl. gefüllt ist. In diese Flüssigkeit ragt das mit dem Gasraum r in Verbindung stehende Luftrohr 32 mit seinem unteren, mit Sieblöchern versehenen Ende ein Stück hinein. Die entsäuerte Luft wird durch das Umführungrohr 36 abwärts geführt, steigt in Rohr 35 wieder hoch und gelangt durch den Stutzen 5 zur Maske 33.
- Auch im Rohr 35 kann die Entsäuerung der Luft in der Weise geschehen, daß sie durch grobkörnigen Natronkalk geleitet wird, der über dem festen Sieb 35' angeschüttet ist.
- Zu 3: An Stelle des einen Siphons w" können auch mehrere Siphons hintereinandergeschaltet werden, deren gesamte hydrostatische Höhe k dem Überdruck im Gasraum r das Gleichgewicht hält. Die bestimmte Höhe des Siphons sorgt dafür, daß der Überdruck die gewünschte Grenze nicht übersteigt.
- Wenn aus der Atmungsluft weder Wasserdampf noch Kohlensäure zu beseitigen ist, fallen die Rohre 34 und 35 fort und wird der Stutzen 5 unmittelbar an den Gasraum r an Stelle des Rohres 32 angeschlossen. In diesem Falle ist die Atmungsmaske 35 mit zwei Ventilen, einem Druck- und einem. Saugventil, versehen.
- Wird jedoch mit Überdruck im Gasraum r gearbeitet, so braucht die Maske 33 nur ein Druckventil zu. haben, wie an sich bekannt, weil die Luft in die Maske hineingepreßt wird und es eines Ansaugens nicht bedarf. Das Saugventil darf dann fehlen, wie bereits erwähnt. -Verschiedene Dosierungen der Emanation lassen sich auch in den Fällen erreichen, wo der Überdruck im Gasraum ausschließlich durch die Luft der Durchperlung -(Vollperlung) erzeugt werden soll, und zwar einfach dadurch, daß mit dem Hahn 2,1' der Zufluß des aktiven Wassers in den Entwickler entsprechend kleiner eingestellt wird. Je geringer der Wasserzufluß ist, um so geringer ist das Ausbringen an Emanation, mag die Luftmenge der Durchperlung noch so groß sein. In diesem Falle ist der Hahn g' ständig geschlossen, denn die Durchperlung liefert den gesamten Bedarf der Lunge an Luft zuzüglich eines kleinen, den Überdruck erzeugenden Mehr.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Erzeugung eines Emanations-Gasgemisches aus Flüssigkeiten nach Patent 598 777, dadurch gekennzeichnet, daß im Wege des einzuatmenden Gasemanationsstromes Mittel vorgesehen sind, die die vorhandene überschüssige Kohlensäure und den überschüssigen Wasserdampf aus dem einzuatmenden Gasgemisch entfernen.
- 2. Anordnung-nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überwindung der dem Luftstrom infolgc der Mittel sich entgegenstellenden Widerstände ein gewisser Überdruck .im Gasraum (r), dem der hydrostatische Druck des Siphons (zd') entspricht, entweder durch Hineinpressen von Luft in den Gasraum durch ein besonderes Rohr (9) oder durch entsprechende Vermehrung der Luftmenge der Durchperlung erzeugt wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Atmungsgas durch kommunizierende Rohre geleitet wird (34,35), die zur Niederschlagung des Wasserdampfes genügend Fläche bieten und die Unterbringung der zur Ausschaltung der Kohlensäure dienenden Mittel ermöglichen.
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| DE (1) | DE600714C (de) |
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1932
- 1932-06-17 DE DEB156167D patent/DE600714C/de not_active Expired
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