DE600520C - Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere fuer Brennkraftturbinen - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere fuer Brennkraftturbinen

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DE600520C
DE600520C DEH131796D DEH0131796D DE600520C DE 600520 C DE600520 C DE 600520C DE H131796 D DEH131796 D DE H131796D DE H0131796 D DEH0131796 D DE H0131796D DE 600520 C DE600520 C DE 600520C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/12Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the combustion chambers having inlet or outlet valves, e.g. Holzwarth gas-turbine plants

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Description

  • Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere für Brennkraftturbinen In Erkenntnis der grundsätzlichen Nachteile, welche die bisher übliche Art der Entfiammung eines Brennstoffluftgemisches mit Hilfe eines elektrischen Funkens aufweist, hat man bereits zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere für Brennkraftturbinen, vorgeschlagen, das Gemisch an heißen Mitteln nahe dem Auslaßende der Verpuffungskammer zu entzünden. Diese heißen Mittel können dabei aus Katalysatoren, heißen Kammerteilen oder heißen Gasen, beispielsweise Verbrennungsgasen, mit und ohne Luftbeimischung oder auch aus heißer Luft allein bestehen, ohne daß diese Aufzählung erschöpfend ist. Trotz der erheblichen verbrennungstechnischen Vorteile, welche .die Durchführung eines Zündverfahrens nach diesen Vorschlägen erstrebenswert machen, erschien eine praktische Umsetzung des Verfahrens zunächst undurchführbar, weil der Zündzeitpunkt nicht beherrscht werden konnte; das trat besonders in Erscheinung, wenn ,das Gemisch durch Brennstoffverteilung mittels einströmender Luft gebildet wurde, trotzdem gerade .dieses Verfahren. die günstigsten Vorbedingungen zur Bildung eines völlig homogenen Gemisches höchster Zündbereitschaft schafft. Setzt nämlich die Entflammung ein, bevor die Betriebsmitteleinlaßorgane der Verpuffungskammer geschlossen sind, so schlägt der durch die Verpuffung erzeugte Druck in die vor den Einlaßorganen befindlichen, zu der Verpuffungskammer führenden Betriebsmittelleitungen zurück und verdrängt die in ihnen enthaltenen Betriebsmittel. Das hat zur Folge, daß bei der nächsten Ladung der Verpuffungskammer zuerst unverbrennliche, aus den Verbrennungsgasen herrührende Bestandteile bzw. Verbrennungsluft, durchsetzt mit Verbrennungsgasen, in die Kammer eindringen, so daß ein unvollkommenes, ungleichmäßiges Gemisch entsteht und infolgedessen ein einwandfreier Betrieb der Verpuffungskammer ausgeschlossen ist. Außerdem werden bei häufigem Auftreten zurückschlagender Verbrennungsgase die Betriebsmitteleinlaßorgane und das Einlaßende der Verpuffungskammer so stark erhitzt, daß sich das bei Beginn der Ladung bildende neue Brennstoffluftgemisch nunmehr schon an diesen Teilen exitzündet, wodurch eine noch frühere Einleitung der Verbrennungen herbeigeführt und der Ablauf des Betriebsverfahrens empfindlich gestört wird.
  • In .der Erkenntnis, daß .die dargelegten Schwierigkeiten, die sich der praktischen Durchführung der Zündung des Brennstoffluftgemisches an heißen Mitteln nahe dem Auslaßende der Verpuffungskammern entgegenstellen, durch Verstellung des Zündzeitpunktes behoben werden können, kennzeichnet sich der erfindungsgemäß ermittelte Weg zur Verstellung des Zündzeitpunktes durch Einführung des Brennstoffes in Luft verschiedener Geschwindigkeit. Es ändert sich also die Zeit, die zum Vortragen der vom Ladeluftstrom erfaßten Brennstoffteilchen bis zur Zündstelle erforderlich ist, je nach der gerade eingestellten Geschwindigkeit des Luftstromes, so daß eine entsprechende flnderung des Zündzeitpunktes 2n bezug auf die Eröffnungs - und Schlußzeitpunkte der gesteuerten Betriebsmitteleinlaßorgane und damit in Bezug auf die Steuerung überhaupt eintritt.
  • Die Geschwindigkeit der Luft kann dabei in der verschiedensten Weise verändert werden. Besonders einfach gestaltet sich die Abwicklung des Verfahrens durch Änderung der bei Beginn der Brennstoffeinführung herrschenden Füllung der Verpuffungskammer mit Luft. Hierbei ist die Erkenntnis verwertet worden, @daß bei Beginn der Luftzufuhr in .die Kammer, also kurz nach .der Eröffnung des Lufteinlaßorgans, die größte Luftgeschwindigkeit in der Kammer herrscht, weil bei Eröffnung des Lufteinlaßorgans die Differenz zwischen dem Druck der einströmenden Ladeluft .und dem Gegendruck in der Kammer infolge deren geringer Füllung am größten ist, während der Gegendruck mit fortschreitender Füllung der Kammer allmählich größer wird, so daß sich die Strömungsgeschwindigkeit der Zunahme der Füllung entsprechend vermindert. Hieraus folgt, daß beim Zusammenfallen des Beginns der Einführung von Brennstoff und der Luft der Brennstoff in der Kammer die größte Luftgeschwindigkeit vorfindet, mit der die zuerst in die Verpuffungskammer gelangten Brennstoffteilchen äußerst schnell nach dem Kammerauslaß, d. h. zur Zündstelle, zu vorgetragen werden. Wird der Brennstoff zeitlich nach Beginn der Eröffnung des Lufteinlaßorgans in die Kammer eingeführt, so ergibt sich auf Grund der angestellten Überlegungen, daß der Brennstoff in der Kammer eine Luftgeschwindigkeit vorfindet, die ihrer höchsten Anfangsgeschwindigkeit gegenüber geringer ist. Je später der Beginn .der Brennstoffeinführung gegenüber der Lufteinführung erfolgt, desto geringere Luftgeschwindigkeiten finden die zuerst in die Kammer eintretenden Brennstoffteilchen vor und desto länger dauert es, bis die Wegstrecke von der Mündung des Brennstoffeinläßorgans nach der Zündstelle der Kammer von .den Brennstoffteilchen zurückgelegt ist, d. h. um so mehr Zeit steht bis zur Zündung zur Verfügung, um die Einführung von Luft und Brennstoff in die Kammer zu beenden und damit die entsprechenden Einlaßorgane rechtzeitig vor dem Zündzeitpunkt zu schließen. Demgemäß kennzeichnet sich eine Möglichkeit zur Einführung des Brennstoffes in Luft verschiedener Geschwindigkeit durch Ansteuerung des Brennstofteinlaßorgans zeitlich nach Eröffnung des Lufteinlaßorgans, wobei die Ansteuerung des Brennstoffeinlaßorgans um so später zu bewirken ist, je weiter der Zündzeitpunkt zeitlich nachzuverlegen ist.
  • Bei der Vergrößerung der Zeitspanne zwischen Brennstoffeinführung und Zündung durch Späterverlegung der Brennstoffeinführung ist es jedoch möglich, daß diese erst dann erfolgt, wenn die Ladung der Verpuffungskammer schon so weit vorgeschritten ist, daß die Strömungsgeschwindigkeit der Luft infolge .des mit fortschreitender Kammerladung zunehmenden Gegendruckes auf einen Größenwert gesunken ist, bei dem eine gute Zerstäubung des Brennstoffes nicht mehr möglich ist. In diesem Falle kann in weiterer Durchbildung des Erfindungsgedankens eine andere einfache Art zur Bemessung der Zeitspanne zwischen dem Beginn der Brennstoffeinführung und der Zündung des Gemisches gewählt werden, indem die Arbeitsspielzahl der Verpuffungskammer bz-,v. die Steuerwellendrehzahl der Brennkraftturbine verändert wird, wobei .der Brennstoff möglichst im Zeitpunkt der günstigsten Luftgeschwindigkeit, vorteilhaft also unmittelbar nach Eröffnung des Ladeluftventils, eingeführt wird. Durch die Änderung der Arbeitsspielzahl bzw. durch Änderung der Steuerwellendrehzahl der Brennkraftturbine werden nämlich die Steuerspannen eines Arbeitsspieles verlängert oder verkürzt; unter Steuerspannen werden dabei diejenigen Arbeitsspannen verstanden, deren Anfangs- und Endzeitpunkte durch Steuerungsorgane bestimmt werden, die daher durch Änderungen in der Betätigung dieser Steuerungsorgane nach ihrem zeitlichen Ablauf willkürlich veränderlich sind. Diesen Änderungen unterliegen ungesteuerte Arbeitsspannen, deren zeitlicher Ablauf durch ihren Charakter als physikalischer oder chemischer Prozeß unabhängig von den Steuerungsorganen eindeutig und unveränderlich vorbestimmt ist, nicht. Auf die zeitlichen Verschiebungen zwischen den .gesteuerten und ungesteuerten Arbeitsspannen, -die durch die Änderung der Arbeitsspielzahl der Verpuffungskammer oder der Steuerwellendrehzahl der Turbine auftreten, ist es zurückzuführen, daß sich die Zeitspanne zwischen Einführung des Brennstoffes in die Verpuffungskammer und Zündung des gebildeten Luftgemisches an den heißen Mitteln in der Verpuffungskammer relativ zu den Steuerspannen verändert, d. h. daß eine relative Verstellung des Zündzeitpunktes eintritt. Die Veränderung der Arbeitsspielzahl bzw. Steuerwellendrehzahl, die bis in die feinsten Grenzen durchführbar ist, hat dabei den besonderen Vorteil, daß der Beginn der Brennstoffzuführung .im Verhältnis zum Beginn der Zufuhr der Ladeluft nicht geändert zu werden braucht. Dadurch findet der Brennstoff bei richtiger Anstellung stets die günstigsten, nämlich die höchsten Luftgeschwindigkeiten vor, so daß die vollkommene Verteilung -des Brennstoffes in der Luft gewährleistet bleibt. Die Strömungsgesch`,vindigleit der Luft bei Beginn der Brennstoffeinführung ist dabei, unabhängig von dem Verfahren, das zur Verstellung.des Zündzeitpunktes gewählt ist, vorteilhaft so eingestellt, daß der Brennstoff die in der Kammer eingeschlossenen heißen Mittel erst nach Schluß der Betriebsmitteleinlaßorgane, insbesondere nach Schluß des Brennstoffeinlaßorgans, erreicht. Diese bestimmte Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit bei Beginn der Brennstoffeinführung dient dabei weniger als Mittel zur Zündzeitverstellung, sondern mehr zur einmaligen Zündpunktseinstellung. Hierdurch ist zu erreichen, daß zwischen der Einführung des Brennstoffes und dem Auftreffen der ersten Brennstoffteilchen auf das zündende heiße Mittel stets eine bestimmte Zeitspanne vergeht, welche die Gewähr dafür bietet, daß der Brennstoff zwischenzeitlich durch Verdampfung, Vergasung und Aufspaltung so aufbereitet worden ist, daß eine vollkommene, plötzliche Zündung der gesamten Ladung gewährleistet erscheint.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, in die mit Ladeluft gefüllte Verpuffungskammer vom Einlaßende her Brennstoff unter fortschreitend ansteigendem Druck so nach dem Auslaßende zu einzuspritzen, -daß er langsam zu diesem Ende hin vorgetragen wird und .das Auslaß:ende erst nach Einführung einer genügend großen Brennstoffmenge erreicht. Dieses Verfahren vermeidet zwar mit Sicherheit unzulässige Vorzündungen, läßt aber noch keine genügend sichere Beherrschung des Zündzeitpunktes selbst zu; außerdem tritt die günstige Gemischbildung, die durch Brennstoffverteilung mittels einströmender Luft erreicht wird, bei dieser Art der Einführung des Brennstoffes nicht ein. Es ist auch schon bekanntgeworden, die Zeitdauer -der Brennstoffzufuhr in die Verpuffungskammer zu verändern. Abgesehen davon, daß erfindungsgemäß nicht die Zeitdauer der Brennstoffzufuhr, sondern,die Geschwindigkeit geändert wird, mit welcher der Brennstoff zur Zündstelle zu vorgetragen wird, läßt das bekannte Verfahren eine Änderung der zur Einführung des Brennstoffes vorgesehenen Zeitspanne durch zeitliche Veränderung des Endes der Brennstoffeinführung zu, so daß gerade die Zeitspanne, die zwischen der Einführung des Brennstoffes und der Ankunft desselben an der Zündstelle liegt, unverändert bleibt, weil diese Zeit unabhängig von der zeitlichen Einführung des Brennstoffrestes ist, der später als die Brennstoffteilchen eingeführt wird, welche die Zündung einleiten.
  • Die Zeichnung zeigt eine Veranschaulichung der erfindungsgemäßen Zündzeitpunktsverstelhtng im Druckzeitdiagramm einer Verpuffun:gskammer. Das Diagramm zeigt im Linienzug 1 den Druckverlauf in der Verpuffungskammer, im Linienzug 2 den Druckverlauf der Nachladeluft, im Linienzug 3 den Druckverlauf der Spülluft und im Linienzug 4 den Verlauf des Gegendruckes. Sämtliche Linien beziehen sich auf .den Maßstab links .der Ordinate in at abs. Der Linienzug 5 stellt den Druckverlauf des eingespritzten flüssigen Brennstoffes .in der Brennstoffleitung dar, wobei als Maßstab der rechts der Ordinate gegebene Druckmaßstab in Atm.-Übexdruck gilt. Im unteren Teil des D.iagrammes sind die Ventilbewegungen dargestellt, und zwar entspricht die Linie 6 dem Ventilerhebungsdiagramm des Düsenventils, die Linie 7 .demjenigen des Spülluftventils, die Linie 8 demjenigen des Nachladeventils. Der Abszissenmaßstab ist zunächst gegeben in Winkelgraden von 36o°, bezogen auf eine volle Umdrehung .des die gesamten Ventile steuernden Druckölverteilers, beginnend bei o° im Zeitpunkt der Eröffnung des Düsenventils. Weiter ist der Abszissenmaßstab der Zeit nach unterteilt worden, wobei angenommen ist, daß ein volles Arbeitsspiel, also eine einzige volle Umdrehung des Drehschiebers des Ölverteilers, o,72 Sek. dauert.
  • Nach vollendeter Verpuffung .in der Verpuffungskammer öffnet das Düsenventil im Punkt 9, so daß die hozhgespannten Gase aus der Verpuffungskammer heraus bis zum Punkt 1o expandieren, indem das Spülluftventil geöffnet wird. Dieses schließt .im Punkt 11. Anschließend schließt auch das Düsenventil, welches im Punkt 12 völlig geschlossen ist. Etwa zur gleichen Zeit öffnet im Punkt 13 das Ladeluftventil, so daß die hochgespannte Ladeluft in die mit niedriger gespannter Spülluft angefüllte Kammer unter hoher Geschwindigkeit einströmt. Etwa im Beginn der Auffüllung der Kammer mit Ladeluft beginnt bei 240' der Olverteilerstellung, also etwa 1200 vor Eröffnung des Düsenventils, die Brennstoffpumpe ihren Druckhub. Die tatsächliche Einspritzung des geförderten Brennstoffes setzt dabei erst im Punkt 14 ein, in welchem der Druck in der zur Einspritzdüse führenden Brennstoffleitung den Schließdruck der Einspritzdüse überwiegt. Die Brennstoffeinspritzung erfolgt somit zeitlich nach dem Beginn der Ladeluftzufuhr, also in einem Zeitpunkt, wo die ursprünglich hohe Luftgeschwindigkeit bereits auf einen bestimmten Wert gesunken ist, da der Gegendruck in der Verpuffungskammer mit ihrer fortschreitenden Füllung steigt. Der Brennstoff findet also eine um so geringere Strömungsgeschwindigkeit der Luft vor, je später die Einführung des Brennstoffes nach Beginn der Ladeluftzufuhr erfolgt. Je geringer ,die Luftgeschwindigkeit ist, um so länger dauert es, bis die ersten Brennstoffteilchen nach der Zündstelle zu vorgetragen werden und die Zündung im Punkt i 5 erfolgt. Die absolute Zeit vom Zeitpunkt der Einspritzung in die Verpuffungskammer ab bis zur Zündung des Gemisches, also die eingetragene Strecke a, ist bestimmt durch den Zeitpunkt der Brennstoffeinspritzung in bezug auf den Beginn der Ladeluftzufuhr. Wird erfindungsgemäß der Zeitpunkt 14 der Brennstoffeinspritzung verändert, so trifft der in die Verpuffungskammer eingeführte Brennstoff somit Luft verschiedener Geschwindigkeit an, so daß sich die Strecke a verändert. Dadurch ergibt sich ohne weiteres die Möglichkeit, den Zündzeitpunkt 15 so einzustellen, daß Zeitpunkt i9 des Abschlusses des Ladeluftventils und Zeitpunkt 5 der Beendigung der Brennstoffeinspritzung zeitlich vor den Zündzeitpunkt 15, also .in die Strecke a, fallen. Man erreicht durch diese Maßnahme vor allem, daß zwischen der Einführung des Brennstoffes und dem Auftreffen der ersten Brennstoffteilchen auf das zündende, heiße Mittel eine bestimmte Zeitspanne vergeht, welche,die Gewähr dafür bietet, daß .der Brennstoff zwischenzeitlich durch Verdampfung, Vergasung und Aufspaltung so aufbereitet worden ist, daß eine vollkommene, momentane Zündung der gesamten Ladung gewährleistet erscheint; außerdem sind Ladeluft- und Brennstoffventil in diesem Falle stets geschlossen, so daß keine Verbrennungsgase in die Zuleitungen dieser Betriebsmitteleinlaßorgane eintreten können.
  • Ist es jedoch mit Rücksicht auf die Erzielung einer guten Zerstäubung .des Brennstoffes erwünscht, die zu Beginn der Ladeluftzufuhr herrschende hohe Strömungsgeschwindigkeit der Luft hierzu auszunutzen, so daß also Beginn der Ladeluft- und Brennstoffzufuhr wenigstens nahezu zusammenfallen, so kann dies erfindungsgemäß auch durch Änderung der Arbeitsspielzahl der Verpuffungskammer verwirklicht werden. Da die Arbeitsspielzahl gegeben ist durch die Umlaufgeschwindigkeit des Ölverteilers, der äquivalent ist mit jeder anderen geeigneten Steuerung, so wird die Umlaufgeschwindigkeit des Drehschiebers im Ölverteiler geändert. Hierdurch verschiebt sich die Zeitskala gegenüber der Gradskala auf der Abszisse und damit die Länge der allein von der Zeitskala abhängigen Strecke a in bezug auf die übrigen Größen (Steuerspannen eines Arbeitsspieles), welche sich zeitlich mit der Spielzahl, d. h. mit der Umdrehungszahl des Ölverteilers (Steuerwellengeschwindi.gkeit), ändern; diese übrigen Größen (Steuerspannen) sind nämlich allein von der Gradskala abhängig.
  • Es liegt im Wesen der Erfindung, daß die Strecke a bei einer neuauszulegenden Maschine auch durch Veränderung der Länge dei Verpuffungskammer beeinflußt -werden kann, so daß es durch derartige Maßnahmen ge-1nngt, den Punkt 14 von vornherein in die Nähe des günstigsten Bereiches höchster Luftgeschwindigkeiten zu verlegen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere für Brennkraftturbinen, in denen das Gemisch durch Brennstoffverteilung mittels einströmender Luft gebildet und an heißen Mitteln nahe dem Auslaßende der Verpuffungskammern entzündet wird, gekennzeichnet durch Verstellung des Zündzeitpunktes mittels Einführung des Brennstoffes in Luft verschiedener Geschwindigkeit.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Änderung der bei Beginn der Brennstoffeinführung herrschenden Füllung der Verpuffungskammer mit Luft.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Ansteuerung des Brennstoffeinlaßorgans zeitlich nach Eröffnung des Lufteinlaßorgans, wobei die Ansteuerung des Brennstoffeinlaßorgans um so später zu bewirken ist, je weiter der Zündzeitpunkt zeitlich nachzuverlegen ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Änderung der Arbeitsspielzahl der Verpuffungskammer bzw. der Steuerwell.endrehzahl der Brennkraftturbine: s. Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere für Brennkraftturbinen, in denen das Gemisch durch Brennstoffverteilung mittels einströmender Luft gebildet und an heißen Mitteln nahe dem Auslaßende der Verpuffungskammern entzündet wird, gekennzeichnet durch eine Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit der Luft bei Beginn der Brennstoffeinführung, bei der der .in die Kammer eingeführte Brennstoff die in ihr eingeschlossenen heißen Mittel erst nach Schluß der Betriebsmitteleinlaßorgane, insbesondere des Lufteinlaßorgans, erreicht.
DEH131796D 1932-05-14 1932-05-14 Verfahren zum Betriebe von Verpuffungskammern, insbesondere fuer Brennkraftturbinen Expired DE600520C (de)

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