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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Verschlußeinrichtungen
und genauer gesagt auf Verschlußeinrichtungen
zum Befestigen eines ersten Teiles, wie z. B. einer Tür, einer
Tafel oder dergleichen, in einer geschlossenen Position relativ zu
einem zweiten Teil, wie z. B. einer entsprechenden Tür, einer
Tafel oder einem Rahmen.
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TECHNISCHER HINTERGRUND
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Es
sind verschiedene Typen von Verschlußeinrichtungen für die Verwendung
beim Sichern bzw. Fixieren eines ersten Teiles, wie z. B. einer
Tür, einer Platte
oder dergleichen, in einer geschlossenen Position relativ zu einem
entsprechenden zweiten Teil, wie z. B. einer (weiteren) Tür, einer
Platte oder einem Rahmen bekannt.
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Einige
Typen werden als "Druckschlösser" bzw. "Druckverschlüsse" bezeichnet, insofern,
als eine Sperrklinke oder ein ähnliches
Teil so bewegt wird, daß es
die ersten und zweiten Teile in einer verriegelten Position zusammendrückt. Beispiele
von Druckverschlüssen
sind in den
US-Patenten 4,583,775 und
4,556,244 , jeweils mit dem
Erfinder Robert H. Bisbing und dem Anmelder Southco, Inc, offenbart,
wobei letztere auch Anmelderin der vorliegenden Anmeldung ist.
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Die
vorliegende Erfindung offenbart einen modifizierten Verschluß zum Befestigen
erster und zweiter Teile aneinander.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen Druckverschluß bereitzustellen,
der in seiner Auslegung für
eine Vielfalt von Anwendungen ausreichend robust ist.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, einen Verschluß bereitzustellen,
der ein niedriges Profil (niedrige Bauhöhe) hat, so daß er nicht
von der Oberfläche
des Teiles hervorsteht, in welchem der Verschluß montiert ist.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, einen Verschluß bereitzustellen,
der ein Schloß hat,
um eine unerwünschte
Betätigung
zu verhindern. Gemäß den vorstehend
dargelegten Aufgaben offenbart die vorliegende Erfindung einen Verschluß für die Verwendung
mit einem zu verschließenden
Teil und einem zugehörigen
Rahmenteil wie sie in den anhängenden
Ansprüchen
definiert sind.
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Diese
und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden deutlicher
bei einer Betrachtung der vorliegenden Beschreibung und der zugehörigen Figuren.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Verschlusses gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die einen Handgriff eines Verschlußaufbaus
in einer offenen Position und ein Schloß in einer gesperrten Position
zeigt.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht des Verschlusses nach 1,
welches den Handgriff in einer geschlossenen Position zeigt.
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3 ist
eine Schnittansicht in einer Draufsicht von rechts auf den Verschluß nach 2,
etwas vergrößert und
mit einer Schnittlinie entlang der Linie 3-3 in 2.
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4 ist
eine etwas vergrößerte, getrennt dargestellte
perspektivische Ansicht eines Napfes des Verschlusses nach 1.
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5 ist
eine Draufsicht von oben auf eine Platte, die für die Montage des Verschlusses
nach 1 hergerichtet ist.
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6 ist
eine isolierte perspektivische Ansicht des Handgriffes nach 1 in
leichter Vergrößerung.
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7 ist
eine isolierte, leicht vergrößerte, perspektivische
Ansicht eines Einsatzes der Verschlußaufbaus nach 1.
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8 ist
eine isolierte, leicht vergrößerte, perspektivische
Ansicht eines Gehäuses
des Verschlußaufbaus
nach 1.
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9 ist
eine isolierte, leicht vergrößerte Ansicht
von oben auf ein Antriebsteil des Verschlußaufbaus nach 1.
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10 ist
eine Draufsicht von vorne auf das Antriebsteil nach 9.
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11 ist
eine von vorne gesehene Schnittansicht des Antriebsteils nach 9 mit
einem Schnitt entlang der Linie 11-11 in 9.
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12 ist
eine isolierte, leicht vergrößerte Draufsicht
von oben auf eine Schloßsperrklinke
des Schlosses nach 1.
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13 ist
eine Ansicht eines Beispiels eines Druckverschlußmechanismus, der gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendbar ist, dargestellt in der vollständig verriegelten
Position, wobei das Gehäuse weggebrochen
dargestellt ist, um Einzelheiten im Inneren zu zeigen.
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14 ist
eine Ansicht eines Beispiels eines Druckverschlußmechanismus, welcher gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendbar ist, dargestellt mit einem vollständig ausgefahrenen
Schaft und mit einem weggebrochenem Gehäuse, um Einzelheiten im Inneren
zu zeigen.
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15 ist
eine Ansicht eines Beispiels eines Druckverschlußmechanismus, der gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendbar ist, dargestellt in der entriegelten Position,
wobei das Gehäuse
weggebrochen ist, um Einzelheiten im Inneren zu zeigen.
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BESTE ART DER AUSFÜHRUNG DER
ERFINDUNG
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In
den Figuren ist eine Ausführungsform
eines Verschlusses gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Wie es nachstehend noch genauer beschrieben
wird, beinhaltet der in der vorliegenden Ausführungsform dargestellte Verschluß 10 die
Aspekte, daß der
Verschluß vom
Drucktyp ist, Einrichtungen zum Sperren bzw. Verriegeln ebenso wie
Einrichtungen für
eine Montage und Betätigung
mit niedrigem Profil hat. Es versteht sich jedoch, daß ein Verschluß gemäß der vorliegenden
Erfindung auch in anderen Konfigurationen bereitgestellt werden
könnte,
und beispielsweise weniger als alle die oben erwähnten Aspekte aufweisen oder
dieselben oder ähnliche
Aspekte, jedoch in unterschiedlichen Kombinationen aufweisen könnte.
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Nichtsdestotrotz
gibt es gewisse einzigartige Vorteile in der Konfiguration des Verschlusses 10 in der
dargestellten Ausführungsform,
die in den folgenden Abschnitten im Einzelnen beschrieben werden. Gemäß der vorliegenden
Erfindung weist der Verschluß 10 als
Teile ein Gehäuse 12,
einen Verschlußaufbau 14 und
ein Schloß 16 auf.
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Das
Gehäuse 12 in
dieser Ausführungsform weist
eine Aufnahme für
eine Haube bzw. einen Napf auf, der vorzugsweise aus in einer Presse
geformtem Stahl hergestellt ist und Einrichtungen zum Befestigen
des Napfes 12 an einem Verschließteil, wie z. B. einer Tür, einem
Deckel, einer Platte, einer Schublade, etc. hat. Der Napf 12 ist
normalerweise in einer Öffnung
oder Aussparung montiert, die in dem Verschließteil vorgesehen ist. Der Napf 12 enthält auch Einrichtungen
zum Montieren des Verschlußaufbaus 14 und
Einrichtungen zum Montieren des Schlosses 16, die es erlauben,
daß der
Verschlußaufbau 14 und das
Schloß 16 an
dem Napf montiert werden. Die Einrichtungen zum Montieren des Napfes 12 an
einem Verschließteil
weisen in der vorliegenden Ausführungsform
zumindest einen und vorzugsweise vier Stutzen 18 auf, die
an einer hinteren Wand des Napfes z. B. durch Schweißen befestigt
sind. In dem dargestellten Beispiel liegen die Montagestutzen 18 in
Form von zylindrischen Vorsprüngen
vor, die Gewindelöcher
oder Bohrungen für
den Eingriff wohlbekannter, mit Gewinde versehener Befestigungselemente
haben, die verwendet werden, um den Napf 12 an dem Verschließteil zu
befestigen. Als Alternative können
die Montagestutzen auch mit Außengewinde
versehen sein und mit Muttern auf der Rückseite des Verschließteiles
in Eingriff treten, um den Napf 12 an dem Verschließteil zu
sichern. Vorzugsweise sind die Lochabstände der Stutzen 18 symmetrisch,
was es erlaubt, den Verschluß 10 in
vertikalen und horizontalen Orientierungen zu montieren. In dem
dargestellten Beispiel hat die Außenseite des Napfes 12 eine
wohlgeformte, gekrümmte
Gestalt, welche der Form der konkaven Innenfläche des Napfes 12 folgt.
Gemäß 5 kann
man eine Verschließteilplatte 200 erkennen,
die so hergerichtet ist, daß sie
den Napf 12 aufnehmen kann. Die Verschließteilplatte 200 ist
so hergerichtet, daß sie
eine darin ausgebildete Öffnung 202 hat,
die so bemessen ist, daß sie
den Napf 12 aufnimmt bzw. aufnehmen kann. Die Öffnung 202 hat
ebene Seiten, um die Herstellung zu vereinfachen. Vier kleine Löcher 204 sind
um die Öffnung 202 herum
vorgesehen. Die Löcher 204 sind
registerhaltig mit den Montagestutzen 18 und ermöglichen,
daß Befestigungseinrichtungen
in die Montagestutzen 18 eingreifen, um den Napf 12 an
dem Verschließteil 200 zu
befestigen. Die Einrichtungen zum Montieren des Verschlußaufbaus 14 weisen
eine Öffnung
bzw. Aussparung 20 auf, die vorzugsweise in ihrer Gestalt
der äußeren Umgrenzung
eines Querschnittes des Gehäuses
des Verschlußaufbaus 14 entspricht.
In dem dargestellten Beispiel hat die Öffnung bzw. Aussparung 20 im
allgemeinen vier flache Seiten, die durch vier gekrümmte Seiten
miteinander verbunden sind, wobei jede gekrümmte Seite sich zwischen einem
Paar flacher Seiten erstreckt. In ähnlicher Weise weist die Einrichtung
zum Befestigen des Schlosses 16 eine Öffnung 22 auf, die
so ausgestaltet ist, daß sie
das Schloß 16 aufnehmen
kann. Die Aussparung 22 ist vorzugsweise kreisförmig mit gegenüberliegenden
Rechteckkerben in der vorliegenden Ausführungsform.
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Der
Verschlußaufbau
14 der
vorliegenden Ausführungsform
ist vorzugsweise von dem Typ, der als Druckverschluß bekannt
ist. Ein Beispiel eines Druckverschlusses, welcher für die Verwendung
als Teil der vorliegenden Erfindung geeignet ist, wird in dem
US-Patent 4,583,775 (das
Patent '775) beschrieben
und beansprucht, welches oben bereits erwähnt wird und den Titel trägt "Latch Assembly Having
Pull-Up Action" (Verschlußaufbau
mit Heranzieh-Wirkung), welches hier durch diese Bezugnahme aufgenommen
wird. Der Kürze
halber werden die Teile des Verschlußaufbaus
14, welche
denen entsprechen, die in dem '775-Patent
dargestellt sind, hier nicht im Einzelnen beschrieben, und statt
dessen konzentriert sich die Erfindung auf die spezifischen Unterschiede.
Der Verschlußaufbau
14 weist ähnlich wie
der Verschluß des '775-Patentes ein Gehäuse
30,
eine Welle
50 und Verriegelungseinrichtungen, wie z. B.
eine Sperrklinke
70 auf, die an der Welle
50 montiert
ist.
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Die
Sperrklinke 70 ist durch eine Welle 50 drehend
bewegbar und ist auch mit der Welle 50 axial in Längsrichtung
der Welle bewegbar. Um ein Verschließteil an einem Rahmenteil,
wie z. B. einem Türrahmen
zu verriegeln, wird die Sperrklinke 70 zunächst in
eine Position gedreht, so daß sie
sich über bzw.
hinter dem Rahmenteil befindet bzw. mit diesem ausgerichtet ist.
Die Sperrklinke 70 und die Welle 50 werden dann
in Längsrichtung
als eine Einheit bewegt, um die Sperrklinke 70 in Eingriff
mit der Kante des Rahmenteiles zu bringen. Durch eine drehende Betätigung wird
die Welle 50 gedreht und auch in Längsrichtung bewegt. In der
vorliegenden Ausführungsform
weist die Drehbetätigung
einen Handgriff 26 auf, der unten noch genauer beschrieben
wird. Die Begriffe der Längsbewegung
und der axialen Bewegung werden hier austauschbar verwendet und beziehen
sich auf die Translationsbewegung der Sperrklinke oder die Translationsbewegung
der Welle, an welcher die Sperrklinke angebracht ist, in einer Richtung
parallel zu oder zusammenfallend mit der Längsachse der Welle, an welcher
die Sperrklinke angebracht ist. Hinweise auf eine Drehbewegung beziehen
sich auf die Drehbewegung der Sperrklinke oder die Drehbewegung
der Welle an welcher die Sperrklinke angebracht ist, wobei die Achse
der Drehung mit der Längsachse
der Welle zusammenfällt, an
welcher die Sperrklinke angebracht ist.
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Der
Handgriff 26 ist in dieser Ausführungsform schwenkbar mit dem
Verschlußaufbau 14 verbunden
und weist vorzugsweise Rasteinrichtungen auf, um den Handgriff 26 über seinen
Bereich der Schwenkbewegung hinweg in definierten Positionen zu
halten. In der dargestellten Ausführungsform ist der Handgriff 26 ein
T-Handgriff und weist eine rechteckige Aussparung 21 an
seinem freien Ende auf, welches von dem Greifabschnitt des T-Handgriffes 26 entfernt
liegt. Gegenüberliegende
Befestigungslöcher 32 sind
auf jeder Seite der Aussparung 21 vorgesehen und erstrecken
sich durch die Wände
der Aussparung 31. Die Befestigungslöcher 32 sind miteinander
ausgerichtet. Ein Einsatz 33, der vorzugsweise aus einem
nachgiebigen Kunststoff besteht, ist in der rechteckigen Aussparung 31 des
Handgriffs 26 montiert. Der Einsatz 33 hat die
Form eines hohlen, rechtwinkligen Parallelepipeds, welches auf zumindest
einer Seite offen ist, vorzugsweise für eine zusätzliche Flexibilität auf drei
Seiten offen ist, um so eine rechteckige Aussparung 34 zu
bilden. Eine längliche
Rippe 36 steht auf der der Aussparung 34 gegenüberliegenden
Seite des Einsatzes 33 vor. In dieser Ausführungsform
ist eine Vorspanneinrichtung, welche vorzugsweise einen elastomeren
Rohling 35 aufweist, in der rechteckigen Aussparung des
Einsatzes 33 angeordnet. Der Handgriff 26 wird
dann schwenkbar mit der Kappe oder dem Antriebsteil 46 des
Verschlußaufbaus 14 verbunden.
Der Verschlußaufbau 14 weist
eine Kappe oder ein Antriebsteil 46 auf, das von der zentralen
Bohrung des Gehäuses 30 drehbar
gelagert wird, so daß zumindest
ein Teil des Antriebteiles 46 innerhalb der Bohrung des
Gehäuses 30 liegt.
Das Gehäuse 30 ist
in dieser Ausführungsform
in etwa pilzförmig
und weist einen länglichen
Korpus 38 auf, der eine äußere Oberfläche hat, die in ihrer Form
vorzugsweise der Öffnung
bzw. Aussparung 20 in dem Napf 12 entspricht und
einen Kopf 40 mit einer Aussparung 42 in ihrer
Seitenwand 44 hat. Das Antriebsteil 46 wird in
der vorliegenden Ausführungsform
vorzugsweise an einer Bewegung in axialer Richtung der Welle 50 gehindert,
wie z. B. durch einen Haltering 48, der in Nuten aufgenommen ist,
die in zueinander passenden Positionen in dem Antriebsteil 46 und
dem Gehäuse 30 angeordnet sind.
Das Ende des Antriebsteiles 46, welches von dem Kopf 40 entfernt
liegt, ist mit einem hülsenartigen
Nocken 206 verbunden, und zwar in der in den 13-15 dargestellten
Weise.
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Ein
Paar von Aussparungen 208, die in dem Antriebsteil 46 ausgebildet
sind, nehmen Laschen 210 auf, die sich von dem Ende des
hülsenartigen Nockens 206,
das dem Antriebsteil 46 am nächsten liegt, in axialer Richtung
nach außen
erstrecken. Das Antriebsteil 46 hat an seinem äußeren Ende
eine Befestigungsbohrung 56 und zumindest eine, und in dieser
Ausführungsform
zwei Vertiefungen 58, wobei jede Vertiefung 58 im
wesentlichen abgerundet ist und diese sich an beabstandeten Positionen
befinden, in der vorliegenden Ausführungsform um etwa 90° voneinander
beabstandet. Der Handgriff 26 wird dann mit dem Antriebsteil 46 durch
einen konventionellen Schwenkzapfen 51, der sich durch
die gegenüberliegenden
Befestigungsbohrungen 32 des Handgriffs 26 und
die Befestigungsbohrung 56 des Antriebsteiles 46 erstreckt,
schwenkbar verbunden. Wenn also der Handgriff 26 sich in
einer ausgestreckten Position befindet und gedreht wird, wird auch
der hülsenartige
Nocken 206 gedreht.
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Wie
in dem '775-Patent
dargelegt, ist der hülsenartigen
Nocken 206 innerhalb des Gehäuses 30 mit zumindest
einem, und in der vorliegenden Ausführungsform einem Paar von Nockenschlitzen 212 ausgestattet,
die in Umfangsrichtung um 180° voneinander
beabstandet sind. Jeder der Schlitze verläuft in einer Richtung, die
Komponenten sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer Richtung
hat. Weiterhin ist vorzugsweise koaxial zwischen der Welle 50 und
dem hülsenartigen
Nocken eine feste Bewegungssteuerhülse 214 angeordnet,
die ein Paar axialer Schlitze 216 und ein Paar seitlicher
oder in Umfangsrichtung verlaufender Schlitze hat. In der vorliegenden
Ausführungsform
ist ein Schlitz jedes Paares um 180° gegenüber dem anderen versetzt. Das
Ende jedes axialen Schlitzes 216, welches von dem Kopf 40 am
weitesten entfernt ist, schließt
an ein Ende je eines der entsprechenden in Umfangsrichtung verlaufenden
Schlitze 218 an, um einen L-förmigen Bewegungssteuerschlitz
zu bilden. Die Bewegungssteuerhülse 214 wird
daran gehindert, sich relativ zu dem Gehäuse 30 zu drehen,
wie z. B. durch ein Paar von Laschen 220, die von dem Ende
der Bewegungssteuerhülse 214 hervorstehen,
welches von dem Kopf 40 am weitesten entfernt ist, und
welche in einem Paar von Schlitzen 222 in dem zweiten Ende 224 des
Gehäuses 30 aufgenommen
sind. Das Paar von L-förmigen
Schlitzen in der Bewegungssteuerhülse 214 funktioniert
so, daß es
aufeinanderfolgende Drehbewegungen und axiale Bewegungen der Welle 50 erlaubt.
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Wie
in den Figuren am besten gezeigt wird, ist die Welle 50 eine
längliche
Welle und steht aus der Öffnung 226 durch
das zweite Ende 224 des Gehäuses 30 hervor. Die
Welle 50 liegt zumindest teilweise in der Bohrung des Gehäuses 30 und
wird so gehaltert, daß die
zentrale Achse der Welle mit der zentralen Achse der Bewegungssteuerhülse 214 und
des hülsenartigen
Nockens 206 zusammenfällt.
Alternativ könnte
der hülsenartige
Nocken 206 auch zwischen der Welle 50 und der
Bewegungssteuerhülse 214 angeordnet
sein, ohne daß dadurch
die Funktion des Verschlußaufbaus 14 beeinflußt werden
würde.
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Ein
Teil der Welle 50 ist im Anschluß an das Ende 54 der
Welle 50, welches außerhalb
des Gehäuses 30 liegt,
mit einem Gewinde versehen. Der Gewindeabschnitt der Welle 50 hat
ein Paar von Abflachungen 228, die auf je einer Seite der
Welle vorgesehen sind. Der Gewindeabschnitt der Welle 50 verläuft durch
ein Loch an einem Ende der Sperrklinke 70. Die Sperrklinke 70 wird
an einer axialen Bewegung relativ zu der Welle 50 durch
ein Paar von Muttern 71 gehindert, die mit dem Gewindeabschnitt
der Welle 50 in Eingriff stehen. Die Muttern 71 ermöglichen
es, daß die
Position der Sperrklinke 70 entlang der Welle 50 axial
einstellbar ist. Die Muttern 71 können so festgezogen werden,
daß sie
die Sperrklinke 70 zwischen sich mit einer ausreichenden
Reibungskraft erfassen, so daß die
Welle 50 und die Sperrklinke 70 sich als eine
Einheit bewegen. Noch bevorzugter ist es, wenn das Loch bzw. die
Bohrung durch die Sperrklinke 70 ebene Seiten hat, die
mit den Abflachungen 228 des Gewindeabschnittes der Welle 50 zusammenpassen,
so daß auf
die Sperrklinke 70 ein größeres Drehmoment aufgebracht
werden kann, ohne daß irgendeine
relative Drehbewegung zwischen der Sperrklinke und der Welle 50 auftritt.
Halteeinrichtungen, welche voneinander beabstandete Muttern 68 und 69 aufweisen,
sind in dieser Ausführungsform
ebenfalls enthalten. Vorzugsweise sind die Muttern 68 und 69 vom
selbstsichernden Typ. Die Muttern 68 und 69 werden
an der Welle 50 im Abstand zueinander befestigt. Die Muttern 68 und 69 wirken
im Betrieb mit dem Schloß 16 zusammen,
wie nachstehend noch erläutert
wird. Weiterhin ist an der Welle 50 ein Querstift 230 montiert,
der seitlich in beiden Richtungen von der Welle 50 hervorsteht
und sowohl als Nockenfolger als auch als Bewegungssteuerstift wirkt.
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Das
Ende der Welle 50, welches dem Antriebsteil 46 am
nächsten
liegt, kann weiterhin mit einer zentralen Bohrung versehen sein,
in welcher eine Schraubendruckfeder angeordnet ist. In einer Ausführungsform
stützt
sich ein Ende der Druckfeder an dem Antriebsteil 46 ab.
Auf diese Weise arbeitet die Druckfeder so, daß sie die Welle 50 in
Richtung nach außen
von dem zweiten Ende 224 des Gehäuses 30 hervorstehend
vorspannt. Diese Vorspannkraft hält die
Enden des Querstiftes 230 in engem Kontakt mit den Seiten
der Nockenschlitze, die von dem Antriebsteil 46 weiter
entfernt liegen. Die Vorspannfeder ist wünschenswert jedoch nicht zwingend
erforderlich, da selbst ohne die Feder die Enden des Querstiftes 230 den
Nockenschlitzen folgen würden.
Der Querstift 230 gibt vor, ob in Reaktion auf die Drehung des
Antriebsteiles 46 die Welle 50 und die Sperrklinke 70 sich
nur axial oder nur drehend bewegen. Dies wird festgelegt in Abhängigkeit
davon, ob die entgegengesetzt liegenden Enden des Querstiftes sich
innerhalb der axialen Bewegungssteuerschlitze 216 oder
in den seitlichen (in Umfangsrichtung verlaufenden) Bewegungssteuerschlitzen 218 befinden.
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Das
Schloß 16 ist
in dieser Ausführungsform ein
konventionelles Zylinderschloß mit
einem durch einen Schlüssel
zu betätigenden
Steckschloß oder Schloßzylinder,
der in einem Zylinderschloßgehäuse gelagert
ist. Das Zylinderschloßgehäuse 236 ist
mit einem Außengewinde
versehen und ist in der Öffnung 22 in
dem Napf 12 montiert. Das Zylinderschloßgehäuse 236 hat äußere Vorsprünge, die
in Schlitze 238 der Öffnung 22 passen
und eine Relativdrehung zwischen dem Schloßgehäuse 236 und dem Napf 12 verhindern.
Das Schloß 16 weist
weiterhin Einrichtungen für
das Ineingrifftreten mit dem Verschlußaufbau 14 auf, die
eine Schloßklinke 72 aufweisen.
In dieser Ausführungsform
ist die Schloßklinke 32 in
etwa länglich
und hat eine Befestigungsbohrung 232 an einem Ende und
eine U-förmige Öffnung 234 in
der Nähe
des entgegengesetzten Endes. Die Schloßklinke 72 ist an
dem Steckschloß des
Schlosses 16 angebracht, so daß die Schloßklinke 72 und das
Steckschloß des
Schlosses 16 sich als eine Einheit drehen. Die Schloßklinke 72 ist
an dem Steckschloß des
Schlosses 16 unter Verwendung von dessen Befestigungsbohrung 232 und
einem geeigneten Befestigungsmittel fixiert. Beispielsweise kann
eine Schraube durch die Befestigungsbohrung hindurchgeführt und
mit einem Gewindeloch in Eingriff gebracht werden, das fest an dem
Steckschloß des Schlosses 16 angebracht
ist. Das Festziehen der Schraube sollte die Schloßklinke 72 über Reibung fest
an ihrem Platz halten, so daß die
Schloßklinke sich
mit dem Steckschloß des
Schlosses 16 dreht. Alternativ könnte ein Vorsprung 240,
der mit dem Steckschloß des
Schlosses 16 einstückig
ist, sich durch das Befestigungsloch 232 erstrecken. Der
Vorsprung 240 könnten
einen mit Außengewinde
versehenen Abschnitt für
das Ineingrifftreten mit einer Mutter haben oder der Vorsprung 240 könnte eine
Gewindebohrung für
den Eingriff durch eine Schraube haben. Die Mutter oder Schraube
würde dann
die Schloßklinke 72 über Reibung
an ihrem Platz halten, so daß sich
die Schloßklinke
mit dem Steckschloß des
Schlosses 16 dreht. Nach einem weiteren Beispiel könnte der
Vorsprung 240 eine nicht kreisförmige Form haben, die mit der
nicht kreisförmigen
Form einer alternativen Form des Befestigungsloches 232 zusammenpaßt und dadurch
bewirken würde,
daß die
Schloßklinke 72 und
das Steckschloß des
Schlosses 16 sich als eine Einheit drehen. Eine Mutter
oder Schraube 242 könnte
dann wie zuvor beschrieben verwendet werden, um die Schloßklinke 72 daran
zu hindern, von dem Steckschloß des
Schlosses 16 abzufallen. Die Schloßklinke 72 kann an
dem Steckschloß des
Schlosses 16 in irgendeiner geeigneten Art und Weise montiert
werden, um auf diese Weise die Schloßklinke für eine gemeinsame Drehung mit dem
Steckschloß des
Schlosses 16 zu fixieren, wenn das Steckschloß durch
einen passenden Schlüssel betätigt wird.
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Vorzugsweise
wird das Steckschloß des Schlosses 16 durch
einen konventionellen Schlüssel mit
einer Schlüsselklinge
betätigt.
Alternativ könnte das
Steckschloß auch
durch einen binären
Schlüssel oder
ein anderes Werkzeug betätigt
werden, wie z. B. ein Sechseckschlüssel (Inbusschlüssel) oder
irgendein anderes geeignetes, nicht dargestelltes Werkzeug.
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Die
Arbeitsweise des an einem Verschließteil befestigten Verschlusses
wird nunmehr beschrieben. Der Handgriff 26 kann in eine
Position heruntergeschwenkt werden, so daß der Verschlußaufbau 14 und
der Handgriff 26 beide innerhalb des Napfes 12 aufgenommen
sind. In dieser Ausführungsform
wird der Handgriff 26 in allen Positionen mit Ausnahme der
verriegelten Position des Verschlußaufbaus 14 daran
gehindert, nach unten geklappt zu werden, und zwar aufgrund der
Position der Aussparung 42 in der Seitenwand 44 des
Kopfes 40 des Gehäuses 30.
In dieser Ausführungsform
liegt die Rippe 36 des Einsatzes 32 in den ersten
der beiden Aussparungen 58 des Antriebsteiles 46,
wenn der Handgriff 26 sich in der unten liegenden oder
zurückgezogenen
Position befindet. Für
die Betätigung
des Verschlußaufbaus 14 wird
der Handgriff 26 in seine offene oder ausgestreckte Position
verschwenkt, die in dieser Ausführungsform
gegenüber
der zurückgezogenen
Position um etwa 90° verschwenkt
ist. In der vorliegenden Ausführungsform
liegt die Rippe oder der Vorsprung 36 des Einsatzes 32 in
der zweiten der Vertiefungen 58, wenn der T-Handgriff sich
in der ausgestreckten Position befindet. Der Rohling 35 wirkt
wie eine Feder, die die Rippe 36 in Eingriff mit den Vertiefungen 58 vorspannt,
um auf diese Weise ein Rastmerkmal zu bieten, welches den T-Handgriff
entweder in der ausgeklappten oder in der zurückgezogenen Position hält. Es sei
für einen
Moment angenommen, daß das Steckschloß des Schlosses 16 sich
in der entsperrten Position befindet. Dann kann der Verschlußaufbau 14 durch
Drehung des Handgriffs 26 betätigt werden. Wenn der ausgeklappte
T-Handgriff 26 in die entriegelte Position gedreht wird,
bewegen sich die Welle 50 und die Sperrklinke 70 zunächst axial
weg von dem Halteteil oder Rahmenteil 244 und dann bewegen
die Welle 50 und die Sperrklinke 70 sich in Drehrichtung
bzw. Umfangsrichtung, um die Sperrklinke aus der Ausrichtung bzw.
dem Hintergreifen mit dem Rahmenteil herauszubewegen, um dadurch
zu ermöglichen,
daß das
Verschließteil
geöffnet
wird. Das Verschließteil
(das zu verschließende
Teil) kann verriegelt werden, nachdem das Verschließteil verschlossen
wurde, indem die Drehung des T-Handgriffes 26 umgekehrt
wird. Während
des Verriegelungsvorganges bewegen sich die Welle 50 und
die Sperrklinke 70 zuerst in Umfangs- bzw. Drehrichtung,
in Ausrichtung (Hintergreifen) mit dem Rahmenteil, und dann bewegen
die Welle 50 und die Sperrklinke 70 sich axial
und bringen die Sperrklinke 70 in Eingriff mit dem Rahmenteil.
Wenn der T-Handgriff 26 in die verriegelte Position gedreht
wurde, so kann er schwenkend in die eingeklappte bzw. zurückgezogene
Position in den Napf 12 hineinbewegt werden. Auf das Schloß 16 kann
jedoch nur mit einem Schlüssel zugegriffen
werden, wenn der T-Handgriff 26 sich in der ausgeklappten
Position befindet. Wenn der T-Handgriff 26 sich in der
eingeklappten Position innerhalb des Napfes 12 befindet,
kann der Verschlußaufbau 14 nicht
betätigt
werden, da der Kopf 40 des Gehäuses 30 und/oder die
Wände des
Napfes 12 dem T-Handgriff 26 im Weg sind. Wenn
der T-Handgriff in die verriegelte Position gedreht ist, wobei jedoch
der T-Handgriff
ausgeklappt ist, so kann ein Benutzer einen Schlüssel verwenden, um das Steckschloß des Schlosses 16 in
die gesperrte Position zu drehen. Wenn das Steckschloß des Schlosses 16 in die
gesperrte Position gedreht ist, wird die Schloßklinke 72 zwischen
den Muttern 68 und 69 der Halteeinrichtung angeordnet
und der Bereich der Welle 50, der zwischen den Muttern 68 und 69 liegt,
wird in der U-förmigen Öffnung 234 aufgenommen.
Die Muttern 68 und 69 arbeiten also in Zusammenwirken
mit der Schloßklinke 72 so,
daß sie
eine axiale Bewegung der Welle 50 verhindern und konsequenterweise auch
die Drehbewegung des T-Handgriffs aus seiner verriegelten Position
heraus verhindern. Demnach ist ein nicht autorisierter Benutzer
nicht in der Lage, den T-Handgriff 26 in die entriegelte
Position zu bewegen, selbst nachdem er den T-Handgriff in die ausgeklappte Position
bewegt hat. Wenn ein autorisierter Benutzer das Steckschloß des Schlosses 16 unter Verwendung
eines Schlüssels
in die entsperrte Position dreht, bewegt sich die Schloßklinke 72 aus
der Position zwischen den Muttern 68 und 69 heraus
und der T-Handgriff 26 kann dann in die entriegelte Position
gedreht werden. Als eine Alternative zu den Muttern 68 und 69 kann
die Welle einen Abschnitt mit verringertem Durchmesser haben, der
eine Nut für die
Aufnahme des Endes der Schloßklinke 72 definiert,
welche eine U-förmige Öffnung 234 hat,
oder die Welle 50 kann mit irgendeiner Art von voneinander
beabstandeten Anschlägen
ausgestattet sein, um das Ende der Sperrklinke 72, welches
die U-förmige Öffnung 234 hat,
aufzunehmen. Zusätzlich kann
die Schloßklinke 72,
wenn der Verschlußaufbau 14 von
einem Typ ist, der nur durch Drehung betätigt wird, so arbeiten, daß sie die
Seiten der U-förmigen Öffnung 234 mit
den Abflachungen 228 der Welle 50 in Eingriff
treten läßt, was
eine Drehung der Welle 50 verhindern würde. Dies kann man erreichen
durch entsprechendes Bemessen der U-förmigen Öffnung 234. Weiterhin
kann das Ineingriffbringen der Seiten der U-förmigen Öffnung 234 mit
den Abflachungen 228 der Welle 50 in vorteilhafter
Weise in Kombination mit den Muttern 68 und 69 verwendet
werden oder mit den anderen ähnlichen
Einrichtungen, die oben aufgelistet wurden, um es für einen
nicht autorisierten Benutzer schwieriger zu machen, den Verschluß 10 zu
manipulieren bzw. aufzubrechen, indem der T-Handgriff 26 gewaltsam gedreht
bzw. überdreht wird.
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Für Fachleute
auf diesem Gebiet versteht es sich, daß an den oben beschriebenen
Ausführungsformen
der Erfindung Veränderungen
vorgenommen werden können,
ohne von dem breiten erfinderischen Konzept derselben abzuweichen.
Beispielsweise könnte
der Verschlußaufbau
14 auch
andere Ausgestaltungen haben, wie z. B. der in dem
US-Patent Nummer 4,556,244 offenbarte
Verschluß.
Auch die Elemente des Verschlusses können in anderen Konfigurationen
und Ausgestaltungen ebenso wie auch in anderen Positionen vorgesehen
werden. Beispielsweise kann ein Schloß
16 an dem Handgriff
26 vorgesehen
sein. Es versteht sich deshalb, daß die vorliegende Erfindung
nicht auf die speziell offenbarten Ausführungsformen beschränkt ist,
sondern daß sie
alle Modifikationen abdecken soll, die innerhalb des Schutzumfanges
der Erfindung liegen, wie er durch die anhängenden Ansprüche definiert
wird.