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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verwenden von Wasserhydraulik
in einer Papier- oder Kartonmaschine, insbesondere in Anwendungen,
die Schmierung erfordern und dergleichen, in denen ein Arbeitsmedium
einem Druck ausgesetzt wird.
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Herkömmlich wird
in Papier- und Kartonmaschinen Öl
in zahlreichen Anwendungen als Arbeitsflüssigkeit verwendet, in Kühlsystemen,
in tragenden Anordnungen usw. Die Vorrichtung muss in fester Weise
eingeschalt werden, um Beeinträchtigungen
des Auslaufens von Öl
zu vermeiden, um nicht zuzulassen, dass Öl das Produkt wie Papier oder
Karton, welches hergestellt wird, zerstört, oder die Vorrichtungen,
die in der Umgebung angeordnet sind, verschmutzt. Darüber hinaus
ist es sehr schädlich,
wenn Öl
in die Umgebung austritt, beispielsweise mit Wasser, ausgestoßen aus
einer Mühle,
wegen der Verschmutzung der Umwelt. Beträchtliche Wärmemengen werden in verschiedenen
tragenden Anwendungen von Walzen erzeugt, und daher ist es notwendig,
in diesen tragenden Anwendungen große Kühlsysteme zu verwenden, in
denen schmierendes Öl am
häufigsten
mittels Wasser gekühlt
wird. Ein mögliches
Auslaufen von Öl
in die Umgebung tritt häufig
auf, und, wie bereits oben erwähnt,
die Abgabe von Öl
verursacht eine beträchtliche
Belastung für
die Umwelt. Zusätzlich
ist heißes Öl ein riskanter
Faktor hinsichtlich des Brandschutzes. Beispielsweise ist mit Bezug
auf die Walzen, die in Papiermaschinen verwendet werden und die mit
Hydrauliköl
belastet sind und mit Gleitlagern gelagert sind, der Bedarf nach
hydraulischem Medium pro Walze beträchtlich. Als Beispiel kann
erwähnt
werden, dass etwa 10 bis 12 m3 Hydrauliköl erforderlich
sind für
eine Durchbiegungs-kompensierende Walze, belastet mit Hydrauliköl. Wenn
eine Maschine eine beträchtliche
Anzahl von solchen Walzen einschließt, muss die Papiermühle einen
sehr großen
Vorrat von Hydrauliköl
beibehalten.
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Elektrizität wird als
treibende Energie in zahlreichen Vorrichtungen verwendet, in deren
Zusammenhang es notwendig ist, infolge der feuchten Umgebung besondere
Erfordernisse für
diese elektrischen Motoren zu stellen. Zusätzlich wird in einigen Papiermaschinen
Luft als die treibende Energie verwendet, was wiederum ein separates,
pneumatisches System erfordert. Wenn es notwendig ist, gleichzeitig
mehrere verschiedene Typen der Antriebskraft zu verwenden und mehrere
verschiedene Arbeitsmedium-Leitungen
zu errichten, um Vorrichtungen einzuschalen, und spezielle Anordnungen
zu konstruieren, wegen des Brandschutzes usw., verursachen diese
Aktionen natürlich
beträchtliche
Kosten, und des Weiteren erfordern diese Art von Lösungen eine
Menge Raum, um die Anlage in Maschinen einzurichten. Heutzutage
werden dahingehend Versuche unternommen, dauerhafte Anordnungen
zu erreichen, welche die Umwelt schonen, wirtschaftlich sind und
wenig Raum einnehmen, in welchem Zusammenhang der Verwendung von
umweltfreundlichem und wirtschaftlichem Wasser als Antriebskraft
anstelle von anderen Arbeitsmedien immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt
wird.
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Mit
Bezug auf den Stand der Technik hinsichtlich von Wasserhydrauliksystemen
wird beispielsweise Bezug genommen auf das finnische Patent 76 409,
das Gleitlager beschreibt, die geeignet sind für das Drehen von Übertragungswalzen
und Ausbreitwalzen, und in denen Wasser als Schmiermittel verwendet
wird. Die Verwendung von Wasser ist geeignet für diese Art System, weil das
Arbeitsmedium in diesem System keinem hohen Druck ausgesetzt wird.
Das in diesem finnischen Patent beschriebene System kann nicht bei
einem System unter hohem Druck angewandt werden.
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US
Patent 4 167 964 beschreibt eine Vorrichtung, die beabsichtigt ist
für das
Walzen von Metall, welche Vorrichtung Walzen verwendet, die mit
einem Druckmedium belastet sind. Im in dieser Veröffentlichung beschriebenen
Fall wird Wasser als Druckmedium verwendet. Zusätzlich zur Druckbeaufschlagung
wird im System Wasser zur Schmierung und zum Kühlen verwendet. Trotz hoher
Arbeitsdrücke
ist die Verwendung von Wasser im System ausführbar, weil eine sehr hohe
Flussgeschwindigkeit des Wassers verwendet wird, zusätzlich zur
Druckbeaufschlagung. Wenn der verwendete Wasserfluss gering war,
konnte es zur Druckbeaufschlagung nicht verwendet werden wegen der
geringen Viskosität
des Wassers.
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Die
finnische Patentanmeldung Nr. 942616 (US-A-5620566) beschreibt eine
Druckvorbereitung für eine
Papierbahn, insbesondere eine Schuhpresse, in der Wasser als Arbeitsflüssigkeit
in einem Belastungsschuh verwendet wird. Wasser dient im System
gleichzeitig als schmierendes Medium und als ein Medium, das einen
Belastungsdruck erzeugt. Die Verwendung von Wasser auch in dieser
Anordnung ist möglich,
weil die verwendeten Belastungsdrücke nicht sehr hoch sind, und
zusätzlich
der Fluss des Belastungsmediums zur gleichen Zeit hoch ist. In diesem
Zusammenhang ist die geringe Viskosität nicht zu nachteilhaft unter
dem Gesichtspunkt der Verwendung der Anordnung.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen,
das die Verwendung von Wasserhydraulik in einer Papier- und Kartonmaschine
ermöglicht,
auch in Anwendungen, in denen das Arbeitsmedium einem beträchtlichen
Druck ausgesetzt wird. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird
durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
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Als
spezielle Anwendung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Verfahren
angewandt wird bei Walzenhydraulik, insbesondere bei der Schmierung
von Walzen, gelagert mit Gleitlagern, und/oder der Druckbeaufschlagung
und Schmierung von Belastungselementen von hydraulisch belasteten
Walzen und dergleichen.
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Somit
werden im Verfahren gemäß der Erfindung
Versuche unternommen, insbesondere solche Ölhydraulik, die gedacht ist
zum Produzieren äußerst hoher
Druckgrade, durch Wasserhydraulik zu ersetzen. Gleitlager von Walzen,
intern belastete Durchbiegungs-kompensierte Walzen, Bandwalzen,
wie Walzen mit langem Spalt und dergleichen können als Beispiele hiervon
erwähnt
werden. Die Verwendung von Wasserhydraulik gewährleistet einen beträchtlichen
Gewinn gegenüber
vorangehenden Anordnungen, wobei einer der wichtigsten Gewinne die
Tatsache ist, dass sie umweltfreundlich ist. Hinsichtlich des Arbeitsmediums
ist das System sehr wirtschaftlich, weil das herkömmlich verwendete
Hydrauliköl
relativ teuer ist. Ein beträchtlicher
Vorteil ist auch, dass das Arbeitsmedium in der Wasserhydraulik
nicht verbrennbar ist. Wenn daher ein Auslaufen im System auftritt,
wird dieses Auslaufen nicht die Umgebung verschmutzen. Dies bedeutet,
dass auch ein großes Auslaufen
keine Problem verursachen wird, sondern in den meisten Fällen kann
ausgelaufenes Wasser direkt in den Abfluss oder in ein Behandlungssystem
des Zirkulationswassers der Papiermaschine abgegeben werden. Wegen
der geringen Viskosität
des Wassers sind im System keine Röhren mit großem Durchmesser
erforderlich. Relativ lange Rohrleitungen sind auch möglich. Beim
Wechseln von Ölhydraulik
zu Wasserhydraulik müssen
beträchtliche
Modifizierungen nicht notwendigerweise gemacht werden in den Rohrleitungen,
besonders wenn die Rohrleitungen von Ölhydraulik bereits aus einem
säurefesten
Material gemacht worden sind. Die Verwendung eines wasserhydraulischen
Systems beinhaltet nicht das Problem der Luftabtrennung, ähnlich dem
von ölhydraulischen
Systemen. Ein wasserhydraulisches System erfordert keine großen Vorratsbehälter von
der Art, die in ölhydraulischen
Systemen erforderlich sind. In einigen Fällen würde es in wasserhydraulischen
Systemen auch möglich
sein, Meerwasser als Medium zu verwenden. Andere Vorteile und charakteristische
Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung der Erfindung ersichtlich.
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1 der
Zeichnung ist eine vollständig
schematische Ansicht eines Systems gemäß der Erfindung.
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2 zeigt
den Effekt der Chemikalien, die in einem Papierherstellungsverfahren
verwendet werden, hinsichtlich der Viskosität von Wasser als Funktion der
Konzentration.
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Tabelle
1 zeigt eine typische Produktionskapazität einer Papiermaschinenlinie.
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Tabelle
2 zeigt eine Bilanzrechnung einer Papierproduktionslinie für einige
Retentionshilfen auf Polymerbasis.
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Tabelle
3 zeigt eine Berechnung des Mengenverbrauchs von Chemikalien, der
bei verschiedenen Viskositäten
erforderlich ist.
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Tabelle
4 zeigt Eigenschaften von, und dem Bedarf nach einem Oberflächenleim
auf Stärkebasis
für die
Produktion von Tabelle 1.
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Es
wurde bereits früher
erwähnt,
dass die geringe Viskosität
von Wasser ein beträchtliches
Problem für
die Verwendung von Wasserhydraulik in einer Papiermaschine bietet.
Dieses Problem wird sehr deutlich an den Orten der Anwendung, die
einen hohen Druck erfordern, beispielsweise in Gleitlagern und in
Belastungselementen von Durchbiegungs-gesteuerten Walzen. Die Mengen
von reinem Wasser, die gepumpt werden müssen, um einen genügend schmierenden
Film zu gewährleisten,
würden
unverhältnismäßig hoch
sein, was bedeutet, dass die Behandlung großer Mengen von Wasser in begrenzten
Räumen
ein Problem darstellt. Allerdings kann die Viskosität von Wasser
mit bestimmten Additiven erhöht
werden, in diesem Zusammenhang kann durch Verwenden dieser Art Additive
die erforderliche Wassermenge auf einen Grad gebracht werden, der
kontrolliert werden kann. Verschiedene Polymerbasierende Additive
sind relativ teuer, so dass deren Verwendung angesichts der bloßen Wasserhydraulik
hinsichtlich der Kosten fragwürdig
ist.
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Allerdings
werden in Papierherstellungsverfahren in den verschiedenen Stufen
des Verfahrens verschiedene Chemikalien verwendet, wie Fixiermittel
und Retentionshilfen, die ermöglichen,
dass die Viskosität des
Wassers erhöht
wird. Im Papierherstellungsverfahren werden diese Substanzen zu
einem gegebenen Punkt im Verfahren dosiert, an den sie als auf eine
geeignete Konzentration verdünnt,
beispielsweise um die Eigenschaften des Ganzstoffes wie gewünscht zu
machen, geführt
werden. Die vorliegende Erfindung verwendet Chemikalien, die dem
Verfahren in jedem Fall zugeführt
werden und durch welche die Viskosität des Wassers in einem solchen
Maß angehoben
wird, dass Wasserhydraulik beispielsweise verwendet werden kann
in Gleitlager-Anordnungen
von Walzen, beim Belasten von Belastungselementen von Durchbiegungs-gesteuerten
Walzen, sowie in Walzen mit elastischer Schale, insbesondere bei
Walzen mit langem Spalt. Dies wird mittels der Figur in der beigefügten vollständig schematischen
Zeichnung veranschaulicht.
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In
der schematischen 1 der Zeichnung ist ein Behandlungssystem
und ein Mischungsbehälter
für ein
Polymer mit der Bezugsnummer 1 bezeichnet. Darin wird das
Polymer mit Wasser bis auf eine gewünschte Konzentration vermischt,
und als Folge dessen erhält
Wasser eine gegebene Viskosität.
In einem herkömmlichen
Prozess-Zirkulationswasser-System
wurde das Gemisch von Polymer und Wasser entlang einer Zuführungsleitung 3' in einen Polymer-Vorratsbehälter geführt, der
in der Figur mit der Bezugsnummer 2 bezeichnet ist. Das
Gemisch aus Polymer und Wasser wird von dem Polymer-Vorratsbehälter 2,
in geeigneter verdünnter Weise,
entlang einer Leitung 6 zu einem gegebenen Prozess-Schritt
geführt,
der schematisch in der Figur durch das Bezugszeichen A bezeichnet
wird. Der Prozess-Schritt A kann beispielsweise die Zuführung von Ganzstoff
zu einer Siebpartie, d.h. einem Stoffauflauf, sein. Somit wird die
Substanz, wie in 1 gezeigt, vor dem Stoffauflauf
als auf eine geeignete Konzentration verdünnt zugeführt. Weil die Zirkulationswasser-Systeme
der Papiermaschine an sich bekannt sind, wird dieses System in diesem
Zusammenhang nicht ausführlich beschrieben.
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Im
System gemäß der Erfindung,
gezeigt in 1, wird das Gemisch aus Polymer
und Wasser nicht vom Polymer-Mischungsbehälter 1 direkt
in den Polymer-Vorratsbehälter 2 geführt, sondern
im in der Figur gezeigten Fall, bezogen auf die Verwendung von Wasserhydraulik
zur Schmierung der Lagerung einer Walze, wird das Gemisch aus Wasser
und Polymer vom Polymer-Mischungsbehälter 1 entlang einer
Zuführungsleitung 3in zur Lagerung 5 der Walze 4 geführt. Von
der Lagerung 5 wird das Gemisch aus Polymer und Wasser weiter
entlang einer Leitung 3out in den
Polymer-Vorratsbehälter 2 geführt. Somit
wird im Polymer-Mischungsbehälter 1 das
Polymer mit Wasser in einer Konzentration gemischt, um eine Viskosität, die durch
die Schmierung der Lagerung 5 erforderlich ist, bei einem
gegebenen Fluss über
die Lagerung 5 bereitzustellen. Somit ist diese Konzentration
natürlich
höher als
die Konzentration, die im Prozess erforderlich ist, weil eine endgültige Verdünnung nicht
bis nach dem Polymer-Vorratsbehälter 2 durchgeführt wird.
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Mit
Bezug auf die Polymere, die im Prozess verwendet werden, kann allgemein
gesagt werden, dass langkettige Polymere relativ kurzlebig sind,
was bedeutet, dass die Viskosität
des Gemisches aus Polymer und Wasser nach einer bestimmten Verwendung
kollabiert. Allerdings können
sie durch Modifizieren von Polymeren dazu gemacht werden, länger zu
halten. Somit sind kurzkettige Polymere langkettigen Polymeren überlegen.
In der Verwendung gemäß der Erfindung
müssen
die Polymere so beschaffen sein, dass sie ihre Eigenschaften nicht
verlieren, wenn sie beispielsweise in der in 1 gezeigten
Weise verwendet werden zur Schmierung der Lager einer Walze. Wenn
die Eigenschaften beträchtlich
verändert
wurden, beispielsweise im Wasserhydraulik-System, gezeigt in 1,
während
das Gemisch aus Polymer und Wasser über die Lager 5 fließt und in
den Vorratsbehälter 2 eintritt,
würde es
nicht notwendigerweise möglich
sein, diese Polymere für ihren
ursprünglichen
Zweck im Prozess zu verwenden.
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Somit
ist das Ziel, dass das Polymer so beschaffen ist, dass es mindestens
einmal ohne Verlust der Eigenschaften verwendet werden kann, beispielsweise
zur Schmierung von Lagern, in diesem Zusammenhang könnte das
Polymer auch irgendwo anders im Prozess verwendet werden. Es kann
in Erwägung
gezogen werden, dass das Polymer am häufigsten zwei bis dreimal verwendet
wird, wonach es erneuert werden muss. Wasser wird an geeigneten
Punkten einer Papier- oder Kartonmaschine gesammelt, in einen Tank
oder etwas Gleichwertiges zirkuliert, filtriert und gereinigt, und
in das Polymerbehandlungssystem 1 geführt. Das Polymerbehandlungssystem
wird zusätzlich
mit einer erforderlichen Menge an frischem Wasser und neuem Polymer versorgt,
um eine geeignete Konzentration und Viskosität zu erhalten.
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Das
Polymer kann ein synthetisches Polymer oder ein Biopolymer sein. 2 der
Zeichnung zeigt den Effekt von verschiedenen Chemikalien, die im
Papierherstellungsverfahren verwendet werden, hinsichtlich der Viskosität von Wasser
als Funktion der Konzentration. Die in 2 erwähnten Chemikalien
sind Polymer-basierende Retentionshilfen, Fixiermittel. Um weiter
die Erfindung zu veranschaulichen, wurden in den nachfolgend beschriebenen
Tabellen die Verbrauchsmengen mehrerer verschiedener Chemikalien
(siehe 2), die in einer lagernden Anordnung erforderlich
sind, bei verschiedenen Viskosität
berechnet und mit der Menge, die bei einer Papiermaschinenlinie
erforderlich ist, verglichen.
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Die
Retentionshilfen, gezeigt in 2 sowie
in Tabellen 2 und 3, sind von der folgenden Art:
Substanz 1:
Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer kationischer
Polyelektrolyt mit einem geringen Molekulargewicht, wobei der aktive
Inhaltsstoff davon ein quervernetztes Epichlorhydrin-Dimethylamin(Epi-DMA)Polymer ist.
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Substanz
2: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer kationischer
Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, wobei der aktive Inhaltsstoff
davon PolyDADMAC ist.
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Substanz
3: Ein kationisches Koagulierungsmitte, dessen aktive Inhaltsstoffe
PolyDADMAC und Acrylsäure
sind.
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Substanz
4: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein quervernetztes, kationisches
Polymer von moderatem Molekulargewicht. Der aktive Inhaltsstoff
ist ein quervernetztes Epichlorhydrin-Dimethylamin(Epi-DMA) Polymer.
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Substanz
5: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer, kationischer
Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, dessen aktiver Inhaltsstoff
PolyDADMAC ist (einige Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften,
verglichen mit Substanz 2).
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Substanz
6: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer, kationischer
Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, dessen aktiver Inhaltsstoff
ein lineares Epi-DMA-Polymer ist.
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Substanz
7: Ein kationisches Emulsions-Flockungsmittel. Ein synthetisches,
kationisches Polyacrylamid-Copolymerbasierendes Flockungsmittel
von hohem Molekulargewicht.
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Substanz
8: Ein kationisches Emulsions-Flockungsmittel. Ein synthetisches,
kationisches Polyacrylamid-Copolymerbasierendes Flockungsmittel
mit einem geringen Molekulargewicht und einer hohen kationischen
Ladung.
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Substanz
9: Ein kationisches Flockungsmittel. Ein flüssiges, kationisches Polymer
von mittlerem Molekulargewicht, wobei der aktive Inhaltsstoff ein
Acrylamid-Copolymer ist.
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Tabelle
1 zeigt eine typische Produktionskapazität einer Papiermaschinenlinie.
Tabelle 2 wiederum zeigt eine Bilanzberechnung einer Papierproduktionslinie
für einige
Polymer-basierende Retentionshilfen. Die in dieser Tabelle gezeigten
Substanzen sind die gleichen wie die in 2. Tabelle
3 wiederum zeigt eine Berechnung der Verbrauchsmengen dieser Chemikalien,
erforderlich in einer Lagerungs-Anordnung einer Walze bei verschiedenen
Viskositäten.
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Nachfolgend
können
die Tabellen mittels eines Beispiels untersucht werden. Bei Betrachtung
beispielsweise von Tabelle 2 und der Retentionshilfe (Substanz 1),
die darin zuerst auftritt, kann gesehen werden, dass der Bedarf
für diese
Retentionshilfe mit der Produktion gemäß Tabelle 1 maximal 3969 kg/min
ist. Zusammen mit Tabellen 2 und 3 und unter Berücksichtigung dessen, was in 2 gezeigt
ist, ist unmittelbar festzustellen, dass erstens, in der Gleitlager-Operation
einer Ansaugwalze, die erforderliche Viskosität 20 mm2/s (cSt)
bei einem Verbrauch von 146 l/min beträgt. Anhand von 2 ist
ersichtlich, erstens, dass die Substanz 1 die erforderliche Viskosität bei einer
Konzentration von 2% gewährleistet.
In einer entsprechenden Weise beträgt bei dieser Konzentration
und diesem Fluss der Verbrauch der Chemikalie 3,4 kg/min. Diese
Menge ist geringer als der maximale Chemikalienbedarf mit der in
Tabelle 1 gezeigten Produktion. In einigen Fällen ist auch eine niedrigere
Viskosität
ausreichend, allerdings so, dass der Wert von 10 mm2/s
(cSt) angesehen werden kann als die Untergrenze der kinematischen
Viskosität
des Gemisches von Wasser und Chemikalie. Somit würde die Substanz sehr geeignet
sein zur Verwendung im Anheben der Viskosität in der Gleitlager-Operation einer
Ansaugwalze, weil die Chemikalie nicht in das System eingeführt werden
muss für
die tatsächliche
Gleitlager-Operation in einer höheren
Menge, als die, die erforderlich ist durch den Produktionsprozess
selbst.
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Beispielsweise
kann man sagen, dass die Stärke,
verwendet im Oberflächenleim
und in Streichmassen von Papier, eine bemerkenswerte Möglichkeit
des Erhöhens
der Viskosität
im Wasserhydraulik-System ist. Tabelle 4 zeigt Eigenschaften von,
und den Bedarf nach einem Oberflächenleim
auf Stärkebasis
mit der Produktion von Tabelle 1. Wie Tabelle 4 zeigt, mit der Produktion
gemäß Tabelle
1, ist der Verbrauch des Oberflächenleims
auf Stärkebasis
35,28 kg/min, wenn die beschichtete Menge 2 g/m2 beträgt. Eine
Konzentration von 10% wird in der Beschichtung verwendet, in welchem
Zusammenhang der Gesamtverbrauch des Oberflächenleims auf Stärkebasis
und Wasser 352,8 l/min ist. Die Viskosität der Lösung bei einer Temperatur von
30°C ist 30
mm2/s (cSt). Wenn die Gesamtmenge als eine
wässrige
Lösung
verglichen wird mit dem Verbrauch, der in der Gleitlager-Operation
erforderlich ist, wird unmittelbar ersichtlich, dass die Gesamtmenge
des Oberflächenleims
auf Stärkebasis
in einer wässrigen
Lösung,
erforderlich für
das Oberflächenleimen,
viel höher
ist als der Verbrauch der wässrigen
Lösung,
der für
die Gleitlager-Operation einer Ansaugwalze und einer Presswalze erforderlich
ist. Somit konnte die wässrige
Lösung
des Oberflächenleims
auf Stärkebasis
geführt
werden über die
Lagerungsanordnung, bevor sie zur Leimpresse geführt wird. Als ein mögliches
Hindernis bei der Verwendung einer solchen Substanz kann das Verstopfen
von Komponenten und Rohren angesehen werden, insbesondere während der
Stilllegung. Dies kann allerdings vermieden werden durch die Tatsache,
dass während der
Stilllegung das System immer gespült wird, damit kein Oberflächenleim
auf Stärkebasis
in den Rohren und Komponenten verbleibt. Die Inbetriebnahme des
Systems ist auch problemlos, weil beispielsweise beim Starten der
Pressen, des Glättwerks
und anderem, die Vorrichtungen in einem unbelasteten Zustand sind.
In diesem Zusammenhang ist eine geringere Konzentration des Belastungsmediums
ausreichend, weshalb kein Risiko des Verstopfens bei der Stufe der
Inbetriebnahme besteht.
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Die
Verwendung von Wasserhydraulik ist insbesondere vorteilhaft in der
lagernden Anordnung von Siebwalzen und Presspartie-Walzen, wie Ansaugwalzen,
Druckvorbereitungswalzen und dergleichen, weil die Anforderungen,
die bezüglich
des Abdichtens der lagernden Anordnung getroffen werden, nirgendwo
so hoch sind, wie wenn Öl
verwendet wird. In diesen Fällen
kann schmierendes Wasser beispielsweise geführt werden über einen Absaugkasten und
einen Ansaugschacht, außerhalb
der Walze. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, eine geschlossene Schmierungszirkulation
für die
lagernde Anordnung zu konstruieren.
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Obenstehend
wurde die Erfindung anhand von Beispielen beschrieben, auf die die
Erfindung allerdings nicht in ausschließlicher Weise eingeschränkt ist.
Demgemäß können die
verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung innerhalb der erfinderischen Idee, welche in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist, abweichen. Tabelle
1: Produktionskapazität
einer Papiermaschinenlinie (Beispiel)
| Bahnbreite | 9800
mm |
| Basisgewicht | 45
g/m2 |
| Laufgeschwindigkeit | 1800
m/min |
| Produktion | 793,8
kg/min |
| Jährliche
Produktion | 396
360 216 Tonnen |
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Tabelle
4: Eigenschaften von, und Bedarf nach einem Oberflächenleim
auf Stärkebasis
für die
Produktion nach Tabelle 1