DE60029019T2 - Verfahren zur anwendung von wasserhydraulik in papier- und pappemaschinen - Google Patents

Verfahren zur anwendung von wasserhydraulik in papier- und pappemaschinen Download PDF

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verwenden von Wasserhydraulik in einer Papier- oder Kartonmaschine, insbesondere in Anwendungen, die Schmierung erfordern und dergleichen, in denen ein Arbeitsmedium einem Druck ausgesetzt wird.
  • Herkömmlich wird in Papier- und Kartonmaschinen Öl in zahlreichen Anwendungen als Arbeitsflüssigkeit verwendet, in Kühlsystemen, in tragenden Anordnungen usw. Die Vorrichtung muss in fester Weise eingeschalt werden, um Beeinträchtigungen des Auslaufens von Öl zu vermeiden, um nicht zuzulassen, dass Öl das Produkt wie Papier oder Karton, welches hergestellt wird, zerstört, oder die Vorrichtungen, die in der Umgebung angeordnet sind, verschmutzt. Darüber hinaus ist es sehr schädlich, wenn Öl in die Umgebung austritt, beispielsweise mit Wasser, ausgestoßen aus einer Mühle, wegen der Verschmutzung der Umwelt. Beträchtliche Wärmemengen werden in verschiedenen tragenden Anwendungen von Walzen erzeugt, und daher ist es notwendig, in diesen tragenden Anwendungen große Kühlsysteme zu verwenden, in denen schmierendes Öl am häufigsten mittels Wasser gekühlt wird. Ein mögliches Auslaufen von Öl in die Umgebung tritt häufig auf, und, wie bereits oben erwähnt, die Abgabe von Öl verursacht eine beträchtliche Belastung für die Umwelt. Zusätzlich ist heißes Öl ein riskanter Faktor hinsichtlich des Brandschutzes. Beispielsweise ist mit Bezug auf die Walzen, die in Papiermaschinen verwendet werden und die mit Hydrauliköl belastet sind und mit Gleitlagern gelagert sind, der Bedarf nach hydraulischem Medium pro Walze beträchtlich. Als Beispiel kann erwähnt werden, dass etwa 10 bis 12 m3 Hydrauliköl erforderlich sind für eine Durchbiegungs-kompensierende Walze, belastet mit Hydrauliköl. Wenn eine Maschine eine beträchtliche Anzahl von solchen Walzen einschließt, muss die Papiermühle einen sehr großen Vorrat von Hydrauliköl beibehalten.
  • Elektrizität wird als treibende Energie in zahlreichen Vorrichtungen verwendet, in deren Zusammenhang es notwendig ist, infolge der feuchten Umgebung besondere Erfordernisse für diese elektrischen Motoren zu stellen. Zusätzlich wird in einigen Papiermaschinen Luft als die treibende Energie verwendet, was wiederum ein separates, pneumatisches System erfordert. Wenn es notwendig ist, gleichzeitig mehrere verschiedene Typen der Antriebskraft zu verwenden und mehrere verschiedene Arbeitsmedium-Leitungen zu errichten, um Vorrichtungen einzuschalen, und spezielle Anordnungen zu konstruieren, wegen des Brandschutzes usw., verursachen diese Aktionen natürlich beträchtliche Kosten, und des Weiteren erfordern diese Art von Lösungen eine Menge Raum, um die Anlage in Maschinen einzurichten. Heutzutage werden dahingehend Versuche unternommen, dauerhafte Anordnungen zu erreichen, welche die Umwelt schonen, wirtschaftlich sind und wenig Raum einnehmen, in welchem Zusammenhang der Verwendung von umweltfreundlichem und wirtschaftlichem Wasser als Antriebskraft anstelle von anderen Arbeitsmedien immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.
  • Mit Bezug auf den Stand der Technik hinsichtlich von Wasserhydrauliksystemen wird beispielsweise Bezug genommen auf das finnische Patent 76 409, das Gleitlager beschreibt, die geeignet sind für das Drehen von Übertragungswalzen und Ausbreitwalzen, und in denen Wasser als Schmiermittel verwendet wird. Die Verwendung von Wasser ist geeignet für diese Art System, weil das Arbeitsmedium in diesem System keinem hohen Druck ausgesetzt wird. Das in diesem finnischen Patent beschriebene System kann nicht bei einem System unter hohem Druck angewandt werden.
  • US Patent 4 167 964 beschreibt eine Vorrichtung, die beabsichtigt ist für das Walzen von Metall, welche Vorrichtung Walzen verwendet, die mit einem Druckmedium belastet sind. Im in dieser Veröffentlichung beschriebenen Fall wird Wasser als Druckmedium verwendet. Zusätzlich zur Druckbeaufschlagung wird im System Wasser zur Schmierung und zum Kühlen verwendet. Trotz hoher Arbeitsdrücke ist die Verwendung von Wasser im System ausführbar, weil eine sehr hohe Flussgeschwindigkeit des Wassers verwendet wird, zusätzlich zur Druckbeaufschlagung. Wenn der verwendete Wasserfluss gering war, konnte es zur Druckbeaufschlagung nicht verwendet werden wegen der geringen Viskosität des Wassers.
  • Die finnische Patentanmeldung Nr. 942616 (US-A-5620566) beschreibt eine Druckvorbereitung für eine Papierbahn, insbesondere eine Schuhpresse, in der Wasser als Arbeitsflüssigkeit in einem Belastungsschuh verwendet wird. Wasser dient im System gleichzeitig als schmierendes Medium und als ein Medium, das einen Belastungsdruck erzeugt. Die Verwendung von Wasser auch in dieser Anordnung ist möglich, weil die verwendeten Belastungsdrücke nicht sehr hoch sind, und zusätzlich der Fluss des Belastungsmediums zur gleichen Zeit hoch ist. In diesem Zusammenhang ist die geringe Viskosität nicht zu nachteilhaft unter dem Gesichtspunkt der Verwendung der Anordnung.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, das die Verwendung von Wasserhydraulik in einer Papier- und Kartonmaschine ermöglicht, auch in Anwendungen, in denen das Arbeitsmedium einem beträchtlichen Druck ausgesetzt wird. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
  • Als spezielle Anwendung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Verfahren angewandt wird bei Walzenhydraulik, insbesondere bei der Schmierung von Walzen, gelagert mit Gleitlagern, und/oder der Druckbeaufschlagung und Schmierung von Belastungselementen von hydraulisch belasteten Walzen und dergleichen.
  • Somit werden im Verfahren gemäß der Erfindung Versuche unternommen, insbesondere solche Ölhydraulik, die gedacht ist zum Produzieren äußerst hoher Druckgrade, durch Wasserhydraulik zu ersetzen. Gleitlager von Walzen, intern belastete Durchbiegungs-kompensierte Walzen, Bandwalzen, wie Walzen mit langem Spalt und dergleichen können als Beispiele hiervon erwähnt werden. Die Verwendung von Wasserhydraulik gewährleistet einen beträchtlichen Gewinn gegenüber vorangehenden Anordnungen, wobei einer der wichtigsten Gewinne die Tatsache ist, dass sie umweltfreundlich ist. Hinsichtlich des Arbeitsmediums ist das System sehr wirtschaftlich, weil das herkömmlich verwendete Hydrauliköl relativ teuer ist. Ein beträchtlicher Vorteil ist auch, dass das Arbeitsmedium in der Wasserhydraulik nicht verbrennbar ist. Wenn daher ein Auslaufen im System auftritt, wird dieses Auslaufen nicht die Umgebung verschmutzen. Dies bedeutet, dass auch ein großes Auslaufen keine Problem verursachen wird, sondern in den meisten Fällen kann ausgelaufenes Wasser direkt in den Abfluss oder in ein Behandlungssystem des Zirkulationswassers der Papiermaschine abgegeben werden. Wegen der geringen Viskosität des Wassers sind im System keine Röhren mit großem Durchmesser erforderlich. Relativ lange Rohrleitungen sind auch möglich. Beim Wechseln von Ölhydraulik zu Wasserhydraulik müssen beträchtliche Modifizierungen nicht notwendigerweise gemacht werden in den Rohrleitungen, besonders wenn die Rohrleitungen von Ölhydraulik bereits aus einem säurefesten Material gemacht worden sind. Die Verwendung eines wasserhydraulischen Systems beinhaltet nicht das Problem der Luftabtrennung, ähnlich dem von ölhydraulischen Systemen. Ein wasserhydraulisches System erfordert keine großen Vorratsbehälter von der Art, die in ölhydraulischen Systemen erforderlich sind. In einigen Fällen würde es in wasserhydraulischen Systemen auch möglich sein, Meerwasser als Medium zu verwenden. Andere Vorteile und charakteristische Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der Erfindung ersichtlich.
  • 1 der Zeichnung ist eine vollständig schematische Ansicht eines Systems gemäß der Erfindung.
  • 2 zeigt den Effekt der Chemikalien, die in einem Papierherstellungsverfahren verwendet werden, hinsichtlich der Viskosität von Wasser als Funktion der Konzentration.
  • Tabelle 1 zeigt eine typische Produktionskapazität einer Papiermaschinenlinie.
  • Tabelle 2 zeigt eine Bilanzrechnung einer Papierproduktionslinie für einige Retentionshilfen auf Polymerbasis.
  • Tabelle 3 zeigt eine Berechnung des Mengenverbrauchs von Chemikalien, der bei verschiedenen Viskositäten erforderlich ist.
  • Tabelle 4 zeigt Eigenschaften von, und dem Bedarf nach einem Oberflächenleim auf Stärkebasis für die Produktion von Tabelle 1.
  • Es wurde bereits früher erwähnt, dass die geringe Viskosität von Wasser ein beträchtliches Problem für die Verwendung von Wasserhydraulik in einer Papiermaschine bietet. Dieses Problem wird sehr deutlich an den Orten der Anwendung, die einen hohen Druck erfordern, beispielsweise in Gleitlagern und in Belastungselementen von Durchbiegungs-gesteuerten Walzen. Die Mengen von reinem Wasser, die gepumpt werden müssen, um einen genügend schmierenden Film zu gewährleisten, würden unverhältnismäßig hoch sein, was bedeutet, dass die Behandlung großer Mengen von Wasser in begrenzten Räumen ein Problem darstellt. Allerdings kann die Viskosität von Wasser mit bestimmten Additiven erhöht werden, in diesem Zusammenhang kann durch Verwenden dieser Art Additive die erforderliche Wassermenge auf einen Grad gebracht werden, der kontrolliert werden kann. Verschiedene Polymerbasierende Additive sind relativ teuer, so dass deren Verwendung angesichts der bloßen Wasserhydraulik hinsichtlich der Kosten fragwürdig ist.
  • Allerdings werden in Papierherstellungsverfahren in den verschiedenen Stufen des Verfahrens verschiedene Chemikalien verwendet, wie Fixiermittel und Retentionshilfen, die ermöglichen, dass die Viskosität des Wassers erhöht wird. Im Papierherstellungsverfahren werden diese Substanzen zu einem gegebenen Punkt im Verfahren dosiert, an den sie als auf eine geeignete Konzentration verdünnt, beispielsweise um die Eigenschaften des Ganzstoffes wie gewünscht zu machen, geführt werden. Die vorliegende Erfindung verwendet Chemikalien, die dem Verfahren in jedem Fall zugeführt werden und durch welche die Viskosität des Wassers in einem solchen Maß angehoben wird, dass Wasserhydraulik beispielsweise verwendet werden kann in Gleitlager-Anordnungen von Walzen, beim Belasten von Belastungselementen von Durchbiegungs-gesteuerten Walzen, sowie in Walzen mit elastischer Schale, insbesondere bei Walzen mit langem Spalt. Dies wird mittels der Figur in der beigefügten vollständig schematischen Zeichnung veranschaulicht.
  • In der schematischen 1 der Zeichnung ist ein Behandlungssystem und ein Mischungsbehälter für ein Polymer mit der Bezugsnummer 1 bezeichnet. Darin wird das Polymer mit Wasser bis auf eine gewünschte Konzentration vermischt, und als Folge dessen erhält Wasser eine gegebene Viskosität. In einem herkömmlichen Prozess-Zirkulationswasser-System wurde das Gemisch von Polymer und Wasser entlang einer Zuführungsleitung 3' in einen Polymer-Vorratsbehälter geführt, der in der Figur mit der Bezugsnummer 2 bezeichnet ist. Das Gemisch aus Polymer und Wasser wird von dem Polymer-Vorratsbehälter 2, in geeigneter verdünnter Weise, entlang einer Leitung 6 zu einem gegebenen Prozess-Schritt geführt, der schematisch in der Figur durch das Bezugszeichen A bezeichnet wird. Der Prozess-Schritt A kann beispielsweise die Zuführung von Ganzstoff zu einer Siebpartie, d.h. einem Stoffauflauf, sein. Somit wird die Substanz, wie in 1 gezeigt, vor dem Stoffauflauf als auf eine geeignete Konzentration verdünnt zugeführt. Weil die Zirkulationswasser-Systeme der Papiermaschine an sich bekannt sind, wird dieses System in diesem Zusammenhang nicht ausführlich beschrieben.
  • Im System gemäß der Erfindung, gezeigt in 1, wird das Gemisch aus Polymer und Wasser nicht vom Polymer-Mischungsbehälter 1 direkt in den Polymer-Vorratsbehälter 2 geführt, sondern im in der Figur gezeigten Fall, bezogen auf die Verwendung von Wasserhydraulik zur Schmierung der Lagerung einer Walze, wird das Gemisch aus Wasser und Polymer vom Polymer-Mischungsbehälter 1 entlang einer Zuführungsleitung 3in zur Lagerung 5 der Walze 4 geführt. Von der Lagerung 5 wird das Gemisch aus Polymer und Wasser weiter entlang einer Leitung 3out in den Polymer-Vorratsbehälter 2 geführt. Somit wird im Polymer-Mischungsbehälter 1 das Polymer mit Wasser in einer Konzentration gemischt, um eine Viskosität, die durch die Schmierung der Lagerung 5 erforderlich ist, bei einem gegebenen Fluss über die Lagerung 5 bereitzustellen. Somit ist diese Konzentration natürlich höher als die Konzentration, die im Prozess erforderlich ist, weil eine endgültige Verdünnung nicht bis nach dem Polymer-Vorratsbehälter 2 durchgeführt wird.
  • Mit Bezug auf die Polymere, die im Prozess verwendet werden, kann allgemein gesagt werden, dass langkettige Polymere relativ kurzlebig sind, was bedeutet, dass die Viskosität des Gemisches aus Polymer und Wasser nach einer bestimmten Verwendung kollabiert. Allerdings können sie durch Modifizieren von Polymeren dazu gemacht werden, länger zu halten. Somit sind kurzkettige Polymere langkettigen Polymeren überlegen. In der Verwendung gemäß der Erfindung müssen die Polymere so beschaffen sein, dass sie ihre Eigenschaften nicht verlieren, wenn sie beispielsweise in der in 1 gezeigten Weise verwendet werden zur Schmierung der Lager einer Walze. Wenn die Eigenschaften beträchtlich verändert wurden, beispielsweise im Wasserhydraulik-System, gezeigt in 1, während das Gemisch aus Polymer und Wasser über die Lager 5 fließt und in den Vorratsbehälter 2 eintritt, würde es nicht notwendigerweise möglich sein, diese Polymere für ihren ursprünglichen Zweck im Prozess zu verwenden.
  • Somit ist das Ziel, dass das Polymer so beschaffen ist, dass es mindestens einmal ohne Verlust der Eigenschaften verwendet werden kann, beispielsweise zur Schmierung von Lagern, in diesem Zusammenhang könnte das Polymer auch irgendwo anders im Prozess verwendet werden. Es kann in Erwägung gezogen werden, dass das Polymer am häufigsten zwei bis dreimal verwendet wird, wonach es erneuert werden muss. Wasser wird an geeigneten Punkten einer Papier- oder Kartonmaschine gesammelt, in einen Tank oder etwas Gleichwertiges zirkuliert, filtriert und gereinigt, und in das Polymerbehandlungssystem 1 geführt. Das Polymerbehandlungssystem wird zusätzlich mit einer erforderlichen Menge an frischem Wasser und neuem Polymer versorgt, um eine geeignete Konzentration und Viskosität zu erhalten.
  • Das Polymer kann ein synthetisches Polymer oder ein Biopolymer sein. 2 der Zeichnung zeigt den Effekt von verschiedenen Chemikalien, die im Papierherstellungsverfahren verwendet werden, hinsichtlich der Viskosität von Wasser als Funktion der Konzentration. Die in 2 erwähnten Chemikalien sind Polymer-basierende Retentionshilfen, Fixiermittel. Um weiter die Erfindung zu veranschaulichen, wurden in den nachfolgend beschriebenen Tabellen die Verbrauchsmengen mehrerer verschiedener Chemikalien (siehe 2), die in einer lagernden Anordnung erforderlich sind, bei verschiedenen Viskosität berechnet und mit der Menge, die bei einer Papiermaschinenlinie erforderlich ist, verglichen.
  • Die Retentionshilfen, gezeigt in 2 sowie in Tabellen 2 und 3, sind von der folgenden Art:
    Substanz 1: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer kationischer Polyelektrolyt mit einem geringen Molekulargewicht, wobei der aktive Inhaltsstoff davon ein quervernetztes Epichlorhydrin-Dimethylamin(Epi-DMA)Polymer ist.
  • Substanz 2: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer kationischer Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, wobei der aktive Inhaltsstoff davon PolyDADMAC ist.
  • Substanz 3: Ein kationisches Koagulierungsmitte, dessen aktive Inhaltsstoffe PolyDADMAC und Acrylsäure sind.
  • Substanz 4: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein quervernetztes, kationisches Polymer von moderatem Molekulargewicht. Der aktive Inhaltsstoff ist ein quervernetztes Epichlorhydrin-Dimethylamin(Epi-DMA) Polymer.
  • Substanz 5: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer, kationischer Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, dessen aktiver Inhaltsstoff PolyDADMAC ist (einige Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften, verglichen mit Substanz 2).
  • Substanz 6: Ein kationisches Koagulierungsmittel. Ein linearer, kationischer Polyelektrolyt von geringem Molekulargewicht, dessen aktiver Inhaltsstoff ein lineares Epi-DMA-Polymer ist.
  • Substanz 7: Ein kationisches Emulsions-Flockungsmittel. Ein synthetisches, kationisches Polyacrylamid-Copolymerbasierendes Flockungsmittel von hohem Molekulargewicht.
  • Substanz 8: Ein kationisches Emulsions-Flockungsmittel. Ein synthetisches, kationisches Polyacrylamid-Copolymerbasierendes Flockungsmittel mit einem geringen Molekulargewicht und einer hohen kationischen Ladung.
  • Substanz 9: Ein kationisches Flockungsmittel. Ein flüssiges, kationisches Polymer von mittlerem Molekulargewicht, wobei der aktive Inhaltsstoff ein Acrylamid-Copolymer ist.
  • Tabelle 1 zeigt eine typische Produktionskapazität einer Papiermaschinenlinie. Tabelle 2 wiederum zeigt eine Bilanzberechnung einer Papierproduktionslinie für einige Polymer-basierende Retentionshilfen. Die in dieser Tabelle gezeigten Substanzen sind die gleichen wie die in 2. Tabelle 3 wiederum zeigt eine Berechnung der Verbrauchsmengen dieser Chemikalien, erforderlich in einer Lagerungs-Anordnung einer Walze bei verschiedenen Viskositäten.
  • Nachfolgend können die Tabellen mittels eines Beispiels untersucht werden. Bei Betrachtung beispielsweise von Tabelle 2 und der Retentionshilfe (Substanz 1), die darin zuerst auftritt, kann gesehen werden, dass der Bedarf für diese Retentionshilfe mit der Produktion gemäß Tabelle 1 maximal 3969 kg/min ist. Zusammen mit Tabellen 2 und 3 und unter Berücksichtigung dessen, was in 2 gezeigt ist, ist unmittelbar festzustellen, dass erstens, in der Gleitlager-Operation einer Ansaugwalze, die erforderliche Viskosität 20 mm2/s (cSt) bei einem Verbrauch von 146 l/min beträgt. Anhand von 2 ist ersichtlich, erstens, dass die Substanz 1 die erforderliche Viskosität bei einer Konzentration von 2% gewährleistet. In einer entsprechenden Weise beträgt bei dieser Konzentration und diesem Fluss der Verbrauch der Chemikalie 3,4 kg/min. Diese Menge ist geringer als der maximale Chemikalienbedarf mit der in Tabelle 1 gezeigten Produktion. In einigen Fällen ist auch eine niedrigere Viskosität ausreichend, allerdings so, dass der Wert von 10 mm2/s (cSt) angesehen werden kann als die Untergrenze der kinematischen Viskosität des Gemisches von Wasser und Chemikalie. Somit würde die Substanz sehr geeignet sein zur Verwendung im Anheben der Viskosität in der Gleitlager-Operation einer Ansaugwalze, weil die Chemikalie nicht in das System eingeführt werden muss für die tatsächliche Gleitlager-Operation in einer höheren Menge, als die, die erforderlich ist durch den Produktionsprozess selbst.
  • Beispielsweise kann man sagen, dass die Stärke, verwendet im Oberflächenleim und in Streichmassen von Papier, eine bemerkenswerte Möglichkeit des Erhöhens der Viskosität im Wasserhydraulik-System ist. Tabelle 4 zeigt Eigenschaften von, und den Bedarf nach einem Oberflächenleim auf Stärkebasis mit der Produktion von Tabelle 1. Wie Tabelle 4 zeigt, mit der Produktion gemäß Tabelle 1, ist der Verbrauch des Oberflächenleims auf Stärkebasis 35,28 kg/min, wenn die beschichtete Menge 2 g/m2 beträgt. Eine Konzentration von 10% wird in der Beschichtung verwendet, in welchem Zusammenhang der Gesamtverbrauch des Oberflächenleims auf Stärkebasis und Wasser 352,8 l/min ist. Die Viskosität der Lösung bei einer Temperatur von 30°C ist 30 mm2/s (cSt). Wenn die Gesamtmenge als eine wässrige Lösung verglichen wird mit dem Verbrauch, der in der Gleitlager-Operation erforderlich ist, wird unmittelbar ersichtlich, dass die Gesamtmenge des Oberflächenleims auf Stärkebasis in einer wässrigen Lösung, erforderlich für das Oberflächenleimen, viel höher ist als der Verbrauch der wässrigen Lösung, der für die Gleitlager-Operation einer Ansaugwalze und einer Presswalze erforderlich ist. Somit konnte die wässrige Lösung des Oberflächenleims auf Stärkebasis geführt werden über die Lagerungsanordnung, bevor sie zur Leimpresse geführt wird. Als ein mögliches Hindernis bei der Verwendung einer solchen Substanz kann das Verstopfen von Komponenten und Rohren angesehen werden, insbesondere während der Stilllegung. Dies kann allerdings vermieden werden durch die Tatsache, dass während der Stilllegung das System immer gespült wird, damit kein Oberflächenleim auf Stärkebasis in den Rohren und Komponenten verbleibt. Die Inbetriebnahme des Systems ist auch problemlos, weil beispielsweise beim Starten der Pressen, des Glättwerks und anderem, die Vorrichtungen in einem unbelasteten Zustand sind. In diesem Zusammenhang ist eine geringere Konzentration des Belastungsmediums ausreichend, weshalb kein Risiko des Verstopfens bei der Stufe der Inbetriebnahme besteht.
  • Die Verwendung von Wasserhydraulik ist insbesondere vorteilhaft in der lagernden Anordnung von Siebwalzen und Presspartie-Walzen, wie Ansaugwalzen, Druckvorbereitungswalzen und dergleichen, weil die Anforderungen, die bezüglich des Abdichtens der lagernden Anordnung getroffen werden, nirgendwo so hoch sind, wie wenn Öl verwendet wird. In diesen Fällen kann schmierendes Wasser beispielsweise geführt werden über einen Absaugkasten und einen Ansaugschacht, außerhalb der Walze. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, eine geschlossene Schmierungszirkulation für die lagernde Anordnung zu konstruieren.
  • Obenstehend wurde die Erfindung anhand von Beispielen beschrieben, auf die die Erfindung allerdings nicht in ausschließlicher Weise eingeschränkt ist. Demgemäß können die verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung innerhalb der erfinderischen Idee, welche in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, abweichen. Tabelle 1: Produktionskapazität einer Papiermaschinenlinie (Beispiel)
    Bahnbreite 9800 mm
    Basisgewicht 45 g/m2
    Laufgeschwindigkeit 1800 m/min
    Produktion 793,8 kg/min
    Jährliche Produktion 396 360 216 Tonnen
  • Figure 00150001
  • Figure 00160001
  • Figure 00170001
  • Tabelle 4: Eigenschaften von, und Bedarf nach einem Oberflächenleim auf Stärkebasis für die Produktion nach Tabelle 1
    Figure 00180001

Claims (6)

  1. Verfahren zum Verwenden von Wasserhydraulik in einer Papier- oder Kartonmaschine, insbesondere in Anwendungen, die Schmierung erfordern, und dergleichen, in denen ein Arbeitsmedium einem Druck ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine im Ganzstoff-System (A) eines Prozesses verwendete Chemikalie vermischt wird mit Wasser, das in der Wasserhydraulik verwendet wird, bevor das Wasser zu einem Ort der Anwendung (5) geführt wird, um die Viskosität des Gemisches des Wassers und der Chemikalie auf einen Grad zu erhöhen, der vom Ort der Anwendung (5) erfordert wird, das Gemisch des Wassers und der Chemikalie zu dem Ort der Anwendung (5) geführt wird (3in ) und durch denselben mindestens einmal zirkuliert, danach das Gemisch des Wassers und der Chemikalie zurückgewonnen wird (2), verdünnt wird und als zu einer geeigneten Konzentration verdünnt dem Ganzstoff-System (A) des Prozesses geführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren angewendet wird bei Walzenhydraulik, insbesondere bei der Schmierung von Walzen, die mit Gleitlagern gelagert sind, und/oder bei Druckbeaufschlagung und Schmierung von Belastungselementen von hydraulisch belasteten Walzen und dergleichen.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Chemikalie vermischt wird mit Wasser in einer Konzentration, dass die kinematische Viskosität des Gemisches des Wassers und der Chemikalie bei einem Grad von mindestens 10 mm2/s (cSt) ist.
  4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Chemikalie eine Retentionshilfe, ein Fixierungsmittel, Stärke oder dergleichen ist, verwendet im Ganzstoff-System des Prozesses.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Chemikalie so gewählt ist, dass bei einer gegebenen Viskosität des Gemisches des Wassers und der Chemikalie, und bei deren resultierendem Verbrauch des Gemisches, der Verbrauch der Chemikalie geringer ist als der Bedarf nach der Chemikalie im Ganzstoff-System des Prozesses.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Chemikalie Oberflächenleim auf Stärkebasis ist.
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