DE600263C - Zweiteiliger Druckkolben fuer hydraulische Pressen - Google Patents

Zweiteiliger Druckkolben fuer hydraulische Pressen

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DE600263C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/0052Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for fluid driven presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measuring Pulse, Heart Rate, Blood Pressure Or Blood Flow (AREA)

Description

  • Zweiteiliger Druckkolben für hydraulische Pressen Die Erfindung betrifft einen zweiteiligen Kolben für hydraulische Pressen, deren Zylinder, wie dies in manchen Fällen, z. B. bei Wäschepressen für Haushaltszwecke, aus Preisrücksichten erwünscht ist, in einfachster Weise aus Streifen dünnen Bleches mit einer Längsnaht hergestellt sind, wobei es unmöglich ist, die sonst üblichen und notwendigen Grenzen für die zulässigen Abweichungen des Zylinders von der theoretischen Zylinderform auch nur angenähert einzuhalten. Der neuartige Kolben gewährleistet nicht nur auch bei sehr mangelhaft ausgeführten Zylindern eine gute Ausnützung der aus dem hydraulischen Druckmittel gewinnbaren Kräfte, sondern zeichnet sich darüber hinaus noch durch folgende Eigenschaften aus: r. Vor Beginn eines jeden Druckhubes der Presse läßt der Kolben in den in der Bewegungsrichtung vor ihm liegenden Zylinderraum eine gewisse Menge des hydraulischen Druckmittels einströmen, die als Schmiermittel für die Stulpe dient, die in bekannter Weise längs der Umfläche des Kolbens angeordnet ist, aus elastischem Material (Gummi) besteht und die Abdichtung des Kolbens gegenüber der Zylinderwand beim Druckhub zu übernehmen hat.
  • 2. Der Kolben bringt, nachdem er in einer bestimmten Stellung das Überströmen des Druckmittels in den druckfreien Zylinderraum selbsttätig unterbrochen hat, unter Einwirkung auf ein mechanisches Druckmittel die elastische Dichtungsstulpe zum gleichmäßigen, flüssigkeitsdichten und drucksicheren Anliegen an der Zylinderwand entlang deren ganzem Umfang. 3. Beim Entspannen des Druckraumes im Zylinder nach Abschluß des Preßvorganges löst der Kolben selbsttätig die Dichtungsstulpe von der Zylinderwand und ermöglicht so seine Überführung in die Ausgangsstellung ohne nennenswerten Kraftaufwand.
  • Diese Eigenschaften des Erfindungsgegenstandes vermitteln gleichzeitig und ganz allgemein wesentliche technische Fortschritte gegenüber den bisher bekannten Bauweisen artgleicher hydraulischer Pressen in folgenden Beziehungen.
  • Man verwendet bei den Pressen zwar schon seit langem Stulpen aus nachgiebigen Stoffen (Gummi, Leder) zur Abdichtung der Kolben in den Zylindern; diese erfüllen aber ihre Aufgabe nur dann zuverlässig, wenn die sie umgebende Zylinderwand nicht oder nur unwesentlich von der mathematisch genauen Zylinderform abweicht. Der Grund hierfür ist, daß man die Dichtungsstulpen meist nur auf einer der ebenen Kolbenflächen scheibenartig eingespannt-und den als eigentliche Dichtung dienenden, an die eingespannte Scheibe im rechten Winkel ringförmig sich anschließenden Stulpenteil sich selbst bzw. der Einwirkung der auftretenden Flüssigkeits- und Reibungskräfte überlassen hat. Sobald in diesen Fällen die Kolbenführung nennenswerte Abweichungen von der genauen Zylinderform aufweist, reichen die dem Stulpenring eigenen Federungskräfte nicht mehr- aus, um auch an den Ausbauchungen des Zylinders einen genügenden Abschluß zu sichern. Dieser Mangel wird auch nicht behoben, wenn - wie bei doppelt wirkenden Kolben ebenfalls schon vorgeschlagen worden ist -zwei Dichtungsstulpen verwendet werden, deren ringförmige Dichtungsteile mit den freien Enden gegeneinandergekehrt sind und, mit der Beaufschlagung des Kolbens wechselnd, jeweils einzeln durch die unter Druck stehende Arbeitsflüssigkeit an die Zylinderwandung gepreßt werden sollen. Die Druckflüssigkeit sucht sich beim Fließen stets den Weg mit kleinstem Widerstand; sie wird also an den Stellen, an denen die natürlichen Federkräfte der Stulpe zur Herstellung der Kolbendichtung nicht ausreichen, durch die offenen Spalten entweichen.
  • In den Fällen, in denen man auch seither zum Anpressen der Stulpen_ an die Zylinderwände mechanische Hilfsmittel benutzt hat, wirken diese dauernd und bilden damit eine Quelle für unerwünscht hohen Kraft- und Stoffverbrauch.
  • Durch die Bauweise nach der Erfindung erhält man dagegen sowohl beim Arbeitshub eine gute Dichtung des Kolbens auch in wenig sorgfältig hergestellten Zylindern als auch beim Leerhub einen nahezu reibungslosen, freien Gang des Kolbens infolge des Abhebens der Dichtungsstulpe von der Zylinderwand. Damit entfallen gleichzeitig alle jene Mittel, die man seither anwenden mußte, um das Hängenbleiben des Kolbens im Zylinder nach Abschluß des Preßhubes zu vermeiden, z. B. die Anwendung besonderer Rückholfedern oder durch Druckluft betriebener Hilfskolben für die Überführung des Arbeitskolbens aus der End- in seine Anfangsstellung.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in Abb. i in einem Schnitt nach Linie D-F der Abb. -- dargestellt, die einen Schnitt nach Linie A-C der Abb. i zeigt.
  • Der Kolben arbeitet in einem Zylinder a und besteht aus zwei plattenförmigen Teilen b und c, die sowohl in der Ruhestellung der Presse als auch während des Druckhubes in kraftschlüssiger Verbindung miteinander stehen, unmittelbar vor Beginn des Druckhubes und bei der Entspannung des Druckraumes im Zylinder aber ihre Lage zueinander ändern.
  • Der Durchmesser des Teiles c entspricht in grober Annäherung dem lichten Zylinderdurchmesser, ist jedoch um so viel kleiner als dieser, daß die Platte c trotz der voraussetzungsgemäß vorhandenen Unregelmäßigkeiten im Zylinderquerschnitt an keiner Stelle desselben unmittelbar an der Zylinderwand anliegt. Als dichtendes Zwischenglied ist vielmehr zwischen ihr und der Zylinderwand in bekannter Weise eine Stulpe e angeordnet, die aus elastischem Material, zweckmäßig Gummi als einem gegen Wasser praktisch unempfindlichen Stoff, besteht.
  • Auf ihrer Innenseite wird die Stulpe e durch eine ringförmige Spiralfeder d gestützt und durch deren einzelne, eng nebeneinanderliegende Windungen über den ganzen Umfang des Zylinders und unbeschadet der möglicherweise vorhandenen Unregelmäßigkeiten der Zylinderfläche vollkommen gleichmäßig in Anlage auf dieser gehalten. Die Feder d wird ihrerseits in der vorgeschriebenen Lage gesichert und durch gewindegangähnliche Rillen, die einerseits auf einer ebenen Ringfläche an der Unterseite des Kolbenteiles c, andererseits auf einer schräg abwärts von innen nach außen geneigten ähnlichen Fläche am Kolbenteil b vorgesehen sind.
  • Solange die Presse drucklos ist, drückt die Feder d die Stulpe e nur ganz leicht gegen die Zylinderwand, so daß der ganze Kolben in diesem Zustand ohne nennenswerten Kraftaufwand und ohne ins Gewicht fallende Reibung zwischen der Stulpe und der Zylinderwand verschoben werden kann.
  • Die Platte b trägt auf ihrer Oberfläche einen scheibenförmigen Ansatz i, dessen in der Zylinderachsenrichtung sich erstreckende Umfläche einen Kugelausschnitt darstellt. Der Ansatz wird von einem ringförmigen Steg k am Kolbenteil c mit radialem Spiel umschlossen. Auf seiner Oberfläche ist eine Platte g befestigt, die den Ringspalt zwischen den Kolbenteilen b und c überdeckt, im, drucklosen Zustand der Presse durch das Eigengewicht von b, unterstützt durch die (geringe) Druckwirkung der Feder d, auf -der Oberfläche des Steges k aufliegt und durch einen Stift h in senkrechter Richtung geführt wird. An das Fußende des Ansatzes grenzt auf der Platte b eine ebene Ringfläche 1, die sich auf die Unterseite des Steges am Kolbenteil c auflegt, wenn die Platte b genügend hoch angehoben wird. In dieser Stellung ist gleichzeitig der Ringspalt zwischen b und c nach unten vollständig geschlossen.
  • Die Wirkungsweise des Kolbens ist folgende: Die Ausgangsstellung ist in der Abb. i dargestellt.
  • Beim Einströmen des Druckwassers in der Pfeilrichtung wird zunächst der ganze unter dem Kolbenteil c befindliche Zylinderraum gefüllt. Durch den Ringspalt zwischen den Kolbenteilen b und c wirkt der Wasserdruck auch auf die Platte g. Diese und mit ihr der Kolbenteil b wird angehoben und damit dem Druckwasser die Möglichkeit des Überströmens in den über c liegenden Zylinderraum gegeben. Dort verteilt sich das Wasser über den Zylinderquerschnitt und benetzt damit auch die Zylinderwandung in der Nähe des oberen Randes der Dichtungsstulpe e. Sobald der Teil b seine obere Grenzlage durch Auftreffen der Ringfläche 1 auf den Steg k erreicht, wird das Überströmen des Wassers nach oben unterbunden, und der Druckhub der beiden nun wieder kraftschlüssig miteinander verbundenen Kolbenteile beginnt. Gleichzeitig ist die Feder d durch die aus der Bewegung der Platte b in senkrechter Richtung sich ergebende seitliche, von den geneigt liegenden Führungsrillen herrührende Druckkomponente nach außen und oben gedrückt worden. Hierbei preßt sie die Dichtungsstulpe c rings um den ganzen Zylinder a gleichmäßig fest an die Zylinderwand, wobei der Flüssigkeitsdruck die Abdichtung noch unterstützt.
  • Wird der Druckraum des Zylinders, nachdem der Kolben seine höchste Stellung erreicht hat, wieder entspannt, so drückt die Feder d und das Eigengewicht der Platte b diese in die Ausgangsstellung zurück, wobei der Reibungsschluß zwischen der Stulpe e und der Zylinderwandung aufgehoben wird, so daß die Platte c dem Kolbenteil b frei nachfolgt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweiteiliger Druckkolben für hydraulische Pressen, insbesondere solche, deren Zylinder ohne Rücksichtnahme auf Erreichung einer genau zylindrischen Form aus einem aus Streifen dünnen Materials gebildeten, in der Längsnaht geschweißten Rohr besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Zylinder unmittelbar geführte Kolbenteil (c), der in an sich bekannter Weise längs seiner Gleitfläche mit einer Dichtungsstulpe (e) aus elastischem Stoff versehen ist, als Träger für einen Kolbenteil (b) dient, der beim Druckhub die Anpressung der Dichtungsstulpe (e) an die Zylinderwand (a) unter Zwischenschaltung mechanischer Druckmittel, beispielsweise eines Federringes (d), bewirkt, und daß der Teil (c) derart ausgebildet ist, daß er den zentrisch in ihm geführten und ihm gegenüber axial beweglichen Teil (b) mit radialem Spiel umschließt.
  2. 2. Zweiteiliger Kolben nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der durch das radiale Spiel zwischen den beiden Kolbenteilen (b, c) gebildete Ringspalt oberhalb des Kolbenteiles (c) durch eine am Kolbenteil (b) angeordnete Platte (g) überdeckt ist, die im Ruhezustand der Presse in kraftschlüssiger Berührung mit dem Kolbenteil (c) steht und bei Beaufschlagung der Presse mit dem hydraulischen Druckmittel zum Anheben des Kolbenteiles (b) bis in diejenige Stellung dient, in welcher der letztere durch Auftreffen auf den Kolbenteil (c) den Ringspalt gegen den Druckraum abschließt und damit die Druckhubbewegung des ganzen Kolbens (b, c) beginnen läßt.
  3. 3. Zweiteiliger Kolben nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanische Druckmittel, das während des Druckhubes der Presse die elastische Dichtungsstulpe (e) an die Zylinderwand (a) anpreßt, als ringförmig geschlossene Spiralfeder (d) ausgebildet ist, deren einzelne Windungen durch Einlagerung in gewindegangähnliche, an der Ober- bzw. Unterseite der Kolbenteile (b und c) angeordnete Rillen geführt werden.
DEK127470D 1932-10-25 1932-10-25 Zweiteiliger Druckkolben fuer hydraulische Pressen Expired DE600263C (de)

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