DE60008945T2 - Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich der hydrokinetischen Drehmomentwandler für automatische Getriebe. Insbesondere liegt die Erfindung auf dem Gebiet einer Überbrückungskupplung für einen Drehmomentwandler.
  • Eine Vorrichtung zur Reduzierung von Geräuschen und Vibrationen in einem Drehmomentwandler ist in der US-Patentschrift Nr. 5,477,950 beschrieben, welche der Anmelderin der vorliegenden Erfindung erteilt wurde. Der hydrokinetische Drehmomentwandler beinhaltet ein Pumpenrad und ein Turbinenrad. Das Gehäuse für das Pumpenrad beinhaltet eine Überbrückungskupplungseinheit mit einer Kupplungslamelle, welche mit einer Reibfläche am Pumpenradgehäuse in Eingriff steht. Die Kupplungslamelle trägt eine Reibmaterialbeschichtung, welche den reibschlüssigen Antriebseingriff zwischen dem Pumpenrad und der Turbine herstellt, wenn der Differenzdruck an der Kupplungsplatte groß genug ist, eine Kupplungsschließkraft zu erzeugen.
  • Über eine Dämpfereinheit ist die Kupplungsplatte mit der Nabe der Turbine verbunden, so daß ein mechanischer Drehmomenttransfer zwischen der Motorkurbelwelle und der Turbinenwelle hergestellt wird, über den der hydrokinetische Drehmomentübertragungsweg über den Drehmomentwandler überbrückt wird.
  • Die Kupplungsplatte ist sowohl mit dem Pumpenraddeckel verschweißt als auch mit dem Kupplungskolben verstiftet. Außerdem trägt der Stift, der den Kolben mit der Platte verbindet, eine federbelastete Verrastkugel, die vom Kolben weg radial nach außen in Kontakt mit der Platte gedrückt wird. Diese Anordnung stellt eine Antriebsverbindung zwischen den Komponenten der Einheit her, die trotz Motordrehzahl- und -Drehmoment-Schwankungen geräuschfrei läuft.
  • Es ist nun vorzuziehen, eine möglichst kleine Anzahl an Teilen zur Herstellung einer elastischen Verbindung zwischen dem Pumpenraddeckel und dem Überbrückungskupplungskolben zu verwenden, wozu selbst die Entfernung der Anlaufscheibe zwischen der Turbine und dem Kupplungskolben zählt.
  • Eine Überbrückungskupplung nach der vorliegenden Erfindung beinhaltet einen um eine Achse drehbar gelagerten Deckel mit einer Montagefläche und einer von der Montagefläche beabstandeten ersten Reibfläche; einen an dem Deckel angrenzend angeordneten Kolben mit einer zweiten Reibfläche, welche der ersten Reibfläche zugekehrt ist und an diese angrenzend liegt, welcher Kolben über die Montagefläche an dem Deckel befestigt ist, so daß er sich mit diesem dreht und in Reaktion auf einen Differenzdruck am Kolben biegeelastisch gegenüber der ersten Reibfläche ausgelenkt wird, wobei die Montagefläche und der Kolben in gegenseitigem Kontakt stehen; eine zwischen dem Deckel und dem Kolben radial außerhalb der Montagefläche angeordnete Steuerkammer, und ist gekennzeichnet durch: eine Flüssigkeitsdruckquelle; im Abstand von einander angeordnete und vom Kolben abgekehrte Sicken an der Montagefläche, wobei jeder von dem Kolben und einer Sicke begrenzte Raum einen Flüssigkeitskanal bildet, der besagte Flüssigkeitsdruckquelle mit besagter Steuerkammer verbindet.
  • Ein Vorteil der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, daß sie eine in ihrer Funktion verbesserte Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung mit weniger Einzelteilen stellt, mit weniger Bauraumbedarf und verringerter Komplexität im Vergleich mit herkömmlichen Überbrückungskupplungen. Mit der Erfindung werden die Herstellungs- und Montagekosten einer Überbrückungskupplung gesenkt. Außerdem zählt zu den Vorteilen der Ausführungsform dieser Erfindung, daß sie eine Flüssigkeitsdichtung, Nabe, Keilnuten, Anlaufscheibe und Federn überflüssig macht.
  • Die Ausführungsform dieser Erfindung bietet den zusätzlichen Vorteil, daß gegenüber einer herkömmlichen Drehmomentwandler-Überbrückungskupplung die Zahl der Teile minimiert und die Konstruktion vereinfacht wird.
  • Die US-Patentschrift Nr. 4,510,747 (Yoshida), welche die in dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erwähnten Merkmale enthält, und die WO 97/42432 (Arhab) beschreiben Überbrückungskupplungen mit einem Kolben, welcher an einer Montagefläche eines Deckels angebracht ist, die radial innerhalb einer Reibfläche an dem Deckel liegt, welche Reibfläche einer Reibfläche am Kolben gegenüberliegt, wobei der Kolben in Reaktion auf einen Differenzdruck am Kolben biegeelastisch ausgelenkt wird.
  • Die Erfindung soll nun beispielartig näher erläutert werden, mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen. Dabei zeigt:
  • 1: einen Querschnitt durch einen Drehmomentwandler entlang einer Ebene, die durch die axialen und seitlichen Achsen bestimmt wird, eine erfindungsgemäße Überbrückungskupplung zeigend;
  • 2: eine abgeänderte Form des Drehmomentwandlers aus 1, welche den Bereich des Überbrückungskupplungskolbens und der Dämpferhalterung zeigt;
  • 3: einen Querschnitt, der eine alternative Ausführungsform der Erfindung darstellt;
  • 4: eine Frontansicht der axial äußeren Oberfläche des Deckels;
  • 5: einen Querschnitt entlang der Ebene 5-5 in 4; und
  • 6: einen Querschnitt durch den Drehmomentwandler, welcher die Turbine, den Dämpfer und den Halter entlang einer Ebene darstellt, die durch die axialen und seitlichen Achsen bestimmt wird.
  • Es sei nun Bezug genommen auf 1, wo ein Drehmomentwandler einen mit einem Pumpenradgehäuse 14 verschweißten Deckel 12 mit Aussparungen 16 aufweist, die am Außenrand der Pumpenradschaufeln angeordnete Zungen 18 aufnehmen. Die Pumpenradschaufeln sind zwischen dem Gehäuse 14 und einem inneren Pumpenradmantelblech 22 verankert.
  • Der Pumpenraddeckel 12 trägt in einem Kreismuster angeordnete Schraubenbolzen 24, mit welchen ein drehbar auf einer Motorkurbelwelle gelagertes Schwungrad 25 über eine Schraube 27 verbunden ist, so daß der Deckel treibend mit dem Motor verbunden ist.
  • Turbinenschaufeln 26 sind im Abstand von einander um die Drehachse herum angeordnet und den Pumpenradschaufeln gegenüber derart angeordnet, daß ein torusförmiger Flüssigkeitsströmungsweg im Drehmomentwandler gebildet wird, der in einem radial äußeren Bereich aus dem Pumpenrad austritt und in die Turbine eintritt, und in dem radial inneren Bereich aus der Turbine wieder austritt. Der äußere Rand der Turbinenschaufeln ist mechanisch oder durch Schweißen oder Hartlöten mit einem Turbinenmantelblech 28 verbunden, das Öffnungen 29 aufweist, die die an den Turbinenschaufeln angeformten Zungen 30 aufnehmen. Der Innenrand der Turbinenschaufeln ist mittels Zentrierzungen 34 mit einem inneren Turbinenmantelblech 32 verbunden, welche Zungen in Schlitze im Mantelblech 32 greifen und über die Innenfläche dieses Mantelbleches umgeschlagen sind, so daß die Position der Schaufeln 26 zwischen der Schale 28 und dem Mantelblech 32 festgelegt ist. Das Turbinenmantelblech 28 und ein Haltering 84 sind mittels Nieten 36 an einer Turbinennabe 38 befestigt, welche eine innen keilnutenverzahnte Fläche 40 aufweist, die ausgelegt ist, in eine außenverzahnte Keilnutenfläche an einer Getriebeeingangswelle 42 einzugreifen.
  • Zwischen dem Strömungsaustrittsabschnitt der Turbine und dem Strömungseintrittsabschnitt des Pumpenrades befindet sich eine Statoreinheit mit Statorschaufeln 46, die im Abstand von einander um die Drehachse herum angeordnet sind, mit einer die Schaufeln 46 tragenden Nabe 48, einem inneren Mantelblech 50, welches die radial inneren Spitzen der Statorschaufeln miteinander verbindet, und mit einem äußeren Mantelblech 52, welches die radial äußeren Enden der Statorschaufeln miteinander verbindet. Eine Freilaufbremse 54, die mittels Keilnutenverzahnung 56 mit einer feststehenden Hohlwelle 57 verbunden ist, liefert zwischen den Statorschaufeln 46 und der Hohlwelle eine in einer Richtung wirkende Bremse.
  • Eine Überbrückungskupplung weist einen mit einem Flansch 61 ausgebildeten Kolben 60 auf, der gleitend verschiebbar auf einer axial ausgerichteten Fläche 62 auf der Eingangswelle 42 gelagert und durch eine O-Ringdichtung 64 in einer Aussparung in der Fläche 62 gegen den Hydraulikflüssigkeitskanal hin abgedichtet ist.
  • Ein Kolben 60 ist mittels einer 360-Grad-Laser- oder Widerstandsschweißung 72 an einer ersten inneren Fläche des Pumpenradgehäusedeckels 12 befestigt, wobei die Schweißnaht im radial inneren Bereich des Kolbens liegt. Die Schweißnaht ergibt dabei eine Abdichtung gegenüber dem Hydraulikflüssigkeitskanal zwischen der axial äußeren Fläche des Kolbens 60 und der angrenzenden inneren Fläche des Gehäusedeckels 12, verbindet den Kolben und den Deckel drehfest miteinander zu einer Einheit, verhindert axiale Gleitverschiebungen des Kolbens gegenüber dem Deckel und erlaubt eine biegeelastische Auswanderung des Kolbens gegenüber dem Deckel. Der Deckel 12 und der Kolben 60 sind über den Reibungsschluß mit einer Antriebslamelle 74 treibend gekoppelt, wenn die Überbrückungskupplung vollständig geschlossen ist.
  • Die Antriebslamelle 74 weist einen radialen Teil auf, der zwischen der axial inneren Fläche 76 des Deckels und der axial äußeren Fläche 77 des Kolbens angeordnet ist, sowie im Winkel zueinander um die Drehachse herum im Abstand von einander angeordnete axiale Schenkel 78, die dem Turbinenrad zugekehrt sind. Die Oberflächen des radialen Teils, die jeweils dem Deckel 12 und dem Kolben 60 zugekehrt sind, tragen einen Reibmaterialbelag 80, im allgemeinen als "Papierbelagmaterial" bezeichnet, der bzw. das mit der axial inneren Radialfläche der Plat te 70 vorzugsweise durch eine von Frosbie, Milek und Smith in SAE Design Practices (SAE Konstruktionspraktiken), Band 5 (1962), beschriebenen Klebetechnik verbunden ist.
  • Die Antriebslamelle 74 ist axial gleitend verschiebbar gelagert, so daß sie sich durch den Kontakt mit dem Kolben 60 in Richtung auf die Lamelle 70 bewegt, und weg von der Lamelle, wenn sich der Druck in der Steuerkammer 82 in Bezug auf den Druck auf der der Steuerkammer 82 axial gegenüberliegenden Seite des Kolbens verändert.
  • Jeder der Schenkel 78 der Antriebslamelle 74 ist so angeordnet, daß er in Kontakt mit einer Dämpferfeder steht, wie weiter unten noch beschrieben wird. Das Turbinenmantelblech 28 und ein Haltering 84 für eine Drehmomentwandler-Dämpferfeder sind an einer Nietverbindung 36 mit einem radial verlaufenden Flansch der Turbinennabe 38 verbunden. Am radial äußeren Ende des Halteringes 84 sind mehrere bogenförmige Federhalteflansche 86 angeformt, die im Winkelabstand von einander um die Achse herum angeordnet sind, und zwar in Intervallen, die den Lagerstellen und der Bogenlänge der Dämpfertedern 88 entsprechen. Die Flansche 86 bilden einen im wesentlichen kreisrunden und röhrenförmigen Hohlraum, in welchem vier im Winkelabstand von einander angeordnete Schrauben-Dämpferfedern 88 untergebracht sind. Die beiden längeren Dämpferfedern sind vorzugsweise bogenförmig ausgebildet; die beiden kürzeren Federn sind gerade ausgebildet und dann um die Kontur der bogenförmigen Flansche 86 gebogen, in denen sie gelagert sind. An vier im Winkel um die Mittelachse des Drehmomentwandlers herum von einander beabstandeten Stellen ist der Flansch 86 des Dämpferträgers 84 einteilig mit örtlichen Anschlagflanschen 90 ausgebildet, diese bilden dabei die Enden von ringförmigen Taschen für die Dämpfertedern dort, wo jeweils die Dämpferfedern 88 gelagert sind. Jeder Anschlagflansch bildet eine Fläche, die jeweils an einem Ende einer Feder anliegt und diese gegen Bewegung in Reaktion auf die Bewegung der Schenkel 78 arretiert, so daß die Feder dann zusammengedrückt wird. Einzelheiten der Dämpfereinheit sind in der U.S.S.N. 08/891,911 beschrieben, die der Anmelderin der vorliegenden Erfindung erteilt ist.
  • Der Kolben 60 ist an der Fläche 92 des Deckels so gelagert, daß er sich durch die Stärke des Kolbenquerschnittes unter einem hydraulischen Differenzdruck am Kolben axial in Richtung auf die Antriebslamelle 74 biegen kann und axial von der Antriebslamelle wegbewegen kann, wenn der Druck innerhalb der Steuerkammer 82 gegenüber dem Druck auf der axial gegenüberliegenden Seite des Kolbens zunimmt. Kolben 60 dreht sich auch um die Achse aufgrund seiner treibenden Verbindung mit dem Deckel, der wiederum mit der Motorkurbelwelle gekoppelt ist. Diese Drehbewegung des Kolbens zwingt die Schenkel 78 in Anlage an die Federenden 88, so daß diese zusammengedrückt werden, Energie speichern, und Energie durch den Kontakt zwischen den Federn und den Innenflächen der Flansche 86 tilgen.
  • Jeder der axial gerichteten Schenkel 78 der Antriebslamelle 74 ist in einem Raum angeordnet, der zwischen zwei in Winkelrichtung jeweils gegenüberliegenden Enden jeder der Dämpferfedern liegt. Damit wird Motordrehmoment durch den Kolben 60 auf die Dämpfereinheit übertragen, nämlich durch die Anlage der axialen Schenkel 78 an den unmittelbar benachbarten Enden der Dämpferfedern.
  • Die durch den Kolben 60, den Deckel 12 und die Antriebslamelle begrenzte Kammer 82 ist eine Steuerdruckkammer, die mit einer Steuerdruckquelle über in den Deckel eingeformte Flüssigkeitskanäle kommuniziert. Durch die Regelung des Druckes in der Kammer 82 kann ein Druckgefälle bzw. ein Differenzdruck am Kolben 60 geregelt werden. Der Druck im torusförmigen Strömungshohlraum auf der linken Seite des Kolbens 60 drängt den Kolben und die Lamelle 74 nach rechts. Diese Verschiebung bewirkt, daß die einander gegenüberliegenden Flächen des Deckels 12, der Lamelle 74 und des Kolbens 60 durch ihren Reibungsschluß in Antriebsverbindung miteinander treten. Durch eine angemessene Druckmodulation in der Kammer 82 kann ein kontrollierter Schlupf zwischen dem Deckel und dem Kolben bewirkt werden. Drehmomentschwankungen im Triebstrang, die durch Motordrehmomentstörungen oder andere unregelmäßige Drehmomentübertragungserscheinungen entstehen, werden durch die Arbeit der Dämpfereinheit moduliert.
  • Der Kolben 60 ist über die Dämpfereinheit und elastisch über die Dämpferfedern treibend mit der Haltelamelle 84 verbunden, und über die Nietverbindung bei den Nieten 36 mit dem Turbinenmantelblech 28 und so dem Turbinenrad, und durch die Nabe 38 schließlich mit der Getriebeeingangswelle 42.
  • 2 zeigt einen Kolben 61, der am rechten Ende seiner Biegeauslenkung in Anlage an der Antriebslamelle 74 dargestellt ist, die wiederum treibend mit dem Deckel 12 verbunden ist. Der Kolben wird durch das Druckgefälle bzw. den Differenzdruck am Kolben in diese Position gedrängt. Kolben 61 besteht aus Stahlblech des Typs 1035 und ist etwa 1,5 mm stark. Wenn der Differenzdruck am Kupplungskolben 60 abnimmt, wird der Kolben wieder nach links ausgelenkt, weg von der Antriebslamelle 74, so daß die Überbrückungskupplung gelöst wird.
  • 3 zeigt eine alternative Form für einen Kolben 63. Eine Platte 96 ist hier am Außenumfang des Kolbens befestigt, vorzugsweise durch eine 360-Grad-Laserschweißnaht 98, die verhindert, daß Flüssigkeit durch den Grenzbereich zwischen Kolben und Platte tritt. Die Platte liefert erhöhte Biegesteifigkeit des Kolbens in dem Bereich, wo er an der Antriebslamelle 74 anliegt.
  • Der in 1 dargestellte Kolben wird vorzugsweise in einem Fließform- bzw. Rolldrückverfahren hergestellt, in dem das Werkstück von Rollen kontaktiert wird, die Material radial nach außen treiben, so daß der radial äußere Bereich, der an der Antriebslamelle 74 anliegt, verdickt und der versteifende Flansch 100 ausgebildet wird. Beim Rolldrücken wird eine relativ geringe Stärke im radial inneren Bereich hergestellt, und dickeres Metall im radial äußeren Bereich.
  • 4 ist eine Seitenansicht des Deckels, die die axial äußere Oberfläche darstellt, welche mit einem die Achse A des Drehmomentwandlers umgebenden zentralen Zylinder 102 ausgebildet ist. Vier Flüssigkeitskanäle 104, wie sie am besten in 5 zu erkennen sind, werden durch das Ausbuchten von vier örtlichen, im Winkel um die Achse A herum im Abstand von einander am Deckel verteilt angeordneten Sicken 106 hergestellt. Die Flüssigkeitskanäle sind radial ausgerichtet und durch die an der Oberfläche 92 anliegende Oberfläche 108 des Kolbens 60 begrenzt, sowie durch die Innenoberfläche 110 der Sicken. Flüssigkeit von einer geregelten Flüssigkeitsdruckquelle wird durch die Eingangswelle 42 in den Zylinder 102 geleitet, durch den Raum zwischen dem Kolben 60 und dem Zylinder, und dann radial nach außen durch die Kanäle 104 in die Kammer 82. Die Druckquelle liefert dabei Flüssigkeit unter erhöhtem Druck, um die Überbrückungskupplung zu lösen, und entleert die Kammer 82, so daß der Druck in der Anlegekammer 112 die Überbrückungskupplungsdichtung 64 anlegen kann.
  • 6 zeigt den Dämpfer, das Turbinenrad und die Turbinennabe 38 im Querschnitt.
  • Die vorliegende Erfindung macht eine zweite Flüssigkeitsdichtung zwischen der Eingangswelle und der Turbinennabe, eine Keilnutenverzahnung, Anlaufscheibe und Feder überflüssig, die bisher erforderlich waren, um den Kolben weg von der Antriebslamelle zu bewegen, wenn die Kupplung gelöst werden soll. Angemerkt sei hierbei, daß der Kolben 60 selbst als Anlaufscheibe zwischen dem Deckel und der Nabe 38 wirkt. Durch diese Anordnung wird die axiale Länge der Einheit verkürzt und der für den Drehmomentwandler erforderliche Bauraum verringert.

Claims (5)

  1. Überbrückungskupplung für einen Drehmomentwandler eines automatischen Getriebes für ein Kraftfahrzeug, folgendes aufweisend: einen um eine Achse drehbar gelagerten Deckel (12) mit einer Montagefläche (92) und einer radial von der Montagefläche beabstandeten ersten Reibfläche (76); einen in unmittelbarer Nähe des Deckels liegenden Kolben (60) mit einer zweiten Reibfläche (77), die der ersten Reibfläche (76) zugekehrt ist und an diese angrenzend liegt, welcher Kolben an der Montagefläche (92) an dem Deckel befestigt ist, so daß er sich mit diesem dreht und in Reaktion auf einen Differenzdruck am Kolben eine biegeelastische Auslenkung gegenüber der ersten Reibfläche (76) ausführt, wobei die Montagefläche (92) und der Kolben (60) in gegenseitigem Kontakt stehen; eine zwischen dem Deckel (12) und dem Kolben (60) radial außerhalb der Montagefläche (92) angeordnete Steuerkammer (82); gekennzeichnet durch: eine Flüssigkeitsdruckquelle; im Abstand von einander angeordnete und vom Kolben (60) abgekehrte Sicken (106) an der Montagefläche (92), wobei jeder von dem Kolben (60) und einer Sicke (106) begrenzte Raum einen Flüssigkeitskanal (104) bildet, der besagte Flüssigkeitsdruckquelle mit besagter Steuerkammer (82) verbindet.
  2. Überbrückungskupplung nach Anspruch 1, außerdem folgendes aufweisend: einen zwischen der ersten Reibfläche (76) und der zweiten Reibfläche (77) angeordneten und axial gleitbeweglich gelagerten Mitnehmerkranz (74) mit einer der ersten Reibfläche (76) zugekehrten ersten Fläche (80) und einer der zweiten Reibfläche (77) zugekehrten zweiten Fläche (80), ausgelegt für gegenseitigen Antriebseingriff mit dem Kolben (60) und dem Deckel (12) in Reaktion auf Bewegungen des Kolbens in Richtung auf den Mitnehmerkranz und den Deckel.
  3. Überbrückungskupplung nach Anspruch 1, außerdem eine Laserschweißung beinhaltend, die sich um die Achse herum erstreckt und den Kolben (60) und den Deckel (12) an der Montagefläche (92) miteinander verbindet.
  4. Überbrückungskupplung nach Anspruch 1, außerdem folgendes aufweisend: eine radial innerhalb der Montagefläche (92) angeordnete Getriebewelle (42); wobei der Kolben (60) eine an der Getriebewelle (42) anliegende Flanschfläche (61) aufweist; und eine an der Welle und an der Flanschfläche anliegende Dichtung (64) zur Abdichtung des Raumes zwischen dem Kolben und der Welle gegenüber dem Flüssigkeitskanal.
  5. Überbrückungskupplung nach Anspruch 1, außerdem folgendes aufweisend: ein beschaufeltes Turbinenrad (26) mit einer Nabe (38), dem Deckel (12) zugewandt, wobei der Kolben eine zwischen dieser Nabe und dem Deckel liegende Fläche (108) aufweist.
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