DE60003665T2 - Ausgabevorrichtung für zwei medien in unterschiedlichen phasen - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine biphasische Abgabevorrichtung, d.h. eine Vorrichtung, die es ermöglicht, gleichzeitig ein fluidförmiges Produkt und ein Gas, im Allgemeinen Luft abzugeben. Diese Art von Abgabevorrichtung ist im Allgemeinen auf einem Behälter montiert, der das abzugebende fluidförmige Produkt enthält. Eine derartige Vorrichtung kann für zwei unterschiedliche Anwendungsfälle eingesetzt werden: In einem ersten Anwendungsfall wird diese Art von Abgabevorrichtung als Schaumpumpe verwendet, die es ermöglicht, ein fluidförmiges Produkt in Form eines Schaums, d.h. mit feinen Luftbläschen vermischt abzugeben. Bei einem zweiten Anwendungsfall kann die Vorrichtung verwendet werden, um das fluidförmige Produkt in Form eines Strahls von fein zerstäubten, durch den Luftstrom mitgenommenen Tröpfchen abzugeben. Bei beiden Anwendungsfällen besitzt die Abgabevorrichtung die gleiche Konzeption, die eine Pumpe für das fluidförmige Produkt und eine Luftpumpe umfasst. Ein Unterschied zwischen den beiden Anwendungsfällen besteht im Verhältnis der Luft zum Produkt. Wenn man sich nämlich einer solchen Vorrichtung bedient, um einen Schaum zu erzeugen, ist es erforderlich, einen im Vergleich zum Anwendungsfall, in dem man das Produkt nur in zerstäubter Form abgeben will, einen beträchtlich größeren Anteil von Luft zu haben. Im übrigen umfasst die Abgabevorrichtung im Fall einer Anwendung als Schaumpumpe weiterhin eine Schaumbildungskammer während im Fall der Anwendung in Form eines Zerstäubers die Abgabevorrichtung im Allgemeinen mit einer Zerstäuberdüse am Ausgang ausgestattet ist, die die Zerstäubung des fluidförmigen Produktes in feine Tröpfchen ermöglicht.
  • Bei dieser Art einer biphasischen Abgabevorrichtung ist es wichtig, dass das fluidförmige Produkt mit der Luft in der homogenst möglichen Weise vermischt wird, um eine chaotische Abgabe des fluidförmigen Produktes zu vermeiden. Diese homogene Mischung ist insbesondere im Fall einer Verwendung als Schaumpumpe wichtig.
  • Es sei darauf hingewiesen, dass die Homogenität der Mischung im starken Maß von dem Volumen abhängt, in dem die Mischung entsteht und genauer gesagt von den Turbulenzen, die in diesem Volumen erzeugt werden können. Bei der Mehrzahl der Abgabevorrichtungen gemäß dem Stand der Technik wird die Luft mit dem fluidförmigen Produkt im Bereich der Ausgangsdüse oder auch am Ausgang der Pumpe für das fluidförmige Produkt gemischt, wie dies im Dokument EP-0 511 894 der Fall ist.
  • Ein anderes Dokument des Standes der Technik, nämlich das Dokument WO 95/30490 beschreibt eine biphasische Abgabevorrichtung, bei der ein freier Kolben in gleitender Weise auf einer Betätigungsstange montiert ist, wobei der freie Kolben weiterhin in einem Pumpenkörper derart gleitend montiert ist, dass er die Pumpenkammer begrenzt. Der freie Kolben definiert mit der Betätigungsstange das obere Ventil der Pumpe für das fluidförmige Produkt sowie das obere Ventil der Luftkammer. Am Ausgang des oberen Ventils der Pumpe für das fluidförmige Produkt strömt das fluidförmige Produkt unter Druck in das Innere einer inneren Leitung, die im Inneren der Betätigungsstange ausgebildet ist. Andererseits strömt am Ausgang des oberen Ventils der Luftkammer die unter Druck stehende Luft durch eine getrennte Leitung. Die beiden Leitungen für das fluidförmige Produkt und für die Luft vereinigen sich im Bereich einer Zerstäuberdüse, die es ermöglicht, das fluidförmige Produkt in Form eines Strahls von feinen Tröpfchen abzugeben. Erst hier werden die Luft und das fluidförmige Produkt erst in einem sehr eingeschränkten Volumen gemischt, das von dem sehr begrenzten Innenvolumen des Zerstäubers definiert wird. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Abgabevorrichtung einzig für die Abgabe in zerstäubter Form bestimmt ist und nicht für die Abgabe eines Schaums. Folglich ist die Homogenität der Mischung des fluidförmigen Produktes und der Luft nicht ein speziell angestrebtes Ziel, wie es bei einer Anwendung als Schaumpumpe der Fall ist.
  • Es sei auch auf ein japanisches Patent JP-09193953 hingewiesen, das eine Pumpe beschreibt, bei der das Ausgangsventil der Pumpe für das fluidförmige Produkt am unteren Ende der Betätigungsstange ausgebildet ist, während die Luftkammer (die kein Ausgangsventil besitzt) in Höhe des oberen Endes der Betätigungsstange in der Nähe des Drückers mündet. Das fluidförmige Produkt wird in der Betätigungsstange verdrängt und mischt sich erst am Ausgang der Stange mit der Luft.
  • Eine andere Pumpe, die im Dokument EP-0 613 728 beschrieben ist und die den Oberbegriff von Anspruch 1 wiedergibt, umfasst ein Ausgangsventil für das fluidförmige Produkt, das sich am oberen Ende der Betätigungsstange befindet, und ein Ausgangsventil der Luftpumpe, das mit dem oberen Ende der Betätigungsstange vermittels eines Luftkanals in Verbindung steht, der sich um die Betätigungsstange herum erstreckt. Auch hier entsteht die Mischung der Luft mit dem fluidförmigen Produktes erst am Ausgang der Betätigungsstange derart, dass das Mischvolumen beschränkt ist.
  • Die vorliegende Erfindung hat somit das Ziel, eine biphasische Abgabevorrichtung, insbesondere aber nicht ausschließlich eine Schaumpumpe anzugeben, bei der die Mischung des fluidförmigen Produktes mit der Luft in einem beträchtlichen Volumen stattfindet, das eine gute Homogenität der Mischung ermöglicht.
  • Um dies zu erzielen, schlägt die vorliegende Erfindung eine Abgabevorrichtung für ein fluidförmiges Produkt entsprechend dem Anspruch 1 vor.
  • Somit mischt man dadurch, dass man die beiden Pumpenkammern in einer gemeinsamen Leitung münden läßt, das fluidförmige Produkt und die Luft sobald wie irgend möglich derart, dass die Mischung ein größeres Volumen einnimmt, als in dem Fall, in dem die Luft mit dem fluidförmigen Produkt nur in Bereich des Ausgangs der Abgabevorrichtung gemischt wird. Daraus ergibt sich auch, dass der Weg, der von dem fluidförmigen Produkt und der Luft gemeinsam zurückgelegt wird, sehr lang und gewunden ist, was zur Ausbildung der Turbulenzen beiträgt, die für einen Schaum mit guter Qualität erforderlich sind.
  • Vorteilhafterweise wird das Ausgangsventil der Luftpumpe von dem freien Kolben gebildet. Folglich ist nur ein einziges Element vorhanden, das die zweifache Funktion des beweglichen Organs des Ausgangsventils ausübt. Andererseits bildet die Betätigungsstange einen Ventilsitz für das Ausgangsventil der Luftpumpe. So ermöglicht der freie Kolben es einerseits, die beiden Kammern voneinander zu trennen, und bildet andererseits das bewegliche Ventilorgan für die beiden Ausgangsventile der beiden Kammern.
  • Um das Volumen zu vergrößern, in dem sich das fluidförmige Produkt und die Luft mischen, definiert die Betätigungsstange im Bereich des freien Kolbens mehrere radiale Kanäle, die von einer Innenwand des freien Kolbens umgeben sind und zusammen einen Teil der besagten gemeinsamen Leitung definieren. Man kann somit den Teil der Betätigungsstange, der im Bereich des freien Kolbens angeordnet ist, so ausbilden, dass er im Wesentlichen einen Querschnitt in Form eines dreizackigen, vierzackigen oder fünfzackigen Sterns besitzt, entsprechend der Anzahl von radialen Kanälen, die man ausbilden will. Die Summe der Querschnitte der verschiedenen radialen Kanäle ist beträchtlich größer als die eines herkömmlichen inneren Kanals, der sich im Inneren der Betätigungsstange erstreckt. Folglich ist die Geometrie des Mischvolumens sehr komplex und erzeugt deshalb viele Turbulenzen. Im übrigen hat man aufgrund der Tatsache, dass die gemeinsame Leitung einen erheblichen Querschnitt besitzt, nur einen sehr geringen Druckverlust am Ausgang der Ventile, was es ermöglicht, eine besonders sanfte und nachgiebige Betätigung der Abgabevorrichtung zu ermöglichen.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst der freie Kolben wenigstens eine Dichtlippe in dichter Gleitberührung mit dem Körper und eine Dichtlippe in dichter Gleitberührung mit der Betätigungsstange. Andererseits umfasst die Betätigungsstange eine Tülle, die eine innere Gleitwand definiert, an der die Dichtlippe in dichter Gleitberührung anliegt. Es ist vorteilhaft, dass der Kolben in das Innere der Tülle mit seiner Dichtlippe eindringt: Auf diese Weise wird die Dichtlippe durch das unter Druck stehende fluidförmige Produkt, das durch die gemeinsame Leitung zum Ausgang des Ventils strömt, stark gegen die innere Gleitwand angedrückt. Man vermeidet somit jegliche Gefahr eines Ausströmverlustes im Bereich der Gleitberührung der Lippe des Kolbens in der Tülle der Stange.
  • Um das Öffnen des oberen Ausgangsventils der Luftpumpe zu verwirklichen, ist die innere Gleitwand der Tülle mit wenigstens einem Profil zum Unterbrechen der Dichtigkeit in der Höhe ausgebildet, in der sich die Dichtlippe des Kolbens nicht mehr in dichter Berührung befindet, derart, dass ein Luftdurchgang zur gemeinsamen Leitung hin gebildet wird. Gemäß einer Ausführungsform besitzt das Profil zum Unterbrechen der Dichtigkeit die Form einer Ausnehmung oder Vertiefung, die in der Innenwand der Tülle vorgesehen ist. Bei einer Variante besitzt das Profil zum Unterbrechen der Dichtigkeit die Form eines Stücks einer ebenen Oberfläche, das eine Abweichung von der Kreisform in der Innenwand der Tülle erzeugt.
  • In dem Fall, in dem man diese Abgabevorrichtung als Schaumpumpe verwendet, steht die gemeinsame Leitung stromabwärts mit einer Schaumbildungskammer in Verbindung. Umgekehrt steht im Fall einer Verwendung als Zerstäuber die gemeinsame Leitung stromab mit einem Ausgangszerstäuber in Verbindung.
  • Die Erfindung wird nun ausführlicher unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, wobei auf ein nicht einschränkend zu verstehendes Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 eine vertikale Querschnittsansicht durch eine Abgabevorrichtung gemäß der Erfindung in der Ruhelage,
  • 2a eine vertikale Querschnittsansicht der Abgabevorrichtung aus 1 in der Betätigungsstellung,
  • 2b eine vergrößerte Ansicht des in 2a von einem Kreis umschlossenen Details,
  • 2c eine horizontale Querschnittsansicht in Höhe des in 2b wiedergegebenen Details, und
  • 2d eine stark vergrößerte Ansicht eines Teils der Abgabevorrichtung, die das Strömen der Luft und des fluidförmigen Produktes im Inneren der Vorrichtung zeigt.
  • Die Abgabevorrichtung, die verwendet wird, um die vorliegende Endung zu erläutern, ist eine Schaumpumpe, die es ermöglicht, ein fluidförmiges Produkt in Mischung mit Luft derart abzugeben, dass am Ausgang der Abgabevorrichtung ein Schaum erzeugt wird. Im vorliegenden Fall umfaßt das in einem Behälter (nicht dargestellt) enthaltene fluidförmige Produkt einen Schaumbildner, der geeignet ist, sich in Berührung mit Luft derart auszudehnen, dass im Inneren des fluidförmigen Produktes feine Luftbläschen erzeugt werden. Man erhält somit am Ausgang der Abgabevorrichtung einen Schaum. Man hätte die vorliegende Endung auch anhand einer biphasischen Pumpe erläutern können, die es ermöglicht, einen zerstäubten Strahl von feinen Tröpfchen. des fluidförmigen Produktes abzugeben. In diesem Fall ist der Ausgang der Abgabevorrichtung im Allgemeinen mit einer Zerstäuberdüse ausgestattet.
  • Ganz allgemein umfasst die Abgabevorrichtung gemäß der Erfindung eine Pumpe für das fluidförmige Produkt, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist, sowie eine Luftpumpe, die eine Luftkammer 54 mit veränderbarem Volumen umschließt. Die Vorrichtung ist mit einem Drücker 4 versehen, auf den man im Bereich einer Abstützoberfläche 41 drückt, um gleichzeitig die Pumpe für das fluidförmige Produkt und die Luftpumpe zu betätigen. Die Abgabevorrichtung umfasst im übrigen eine Außenumkleidung 52 in dichtem Eingriff mit einem inneren Befestigungsring 51, der für die Befestigung der Vorrichtung auf dem Hals eines Behälters (nicht dargestellt) dient, der das abzugebende fluidförmige Produkt enthält. Die Luftkammer 54 ist im Wesentlichen um die Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt herum angeordnet, wobei eine Wand des Befestigungsringes 51 für die Luftkammer 54 als Boden dient und die Innenwand der Umkleidung 52 als Wand für ein dichtes Gleiten für einen Luftkolben 48 dient, der im Wesentlichen eine ringförmige Form besitzt und im Inneren des Drückers 4 montiert ist. Genauer gesagt umschließt der Drücker 4 in seinem oberen Teil die Abstützoberfläche 41, an die sich eine hier spitzbogenförmige Umfangsschürze 44 in anschließt, die in einem Flansch 45 endet, der nach außen vorspringt. Im Inneren weist der Drücker 4 eine Buchse 46 auf, deren unteres freies Ende zur Verbindung mit einer Betätigungsstange 2 dient, die einen integralen Teil der Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt bildet. Die Buchse 46 umschließt im Inneren eine Leitung, die sich nach oben in einem Ausgangskanal 42 fortsetzt, der vermittels einer Austrittsöffnung 43 nach außen mündet. In dem speziellen Anwendungsfall als Schaumpumpe nimmt die Buchse 46 im Inneren einen Einsatz auf, der eine Schaumbildungskammer 47 umschließt. Die Kammer 47 umfasst einen unteren Eingang und einen oberen Ausgang, die beide mit einem Filter für die Schaumbildung versehen sind. Die Schaumbildungskammer 47 kann die Form eines getrennten Kunststoffelementes annehmen, das in die Buchse 46 des Drückers 4 eingepresst ist, der mit ihr in einstöckiger Weise hergestellt werden kann.
  • Der Luftkolben 48 erstreckt sich in Form eines stufenförmigen Rings um die Buchse 46 herum, mit der er im Bereich einer ringförmigen Dichtlippe 481 in dichter Berührung steht. Diese Lippe 481 erzeugt eine statische Dichtigkeit im Bereich der Buchse 46. An seinem äußeren Umfang bildet der Luftkolben 48 eine Lippe 482, die dazu bestimmt ist, in gleitend dichtem Kontakt mit der Innenwand der Umkleidung 52 zu treten. Der äußere Flansch 45 des Drückers 4 steht mit seiner unteren ringförmigen Oberfläche mit dem Außenumfang des Luftkolbens 48 im Wesentlichen im Bereich der dynamischen Dichtlippe 482 in Berührung. In 1 ist die Abgabevorrichtung in der Ruhelage wiedergegeben, in der der äußere Flansch 45 des Drückers 4 an einem nach innen gerichteten Rand 521 der Umkleidung 52 anliegt, der dazu dient, den oberen Totpunkt der Luftpumpe festzulegen.
  • Somit treibt dann, wenn man auf den Drücker 4 im Bereich seiner Abstützfläche 41 drückt, der Drücker den Luftkolben 48 an, was die Wirkung hat, dass das Innenvolumen der Luftkammer 54 verkleinert wird. Die Luft wird somit unter Druck gesetzt.
  • Wie oben erwähnt, steht die Umkleidung 52 in dichtem Eingriff mit dem Befestigungsring 51, der den Boden der Luftkammer 54 bildet. Der Befestigungsring 51 ist zu diesem Zweck mit einem Außenring 513 in dichtem Kontakt mit der Innenwand der Umkleidung 52 und einem inneren Schraubring 512 ausgestattet, der ein Innengewinde besitzt, das dazu dient, mit einem Außengewinde zusammenzuwirken, das auf dem Hals des Behälters (nicht dargestellt) ausgebildet ist. Es handelt sich hier um eine Befestigung durch Aufschrauben, doch können wohlgemerkt auch andere Befestigungsverfahren eingesetzt werden, ohne deswegen vom Rahmen der Erfindung abzuweichen. An ihren oberen Enden sind der äußere Ring 513 und der innere Ring 512 verbunden und verlängern sich nach innen durch einen inneren ringförmigen Flansch 511, der eine zentrale Öffnung umschließt, durch die hindurch die Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt verläuft. Dieser innere Flansch 511 kommt zum Eingriff mit einem äußeren Befestigungsflansch 142, der einen integralen Teil der Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt bildet. Somit kommt durch das Aufschrauben des Rings 512 auf den mit einem Gewinde versehenen Hals des Behälters (nicht dargestellt) der innere Flansch 511 am Flansch 142 am oberen Ende des Halses zur flachen Anlage, wobei gegebenenfalls eine Dichtung 17 zwischengefügt werden kann. Auf diese Weise wird die Abgabevorrichtung auf einem Behälter für das fluidförmige Produkt befestigt.
  • Gemäß der Erfindung bildet der Befestigungsring 51 im Wesentlichen in Höhe der Verbindung des Außenrings 513 mit dem Innenring 512 mehrere Luftzugangsleitungen 514, die wahlweise durch eine nachgiebige Ringscheibe 515 abgedeckt sind, die flach auf dem Ausgang 514 der Leitungen aufliegt. Somit wird dann, wenn in der Luftkammer 54 ein Überdruck erzeugt wird, die Ringscheibe 515 durch den Druck auf die Leitungen 514 gepresst und verschließt diese hermetisch. Umgekehrt kann dann, wenn ein Unterdruck im Inneren der Luftkammer 54 entsteht, Luft durch die Leitungen 514 angesaugt werden, wobei die Ringscheibe 515 leicht angehoben wird. Anders ausgedrückt, bildet die Ringscheibe 515 in Kombination mit den Leitungen 514 das Lufteingangsventil für die Luftkammer 54.
  • Was das Ausgangsventil der Luftkammer 54 anbelangt, so wird dies nachfolgend in Verbindung mit der Beschreibung der Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt erläutert.
  • Diese Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt umfasst einen Pumpenkörper 10 mit einer im Wesentlichen zylindrischen Form, der an seinem unteren Ende mit einem Einlassstutzen 11 versehen ist, an den ein Verlängerungsrohr angeschlossen werden kann. Oberhalb des Einlasses 11 bildet der Pumpenkörper 10 einen Ventilsitz 120 für eine Kugel 12, die als unteres Ventilelement dient. Die Kugel 12 ist vorfeilhafterweise in einem begrenzten Freiraum eingeschlossen, der von einem Einsatz 121 definiert wird, auf dem sich das untere Ende einer Rückholfeder 15 abstützt. An seinem oberen Ende ist der Pumpenkörper 10 mit einer ringförmigen Verdickung 13 versehen, die nach außen vorspringt und durch Einrasten in eine Ausnehmung eingefügt ist, die von einem Drehkörper 114 gebildet wird, der an seiner Außenseite den Halteflansch 142 bildet, der dazu dient, zwischen dem Ring 511 des Befestigungsrings 51 und dem oberen Ende des Halses des Behälters (nicht dargestellt) in Eingriff zu treten, wobei gegebenenfalls eine Dichtung 17 zwischengefügt ist. Ein Luftansaugdurchgang kann in der Umfangsverdickung 13 ausgebildet werden, um es der Luft zu ermöglichen, von außen kommend in den Behälter in dem Ausmaß einzutreten, in dem das fluidförmige Produkt durch die Pumpe 1 abgegeben wird. Der Drehkörper 114 bildet im Inneren des Körpers 10 einen Einsatz 141, der es ermöglicht, den Arbeitshub der Pumpe 1 zu begrenzen und ihre Ruhelage festzulegen.
  • Die Pumpe 1 für das fluidförmige Produkt ist in herkömmlicher Weise mit einer Betätigungsstange 2 versehen, an deren unterem Ende das andere Ende der Rückholfeder 15 in der Weise anliegt, dass die Betätigungsstange 2 in ihre in 1 wiedergegebene Ruhelage vorgespannt wird. Die Betätigungsstange 2 ist mit einem freien Kolben 3 versehen, der sich auf der Betätigungsstange 2 über einen begrenzten Abstand verschieben kann. Die den freien Kolben 3 betreffenden Bezugszeichen sind in 2a wiedergegeben. Der freie Kolben 3 ist somit in gleitender Weise auf der Betätigungsstange 2 montiert und gleitet andererseits im Inneren des Pumpenkörpers 10 in dichter Anlage.
  • Die Betätigungsstange 2 wird hier von einem unteren Teil 21 und einem oberen Teil 22 gebildet, die miteinander beispielsweise durch Einpressen verbunden sind. Der obere Teil 22 umschließt einen Strömungskanal 221 im Bereich seines oberen Endes, das in das Innere der Buchse 46 eingesetzt ist, die vom Drücker 4 gebildet wird. Unterhalb die ses Abschnittes, der den Strömungskanal 221 bildet, definiert der obere Teil 22 eine im Wesentlichen zylindrische Schürze 222, die an ihrem unteren Ende eine Tülle 223 für ein dichtes Gleiten bildet.
  • Der untere Teil 21 ist in den oberen Teil 22 derart eingesetzt, dass die im Wesentlichen zylindrische Schürze 222 teilweise den unteren Teil 21 umgibt. Die Baueinheit aus dem unteren Teil 21 und dem oberen Teil 22 umschließt zwischen diesen eine Leitung 23, die. mit dem Strömungsdurchgang 221 in Verbindung steht, der am oberen Ende des oberen Teils 22 ausgebildet ist. Der untere Teil 21 umschließt über einen großen Teil seiner Höhe mehrere radiale Kanäle 211, die sich bis in die Nähe des unteren Endes des unteren Teils 21 erstrecken, wo diese ein Plateau 213 bildet, in dem eine ringförmige Furche 212 ausgebildet ist, die als Sitz für das Ausgangsventil dient. Diese Furche 212 ist auf der oberen Oberfläche des Plateaus 213 ausgebildet, während die untere Oberfläche des Plateaus 213 das obere Ende der Rückholfeder 15 aufnimmt.
  • Der freie Kolben 3 ist auf dem unteren Teil 21 der Betätigungsstange 2 montiert. Der Kolben 3 umfasst eine innere Manschette 33, die im Inneren eine Innenwand 87 besitzt, welche den unteren Teil 21 umgibt, der mit radialen Kanälen 211 ausgebildet ist. Das untere Ende der Manschette 33 bildet ein oberes Ventilorgan 232, das geeignet ist, in der Ruhelage mit der ringförmigen Furche 212 in dichte Berührung zu kommen, die vom unteren Teil der Betätigungsstange gebildet wird, wie man der 1 entnehmen kann. An ihrem oberen Ende bildet die Manschette 33 eine Gleit-Dichtlippe 331, die mit der Innenwand 224 in dichten Gleitkontakt treten kann, die von der Gleittülle 223 der Betätigungsstange 2 gebildet wird. Somit ruht in der Ruhelage die Manschette 33 des Kolbens 3 in dichter Weise in der Ventilsitz-Furche 212 und liegt an der Innenwand 224 der Tülle 223 für ein dichtes Gleiten an. Im übrigen umfasst der Kolben 3 einen Außenring 31, der mit der Manschette 33 durch einen Verbindungssteg 32 verbunden ist. Der Außenring 31 bildet an jedem seiner Enden eine Dichtlippe 311 und 312, die in dichtem Gleitkontakt an der Innenwand des Pumpenkörpers 10 anliegen. In der in 1 gezeigten Ruhelage liegt die obere Dichtlippe 311 des Kolbens 3 an dem unteren Ende des Einsatzes 141 in der Weise an, dass der obere Totpunkt der Pumpe 1 festgelegt ist.
  • Der Betriebsablauf dieser Pumpe 1 für ein fluidförmiges Produkt ist der folgende: Wenn man auf den Drücker 4 drückt, wird die Betätigungsstange in dem Pumpenkörper 10 derart hinein geschoben, dass die Pumpenkammer ihr Volumen verkleinert. Um diese Volumenabnahme auszugleichen, verschiebt sich der freie Kolben 3, der noch nicht in Anschlagsberührung mit dem Einsatz 141 steht, bezüglich der Betätigungsstange 2 derart, dass er das obere Ventil öffnet, um einen Ausgangsdurchgang für das fluidförmige Produkt zu erzeugen, das somit zwischen den freien Kolben 3 und den unteren Teil 21 der Betätigungsstange 2 strömt. Das Produkt strömt dann in eine Leitung 23. Von dort strömt es durch den Durchgang 221 und dann durch die Kammer 47 und schließlich den Ausgangskanal 42, der bei 43 nach außen hin mündet. Es sei hier darauf hingewiesen, dass der Kolben 3 insbesondere bezüglich der Innenwand 87 teilweise die Außenwand der Leitung bildet, so dass es möglich ist, den Ausgang des oberen Ventils mit dem nach außen führenden Durchgang 221 zu verbinden. Da der Innendurchmesser der Manschette 33 relativ groß im Vergleich zu dem einer Leitung im Inneren der Betätigungsstange einer herkömmlichen Abgabevorrichtung ist, stellt man einen großen Durchgangsquerschnitt zur Verfügung, der somit ein beträchtliches Innenvolumen definiert und andererseits nur einen geringen Druckverlust bewirkt. Somit wird ab dem Ausgang des oberen Ventils ein beträchtliches Volumen bereitgestellt, in welchem die Mischung des schäumenden Produkts mit der von der Luftpumpe kommenden Luft stattfinden kann.
  • Gemäß der Erfindung wird das Ausgangsventil der Luftpumpe von der Manschette 33 des Kolbens 3 im Bereich seiner Berührung mit der Gleithülse 223 gebildet. Tatsächlich findet die Luft, die in der Pumpenkammer 54 zusammengedrückt ist, einen Ausgangsdurchgang, der zwischen der Betätigungsstange 2 und dem Einsatz 141 vorgesehen ist, wie man der 2d entnehmen kann. Genauer gesagt entweicht die Luft ein erstes Mal zwischen dem unteren Teil der Buchse 46 des Drückers 4 und dem Einsatz 141 des Drehkörpers 14. Danach findet die Luft einen Durchgang zwischen dem oberen Teil 21, genauer der Schürze 22 und dem Einsatz 141. Weiter unten strömt die Luft zwischen der Tülle 223 und der Innenwand des Pumpenkörpers und dann zwischen dem Ring und dem Kolben aus. Der Ausströmdurchgang für die Luft wird von den fetten Pfeilen in 2d wiedergegeben. Die Luft kommt somit im Bereich der Berührung der Dichtlippe 331 des Kolbens 3 mit der Innenwand 224 der Hülse 223 an. Da die Berührung dicht ist, kann die Luft keinen Durchgang in diesem Bereich finden. Gemäß der Erfindung wird die Innenwand 224 der Tülle 223 mit einem Profil 225 ausgebildet, das es ermöglicht, die dichte Berührung der Lippe 331 mit der Wand 224 zu unterbrechen. Dieses Dichtigkeits-Unterbrechungsprofil 225 kann beispielsweise die Form von Rippen oder Rillen besitzen, in deren Bereich die Lippe 331 keinen dichten Kontakt herstellen kann. Gemäß einer Variante der Erfindung, die in 2c dargestellt ist, kann das Dichtigkeits-Unterbrechungsprofil 225 die Form eines Abschnitts einer ebenen Oberfläche bilden, die die Zylindrizität der Wand 224 derart unterbricht, dass im Übergangsbereich dieser flachen Teile zu den Zylindersegmenten Anschläge gebildet werden, in deren Höhe die Dichtlippe 331 nicht in eine dichte Berührung treten kann. Wie auch immer, die spezielle Form des oder der Dichtigkeits-Unterbrechungsprofile 225 schränkt die vorliegende Erfindung nicht ein, wenn nur die Luft einen Durchströmdurchgang in diesem Bereich finden kann, wenn sich die Abgabevorrichtung in der in 2a gezeigten Betätigungsstellung befindet.
  • Gemäß der Erfindung tritt die Luft, die über das obere Ventil, das von der Dichtlippe 331 in Gleitberührung mit der Wand 224 gebildet wird, hinaus strömt, in die gleiche Leitung, in die auch das fluidförmige Produkt strömt. Die unter Druck stehende Luft und das unter Druck stehende fluidförmige Produkt strömen somit in einer gemeinsamen Leitung 23, die zwischen dem Kolben 3 und der Betätigungsstange 2 in ihrem unteren Teil und dann zwischen dem unteren Teil 21 und dem oberen Teil 22 der Betätigungsstange 2 gebildet wird. Die unter Druck stehende Luft wird somit in die Pumpe 1 in der Nähe des oberen Ventils der Pumpe für das fluidförmige Produkt derart hinein gedrückt, dass die Mischung zwischen der Luft und dem schäumendem fluidförmigen Produkt unmittelbar am Ausgang der jeweiligen oberen Ventile der Pumpe für das fluidförmige Produkt und der Luftpumpe stattfindet. Man sieht somit ein beträchtliches und komplexes Mischvolumen vor, da es einerseits relativ lang ist und andererseits schafft man aufgrund der Tatsache, dass die Betätigungsstange 2 einen speziell vorteilhaften Aufbau besitzt, ein Innenvolumen, das eine komplexe Konfiguration aufweist.
  • Das Prinzip der vorliegenden Erfindung beruht auf der Tatsache, dass man sich eines freien Kolbens bedient, um die beiden Ausgangsventile der Pumpe für das fluidförmige Produkt und der Pumpe für die Luft zu bilden, um in eine gemeinsame Leitung 23 zu münden, die darüber hinaus ein beträchtliches und komplexes Mischvolumen bietet. Andererseits garantiert man aufgrund der Tatsache, dass die Manschette 33 unter der Wirkung des unter Druck stehenden fluidförmigen Produktes gezwungen ist, sich auf die Dichtigkeits-Unterbrechungsprofile 225 zu verschieben, auf diese Weise das Öffnen des oberen Ventils der Luftpumpe 54.
  • Es sei auch darauf hingewiesen, dass man sich der Pumpe für das fluidförmige Produkt bedient, um eine Mischkammer derart zu bilden, dass am Ausgang der Betätigungsstange das fluidförmige Produkt bereits in Form eines Schaums vorliegt. Die Schaumbildungskammer, die im Drücker angeordnet ist, ermöglicht es somit die Qualität des Schaums zu verbessern. Man sieht somit gemäß der vorliegenden Erfindung eine zweistufige Schaumbildung vor. Bei den herkömmlichen Schaumpumpen gibt es nur eine einfache Schaumbildungskammer, in welche die Luft injiziert wird.
  • Es wird somit eine besonders effiziente Abgabevorrichtung für die Abgabe eines Schaums geschaffen, doch kann sie wohlgemerkt auch als Abgabevorrichtung in Form eines Strahls des zerstäubten fluidförmigen Produktes ausgebildet werden.

Claims (11)

  1. Abgabevorrichtung für ein Fluid, die folgende Bestandteile umfaßt: – eine Pumpe (1) für das Fluid, die folgendes umfaßt: – einen Pumpenkörper (10), der mit einem Eintrittsventil (12) versehen ist, – eine Betätigungsstange (2), die in dem Körper (10) axial verschiebbar ist, – einen freien Kolben (3), der im Körper (10) in dichter Weise gleitend montiert ist, wobei der Kolben (3) auf der Betätigungsstange (2) verschiebbar montiert ist, um mit ihr ein Ausgangsventil (332) zu bilden, das in eine Ausgangsleitung (23, 211) für das Fluid mündet, – eine Luftpumpe, die eine Luftkammer (54) umfaßt, die mit einem Eintrittsventil (515) und einem Ausgangsventil (331) sowie einem Kolben (48) zum Zusammendrücken der Luft in der Kammer ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsventil (331) der Luftpumpe direkt in die Ausgangsleitung (23) für das Fluid mündet.
  2. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Ausgangsventil (331) der Luftpumpe von dem freien Kolben (3) gebildet wird.
  3. Abgabevorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Betätigungsstange (2) einen Ventilsitz (244) für das Ausgangsventil (331) der Luftpumpe bildet.
  4. Abgabevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Betätigungsstange (2) in Höhe des freien Kolbens (3) mehrere radiale Kanäle (211) definiert, die von einer Innenwand (333) des freien Kolbens (3) umgeben sind und zusammen einen Teil der Ausgangsleitung (23, 211) für das Fluid definieren.
  5. Abgabevorrichtung nach Anspruch 4, bei der der freie Kolben (3) wenigstens eine Dichtlippe (311, 312) in dichter Gleitberührung mit dem Körper (10) und eine Dichtlippe (331) in dichter Gleitberührung mit der Betätigungsstange (2) umfaßt.
  6. Abgabevorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Betätigungsstange (2) eine Tülle (223) umfaßt, die eine Innengleitwand (224) definiert, an der die Dichtlippe (331) in dichter Gleitberührung anliegt.
  7. Abgabevorrichtung nach Anspruch 6, bei der die Innengleitwand (224) der Tülle (223) mit wenigstens einem Dichtigkeits-Unterbrechungsprofil (225) ausgebildet ist, in dessen Bereich die Dichtlippe (331) des Kolbens (3) derart nicht mehr in dichter Berührung steht, daß ein Luftdurchgang zur gemeinsamen Leitung (23) gebildet wird.
  8. Abgabevorrichtung nach Anspruch 7, bei der das Dichtigkeits-Unterbrechungsprofil in Form einer Ausnehmung oder eines Einschnittes ausgebildet ist, die bzw. der in der Innenwand der Tülle vorgesehen ist.
  9. Abgabevorrichtung nach Anspruch 7, bei der das Dichtigkeits-Unterbrechungsprofil die Form eines Stücks einer ebenen Oberfläche aufweist, die eine Abweichung von der Kreisform der Innenwand der Tülle erzeugt.
  10. Abgabevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die gemeinsame Leitung (23) stromab mit einer Schaumbildungskammer (47) in Verbindung steht.
  11. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die gemeinsame Leitung (23) stromab mit einer Ausgangs-Sprühvorrichtung in Verbindung steht.
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