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Technischer
Bereich
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Zusatzeinrichtung für eine Münzenhandhabungsvorrichtung
derjenigen Art, die eine im wesentlichen horizontale Sortiervorrichtung
mit wenigstens zwei äußeren Aussortierstationen
aufweist, die entlang eines Sortierweges hintereinander angeordnet sind.
Die Zusatzeinrichtung umfaßt
wenigstens ein Münzenmagazin
und wenigstens eine Fördereinrichtung
zum Rücktransport
nicht sortierter Münzen
aus dem Münzenmagazin
in die Münzenhandhabungsvorrichtung.
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Beschreibung des Stands
der Technik
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Münzenaufbewahrungsmaschinen,
die derartige Münzenhandhabungsvorrichtungen
mit Zusatzeinrichtungen zum Rücktransport
von Münzen
aufweisen, sind im Stand der Technik bekannt und weit verbreitet.
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Eine Münzenaufbewahrungsmaschine ist
in
DE 38 21 947 A1 beschrieben.
Diese Maschine umfaßt
eine runde, horizontal angeordnete Sortiervorrichtung und mehrere
Behälter
zur Aufnahme und zum Aufbewahren von Münzen, die mittels der Münzenaufbewahrungsmaschine
sortiert oder nicht sortiert wurden. Die Maschine wickelt die sortierten
Münzen
ferner in Rollen, um sie anschließend einfacher verteilen zu
können.
Die Maschine umfaßt
weiterhin zwei vertikale Fördereinrichtungen,
von denen eine die nicht sortierten Münzen aus einem unteren Behälter zu
einem oberen Behälter
transportiert, dem die Münzen
entweder durch den Benutzer oder während einer automatischen Operation
durch die Fördereinrichtung
selbst zugeführt
werden. Die zweite Fördereinrichtung
bewegt die Rollen eingewickelter Münzen in einen Behälter, der
vom Benutzer geleert werden kann.
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Eine weitere bekannte Technologie,
die in WO 97/07485 beschrieben ist, umfaßt eine Maschine zum Zählen und
Sortieren von Münzen.
Die Maschine umfaßt
eine runde, nicht horizontal angeordnete Sortiervorrichtung zur
Aufnahme von zu sortierenden Münzen
und Mittel zum Rücktransport
von nicht sortierten Münzen,
also von Münzen,
die in einem ersten Schritt nicht aussortiert wurden, in ein am
Anfang angeordnetes Münzenmagazin,
um einen erneuten Sortierversuch zu unternehmen.
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Das größte Problem der zuerst beschriebenen
Maschine besteht darin, daß ihr
Aufbau, der mehrere Behälter
zum zwischenlagern der Münzen und
zwei Fördereinrichtungen
umfaßt,
kompliziert ist, weshalb die Wartung sorgfältig durchgeführt werden muß. Ferner
ist die Gefahr eines Münzenstaus
aufgrund der Vielzahl von Verbindungen zwischen all den verschiedenen
Behälter,
durch die sich die Münzen
hindurch bewegen müssen,
sehr hoch. Auch kann diese Maschine keine Münzen handhaben, die nicht in
eine der Aussortierstationen aussortiert wurden, und umfaßt ferner
keine Funktion für
einen kontinuierlichen Rücktransport
von Münzen.
Das Problem der zweiten Maschine besteht darin, daß innere Münzenstaus
aufgrund einer begrenzten Zugänglichkeit
des Innenraumes für
den Bediener schwer zu beheben sind. Dieses Maschine weist auch
eine geringere Sortierkapazität
auf, da sie sich der Schwerkraft bedient, um die Münzen extern
zurück
zu transportieren.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, das Risiko eines Münzenstaus
zu verringern, wenn nicht Münzen,
die nicht sortiert wurden, zum erneuten Sortieren zurück in eine
Münzenhandhabungsvorrichtung
geleitet werden. Eine weiter Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht darin, zwei Funktionen in einer Vorrichtung zu kombinieren, nämlich den
Münzenrücktransport
und die Münzenzufuhr.
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Diese Aufgaben werden durch eine
Zusatzeinrichtung für
eine Münzenhandhabungsvorrichtung derjenigen
Art gelöst,
die eine im wesentlichen horizontal angeordnete Sortiervorrichtung
mit wenigstens zwei entlang eines Sortierweges in Reihe angeordneten äußeren Aussortierstationen
aufweist. Die Zusatzeinrichtung umfaßt wenigstens ein Münzenmagazin
und wenigstens eine Fördereinrichtung
zum Rücktransport
nicht sortierter Münzen
aus dem Münzenmagazin
in die horizontale Sortiervorrichtung. Das Münzenmagazin ist neben der Münzenhandhabungsvorrichtung
angeordnet. Ferner ist eine Umlenkeinrichtung hinter einer letzten
Aussortierstation positioniert, die dazu geeignet ist, nicht sortierte
Münzen,
die in keiner der Aussortierstationen aussortiert wurden, zurück in das
Münzenmagazin
zu leiten.
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Die Umlenkeinrichtung ist derart
zwischen der letzten Aussortierstation und dem Magazin angeordnet,
daß die
nicht sortierten Münzen
gegen die Umlenkeinrichtung prallen, in das Magazin umgeleitet und
anschließend
mit Hilfe der Fördervorrichtung zurück in die
Münzenhandhabungsvorrichtung
transportiert werden.
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Dadurch, daß die Münzenhandhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung mit einer Zusatzeinrichtung, die eine Fördereinrichtung
aufweist, und einer Umlenkeinrichtung versehen ist, werden folgende
Vorteile erzielt: Münzenstaus
werden infolge eines äußeren Rücktransports
nicht sortierter Münzen
eliminiert; zwei Funktionen, nämlich der
Münzenrücktransport
und die Münzenzufuhr
sind in einer Vorrichtung kombiniert, die somit einen kompakteren
Aufbau erhält.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen genauer beschrieben.
Darin ist
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1 eine
perspektivische Ansicht eine bevorzugten Ausführungsform der Zusatzeinrichtung zusammen
mit einer Münzensortiervorrichtung;
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2 eine
Seitenansicht der Zusatzeinrichtung zusammen mit der Münzensortiervorrichtung;
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3 eine
perspektivische Ansicht der Zusatzeinrichtung zusammen mit der Münzensortiervorrichtung
aus einem anderen Blickwinkel;
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4 eine
perspektivische Ansicht der Zusatzeinrichtung zusammen mit der Münzensortiervorrichtung
aus noch einem anderen Blickwinkel;
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5 ist
eine perspektivische Ansicht der Zusatzeinrichtung zusammen mit
der Münzensortiervorrichtung,
die einen vergrößerten Bereich
einer in der Münzensortiervorrichtung
angeordneten Umlenkeinrichtung zeigt;
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6 eine
Draufsicht der Zusatzeinrichtung zusammen mit der Münzensortiervorrichtung,
die ebenfalls einen vergrößerten Bereich
der Umlenkeinrichtung zeigt; und
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7 eine
perspektivische Ansicht der Umlenkeinrichtung.
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Genaue Beschreibung
der Erfindung
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Bei einer herkömmlichen Münzenhandhabungsvorrichtung
zum Sortieren und/oder Zählen mehrerer
Münzen
werden die Münzen
entweder entlang eines kreisförmigen
oder entlang eines geraden Weges mit wenigstens zwei Aussortierstationen
und einer drehbaren Förder-
oder Sortiervorrichtung zum bewegen der Münzen entlang des Sortierweges
aussortiert. die Sortiervorrichtung umfaßt ferner ein erstes drehbares
Mittel mit einer ersten Oberfläche
und ein zweites drehbares Mittel mit einer zweiten Oberfläche. Die
ersten und zweiten Oberflächen
sind in einer Weise angeordnet, daß sie sich im wesentlichen mit
der gleichen Geschwindigkeit gehen und die Münzen zwischen sich aufnehmen,
so daß die
Münzen
im wesentlichen reibungslos entlang des Sortierweges transportiert
werden.
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1 zeigt
eine Münzenhandhabungsvorrichtung 1 mit
einer Zusatzeinrichtung gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Zusatzeinrichtung umfaßt eine
Fördereinrichtung 4 zum
Transportieren der Münzen
von wenigstens einem Magazin 5, das gesammelte Münzen aufnimmt,
und zur Zufuhr von Münzen
in die Vorrichtung 1. Die Münzenhandhabungsvorrichtung 1 umfaßt mehrere
Aussortierstationen 3, welche die aussortierten Münzen aufnehmen,
eine horizontal angeordnete drehbare Sortiervorrichtung 2 zum Transportieren
der Münzen
entlang des kreisförmigen
Sortierweges, einen Münzeneinlaß 7,
einen Detektor (nicht gezeigt) zum Erfassen und Erkennen des entsprechenden
Münzenwertes
und mehrere bewegbare Elemente 9, die bei Betätigung eine
entsprechende Münze
in eine entsprechende Aussortierstation 3 umleiten. Die
Zusatzeinrichtung umfaßt eine
Umlenkeinrichtung 6, um Münzen, die aus irgendwelchen
Gründen
nicht in der Münzenhandhabungsvorrichtung 1 sortiert
wurden, zurück
in das Magazin 5 zu leiten, um einen neuen Aussortierversuch
durchzuführen.
Der Pfeil A zeigt die Drehrichtung der drehbaren Sortiervorrichtung 2.
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Die Münzen werden von dem Benutzer
dem Magazin 5 zugeführt,
wo sich das Anfangsende der Fördereinrichtung 4 befindet.
Die Münzen
kommen mit diesem Ende der Fördereinrichtung
in Kontakt, so daß die
Münzen
aufgenommen und zum Einlaß 7 bewegt
werden. Die Fördereinrichtung 4 und
das Magazin 5 können
in unterschiedlicher Weise relativ zueinander und zur Münzenhandhabungsvorrichtung
angeordnet sein. Nachdem die Fördereinrichtung 4 die Münzen zum
Einlaß 7 bewegt
hat und die Münzen der
drehbaren Vorrichtung 2 der Münzenhandhabungsvorrichtung 1 zugeführt wurden,
werden die Münzen
in einem Innenbereich der Vorrichtung 2 in einer kreisförmigen Bahn
bewegt. Durch die Drehbewegung werden die Münzen auswärts in Richtung des Umfangs
des Innenbereiches transportiert, wo Mittel (nicht gezeigt) angeordnet
sind, welche die Münzen
aus dem Innenbereich zur Außenseite
der drehbaren Vorrichtung 2 bewegen. Auf diese Weise kann
jede Münze
an einem Teil ihres Umfangs durch äußere Greifmittel der drehbaren
Vorrichtung 2 erfaßt werden,
so daß dieser
Münzenbereich
von dem Detektor 8 erfaßt werden kann. Die Münze wird
an dem Detektor 8 vorbei bewegt, um den Wert der Münze zu erfassen
und zu bestimmen. Jede Münze
wird dann in einer kreisförmigen
Bahn entlang des Umfangs der drehbaren Vorrichtung 2 bewegt,
wobei ihr Hauptbereich außerhalb
der drehbaren Vorrichtung sichtbar ist. Um den Umfang der drehbaren
Vorrichtung 2 sind mehrere Behälter, d.h. Aussortierstationen 3,
in entsprechenden Abständen
angeordnet, um die aussortierten Münzen mit entsprechendem Wert
aufzunehmen. Wenn eine entsprechende Münze oberhalb eines zugehörigen Münzenbehälters, d.h.
der Aussortierstation 3, positioniert ist, wird die Münze von
der drehbaren Vorrichtung 2 von dem entsprechenden bewegbaren
Element 9 losgelassen, das die Münze ausstößt und in ihre Aussortierstation 3 lenkt.
Die bewegbaren Elemente 9 sind um die drehbare Vorrichtung 2 entsprechend
der Aussortierstationen 3 angeordnet.
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Münzen,
die aus irgendeinem Grund nicht erkannt wurden, werden zurück in die
Münzenhandhabungsvorrichtung 1 transportiert,
so daß zumindest ein
weiterer Durchlauf zum Erfassen, Erkennen und Aussortieren möglich ist.
Dieser Rücktransport
wird auf folgende Weise durchgeführt.
Eine nicht sortierte Münze,
d.h. ein Münze,
die nicht erkannt wurde, wird sich an jeder der Aussortierstationen 3,
einschließlich der
letzten, vorbei bewegen und mit der Umlenkeinrichtung 6 kollidieren,
die hinter der letzten Aussortierstation 3 angeordnet ist.
Die Münze
wird durch die Umlenkeinrichtung 6 abgelenkt und fällt in das
Münzenmagazin 5,
das zur Aufnahme derjenigen Münzen
verwendet wird, die der Vorrichtung 1 zugeführt werden.
Auf diese Weise können
die Münzen
durch die Fördereinrichtung 4 aus
dem Magazin und zurück in
die Münzenhandhabungsvorrichtung 1 transportiert
werden.
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Dieser Rücktransport eines bestimmten Münzenwertes
kann aus nachfolgenden Gründen wünschenswert
sein: Eine Aussortierstation 3 kann vollständig gefüllt sein,
defekt sein oder verklemmte Münzen
aufweisen, so daß ein
Aussortieren nicht durchgeführt
werden kann, bis die Station durch einen leeren Behälter ersetzt
oder entsprechend repariert ist. Der Rücktransport ermöglicht ferner
einen automatischen Austausch einer vollständig gefüllten, defekten oder verklemmten
Station 3 für
einen bestimmten Münzenwert
und einer weiteren Funktionsstation, so daß ein kontinuierlicher Betrieb
der Vorrichtung möglich
ist, bis geeignete Maßnahmen
getroffen werden und das Aussortieren in die ursprüngliche
Station wiederaufgenommen werden kann.
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Der oben beschriebene Rücktransport
weist ferner den Vorteil auf, daß zu nah oder übereinander angeordnete
Münzen
nochmals sortiert werden können.
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2 ist
eine Seitenansicht der Münzenhandhabungsvorrichtung 1.
Das Magazin 5 zur Aufnahme der Münzen ist un terhalb der Vorrichtung 1 angeordnet,
wobei sich ein Ende 4' der
Fördereinrichtung 4 durch
das Magazin 5 hindurch erstreckt und von diesem vorsteht.
Das obere Ende 4''' der Fördereinrichtung 4 endet
in dem Einlaß 7 zum
Zuführen
der Münzen
in die Münzensortiervorrichtung 2.
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3 zeigt
die in 1 dargestellte
Münzenhandhabungsvorrichtung 1 aus
einer anderen Perspektive. Der Detektor 8 zum Erfassen,
Erkennen und Verifizieren der auszusortierenden Münzenwerte ist
neben dem Einlaß 7 angeordnet.
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4 zeigt
die in den 1 und 3 dargestellte Münzenhandhabungsvorrichtung
1 aus noch einer anderen Perspektive.
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5 zeigt
die in 1 dargestellte
Münzenhandhabungsvorrichtung 1 in
einem verkleinerten Maßstab
mit dem in einem vergrößerten Maßstab dargestellten
Detektor 6. 5 zeigt
die Umlenkeinrichtung 6 und eine nicht sortierte Münze, die
zurück transportiert
wird, um in einem erneuten Durchgang erkannt und aussortiert zu
werden. Die Münze
ist in einer Momentaufnahme kurz vor dem Aufprall auf die Umlenkeinrichtung
dargestellt und wird nach dem Aufprall in das Magazin 5 geleitet,
wo sie die Fördereinrichtung 4 aufnimmt
und durch den Einlaß 7 zurück in die
Münzensortiervorrichtung 2 transportiert.
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Eine Draufsicht der in 1 bis 5 dargestellten Münzenhandhabungsvorrichtung
ist in 6 gezeigt. Die
Um lenkeinrichtung ist aus Gründen
der Klarheit im vergrößerten Maßstab dargestellt.
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7 zeigt
die Umlenkeinrichtung 6 genauer. Die Umlenkeinrichtung 6 hat
einen im wesentlichen flachen, schneidenförmigen Aufbau, wie beispielsweise
eine Platte, und ist entsprechend des kreisförmigen Umfangs der Sortiervorrichtung 2 gebogen,
wenn sie an dieser befestigt wird. Die Umlenkeinrichtung 6 ist
auch in einer Weise angeordnet, daß ihre Kantenflächen einer
hereinkommenden, nicht sortierten Münze gegenüberliegt und die Münze umlenkt,
wenn diese gegen die Platte 6 prallt.