DE595992C - Trennvorrichtung fuer koerniges und feines Gut, insbesondere fuer Kohle - Google Patents

Trennvorrichtung fuer koerniges und feines Gut, insbesondere fuer Kohle

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DE595992C
DE595992C DEC45724D DEC0045724D DE595992C DE 595992 C DE595992 C DE 595992C DE C45724 D DEC45724 D DE C45724D DE C0045724 D DEC0045724 D DE C0045724D DE 595992 C DE595992 C DE 595992C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B4/00Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
    • B07B4/02Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall
    • B07B4/04Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall in cascades

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  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
  • Separating Particles In Gases By Inertia (AREA)

Description

  • Trennvorrichtung für körniges und feines Gut, insbesondere für Kohle Die Erfindung will körniges und feines Gut s dheiden, und zwar insbesondere Gut, das c diese Beschaffenheit von Natur besitzt, wie z. B. Kohle. Sie kann aber auch für Stoffe verwendet werden, die eine solche Beschaffenheit erst künstlich erhalten haben, wie z. B. gewisse Farben o. dgl. Die Erfindung will derartiges Gut innerhalb gewisser Größengrenzen in zwei oder mehr Sorten trennen und eignet sich ganz besonders für die Behandlung von Kohlengrus oder Staubkohle.
  • Es handelt sich um die Vervollkommnung solcher Trennvorrichtungen, bei denen die Scheidung in einem aufsteigenden rohrförmigen Trennraum erfolgt. Ihm läuft das Trenngut am oberen Ende zu, während von unten her ein Gasstrom zugeführt wird, der dem Gut entgegenfließt und dem entgegen das Grobe am unteren Ende des Trennraumes austritt. Für solche Vorrichtungen schlägt die Erfindung vor, den rohrförmigen Trennraum leicht gegen die Senkrechte zu neigen und unterhalb des Guteintritts mit einer ebenen oder im wesentlichen ebenen Unterfläche zu versehen. Auf letzterer sind Ablenkplatten angeordnet, die zweckmäßig einstellbar sind und das herabrieselnde Gut mehrfach wieder in den aufsteigenden Luftstrom hineinlenken. Die Erfindung will ferner in an sich bekannter Weise den Trennraum nach oben hin durch einen rohrförmigen schrägen Abscheider fortsetzen, an dessen Unterseite ein oder mehrere Austragerohre für mittelfeines Gut angeordnet sind, und schlägt für derartige Trennvorrichtungen vor, den Abscheider entgegengesetzt zum Trennraum gegen die Senkrechte zu neigen und die Verbindung zwischen beiden Räumen durch ein Zwischenstück herzustellen, das ebenfalls entgegen dem Trennraum, aber unter einem kleineren Winkel als der Abscheider gegen die Senkrechte geneigt ist. Schließlich sollen die vom Abscheider abgehenden Austragerohre ähnlich dem Trennraume gestaltet werden, und für alle oder einige Ablenkplatten im Trennraum und in den Austragerohren schlägt die Erfindung Einlässe hinter den Platten zur Einführung von Hilfsgasströmen vor. .
  • Für Müll hat man Trennvorrichtungen mit einem senkrechten doppelkegeligen Schacht vorgeschlagen. Es fehlen also die einseitige Neigung, die Entstehung einer bestimmten Unterfläche und deren ebene Ausbildung. Außerdem führt eine Auflockerungsvorrichtung die entgegengesetzte Wirkung wie beim Erfindungsgegenstandeherbei. Es gibt Trennvorrichtungen mit einer Folge von sehr kurzen knieförmigen Kanälen, durch die das Gut hindurchgetrieben wird. Die ansteigenden Teile der Knie stehen dabei zwar schräg, aber in einer solchen Vorrichtung mit sich oft wiederholendem Richtungswechsel kommt niemals die Trennwirkung eines Schachtes mit ausschließlich aufsteigendem Luftstrome zustande, was auch dadurch bestätigt wird, daß bei der bekannten Vorrichtung eine Anzahl Türen zur Entnahme des Gutes von Hand nötig ist. Auch die bekannten Vorrichtungen mit schrägen Wänden (Kegelmäntel), die mit Hilfe der Fliehkraft trennen, kommen hier nicht in Betracht.
  • Bekannt ist ferner eine schräg stehende Siebvorrichtung für Borax, bei der Ablenkplatten verwendet werden. Das durchgesiebte Feine wird unterhalb des Siebes abgesaugt, und die Platten dienen nur zum Schutz der Saugöffnungen. Die Erfindung will dagegen nicht sieben und verfolgt mit den Ablenkplatten keine Schutz-, sondern Arbeitszwecke. Ferner hat man Ablenkplatten bei einer bekannten Vorrichtung vorgeschlagen, in welcher der Gasstrom quer durch das Gut geblasen wird und die Platten lediglich zur Erzielung von Querschnittverengerungen und -erweiterungen dienen.
  • Ihrem Gesamtaufbau nach entspricht die neue Trennvorrichtung bekannten eigenen Vorschlägen des Erfinders, die jetzt verbessert werden sollen. Bisher war der Trennraum senkrecht angeordnet, für den jetzt die Neigung gegen die Senfechte vorgeschlagen wird. Sie soll nur wenige Grade betragen, nämlich so viel, daß das Gut nicht einfach frei herabfällt, sondern zu einem wesentlichen Teil (das Grobe) an der Unterfläche oder Unterseite des Trennraumes entlang abwärts gleitet. Einmal wird damit ein glatterer Durchgang des aufsteigenden Luftstromes erreicht, und zugleich wird verhindert, daß die groben Teile Staub nach unten mitreißen können. Um das Abwärtsgleiten möglichst günstig zu gestalten, wird die Unterfläche des Trennraumes eben bzw. im wesentlichen eben ausgeführt. Damit aber beim Gleiten des Gutes dieses dem Einfluß des Gasstromes gründlich ausgesetzt wird, sind an der Unterfläche Ablenkplatten vorgesehen, die das Gut vön Zeit zu Zeit wieder der Rohrmitte zuleiten. Die Trennleistung des Scheideraumes ist auf diese Weise erheblich gesteigert.
  • Bei der bekannten Vorrichtung des Erfinders konnte die Neigungsrichtung des den Trennraum fortsetzenden Abscheiders eine beliebige sein, weil der Trennraum senkrecht stand. Bei dem neuen schrägen Trennraum ist diese Richtung nicht mehr unwichtig, sondern es wurde gefunden, daß die günstigste Wirkung erreicht wird, wenn der Abscheider entgegengesetzt zum Trennraum gegen die Senkrechte geneigt ist. Dabei hat es sich als am vorteilhaftesten erwiesen, das Zwischenstück zwischen dem Oberende des Trennraumes und dem Unterende des Abscheiders, das bei der bekannten Vorrichtung ebenso wie der Trennraum senkrecht stand, gleichfalls gegen die Senkrechte zu neigen, und zwar unter einem kleineren Winkel als den Abscheider, aber in derselben Richtung wie dieser, also auch entgegengesetzt zum Trennraum.
  • Die Austragerohre des Abscheiders sind bei der bekannten Vorrichtung lediglich senkrechte Fallrohre, wirken also nur als Führung. Demgegenüber sind die Fallrohre jetzt dem neuen Trennraume nachgebildet, womit der bedeutende Vorteil erreicht wird, daß eine Behandlung derselben Art, wie das gesamte Gut sie im Haupttrennraum erfahren hat, beim mittelfeinen Gut nochmals erfolgt, so daß dessen Befreiung vom Staube bedeutend verbessert wird. Der Vorschlag, hinter allen oder einigen Ablenkplatten der Trennräume Einlässe für einen Hilfsgasstrom anzuordnen, fehlt bei der bekannten Vorrichtung ganz, nachdem dort keine Ablenkplatten vorhanden sind. Die Unterstützung des Einflusses der Hauptgasströme durch Hilfsströme bringt den Fortschritt herbei, daß in allen Trennräumen (Haupttrennraum und Austragrohre) der Scheidevorgang in einer gewünschten Weise mit bisher nicht erreichbar gewesener Sicherheit durchgeführt werden kann.
  • Die günstige Wirkung des Abwärtsgleitens des Gutes beruht hauptsächlich darauf, daß die groben Teile dem aufsteigenden Gasstrom jetzt nur wenig Widerstand bieten. Der Staub wird von ihm abgehoben und mit dem Mittelfeinen nach . oben getragen. Die neuartige Arbeitsweise gestattet es, den Querschnitt des Trennraumes ganz oder annähernd rechteckig auszuführen. Die Ablenkplatten werden zweckmäßig einstellbar gemacht, um die Vorrichtung leicht verschiedenartigem Gut anpassen zu können. Auch die Hilfsgasströme, die an sich schon regelnd in den Trennvorgang eingreifen, können natürlich auch im einzelnen geregelt werden. In jeder Zone des Trennraumes läßt sich die gewünschte Geschwindigkeit sicherstellen. An das untere Ende des Trennraumes schließt sich zweckmäßig ein kurzer senkrechter Teil an, um den Gaseintritt möglichst günstig zu gestalten und den letzten Staub vor dem Austritt des Groben von diesem noch abzuheben.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Es sind Fig. i ein Aufriß der Gesamtvorrichtung, Fig. 2 bis 6 Darstellungen von Einzelheiten. Der Trennraum i ist gemäß Fig. i nach links gegen die Senkrechte geneigt, und zwar nur wenig, nämlich vorzugsweise etwa 9 bis i5°. .An sein oberes Ende schließt sich ein kurzes senkrechtes Rohrstück i2 mit dem Guteinlaß 13 an, dem das Scheidegut aus einem Behälter . 15 durch eine Regelvorrichtung 14 hindurch unter Luftzutritt bei 18 zufließt. Gemäß Fig. 2 enthält der Stutzen 16 eine Ablenkplatte 17, hinter welcher der Lufteinlaß 18 mündet. Auf die kurze Füllzone 12 folgt das Zwischenstück 20, das zum Abschneider 2 führt. Beide Teile 2o und 2 sind nach rechts, also entgegengesetzt zum Trennraum geneigt. Die Neigung des Zwischenstückes 2o ist die geringere, und der _Abscheider 2 besitzt zwei ungleiche Neigungen, wie es schon bei der bekannten Vorrichtung des Erfinders der Fall ist. Das Austragerohr 21 beginnt z. B. an -der Übergangsstelle der beiden Neigungen des Abscheiders 2 ineinander.
  • Am unteren Ende des Trennraumes i sitzt ein kurzes senkrechtes Rohrstück 3, mittels dessen der Eintritt des Luftstromes besonders günstig gestaltet wird. Der Gutauslaß 4, 5 ist mit dem Lufteintritt 6 in Fig. 3 gesondert dargestellt. Lenkbleche 7 in letzterem dienen zur vorteilhaften Einführung des Gasstromes. Fig. 4 zeigt den Trennraum i in größerem Maßstabe, und zwar beispielsweise mit rechteckigem Querschnitt. In jedem Falle wird jedoch seine (linke) Unterfläche eben oder im wesentlichen eben ausgebildet. An ihr sind die Ablenkplatten 8,9 angeordnet, von denen die ersteren durch Schrauben io verstellt werden können. Die Stutzen ix lassen Hilfsluftströme hinter die Platten treten. An der Oberseite (rechts) ist eine abnehmbare Platte i9 für die Überwachung und Instandhaltung vorgesehen.
  • Auch das Austragerohr 21 für mittelfeines Gut kann rechteckigen Querschnitt haben und besitzt jedenfalls eine flache Unterseite mit Ablenkplatten 22 (Fig. 5.). Schrauben z3 dienen zum Verstellen der Ablenkplatten, hinter denen die Hilfsgasströme eintreten, während der Hauptgaseinlaß bei 24, 32 erfolgt. Eine gewichtsbelastete Ventilklappe 25 regelt den Ablauf des Gutes. Der Abscheider 2 kann gemäß Fig. 6 eine Längsplatte 33 auf Stützen 34 enthalten, die bei 35 verstellbar iri der Unterfläche des Abscheiders 2 sitzen. Der Einbau der Platte 33 gestattet eine Verkürzung des Abscheiders. Will man das Grobe und das Mittelfeine nach der Entstaubung wieder mischen, - so kann der Auslaß 25 gemäß den strichpunktierten Linien der Fig. i in den Auslaß 4, 5 münden.
  • An das obere Ende des Abscheiders ist mittels eines Rohres 26 ein Fliehkraftstaubabscheider 27 angeschlossen, der den vom Gut abgehobenen Staub aus dem Luftstrome entfernt. Die entstaubte Luft gelangt durch ein Rohr 28 zu einem Gebläse 29 und wird durch dessen Druckrohr 30 mit den Abzweigen 31 und 32 wieder in die Trennvorrichtung eingeführt.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Das auf dem Wege 15, 14, 13 eingeführte Gut breitet sich im Rohrstück 12 aus und wird sofort vom aufsteigenden Gasstrome getroffen. Es gleitet im wesentlichen, insbesondere seine gröberen Teile, auf der Unterseite des Trennraumes i abwärts und wird von jeder Ablenkplatte wieder der Mitte zugeführt. Der aufsteigende Luftstrom bläst in Verbindung mit den Hilfsluftströmen das Feine und Mittelfeine aus dem Groben heraus, worauf letzteres über 3 und 4 bei 5 austritt. Das Mittelfeine und das Feine werden oberhalb der Zone 12 durch das Zwischenstück 2o schon leicht in entgegengesetzter Richtung zum Trennraum i abgelenkt. Dieser Gutanteil erfährt dann im Abscheider 2 zunächst eine erheblich verstärkte Ablenkung, die nachher wieder etwas abgeschwächt wird. An der Übergangsstelle fällt das Mittelfeine in das Austragerohr 21, wo es vom Staube befreit wird. Der gesamte Staub strömt über 26 in den Staubabscheider 27, von wo die entstaubte Luft, wie oben angegeben, in den Kreislauf zurückkehrt. Man kann mit kalter oder erhitzter Luft (oder Gas) arbeiten, und zwar gegebenenfalls in der Weise, daß am tiefsten Punkte kaltes und an einer höheren Stelle erhitztes Gas eintritt, um eine Trocknungswirkung zu erzielen, bei der jedoch das Gut vor dem Austritt wieder gekühlt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Trennvorrichtung für körniges und feines Gut, insbesondere Kohle, bei der die Scheidung in einem aufsteigenden rohrförmigen Trennraum erfolgt, dem das Trenngut oben zufließt, während ihm von unten her ein Gasstrom zugeführt wird, dem entgegen das grobe Gut am unteren Trennraumende austritt, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Trennraum leicht gegen die Senkrechte geneigt und unterhalb des Einlasses für das Trenngut mit einer ebenen oder im wesentlichen ebenen Unterfläche versehen ist, auf der zweckmäßig einstellbare Ablenkplatten angeordnet sind, die das herabrieselnde Gut mehrfach wieder in den aufsteigenden Luftstrom hineinlenken.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i mit einem über dem Trennraum angeordneten und diesen fortsetzenden rohrförmigen schrägen Abscheider, an dessen Unterseite ein oder mehrere Austragerohre für mittelfeines Gut angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheider in entgegengesetzter Richtung wie der Trennraum gegen die Senkrechte geneigt ist und seine Verbindung mit dem Trennraum durch ein Zwischenstück hergestellt wird, das ebenfalls entgegengesetzt zum Trennraum, aber unter einem kleineren Winkel als der Abscheider gegen die Senkrechte geneigt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die vom Abscheider abgehenden Austragerohre für das mittelfeine Gut gleichfalls leicht gegen die. Senkrechte geneigt sind sowie ebene oder im wesentlichen ebene Unterflächen besitzen, auf denen gleichfalls verstellbare Ablenkplatten angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß hinter allen oder einigen Ablenkplatten, die auf den ebenen Unterflächen der geneigten Rohre sitzen. Einlässe zur Einführung je eines Hilfsgasstromes angeordnet sind.
DEC45724D 1930-12-04 1931-12-04 Trennvorrichtung fuer koerniges und feines Gut, insbesondere fuer Kohle Expired DE595992C (de)

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