DE583292C - Befestigung der Wandverkleidung auf metallenen Waenden, insbesondere fuer Kraftfahrzeug-Wagenkasten - Google Patents
Befestigung der Wandverkleidung auf metallenen Waenden, insbesondere fuer Kraftfahrzeug-WagenkastenInfo
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Description
Während es bei Wagenkasten mit hölzernem Gerippe sehr einfach, ist, die Innenverkleidung
auf den' Holzleisten des Gerippes; durch. Nageln oder Schrauben zu befestigen,
war es bisher nicht gelungen, leine Befestigung
für die Innenverkleidung auf aus Metall bestehenden Wandungen zu schaffen, die genügend
!billig ist und allen sonstigen, an! eine derartige Befestigung gestellten Forde-r
ίο rungen genügt hätte; dieser Mangel hat nicht
unwesentlich dazu beigetragen, daß sich, did Metallkarosserien trotz ihrer sonstigen, sehr
wesentlichen Vorzüge noch nicht vollkommen gegenüber Karosserien mit hölzernem Gerippe
durchgesetzt haben.
Zur Befestigung der Innenverkleidung auf der metallenen Wagenkastenwandung verwendete
man bisher insbesondere breite, nahezu die ganze zu bekleidende Fläche bedeckende,
auf der Wandung befestigte, viel Platz" einnehmende Holzleisten oder besondere,
eine unmittelbare Vieribindung zwischen der Verkleidung und* der metallenen Wändung
gestattende. Befestigungsmittel, wie z. B.
die ziemlich teuren Stahlschrauben mit gehärtetem
Gewinde, die sich in Bohrungen der metallenen Wandung einschrauben lassen,
" . ' ■ . Durch die Erfindung wird nun eine Befestigung
geschaffen, welche das Anbringen der Verkleidung auf der Innenseite der Wandung
in einfacher und billiger Weise so gestattet, daß die Festigkeit der Wandung nicht
beeinträchtigt, sondern eher 'erhöht wird.
■ Die Erfindung besteht in schmalen, tiefen^
an den Befestigungsstellen für' die Wandverkleidung angeordneten Rinnen in der metallenen
Wand und in die Rininen stramm ausfüllenden, biegsamen Streifen aus eimern
nagelbaren und zusammendrückbaren Werk' stoff. Die nagelbaren Streifen bestehen gemäß
der Erfindung aus einem gedrehten Seil,
vorzugsweise aus Papier.
Weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung "ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und dem in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel.
■ Es zeigt
Fig. ι in schaubildlicher Darstellung einen
Automobilwagenkasten im Rohbau, bei welchem einige den Anblick der Imnenwandung .
verdeckende Wandteile fortgelassen sind,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 der
Fig. ι nebst der auf dem mittleren Türpfosten
befestigten Innenverkleidung unter Andeutung der beiden anschließenden Türen durch punktierte
Linien,
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 2,-3
der Fig. 1 durch die Wagenkastenwandung oberhalb der hinteren Seitenfenster öffnung,
in dem Teile der Wandung durch punktierte Linien dargestellt sind,
Fig. 4 in schaubildlicher Darstellung einen kurzen Abschnitt der Innenwandung des mittleren
Türpfostens mit den in ihr befestigten; Nagelstreifen,
Fig. 5 gleichfalls in schaubildlicher Darstellung ein kurzes Stück eines für die Erfindung verwendbaren biegsamen Nagelstreifens.
Die Zeichnung zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem Automobilwagenkasten,
mit dessen äußerer, als Ganzes mit 10 bezeichneter Metallbekleidung tun die Tür- und
Fensteröffnungen herum sowie an anderen Stellen innere, allgemein mit 11 bezeichnetef,
zur Verstärkung dienende Blechibeldieidungien verbunden sind. Die Außenbekleidung ist
um die Tür- und Fensteröffnungen herum mit nach der Wagenmitte zu gerichteten Flanschen
12 (Fig. 2) bzw. 13 (Fig. 3) versehen.
Die_ Innenbekleidung, weiche die Innenfläche der Wagenkastenwandung bildet, ist im allgemeinen
mit der Außenbekleidung längs, der Ränder der Tür- und Fensteröffnungen verbunden
und außerdem längs der äußeren Ränder der Innenbekleidung, so daß. hohle?,
kastenförmige Träger 'entstehen. .
Der zum mittleren Türpfosten (5-C-Pfosten);
gehörige Teil der Innenbekleidung i.i weistlängs
seiner Ränder schmale, tiefe, nach' der Wagenmitte zu offene Rinneni 4 auf und kann
zwischen die nach innen 'gerichteten Flanschen 12 der äußeren Bekleidung eingeschoben
und an ihnen durch PiunSktschweißung befestigt werden. Die Herstellung der Punkt-Schweißverbindungen
wird durch die Gestalt der längs der Ränder der Innenibekleidung,
vorgesehenen Rinnen erleichtert, indem die Rinnen die Einfügung von Punktschweißelektroden
und dadurch die unmittelbare Punktverschweißüng der äußeren Wandung
der Rinnen mit den die Anschlagflächen der Türöffnungen bildenden Flanschen 12 gestatten.
Oberhalb der Tür- und Fensteröffnungen: sind in gleicher Weise Rinnen 14 in der inneren
Bekleidung 11 ausgebildet (s. Fig. 3). Dabei
weist die Innenbekleidung oberhalb der Fensteröffnung einen nach außen gerichteten
Flansch 15 auf, welcher mit dem nach innen
gerichteten Flansch 13 verbunden ist, während oberhalb der Türöffnungen die Verbindung
zwischen der äußeren und der inneren Bekleidung
die gleiche wie längs der Ränder des- mittleren Türpfostens'ist. Die längs der
verschiedenen Ränder der Türöffnungen vorgesehenen Rinnen 14 sind um die abgerundeten
Ecken dieser Öffnungen herumgeführt und gehen ineinander über, wie sich aus Fig. 1
ergibt.
Anschließend an das Dach ist die innere Bekleidung 14 mit einer Rinne versehen,
welche sich von der Vorderwand auf der einen Seite des . Wagenkastens über die
Hinterwand hinweg ibis zur anderen Seite der Wägerikastenvorderwand !erstreckt (s. Fig. r).
Weitere Rinnen 14 sind um die hintere
Fensteröffnung 16 herum und längs der hinteren
senkrechten Ränder der hinterien Seitenfensteröffnungen
sowie an anderen Stellen, an denen Polsterung oder Innenauskleidung befestigt
werden soll, angeordnet.
Die Innenbekleidung ist beim Ausführungs- "
beispiel aus Preßteilen zusammengesetzt, welche untereinander und mit der Außenbekleidüng
— vorzugsweise durch Punktschweißung -^» verbunden sind, und die Rinnen
14 sind fortlaufend um die senkrechten und die waagerechten Teile der Fenster- und
Türöffnungen herumgeführt, um das schnelle Aufbringen der Nagelstreifen zn erleichtern.
Der in die Rinne einzubringende nagelbare Werkstoff 'besteht aus einem biegsamen Streifen 17, welcher vorzugsweise 'etwas zusammendrückbar
ist und zweckmäßig aus einem zusammengepreßten · gedrillten Papierseil von
kreisförmigem Querschnitt besteht. Wenn dieser Streifen in die schmale, tiefe Rinne ϊ 4
eingepreßt wird, drückt er sich seitlich zusammen, wie sich aus den Fig. 2 bis 4 ergibt,
und wird durch Reibung von den Seitenwänden der Rinne gehalten. Zum weiteren
und sicheren Festhalten des Nagel* Streifens ist die Innenbekleidung mit ausgeh·
stanzten Zungen 18 oder anderen Biegsamen
Teilen versehen. Diese Zungen 18 sind in Abständen längs den Rinnen 14 aus der
•Innenbekleidung ausgestanzt und stehen vor der Einführung der Nagelstreifen nach innen
hervor, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist
so daß -sie das Einbringen des Njagelstreifens nicht stören. Nach dem Einbringen des
Nagelstreifens werden die Zungen über die Rinne und den Nagelstreifen heruntergedrückt,
wodurch der Nagelstreifen sicher festgehalten wird. .
Die Polsterung oder Verkleidung 19 sowie
die Zugluftdichtungen 19' können dann, wie
aus Fig. 2 ersichtlich, leicht mit Hilfe von
in die Nagelstreifen eingeschlagenen Stiften und 20' befestigt werden. ° .
Bei einem. Aütomobilwagenkasten mit gemäß der Erfindung gestalteten Wänden ist
also das Anbringen der Polsterung oder Innenverkleidung äußerst 'einfach' und MLlig.
In vielen Fällen wird durch den gemäß der Erfindung zum Anbringen der Polster dienen-S
den nagelbaren, in die Rinneji !eingepreßten
Werkstoff gleichzeitig das Dröhnen der metallenen Wandungen verhindert oder verringert
werden.
Wenn auch die Erfindung insbesondere für
ίο Automobilwagenkasten .,dienen soll, so kann,
sie vorteilhaft auch für andere metallene Wände Verwendung finden. Entsprechend
dem jeweiligen Zweck und Bedürfnis sind viele Abänderungen der Erfindung möglich;
u. a. brauchen die· Einsenkungen zur Aufnahme des nagelbaren Werkstoffes nicht
durch fortlaufende Rinnen gebildet zu werden,
sondern können auch, aus 'einer Anzahl in Abständen angeordneter Einzelvertiefungen
bestehen; ferner wird sich zum Ausfüllen der Einsenkungen unter Umständen ein anfänglich
bildsamer oder sogar gießbarer Werkstoff verwenden lassen, welcher 'erst nach dem Einbringen die erforderliche Festigkeit
und Zähigkeit erlangt; die Anordnung der mit dem nagelbaren Werkstoff auszufüllenden
Einsenkungen hängt von den jeweiligen Verhältnissen, insbesondere der Gestalt des betreffenden Körpers sowie der Steifigkeit
der Polsterung oder Wandverkleidung ab. An Stelle der aus der inneren Bekleidung
herausgepreßten Haltezungen 18 können auch besondere Teile verwendet werden, oder
die an die Einsenkungen bzw. Rannen anschließenden Wandteile bzw. die Rinnen
selbst können in anderer Weise so abgebogen werden, daß der Nagelstreifen in seiner Lage
mit Sicherheit festgehalten wird.
Claims (5)
1. Befestigung der Wandverkleidung auf metallenen Wänden, insbesondere für
Kraftfahrzeug-Wagenkasten, gekennzeichnet durch schmale, tiefe, an den Befestigungsstellen
für die Wandverkleidung angeordnete Rinnen (14) in der metallenien
Wand (11) und durch die Rinnen stramm ausfüllende, biegsame Streifen (17) aus
einem nagelbaren und zusammendrückbaren Werkstoff.
2. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
aus einem gedrehten Seil (17), vorzugsweise aus Papier, bestehen.
3. Befestigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne
(14) über die durch zwei aneinander,-stoßende Wände eines Wagenkastens gebildeten
Ecken fortlaufend hinweggeführt ist.
4. Befestigung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich 'ein Teil
der inneren Blechwand (11) dicht unterhalb
des Daches fortlaufend von der 'einen
Seite der Wagenkastenvorderwand über die Rückwand hinweg bis zur anderen Seite der Wagenkastenvorderwand erstreckt
und eine sich über die gleichen Teile des Wagenkastens erstreckende fortlaufende
Rinne (14) enthält.
5. Befestigung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß zum verstärkten Festhalten der Streifen in den Rinnen
aus der metallenen Wandung (11) herausgestanzte
Zungen (18) über die Streifen (17) gebogen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE583292C (de) |
| GB (1) | GB361498A (de) |
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|---|---|---|---|---|
| US2677676A (en) * | 1950-08-11 | 1954-05-04 | Du Pont | Preparation of polymers from adipic acid derivatives |
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1930
- 1930-05-14 US US452217A patent/US1930483A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1930-09-26 GB GB28867/30A patent/GB361498A/en not_active Expired
Also Published As
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