DE58185C - Feuerungseinsatz- mit Zugschieber - Google Patents
Feuerungseinsatz- mit ZugschieberInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23M—CASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F23M9/00—Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der vorliegenden Feuerung sollen alle sich entwickelen Feuergase vor dem Ver-,
lassen des Feuerherdes und vor dem Eintritt in die Feuerzüge ausreichend mit vorgewärmter
Secundärluft innig vermischt und — wenn nicht direct durch das hellglühende Brennmaterial — zum mindesten demselben so nahe
geführt werden, dafs sie sich unbedingt entzünden müssen, auch selbst bei starker Gasentwickelung
während des Schürens, Auffüllens und Einströmens kalter Oberluft durch
die Thüröffnung. Gleichzeitig soll damit aber auch eine ungünstige Abkühlung der Feuerzüge
verhindert werden. Die Vorrichtung kann auch an vorhandenen Feuerungen leicht angebracht werden, gleichviel ob diese sich an
Herden, Oefen, Kesseln etc. findet.
In der beiliegenden Zeichnung stellt dar:
Fig. ι die Vorderansicht des durchbrochenen Schieberrahmensteines B in aufrechter Stellung
mit dem dahinter liegenden (punktirten) Schieberstein C in seiner die Durchgangsöffnungen
verengenden Stellung,
Fig. 2 den Schieberstein C in Ansicht und Querschnitt,
Fig. 3 die Vorderfeuerbrücke (Stein) A in Ansicht und Querschnitt,
Fig. 4 die Anwendungsweise der Theile ABC bei Herd-, Ofen- und Kesselfeuerungen im verticalen
Längsschnitt durch die Feuerung,
Fig. 5 die Anwendungsweise bei Lokomotivkesseln und ähnlichen Feuerungen im verticalen
Längsschnitt durch die Feuerbüchse.
Fig. 6 und 7 geben eine Darstellung der Schieberrahmen-Oeffnungen und Begrenzungsflächen
mit und ohne Verbindung an der Unterseite und Anordnung eines aufgehängten Schiebersteines C, wenn die Schieberrahmenöffnungen
unten in directer Verbindung stehen.
Die Schieberrahmenöffnungen sind so gewählt, dafs deren Veränderung durch möglichst
kurze Schieberbewegung zu ermöglichen ist.
Die Einrichtung besteht aus einer Vorderfeuerbrücke , einem Stein A aus feuerfestem
Material mit innerem Luftkanal α und Luftzuführung durch irgend eine Rohrleitung mit
regulirbarer Eintrittsöffnung (ähnlich, wie solche seit Jahrzehnten bei Generatorfeuerungen etc.
zur Anwendung kommen). Von diesem inneren Luftkanal α gehen, auf seine Länge gleichmäfsig
vertheilt, viele kleine Luftkanälchen mit den Mündungen ii' i" aus. Dieser Stein überspannt
in einiger Entfernung vom Rost den Feuerherd (s. Fig. 4 und 5) eine Strecke vor dem hinteren
Ende des Rostes und bildet so gleichsam zwei Feuerherde, die unter und über dem Stein
hinweg in Verbindung stehen. Der Querschnitt dieser Vorderfeuerbrücke erhält am besten die verschobene Rechteckform mit
oberen Zacken (Fig. 3), wegen der günstigeren Rauchgasführung und Mischung, doch kann
derselbe auch andere Querschnittsform erhalten.
Ein zweiter Steinkörper, gebildet durch einen durchbrochenen Schieberrahmen B mit einem
correspondirend geformten Schieberstein C, beide aus feuerfestem Material, trennt den
eigentlichen Feuerraum von den Feuerzügen (Fig. 4). Auch dieser Stein B hat innen einen
Luftkanal b mit seitlicher regulirbarer Luftzuführung. Aus diesem Luftkanal b führen
wiederum viele kleine, in verschiedenen Höhen-
lagen gleichmä'fsig vertheilte Kanälchen nach dem Feuerherde (s. Fig. 4 bei c und c').
Der Schieber C ist mit der Feuerungsthür derartig beweglich verbunden, dafs derselbe
beim Oeffnen der Thür die Oeffnungen im Schieberrahmenstein A von oben nach unten
verengt (abschliefst) und beim Schliefsen der Thür wieder in seine alte Stellung zurückgeht,
also den Feuergasen die vollen Oeffnungen zum Durchgang freigiebt. Nach Bedarf kann
diese Schieberverstellung von Hand erfolgen, doch dient die in diesem Falle fast gleiche
Bewegungsvorrichtung gleichzeitig als Verschlufsvorrichtung an der Feuerungsthür, so
dafs eine Bewegung die andere bedingt. Fig. 3a zeigt den Schieber (mit anderer Form
der Oeffnungen) in gestrichelten Linien gehoben und in strichpunktirten Linien gesenkt.
Für Lokomotiven ist statt des Schiebers eine Klappe D, Fig. 5, mit selbsttätiger Bewegung
gegen den Feuerbrückenstein angeordnet, doch kann auch diese Klappenbewegung
ebenso wie der Zutritt der Secundärluft durch die Rohrleitung R vom Heizerstande aus von
Hand geregelt werden. In gröfserem Mafsstabe ist die Klappe in Fig. 5a geöffnet und in
Fig. 5 b geschlossen dargestellt.
Die Vorrichtung wirkt wie folgt: Die auf dem Vorrost vor dem Stein A sich entwickelnden
Feuergase streichen entweder auf dem nächsten Wege unter dem Stein A hinweg,
mischen sich bei ζ (s. Fig. 4) mit erhitzter Luft und entzünden sich an dem an diesem Rostende
angehäuften hellglühenden Brennmaterial, oder die Gase streichen über den Stein A hinweg,
werden mit der bei V und i", sowie bei c und c' einströmenden vertheilten Secundärluft
innig vermischt und durch die geneigte Lage und Oeffnungsform des Schieberrahmensteines B
nach unten auf das glühende Brennmaterial bei i hinter dem Stein A abgelenkt, woselbst
sie sich nun entzünden müssen, um dann erst nach den Feuerzügen etc. hinter dem Schieberrahmen
B und Schieber C zu entweichen.
Beim Oeffnen der Feuerungsthür verengen sich die Oeffnungen im Schieberrahmenstein
von oben nach unten, so dafs selbst bei starker Feuergasentwickelung und beim Eintreten von
überschüssiger kalter Luft alle Feuergasgemengtheile gezwungen werden, in enge Berührung
mit glühenden Brennmaterialtheilen zu treten und sich daran vollständig zu entzünden, ehe
dieselben sich durch die engen, unten offen gebliebenen Spalten des Schieberrahmens und
Schiebersteines hindurchdrängen. Auf diese Weise können keine Gas- und Luftgemengtheile,
selbst nicht in den oberen Schichten, unentzündet entweichen.
In ähnlicher Weise wird dasselbe erreicht bei den Lokomotiv- und ähnlichen Siederohrkessel-Feuerungen
mit Hülfe der verstellbaren, alle Rauchgase gegen das glühende Brennmaterial weisenden Klappe D, nachdem vorher
eine gute Vermischung der Feuergase mit erwärmter Secundärluft stattgefunden hat.
In Fig. 8 bis 15 sind einige andere Ausführungsformen
der Einrichtung dargestellt. Fig. 8 zeigt den Querschnitt und die Vorderansicht
eines einfachen durchbrochenen Schieberrahmensteines B mit unterer Verstärkung zur
Aufnahme der Spaltzacken s, des Kanales a und der Seitenkanälchen i und ϊ. C in Fig. 8
stellt den Querschnitt und Fig. 9 die Ansicht des Schiebersteines dar. Fig. 10 ist
ein Horizontalschnitt des Steines B. Fig. 11 zeigt den Schieberrahmenstein B getrennt
von dem Zackenstein A und Fig. 12 den Zackenstein A besonders in vergröfsertem Mafsstabe.
Derselbe besteht aus einem Obertheil, mit Zacken s besetzt, und aus einem auswechselbaren
Untertheil. Durch Aushöhlung beider Hälften in Muschelform und durch die Pafsleistchen 0, Fig. 13, werden zwischen diesen
zwei Hälften der Luftkanal α und die Seitenschlitze ζ und V gebildet. Die kurzen Arme P
des Steines A dienen zur Stütze des Schieberrahmensteines B, Fig. ι i. Fig. 14 veranschaulicht
die Herstellungsweise des Schieberrahmensteines B, wenn derselbe aus einzelnen Stäben
zusammengesetzt wird, wobei die Theile — mit χ in Vorderansicht, mit x1 in Seitenansicht
und mit x2 im Horizontalschnitt bezeichnet —
von einem oberen und unteren Rahmenstückj' und \ bezw. y' und \' gehalten werden. Zwischen
den oberen Enden der keilig eingesetzten Theile χ und dem Rahmenschenkely
wird ein Luftkanal b (bei y') gebildet. Von dem Luftkanal b gelangt die Luft in die Kanäle
c und c'. Aus diesen tritt die Luft seitlich nach der Feuerseite hin aus. Die zahnförmigen
keilförmigen Berührungsflächen (s. Fig. 15)
bilden nämlich kleine Seitenkanälchen von c bezw. c' nach aufsen, weil die Zähne nicht
bis auf den Grund in einander greifen, während auf der hinteren konischen Dichtungsfläche
glatter Anschlufs und dichter Verschlufs bewirkt wird. Rahmenschenkelj' bezw. y' und
\ bezw. \' sind u-förmig keilig gearbeitet und
an den Durchbrächen des Steines B mit bestem Mörtel ausgestrichen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Feuerungseinsatz mit selbsttätigem Zugschieber, bestehend aus einer durchbrochenen oder geschlitzten Schieberrahmenplatte B, Fig. 8. und 10, mit dem oberen Luftkanal b, den Seitenkanälchen c und c', sowie mit den Spaltzacken s, dem Kanal α und den Seitenschlitzen i und i', welche Platte in Vereinigung mit dem gleichartig gelochten bezw. geschlitztenSchieberstein C, Fig. 8 und 9, an irgend einer Stelle den Raum einer Feuerung über dem Feuerherde von oben nach unten quer durchschneidet.Die Ersetzung der Rahmenplatte Fig. 8 und 10 durch eine Platte B, Fig. 1 und 4, in Verbindung mit einem besonderen Träger A, Fig. 4 (oder A mit den Armen p, Fig. 11 und 1.2), mit den Spaltzacken s, dem Kanal α und den Schlitzen i und V.Die Ersetzung der Rahmenplatte B durch die drehbar aufgehängte geschlitzte Rauchklappe D, Fig. 5, mit den Luftrohren R, c und c' in Verbindung mit dem Spaltzackenträger A, welcher als Rahmenschenkel angewendet ist.Die Herstellung der Schieberrahmenplatte aus einzelnen Theilen x,y und ^, Fig. 14, welche, keilförmig in einander gepafst, zwischen sich Luftkanäle b, c und c' bilden, und deren Anlageflächeh gezahnt geformt sind, so dafs zwischen den Zahnspitzen und Zahntiefen kleine Luftkanälchen entstehen, welche von den Kanälchen c bezw. c' nach dem Verbrennungsraum führen, Fig· 14 und 15.Die Verbindung des Schiebers C, sowie der Rauchklappe D mit der Feuerungsthür durch Hebel in der Weise, dafs die Oeffnungen bezw. Schlitze in der Schieberrahmenplatte, sowie der Rauchklappe beim Oeffnen der Feuerungsthür durch Verstellung des Schiebersteines oder der Rauchklappe von oben nach unten verengt und umgekehrt beim Schliefsen der Thür erweitert werden.Die Herstellung des Spaltzackenträgers A, Fig. 12, aus zwei Hälften mit Pafsleisten 0, Fig. 13, und mit muscheiförmigen Längsaushöhlungen, die den Kanal α und die Seitenschlitze i und i' durch Zusammenlegen bilden, und deren Obertheil die Spaltzacken s trägt. :
Publications (1)
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