DE579461C - Verfahren zur Lastbereitschaftschaltung von Dampfturbinen mit elektrischen Stromerzeugern - Google Patents

Verfahren zur Lastbereitschaftschaltung von Dampfturbinen mit elektrischen Stromerzeugern

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DE579461C
DE579461C DE1930579461D DE579461DD DE579461C DE 579461 C DE579461 C DE 579461C DE 1930579461 D DE1930579461 D DE 1930579461D DE 579461D D DE579461D D DE 579461DD DE 579461 C DE579461 C DE 579461C
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HEINRICH NOELLE DIPL ING DR
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GROSSKRAFTWERK STETTIN AKT GES
HEINRICH NOELLE DIPL ING DR
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K13/00General layout or general methods of operation of complete plants
    • F01K13/02Controlling, e.g. stopping or starting
    • F01K13/025Cooling the interior by injection during idling or stand-by

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Lastbereitschaftshaltung von Dampfturbinen mit elektrischen Stromerzeugern Das bisherige Verfahren der Lastbereitschaftshaltung durch Teilbelastung mehrerer aufs Netz arbeitender elektrischer Stromerzeuger mit Antrieb durch Dampfturbinen mit einer Unterbelastung, die der größten im Betrieb befindlichen Maschine entspricht, ist im allgemeinen unwirtschaftlich. Ein -anderes Verfahren, nämlich das des Warmhaltens einer stehenden Maschine durch Heißluft, erfordert teuere zusätzliche Einrichtungen sowie im Alarmfalle viele Handgriffe, das Anfahren verschiedener Hilfsmaschinen und das Hochfahren des Vakuums, so daß im Ernstfall mit einer- erheblichen Verzögerung gerechnet werden muß.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung vermeidet diese Nachteile. Erfindungsgemäß besteht das Verfahren därin, daß die Reserveturbine bei vollem Vakuum und vom Netz elektrisch abgeschaltetem Stromerzeuger durch Dampf, der bereits nutzbare oder erforderliche Arbeit geleistet hat, mit einer Drehzahl angetrieben wird, die für die Ölförderung der Hauptölpumpe ausreicht.
  • Zweckmäßig wird als Antriebsdampf für die Reserveturbine Dampf aus einer allgemeinen Abdampf- oder Anzapfdampfleitung oder Abdampf irgendeiner Hilfsturbine verwendet. Es kommt aber auch Dampf in Frage, der in irgendeiner anderem Hilfseinrichtung nutzbare oder erforderliche Arbeit geleistet hat.
  • Die Reserveturbine ist durch den Abdampf sowie die Schaufelreibung gut und gleichmäßig durchgewärmt. Sämtliche Temperaturen liegen im Überhitzungsgebiet. Die Temperaturen der hinteren Wellenhälfte liegen höher, die der vorderen Hälfte niedriger als im normalen Betrieb, so daß die Gesamtlänge der Turbinenwelle bei Belastung fast die gleiche ist wie bei Betrieb mit Unterdrehzahl.
  • Der gesamte Dampfverbrauch für das Erzeugen des Vakutims und den Antrieb der Reserveturbine beträgt bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nur einen Bruchteil des früheren Leerlaufverbrauchs. Dieser Minderverbrauch beruht auf folgenden Ersparnissen: i. Leerlauffrischdampf für die Hauptturbine, a. etwa 99 °% Erregerleistung, 3. etwa 99 °% Eisenverluste, q.. etwa 7o bis 9o °/o aller Radreibungs- und Schaufelwirbelungsverluste in der Turbine sowie Pumpverluste des Läufers und Lüfters des Stromerzeugers, 5. etwa 6o bis 8o % der Lagerreibung und Ölpumpenleistung, 6. etwa 2o bis qo °/o der Kondensationsantriebsleistung.
  • Die Ersparnisse sind also groß.
  • Im Alarmfalle wird lediglich das Haupt= einlaßventil geöffnet, und die Turbine kann binnen kürzester Zeit parallel geschaltet und belastet werden.. Ein Verziehen der Welle oder Schwingungen der Turbine oder Verziehen des Gehäuses sind unmöglich. Kaum ein einziges Entwässerungsventil muß bei der guten Vorwärmung von Gehäuse und Läufer bedient werden. Keine Ölpumpe ist anzulassen, das volle Vakuum ist stets vorhanden.
  • Ist der in die Reserveturbine eingeleitete Abdampf -für- die gewünschte Drehzahl derselben noch zu reichlich, so kann die abdampfliefernde Hilfsturbine ebenfalls mit verminderter Drehzahl betrieben werden. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Abdampf von .einer Hilfsturbine der Reserveturbine selbst stammt. Hierdurch vermindert sich der Dampfverbrauch der Reservehaltung entsprechend.
  • - Liefert eine Kühlwasserantriebsturbine den Abdampf und wird die Drehzahl dieser Antriebsturbine gedrosselt, so wird es im allgemeinen zweckmäßig sein, den Kraftschluß der Kühlwasserleitung und die Förderung der Kühlwasserpumpe durch eine kleine Luftabsaugleitung nach dem Vakuum hin sicherzustellen.
  • Für den Fall, daß das Vakuum im Kondensator nicht genügend hoch gehalten werden kann oder daß die Abdampftemperatur für die Beschaufelung der betreffenden Turbine zu hoch erscheint, so wird diese Abdampftemperatur dann zweckmäßig durch einen in die Frischdampf- oder Abdampfleitung der Hilfsturbine eingebauten Dampfkühler erniedrigt.
  • Die Zeichnung zeigt -ein Ausführungsbeispiel einer- Schaltung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung sowie der hierfür erforderlichen Anordnungen.
  • Die -Kühlwasserpumpe 5, die das Kühlwasser durch den Kondensator 3 der Reserveturbine i drückt, wird durch die Hilf sturbine4 angetrieben. Der Abdampf - dieser Hilfsturbine strömt durch den Einspritzkühler 16, der in der Abdampfleitung 14 eingebaut ist. Das Umschaltventil 15 ist so gestellt, daß der Abdampf nicht in den Kondensator, sondern in eine Stufe der Hauptturbine i strömt. Diese Turbine ist die Reserveturbine und treibt den Stromerzeuger 2 mit niederer Drehzahl an. Der Abdampf der Hilfsturbine4 kann in irgendeine Stufe der Hauptturbine-i geleitet werden, beispielsweise auch vor die Frischdampfdüsen derselben. Der Heißdampfkühler 16 kann auch in der Frischdampfleitung zur Hilfsturbifie 4 angeordnet sein.
  • Die Strahlluftpumpe 9 sowie die Kondensatpumpe io werden durch eine zweite Hilfsturbine.8 angetrieben, deren Abdampf in. die gleiche Abdampfleitung 14 einströmt. Die Pumpen 7, 12 und 13 sind durch Elektromotoren 6 und i i angetriebene Pumpen und dienen als Reserve oder- zur Unterstützung bei hoher Belastung der Reserveturbine. Während des Reservebetriebes kann, die mit Dampf betriebene Gruppe 8, 9 und io abgestellt sein, während die elektrische Gruppe i i, 1:2 und 13 in Betrieb ist.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Lastbereitschaftshaltung von Dampfturbinen mit elektrischen Stromerzeugern, dadurch gekennzeichnet, daß die Reserveturbine bei elektrisch abgeschaltetem Stromerzeuger mit für die Ölförderung der Hauptölpumpe ausreichender Drehzahl unter vollem Vakuum mit Hilfe von Dampf angetrieben wird, der bereits nutzbare oder erforderliche Arbeit geleistet hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Betriebsdampf für die Reserveturbine Abdampf irgendeiner Hilfsturbine verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Abdampf liefernde Hilftsturbine mit verminderter Drehzahl betrieben wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der Abdampf von der Kühlwasserhilfsturbine geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftschluß in der Kühlwasserleitung und die Förderung der Kühlwasserpumpe durch Verbindung mit dem Vakuum aufrechterhalten wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, wobei die Regelung der Abdampftemperatur in der Turbine durch einen Dampfkühler in der Frischdampfleitung, z: B. vor den den Abdampf liefernden Hilfseinrichtungen, oder in deren Abdampfleitung erfolgt.
DE1930579461D 1930-11-02 1930-11-02 Verfahren zur Lastbereitschaftschaltung von Dampfturbinen mit elektrischen Stromerzeugern Expired DE579461C (de)

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