DE577489C - Gemischverdichtende Brennkraftmaschine - Google Patents

Gemischverdichtende Brennkraftmaschine

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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B17/00Engines characterised by means for effecting stratification of charge in cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Gemischverdichtende Brennkraftmaschine Bei gemischverdichtenden Brennkraftmaschinen ist es bekannt, im Arbeitszylinder eine Schichtenlagerung beispielsweise derart vorzusehen, daß zwecks Bildung der Ladung das Brennstoff-Luft-Gemisch zwischen zwei Luftschichten oder ähnlich gelagert wird. Zit diesem Zweck hat man z. B. am Ende des Arbeitshubes und am Ende des Saughubes Pre ßluft in den Zylinder eingeführt. Ein anderer bekannter Vorschlag geht dahin, daß der Brennstoff nur während einer bestimmten Zeit des Saughubes durch eine Pumpe in die Saugleitung eingespritzt wird.
  • Ferner hat man auch bereits vorgeschlagen, zunächst während des größeren Teiles des Saughubes Luft in den Arbeitszylinder und nachher auf der letzten Strecke des Saughubes das Brennstoff-Luft-Gemisch einzusaugen. Damit wurde der Zweck verfolgt, das reiche Gemisch in der Nähe der Zündkerze am Zylinderdeckel abseits vom Kolben zu lagern. Die Ansaugung von Luft allein soll bis auf drei Viertel des Saughubes ausgedehnt werden, und man arbeitet dabei mit je einem getrennten Gemischeinlaßventil und Lufteinlaßventil. Ersteres ist jedoch ein bloßes Rückschlagventil, und nur das Luftventil wird gesteuert. Eine zwangsläufige Zusammenwirkung ist nicht vorgesehen, die Wirkung also mindestens unsicher. Alle bekannten Arbeitsweisen und Vorri-htungen führen die zusätzliche Luft unter einem durch künstliche Verdichtung erzeugten beachtlichen Druck zu. In Verbindung mit dieser erheblichen Verdichtung hat man die Einführung des Brennstoff-Luft-Gemisches und der Luft oder Spülluft auch bereits durch zwei ineinandergesteckte Ventile vorgenommen. Durchweg öffnet sich dabei das Luftventil zuerst und allein, während erst später das Gemischventil geöffnet wird. Einerseits wegen der beachtlichen Verdichtung der Luft und andererseits wegen der Aufeinanderfolge der Ventileröffnungen ergibt sich jedoch der Mangel, daß in der Ladung die gewünschte Schichtung und ein günstiges Verhältnis nicht zuverlässig erreicht wird. In der Regel k äim die nötige Menge an Brennstoff-Luft-Gemisch in der verfügbaren Zeit nicht eingeführt werden. Oder aber der Eintrittsquerschnitt für das Brennstoff-Luft-Gemisch wird beim Schließen des gemeinsamen Ventils zuerst und nach ihm die Luftzufuhr abgesperrt.. Dabei ist die letzte Schicht unter dem Zylinderdekkel wieder ärmer an Brennstoff, worunter die Zuverlässigkeit der Zündung in ähnlicher Weise leidet; wie es der Fall ist, wenn man das Brennstoff-Luft-Gemisch zwischen zwei Luftschichten lagert.
  • Demgegenüber will die Erfindung die Ladung so zusammensetzen, daß sich nahe dein Kolben eine Luftschicht, in der Mitte eine Gemischschicht mit geringerem Brennstoffgehalt und nahe dem Zylinderdeckel das reiche Brennstoff-Luft-Gemisch befindet. Um diesen Erfolg herbeizuführen, verwendet die Erfindung für das Brennstoff-Luft-Gemisch und für die zusätzliche Luft in bekannter Weise zwei getrennte Zuführungsleitungen, die nebeneinander in den Arbeitszylinder einmünden und deren Mündungen ventilgesteuert sind.
  • Erfindungsgemäß werden nun die Mündungen der Gemischleitung-und der Zusatzluftieitung so zueinander angeordnet, daß die Ventileröffnung während der Einlaßperiode beide Mündungen gleichzeitig freigibt und die Zusatzluft über die Mündung der Gemischleitung so hinwegströmt, daß der Austritt des Brennstoff-Luft-Gemisches verzögert wird. Ferner wird erfindungsgemäß in die Zusatzluftleitung ein mechanisch bewegter Steuerkörper eingeschaltet, der bei Beginn der Öffnung des Zylindereinsatzes den Luftdurchgang offen hält. und sich vor dem Ende der Einlaßperiode schließt. Endlich bedient sich die Erfindung während des ersten Teils der Einlaßperiode eines Druckunterschiedes zwischen der Zusatzluftleitung und der Gemischleitung, der gegebenenfalls durch mechanische Hilfsmittel verstärkt werden kann.
  • Auf dem angegebenen Wege erreicht die Erfindung den Erfolg, daß die gegenüber dem Brennstoff-Luft-Geinisch einen Überdruck besitzende Luft bei Beginn der Einlaßperiode unter Zurückdrängen des Gemisches allein in den Arbeitszylinder einströmt, daß darauf nach Ausgleich der beiden Drücke Luft und Gemisch gleichzeitig einströmen und schließlich nach Abschluß des in der Zusatzluftleitung angeordneten Steuerkörpers gegen Ende der Einlaßperiode nur Brennstoff-Luft-Gemisch eintritt.
  • Das mit der neuen Vorrichtung ausgeübte Arbeitsverfahren kennzeichnet sich erfindungsgemäß ferner dadurch besonders, daß die Menge der vor dem Brennstoff-Luft-Gemisch in den Zylinder eingeführten Luft so geregelt wird, daß sie im umgekehrten Verhältnis zum Üffnungsgrade der Maschinendrossel in der Gemischleitung steht.
  • Auch die Erfindung bedarf für die von ihr angestrebte Schichtenbildung in der Ladung eines Druckunterschiedes zwischen der Zusatzluft und dem Brennstoff-Luft-Gen lisch, aber sie führt denselben nicht durch eine beachtliche Verdichtung der Zusatzluft so herbei, wie es bis jetzt geschehen ist. Versuche haben vielmehr gezeigt, daß schon beim gewöhnlichen Arbeitsgange der Brennkraftmaschinen während des Einlasses in der Luftzuführungsleitung ein höherer Druck als in der Brennstoff-Luft-Gemi:schleitung besteht. Die Erfindung hat erstmalig festgestellt, daß bei langsamem Motorgange der Druck in der Luftleitung um einige Zentimeter Wassersäule höher als. in der Gemischleitung ist und daß dieser Unterschied bei rasch laufendem Motor sogar auf einige Zentimeter Quecksilbersäule steigen kann, wobei natürlich beide Pressungen unterhalb des Atmosphärendrukkes liegen. Der Unterschied dürfte sich aus der Ungleichheit der Leitungen und der Ungleichheit der Räume, in welche die Leitungen an ihrem Außenende münden, erklären. So bietet ein Vergaser für die Gemischbereitung einen größeren Widerstand als ein Luftreiniger usw. Bei Mehrzylindermaschinen kommt auch der Einfluß der anderen Zylinder hinzu: Dieser von der Erfindung aufgedeckte Druckunterschied wird hier dazu benutzt, um unter entsprechender Anordnung der Mündungen der Gemischleitung und der Zusatzluftleitung zueinander bei gleichzeitiger öftnung beider Mündungen ein Zurückdrängen des Brennstoff-Luft-Gemisches durch die Zusatzluft zu erreichen, wodurch z. B. auch Frühzündungen in wirksamer Weise vorgebeugt wird. Auf das Einströmen von Luft allein folgt gemäß obigem die Bildung einer Schicht aus ärmerem Gemisch und dann der Nachschub einer Schicht aus reichem Gemisch. Der Erfindungsgegenstand leistet mit dem bei gewöhnlichem Betriebe entstehenden Druckunterschied sehr vorteilhafte Dienste, und vorhandene Motoren lassen sich nach den hier gemachten Vorschlägen mittels der leicht nachträglich anbringbaren Hilfsteile vervollkommnen. Man kann dabei irgendein einfaches mechanisches Hilfsmittel, wie z. B. ein Luftförderrad, vorsehen, um gegebenenfalls den Druckunterschied zwischen der Luft und dem Gemisch zu verstärken.
  • Die Bewegungen des in die Zusatzluftleitung eingeschalteten Steuerkörpers bzw. seines beispielsweise als Drehschieber ausgebildeten Steuerteils werden erfindungsgemäß zum Arbeitstakt der Maschine abgestimmt. Mehrere Durchlässe in dem Drehschieber dienen zur Verteilung der Luft auf die einzelnen Zylinder. Ein einstellbarer Hilfsdrehschieber im Steuerkörper ist mit der Maschinendrossel gekuppelt und regelt die Dauer des Lufteintritts. Unabhängig von seiner Stellung wird jedoch für eine gleichbleibende Luftdurchgangs-Anfangseröffnung gesorgt. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dein Nachstehenden.
  • Beim Erfindungsgegenstande läßt sich abweichend vom Bekannten mit großer Zuverlässigkeit die gewünschte Schichtung in der Ladung herbeiführen. Der Gehalt der Ladung an Brennstoff nimmt vom Arbeitskolben nach dem Zylinderdeckel hin so zu, daß die erreichbar günstigsten Verhältnisse bei der Zündung und Verbrennung erreicht werden. Frühzündungen und Rückzündungen ist wirksam vorgebeugt, und der Verbrennungsvorgang kann, da nach dem Verdichtungshube ein vom Kolben zum Zylinderdeckel praktisch stetig reicher werdendes Gemisch vorliegt, sehr vollkommen verlaufen. Der thermische Wirkungsgrad der neuen Maschine ist daher ein sehr günstiger, ohne daß mechanische Hilfsmittel zur Herbeiführung einer erheblichen Verdichtung der Zusatzluft erforderlich sind. Ausgedehnte praktische Fahrversuche haben gezeigt, daß die neue Maschine hinsichtlich des Brennstoffverbrauchs bzw. überhaupt hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Betriebes den bekannten Motoren überlegen ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Es sind Fig. i eine Draufsicht auf den Zylinderkopf, Fig.2 eine Seitenansicht gegen die Maschine, Fig. 2a ein Schema der Verstellvorrichtung für den Steuerkörper, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. i, Fig. q. bis 8 Darstellungen von Einzelheiten in größerem Maßstabe, Fig. 9 bis 14. Darstellungen einer abgeänderten Ausführungsform, Fig. 15 eine vergrößerte Darstellung der Verstellvorrichtung für den Steuerkörper.
  • In Fig. i und 2 ist der Zylinderkopf i einer Sechszylindermaschine angedeutet, in deren Gemischleitung z eine Drosselklappe 3 mit Verstellstange 4 sitzt. Eine Leitung 5 führt von einem Luftreiniger zur Maschinendrossel 3 und besitzt einen Abzweig 6, der gereinigte Luft zum Steuerkörper A bringt. Im Zylinderkopf i bzw. in einem Aufsatz 7 desselben sind in der durch Fig. 3 veranschaulichten Weise zwei übereinanderliegende Kanäle ausgebildet, von denen der untere, 8, das aus der Leitung 2 ankommende Brennstoff-Luft-Gemisch weiterleitet, während der obere, 9, als Zusatzluftleitung dient. Eine waagerechte Wand io trennt beide Kanäle voneinander.
  • Gemäß Fig. q. und 5 ist über jedem Arbeitszylinder für sein Einlaßventil i i in die Scheidewand io ein zvlindrisches Rohrstück 12 eingesetzt, dessen unterer Rand oder Ventilsitz 14 mit der Oberkante des Sitzes 13 für den Gemischauslaß bündig liegt. Beide Sitze 13 und 1q. sind mit dem Ventil ii zusammengeschliffen. Die Luftaustrittsöffnung i ¢ und der Gemischaustritt 13 öffnen und schließen sich also "E#eim Senken und Heben des Ventils i i gleichzeitig. Da die Zusatzluft im Kanal 9 einen höheren Druck als das Gemisch im Kanal 8 besitzt, strömt die Luft beim Offnen des Ventils i i vom Sitz 14 im wesentlichen quer über den ringförmigen Gemischaustritt hinweg zum Sitz 13, und das Brennstoff-Luft-Gemisch wird zurückgedrängt, während die Luft allein" in den Zylinder einströmt.
  • Für die Erreichung dieses Erfolges ist die konzentrische Anordnung der beiden Austrittsmündungen in solcher Weise vorgeschlagen, daß der mit etwas höherem Druck austretende Luftstrom denn Gemischstrom den Weg verlegt. Das wird bei innen angeordnetem Luftaustritt und ringförmigem Gemischaustritt am besten durch gleich hohe Anordnung der beiden Ventilsitze 13 und 14 erreicht. Gewünschtenfalls kann man allerdings die beiden Mündungen auch vertauschen, indem man beispielsweise den Ventilsitz 14 tiefer als den Sitz 13 legt. Auf alle Fälle muß die Freigabe beider Ventilsitze gleichzeitig erfolgen.
  • Nach dem Eintritt einer gewissen Luftmenge gleicht sich der Druckunterschied bei vergrößerter Ventilöffnung aus. Die Zusatzluft und das Brennstoff-Luft-Gemisch mischen sich, und an die untere Luftschicht schließt sich ein ärmeres Brennstoff-Luft-Gemisch an. Dann sperrt der Steuerkörper A die Zufuhr der Zusatzluft ab, und als dritte Schicht tritt ein reiches Brennstoff-Luft-Gemisch allein in den Zylinder ein.
  • Zur Zuführung der Zusatzluft dienen zwei Leitungen 15 und 15', die vom Steuerkörper A zur Luftleitung 9 gehen. Die Rohre 15, 15' beginnen in Rohrbüchsen 16 des Steuergehäuses 17, die durch Schlitze i8 und ig mit dem Innern des Steuergehäuses in Verbindung stehen (Fig. 6). Die mittels des Abzweiges 6 (Fig. 2) zugeführte gereinigte Luft tritt bei 2o (Fig. 6 und 8) in den Steuerkörper A ein. Das Gehäuse 17 desselben enthält zunächst einen Drehschieber 22, dessen Decke mittels Stiftes 28 und einer Schraube 29 auf einem Bund 27 einer Welle 25 befestigt ist. Letztere wird von einer Steuerwelle 26 durch das Zündsteuergetriebe 23 mit der halben Geschwindigkeit der Kurbelwelle gedreht. In eine Öffnung 3o der Drehschieberdecke greift ein Kurbelfinger 31, der die Drehung der Welle 25 auf die Zündsteuerung 3a überträgt. Um den Druck in der Luftleitung 9 etwas erhöhen zu können, kann gegebenenfalls auf der Welle 25 ein einfaches Luftförderrad 26' angebracht werden.
  • Die bei 2o in das Gehäuse 17 strömende Luft tritt durch die drei Seitenöffnungen 2q. des Drehschiebers 22 (Fig: 7) bei der jeweiligen Deckung mit den Schlitzen ig, 18 in die Leitungen 15 und 1$' über. Innerhalb des Drehschiebers 22 ist ein Hilfsdrehschieber 33 angeordnet, der nur zwei schmale Schlitze 34 besitzt, die sich diametral gegenüberliegen. Der Hilfsschieber 33 stützt sich unten auf einen Ringansatz des Gehäuses 17 und ist mit einem Arm 35 ausgerüstet, der durch einen Gehäuseschlitz 35' nach außen geht und mittels dessen die Schlitze 34 in die richtige bzw. gewünschte Lage zu den Schlitzen ig gebracht werden. Der Hilfsdrehschieber 33 ermöglicht es zugleich, den Luftdurchgang vom Steuerkörper A zu den Rohren 15, 15' vollständig zu unterbrechen.
  • Um die Öffnungs- und Schließdauer des Steuerkörpers mit Bezug auf die Kolbenstellung der Maschine mit der Stellung der Maschinendrossel ändern zu können, ist innerhalb des einstellbaren Hilfsdrehschiebers 33 noch eine feststehende Schieberhülse 36 mit Durchtrittsöffnungen 37 angeordnet: Ein Ausschnitt 38 am unteren Ende der Schieberhülse 36 gestattet der bei 2o eintretenden Luft den Durchgang in das Innere des Steuerkörpers. Die Länge der Durchtrittsöffnungen 37 dieser festen Schieberhülse 36, die Länge der Öffnungen 24 des von der Maschine aus angetriebenen Drehschiebers 22 und die Öffnungen 34 des Hilfsdrehschiebers 33 sind so bemessen, daß unabhängig von der Stellung des Hilfsdrehschiebers 33 immer eine gleichbleibende Anfangseröffnung des Steuerkörpers gesichert ist. Nach dem Einbau wird die Schieberhülse 36 in ihrer richtigen Lage zum Gehäuse 17 beispielsweise mittels einer Schraube 39 festgehalten. Die Durchtrittsöffnungen 37 stehen dabei so, daß der Steuerkörper beim Beginn des Einlaßhubes stets Luft durchtreten läßt. Durch die Verstellung des Hilfsdrehschiebers 33 wird der Zeitpunkt des Schließens der Luftzufuhr geregelt.
  • Gemäß Fig. 2a ist mit der Steuerstange 4 der Maschinendrossel 3 bzw. mit ihrem Fußhebel 4o eine Stange 41 verbunden, die an den Arm 35 des Steuerkörpers A angelenkt ist. Die Drossel 3 und der Steuerkörper A sind also miteinander gekuppelt. Eine Schraubenfeder 42 beeinflußt die Öffnungsbewegung beschleunigend. In die Stange 41 ist ein Zylinder 43 mit einem Kolben 44 (Fig. 15) eingeschaltet. Das dem Steuerkörper zugekehrte Ende des Zylinders 43 ist durch ein biegsames Rohr 45 mit der Gemischansaugeleitung 2 verbunden. Bei der gewöhnlichen Benutzung des Fußhebels 4o zur Verstellung der Maschinendrossel 3 wird der Steuerkörper A durch Verdrehung des Hilfsdrehschiebers 33 ganz oder teilweise geöffnet. Wird jedoch die Maschine durch das Fahrzeug getrieben und ist dabei die Maschinendrossel geschlossen, so erzeugt die Saugwirkung in der Leitung :2 einen ausreichenden Unterdruck im Zylinder 43, um ihn gegen den Kolben 44 zu bewegen und dadurch die Schlitze 34 des Hilfsdrehschiebers 33 länger in ihrer Öffnungsstellung festzuhalten. Dabei wird eine größere Menge Luft in die Maschinenzylinder eingelassen, und die Bremswirkung des Motors wird verringert.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: In der zwischen dem Schließen eines Einlaßventils ii (z. B. eines dreizylindrigen Satzes einer sechszylindrigen Maschine) und dem Öffnen eines anderen Einlaßventils (desselben Satzes) liegenden Zeit kommt einer der Durchlässe 24 des Drehschiebers 22 mit einem der Schlitze ig des Gehäuses 17 zur Deckung. Bei der entsprechenden Stellung der Schlitze 34 des Hilfsdrehschiebers 33 strömt also Luft auf dem Wege 6-20-38-37-34-24-19-18-15 (oder 15') zur zugehörigen Luftleitung g. Wenn das betreffende Einlaßventil sich öffnet, strömt die Luft über den Sitz 14 quer hinweg zum Sitz 13, drängt das Brennstoff-Luft-Gemisch mit seinem geringeren Druck zurück und tritt zunächst allein in den Arbeitszylinder ein.
  • Indem der Drehschieber 22 weiter umläuft, kommen seine` Durchtrittsöffnungen 24 nacheinander immer wieder entsprechend dem Takt, in welchem die Einlaßventile ii sich öffnen und schließen, mit den Schlitzen ig, 18 zur Deckung. Die Abstimmung zum Arbeitstakt des Motors ist dadurch erreicht, daß der Drehschieber 22 in einem bestimmten Verhältnis zum Umlauf der Kurbelwelle umläuft. Wenn sich bei Leerlauf oder aus sonstigen Gründen der Druck in der Leitung 2 verringert, wird durch die Relativbewegung des Zylinders 43 und des Kolbens 44 die Stange 41 verkürzt und die Öffnungsdauer des Steuerkörpers verlängert. Bei sehr langsamem Leerlauf zieht die Feder 42 den Hebel 35 so weit nach links, daß der Steuerkörper A außer Wirkung kommt, weil die Schlitze 34 des Hilfsdrehschiebers 33 von der feststehenden Schieberhülse 36 vollständig abgedeckt sind. Diese Lage ist in Fig. 7 dargestellt.
  • Die Länge des Zylinders 43 gestattet eine Bewegung des Hebels 35 über seinen ganzen Schwingungsbereich derart, daß auch bei geschlossener Drosselklappe der Steuerkörper A offengehalten werden 'kann, um durch Luftzutritt in die Arbeitszylinder die Bremswirkung der Maschine herabzusetzen, so daß sie größere Wegstrecken mit aufgespeicherter Fahrzeugenergie durchlaufen kann und auch dadurch Brennstoff erspart wird. Durch Verstellung der Verbindungshilfsmittel zwischen dem Fußhebel 40 und dem Arm 35 läßt sich der Hilfsdrehschieber.33 so einstellen, daß die Zeit für den Luftdurchgang entsprechend der Stellung der Maschinendrossel geändert wird, . beispielsweise auch derart, daß die Menge der Luft, die vor dem Brennstoff-Luft-Gemisch in den Zylinder eintritt, zum Öffnungsgrade der Maschinendrossel im umgekehrten Verhältnis steht. Auf demselben Wege läßt sich die Zeit ändern, in welcher der Steuerkörper gegen Ende der Einlaßperiode den Luftdurchgang im Verhältnis zur Arbeitskolbenstellung ganz absperrt.
  • Die in Fig.9 bis 15 dargestellte abgeänderte Ausführungsform des Steuerkörpers unterscheidet sich nur dadurch von der zuerst beschriebenen, daß gemäß Fig. 13 mehrere übereinanderliegende Scheiben anstatt ineinandergesteckter Zylinder zur Anwendung kommen. In das Gehäuse 5o tritt die Luft durch eine Öffnung 52 des Deckels 5i, während im Gehäuseboden diametral gegenüber die Luftaustrittsöffnungen 53 für die Leitungen 15 und 15' angeordnet sind. Die unterste, dem Drehschieber 22 der ersten Ausführungsform entsprechende Scheibe 54 enthält drei Öffnungen 55, deren radiale Endwände bei 56 abgeschrägt sein können (Fig. ii und i4), um den Luftdurchgang zu erleichtern. Ein Luftförderrad 57 'kann gewünschtenfalls zur Erhöhung des Druckunterschiedes in der Luftleitung 9 und der Gemischleitung 8 benutzt werden.
  • Über der mittels der Welle 26 und des Getriebes 23 in einem bestimmten Verhältnis zum Kurbelwellenumlauf gedrehten Steuerscheibe 54 liegt eine verstellbare Scheibe 58 mit zwei Öffnungen 59, die dem Hilfsdrehschieber 33 entspricht und gleichfalls mit einem Verstellarm 35 zu denselben Zwecken, wie oben angegeben, versehen ist. Über ihr ist eine feste Scheibe 6o mit zwei gegenüberliegenden Öffnungen 61 angeordnet, die der Schieberhülse 36 entspricht und nach ihrem richtigen Einbau mittels einer Schraube 62 in ihrer Lage festgehalten wird.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung entspricht vollständig der Wirkungsweise des zuerst beschriebenen Steuerkörpers.

Claims (7)

  1. PATENT ANSLRÜCJ.iL; i. Gemischverdichtende Brennkraftmaschine mit getrennten Zuführungsleitungen für Brennstoff-Luft-Gemisch und zusätzliche Luft, die nebeneinander in den Arbeitszylinder einmiinden und deren Mündungen ventilgesteuert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der Gemischleitung (8) und der Zusatzluftleitung (9) derart zueinander angeordnet sind, daß die Zusatzluft an der Mündung der Gemischleitung vorbeiströmt und daß beide Mündungen gleichzeitig während der Einlaßperiode geöffnet werden, daß fernter die Zusatzluftleitung (9) einen zusätzlichen, mechanisch angetriebenen Steuerkörper (A) aufweist, der bei Beginn der Öffnung des Zylindereinlasses geöffnet ist und vor Ende der Einlaßperiode geschlossen wird, und daß schließlich während des ersten Teils der Einlaßperiode in der Zusatzluftleitung (9) ein höherer Druck als in der Gemischleitung herrscht, der gegebenenfalls durch mechanische Hilfsmittel, z. B. ein Förderrad, hervorgerufen wird, so daß bei Beginn der Einlaßperiode die einen Überdruck gegenüber dem Gemisch besitzende Luft unter Zurückdrängen des Gemisches allein in den Arbeitszylinder einströmt, worauf nach Ausgleich der beiden Drücke Luft und Gemisch gleichzeitig einströmen, bis nach Abschluß des zusätzlichen Steuerkörpers (A) in der Zusatzluftleitung (9) gegen Ende der Einlaßperiode Gemisch allein in den Arbeitszylinder eintritt.
  2. 2. Verfahren zum Betriebe einer Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der vor dem Brennstoff-Luft-Gemisch in den Zylinder eingeführten Luft so geregelt wird, daß sie im umgekehrten Verhältnis zum Öffnungsgrade der Maschinendrossel (3) in der Gemischleitung (2, 8) steht.
  3. 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftzufluß zum Luftkanal (9) durch einen Steuerkörper, z. B. einen Drehschieber (22), geregelt wird, dessen Bewegung zum Arbeitstakt abgestimmt ist und der mehrere Durchlässe (24) zur Verteilung der Luft auf die einzelnen Zylinder besitzt.
  4. 4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein einstellbarer Hilfsdrehschieber (33) vorgesehen ist, der mit der Maschinendrossel (3) gekuppelt ist und zur Veränderung der Dauer des Lufteintritts in die Luftleitung (9) dient.
  5. 5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des einstellbaren Hilfsdrehschiebers (33) eine mit Durchtrittsöffnungen (37) versehene feststehende Schieberhülse (3.6) angeordnet ist und daß die Längen der Durchtrittsöffnungen der feststehenden Schieberhülse (36), des einstellbaren Hilfsidrehschiebers (33) und des von der Maschine angetriebenen Drehschiebers (22) derart bemessen sind, daß eine gleichbleibende Anfangseröffnung des Luftventils unabhängig von der Stellung des Hilfsdrehschiebers (33) gesichert ist.
  6. 6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung des einstellbaren Hilfsdrehschiebers (33) eine Zylinder- und Kolbenvorrichtung (4s, 4q.) dient, deren Zylinder (43) mit der Gernischeinlaßleitung (2, 8)_ in Verbindung steht.
  7. 7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (22) ein Gehäuse (r7, 50)-mit zu den Luftkanälen (9) führenden Durchlässen (a9) besitzt, während der Haupt- und Hilfsschieber aus mit Öffnungen (2d. bzw. 3q.) versehenen Zylindern (22 bzw. 33) oder Scheiben (54, 58) bestehen, die sich gegen das Gehäuse drehen und ihre Öffnungen unter sich und mit den Gehäuseöffnungen zur Deckung bringen.
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