DE577347C - Synchronisierungsverfahren fuer Fernsehzwecke - Google Patents

Synchronisierungsverfahren fuer Fernsehzwecke

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DE577347C
DE577347C DEF70610D DEF0070610D DE577347C DE 577347 C DE577347 C DE 577347C DE F70610 D DEF70610 D DE F70610D DE F0070610 D DEF0070610 D DE F0070610D DE 577347 C DE577347 C DE 577347C
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DE
Germany
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phase
network
constant
synchronization method
synchronization
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Expired
Application number
DEF70610D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Georg Schubert
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Robert Bosch Fernsehanlagen GmbH
Original Assignee
Fernseh GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N5/00Details of television systems
    • H04N5/04Synchronising
    • H04N5/06Generation of synchronising signals
    • H04N5/067Arrangements or circuits at the transmitter end

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Synchronizing For Television (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29,MAI1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 577347 KLASSE 21a1 GRUPPE 35 so
Fernseh Akt>Ges. in Berlin-Zehlendorf*)
Synchronisierungsverfahren für Fernsehzwecke
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1931 ab
Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Problem der Synchronisierung, ζ. B. bei Fernsehübertragungen, dadurch in einfacher Weise zu lösen, daß als Antrieb auf der" Sende- und Empfangsseite Synchronmotoren .verwendet werden, welche vom gleichen Netz gespeist werden, so . daß sie absolut synchron laufen. Dieser Vorschlag läßt sich innerhalb großer Netze nicht ohne weiteres durchführen, da wegen der unausgesetzten Belastungsschwankungen ständig Spannungsschwankungen und Phasenverschiebungen auftreten, die eine einwandfreie Synchronisierung erschweren.
Die Stellung des Läufers eines Synchronmotors zu einem gegebenen Zeitpunkt hängt von der Lage des Feldes ab, welches aus Läufer- und Ständerfeld resultiert. Maßgebend für die Phase dieses Feldes ist im wesentlichen die Phase und Amplitude des Klemmenspannungsvektors sowie die vom Motor aufgenommene Leistung. Verändert sich Phase oder Amplitude des Klemmenspannungsvektors bei gleichbleibender Belastung, so tritt eine Änderung der Phasenlage des resultierenden Feldes und damit des Läufers ein. Ändert sich andererseits bei gleichbleibender Phasenlage und Amplitude des Klemmenspannungsvektors die Leistungsaufnähme, so tritt die gleiche Erscheinung auf. Um also die einmal definierte Phasenlage eines Synchronmotors aufrechtzuerhalten, muß der Klemmenspannungsvektor seiner Phase und Amplitude nach und ebenso die Leistungsaufnahme des Motors unverändert bleiben.
Soll das zwischen Sende- und Empfangsmotor bestehende Phasenverhältnis während des Verlaufes einer Fernsehsendung unverändert aufrechterhalten werden, was zu einer richtig wirkenden Synchronisierung unbedingt erforderlich ist, so muß die Phasenlage sowohl auf der Sende- wie auch Empfangsseite konstant bleiben, und ebenso dürfen in dem dazwischenliegenden Leitungsnetz keine phasenändernden Vorgänge auftreten. Da weder auf der Empfangs- noch auf der Sendeseite mit konstanter Spannung gerechnet werden kann und außerdem die Phasenlage des dazwischenliegenden Netzes wegen der fortwährend auftretenden Belastungsschwankungen sich ändert, ist bei ungünstigen Verhältnissen ein Synchronisierungsverfahren, bei welchem Sende- und Empfangsmotor zwar am gleichen, aber weit verzweigten Netz arbeiten, wie schon erwähnt, nicht ohne weiteres möglich.
Der Erfindungsgedanke besteht nun darin, nur die Phasenlage des Sende- sowie Empfangsmotors konstant zu halten, ohne daß dabei die Phasenlage des Netzes berücksichtigt wird, da, wie umfangreiche Untersuchun-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Georg Schubert in Berlin-Siemensstadt.
<' J
gen gezeigt haben, die Phasenlage des Netzes innerhalb gewisser Grenzen praktisch konstant ist. Da ferner angenommen werden kann, daß die Belastung des Sende- sowie Empfangsmotors, die ja im wesentlichen im Luftwiderstand der Bildzusammensetzvorrichtungen, der Lagerreibung usw. besteht, annähernd konstant ist, wirken außer den Spannungsabfällen im Netz hauptsächlich ίο Spannungsschwankungen auf der Sende- und Empfangsseite phasenändernd. In weitem Umfang kann daher, selbst innerhalb ausgedehnter Netze, Netzsynchronisierung angewendet werden, wenn lediglich die Spannung des Sendemotors und die des Empfangsmotors konstant gehalten wird; ja, es wird in vielen Fällen sogar genügen, die Spannung am Sendemotor konstant zu halten, da die Phasenverschiebungen innerhalb des Verteilungsnetzes und die Spannungsschwankungen am Empfangsmotor innerhalb gewisser Grenzen nicht berücksichtigt zu werden brauchen.
Feststellungen über den heutigen Stand der elektrischen Versorgung verschiedener Großstadt- und Überlandgebiete haben ergeben, daß innerhalb ein und desselben Gebietes vielfach nicht das gleiche Wechselstromnetz besteht, sondern daß eng benachbarte bzw. ineinandergreifende Gebiete von verschiedenen nicht synchron laufenden Werken oder gar mit Gleichstrom beliefert werden. Die Verhältnisse sind daher der Einführung einer reinen Netzsynchronisierung nicht sehr günstig, und es wird notwendig sein, neben der Netzsynchronisierung den gleichen vom Netz synchron laufenden Sender auch, mit automatisch synchronisierten Empfängern aufzunehmen. Auch für diesen Fall wirken sich die geschilderten Maßnahmen auf der Senderseite zur Konstanthaltung der Spannung sehr günstig aus, da dann Pendelungen des automatisch synchronisierten Empfängers vermieden werden, die sonst durch Phasenschwankungen des vom Netz synchron laufenden Senders hervorgerufen werden.
Ebenso gelten die Betrachtungen, wenn z. B. als Empfänger eine Braunsche Röhre verwendet wird, die mit einem mechanischen Sender zusammenarbeitet, oder ganz allgemein, wenn als Sender und Empfänger Einrichtungen verwendet werden, deren Phase von der Phase und Amplitude des angelegten Spannungsvektors oder der aufgenommenen Leistung abhängt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Synchronisierungsverfahren für Fernsehzwecke, bei welchem entweder Sende- und Empfangseinrichtung vom gleichen Wechselstromnetz oder von verschiedenen synchron laufenden Netzen gespeist werden oder bei welchem nur ein Teil der Empfangseinrichtungen synchron vom Netz angetrieben, ein anderer Teil jedoch nach irgendeiner Methode automatisch synchronisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß ohne Berücksichtigung der Phasenlage des Netzes entweder nur die Phase der Sendeoder die der Empfangseinrichtung oder die Phasenlage beider Einrichtungen gleichzeitig konstant gehalten wird.
  2. 2. Synchronisierungsverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase mit praktisch genügender Genauigkeit durch Konstanthaltung der Klemmenspannung der Sende- oder Empfangseinrichtungen konstant gehalten wird.
  3. 3. Synchronisierungsverfahren nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung automatisch konstant gehalten wird.
DEF70610D 1931-03-28 1931-03-28 Synchronisierungsverfahren fuer Fernsehzwecke Expired DE577347C (de)

Priority Applications (2)

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DEF70610D DE577347C (de) 1931-03-28 1931-03-28 Synchronisierungsverfahren fuer Fernsehzwecke
FR733540D FR733540A (fr) 1931-03-28 1932-03-15 Procédé de synchronisation pour la télévision

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DEF70610D DE577347C (de) 1931-03-28 1931-03-28 Synchronisierungsverfahren fuer Fernsehzwecke

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DE577347C true DE577347C (de) 1933-05-29

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FR (1) FR733540A (de)

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FR733540A (fr) 1932-10-07

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