DE576940C - Pessar und Vorrichtung zu seiner Einfuehrung - Google Patents

Pessar und Vorrichtung zu seiner Einfuehrung

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DE576940C
DE576940C DEA62551D DEA0062551D DE576940C DE 576940 C DE576940 C DE 576940C DE A62551 D DEA62551 D DE A62551D DE A0062551 D DEA0062551 D DE A0062551D DE 576940 C DE576940 C DE 576940C
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pessary
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gelatin
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ARNOLD SACK DR
RUDOLF AMERSBACH DR
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F6/00Contraceptive devices; Pessaries; Applicators therefor
    • A61F6/06Contraceptive devices; Pessaries; Applicators therefor for use by females
    • A61F6/08Pessaries, i.e. devices worn in the vagina to support the uterus, remedy a malposition or prevent conception, e.g. combined with devices protecting against contagion
    • A61F6/12Inserters or removers

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Description

  • Pessar' und Vorrichtung zu seiner Einführung Der Nachteil der gebräuchlichen Pessate besteht darin, daß sie in der Regel durch den Arzt eingeführt werden müssen und daß der richtige Sitz sehr bald wieder verlorengehen kann. Nach der Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß das Pessar vor der Einführung an seiner Innenseite mit einer Klebmasse versehen wird, die es nach seiner Einführung an der richtigen Stelle festhält. Als geeignete Klebmasse dient z. B. Pflanzenschleim, der gegebenenfalls auch desinfizierende und spermatötende Zusätze erhalten kann.
  • Ein anderer Nachteil der gewöhnlich vom Arzt eingeführten Pessare aus Gummi und anderen Stoffen besteht darin, daß sie zu lange im Körper belassen werden und dadurch zu Unzuträglichkeiten führen. Man kennt zwar auch Pessare aus löslichen Substanzen, wie Gelatine o. dgl. Diese lösen sich aber in der Körperwärme zu rasch auf und bieten deshalb keinen sicheren Schutz gegen das nachträgliche Eindringen von Spermatozoen in die,Portio uteri. Wird aber die Gelatine gehärtet und dadurch fast unlöslich gemacht; dann verbleibt sie wieder zu lange im Körper und ruft die damit verbundenen Übelstände hervor.
  • Gemäß der Erfindung werden die aus löslicher Substanz, wie Gelatine, hergestellten Pessare an der Außenseite mit einem unlöslichen Lackiiberzug, beispielsweise mit Cellonlack, versehen. Auch nachdem die Gelatinemasse vollständig aufgelöst ist, verbleibt noch das Lackhäutchen an derselben Stelle der Portio und verschließt diese, bis es nach io bis 1z Stunden, durch Spülung beseitigt wird. Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, daß die Wirkung der Klebmasse auch dann, wenn diese durch die aufgelöste Gelatine eine gewisse Verdünnung erfahren hat, doch nicht ausreicht, um das Lackhäutchen festzuhalten.
  • Durch das Festkleben des Pessars kann dieses wesentlich kleiner sein als die üblichen Pessare aus Gummi o. dgl.. Die Öffnung der Portio ist so klein, daß ein Abschluß etwa in der Größe eines Pfennigstückes reichlich genügen würde, wenn dessen feste Lage und Haftung am Muttermund gesichert wäre. Da das bei den üblichen Pessaren nicht erreicht werden kann, müssen diese viel größer sein, um den Zugang zur Portio zu versperren. Nach der Erfindung wird durch das Festkleben mit Hilfe der Klebmasse erreicht, daß das Pessar viel kleiner und deshalb auch handlicher sein kann als bisher.
  • Trotz seiner Kleinheit braucht das Pessar nicht durch den Arzt eingeführt zu werden. Die Einführung ist auch eigenhändig möglich durch Benutzung einer Vorrichtung, wie sie in der Zeichnung beispielsweise dargestellt ist. Abb. i ist eine perspektivische Ansicht und Abb. z ein Schnitt durch den oberen Teil.
  • Das Einführungsrohr i, vorzugsweise aus Leichtmetall (Aluminium), das am unteren Ende a verbreitert und umgebörtelt sein kann, ist am oberen Ende 3 leicht gekrümmt und hat :dort eine napfartig vertiefte Aussparung q.. Ist das Pessar 5 mit seinem klebrigen Inhalt in diesen Napf des Einführungsrohres eingesetzt, dann kann es eigenhändig an die Portio herangeführt werden.
  • Wenn die Portio immer gerade nach vorn gerichtet wäre, dann würde es der Krümmung des Einführungsrohres kaum bedürfen. Da sie aber mehr oder weniger regelmäßig eine deine Abschrägung nach irgendeiner Seite aufweist, ist die Krümmung des oberen Rohrendes notwendig. Wird das Rohr nach seiner Einführung um seine Achse leicht gedreht, so muß dank der Krümmung zwangsläufig ein Augenblick eintreten, in dem das Pessar die Portio einfängt, den Muttermund verschließt und dank der Klebwirkung dort festhaftet.
  • Es gibt bereits kleine Einführungsröhren, die auf den Finger des Arztes aufgesetzt werden, deren oberer Teil etwas abgebogen ist, einen der Pressarform angepaßten Aufsatz hat und mit einem leicht nach innen umgebogenen Rand versehen ist. Das wesentliche Merkmal dieses Teiles der Erfindung besteht darin, daß der obere Teil des Einführungsrohres eine napfartig vertiefte Aussparung hat. Dieser Umstand bietet den sehr wichtigen' Vorteil, daß das kleine Pessar an der Basis des Napfes einen Stützpunkt findet, so daß es vollständig in diese napfartige Aussparung versenkt werden kann. Bei der bekannten Vorrichtung, bei der das obere Ende des Einführungsrohres offen ist, stehen die Ränder des Pessars oben etwas über. Da das Pessar bei der Einführung ecken und umkippen würde, ist eine besondere Festhaltevorrichtung notwendig, die nach der Erfindung weder am Pessar noch am Einführungsrohr erforderlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Pessar aus löslicher Substanz, wie Gelatine. o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß es an seiner Außenseite mit einem unlöslichen Lack überzogen und an der Innenseite .mit einer Klebmasse versehen ist, die das Lackhäutchen auch noch nach dem Auflösender Gelatinesubstanz an der Portio festhält. Z. Einführungsrohr für Pessare nach Anspruch i, dessen oberes Ende leicht gekrümmt ist, einen nach innen umgebogenen Rand hat und als Träger für das Pessar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Rohres (i) eine napfartig vertiefte Aussparung (4) hat, in der das darin vollständig versenkte Pessar (5) eine Stütze findet.
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