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Brenner für Petroleum oder andere öle Die Erfindung bezieht sich auf
Brenner nach Patent 558o63 für Petroleum und andere Öle, die bei gewöhnlicher Temperatur
nicht flüchtig sind, bei denen in der Brennstoffzuführungsleitung eine Schicht aus
aktiver Kohle vorgesehen ist.
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Der Brennstoff geht durch die aktive Kohle entweder infolge Kapillaritätswirkung
oder infolge eines Druckunterschiedes hindurch, wobei er eine Umbildung in leichtere
und leichter entzündbare Stoffe erfährt.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung eines derartigen
Brenners und besteht im wesentlichen darin, die Masse der aktiven Kohle durch einen
Spezialstoff zu ersetzen, der durch Verkohlen von Fasern in gewebter, bauschiger
oder verfilzter Form erhalten wird.
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Das Gewebe kann irgendein beliebiges Gewebe sein, das verkohlt werden
kann und dabei eine genügende Festigkeit nach dieser Behandlung behält. Als Beispiel
kann als geeignet für den Zweck das Gewebe von Lampendochten angeführt werden.
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Als Beispiel für eine Fasermasse in bauschiger Form ist Baumwollwatte
zu bezeichnen. Um die Eigenschaften des Stoffes zu verbessern und die Zersetzung
der Kohlenwasserstoffe, auf die er einwirken soll, wirksamer zu gestalten, ist es
vorteilhaft, die verkohlten Fasern entsprechend den bekannten Verfahren zu behandeln,
um die Kohle, aus denen sie bestehen, zu aktivieren.
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Das verkohlte Gewebe oder die verkohlte Fasermasse kann entweder allein
oder mit einem geeigneten Haltemittel angewendet werden, auf das es aufgezogen,
aufgerollt usw. wird. Es kann auch mit einer Einlage versehen werden, um es zu festigen.
Ein besonderes Ausführungsbeispiel für den Fall der Anwendung von Gewebe besteht
darin, ihm innig eine Einlage einzuverleiben, z. B. indem man diese in das Gewebe
beim Weben selbst einlegt. Auf diese Weise ist es möglich, bei dem Weben gleichzeitig
Fäden zu verwenden, die verkohlt werden sollen, und andere Fäden aus Stoffen, die
nicht verkohlen und später die Einlage des Gewebes bilden.
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Das Gewebe oder die Watte usw. kann in Form eines gerollten Bandes
z. B. auf einer Grundlage aus Kohle oder auf einem Stück Rohr usw. vorgesehen werden,
wobei das Ganze nach dem Aufrollen einen Block bildet.
Diese Geweberolle
kann dann gegebenenfalls in ein metallisches Kästchen eingeführt werden. Das Band
kann auch in einer flachen Spirale aufgewickelt werden. Es ist schließlich noch
möglich, es durch eine Reihe von Ringen aus dembetreffendenStoff zu ersetzen.
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Unter den Anordnungen, die weiter unten angegeben sind, ist diejenige,
bei der ein verkohltes Gewebe oder Watteband, das auf ein Kohlestäbchen oder ein
anderes Haltemittel aufgerollt ist, besonders vorteilhaft. Der so entstandene zusammengesetzte
Körper ist leicht elastisch, und wenn man ihn in seine Lagerung im Brenner, die
ihn aufnehmen soll, einführt, wird er hier ein wenig zusammengedrückt, wobei man
ihm natürlich eine genügende Dicke geben muß. Unter diesen Umständen kann der Brennstoff
nicht zwischen der Kohle und der Umhüllung hindurchgehen. Er ist vielmehr gezwungen,
durch die Kohle hindurchzugehen, wo er zersetzt wird. Dieses Ergebnis wird in einer
einfachen und wirtschaftlichen Weise erhalten, ohne irgendwelche Teile auf bestimmte
Abstände einstellen zu müssen.
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Auf der Zeichnung sind zur besseren Veranschaulichung der Erfindung
zwei Ausführungsbeispiele dargestellt.
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Fig. i zeigt den Kopf eines Dampfbrenners, während Fig. 2 den oberen
Teil eines Dochtbrenners veranschaulicht.
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In Fig. i ist im Brennerkopf, der in gleicher Weise wie bei dem im
Hauptpatent angegebenen Ausführungsbeispiel gestaltet ist, der Kohleblock i durch
eine verkohlte Gewebe- oder Wattebandrolle il ersetzt. Das Gewebe oder Watteband
ist auf einen dünnen Kohlestab -i' aufgewickelt, der selbst aus aktiver Kohle bestehen
kann.
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Die Wirkungsweise des Brenners ist die gleiche, wie sie im Hauptpatent
beschrieben worden ist. Es genügt daher, noch anzugeben, daß die flüssigen Brennstoffe
zwischen den verschiedenen Wickelgängen sehr gut freigelegte Durchgangsquerschnitte
vorfinden und mit der aktiven Kohle auf sehr großen Flächen in Kontakt gebracht
werden, was besonders günstig ist, um eine gute Umbildung der Stoffe zu erhalten.
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Bei dem in Fig. 2 gezeigten Dochtbr enner sind eine oder mehrere verkohlte
Gewebe oder Wattewindungen n1 auf ein Mittelrohr p aufgerollt. Bei dieser Ausführung
steigt der Brennstoff in dem Docht durch Kapillarisationswirkung empor. Er kann
allerdings auch durch Druck hindurchgetrieben werden. Hier sichert das Eindrücken
des Gewebes, das durch die zwei konzentrischen Rohre erhalten wird, zwischen denen
es angeordnet ist, den Durchgang des Brennstoffes durch das verkohlte Gewebe, der
also nicht an der Seite durchfließen kann, wie es weiter oben erläutert worden ist.
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Die Erfindung ist auch anwendbar bei Löt-oder Schweißlampen, wie sie
im Hauptpatent beschrieben sind, die mit einer Anordnung für die Umbildung von schweren
Kohlenwasserstoffen in leichtere Produkte versehen sind. Hier wird der Kohlekörper
bzw. die in Stückform vorgesehene Kohle durch das verkohlte Gewebe ersetzt.
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Die Erfindung ist auch bei Anzündvorrichtungen für Brenner anwendbar,
die zum Ingangbringen von mit Schwerölen o. dgl. betriebenen Brennern dienen, die
eine gewisse anfängliche Erhitzung benötigen. Eine derartige Anzündvorrichtung besteht
gewöhnlich aus einem hohlen metallischen Körper in Form einer Gabel oder eines Ringes,
der mit einer porösen Masse ausgefüllt ist, wie z. B. aktive Kohle, die mit einer
brennbaren Flüssigkeit getränkt wird. Der Hohlkörper ist mit Öffnungen versehen
für den Durchgang der Verbrennungsgase, und es sind außerdem Mittel vorgesehen,
um die Zirkulation dieser Gase und ihre Mischung mit Verbrennungsluft in einem geeigneten
Verhältnis zu bewerkstelligen.
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Die angegebenen Ausführungsförmen sind nur als Beispiele gedacht.
Es können selbstverständlich beliebige Abänderungen getroffen werden, ohne daß das
Prinzip der Erfindung hiervon berührt wird.