DE569596C - Verfahren zur Herstellung von Cellulosehaeuten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cellulosehaeuten

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DE569596C
DE569596C DE1930569596D DE569596DD DE569596C DE 569596 C DE569596 C DE 569596C DE 1930569596 D DE1930569596 D DE 1930569596D DE 569596D D DE569596D D DE 569596DD DE 569596 C DE569596 C DE 569596C
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cellulose
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C59/00Surface shaping of articles, e.g. embossing; Apparatus therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C71/00After-treatment of articles without altering their shape; Apparatus therefor

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  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Cellulosehäuten Die Erfindung bezieht sich auf ein Veifahren zur Herstellung von Cellulosehäuten, insbesondere solchen, die aus Viskose regeneriert werden und die nach ihrer Fertigstellung als Bänder, Filme u. dgl. bei ihrer Verwendung eine nasse Behandlung erfahren sollen. Solche Häute kommen insbesondere für die Herstellung von photographischen i@ ilmen in Betracht, die, sei es bei dem Überziehen mit der Emalsion, sei es bei der späteren Behandlung im sensibilisierten Zustande, in Bädern behandelt werden müssen. Bei diesen Häuten hat sich die Schwierigkeit ergeben, daß sie beim Wiedertrocknen ungleiche Schrumpfungen ergeben, die die Güte des Fabrikates beeinträchtigen.
  • Die Erfindung hat nun neue Verfahren zum Gegenstand, um diese Nachteile zu vermeiden. Gemäß der Erfindung dienen als Bänder, Filme u. dgl., die nach der Fertigstellung nasse Behandlung erfahren sollen, solche, die im kontinuierlichen Trockenprozeß unter Spannung eine Dehnungsfähigkeit beim spannungslosen Befeuchten von weniger als io °/o aufweisen, wobei unter Dehnungsfähigkeit die Änderung der Längenabmessung zu verstehen ist, und zwar vorzugsweise die Schrumpfung, die die Haut erfährt, wenn sie von einem Zustand (dem Trocknen) über den anderen Zustand (Befeuchten) zum gleichen Zustand (dem Trocknen) überführt wird.
  • ' Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ergeben sich verschiedene Wege. Zunächst hat man es bei der Herstellung der Cellulosehäute in der Hand, durch entsprechende Wahl der Koagulationsbäder sowie auch durch Einstellung der Spannung, mit der die Häute durch die verschiedenen Bäder und auch bei der Trocknung geführt werden, die Dehnungsfähigkeit zu beeinflussen. Man kann also den Fabrikationsprozeß so leiten, daß die Dehnungsfähigkeit oder die Schrumpfung von vornherein unter einer bestimmten Grenze, beispielsweise 1z °j", bleiben. Man kann sich aber auch die eigentümlichen Verhältnisse der Haut zunutze machen, die sich aus den vorgenommenen Untersuchungen ergeben haben. Überraschenderweise wurde nämlich festgestellt, daß die Dehnungsfähigkeit oder die Schrumpfung von im kontinuierlichen Trockenprozeß unter Spannung getrockneten Häuten von dem Rande aus nach der Mitte hin stark abnimmt und daß jene Teile des mittleren Randes, deren Dehnungsfähigkeit oder Schrumpfung unter den angegebenen Verhältnissen unter 12 bis io °1o liegt, sich bei der späteren Benetzung in nassen Bädern einwandfrei verhalten.
  • Ein anderer Weg zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Dehnungs- oder Schrumpfungsfähigkeit auf den erwünschten Betrag dadurch verringert wird, daß die Bänder, Filme o. dgl., die nach der Fertigstellung nasse Behandlung erfahren sollen, während des Herstellungsverfahrens oder später bis zur nassen Behandlung mindestens dreimal benetzt werden, wobei mindestens zwei Trockmingen unter Spannung und mindestens eine dazwischenliegende Trocknung ohne Spannung erfolgt.
  • Zur Erläuterung der Erfindung dient die Zeichnung.
  • Fig. i zeigt in einem Kurvenbild die Schrumpfung eines Cellulosefilms, der spannungslos nach derFertigstellung getrocknet-ist. Als Abszisse ist die gleich ioo gesetzte Breite (z. B. ioo cm) eines Bandes veranschaulicht, aus dem Filme geschnitten werden sollen. In die Kurve sind die Schrumpfungen in der Breitenrichtung prozentual eingetragen, wenn Streifen beispielsweise von 5 cm Breite aus einem Bande von ioo cm Breite geschnitten und im spannungslosen Zustand befeuchtet werden. Aus der Kurve ist ersichtlich, daß die Randteile des Bandes große Schrumpfungen bis zu 35 °/a aufweisen. Die Schrumpfungen nehmen jedoch rasch nach der Mitte des Bandes zu ab; die Kurve zeigt, daß jener Teil des Bandes, der in dem veranschaulichten Beispiel geringe Schrumpfungen bis höchstens 12 °/o erreicht, sich über etwa So % der Bandbreite erstreckt, während jener Teil, der Schrumpfungen bis zu io °/a erreicht, etwa 74. % des vollen" unzerschnittenen Bandes beträgt. Es ist durch entsprechende Führung des Trockenprozesses möglich, den stark, ansteigenden, nach dem Rande hin liegenden Teil der Kurve weiter nach dem Rande hin zu drängen, so daß sich eine für jene Zwecke brauchbare größere Bandbreite ergibt. Man wird also für jene Häute, die später einer nassen Behandlung unterzogen werden sollen, lediglich die Mittelteile des Bandes verwenden, während die Endteile der Häute zu anderen Zwecken verwendet werden.
  • Die geschilderten Verhältnisse beziehen sich im wesentlichen auf Dehnungen in der Breitenrichtung des Fabrikationsvorganges, während die Dehnungen von Proben in der Längsrichtung des Fabrikationsvorganges kleiner ausfallen und sich im wesentlichen als über die ganze Breite gleichmäßig ergeben.
  • Untersuchungen haben nun weiter ergeben, daß, wenn eine Filmhaut, sei es am Randteile, sei es im mittleren Teile, wechselnd mehreren Benetzungen und Trocknungen unterworfen wird, die Werte im durch die Benetzung auftretenden gedehnten Zustand und in dem bei der Trocknung auftretenden geschrumpften Zustand sich zunächst stark ändern, daß sie aber nach mehrmaligem Wechsel konstanten Minimalwerten zustreben.
  • Die Untersuchungen zeigen weiter, daß gerade in jenen Zuständen, die sich den Minimalwerten nähern, die Häute ein gleichmäßiges Verhalten bei späteren Benetzungen zeigen, während, wenn spätere Benetzungen in den Anfangswerten der Kurve erfolgen, die Güte des Fabrikates beeinträchtigt wird.
  • Der Erfindung gemäß wird daher von diesen Bedingungen Gebrauch gemacht, bei denen sich die minimalen Schrumpfungen durch mehrmaliges Benetzen und Wiedertrocknen ergeben.
  • Zur Veranschaulichung der Verhältnisse dienen die Fig. 2 und 3, bei denen für ein Hautstück einer Größe von 2o X :2o cm die Aufeinanderfolge von Benetzung und Trocknung diagrammatisch veranschaulicht ist. In den Abszissen sind die aufeinanderfolgenden Benetzungen und Trocknungen veranschaulicht, während die Ordinaten bei unterdrücktem Nullpunkt die Längenänderung des Bandes zeigen.
  • In Fig. 2 zeigt die ausgezogene Kurve das Verhalten der in der Herstellungsrichtung gemessenen Länge des Bandes, während die gestrichelte Kurve das Verhalten in der Breitenrichtung veranschaulicht. Das Probestück ist der Mitte eines Bandes entnommen, während Fig. 3 die gleiche Kurve für ein nahe dem Rande entnommenes Probestück veranschaulicht. Wird beispielsweise aus dem mittleren Teil eines Bandes ein Hautstück von der Größe Zoo ;" Zoo mm herausgeschnitten und dieses Stück befeuchtet, so vergrößert sich seine Länge, in der Richtung des Herstellungsganges gemessen, auf 2l3 mm, und nach dem Trocknen schrumpft es (entlang der gestrichelten Linie, Fig. 2) auf 179 mm zusammen, so daß die Schrumpfung vom ersten Trockenzustand auf den zweiten Zoo bis 179 - io,5 % beträgt. Nach der Wiederbefeuchtung dehnt sich das Band auf 2o6 mm, nach der Trocknung schrumpft es auf 175 mm, so daß die Schrumpfung nunmehr 179 bis 175 =2,2 % beträgt. D=ach dem nächsten Benetzen dehnt es sich auf 203 mm und schrumpft beim Trocknen auf 173 mm, so daß dieSchrumpfung 175 bis 173 = l,14'1'0 beträgt. Bei der nächsten Befeuchtung dehnt sich das Hautstück auf 2o2 mm und schrumpft nach der Trocknung auf i72,5 mm; die Schrumpfung beträgt somit 173 bis 172,5 = 0,29 %.
  • Man sieht somit, daß der Betrag der Schrumpfung vom trocknen Zustand zum nächsteaz trocknen oder der Dehnung vom nassen Zustand zum nassen Zustand rasch abnimmt, sobald diese Operationen mehrfach hintereinander vorgenommen worden sind. Einschließlich der Benetzung und Trocknung, die die Haut während des Arbeitsprozesses erfährt, bringen insgesamt drei Benetzungen und Trocknungen das Band in jenen Zustand der Vorbehandlung, der es gegen spätere Benetzungen unempfindlich macht. Es wird also das Verfahren gemäß der Erfindung so geleitet, daß jene Bänder und Filme, die nach der Fertigstellung eine nasse Behandlung erfahren sollen, mindestens dreimal benetzt und l;etrocknet «-erden, wobei mindestens zwei Trocknungen unter Spannung und mindestens eine dazwischenliegende Trocknung ohne Spannung erfolgt. Durch die Kombination von Trocknungen ohne Spannungen mit darauffolgenden Trocknung en unter Spannung ergeben sich fabrikatonisch sehr erhebliche Vorteile. Wird nämlich der Film nach der Fertigstellung lediglich frei hängend benetzt und getrocknet, so wird er wellig, es sei denn, es wird ihm unter ganz besonderen Vorsichtsmaßregeln ganz langsam und allmählich seine Feuchtigkeit entzogen, was naturgemäß für die praktische Fabrikation nicht in Frage kommt. Wird aber an die spannungslose Benetzung und Trocknung gemäß der Erfindung eine Benetzung und Trocknung unter Spannung angeschlossen, so werden durch diesen Arbeitsgang alle Ungleichmäßigkeiten beseitigt, die sich aus der spannungslosen Bearbeitung ergeben könnten, so daß sich die spannungslose Bearbeitung schnell durchführen und zu einem kontinuierlichenArbeitsgange ausbilden läßt oder mit der nachfolgenden Behandlung unter Spannung in einem kontinuierlichen Arbeitsgang in den Fabrikationsprozeß einschalten läßt.
  • Aus den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß die nach dem Rande hin gelegenen Teile des Bandes stärkere :@nderungsverhältnisse aufweisen als die mittleren Teile des Bandes. Man wird also auch bei diesem Verfahren die für spätere Benetzung bestimmten Bänder vorzugsweise dem mittleren Hautteil entnehmen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Cellulosehäuten, insbesondere solchen, die aus Viskose regeneriert werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Bänder, Filme u. dgl., die nach Fertigstellung nasse Behandlung erfahren sollen, solche dienen, die im kontinuierlichen Trockenprozeß unter Spannung eine Dehnungsfähigkeit beim spannungslosen Befeuchten von weniger als 1a °/o aufweisen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Herstellungsverfahren der Häute so geleitet wird, daß die über die Bandbreite aufgestellte Kurve der Dehnungsfähigkeit in der Breitenrichtung im mittleren Bereich unter io °io sinkt, wobei vorzugsweise der mittlere Bereich mindestens ;o °1o der Bandbreite beträgt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Cellulosehäriten, insbesondere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder, Filme u. dgl., die nach der Fertigstellung nasse Behandlung erfahren sollen, während des Herstellungsverfahrens oder später bis zur nassen Behandlung mindestens dreimal benetzt und getrocknet werden, wobei mindestens zwei Trocknungen unter Spannung und mindestens eine dazwischenliegende Trocknung ohne Spannung erfolgt.
DE1930569596D 1930-05-22 1930-05-22 Verfahren zur Herstellung von Cellulosehaeuten Expired DE569596C (de)

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