DE565877C - Frischwasserklaeranlage - Google Patents
FrischwasserklaeranlageInfo
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Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Frischwasserkläranlage zur Reinigung von
Abwässern. Es sind Kläranlagen mit hintereinandergeschalteten Absitzräumen bekannt,
bei denen in den Trennwänden zwischen den einzelnen Absitzräumen Rechen vorgesehen
sind, durch die das Abwasser beim Übergang von einem Absitzraum in den nächsten hindurchtreten
muß. Ferner sind Kläranlagen bekannt, die aus hintereinandergeschalteten, nur durch Trennwände getrennten Absitzräumen
bestehen, bei denen in den einzelnen Absitzräumen belüftete Tauchkörper vorgesehen
sind. Ein Nachteil dieser Einrichtungen ist darin zu erblicken, daß nur die Abwässer
der Einwirkung der Preßluft bzw. des biologischen Rasens ausgesetzt werden, die gerade unmittelbar an den Tauchkörpern
oder den Belüftungseinrichtungen vorbei'
ao fließen.
Demgegenüber unterscheidet sich die Kläranlage nach vorliegender Erfindung dadurch,
daß die Belüftungseinrichtungen in den Aussparungen oder Öffnungen der die einzelnen
Klärabteile voneinander trennenden Wände vorgesehen sind. Dadurch wird erreicht, daß
die gesamten, die Anlage durchströmenden Abwässer mit den Belüftungsanlagen in unmittelbare
Berührung kommen. Die Belüftungseinrichtungen selbst sind in bekannter
Weise als poröse Hohlkörper ausgebildet, in die Druckluftleitungen münden. Diese porösen
Hohlkörper sind gemäß der Erfindung nach Art eines Rechens oder gitterartig, und
zwar waagerecht oder senkrecht, in den Durchtrittsöffnungen der Trennwände angeordnet,
so daß die Abwässer gezwungen werden, durch die in den gitterartigen Hohlkörpern
frei gelassenen Räume zu strömen, und dabei energisch belüftet werden. Der sich
vor diesen Belüftungsgittern auf die Flüssigkeit auswirkende Stau wirkt günstig im
Sinne einer Abscheidung der Sink- und Schwebestoffe.
In den Abbildungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Darin zeigen die Abb. 1 einen Längsschnitt nach der Linie x-x der Abb. 2,
Abb. 2 einen Grundriß und teiweisen Querschnitt durch die gesamte Anlage, die
Abb. 3 bis 5 in vergrößertem Maßstabe die zur Belüftung dienenden Hohlkörper.
In den Abb. r und 2 ist die Abwasserströmung durch Richtungspfeile dargestellt. Die
einzelnen Klärabteile 3, 5, 9, n, 13 und 15
werden durch dünne Eisenbetonwände voneinander getrennt, in denen Durchfiußöffnungen
4, 6, 8, 10, 12 und 14 vorgesehen sind.
In die Öffnungen der Trennwände sind die einzelnen Belüftungseinrichtungen in Form
von waagerecht liegenden (6, 8 und 10) bzw. senkrecht stehenden (12 und 14) prismatischen
Hohlkörpern« eingebaut. Das dem Absitzbecken 3 in wirbelnder Strömung zufließende
Abwasser teilt sich nach zwei Richtungen, in einen rechten und einen linken Frischwasserstrom.
Jeder dieser Ströme bewegt sich zunächst durch die Wandöffnungen 4 aufwärts,
um dann zwischen den waagerecht (6, 8 und io) und senkrecht (12 und 14) angeordneten
Belüftungshohlkörpern hindurchzuströmen. Infolge des Staues durch die Aufwärtsbewegung
des Abwassers im Absitzbecken 3 werden die meisten Schwimm- und Sinkstoffe ausgeschieden; die Öle und Fette steigen bis
zur Wasseroberfläche, werden mittels der Schlitten 18 aufgefangen. Die Sinkstoffe
setzen sich infolge ihrer Schwere und des Staues ab und sammeln sich in Faulräumen
24 an. Es findet somit eine wirksame Abscheidung der feineren Sinkstoffe unter
gleichzeitiger Belüftung und Frischhaltung
des Abwassers statt. -
Abb. 3 zeigt im Schnitt einen prismatischen" Hohlkörper a, dessen poröse Wandungen c
aus keramischem Material bestehen. In die
Hohlräume b münden die Luftzuführungsrohreg" und h. Ein keilartiger Einschnittd
zieht sich vorne auf Hohlkörp.erlänge hin. Die Längsseiten durchlaufen kerbartige Nuten
e, deren kurze Begrenzungsflächen/senkrecht zur Längsmittelebene des prismatischen
Hohlkörpers α stehe'n und dadurch das Abfangen
von Senk- und Schwimmstoffen aus den Abwässern begünstigen und in die vor den
Rechen liegenden Absitzräume zurückleiten. Durch die Luftzuführungsrohre g und h wird
die: .Preßluft aus einer Erzeugungsanlage in
"die Hohlräume b gepreßt. Mit leichtem "Überdruck wird die Luft durch die porösen
■ Wandungen c der prismatischen Hohlsteine α geleitet, um im strömenden Ab-'35
wasser der Klärabteile 3, 5; 9, 11, 13
lind 15 wirbelnd und lüftend wirken zu
können. Die Wirkung der Abscheidung wird :~ dadurch gesteigert, daß die Flüssigkeitsmasse
an den Zwischenräumen zwischen- den Hohlkörpern
zunächst infolge der Querschnittsveränderung eine Pressung erfährt, wodurch die gegenseitigen "Lagen der im; Flüssigkeitsstrom
befindlichen Schwimm- und Sinkstoffe geändert wird und diese zur Abscheidung veranlaßt
werden. Die Preßluft löst insbesondere "die 'an allen Schrägflächen der prismatischen
Hohlkörper α festgesetzten Schlammhäutchen
" und führt sie der Abwässerströmung zu, so daß eine Verschlammung und Verpilzung der
Belüftungseinrichtungen nicht stattfindet; die Verunreinigungen werden in den Pressungspolstern durch den vor den Hohlkörper rechen
entstehenden Stau ausgeschieden und mit der Preßluft abgewirbelt. Diese Einwirkungen
wiederholen sich an allen prismatischen Hohlkörpern α der Rechen 6, 8, 10, 12 und 14, so
daß fortgesetzt die gesamten, die Anlage durchströmenden Abwasser unmittelbar mit
Preßluft bereichert werden.
Abb. 4 stellt den senkrechten Schnitt durch eine Belüftungseinrichtung mit waagerecht
liegenden Hohlkörpern dar und zeigt ' zwei schräg übereinanderliegende prismatische
Hohlkörper a. Unten und oben ist je ein Betonstein η eingesetzt, um die Abwasser
näher an die Flächen der prismatischen Hohlkörper« zu leiten. Die prismatischen Hohlkörper«
und die Leitsteine ti sind in Winkeleisenrahmen k mit Kitt eingebettet, welche
in einem Eisenblechmantel befestigt sind. Der Mantel wird in den Trennwänden mit
Eisenfalzen festgehalten und ist nach oben an den Haken r herauszuziehen.
Abb. S stellt den waagerechten Schnitt einer Belüftungseinrichtung mit senkrecht
stehenden Hohlkörpern vor und kennzeichnet zwei nebeneinanderstehende prismatische
Hohlkörper«.
Die Luftzuleitungsrohre sind in den Abb. 4 und 5 punktiert gezeichnet. - - :
Claims (2)
1. Frischwasserkläranlage mit hintereinandergeschalteten
Absitzräumen und -in den Trennwänden zwischen- -den einzelnen
Absitzräumen- vorgesehenen Öffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß--in den-Oft- ·'-nungen
rechen- oder gitterartig angeordnete prismatische Hohlkörper (α) aus porösem
Material vorgesehen sind, in deren Hohlräume in bekannter Weise Leitungen zur Zuführung von Druckluft münden.
2. Friscliwasseranlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die prismatischen Hohlkörper mit über ihre. ganze
Länge sich erstreckenden Kerbungen \e)
versehen sind, deren kurze Begrenzungs- flächen (/) senkrecht zur Längsmittelebene der prismatischen Hohlkörper
stehen. ioo
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL75994D DE565877C (de) | 1929-08-23 | 1929-08-23 | Frischwasserklaeranlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL75994D DE565877C (de) | 1929-08-23 | 1929-08-23 | Frischwasserklaeranlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565877C true DE565877C (de) | 1932-12-10 |
Family
ID=7283842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL75994D Expired DE565877C (de) | 1929-08-23 | 1929-08-23 | Frischwasserklaeranlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565877C (de) |
-
1929
- 1929-08-23 DE DEL75994D patent/DE565877C/de not_active Expired
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