AT236309B - Vorrichtung zur Entwässerung von Klärschlamm od. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Entwässerung von Klärschlamm od. dgl.

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AT236309B
AT236309B AT371162A AT371162A AT236309B AT 236309 B AT236309 B AT 236309B AT 371162 A AT371162 A AT 371162A AT 371162 A AT371162 A AT 371162A AT 236309 B AT236309 B AT 236309B
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Austria
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wall
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porous
drainage
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Arthur Goehlert
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Arthur Goehlert
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Description


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  Vorrichtung zur Entwässerung von Klärschlamm od. dgl. 
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 Entwässerung oder Filterung herangezogen wird. Das Entwässern oder Filtern kann infolgedessen mit gro- sser Leistung in sehr kurzer Zeit wirksam durchgeführt werden, insbesondere auch dadurch, dass das Entwässern und Filtern gegebenenfalls durch die Schwerkraft und Porenbelüftung weitgehend unterstützt wird. 



  In bezug auf die Flächenausdehnung ist die Leistung ein Vielfaches der bisher üblichen Anlagen bzw. kommt eine erfindungsgemässe Anlage mit einer weit kleineren Flächenausdehnung als die bisher üblichen Anlagen aus. 



   Zugleich lässt sich eine so gute Filterwirkung erreichen, dass bei Anwendung auf die Filterung von Abwässern ein so gut geklärtes Abwasser abfliesst, dass dieses ohne Nachbehandlung in die öffentlichen Vorfluter eingeleitet werden kann. Die Anlagen erfüllen damit eine grosse volkswirtschaftliche Aufgabe. 



   Eine besonders hohe Leistung ergibt sich, wenn sowohl der Boden als auch die Wände zur Filterung ausgenutzt werden. Dadurch, dass die Wände des Klärbeckens   od. dgl.   (statt oder zusätzlich zum Boden) durchlässig ausgebildet sind, kann auch dann, wenn die Bodenpartie infolge der Ablagerung des zu entwässernden Klärschlamms oder ähnlicher Stoffe allmählich undurchlässiger geworden ist und infolgedessen das ausgeschiedene Klärwasser od. dgl. nicht mehr schnell genug nach unten abfliessen kann, ein Abfluss durch die Seitenwände nach wie vor praktisch unbehindert erfolgen. 



   Die Erfindung ist ausser   für Schlammtrockenbeete auch bei sonstigen Entwässerungs-und Filterungs-   aufgaben, etwa für industrielle Abwässer, z. B. für den Klärschlamm aus Zuckerfabriken, Kohlenwäschen od.   dgl.,   anwendbar. 



   Eine wichtige Anwendung ergibt sich ferner bei der Entwässerung des Erdreiches hinter Fundamenten, 
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 ken) 17d usw., wobei der Boden und die   Seitenwände   aus porösen Filterkörpern bestehen. Der Boden kann hiebei wieder aus einzelnen Platten 12 zusammengesetzt sein, die auf einzelnen Stützen 11 ruhen, zwischen denen Zwischenräume 13 bestehen. 



   Dabei können auch für den Aufbau der Seitenwände einzelne Filterplatten verwendet sein. 



   Das ganze Becken 17 ist in eine Wanne 18 eingebaut, die z. B. in eine Ausnehmung des gewachsenen Untergrundes 10 eingesetzt oder auch auf diesen aufgebaut ist und insbesondere aus undurchlässigem Material wie Beton od. dgl. besteht. 



   Bei dem Vorgang der Entwässerung des Klärschlammes setzt sich der Klärschlamm 16a im unteren Teil des Beckens 17 ab, während sich das leichtere Klärwässer 16b über dem Klärschlamm sammelt. Die Ausbildung der Seitenwände 17b, 17c, 17d usw. aus porösen Filterplatten hat hiebei den Vorteil, dass das Klärwasser 16b unbehindert vom Klärschlamm 16a durch die Seitenwände in Pfeilrichtung x hindurchtreten und aussen an den Seitenwänden nach unten abfliessen   kann, während ein Teil   des   im Klärschlamm   16a noch befindlichen Restwassers durch den Boden 17a in Pfeilrichtung y hindurchtritt. Das auf diese Weise nach unten durchgesickerte Wasser sammelt sich in der Wanne 18 und kann von dort in beliebiger Weise nach aussen abfliessen.

   Es hat sich gezeigt. dass hiedurch die Zeiten zur vollständigen Durchführung des Entwässerungsvorganges ausserordentlich verkürzt werden. 



   Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bestehen lediglich die Seitenwände 17b und 17c aus porö- 
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   Fig. 12 zeigt einen Filterstein oder Filterkörper 33a, der aus demjenigen nach Fig. 1 durch   Halbie-   rung der Länge L entstanden ist, während Fig. 13 einen horizontal nach der Höhe H halbierten Stein 33b zeigt. 



   In ähnlicher Weise wie beschrieben lässt sich die Erfindung auch für die Zuführung gefilterter Luft zu   Luftschutz-oder   ähnlichen Räumen verwenden. Insbesondere gilt dieses für die Anlagen, wie sie für die Entwässerung von Schüttmassen hinter Brücken-,   Tunnel-und Gebäudewanden erläutert   wurden. Die porösen Steine oder Platten der aufsteigenden Wand dienen in diesem Falle dem Durchtritt von Luft, die hiebei entstaubt wird. Auch für diese Aufgabe können die Steine mit oder ohne angeschlossene vollporöse Haut verwendet werden. Die Steine ohne Haut dienen   z. B.   der Vorfilterung, die Steine mit Haut als Nachfilter oder Feinfilter. 
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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 6> - 17men, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden und/oder die Wände über ihre ganze Fläche oder einen wesentlichen Teil derselben aus festen porösen Filterkörpern wie Steinen, Platten, Rohren od. dgl. bestehen, durch die die Flüssigkeit aus dem zu filternden. Erdmassen, Schlamm oder Unreinigkeiten enthaltenden Medium abfliesst und einem Abflusskanal zugeleitet wird.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der Boden oder die Wände aus einzelnen Bauelementen, vorzugsweise Quader-, Platten- oder Trägerelementen, zusammengesetzt ist, wobei die Bauelemente auf einzelnen über die Bodenflächen verteilten Stützträgern, z. B. aus Beton, ruhen, zwischen denen Hohlräume zum Abfluss der Abwässer od. dgl. gebildet werden.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden aus einzelnen porösen, z. B. etwa quadratischen, Plattenelementen zusammengesetzt ist, deren zusammenstossende Ecken von einzelnen Stützträger getragen werden.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände eines Beckens oder Kanales allein oder zusätzlich zum Boden aus porösen Filterkörpern mit grossen Durchtrittsflächen bestehen, während neben dem Becken oder Kanal. ausserhalb der Seitenwände Sammelräume oder - kanäle zum Sammeln bzw. Ableiten der durch die Seitenwände hindurchgetretenen gefilterten Flüssigkeit vorgesehen sind.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden mit der darüber befindlichen Filterschicht und den darunter liegenden Hohlräumen einzelne trog-oder gèfässartige Einhei- ten bildet, welche. ausserhalb der Gebrauchsstelle zusammengesetzt, als Ganzes an der Gebrauchsstelle einbaubar sind.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken oder der Ka- nal aus porösen Filterkörpern (Steinen, Platten oder Rohren usw.) in eine den Sammelraum oder Sammel- kanal für das gefilterte Schlamm-oder Abwasser bildende Wanne aus Beton od. dgl. eingesetzt ist.
    7. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in Anwendung bei einem Luftschutz- raum oder ähnlichem Bauwerk die Wände desselben ganz oder teilweise aus porösen Filterkörpern beste- hen, durch welche Luft hindurchgeleitet wird.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem an eine massive Mauer angrenzenden Erdreich und der Mauer selbst eine aufsteigende Wand oder säulenartige Schicht aus porösen Filterkörpern (Steine. Platten oder Rohre usw.) zwischengeschaltet ist, unter der bei Anwendung auf Entwässerung ein Ablaufkanal für das aus dem Erdreich in die Filterwand übertretende Wasser ange- ordnet ist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der aufsteigenden Wand die unteren Partien durch querliegend, die oberen Partien der Wand durch hochkant gestellte Bauelemente gebildet werden.
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaufkanal innerhalb der aufsteigenden Wand aus porösem Filterstein angeordnet, insbesondere durch hohle Bauelemente aus Filtersteinen gebildet ist.
    11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der aufsteigenden Wand aus Filterkörpern (Steinen, Platten oder Rohren usw.) von oben nach unten gerichtete Ablauf-oder Zirkulationskanäle vorhanden sind, die durch Ausnehmungen in den Filterkörpern gebildet sind und so angeordnet sein können, dass sie entweder zwischen Filterwand und Bauwerk - gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Isolierschicht od. - bestehen oder von der Filterwand umschlossen verlaufen.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der insbesondere von oben nach unten gerichteten Ablauf- oder Zirkulationskanäle die einzelnen Filterkörper als Rippenfilterkörper mit nebeneinanderliegenden, durch Rippen voneinander getrennten gewölbeförmigen Ausnehmungen entweder unmittelbar dem Bauwerk zugewandt oder von diesem abgewandt und gegebenenfalls mit den gewölbeförmigen Ausnehmungen einer weiteren Filtersteinschicht zu Kanälen mit kreisförmigem, ovalem oder ähnlichem Querschnitt ergänzt sind.
    13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die in der aufsteigenden Wand gebildeten, von oben nach unten gerichteten Ablauf-oder Zirkulationskanäle gegen die Aussenatmosphäre durch eine obere poröse Schicht aus Filterkörpern (Steine oder Platten usw.) abgedeckt sind, beispielsweise dadurch, dass die als Rippenfilterkörper ausgebildeten Filtersteine der oberen Schicht gegenüber den darunterliegenden Filtersteinen um 1800 gewendet angeordnet sind (Fig. 15).
    14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als poröser Filterkörper ein durch ein Bindemittel wie Zement, Kunstharz od. dgl. zusammengehaltener Gesteinssplitt oder-kies, insbesondere im Einkorngefüge, verwendet ist. <Desc/Clms Page number 7>
    15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden und/oder die Wände aus porösen Filterkörpern mit einer feinporigen ganz oder teilweise aus einem flüssigkeitsfesten Kunststoff-Wirrfaserstoff bestehenden Feinfilterhaut abgedeckt sind.
    16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines Bodens und/oder von Wänden, die aus einzelnen porösen Bauelementen zusammenhängend EMI7.1 oder mit ähnlicher Unterteilung vorgesehen sind.
    17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendeten Bauelemente zu grösseren Einheiten, z. B. Wänden, Böden, Zylinder, Zylindersektoren od. dgl., vorgefertigt sind.
AT371162A 1962-05-07 1962-05-07 Vorrichtung zur Entwässerung von Klärschlamm od. dgl. AT236309B (de)

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