DE564801C - Antennensystem - Google Patents
AntennensystemInfo
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- DE564801C DE564801C DE1930564801D DE564801DD DE564801C DE 564801 C DE564801 C DE 564801C DE 1930564801 D DE1930564801 D DE 1930564801D DE 564801D D DE564801D D DE 564801DD DE 564801 C DE564801 C DE 564801C
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- antennas
- antenna system
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- Expired
Links
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q21/00—Antenna arrays or systems
- H01Q21/24—Combinations of antenna units polarised in different directions for transmitting or receiving circularly and elliptically polarised waves or waves linearly polarised in any direction
- H01Q21/26—Turnstile or like antennas comprising arrangements of three or more elongated elements disposed radially and symmetrically in a horizontal plane about a common centre
Landscapes
- Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
- Aerials With Secondary Devices (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
23. NOVEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 564801 KLASSE 21a* GRUPPE
Antennensystem
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1930 ab
Bekanntlich eilt der Strom in einem mit einem Wechselstromkreis gekoppelten Kreise,
der auf eine von der Frequenz des erregenden Kreises etwas verschiedene Frequenz abgestimmt
ist, gegenüber dem erregenden Strom um einen Betrag in der Phase voraus oder nach, dessen Größe durch den Grad der Verstimmung
beider Kreise gegeneinander bestimmt ist. Koppelt man z. B. mit einem erregenden
Hochfrequenzkreis zwei auf verschiedene Frequenzen abgestimmte Antennen, so besteht zwischen den in beiden Antennen
induzierten Strömen eine Phasendifferenz. Diese Erscheinung hat man bereits zum Senden
und Empfang zirkulär bzw. elliptisch polarisierter Wellen benutzt, indem man
senkrecht zueinander angeordnete, gegeneinander verstimmte Antennenelemente angewendet
hat, die mit einer gemeinschaftlichen Energieübertragerleitung gekoppelt sind. Zweckmäßigerweise liegt dabei die Betriebsfrequenz zwischen den Resonanzfrequenzen
der Antennenelemente und ist beispielsweise ihr arithmetisches Mittel.
Die Erfindung beschreibt ein Kurzwellenrundstrahlsystem, das aus horizontal orientierten,
gekreuzten, gegeneinander verstimmten Antennenelementen besteht, die mit einem gemeinschaftlichen Energieübertragerkreis gekoppelt
und paarweise miteinander verbun- 3« den sind.
Die Anordnung besitzt besondere Einfachheit, da die Abstimmorgane oder/und die
Zuleitungen der beiden Strahlsysteme gemeinsam sind und die erforderlichen Unterschiede 3S
der Abstimmung lediglich dadurch erreicht werden können, daß die Systeme selbst einen
kleinen Unterschied gegeneinander aufweisen, ζ. B. einen Unterschied der Länge oder der
Drahtstärke oder einen Unterschied der Isolatorenkapazitäten usw.
Abb. ι zeigt einen Plan dieser Anordnung, die aus zwei Antennen 41 und 42 besteht, die
senkrecht zueinander angeordnet sind und deren Ströme einen Phasenunterschied von
ungefähr 90 ° aufweisen. In dem sehr weit von den Sendeantennen 41 und 42 entfernten
Punkt 43 berechnet sich die elektrische Feldstärke -E1 der Antenne 41 unter Vernachlässigung
des Einflusses des Erdbodens nach einer bekannten Formel zu
E1 = cos zi't · cos φ · Konstanz,
wo die Konstante eine Funktion der Meteramperezahl der Antenne 41 und der Entfernung
41/43 ist. Desgleichen gilt für die FeId-
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Otto Böhm und Or. Hans Otto Roosenstein in Berlin.
stärke E2, die im Punkte 43 von der Antenne
42 erzeugt wird,
Ea = sin wt · sin φ · Konstanz.
Durch Addition dieser beiden gleichgerichteten Feldstärken wird die gesamte Feldstärke
E in dem Punkt 43 erhalten:
E = cos (zvt — φ) · Konstanz.
Diese Gleichung besagt, daß die Amplitude der Strahlung nach allen Richtungen hin
gleich stark ist und die Anordnung sich infolgedessen als Rundstrahlantenne eignet.
Wenn die beiden Antennen 41 und 42 nicht klein sind gegenüber der Halbwelle, so ist die
Ableitung der obigen Formeln nicht mehr exakt. Die sich ergebenden Unterschiede sind
aber so gering, daß sie sich in der Praxis nicht bemerkbar machen. Wenn beabsichtigt
zo ist, mit dieser Anordnung auszustrahlen bzw. zu empfangen mit einem anderen als kreisförmigen
Richtungsdiagramm, so ist es zweckmäßig, die Antennen nicht genau unter einem Winkel von 90 ° aufzustellen oder/und den
Stromstärken in den beiden Antennen einen solchen Größen- oder Phasenunterschied zu
geben, daß die gewünschte Richtung bevorzugt wird.
Um die Strahlung- im wesentlichen auf die horizontale Ebene zu beschränken, sind die
bekannten Anordnungen, die bei einfachen Antennen verwendet werden, zu gebrauchen.
So zeigt z. B. Abb. 2 eine Anordnung aus mehreren horizontalen Antennenkreuzen, wie
. 35 sie oben beschrieben wurden, die unter Zwischenschaltung von Leitungen mit den
elektrischen Längen^ miteinander verbunden
sind. Die Antennenkreuze sind abwechselnd direkt und über Kreuz mit der Leitung verbunden, damit die Ströme in den
gleichgerichteten Dipolen gleichphasig werden und eine horizontal gebündelte Strahlung erzielt
wird.
Diese Anordnung für die Rundstrahlung bzw. den Rundempfang weist keine ziemlich 4-5
starke Vertikalstrahlung auf, die für die Aussendung nutzlos ist und für den Empfang nur
eine erhöhte Möglichkeit der Aufnahme von Luftstörungen bedeutet. Zum gleichen Zweck
ist es möglich, mehrere Antennenkreuze in einer horizontalen Ebene anzuordnen und die
Stromphasen in den parallellaufenden Antennen so zu wählen, daß die Ausstrahlung in
der vertikalen Richtung Null ist.
Eine einfache Anordnung für nur vier Antennenkreuze ist in Abb. 3 dargestellt. Wie
die Pfeile in den einzelnen Dipolen andeuten, ist die Stromstärke in jedem Paar gleichgerichteter
Antennen gegenphasig, was durch die abgebildete Schaltung der Speiseleitung erreicht wird. Weil die Entfernung der
Mittelpunkte benachbarter Antennenkreuze gleich einer halben Wellenlänge ist, wird die
Strahlung in der Antennenebene gleich der Summe der Strahlung der einzelnen Antennen.
Ist dagegen die Entfernung der Mittelpunkte benachbarter Antennenkreuze nicht genau der halben Wellenlänge oder
haben die gleichgerichteten Dipole dieser Antennenkreuze nicht genau die vorher erwähnte
Gegenphasigkeit, so bekommt die Anordnung· ein. mehr oder weniger einseitig
gerichtetes Strahlungsdiagramm, das öfter mit Vorteil angewendet werden kann.
Claims (2)
1. Antennensystem, bestehend aus horizontal orientierten, gekreuzten, gegeneinander
verstimmten Antennenelementen.
2. Antennensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
horizontal orientierte, gekreuzte und gegeneinander verstimmte Dipolpaare an eine Doppelleitung angeschlossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE564801T | 1930-12-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE564801C true DE564801C (de) | 1932-11-23 |
Family
ID=34559092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930564801D Expired DE564801C (de) | 1930-12-13 | 1930-12-13 | Antennensystem |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1988434A (de) |
| DE (1) | DE564801C (de) |
| GB (1) | GB377078A (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB666285A (en) * | 1949-05-06 | 1952-02-06 | Norman Maxwell Best | An improved wireless aerial |
| US3093825A (en) * | 1959-02-26 | 1963-06-11 | Philip J Allen | Polarimeter |
| US3113316A (en) * | 1960-05-23 | 1963-12-03 | Collins Radio Co | Uni-directional circularly polarized log periodic antenna |
| US3273155A (en) * | 1963-09-13 | 1966-09-13 | Litton Systems Inc | Fresnel zone lens antenna |
-
1930
- 1930-12-13 DE DE1930564801D patent/DE564801C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-12-12 US US580542A patent/US1988434A/en not_active Expired - Lifetime
- 1931-12-14 GB GB34662/31A patent/GB377078A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB377078A (en) | 1932-07-21 |
| US1988434A (en) | 1935-01-22 |
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