DE562137C - Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine - Google Patents
Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der FeinspinnmaschineInfo
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- DE562137C DE562137C DER79025D DER0079025D DE562137C DE 562137 C DE562137 C DE 562137C DE R79025 D DER79025 D DE R79025D DE R0079025 D DER0079025 D DE R0079025D DE 562137 C DE562137 C DE 562137C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
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- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
- Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine und ein zur Ausübung des Verfahrens dienendes Streckwerk.
- Das neue Verfahren besteht darin, daß die Lunte stufenweise abwechselnd durch Streckwalzenpaare gestreckt und durch Klemmfaltwalzenpaare gefaltet wird. Das Streckwerk enthält zwischen den einzelnen Streckwalzenpaaren Klemmfaltwalzenpaare, die mit der gleichen Arbeitsgeschwindigkeit wie das unmittelbar vorhergehende Streckwalzenpaar umlaufen.
- Die Klemmfaltwalzenpaare haben die bereits bekannte Form einer genuteten Walze, in deren rechteckige Nut eine ebenso gestaltete Wulst der Oberwalze eingreift. Während aber bisher derartige Walzenpaare nicht zum Festklemmen der Lunte verwendet wurden, so daß sie in der Art der ebenfalls zum Verdichten der Lunte bekannten Trichter oder Gabeln die Lunte nur seitlich zusammenschoben, bilden sie beim Erfindungsgegenstand einen Klemmpunkt für dieselbe. Dadurch, daß sie mit etwa derselben Arbeitsgeschwindigkeit umlaufen wie das vorhergehende Streckwalzenpaar, die Lunte also nicht verziehen, nehmen sie diese als breites, von den vorhergehenden Streckwalzen festgewalztes Band auf, das sich an den Rändern der Nut, die natürlich schmaler sein muß als das Band, umbiegt, so daß es von ihnen zusammengefaltet und in diesem Zustand zusammengewalzt wird. Durch das mehrmalige Zusammenfalten der Lunte werden die Fasern nicht einfach zusammengeschoben, sondern in ähnlicher Weise wie beim Zusammendrehen verdichtet.
- Bei den bisher bekannten Feinspinnmaschinen, die die Lunte in einem Arbeitsgang zu einem spinnbaren Faden ausziehen, wurde die Lunte zusammengedreht, entweder dadurch, daß sie zwischen mehreren in Drehköpfen angeordneten Streckwalzenpaaren hindurchging, oder dadurch, daß ihr zwischen der Strecke und der Feinspinnmaschine ein falscher Draht erteilt wurde.
- In der Zeichnung zeigt Abb. i eine schematische Seitenansicht des Streckwerkes und der einzelnen Arbeitsschritte, Abb. a eine Draufsicht auf Abb. i, Abb.3 ein Klemmfaltwalzenpaar in Vorderansicht, Abb. d. eine schaubildliche Darstellung der Arbeitsweise der Klemmfaltwalzen.
- Die zur Verarbeitung gelangende Lunte 5 befindet sich im Behälter 6; von dort aus durchläuft sie eine Reihe von Walzen, von denen acht Paare in den Abb. i und 2 dargestellt sind.
- Das erste Walzenpaar 7, 8 dient zum Einziehen der Lunte in das Streckwerk. Das zweite Paar 9, io arbeitet als Streckwalzenpaar; seine Geschwindigkeit im Verhältnis zu den Einzugswalzen 7 und 8 ist so eingestellt, daß es die Lunte bei diesem ersten Arbeitsgang auf das jeweils gewünschte Ausmaß streclit.
- Das nächste Walzenpaar 1i, 12 dient dem Klemmfalten und Verdichten der Lunte, die nunmehr für ein weiteres Strecken durch das nächste Walzenpaar 13, 14 vorbereitet ist.
- Eine beispielsweise Ausführungsform der Klemmfaltwalzenpaare ist in Abb. 3 .und ihre Wirkungsweise in Abb. 4 dargestellt.
- Es ist in der Unterwalze eine Ringnut 25 vorgesehen, deren Kanten nach außen hin abgeschrägt sind, was die Einführung der Lunte in die Ringnut erleichtert.
- Diese Ausbildung der Ringnut ist auch deshalb von Bedeutung, weil durch die abgeschrägten Kanten die Lunte geschont wird; denn wenn die Nutwände bis nach oben hin senkrecht verliefen, würde die Wulst i i wie eine Schere wirken und die Fasern zerstören.
- Die Ringnut 25 und die Ringwulst ii der oberen Walze, welche so ausgebildet ist, .daß sie genau in die Ringnut paßt, bestimmen den Druck, bei welchem das Falten der Lunte vor sich geht. Dies ist in Abb. 4 dargestellt. Die Ränder der Lunte 5 werden, wenn sie in die Nut eintritt, umgebördelt und aufeinandergefaltet. Das gefaltete Band unterliegt dann dem Druck der Walzen beim Durchgang durch dieselben. Dieser Druck entspricht dem ollen Gewicht der Oberwalze, mit anderen Worten, die Walze i i ist selbsttätig in senkrechter Richtung einstellbar und dementsprechend auch die Walzenöffnung, deren Durchgangsquerschnitt also durch die Masse der hindurchgehenden Lunte bestimmt wird. Die zwischen i i und 25 gebildete Öffnung hat die gleiche Wirkungsweise wie der Innenraum eines konisch verlaufenden Rohres, und die abgeschrägte Kante der Ringnut wirkt so wie die sich verengenden Wände eines konischen Rohres.
- Der wesentliche Unterschied ist dabei der, daß die Begrenzungswände im vorliegenden Falle sich mit der Lunte bewegen, und zwar mit praktisch gleicher Geschwindigkeit.
- Dabei erfüllen die der Verdichtung dienenden Walzenpaare vier verschiedene Aufgaben. Zunächst falten sie die Lunte aufeinander, zweitens verdichten sie dieselbe für die sich daran anschließende Streckung, drittens fördern sie die Lunte weiter und viertens dienen sie als Festhaltevorrichtung gegenüber dem daraufhin in Wirksamkeit tretenden Streckwalzenpaar.
- Es wurde bereits darauf aufmerksam gemacht, daß das erste Walzenpaar 7, 8 dem Einziehen der Lunte in das Streckwerk dient; natürlich bewirkt es bis zu einem gewissen Grade auch eine Verdichtung und eine Förderung. Selbstverständlich können an Stelle der flachen Walzen 7 und 8 auch z. B. solche verwendet werden, die wie die Walzen i i und 12 ausgebildet sind.
- Der Antrieb der Walzen ist nicht dargestellt, da er in bekannter Weise erfolgt. Es genügt zu sagen, daß die unteren Walzen angetrieben werden und die oberen Walzen als Reibwalzen arbeiten. Bei den Klemmfaltwalzen allerdings hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die obere Walze durch Zahnräder 27 und 26 von der unteren Walze aus anzutreiben, wobei die Zähne genügend Spielraum haben, um eine senkrechte Verschiebung der Oberwalze zu gestatten.
- Wie aus der Darstellung der Abb. 2 ersichtlich ist, wird die Breite der Lunte bei jeder Verdichtung ungefähr um die Hälfte verringert. Selbstverständlich ist diese Verringerung in der Praxis etwas mehr oder weniger groß; die Verengung der Ringnuten bei den einzelnen Walzenpaaren ist aus Abb.2 der Zeichnung ersichtlich.
- Die aus dem letzten Walzenpaar kommende Lunte wird in geeigneter Weise aufgewickelt, z. B. auf eine Spule, und kann gleichzeitig dabei zu einem fertigen Garn zusammengedreht werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Lunte stufenweise abwechselnd durch Streckwalzenpaare gestreckt und durch Klemmfaltwalzenpaare gefaltet wird.
- 2. Streckwerk zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen aufeinanderfolgenden Streckwalzenpaaren Klemmfaltwalzenpaare angeordnet sind, die mit der gleichen Arbeitsgeschwindigkeit wie das unmittelbar vorhergehende Streckwalzenpaar umlaufen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER79025D DE562137C (de) | 1929-08-24 | 1929-08-24 | Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER79025D DE562137C (de) | 1929-08-24 | 1929-08-24 | Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE562137C true DE562137C (de) | 1932-10-21 |
Family
ID=7415941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER79025D Expired DE562137C (de) | 1929-08-24 | 1929-08-24 | Verfahren und Streckwerk zum Verstrecken von Karden- bzw. Streckenlunte auf der Feinspinnmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE562137C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE900793C (de) * | 1950-11-04 | 1954-01-04 | Ver Jute Spinnereien Und Weber | Verfahren und Vorrichtungen zum Verspinnen von Faserbaendern |
| DE938832C (de) * | 1946-10-08 | 1956-02-09 | Mario Quarenghi | Streckwerk fuer Spinnmaschinen |
| DE102006006503B4 (de) * | 2006-02-13 | 2016-01-28 | Reinhard König | Verfahren und Vorrichtung zur Kompaktierung von bandförmigem Fasermaterial |
-
1929
- 1929-08-24 DE DER79025D patent/DE562137C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE938832C (de) * | 1946-10-08 | 1956-02-09 | Mario Quarenghi | Streckwerk fuer Spinnmaschinen |
| DE900793C (de) * | 1950-11-04 | 1954-01-04 | Ver Jute Spinnereien Und Weber | Verfahren und Vorrichtungen zum Verspinnen von Faserbaendern |
| DE102006006503B4 (de) * | 2006-02-13 | 2016-01-28 | Reinhard König | Verfahren und Vorrichtung zur Kompaktierung von bandförmigem Fasermaterial |
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