DE560652C - Vorrichtung zur Erzeugung eines gasfoermigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels fuer die Speisung von Torpedomotoren - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung eines gasfoermigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels fuer die Speisung von Torpedomotoren

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DE560652C
DE560652C DEE35908D DEE0035908D DE560652C DE 560652 C DE560652 C DE 560652C DE E35908 D DEE35908 D DE E35908D DE E0035908 D DEE0035908 D DE E0035908D DE 560652 C DE560652 C DE 560652C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/12Propulsion specially adapted for torpedoes
    • F42B19/14Propulsion specially adapted for torpedoes by compressed-gas motors
    • F42B19/20Propulsion specially adapted for torpedoes by compressed-gas motors characterised by the composition of propulsive gas; Manufacture or heating thereof in torpedoes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Erzeugung eines gasförmigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels für die Speisung von Torpedomotoren Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung eines gasförmigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels für die Speisung von Torpedomotoren durch Verbrennung eines Gemisches von Luft und flüssigem Brennstoff und Einspritzung eines Kühlmittels vor dem Einlaß in den Motor.
  • Der Zweck der Erfindung besteht darin, in einer solchen Vorrichtung den gänzlichen Verbrauch der Brennluft zu erzielen. Es ist bekannt, daß es, selbst von einem theoretisch richtigen Gemisch ausgehend, praktisch nicht möglich ist, einen gänzlichen Verbrauch aller Bestandteile des Gemisches zu erzielen.
  • Bei üblichen Brennkraftmaschinen hat man gesucht, an Brennstoff zu sparen, indem man einen Überschuß an Brennluft einließ. Bei Torpedomotoren ist es aber angebracht, an verdichteter Luft zu sparen und aus diesem Grunde ist es besser, einen Überschuß an Brennstoff zu verbrauchen. Man muß dann den vollständigen Verbrauch der Brennluft zu erzielen suchen, selbst auf Kosten eines unv erbrannten Brennstoffüberschusses. Das Gewicht der Behälter, die in einem Torpedo zum Mitführen der Luft dienen, ist sehr hoch, und durch Verminderung des Luftverbrauches für eine bestimmte Arbeitsleistung verkleinert man nicht nur das Gewicht der Luft, sondern auch dasjenige des Behälters. Dieser Vorteil könnte nicht durch Verminderung des Brennstoffverbrauches erzielt werden. Trotz dieses Brennstoffüberschusses kann es aber vorkommen, daß, wenn man in einer Verbrennungskammer ein Gemisch aus Brennstoff und Luft ohne besondere Vorsicht einführt, eine gewisse Luftmenge unverbraucht austritt.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung beseitigt diesen Nachteil.
  • Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, daß die Vorrichtung innerlich in mehrere nacheinanderfolgende Verbrennungskammern und eine anschließende Kühlkammer eingeteilt ist, wobei Brennluft nur am Einlaß der ersten Kammer eintritt, wo auch eine enste Einspritzung von Brennstoff unter Zündung des Gemisches erfolgt, während weitere Brennstoffeinspritzungen in die Einschnürungen erfolgen, mit denen jede Verbrennungskammer in die nächstfolgende bz-,v. in die Kühlkammer übergeht und wobei jede Verbrennungskammer durch eine dünne Wand abgegrenzt ist, welche mit der äußeren Wand der Vorrichtung einen ringförmigen Raum bildet, in welchen die Flüssigkeit strömt, welche in die nächste Kammer eingelassen wird.
  • Es sind Motoren für abgestufte Verbrennung bekannt, bei welchen die Brennstoffeinspritzungen in der Zeit abgestuft sind, aber an einer gleichen Stelle, d. h. im Motor selbst stattfinden. Bei der neuen Vorrichtung dagegen sind die Einspritzungen im Raume abgestuft und finden kontinuierlich in der gleichen Zeit statt. Der Raum, in welchem die Verbrennung stattfindet, befindet sich übrigens nicht im Motor selbst, sondern in einer Anordnung von Kammern, aus welchen das unter Druck befindliche Gas in einen Motor ohne innere Verbrennung geleitet wird.
  • Es ist ein Vergaser bekannt, bei welchem der Einlaß des Brennstoffes an zwei nacheinanderfolgenden Stellen stattfindet, jedoch wird in diesem Falle der Brennstoff, der an der zweiten Stelle entweicht, nicht entzündet, sondern nur zerstäubt und verdampft. Es handelt sich somit dort nicht um eine abgestufte Verbrennung.
  • Es ist schließlich eine Vorrichtung bekannt zur Vorwärmung des Brennstoffes in einem Raum, der die Verbrennungskammer umgibt, aber in diesem Fall erfolgt der Einlaß in nur einem Punkte und nicht in im Raum nacheinanderfolgenden Punkten.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind auf der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen axialen Schnitt durch einen Kraftmittelerzeuger gemäß der Erfindung, bei dem zwei Verbrennungskammern und eine Kühlkammer vorgesehen sind.
  • Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch eine einfachere Vorrichtung mit zwei Verbrennungskammern, von denen die letzte ebenfalls als Kühlkammer ausgebildet ist.
  • Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen weitere Ausführungen dieser vereinfachten Bauart.
  • Gemäß Fig. i besteht der Kraftmittelerzeuger aus einem kräftigen Gefäß i, das durch Scheidewände 5 und 6 in drei Kammern 2, 3 und 4 eingeteilt ist. In den Wänden 5 und 6 sind für den Durchgang der Gase mittlere Öffnungen vorgesehen. Die Brennluft tritt bei 7 in die Kammer 2 ein und wird z. B. durch eine gelochte Glocke 8 gleichmäßig verteilt. Die Brennluft wird zum größten Teil in dieser Kammer mit dem Brennstoff in Berührung gebracht, der durch einen Zerstäuber 9 eingespritzt wird.
  • Bei dieser Ausführung ist die Verbrennungskammer 2 innen durch eine dünne Wand i o begrenzt, die bei i i in einer Einschnürung ausläuft und in die mittlere Übergangsöffnung des Bodens 5 mündet. Der ringförmige Raum 12 zwischen der Wand io und der Gefäßwand i ist durch kleine Öffnungen 13 mit einem ringförmigen Kanal 14 verbunden, der selbst mit einer Rohrleitung 15 in Verbindung steht. Durch diese wird der flüssige Brennstoff herbeigeleitet. Der Zweck des Kanals 14 und der Öffnungen 13 besteht darin, den Brennstoff im ringförmigen Raume 12 gleichmäßig zu verteilen.
  • In diesem Raume wird der Brennstoff erhitzt, ganz oder teilweise verdampft und in gewissen Fällen mehr oder weniger in Gase zersetzt, die mit dem Sauerstoff eine sehr kräftige Reaktion eingehen (Wasserstoff, Methan o. dgl.). Die Zersetzung kann gegebenenfalls durch einen Katalysator beschleunigt werden, der sich im Raume 12 befindet.
  • Der in diesem Raume vorbereitete Brennstoff strömt durch kleine Öffnungen 16, die in der- Innenwand io vorgesehen sind, in die Einschnürung i i. Hierbei wird er mit den aus der Kammer 2 strömenden Gasen vermischt. Da an dieser Stelle die Wirkung der Gase geschwächt ist, erfolgt das Mischen der Gase und des Dampfes unter guten Bedingungen für die Verbrennung der letzten Reste der Brennluft in der nachfolgenden Verbrennungskammer 3. Beim Austritt aus der Einschnürung i z treten die Gase in den erheblich größeren Querschnitt der Kammer 3, wodurch ihre Strömungsgeschwindigkeit vermindert wird und Wirbelungen erzeugt werden, die zum vollständigen Verbrauch der Brennluft beitragen.
  • Die Kammer 3 ist ebenfalls durch eine dünne Innenwand 1 7 begrenzt, die mit einer in der mittleren Öffnung der Scheidewand 6 befindlichen Einschnürung 2o versehen ist. Die Innenwand 17 bildet auch hier mit der Außenwand des Gefäßes einen ringförmigen Raum 18, der einerseits durch Löcher 22 mit einem kingkanal2i in Verbindung steht, welcher durch eine Rohrleitung 23 gespeist wird, und anderseits mit der Einschnürung 2o durch kleine Löcher 24 in Verbindung steht. Durch die Rohrleitung 23 wird in den ringförmigen Raum 18 ein Kühlmittel eingelassen. Das Kühlmittel, z. B. eine Flüssigkeit, strömt durch den Raum 18, wird erhitzt, verdampft und gegebenenfalls zersetzt und schließlich durch die Öffnungen 24 in den aus der Kammer 3 strömenden Gasstrom eingelassen. Dort zersetzt sich das Kühlmittel weiter und mischt sich in der Kammer 4 mit den Verbrennungsgasen, bevor diese durch die Öffnung 25 in die Kraftmaschine eingelassen werden. Durch das Zumischen des Kühlmittels wird die Temperatur der verbrannten Gase herabgesetzt.
  • Die Einschnürung im Boden der Kammern 2 und 3 hat den Vorteil, daß sie den in Reaktion befindlichen Gasen ein Hindernis entgegensetzt und daß sie ein kräftiges Durchrühren der Gase bewirkt.
  • Die dünnen Wände io und ii kommen zwar unmittelbar mit den brennenden Gasen in Berührung, jedoch wird ihre Beschädigung dadurch verhindert, daß sie durch die durch die Ringräume strömende Kühlflüssigkeit stark gekühlt werden.
  • Die Kühlflüssigkeit wird in die Verbrennungsgase nur an einer Stelle eingelassen, wo die Brennluft bereits vollständig verbraucht ist, so daß die Verbrennung durch den Einlaß des Kühlmittels nicht gestört werden kann, wie dies bei bekannten Vorrichtungen der Fall ist, wo die Kühlflüssigkeit dort eingelassen wird, wo die Verbrennung beginnt oder noch nicht beendet ist. Dies ist bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art um so mehr zu befürchten, als die benutzte Kühlflüssigkeit gewöhnlich aus Wasser besteht.
  • Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann Wasser ohne Störung der Verbrennung und ohne Gefahr von Neuzündungen benutzt werden. Es kann jedoch vorteilhafter sein, statt Wasser einen flüssigen Brennstoff zu benutzen, z. B. Petroleum, Benzin, Alkohol o. dgl., oder eine Flüssigkeit, die thermodynamische oder thermochemische Eigenschaften besitzt.
  • Zur Erhöhung der Leistung kann es weiter von Vorteil sein, die zu verdampfende Flüssigkeit mehr oder weniger vorzuwärmen, damit sie sich in Bestandteile zersetzt, die einen besseren Wirkungsgrad sichern.
  • Besteht die zu verdampfende Flüssigkeit z. B. aus Äthylalkohol, so kann man bei passend gewählter Temperatur und etwaiger Benutzung eines Katalysators im Raume 18, die nachfolgende Zersetzung erzielen: C., H, O = H. -;- C H4 + CO, die zwar Wärme verbraucht, jedoch schließlich zur Erzeugung einer größeren Anzahl gasförmiger Moleküle für einen bestimmten Druck und eine bestimmte Temperatur führt. Dies ist insbesondere für eine Kolbenkraftmaschine von Vorteil.
  • Die Gegenwart eines Katalysators ist in gewissen Fällen unentbehrlich. Selbst in den Fällen, wo die Temperatur allein einwirkt, kann man nicht in beliebiger Weise während der Einführung der Gase die Temperatur der eingelassenen Flüssigkeit regeln. Dadurch können sehr verschiedenartige Zersetzungen bewirkt werden, die für den Wirkungsgrad der Vorrichtung weniger vorteilhaft sind.
  • Wird als Brennstoff Äthylalkohol benutzt, so kann der Katalysator aus Zink in Gestalt von Spänen bestehen, die durch die Verbrennung in der Vorrichtung auf eine Temperatur von annähernd 55o° C erhitzt werden, wobei dann der Äthylalkohol sich in Wasserstoff (H.), Acetaldehyd (CH3COH), etwas Äthylen (C.H.) zersetzt und das Acetaldehyd sich seinerseits in Kohlenoxyd (CO) und in Methan (CH,) zu zersetzen sucht. Die Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Ausführung, bei welcher die Kammer 3, die Innenwand 17 und die Rohrleitung 23 der ersten Ausführung beseitigt w=orden sind.
  • In diesem Falle erfolgt nur eine zusätzliche Einführung von Brennstoff durch die Öffnungen 16 der Einschnürung r1, durch welche die Verbrennung der letzten Luftmengen in der Kammer 4. bewirkt wird. Hierbei genügt es, zur Herabsetzung der Temperatur der Verbrennungsgase auf das gewünschte Maß eine genügend große Brennstoffmenge einzuführen.
  • Gemäß Fig. 3 ist in der Innenwand ro der Verbrennungskammer 2 ebenfalls eine Einschnürung 26 vorgesehen, die diese Kammer von der nachfolgenden trennt. In dieser Einschnürung befindet sich ein Rohrring 27, der von mehreren radial angeordneten Rohrstücken 28 getragen wird, durch welche der verdampfte oder zersetzte Brennstoff eingelassen wird. Dieser mischt sich mit den aus der Kammer 2 austretenden Verbrennungsprodukten und tritt zu diesem Zweck durch kleine Öffnungen 29,30 im Rohrring 27 aus.
  • Bei der Ausführung nach Fig.4 ist der Rohrring 27 der vorhergehenden Ausführung durch einen Hohlkörper 32 von fast kegelförmiger Gestalt ersetzt, in welchem ebenfalls kleine Löcher 29, 30 für das Einspritzen des Brennstoffes in den Gasstrom vorgesehen sind.
  • Bei der Ausführung nach Fig.5 ist die Innenwand der Verbrennungskammer durch eine Rohrschlange 32 gebildet, deren Windungen sich berühren. Der Brennstoff wird bei 33 in diese Rohrschlange eingelassen, verdampft und zersetzt sich mehr oder weniger und entweicht durch eine Reihe Löcher 34, die in den letzten Windungen der Rohrschlange vorgesehen sind. Der entweichende Brennstoff mischt sich mit den aus der Verbrennungskammer austretenden Verbrennungsgasen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Vorrichtung zur Erzeugung eines gasförmigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels für die Speisung von Torpedomotoren durch Verbrennung eines Gemisches von Luft und flüssigem Brennstoff und Einspritzung eines Kühlmittels vor dem Einlaß in den Motor, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung innerlich in mehrere nacheinanderfolgende Verbrennungskammern und eine anschließende Kühlkammer eingeteilt ist, wobei Brennluft nur am Einlaß der ersten Kammer zutritt, wo auch eine erste Einspritzung von Brennstoff unter Zündung des Gemisches erfolgt, während weitere Brennstoffeinspritzungen in die Einschnürungen erfolgen, mit denen jede Verbrennungskammer in die nächstfolgende bzw. in die Kühlkammer übergeht und wobei jede Verbrennungskammer durch eine dünne Wand abgegrenzt ist, welche mit der äußeren Wand der Vorrichtung einen ringförmigen Raum bildet, in welchen die Flüssigkeit strömt, welche in die nächstfolgende Kammer eingelassen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch r; dadurch gekennzeichnet, daß im Fall, wo die Kühlflüssigkeit durch einen Brennstoff gebildet ist, die sie aufnehmende Kammer wie eine Verbrennungskammer, jedoch ohne Innenwand ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch r und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Katalysators im ringförmigen Raum zur Beschleunigung der thermischen Zersetzung des Mittels, welches durch diesen Raum strömt.
DEE35908D 1927-07-05 1927-07-05 Vorrichtung zur Erzeugung eines gasfoermigen, unter Druck befindlichen Kraftmittels fuer die Speisung von Torpedomotoren Expired DE560652C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1267130B (de) * 1963-03-01 1968-04-25 Mitsubishi Heavy Ind Ltd Verfahren zur Erzeugung der Druckgasmischung fuer Torpedoantriebsmaschinen in einer Brennkammer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1267130B (de) * 1963-03-01 1968-04-25 Mitsubishi Heavy Ind Ltd Verfahren zur Erzeugung der Druckgasmischung fuer Torpedoantriebsmaschinen in einer Brennkammer

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