DE560200C - Verfahren und Vorrichtung, trotz veraenderlicher Daempfung den Schwingungsausschlag mechanischer Schwingungssysteme mit nur einer Eigenschwingungszahl gleichbleibend zu erhalten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung, trotz veraenderlicher Daempfung den Schwingungsausschlag mechanischer Schwingungssysteme mit nur einer Eigenschwingungszahl gleichbleibend zu erhalten

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DE560200C
DE560200C DESCH85828D DESC085828D DE560200C DE 560200 C DE560200 C DE 560200C DE SCH85828 D DESCH85828 D DE SCH85828D DE SC085828 D DESC085828 D DE SC085828D DE 560200 C DE560200 C DE 560200C
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Darmstadt Maschf GmbH
Carl Schenck Eisengiesserei und Maschinenfabrick Darmstadt GmbH
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    • B06GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
    • B06BMETHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
    • B06B3/00Methods or apparatus specially adapted for transmitting mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung, trotz veränderlicher Dämpfung den Schwingungsausschlag mechanischer Schwingungssysteme mit nur einer Eigenschwingungszahl gleichbleibend zu erhalten Das Verfahren setzt sich zum Ziel, den Schwingungsausschlag mechanischer Schwingungssysteme, obwohl deren Dämpfung in weiten Grenzen schwankt, ohne Einwirkung eines Reglers dauernd auf annähernd gleicher Größe zu halten, während die Erregung, also z. B. bei Fliehkrafterregung die Größe und der Schwerpunktsradius der die Fliehkraft erzeugenden Wuchtmasse, bei elektromagnetischer Erregung die Größe der Amplitude der magnetischen Wechselkraft und bei Federerregung der Kurbelradius des antreibenden Kurbelgetriebes und die Federkonstante der Erregerfedern unverändert bleibt. Die Erfindung erreicht dies durch eine besondere Abstimmung eines aus zwei frei schwingbar angeordneten Massen und dazwischengeschalteter Federung bestehenden Systems, d. h. durch die Wahl der Betriebsschwingungszahl im Verhältnis zur Eigenschwingungszahl des Systems. Die Betriebsschwingungszahl soll hierbei bis zu etwa 2o°/0 tiefer gelegt werden als die Eigenschwingungszahl. In der Gegend der Verstimmung, meistens schon bei io bis i50/0, wird der Schwingungsausschlag bei den größten praktisch vorkommenden Dämpfungsunterschieden nur um wenige Prozent schwanken, also noch innerhalb des praktisch zulässigen Maßes liegen.
  • Die Gesamtdämpfung eines Schwingungssystems wird bekanntlich gebildet durch die Summe der Leerlaufdämpfung und der Nutzdämpfung. Während die Leerlaufdämpfung im wesentlichen einen gleichbleibenden Wert darstellt, schwankt die durch die Arbeitsleistung bedingte Nutzdämpfung zwischen dem Werte Null bei Leerlauf und einem Höchstwert bei Vollast. Die Schwankungen können je nach der Belastungsart sehr unregelmäßig sein.
  • Um einen guten Wirkungsgrad zu erzielen, übersteigt zweckmäßig bei Schwingungsmaschinen der Höchstwert der Nutzdämpfung den der Leerlaufdämpfung um ein Vielfaches (etwa um das 5- bis iofache). Bei einer solchen Belastung wird die Gesamtdämpfung etwa im Verhältnis i : 5 bis i : io, also stark schwanken.
  • Benutzt man für die Arbeitsmaschine ein einfaches Schwingungssystem, z. B. eine einseitig fest eingespannte Feder, an deren freiem Ende sich die arbeitende Masse des Schwingungssystems befindet, und arbeitet man dann, wie dies wiederholt vorgeschlagen worden ist, in oder in der Nähe der Eigenschwingungszahl des Systems (Resonanz), so wird bei gleichbleibender Erregerkraft der Ausschlag des Systems im umgekehrten Verhältnis zur Gesamtdämpfung schwanken; er wird also, wenn man keine besonderen Vorkehrungen trifft, bei Leerlauf, also dann, wenn das System keine nutzbringende Arbeit leistet, seinen Höchstwert besitzen, während er bei Vollast, also gerade dann, wenn von der Maschine die höchste Arbeitsleistung verlangt wird, auf sehr kleine Werte sinkt. Da die Arbeitsleistung der schwingungstechnischen Maschine in der Regel vom Ausschlag abhängt, wird die Maschine in diesem Falle also nur sehr schwach belastbar sein. Macht man dagegen zwecks Erzielung großer Arbeitsleistung von vornherein die Leerlaufdämpfung groß, so arbeitet die Maschine mit schlechtem Wirkungsgrad.
  • Wesentlich für die Ausbildung der Arbeitsvorrichtung nach der Erfindung ist auch folgender Gesichtspunkt Das heute zur Verfügung stehende Federmaterial erträgt auf die Dauer nur verhältnismäßig kleine Beanspruchungen. Man wird deshalb, um die schwingungstechnische Maschine wirtschaftlich zu bauen, das Federmaterial bei jedem Belastungsgrad bis zur äußersten Grenze auszunutzen wünschen. Da die Beanspruchung des Federmaterials dem Ausschlag proportional ist, läuft diese Forderung darauf hinaus, daß der Ausschlag bei allen Belastungsgraden möglichst gleichbleiben soll.
  • Erfüllt man diese Forderung nicht, so muß man die schwingungstechnische Maschine so bemessen, daß der Höchstausschlag, das ist der Leerlaufausschlag, die zulässige Beanspruchung nicht überschreitet. In diesem Falle wird bei Vollast der Maschine die Federung nur zu einem kleinen Bruchteil ausgenutzt.
  • Die Unwirtschaftlichkeit einer solchen Anordnung wird aus der Erwägung klar, daß das Gewicht der Federung umgekehrt proportional mit dem Quadrat der Beanspruchung anwächst, daß also, wenn der Vollastausschlag nur halb so groß ist, als er mit Rücksicht auf die Beanspruchung des Federmaterials sein könnte, die Federung viermal so schwer würde als bei wirtschaftlicher, erfindungsgemäßer Anordnung.
  • Es ist vorgeschlagen worden, diese Gleichhaltung des Schwingungsausschlages dadurch zu erreichen, daß man einen besonderen Regler einbaut, der die Erregerkraft beeinflußt und sie jeweils so einstellt, daß der Ausschlag des Schwingungssystems der gleiche bleibt. Eine derartige Anordnung ist jedoch umständlich, teuer und verhältnismäßig verwickelt, so daß sie bei -schwingungstechnischen Maschinen, die einem rauhen Betrieb ausgesetzt sind, nicht in Frage kommen.
  • Die Erfindung nutzt eine bisher unbekannte Eigenschaft des sogenannten Zweimassensystems aus. Schematisch besteht die schwingungstechnische Maschine aus der in Abb. = angedeuteten Anordnung. Sie besitzt beispielsweise eine arbeitende Masse in, an der die veränderliche Dämpfung e2, angreift, und eine zweite *lasse in, die sogenannte Reaktionsmasse, die häufig kleiner ist als die arbeitende Masse und den etwa gleichbleibenden Antrieb tragen kann. An dieser Masse in, möge eine Dämpfung pol angreifen, die während des Betriebes keine nennenswerte Schwankung erleidet. Demgegenüber schwankt O2 in weiten Grenzen, da sie nicht nur die verhältnismäßig kleine Leerlaufdämpfung, sondern vor allem die in weiten Grenzen veränderliche Nutzdämpfung umfaßt. Zwischen beiden Massen befindet sich die Federung c des Schwingungsgebildes. Die Antriebs- oder Erregungsart dieses Gebildes ist an sich beliebig. Zweckmäßig besteht sie aus dem bekannten Antrieb mittels Wuchtmassen m. am Radius y., der einfach und betriebssicher hergestellt werden kann und auch übersichtliche Betriebsverhältnisse für die folgenden Berechnungen ergibt. Das ganze Gebilde, besonders die beiden Massen ml, in, werden- am besten so gelagert, daß sie möglichst frei schwingen, sich also gewissermaßen frei schwebend bewegen können. Zu diesem Zweck können sie beispielsweise mit Hilfe von Lenkerfedern oder weichen Schraubenfedern gegen das Fundament abgestützt sein.
  • Gegenüber der Kreisfrequenz der Eigenschwingung eines solchen Massensystems, die sich nach der Formel berechnet, wird die Betriebsschwingungszahl bis auf acht Zehntel dieses Wertes verringert, wobei die untere Grenze dann gilt, wenn der Unterschied der beiden Massen klein und die Schwankungen der Nutzdämpfung groß sind, während eine kleinere Verstimmung gewählt wird, wenn das Verhältnis der blassen vergleichsweise groß ist, z. B. das Zehnfache beträgt.
  • Ist die schwingungstechnische :Maschine bereits in einer Ausführung vorhanden, so läßt sich die günstigste Betriebsschwingungszahl durch einen Versuch folgender Art bestimmen: Es wird die Eigenfrequenz des Schwingungssystems in ein bestimmtes Verhältnis zur Erregerfrequenz, d. h. zu der Umdrehungszahl des Motors ge- i bracht. Zu diesem Zweck werden, wie dies Abb. z erläutert, bei gleichbleibender Erregung (d. h. beim Wuchtmassenantrieb unter Beibehaltung der gleichen Wuchtmassenwirkung sno . y. während ,der Versuchsdauer) zwei Kurven j bei verschiedener Belastung der Maschine, und zwar am besten die eine, a, beim Leerlauf, die andere, b, bei Vollast, aufgenommen. Diese Kurven stellen also die Amplituden B der von der Nutzdämpfung beeinflußten'Masse in Abhängig- i keit von der Erregertaktzahl n dar. Wählt man die Betriebsfrequenz aus dem Gebiet, in welchem die Kurven nahezu oder ganz zusammenfallen, im Grenzfall dort, wo die Leerlaufkurve a gegenüber der Vollastkurve b stark anzusteigen beginnt, so bleibt nicht nur bei Leerlauf und Volllast, sondern auch für alle Zwischenstufen der Belastung der Ausschlag gleich.
  • Wählt man die Betriebsfrequenz unterhalb des erwähnten Gebietes, so kann man sogar i erreichen, daß der Ausschlag bei Vollast größer ist als bei Leerlauf. Falls die veränderliche Dämpfung an der nicht angetriebenen Masse angreift, so kann die zweckmäßig zu wählende Verstimmung auch angenähert als das Verhältnis der Eigenschwingungszahlen des aus der angetriebenen Masse 1r11 und der Gesamtfederung c bestehenden ideellen Schwingungssystems einerseits und des Gesamtschwingungssystems 11z1, 11z2, c andererseits bestimmt werden. Es sei hierbei ausdrücklich bemerkt, daß es sich bei dem erstgenannten Schwingungssystem aus der Masse 11z1 und der Federung c um ein nur gedachtes, in Wirklichkeit nicht vorhandenes System handelt. Diese Schwingungszahl ist aber annähernd die gleiche wie die des Gesamtsystems 11z1, 11z2, c.
  • Soll für eine Maschine, die sich erst im Entwurf befindet, auch schon die Betriebsschwingungszahl bestimmt werden oder sollen für eine bestimmte Betriebsschwingungszahl die notwendigen Abmessungen für das Schwingungssystem in der Weise ermittelt werden, daß bei der ausgeführten Maschine die Betriebsschwingungszahl möglichst genau im Optimum der Verstimmung liegt, so gibt die gewünschte Lösung der folgende rechnerische Weg unter Verwendung von Vektordiagrammen, der im folgenden an Hand eines Beispiels durchgeführt werden soll.
  • Aus Abb. i können die Bewegungsgleichungen für die beiden Massen des Zweimassensystems bei erzwungenen Schwingungen, die von der Masse 11z1 aus durch Fliehkraftantrieb erregt werden, wie folgt entnommen werden Hierbei bedeuten x = Weg der Masse 1r11, y = Weg der Masse 1r12, O1 = Dämpfungswiderstand an der Masse 11z1, 0r,, = Dämpfungswiderstand an der Masse 1r12, 111o # yo = statisches Moment der Wuchtmasse, to = Kreisfrequenz (Winkelgeschwindigkeit) des Wuchtmassenantriebes.
  • Da es sich um erzwungene Schwingungen handelt, so können zur Lösung dieser Gleichungen folgende Ansätze benutzt werden: I. x = A # cos (c)t + a), II. y = B # cos (cot + ß), wobei A bzw. B die Schwingungsamplituden der Massen 11z1 bzw. 11z2 und a bzw. ß die Phasenverschiebungswinkel der Amplituden A bzw. B gegenüber der Amplitude der Erregerkraft sind.
  • Setzt man die sich aus dem Lösungsansatz ergebenden Werte für x, y und ihre Differentialquotienten in die Bewegungsgleichungen ein und wählt für den Zeitpunkt der Beobachtung einen Wert, bei dem co t = einem ganzen Vielfachen von 2 ac ist (cos «o t = i), so erhält man als Lösung folgende Gleichungen: Bei beiden Gleichungen handelt es sich um eine Beziehung zwischen Kräften, die in einem Vektorkrafteck dargestellt werden kann. Die Form des Diagramms ist aus Abb. 3 zu ersehen. Hier bedeuten K' = Erregerkraft, Cl' = Differenz zwischen Federkraft und Massenkraft an der Masse 11z1, Di = Dämpfungskraft an der Masse lrzl, R2 = Rückwirkungskraft derMasse11z2 auf die Masse 11z1, C2 = Differenz von Federkraft und Massenkraft an der Masse 11z2, D2' = Dämpfungskraft an der Masse 13z2, R,' = Rückwirkungskraft der Masse 11z1 auf die Masse 11z2.
  • Um die gesuchte Lösung zu erhalten, ist nunmehr mit Hilfe des Vektordiagramms festzustellen, welchen Einfluß das Verhältnis der Kreisfrequenz (o, der Erregung zu der Kreisfrequenz coo der Eigenschwingung des Zweimassensystems auf die Abhängigkeit des Ausschlages B (der arbeitenden Masse) von der Dämpfung U2 besitzt, die infolge der veränderlichen Nutzdämpfung starken Schwankungen unterliegt. Insbesondere ist zu ermitteln, bei welchem Frequenzverhältnis derAusschlag B sich nicht oder möglichst wenig ändert, wenn die Nutzdämpfung in weiten Grenzen schwankt.
  • Um das Vektordiagramm für eine übersichtliche Beantwortung dieser Frage geeignet zu machen, ist es notwendig, in der Benennung der einzelnen Bestimmungsstücke den Wert Abstimmung einzuführen und weiterhin dafür zu sorgen, daß die Werte A und B, die bis jetzt in mehreren Strecken vorkommen, auf eine Strecke beschränkt werden, derart, daß die Länge dieser Strecke als Maßstab für diese Größen benutzt werden kann.
  • In dem Kräfteviereck, das zur Masse in, gehört, kommt lediglich in der Seite K der Wert der Amplitude A vor, so daß diese Seite als Maßstab für den Wert A benutzt werden kann, und zwar ist A der Länge der Strecke K umgekehrt proportional.
  • Nach einer Zwischenrechnung ergeben sich unter Einführung nachstehender Bezeichnungen
    dl = 2°1 = primäre Dämpfung,
    Ml-(00
    d2 = `°2 = sekundäre Dämpfung,
    M2- (0o
    @C' (ml + m2)
    0
    Ml-M2
    y1to
    #l = nzl + n22 '
    l
    i4 2 =
    ntl+y@2 n
    für die einzelnen Seiten desVektorkraftecksgemäß Abb. q. die folgenden Werte: = Maß für A, Cl = y1 -,Z2,- Dl = dl ' A, C2 = Q162 - A2, D2 = d2 # A, Nachdem durch Einführung der vorgenannten Bezeichnungen das Vektordiagramm für die unmittelbare zeichnerische Lösung der gestellten Aufgabe vorbereitet ist, sollen Kurven aufgestellt werden, an Hand deren in übersichtlicher Weise die günstigste Abstimmung gewählt werden kann. Zu diesem Zweck werden für verschiedene Abstimmungsverhältnisse (z. B. A = 0,95, 0,90, 0,85, 0,80, 0,75, 0,70) die Amplituden A und B der Masse ml und in, in Abhängigkeit von der veränderlichen Dämpfung O2 (bzw. d2) aufgetragen. Bei dem gewählten Beispiel kommt es darauf an, daß der Ausschlag B mit praktisch genügender Annäherung gleichbleibt, während d2 in weiten Grenzen schwankt. Man wird gleichzeitig bestrebt sein, den Ausschlag A der Masse in, ebenfalls möglichst gleich zu halten, doch kommen die Schwankungen dieses Wertes, da sie die Arbeitsleistung nicht unmittelbar beeinflussen, erst in zweiter Linie in Betracht.
  • Das Ergebnis der Konstruktion ist für das Massenverhältnis -irz2 : Ml = 3 in Abb. 6 dargestellt, und zwar sind hier der Übersichtlichkeit halber nicht die Ausschläge selbst aufgetragen, sondern, damit die prozentuale Abnahme des Ausschlages in Abhängigkeit von der Dämpfung klar in- die Erscheinung tritt, ist bei jeder Abstimmung der Ausschlag bei der kleinsten in Betracht kommenden Dämpfung (hier d2 = o,o5) = zoo°/o gesetzt, und die übrigen Ausschläge sind in Prozenten dieses Wertes aufgetragen. Für 2. = z (Resonanzbetrieb) fallen die Ausschläge B und A mit wachsender Dämpfung stark. Bereits bei A, = o,9 sind die Schwankungen des Ausschlages B sehr stark zurückgegangen. Bei A, = o,8 erhält man schließlich einen so geringfügigen Abfall, daß er praktisch einer Konstanthaltung gleichkommt. Eine Verringerung der Abstimmung A, unter den Wert o,8 bringt keine merkliche Verbesserung in der Konstanthaltung von B.
  • Bei Betrachtung des Ausschlages A bemerkt man bei A, = o,8 einen geringfügigen Anstieg mit wachsender Dämpfung, der nur bei sehr großen Dämpfungen den Betrag von 1o bis 15% übersteigt und keinerlei schädliche Wirkung mit sich bringt, sondern im Gegenteil dahin wirkt, daß die Maschine bei Vollast unter günstigeren Bedingungen arbeitet als bei Leerlauf.
  • Aus den Kurven des vorgenannten Beispiels erkennt man also, daß der Wert 2. = o,8 die bestmögliche Abstimmung darstellt, jedoch auch bei Wahl von A, = o,85, ja bei 2, = o,9o wird man noch eine sehr brauchbare Näherungslösung erzielen. Man wird sich, um im Mittel die günstigen Bedingungen auszunutzen, im vorliegenden Falle für den Wert A, = o,85 entscheiden. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich für beliebige andere Massenverhältnisse M2: ml. Für die Konstruktion der Kurven und für die Wahl des günstigsten Abstimmungsgrades gelten in jedem Falle die gleichen Gesichtspunkte, wie sie vorstehend erörtert wurden.
  • Es bleibt noch übrig, im einzelnen zu beschreiben, wie die Ermittelung der Werte B und A für eine der genannten Abstimmungen beispielsweise A = 0,85 erfolgt.
  • Zunächst berechnet man die bei dieser Abstimmung konstant bleibenden Werte, nämlich: Im Krafteck --: ,u2 - A2 = C2 und d2 . A = D2 und für Krafteck 1 entsprechend: ßl-A2 = Cl. Sodann berechnet man nach dem Pythagoräischen Lehrsatz die Hypöthenuse " des ein Dreieck bildenden Kraftecks 2 zu und zwar für verschieden große Dämpfungen, also z. B. d2 = 0,05; 0,2; 0,3; 0,4; 0,5 usw. Aus diesem Wert läßt sich der in Krafteck i benötigte Wert berechnen. Nach Erhalt dieses Wertes berechnet man schließlich noch die in Krafteck i benötigte Strecke Die weitere Lösung muß auf zeichnerischem Weg erfolgen. Man beginnt damit, maßstäblich das Krafteck 2, dessen drei Seiten nach der vorhergehenden Rechnung ihrer Größe nach genau bekannt sind, aufzuzeichnen. Das Krafteck :z gibt auch die Richtung der im Krafteck i benötigten Seite an, und zwar ist diese Seite parallel zu der Seite C2 = ,1c2 - 22. Bei der Zeichnung des Kraftecks i trägt man auf der Hypothenuse des Kraftecks 2 vom Ursprung aus den Wert Cl = ß1 - 12 ab, errichtet am Endpunkt eine Senkrechte, deren Länge den Wert Dl = dl # A, besitzt, zieht durch den Endpunkt dieser Strecke eine Parallele zu der Seite C2 = ,u2 - 22 im Krafteck 2 und gibt dieser Strecke die eben berechnete Länge Verbindet man nunmehr den Endpunkt dieser Strecke mit dem Ursprung, so erhält man eine Strecke, die den Wert besitzt, also dem Wert A umgekehrt proportional ist. Diese Strecke bildet das eigentliche Ergebnis der graphischen Rechnung. Aus ihr kann man, da der Wert E (Erregung) (z. B. bei Wuchtmassenerregung) genau bekannt ist und Z ebenfalls feststeht, sofort den Wert A berechnen. Da außerdem der Verhältniswert aus Krafteck 2 bekannt ist, erhält man durch Multiplikation des gefundenen Wertes A mit dem Wert sofort auch den Wert B. Hiermit ist jedoch die Aufgabe gelöst.
  • Das Vektordiagramm wird für die entworfene Schwingungsmaschine, und zwar für verschiedene Abstimmverhältnisse, z. B. für die Werte Z = 0,95, o,go, o,85, o,8o usw., aufgezeichnet und an Hand desselben die Amplituden der Massen ml und m2 bestimmt, und zwar zeichnet man bei jedem Abstimmverhältnis das Vektordiagramm für verschieden große Nutzdämpfungen DZ auf. Im allgemeinen genügt es, die Aufzeichnung für die kleinste und die größte in Betracht kommende Dämpfung durchzuführen. Um das günstigste Abstimmverhältnis in übersichtlicher Weise feststellen zu können, berechnet man den prozentualen Unterschied zwischen den Schwingungsamplituden, die sich bei jedem Abstimmverhältnis für größte und kleinste Nutzdämpfung ergeben, wenn in beiden Fällen die Erregerkraft K gleiche Größe besitzt. Diesen prozentualen Unterschied der Amplituden trägt man in Abhängigkeit von der Abstimmung A, auf und wählt die Betriebsabstimmung dort, wo der prozentuale Unterschied zwischen den Amplituden an der arbeitenden Masse ein bestimmtes Mindestmaß, z. B. ioo/o, unterschreitet, gegebenenfalls im Minimum der Kurve.
  • In Abb. 5 und 6 sind die Ergebnisse, die bei Durchrechnung eines Zahlenbeispiels erhalten wurden, dargestellt. Bei dem Zahlenbeispiel wurde das Verhältnis der Massen m2 zu ml = 3 gewählt. Die Nutzdämpfung schwankte im Verhältnis i : lo, nämlich zwischen den Werten DZ = 0,05 und 0,5, während die Dämpfung Dl den Wert von 0,05 beibehielt. Abb. 5 zeigt die Resonanzkurven für verschiedene Dämpfungen D2. Man erkennt, daß die Amplitude A der antreibenden Masse in, und die Amplitude B der arbeitenden Massein, in Abhängigkeit von der Abstimmung A, für verschieden große Dämpfungen DZ aufgetragen sind. In dem Beispiel wurde eine Erregung durch Fliehkräfte vorausgesetzt und angenommen, daß in sämtlichen Fällen das statische Moment in, # yo der Wuchtmasse gleichblieb. Man erkennt, daß sämtliche Resonanzkurven der Masse nzl sich angenähert in einem bestimmten Abstimmpunkt, der in vorliegendem Falle bei 2, = o,92 liegt, schneiden. Würde man die Abstimmung in diesem Punkt wählen, so würde der Ausschlag der Masse in, unverändert bleiben, während die Dämpfung DZ alle möglichen Werte durchläuft. Die Wahl dieses Abstimmungspunktes kann unter besonderen Verhältnissen von Nutzen sein. In der Regel kommt es jedoch darauf an, den Ausschlag der Massein, (d. h. der arbeitenden Masse) möglichst gleichbleibend zu erhalten. Abb. 5 zeigt, daß die Resonanzkurven B der Masse in, für sämtliche Dämpfungen DZ nahezu zusammenfallen, wenn man die Abstimmung unterhalb des Punktes ,, = 0,85 wählt. Jedenfalls unterscheiden sich unterhalb dieses Punktes die Amplituden für die größte und kleinste Dämpfung DZ um nicht mehr als ioo/o. Andererseits wird man mit Rücksicht darauf, daß auch die Ausschläge der Masse ml möglichst gleich sein sollen, den zu wählenden Betriebspunkt möglichst nahe bei der Abstimmung wählen, für welche die Ausschläge der Masse ml unverändert bleiben. Abb. 6 zeigt in übersichtlicher Weise den prozentualen Unterschied der Ausschläge an den Massen in, und m2 für kleinste und größte Dämpfung in Abhängigkeit von der Abstimmung. Die Berechnung der betreffenden Werte geschieht durch Abgreifen der zusammengehörigen Amplituden aus Abb. 5.
  • Die .physikalische Erklärung für das vorstehend beschriebene Verhalten des Schwingungssystems, welches die Lösung der gestellten Aufgabe ermöglicht, läßt sich an Hand der in Abb.7 und 8 dargestellten Vektordiagramme geben. Auch diesen Diagrammen liegt ein Verhältnis und 2, = o,85 zugrunde. Hierbei zeigt Abb. 8 die Verhältnisse bei der Ausführung gemäß der Erfindung, während Abb. 7 als Gegensatz hierzu die Verhältnisse 9m Resonanzfall (,. = z) für die gleiche Veränderlichkeit der Dämpfung D2 zeigt.
  • Maßgebend für die Betrachtung ist der Vektor der Erregerkraft K und sein Phasenwinkel gegenüber der Dämpfungskraft Dl (vgl.` Abb. 7 und 8). Die Erregerkraft K läßt sich in zwei Komponenten w und l zerlegen, nämlich in die Projektion w des Wertes K auf die Richtung von Dl, die also in Phase mit Dl liegt, und in die senkrecht hierzu stehende, also um go ° gegen Dl phasenverschobene Komponente L. Man kann hier eine Analogie zwischen mechanischen und elektrischen Schwingungserscheinungen herleiten. Im letzteren Falle würde man die erste Komponente w als Wattkomponente, die zweite, 1, als wattlose Komponente bezeichnen. Für die Arbeitsleistung kommt, ähnlich wie in der Elektrotechnik, lediglich die Wattkomponente in Frage.
  • In Abb.7 sind die Vektorkraftecke der Masse in, (entsprechend Abb. 3) für große und kleine Dämpfung und den Fall der Resonanz (A, = r) aufgezeichnet. Die Bezeichnungen der Seiten des Krafteckes entsprechen den auf Seite 8 angegebenen Kräften, und zwar gelten die Bezeichnungen C,', Dl', R2 und K' für den Fall der kleinen Dämpfung, während die Bezeichnungen Ci ', Di " , R2" und K" für den Fall einer großen Dämpfung gewählt sind. Man erkennt, daß für den vorliegenden Fall die Wattkomponenten w' bzw. w" von vornherein ungefähr gleich der gesamten Erregerkraft sind, da diese ganz oder nahezu in Phase mit Dl liegen. Deshalb muß auch die Gesamtarbeitsleistung in allen Belastungsfällen im wesentlichen konstant bleiben. Dies ist nur möglich, wenn sich der Ausschlag mit wachsender Dämpfung verkleinert, und zwar derart, daß das Produkt aus dem Quadrat des Ausschlages und der Dämpfung etwa konstant, und zwar proportional der verfügbaren Arbeitsleistung bleibt.
  • Wählt man dagegen erfindungsgemäß die Abstimmung unterhalb der Resonanz, also z. B. bei A, = 0,85, so wird eine starke Wattkraftreserve geschaffen. Für diesen Fall sind in Abb. 8 die Vektorkraftecke bei großer und kleiner Dämpfung aufgezeichnet. Die gewählten Buchstaben haben dieselbe Bedeutung wie in Abb.7. Man erkennt, daß bei kleiner Dämpfung (K', (p') nur ein Bruchteil der gesamten Erregerkraft als Wattkomponente w' ausgenutzt wird, während der hauptsächlichste Anteil die wattlose Komponente l' bildet. Bei steigender Dämpfung vergrößert sich die Wattkomponente selbsttätig auf w" dadurch, daß der Vektor der Erregerkraft nach K", p" herumklappt und der Phasenwinkel 99 gegenüber der Dämpfung Dl kleiner wird. Da in allen Fällen der Erregerkraftvektor K gleichbleibt, wird durch die Veränderung des Phasenwinkels eine wesentliche Vergrößerung der Wattkomponente erzielt. Es können nun durch geeignete Wahl der Abstimmung die Verhältnisse so abgeglichen werden, daß der Zuwachs an Wattkraft, der durch das Herumklappen des Erregervektors bedingt ist, von selbst den erforderlichen Betrag an Kraftzuwachs deckt, daß also die Leistung nicht wie im Resonanzfall gleichbleibt, sondern sich selbsttätig der Belastung anpaßt, derart, daß der Ausschlag ganz oder angenähert gleichbleibt.
  • Obwohl bei dem vorliegenden Verfahren die erforderliche Erregerkraft ein Vielfaches der Erregerkraft ist, die im Resonanzfall erforderlich wäre, arbeitet das Verfahren bei geeigneter Wahl der Erregung doch mit einem Wirkungsgrad, der praktisch dem im Resonanzfall vorliegenden Wirkungsgrad gleichkommt. Wählt man z. B. eine Erregung mit Hilfe der an exzentrisch umlaufenden Massen sich ausbildenden Kräfte, so hat die Vergrößerung der Erregerkraft lediglich eine Vergrößerung der Lagerreibungen der Erregerwelle im Gefolge. Wählt man hierfür Kugellager oder Rollenlager, so ist der Reibungszuwachs praktisch unbeachtlich. Die Wattleistung, welche der Antriebsmotor der Erregerwelle abzugeben hat, ist dagegen bei gleichem Ausschlag, gleicher Dämpfung und gleicher Betriebsfrequenz unabhängig von der Abstimmung. Man braucht also außerhalb der Resonanz, wenn man von den zusätzlichen geringen Lagerreibungsverlusten absieht, für den Betrieb des Schwingungssystems nicht mehr Arbeit aufzuwenden als beim Vorliegen von Resonanz.
  • Die Erfindung beschränkt sich nicht auf den Fall, daß die Amplitude der Masse m2 bei wechselnder Belastung der Maschine gleichgehalten werden soll, sondern auch auf die Beherrschung anderer Verhältnisse des Schwingungssystems in Abhängigkeit von der Dämpfung bzw. Belastung. Beispielsweise kann der Fall eintreten, daß die Dämpfung an der den Antrieb tragenden Masse in, erheblichen Schwankungen unterliegt, während die Dämpfung an der Masse in, konstant bleibt und der Ausschlag A der Masse in, gleichgehalten werden soll. Auch für die Aufgabe, daß die veränderliche Dämpfung an der einen Masse angreift, während der Ausschlag der anderen Masse gleichgehalten werden soll, läßt sich an Hand des vorliegenden Verfahrens die richtige Abstimmung finden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren, trotz veränderlicher Dämpfung den Schwingungsausschlag mechanischer Schwingungssysteme mit nur einer Eigenschwingungszahl gleichbleibend zu erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung des Schwingungssystems mit zwei schwingbar angeordneten Massen und dazwischengeschalteter Federung dieses derart unterhalb seiner Eigenschwingungszahl betrieben wird, daß sich der Phasenwinkel zwischen der ganz oder nahezu gleichbleibenden Erregung und der an der angetriebenen Masse angreifenden Dämpfungskraft entsprechend der steigenden Dämpfung (Belastung) so verkleinert, daß der Zuwachs der Arbeit' leistenden Komponente der Erregerkraft den mit steigender Belastung erforderlichen Leistungszuwachs deckt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Abstimmung des Systems die Betriebsschwingungszahl aus durch Versuche mit der fertigen Maschine aufgenommenen Kurven gewählt wird, die bei verschiedenen in Frage kommenden Belastungsdämpfungen die Schwingungsamplituden der unter Wirkung der Nutzdämpfung stehenden Masse bei gleichbleibender Erregung in Abhängigkeit vom Abstimmverhältnis darstellen, und zwar, daß die Betriebsschwingungszahl aus diesen Kurven in dem Gebiet gewählt wird, wo die Kurven nahezu oder ganz zusammenfallen (Abb.5), vorzugsweise dort, wo die Kurve kleinster Dämpfung von der Kurve größter Dämpfung stark abzuweichen beginnt (Abb.2).
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurven nach graphischen Rechnungsverfahren durch Aufzeichnung des aus der Erregerkraft, der Federkraft, der Massenkraft und der Dämpfungskraft bestehenden Vektorkraftecks ermittelt und in Abhängigkeit vom Abstimmungsverhältnis aufgetragen werden. q.. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß, falls die veränderliche Dämpfung an der nicht angetriebenen Masse angreift, die Betriebsfrequenz angenähert gleich der Eigenschwingungszahl eines (nur gedachten) Schwingungssystems gewählt wird, das aus der die Erregung tragenden Masse und der Gesamtfederung des Systems besteht.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966283C (de) * 1948-10-02 1957-07-18 Licentia Gmbh Durch einen abgestimmten elektromagnetischen Schwingungserreger in erzwungene Schwingungen versetztes mechanisches System
DE1043247B (de) * 1955-03-07 1958-11-13 Hwf Hartmetall Werkzeug Fabrik Bohrgeraet fuer den Bergbau mit durch einen Kurbeltrieb unter Zwischenschaltung von Federn in Schwingungen versetzter Bohrstange
DE1078364B (de) * 1954-11-13 1960-03-24 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Resonanz-Schwingvorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE966283C (de) * 1948-10-02 1957-07-18 Licentia Gmbh Durch einen abgestimmten elektromagnetischen Schwingungserreger in erzwungene Schwingungen versetztes mechanisches System
DE1078364B (de) * 1954-11-13 1960-03-24 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Resonanz-Schwingvorrichtung
DE1043247B (de) * 1955-03-07 1958-11-13 Hwf Hartmetall Werkzeug Fabrik Bohrgeraet fuer den Bergbau mit durch einen Kurbeltrieb unter Zwischenschaltung von Federn in Schwingungen versetzter Bohrstange

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