DE55981C - Verfahren zum Abdichten der Cüvelage in der wasserführenden Schachtsohle unter Wasser - Google Patents

Verfahren zum Abdichten der Cüvelage in der wasserführenden Schachtsohle unter Wasser

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DE55981C
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Germany
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water
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sealing
bearing shaft
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55981D
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Original Assignee
H. GROSSMANN in Dortmund, Münsterstrafse 172
Publication of DE55981C publication Critical patent/DE55981C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D5/00Lining shafts; Linings therefor
    • E21D5/012Use of fluid-tight or anti-friction material on outside of, or between, lining layers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem Abbohren von Schächten im Schwimmsand unter Wasser ist es schwierig, einen wasserdichten Abschlufs des Schachtfufses zu erzielen, da auf Gebirgen, wie Braunkohlen, Salz etc., eine Dichtung mit Cement unmöglich ist.
Das nachstehend beschriebene Verfahren soll nun die Schwierigkeiten, einen wasserdichten Abschlufs herzustellen, beseitigen, und zwar auf folgende Weise:
Wenn der Tübbingsschacht, wie auf beiliegender Zeichnung angedeutet, bis auf das Braunkohlenlager niedergebracht ist, wird der Schacht noch einige Meter, jedoch etwas kleiner im Durchmesser, im Flötz abgebohrt.
Sodann wird eine Masse eingesenkt, welche den Schacht von der Sohle an mehrere Meter hoch anfüllt. Auf diese Verdichtungsmasse wird nun ein kleinerer Tübbingsschacht mit einem starken Holzboden niedergelassen, wie in Fig. ι angedeutet. Wenn dieses geschehen, wird durch einige Rohrleitungen, welche durch den Holzboden des kleinen Tübbingsschachtes gehen, von den Kesseln über Tage frischer Dampf in die zwischen dem Holzboden des Tübbingsschachtes und der Schachtsohle lagernde Verdichtungsmasse geleitet. Die Verdichtungsmasse , durch den Dampf angewärmt, wird. flüssig und preist sich durch das Gewicht des aufstehenden kleinen Tübbingsschachtes, welches auf der Masse ruht, in die Höhe und füllt den freien Raum zwischen dem grofsen und kleinen Tübbingsschacht aus, wie in Zeichnung Fig. 2 angedeutet.'
Wird kein Dampf mehr zugeführt, dann erkaltet die Masse und erhärtet, wodurch der gewünschte wasserdichte Abschlufs erreicht ist.
Wenn das Wasser aus dem Schacht herausgepumpt ist, wird der hölzerne Boden entfernt und können dann die Füllörter angesetzt werden.
Die Abschlufsmasse besteht aus Asphalt, Eper, Pech, Erdwachs und feinem Silberkies.
Diese Masse wird über Tage in grofsen Apparaten ordentlich gemischt und gekocht und wird dann im flüssigen Zustande durch das Füllrohr nach der Schachtsohle auf 2 m Höhe eingeleitet. Bevor jedoch die Masse eingelassen wird, wird das vorhandene Wasser im Schacht und der ganze Schacht auf 70 bis 8o° angewärmt.
Hierauf wird der Tübbingsschacht, welcher unten mit einem starken Eisen- oder Holzboden versehen ist, in den Schacht eingelassen, welcher ein Gewicht von ca. 30 000 kg besitzt. Dieser Tübbingsschacht drückt nun auf die eingebrachte Verdichtungsmasse; letztere wird in die Höhe getrieben bis auf etwa ι ο m und füllt den ganzen freien Raum zwischen dem inneren und äufseren Tübbingsschacht aus. Hierauf läfst man das Wasser im Schacht wieder erkalten, die Masse erhärtet, und es ist eine feste Verdichtung im Schacht hergestellt. Dieses Verfahren kann überall da mit Vortheil angewendet werden, wo die chemische und Gefriermethode nicht mehr ausreichen.
Ist die Masse vollständig hart und sind die Wasserzuflüsse abgesperrt, dann wird das Wasser aus dem Schacht herausgefördert, der Verdichtungsboden entfernt, und es können nun entweder weitere Tübbings untergebaut werden
oder das Abteufen in anderer Weise stattfinden. Bei Teufen bis zu 300 m ist ein Dampfkessel erforderlich mit 31 Atmosphären Ueberdruck, weil der Dampf durch das Rohr unter Wasser bis zur angegebenen Teufe reichen mufs und um die nöthige WSrme auf der Schachtsohle herzustellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Abdichten der Cüvelage in der wasserführenden Schachtsohle unter Wasser, darin bestehend, dafs dieselbe mit in der Wärme schmelzender Masse verfüllt wird, wonach auf dieselbe eine unten geschlossene, engere Cüvelage von geringer Höhe eingesetzt und durch den Boden derselben Dampf von über Tage in die Masse eingeführt wird, so dafs dieselbe schmilzt und unter dem Gewicht der inneren Cüvelage zwischen dieser und der äufseren Cüvelage in die Höhe steigt und dann im erkalteten, erhärteten Zustande einen wasserdichten Abschlufs bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT55981D Verfahren zum Abdichten der Cüvelage in der wasserführenden Schachtsohle unter Wasser Expired - Lifetime DE55981C (de)

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