DE558672C - Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Bleisulfate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung feinpulveriger BleisulfateInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
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Description
- Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Bleisulfate Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Bleisulfate aus Bleisuboxyd, gegebenenfalls im Gemisch mit Bleioxyd oder Mennige oder beiden, durch Einwirkung schwefligsaurer Gase auf diese Ausgangsstoffe. Die erhaltenen Bleisulfate zeichnen sich dadurch aus, daß sie sehr leicht und locker sind, hohe Reaktionsfähigkeit aufweisen und die Herstellung besonders hochwertiger Produkte, z. B. Farben von großer Deckkraft, ermöglichen.
- Zur Herstellung von Bleisulfat nach der Erfindung geht man im wesentlichen derart vor, daß man ein feines Pulver von Bleisuboxyd bzw. Bleisuboxyd im Gemisch mit Bleiglätte und/oder Mennige in feinster Verteilung zugleich mit Luft in einen hocherhitzten Raum einbläst und hierzu schwefligsaure Gase bringt.
- Die Herstellung von Bleisulfat derart, daß das Ausgangsmaterial in feiner Verteilung in eine erhitzte Ofenkammer und dort in einem Gemisch von oxydierenden Gasen und Schwefeldioxyd zur Reaktion gebracht wird, ist an sich, und zwar für die Herstellung von Pigmenten, bekannt. Es ist beispielsweise vorgeschlagen worden, staubförmiges, geschmolzenes, metallisches Blei, oder nach einem anderen Vorschlage, fein verteiltes Bleioxyd als Ausgangsmaterial zur genannten Behandlung zu unterwerfen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Eigenschaften von Bleisulfat in ganz erheblichem Umfange abhängig sind von den verwendeten Ausgangsmaterialien und daß insbesondere das verwendete Ausgangsmaterial von erheblichem Einfluß auf das Schüttgewicht des Endproduktes ist.
- Es wurde beispielsweise gefunden, daß bei Verwendung von staubförmig vermahlenem metallischem Blei Endprodukte mit einem Schüttgewicht von 1,2 91cms erhalten werden, während bei Verwendung von Bleisuboxydpulver das Schüttgewicht des erhaltenen Bleisulfates nur etwa 0,4 glcm@ beträgt. Das unter Verwendung von Bleisuboxy d erhaltene Material erweist sich auch Bleioxydprodukten gegenüber als erheblich überlegen und übertrifft die hinsichtlich des Schüttgewichtes noch am nahesten kommenden Mennigeprodukte bedeutsam durch seine hohe Reaktionsfähigkeit, wodurch es mit Vorteil für die verschiedensten Anwendungszwecke geeignet ist.
- Das äußerst feine, leichte und lockere Pulver von aus Bleisuboxyd bzw. unter Verwendung von Bleisuboxyd hergestelltem Bleisulfat eignet sich beispielsweise durch die neben der hohen Reaktionsfähigkeit auffallende reine weiße Farbe zur Verwendung als Farbpigment. Die Deckkraft damit hergestellter Farben übertrifft dabei die von Farben, deren Pigment unter Verwendung von fein verteiltem Blei als Ausgangsmaterial hergestellte Bleisulfate sind, ganz bedeutsam.
- Infolge ihres außerordentlich geringen Schüttgewichtes eignen sich die nach dem Verfahren gemäß Erfindung, erhaltenen Produkte auch vorzüglich für die Herstellung von Sammlerplatten für Akkumulatoren, da abhängig von, dem geringen Schüttgewicht äußerst poröse, aktive Massen erhalten werden und damit bei großer Lebensdauer eine wesentliche Vergrößerung der Kapazität erreicht wird.
- Die Herstellung der Bleisulfate nach der Erfindung soll an Hand der beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.
- Zur Umwandlung des Bleisuboxydes bzw. der Bleisuboxyd enthaltenden Ausgangsmaterialien in Bleisulfat, hauptsächlich in basisches Bleisulfat, wird zunächst der Ofenraum des Reaktionsofens a mit Hilfe der Brenner b und b' auf eine Temperatur von etwa 700° C gebracht. Hierbei wird anfangs die Abzugsklappe d geöffnet gehalten, so daß die Verbrennungsgase der Brenner durch die Leitung e entweichen können. Sobald der gesamte Ofenraum die erforderliche Temperatur angenommen hat, wird durch die Leitung f Bleisuboxyd oder ein solches enthaltendes Ausgangsmaterial, mit Luft vermischt, eingeblasen. Die Leitung f ist so zu den Brennern b und b' angeordnet, daß deren Flammen sie selbst und das eingeführte Gut bei seinem Austritt aus der Leitung umspülen, so daß die bleihaltigen Ausgangsstoffe bereits in Rauchform in den Ofenraum eindringen und sich in dem hocherhitzten Luftraum der Kammer leicht verteilen. Gleichzeitig wird von g aus schwefligsaures Gas in den Ofen eingeblasen und tritt mit dem rauchförmigen Gemisch aus Luft und bleihaltigen Ausgangsstoffen in Reaktion. Hierdurch entsteht basisches Bleisulfat, welches den Ofen durch die Durchtrittsöffnung k verläßt und mit dem Luftstrom durch einen Kühlraum l und schließlich mit Hilfe des Ventilators n durch die Leitung m dem Sammelbehälter zugeführt wird. Durch die Entleerungsöffnungen k kann auch im Ofenraum abgelagertes Fertigprodukt entleert werden. Bei Verwendung von ioo kg Bleisuboxyd und q.5.1 Schweröl als Brennstoff für die Erhitzung sowie 15 kg Schwefel, der bei Temperaturen von etwa 700° C zugegeben wird, erhält man beispielsweise iio kg basischen Bleisulfats mit 70 °JO PbS04.
- Zur Herstellung basischen Bleisulfates mit höherem, etwa 8o'/, betragendem PbS04 Gehalt empfiehlt es sich, Bleisuboxyd, mit Mennige vermischt, zu verwenden, welche durch Zufuhr von Sauerstoff den Reaktionsvorgang erleichtert.
- Bei der Durchführung des Verfahrens kann man auch so vorgehen, daß man zunächst das bleihaltige Ausgangsmaterial im Zustande feinster Verteilung in einem Luftstrom suspendiert, einer Vorerhitzung unterwirft und im erhitzten Zustande dem Reaktionsraum zuführt.
- Es hat sich gezeigt, daß man hierdurch einen besonders glatten und schnellen Reaktionsverlauf erzielen kann.
- Durch entsprechende Einstellung von Temperatur und Menge des zugeführten Schwefeldioxydes kann man schließlich das erhaltene Reaktionsprodukt auf jedes beliebige Verhältnis von Bleisulfat und Bleioxyd einstellen und damit die Endprodukte weitgehend den beabsichtigten Verwendungszwecken anpassen.
Claims (2)
- PATENTANSpRÜcFIr, i. Verfahren zur Herstellung feinpulveriger Bleisulfate durch Einwirkung schwefligsaurer Gase in Gegenwart oxydierender Gase auf Bleioxyde im Zustande feinster Verteilung in hocherhitzten Räumen, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial Bleisuboxyd oder Gemische von Bleisuboxyd mit Bleioxyd oder Mennige oder beiden verwendet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bleisuboxydhaltige Ausgangsmaterialien im Zustande feinster Verteilung in einem Luftstrom suspendiert, einer Vorerhitzung unterworfen und in erhitztem Zustande dem Reaktionsraum zugeführt wird.
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- 1930-09-17 DE DE1930558672D patent/DE558672C/de not_active Expired
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