DE558207C - Bremsvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremsvorrichtung, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D65/00—Parts or details
- F16D65/78—Features relating to cooling
- F16D65/82—Features relating to cooling for internally-engaging brakes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit
Vorder- und Hinterradbremsen.
Die beim Bremsen des Fahrzeuges auftretende, in Fahrzeugrichtung wirkende
Massenkraft bedingt eine zusätzliche Belastung der Vorderräder und eine Entlastung
der Hinterräder. Es ist bekannt, um dieser ungleichmäßigen Belastung die Bremswirkung
anzupassen, dem vergrößerten Auflagerdruck des Vorderradsatzes entsprechend die Bremsen
für diesen stärker und des Hinterradsatzes entsprechend schwächer anzuziehen. Diesem
Zweck dienen bei den bekannten Einrichtungen zwei zwischen den Fußhebel und das
Bremsgestänge geschaltete Nocken oder gleichwertige Einrichtungen, die derart geformt
sind, daß sie beim Herunterdrücken des Fußhebels die gewünschte verschiedene Bremswirkung der beiden üremssätze ergeben.
Ganz abgesehen davon, daß eine solche Einriclhtung der jeweils gewählten Nokkenform
entsprechend immer nur bei jeder Fußhebelstellung ein ganz bestimmtes, unveränderliches
Verhältnis zwischen der Bremswirkung des einen und des anderen Bremssatzes ermöglicht, ist diese Einrichtung insofern
nachteilig, als sie beim Einbauen in das Fahrzeug ein langwieriges und zeitraubendes
Ausprobieren und Einstellen, erforder-Echenfalls auch Nacharbeiten des Nockens
zur Erzielung des bestimmten Verhältnisses der Bremswirkung der beiden Bremssätze
erfordert.
Diese Mängel werden durch die Bremsvorrichtung gemäß Erfindung beseitigt.
Der Erfindung gemäß wird die verschiedene Bremswirkung entsprechend der Veränderung
der Belastung der Räder beim Bremsen durch geeignete Ausbildung der wärmeabführenden Vorrichtungen der Bremsen
erreicht. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer selbsttätigen Regelung des Verhältnisses
der Bremswirkungen der beiden Bremssätze infolge der verschiedenen Ausdehnung der Bremsglieder innerhalb jeder Stellung
des Fußhebels, und damit ohne weiteres das jeweils gewünschte Verhältnis, ohne daß besondere
Einstellungen beim Einbau der Bremsvorrichtung in das Fahrzeug erforder-
55820?
lieh sind. Es genügt vielmehr, die in der Werkstatt einbaufertig hergestellten Bremseinrichtungen
bei einem neuen Fahrzeug in bekannter Weise einzubauen oder bei einem
gebrauchten Fahrzeug die alten Bremseinrichtungen gegen die neuen auszuwechseln.
Es ist zwar bekannt, die Wärmeausdelinung einer Bremstrommel zur Beeinflussung
einer anderen Bremstrommel zu verwenden, ίο jedoch lediglich zu dem Zweck, vollkommen
gleiche Bremswirkung bei beiden Bremssätzen zu erzielen.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
Beim Bremsen eines Fahrzeuges entstehen an den Rädern die Bremskräfte F1 und F2
(Abb. 1), die entgegengesetzt der Fahrtrichtung am Berührungspunkt der Radreifen mil
der Fahrbahn wirken. Außerdem wirkt die im Schwerpunkt des Wagens angreifende, in
Fahrtrichtung wirkende Massen- oder lebendige Kraft-. Diese Kräfte ergeben ein
Kräftepaar, das auf das Fahrzeug ein Drehmoment ausübt und dadurch eine zusätzliche
Belastung der Vorderräder und eine Entlastung der Hinterräder verursacht. Der Erfindung
gemäß sind dementsprechend die Vorderradbremsen mit wärmeabführenden Kühlrippen versehen. Je nachdem, ob es
sich um Innenbremsen oder um Außenbremsen handelt, werden entweder die Bremstrommel
oder die Bremsbänder oder die Bremsbacken mit den Rippen ausgerüstet.
Bei der Ausführungsform gemäß den Abb. 2 und 3 handelt es sich um 'eine Innenbremse,
auf welcher die Bremsbacken innerhalt» der Bremstrommel 24 angeordnet sind.
Der zylindrische Umfangsteil der Bremstrommel ist mit Rippen 26 versehen. Diese Rippen
können aus einem Stück mit der Trommel hergestellt oder an der Trommel, z. B. durch Schweißen oder Warmaufziehen, befestigt
werden. Wesentlich ist, daß diese Befestigung einen starren Zusammenhalt der Bremstrommel und der Rippen gewährleistet,
damit aus den weiter unten dargelegten Gründen die Rippen nicht nur als wärmeausstrahlende
Elemente, sondern auch als Versteifungselemente beim Bremsen wirksam werden. Beim Außenbremsen werden das Bremsband
oder die Bremsbacken mit den Kühlrippen 54 (Abb. 4 bis 7) versehen. Damit
das Band 50 seine Biegsamkeit behält, sind die Rippen quer zum Bande, d.h. in Achsrichtung
der Bremstrommel, angeordnet.
Nach den Abb. 6,und 7 sind zwei wärmeabführende
starre. halbrmgförmige Bremsbakken an einer Seite mittels eines Bolzens 65
aneinandergelenkt. Diese Bremsbacken können aus einem Stück gegossen oder warm gepreßt
werden. Hier verlaufen die Rippen 63 in Längsrichtung des Wagens. Selbstverständlich
können auch hier die Rippen gegebenenfalls für sich hergestellt und nachträglich
starr an den Bremsbacken befestigt werden.
Das Anziehen sowohl des Bandes 50 nach den Abb. 4 und 5 als auch der Bremsbacken
nach den Abb. 6 und 7 erfolgt in üblicher Weise mittels eines an einem Bandende angreifenden
Hebels 51, auf den das vom Fußoder Handhebel kommende Bremsgestänge
einwirkt. Zum Lösen ist bei beiden Ausführungsformen nach den Abb. 4 bis 7 eine Feder
53 vorgesehen, die über einen an den Hebel S ι angelenkten Bolzen 52 geschoben
ist.
Beim Anziehen der Bremsen werden der zylindrische Teil der Bremstrommel und die
Bremsbacken oder das Bremsband erwärmt, und zwar wird diese Erwärmung beim stärkeren
Anziehen, d.h. bei stärkerer Verzögerung, größer und bei schwächerem Anziehen,
d. h. bei schwächerer Verzögerung, kleiner sein, so daß also die Erwärmung sich selbsttätig
stets proportional zu der jeweiligen Verzögerung des Fahrzeuges einstellt. Infolge
dieser Erwärmung dehnen die Bremstrommeln sich aus und verziehen sich.
Dementsprechend werden zur selbsttätigen Anpassung der Bremswirkung an . die ungleichmäßige
Belastung beim Bremsen die Trommeln oder Bremsglieder der Vorderradbremsen mit Rippen versehen, während für
die Hinterradbremsen glatte Bremstrommeln oder glatte Bremsglieder verwendet werden.
Die Vorderradbremstrommeln strahlen die Wärme schnell aus, und beihalten ihre Form
und damit ihre Bremswirkung bei, während die glatten Hinterradbremstrommeln beim too
.Bremsen stärker erwärmt und daher deformiert werden. Die Wirkung der Hinterradbremsen
nimmt also im Verhältnis zur Bremsung gegenüber der Wirkung der Vorderradbremsen
ab, während, die Vorderradbremsen ihre Wirkung beibehalten, und zwar so, daß
das Verhältnis der Bremswirkung der geänderten Belastung der Räder entspricht.
Hierdurch wird unter Anpassung der Bremsung an die Verändexung der Auflagerdrücke
die ganze Reibung zwischen Straße und Radreifen der Bremsung vollständig nutzbar gemacht.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Bremsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit Vorder- und Hinterradbremsen, deren Bremswirkung durch Erwärmung der Bremseinrichtung für Vorder- und Hinterräder verschieden beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daßdie wärmeabführenden Vorrichtungen der Bremsen derart ausgebildet sind, daß sie die verschiedene Bremswirkung entsprechend der Veränderung der Belastung der Räder beim Bremsen erzeugen.
- 2. Bremsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die wäimeabführenden Vorrichtungen als Quer- oder Längsrippen an den Bremsgliedern ausgebildet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US558207XA | 1929-02-01 | 1929-02-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558207C true DE558207C (de) | 1932-09-02 |
Family
ID=22000356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB146972D Expired DE558207C (de) | 1929-02-01 | 1929-11-30 | Bremsvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558207C (de) |
-
1929
- 1929-11-30 DE DEB146972D patent/DE558207C/de not_active Expired
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