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Einrichtung zum selbsttätigen Abstellen von Brennkraftmaschinen Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zum selbsttätigen Abstellen von Brennkraftmaschinen
bei unzureichender Schmierung mit einem durch den Ölstand beeinflußten Schwimmer
mit zwei elektrischen Kontakten, durch die zuerst eine Signallampe oder eine andere
Alarmvorrichtung betätigt und bei weiterer Senkung des Ölstandes gleichzeitig der
Zündungsstromkreis unterbrochen wird.
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Zur Erreichung einer solchen doppelten Kontaktgebung hat man bereits
Brückenkontakte an der Schwimmerspindel vorgesehen: Dieselben erwiesen sich jedoch
als unbrauchbar, weil sie entweder zu stramm oder zu lose auf der Schwimmerspindel
saßen. Ferner hat man die doppelte Kontaktgebung durch einen zweiarmigen Schwimmer
zu erreichen gesucht, der um eine feste Achse schwenkbar ist. Bei dieser Anordnung
treten jedoch verhältnismäßig große und je nach dem Ölstand wechselnde Reibungswiderstände
auf, weshalb ein sicheres Arbeiten im Hinblick auf die geringen Auftriebskräfte
nicht gewährleistet ist.
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Die Nachteile der bekannten Einrichtungen werden bei der den Gegenstand
der Erfindung bildenden Einrichtung vermieden, bei welcher der eine der beiden die
Schwimmerbewegung mitmachenden Kontakte an einem an dem Tragarm des anderen Kontaktes
angelenkten Schwingarm befestigt ist, der gewöhnlich auf dem erwähnten als Sitzfläche
dienenden Tragarm aufruht. In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in
einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Abb. i ist eine Seitenansicht einer mit
der neuen Einrichtung ausgerüsteten Brennkraftmaschine, Abb.2 ein vergrößerter Längsschnitt
nach der Linie 2-2 der Abb. i, Abb.3 eine teilweise Seitenansicht bei geschlossenem
Stromkreis einer Alarmvorrichtung, Abb. q. eine der Abb. 3 entsprechende Ansicht
bei ausgeschalteter Zündung und Abb.5 ein Schaubild der Einzelteile entsprechend
den Abb. 3 und .4.
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12 ist eine zylindrische Schwimmerkammer, an die eine mit einer Schraubenwindung
14. versehene Röhre 13 angeschlossen ist. Die Röhre 13 wird in einen Schraubansatz
15 eingeschraubt, der an dem Ölbehälter des Kurbelgehäuses 16 vorgesehen ist.
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Das obere Ende der Schwimmerkammer 12 ist durch eine Kappe 17 abgeschlossen,
die einen Muffenansatz 18 aufweist, in den eine senkrechte Röhre i9 eingeschraubt
ist. Diese Röhre ist an ihrem oberen Ende durch eine Kappe 2o abgeschlossen und
weist unterhalb dieser Kappe einen in der Längsrichtung der Röhre verlaufenden Schlitz
21 auf.
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Innerhalb der Schwimmerkammer befindet sich ein metallischer Schwimmer
22, der mit einer senkrechten Stange 23 in fester Verbindung steht. Diese Stange
ist in axialer Richtung durch die Röhre icg geführt und an ihrem freien Ende abgebogen,
so daß ein seitlicher Arm 24 gebildet wird, der sich durch den Schlitz 21 nach außen
erstreckt. Je nachdem der
Schwimmer steigt oder fällt entsprechend
den Veränderungen des Standes des Öls 25 in der Schwimmerkammer, bewegt sich der
Arm 24 innerhalb des senkrechten Schlitzes 21 nach aufwärts oder abwärts. An dem
Arm 24 ist ein elektrischer Kontakt 26 vorgesehen.
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An der Röhre ig ist eine Platte 32 aus isolierendem Stoff befestigt,
die sich jeweils unterhalb des Armes 24 befindet. Die Platte weist eine Ausnehmung
auf, in die die Röhre ig eingesetzt ist, und eine Stellschraube 34 dient dazu, die
Platte und die durch deren Ausnehmung 33 hindurchtretende Röhre gegenseitig in Stellung
zu halten.
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Ein einen Kontakt 31 tragender Hebel 28 ist an den Arm 24 mittels
eines aus Teilen 27 und 29 und eines Stiftes 3o bestehenden Scharniers angeschlossen.
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An der Platte 32 ist ein elektrischer Kontakt 35 vorgesehen, der eine
Klemmutter 36 zur Befestigung von Leitungsdrähten aufweist. An der Platte sind ferner
zwei Kontakte 37 und 38 in einem gewissen Abstand voneinander vorgesehen. Auch dieses
Kontaktpaar weist Klemmmuttern 39 und 40 für die Leitungsdrähte auf. Der
Kontakt 35 entspricht in seiner Lage dem Kontakt 26 am Schwimmerarm 24 und liegt
unterhalb des Kontaktes 26. Dagegen entsprechen die Kontakte 37 und 38 dem Kontakt
31 des aus isolierendem Stoff bestehenden Armes 28.
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An dem Spritzbrett des Fahrzeuges ist eine Signallampe 41 befestigt,
die durch einen Draht 42 mit dem Kontakt 38 in Verbindung steht. Der Kontakt 37
ist mit einem Leitungsdraht 43 verbunden, der von einer Batterie B ausgeht. Wenn
der Schwimmer 22 sich infolge einer Senkung des Ölspiegels nach abwärts bewegt,
überbrückt der metallische Kontakt 3z die Kontakte 37 und 38 und schließt den Strom
durch die Signallampe 41 und die Batterie, so daß die Signallampe aufleuchtet und
den Wagenführer darauf aufmerksam macht, daß das Öl einen unzulässigen Stand hat,
der eine ausreichende Schmierung nicht mehr gewährleistet.
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Der Kontakt 35 ist durch einen Draht 45 mit dem Verteiler 11 verbunden
und steht ferner durch einen Draht 46 mit dem Schalter 47 für die Zündung in Verbindung,
der durch einen Draht 48 mit der Batterie verbunden ist. In den Draht 46 ist eine
Schmelzsicherung 49 eingeschaltet. Wenn der Schwimmer sich infolge einer Senkung
des Ölspiegels nach abwärts bewegt, und zwar so weit, daß keine ausreichende Schmierung
mehr stattfindet, gelangt der Kontakt 26 in Berührung mit dem Kontakt 35, wodurch
der Strom von der Batterie durch den Schalter und die Schmelzsicherung über die
Kontakte 35 und 26, die Stange 23 und den Schwimmer 22 geerdet wird, wobei die Schmelzsicherung
49 zum Schmelzen gebracht und der Zündungsstromkreis dadurch unterbrochen wird.
Das Schmelzen der Sicherung verhindert eine Entleerung der Batterie.
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Da der Kontakt 31 von größerer Länge ist als der Kontakt 26, gelangt
der Kontakt 31 vor dem Kontakt 26 zur Wirkung. Der Kontakt 31 überbrückt die Kontakte
37 und 38 und setzt dadurch die Signallampe in Betrieb, ehe der Kontakt 26 mit dem
Kontakt 35 in Berührung tritt, was eine Unterbrechung des Zündungsstromkreises zur
Folge hätte. Der zeitliche Zwischenraum zwischen dem Aufleuchten der Signallampe
und der Unterbrechung des Zündungsstromkreises beträgt etwa eine Stunde. Dieser
zeitliche Zwischenraum kann jedoch beliebig eingestellt werden.
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Nachdem die Signallampe zum Aufleuchten gebracht worden ist, indem
Stromschluß an den Kontakten 31, 37 und 38 stattfindet, bewegt sich die Stange 28
an dem Gelenk 30 nach aufwärts entsprechend einer weiteren Senkung des Schwimmers,
wodurch der Stromkreis für die Signallampe geschlossen gehalten wird. Im Falle,
daß das fehlende Öl ersetzt wird, ehe der Schwimmer so weit gesunken ist, daß die
Zündung unterbrochen wird, findet eine Aufwärtsbewegung des Schwimmers statt, wobei
sich der Kontakt 31 von den Kontakten 37 und 38 loslöst, so daß der Stromkreis für
die Signallampe unterbrochen wird, und die letztere dementsprechend erlischt.
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An Stelle einer Signallampe kann auch ein Summer oder irgendeine andere
geeignete Alarmvorrichtung Anwendung finden.