DE550352C - Verfahren zur Ausfuehrung elektrischer Widerstandsschweissungen - Google Patents

Verfahren zur Ausfuehrung elektrischer Widerstandsschweissungen

Info

Publication number
DE550352C
DE550352C DEE35593D DEE0035593D DE550352C DE 550352 C DE550352 C DE 550352C DE E35593 D DEE35593 D DE E35593D DE E0035593 D DEE0035593 D DE E0035593D DE 550352 C DE550352 C DE 550352C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
resistance
current
temperature
nickel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE35593D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Electrical Research Products Inc
Original Assignee
Electrical Research Products Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Electrical Research Products Inc filed Critical Electrical Research Products Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE550352C publication Critical patent/DE550352C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/24Electric supply or control circuits therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Welding (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausführung elektrischer Widerstandsschweißungen, insbesondere ein Verfahren zur Ausführung elektrischer Stumpfschweißungen S von Drähten oder anderen Gegenständen, bei welchen es wichtig ist, daß man eine glatte, gleichmäßige und haltbare Schweißnaht erhält.
Bei den Widerstandsschweißverfahren
ίο sind schon verschiedene Anordnungen für die Steuerung des Stromes in Vorschlag gebracht worden, mit dem der Schweißstromkreis gespeist wird. Bei der einen Anordnung wird z. B. ein Kontaktschalter durch den in dem Schweißstromkreis fließenden Strom gesteuert, um einen Teil des in dem Schweißstromkreis eingeschalteten Widerstandes kurzzuschließen. Gemäß einer anderen Anordnung wird ein in dem Schweißstromkreis fließender Wechselstrom durch eine veränderliche Reaktanz in der Form eines Solenoids mit einem beweglichen Kern gesteuert, der durch einen Nocken betätigt wird. Bei einer anderen Anordnung hinwiederum sind durch Nocken gesteuerte Kontakte vorgesehen, wodurch der Primärstromkreis des Schweißtransformators gesteuert wird.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe die besondere Steuerung der Wärmemenge gestellt, die den Teilen zugeführt wird, die geschweißt werden sollen. Gemäß der Erfindung erfolgt zuerst eine sehr schnelle Temperatursteigerung. Ist dann die Schweißtemperatur ungefähr erreicht, dann wird während des Schweißvorganges allmählich die Zuführung der Wärmemenge vermindert. Hierauf wird schnell die Versorgung mit Wärmemenge reduziert oder unterbrochen, so daß die Teile, die geschweißt werden sollen, nur einen Augenblick auf der Maximaltemperatur gehalten werden.
Gemäß der Erfindung werden elektrische Widerstandsschweißungen in der Weise ausgeführt, daß in den Schweißstromkreis ein Leiterstück mit einem hohen positiven Temperaturkoeffizienten eingeschaltet wird, dessen Widerstand daher beim Stromdurchfluß zunimmt, beispielsweise ein Schmelzstück aus Nickel, so daß der Strom von einem ursprünglich hohen auf einen niedrigeren Wert herabgesetzt wird, und daß alsdann der Schweißstromkreis beispielsweise durch Schmelzen des Schmelzstückes unterbrochen wird.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist darin zu sehen, daß im Nebenschluß zu dem Leiterstück, dessen Widerstand beim Stromdurchfluß zunimmt, ein veränderlicher Widerstand
angeordnet ist, um den Stromwert zu steuern, bei welchem die endliche Unterbrechung des Schweißstromkreises stattfinden soll.
An Hand der beiliegenden Abb. ι und 2 wird die Erfindung in einem Ausfühningsbeispiel näher erläutert.
Die Abb. 1 zeigt die Schweißstromkreisanordnung, und in der Abb. 2 ist eine Temperaturwiderstandskurve für reinen, kommerziellen Nickeldraht dargestellt. Die Abszisse gibt die Temperatur und die Ordinate den Widerstand an.
Die Schweißstromkreisanordnung umfaßt einen Transformator 15, dessen Primärseite über einen Schalter 17 an eine Speisequelle angeschaltet werden kann. Das eine Ende der Sekundärwicklung des Transformators 15 ist direkt mit der Schweißbacke 23 verbunden. Das andere Ende des Transformators 15 steht über ein Nickelschmelzstück 30 und einen zu diesem parallel geschalteten regelbaren Widerstand oder Rheostaten 31 mit der anderen Schweißbacke 24 in Verbindung. Das Nickelschmelzstück ist zwischen den Backen 32 festgeklemmt. An den Enden der Sekundärwicklung des Transformators 15 befinden sich die beiden Ausglühklemmen 27, zwischen welchen die Drähte nach dem Schweißvorgang ausgeglüht werden. An den Schweißbacken 23 und 24 werden die beiden miteinander zu verschweißenden Drähte 22 eingesetzt. Während des Schweißvorganges befinden sich die beiden Drähte 22 an den Schweißbacken 23 und 24 in der Flüssigkeit des Behälters 19.
Der parallel zu dem Schmelzstück 32 liegende Rheostat 31 dient für die Regelung des Stromkreises derart, daß man für diesen die erwünschte Temperaturwiderstandskennlinie
4.0 erhält. Die Änderung des Widerstandes des Rheostaten 31 auf Grund der Temperatur kann vernachlässigt werden, so daß man mit dem Rheostaten und dem damit parallel geschalteten Schmelzstück innerhalb des Bereichs, für welchen diese Teile berechnet sind, jede gewünschte Kennlinie erzielen kann. Ist der Rheostat einmal eingestellt, so braucht diese Einstellung nicht geändert zu werden, selbst wenn man einen Schmelzdraht von größerem Durchmesser einsetzt, um stärkere Drähte zu schweißen.
Es sei angenommen, daß zwei Nickeleisendrähte (78% Ni> 22% Fe) mit einem Durchmesser von 0,3 mm zusammengeschweißt werden sollen. Hierfür hat man bei der Verwendung eines Nickel schmelzdrahtes mit einem Durchmesser von 0,2 mm gute Ergebnisse erzielt. Der verhältnismäßig geringe Widerstand dieses Schmelzdrahtes im kalten Zustande ermöglicht einen starken Strornzufluß am Anfang des Schweißvorganges, so daß die Drähte rasch auf die Schweißtemperatur gebracht werden. Mit Zunahme der Temperatur im Schmelzdraht steigt der Widerstand desselben auf Grund des hohen positiven Temperaturkoeffizienten dieses Metalls, so daß der Strom bis zu einer Stärke abnimmt, die eine günstige Ausglühtemperatur ergibt. Ist eine festgesetzte Strommenge während einer gegebenen Zeit den beiden zusammenzuschweißenden Drähten zugeführt, so schmilzt der Nickeldraht, und der Schweißstromkreis wird unterbrochen.
Durch die Verwendung eines Nickeldrahtes ist es möglich, einen Strom von solcher Größe den beiden zusammenzuschweißenden Teilen zuzuführen, daß dieselben binnen sehr kurzer Zeit auf die Schweißtemperatur gebracht werden können. Auf diese Weise wird die Zeit, während welcher die beiden zusammenzuschweißenden Teile den schädlichen chemischen und physikalischen Einflüssen ausgesetzt sind, stark verkürzt, die mit hohen Temperaturen von langer Dauer verbunden sind. Das Nickelschmelzstück kann so gewählt und der parallele Widerstand hierzu so eingestellt werden, daß das Schmelzstück den Stromkreis unterbricht, wenn die erwünschte Temperatur erreicht ist. Man kann aber auch das Nickelschmelzstück so wählen und den Widerstand derart einstellen, daß die Temperatur abnimmt, sobald der Schweißvorgang abgeschlossen ist, und für eine kurze Zeitdauer auf einer für das Ausglühen passenden Temepraturhöhe gehalten wird, ehe der Schweißstromkreis unterbrochen wird.
Wie aus der Kurve der Abb. 2 zu ersehen ist, steigt der Widerstand bis zu einer großen Höhe, bevor die Schweißtemperatur von 1452° C erreicht ist. Bei dieser Temperatur schmilzt dann der Nickeldraht, ohne daß eine Explosion entsteht. Werden aber Eisen oder ein anderes Metall mit einem hohen positiven Temperaturkoeffizienten für das Schmelzstück verwendet, so erfolgt beim Schmelzen eine Explosion. Nickel weist ferner den Vorteil auf, daß es sich ohne große Unkosten leicht in den für das erfindungsgemäße Verfahren in Frage kommenden Stärken herstellen läßt. Dies ist dann von besonderer Bedeutung, wenn Drähte von kleinem Durchmesser geschweißt werden sollen.
Der Sch weiß Vorgang geht wie folgt vor sich: Das Schmelzstück wird zwischen den Backen 32 festgeklemmt. Die zu schweißenden Drähte 22 werden in die Schweißbacken 23 und 24 eingesetzt. Hierauf wird der Behälter 19 so hoch gehoben, daß die Schweißbacken 23 und 24 und die zu schweißenden Drähte in die Kohlenstofftetrachloridlösung des Behälters 19 eintauchen. Hierauf wird der Schalter 17 betätigt, wodurch der Primär-
Stromkreis des Transformators 15 geschlossen und ein starker Strom in der Sekundärwicklung des Transformators 15 erzeugt wird. Die Kohlenstofftetrachloridlösung ist für Elektrizität und Wärme ein schlechter Leiter. Befindet sich in dieser Lösung ein Material und wird dasselbe auf die Schweißtemperatur erhitzt, so wird nur ein geringer Teil der Lösung in der unmittelbaren Nähe der erhitzten Teile auf den Siedepunkt gebracht und in Gas verwandelt. Weisen die zu schweißenden Drähte 22 die Schweißtemperatur auf, so ist, wie schon erwähnt, der Strom bedeutend schwächer geworden. Die von der Gasbildung" abhängige Verdampfungswärme absorbiert so viel Wärme von dem Material, daß die äußeren Teile der Schweißstelle abgekühlt werden. Hierdurch wird verhindert, daß sich an der Schweißstelle eine Verdickung bildet, und daß an beiden Seiten der Schweißstelle engere Stellen entstehen. Diese Deformationen treten sonst bekanntlich bei Stumpfschweißungen auf und sind möglicherweise darauf zurückzuführen, daß eine Flüssigkeit stets danach bestrebt ist, die Kugelform anzunehmen. Die Wärmeabsorption beschleunigt somit das Sinken der Temperatur an den Drähten bis zur Ausglühhitze, bevor der Nickelschmelzdraht schmilzt. Die Schweißtemperatur wird nur für einen Augenblick benötigt, und eine Überhitzung und Verbrennung der Schweißstelle kann deshalb nicht stattfinden. Der Geruch von Kohlenstofftetrachlorid ist nicht unangenehm und außerdem vollständig unschädlich.
Schmilzt der Nickeldraht 30, dann wird auf irgendeine Weise selbsttätig der Schalter 17 geöffnet. Der Behälter 19 wird in seine Anfangslage zurückgebracht. Der zusammengeschweißte Draht 22 kann dann von den Schweißbacken 23 und 24 entfernt und zwischen den Ausglühklemmen 27 befestigt werden. Es wird dann wiederum der Schalter geschlossen und bleibt so lange geschlossen, bis der Draht 22 dunkelrot glüht. Hierauf wird dann der Schalter 17 wiederum geöffnet. Der Draht 22 kann dann entfernt werden.
Das Ausglühen des Drahtes 22 an der Schweißstelle und an beiden Seiten derselben ist deshalb vorteilhaft, weil das Material an der Schweißstelle während der Behandlung hart werden kann. Versucht man in diesem Zustand den geschweißten Draht zu biegen, so biegt sich dieser nur in den weicheren Teilen des Metalls in der Nähe der Schweißstelle. Wird aber ein längeres Stück des Drahtes langsam ausgeglüht, so nimmt die Härte allmählich ab, und es ist nicht mehr die Gefahr vorhanden, daß der Draht knickt, wenn er an der Schweißstelle stark gebogen wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Ausführung elektrischer Widerstandsschweißungen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schweißstromkreis ein Leiterstück mit einem hohen positiven Temperaturkoeffizienten eingeschaltet wird, dessen Widerstand daher beim Stromdurchfluß zunimmt, beispielsweise ein Schmelzstück aus Nickel, so daß der Strom von einem ursprünglich hohen auf einen niedrigeren Wert herabgesetzt wird, und daß alsdann der Schweißstromkreis beispielsweise durch Schmelzen des Schmelzstückes unterbrochen wird.
2. Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenschluß zu dem Leiterstück, dessen Widerstand beim Stromdurchfluß zunimmt, ein veränderlicher Widerstand angeordnet ist, um den Stromwert zu steuern, bei welchem die endliche Unterbrechung des Schweiß-Stromkreises stattfinden soll.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEE35593D 1926-05-22 1927-04-29 Verfahren zur Ausfuehrung elektrischer Widerstandsschweissungen Expired DE550352C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US550352XA 1926-05-22 1926-05-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE550352C true DE550352C (de) 1932-05-17

Family

ID=21995136

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE35593D Expired DE550352C (de) 1926-05-22 1927-04-29 Verfahren zur Ausfuehrung elektrischer Widerstandsschweissungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE550352C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2751025A1 (de) Verfahren zum schweissen eines glasartigen metallmaterials
DE550352C (de) Verfahren zur Ausfuehrung elektrischer Widerstandsschweissungen
DE408071C (de) Vorrichtung zum Erhitzen von Metallkoerpern durch Hindurchleiten des elektrischen Stromes
DE3507316A1 (de) Verfahren zum gluehen eines kerns (aus einer amorphen magnetischen legierung)
EP2686861B1 (de) Überlastauslöser, insbesondere für einen leistungsschalter
DE2723473B2 (de) Lötverfahren
DE467057C (de) Verfahren zum elektrischen Schweissen von zwei ungleich grossen und starken Werkstuecken
DE102021002876A1 (de) Verfahren zur Energieumlagerung durch freiwilliges Vorwärmen bei Metall-Schmelzschweissprozessen als Abhilfe bei Schweissproblemen
AT200680B (de) Vorrichtung zum Verschweißen eines schraubenartig gewickelten elektrischen Heizkörpers
DE736329C (de) Vorrichtung zum Erhitzen durch einen elektrischen Heizstrom und anschliessenden Biegen von Rohren
EP0008754A1 (de) Stromprogramm für das Schweissen mit magnetisch bewegtem Lichtbogen
DE512701C (de) Verfahren zur Herstellung von Stossverbindungen bei Kabeln mit Leitern aus Kupfer durch elektrische Loetung
DE899443C (de) Elektrische Hartloetvorrichtung, insbesondere zum Aufloeten von Hartmetallplaettchenauf Drehstaehlen
CH274038A (de) Verfahren zum Verschweissen von thermoplastischen Schichten und Maschine zur Ausübung dieses Verfahrens.
DE665504C (de) Verfahren zum Schweissen von Laengsnaehten an Rohren groesserer Wandstaerke mittels elektrischer Widerstandsschweissung
DE3026346C2 (de) Verfahren zum Streckglühen von elektrischen Mantelrohr-Heizkörpern und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE630856C (de) Stromzufuehrungselektrode fuer elektrische Salzbadoefen
DE294899C (de)
DE519201C (de) Loet- oder Schweissvorrichtung fuer duennwandige Rohre mit ueberlappten Raendern, insbesondere fuer Dosenzargen
AT234477B (de) Widerstands-Abbrennschweißmaschine
DE269786C (de)
DE374501C (de) Elektrischer Schweissapparat mit zwei Schweisselektroden und einer Vorrichtung zur gesonderten Regelung des verschiedene Teile der zusammenzuschweissenden Flaeche durchzihenden Stromes
DE660039C (de) Verfahren zur Stromzufuehrung bei der elektrischen Lichtbogenschweissung
DE376199C (de) Verfahren zur elektrischen Schweissung und Kuehlung
DE627104C (de) Elektrisch beheizter Salzbadofen