DE54875C - Apparat zur Kondensation der in den Abgasen der ZinkdestiUir- und Eisenhochöfen enthaltenen metallischen Dämpfe, Oxyde und sonstigen Produkte - Google Patents

Apparat zur Kondensation der in den Abgasen der ZinkdestiUir- und Eisenhochöfen enthaltenen metallischen Dämpfe, Oxyde und sonstigen Produkte

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DE54875C
DE54875C DENDAT54875D DE54875DA DE54875C DE 54875 C DE54875 C DE 54875C DE NDAT54875 D DENDAT54875 D DE NDAT54875D DE 54875D A DE54875D A DE 54875DA DE 54875 C DE54875 C DE 54875C
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DENDAT54875D
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ED. GRÜTZNER in Romagna-Grube bei Loslau, O.-S., und O. KOEHLER in Czernitz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B7/00Working up raw materials other than ores, e.g. scrap, to produce non-ferrous metals and compounds thereof; Methods of a general interest or applied to the winning of more than two metals
    • C22B7/02Working-up flue dust
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES ;
PATENTAMT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die Vorrichtung zur Condensation der metallischen Dämpfe bei dem Betriebe von Zinkdesrilliröfen aller Systeme besteht aus zwei in ihrer Längsachse an einander liegenden gemauerten , mit Bleiplatten ausgeschlagenen Bassins A und B, .Fig. 1 und 2, von denen das letztere eine 4: 100 geneigte Bodenfläche und an seiner tiefsten Stelle einen Sammeltrog P hat.
In beide Bassins werden continuirliche Kühlwasser zu- und abgeleitet.
Bassin A dient zur Aufnahme des aus Eisenblech hergestellten Condensators C, der mittelst auf demselben liegenden, im Mauerwerk seitlich verankerten starken Quadrateisen bb, die äufseren Kühlwasser verdrängend, niedergehalten wird. .
In das Bassin B dagegen ragt der unten offene, mit labyrinthartig angeordneten, sich allmälig nähernden und dadurch den Zwischenraum mehr und mehr verengenden Scheidewänden versehene' Kühler K mit seinem unteren Theil 100 mm unter den Wasserspiegel und hängt derselbe deshalb an auf den Bassinseitenmauern aufgelagerten Quadrateisen. Seine Oberfläche wird mit Wasser gekühlt.
Condensator C und Kühler K sind durch das. weite Kreuzrohr R verbunden, und an der dem Condensator C entgegengesetzten Seite des Kühlers K ist mittelst Rohrverbindung die Sicherheitsbüchse S angeschlossen, mittelst welcher gegebenenfalls der Totalabschlufs des Zutritts atmosphärischer Luft in den Apparat herzustellen ist, indem sie durch den Trichter T mit Wasser gefüllt wird.
Der Condensator C ist so construirt, dafs sein Anschlufs an stehende Retorten sowohl, als auch an die Muffeln der Oefen bisherigen Systems von den auf demselben angebrachten Stutzen rrrr aus (denen je nach örtlichem Bedarf event, noch eine beliebige Anzahl hinzugefügt werden kann) mittelst anzuflantschender eisenblechener Hülsenrobre hhhh leicht erfolgen kann, derart, dafs in die besagten Hülsenrohre h ι. zum Anschlufs an stehende Retorten gufseiserne Knierohre k, 2. zum Anschlufs an liegende Muffeln nach Beseitigung der bisher angewendeten »Vorlagen«, »Ballons« u. s. w. gufseiserne Rohre eingeschoben werden, welche demnächst durch Hervorziehung in die Deckel der Retorten bezw. in die Arbeitswand der Muffeln, und zwar in für diesen Zweck eigens an entsprechender Stelle ausgesparte Oeffhungen eingeführt und lutirt werden.
Unbedenklich, indefs von örtlichen Verhältnissen nicht unabhängig, kann auch der gleichzeitige Anschlufs von zwei oder mehr Retorten oder Muffeln an. jedes der Hülsenrohre h durch gabelförmig zu construirende Rohrleitungen erfolgen. In diesem Falle mufs dies jedoch für jede einzelne Retorte bezw. Muffel an geeigneter Stelle durch Anflantschung innerhalb der betreffenden Abzweigung geschehen, damit jede einzelne Retorte bezw. Muffel gegebenenfalls durch Einschiebung eines Blindflantsches aus-
geschaltet und der Betrieb der anderen dadurch nicht beeinträchtigt werden kann.
An dieser Stelle möge hervorgehoben sein, dafs der Anschlufs der Retorten an den Apparat unter Vermeidung einer Entzündung der Zinkdämpfe durch Luftzutritt nur dann geschehen darf, wenn die Sicherheitsbüchse S und der Condensator C (letzterer durch das bis fast an seinen Boden reichende Rohr w) vorher beide mit Wasser gefüllt sind.
Nachdem nun auf die obige Weise die Verbindung der Retorten bezw. Muffeln mit dem Condensationsapparat hergestellt ist und alle undichten Stellen sorgfältig lutirt sind, was durch mageren sandigen Lehm zu geschehen hat, nachdem ferner die Dämpfe- und Gasentwickelung begonnen hat, dann wird das im Condensator C enthaltene Wasser mittelst einer in sein Rohr w einzuführenden Handpumpe in das Bassin B so weit ab- bezw. hinübergepumpt, dafs das Rohr w noch ungefähr ι oo mm unter den Wasserspiegel hinabragt.
Durch diese Operation wird in dem ganzen Apparat, von den Retorten bezw. Muffeln bis zur Sicherheitsbüchse S, ein luftverdünnter Raum geschaffen, in welchem das eintretende Dampf- und Gasgemenge expandirt und die metallischen Dämpfe im Condensator C verdichtet niedergeschlagen werden.
Metallische Oxyde (Zinkstaub) dagegen, welche von den nach dem Kühler K durch das Kreuzrohr R streichenden Gasen mechanisch mit fortgerissen werden, fallen auf ihrem zurückzulegenden Schlangenwege bis zur Sicherheitsbüchse 5 in und durch das im Bassin B anstehende Wasser auf den Boden desselben.
Wird nunmehr mittelst des am Boden der Sicherheitsbüchse S befindlichen Abflufshahnes η das Wasser aus der Büchse durch Rohr η1 entfernt und der Hahn η wieder sofort geschlossen, dann ist den abziehenden Gasen mittelst der Rohrleitung ^1 entweder nach der Feuerung des Ofens oder nach dessen Esse — beide wirken saugend — die Richtung gegeben und die Condensationsvorrichtung in volle Thätigkeit gesetzt.
Der Gasstrom ist so lebhaft, dafs atmosphärische Luft am Ende der Rohrleitung ^1 nicht einzutreten vermag.
Wenn nun nach Verlauf einer gewissen Ze'it (kaum 24 Stunden) das in den Retorten bezw. Muffeln aufgegebene Gut abgetrieben ist, wird zur Chargirung der Retorten bezw. Muffeln geschritten, zu welchem Behuf die Sicherheitsbüchse S — um Luftzutritt in den Apparat zu vermeiden — mit Wasser gefüllt wird.
Die Chargirung wird durch eigens für diesen Zweck in den Deckeln der stehenden Retorten ausgesparten, mit kleinen Deckeln zugesetzten Oeffnungen bewirkt, ohne die Verbindung der Retorten mit dem Condensator zu alteriren.
Bei .Muffeln in den Oefen alten Systems kann man sich sehr leicht durch Anbringung ähnlicher Oeffnungen und Verschlüsse in der Arbeitswand helfen.
Nachdem die. Neubeschickung der Retorten bezw. Muffeln erfolgt, undichte Stellen wieder lutirt und die Entwickelung metallischer Dämpfe wieder begonnen hat, wird die Sicherheitsbüchse S wie vorher wieder entleert, und die Condensation der aus den Retorten abziehenden Dämpfe beginnt von neuem, wie bei der vorangegangenen Charge, ebenso wie das Entweichen der Gase nach der Feuerung oder Esse.
Nach Verlauf einiger Tage mufs behufs Gewinnung der in dem Condensator C angesammelten metallischen Producte— der Wasserstand im Rohr w zeigt deren Zunahme jederzeit an , am zweckmäfsigsten während der Chargirung — ein kurzer Stillstand eintreten.
Man füllt zu diesem Zweck die Sicherheitsbüchse 5 und den Condensator C mit Wasser, löst den Deckel von dem auf dem Condensator befindlichen Mannloch M und nimmt die angesammelten metallischen Niederschläge mit Schaufeln heraus, um sie dem Umschmelzen bezw. Raffiniren entgegenzuführen.
Nach erfolgter Wiederverschliefsung des Mannloches M mittelst seines Deckels wird der Apparat nach vorher beschriebener Weise wieder in Thätigkeit gesetzt.
Der auf dem geneigten Boden des Bassins B unter dem Kühler K in Gestalt von Schlamm abgesetzte Zin.kstaub dagegen wird nach Verlauf von längeren Zeiträumen mittelst hölzerner Harken nach dem Sammeltrog P gezogen und von dort ohne jegliche Betriebsstörung herausgeschafft.
Erscheint es aus irgend einem Grunde angezeigt, die eine oder andere Retorte bezw. Muffel vom Betrieb auszuschalten, dann wird dieselbe nicht mehr neu beschickt. In einem solchen Falle müssen Sicherheitsbuchse S und Condensator C mit Wasser gefüllt werden. Das betreffende Hülsenrohr h wird am Flantsch des Stutzens r gelöst, mit dem in den Retortendeckel hineinragenden Knie bezw. mit dem in die Muffelarbeitswand ragenden Rohrstutzen k gleichzeitig abgehoben und durch einen Blindflantsch der Stutzen r geschlossen.
Eine etwa erforderliche Auswechselung der betreffenden Retorte bezw. Muffel kann dann bei ungestörtem Weiterbetrieb der nachbarlichen geschehen. Ihr Anschlufs an den Condensator C erfolgt selbstredend nach vorangegangener Füllung desselben, sowie der Sicherheitsbüchse S mit Wasser.
Das kleine Rohr ρ in der Zwischenmauer vermittelt den Kühlwasserabflufs aus Bassin A nach Bassin B.
Da in den Ofenhallen der bisherigen Zinkhütten in der Regel wenig Raum zu Gebote
steht, so kann die hier in Rede stehende Condensationsvorrichtung füglich auch aufserhalb der Halle aufgestellt und in Thätigkeit gesetzt werden.
Rationell ist indefs, immer zwei Condensationsapparate neben einander in gemeinschaftlichen Bassins zwischen zu beiden Seiten anzuordnenden Oefen zu placiren.
Das Princip der Condensation der metallischen, bei dem Zinkdestillirofenbetriebe er-, zeugten Dämpfe unter Luftabschlufs, und zwar bei gleichzeitiger Verhinderung des Austritts metallischer Oxyde in die Ofenhallen ist hiernach durch Anwendung der auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι und 2 dargestellten und vorstehend beschriebenen Condensationsvorrichtung vollständig gewahrt. Diese neue Vorrichtung bietet der Zinkindustrie nachstehende Vortheile:
1. in hygienischer Beziehung: durch Vermeidung des Austritts von metallischen, der Gesundheit der Arbeiter nachtheiligen Dämpfen und Oxyden sowie des Kohlenoxydgases;
2. in ökonomischer Hinsicht: durch wesentliche Ermäfsigung der Productionskosten infolge der fast totalen Herabminderung der bis jetzt unvermeidlich gewesenen, sich auf 20 bis 30 pCt. belaufenden VerhUttungsverluste.
Die zink- und bleihaltigen Eisenerze liefern beim Hochofenbetriebe verbrannte Hochofengase, welche gröfsere Mengen Zinkoxyd und Bleioxyd enthalten.
Unser Apparat ist nun auch sehr gut zur Gewinnung der genannten Oxyde aus diesen Gasen geeignet, indem durch dessen Einschaltung in die Hochofengasleitung sich' das Zink- und Bleioxyd ebenso wie bei den Zinköfen auffangen läfst.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Ein Apparat zur Condensation der bei dem Betrieb von Zinkdestilliröfen und der bei dem Eisenhüttenbetrieb in den Abgangsgasen der Hochöfen enthaltenen metallischen Dämpfe, Oxyde und sonstigen. durch die Abgase mitgeführten Producte, bestehend aus den beiden hinter einander liegenden, mit Wasser gekühlten Behältern A und B, von denen der erstere (A) mit den Muffeln oder Retorten des Destillirofens verbunden und vor der Inbetriebsetzung durch theilweises Auspumpen des Wassers zum Theil luftleer gemacht wird, um hier die Con-.densation der Metalldämpfe unter Luftabschlufs vornehmen zu können, und der zweite (B) behufs Abkühlung der durch Rohr R zuströmenden Abgase mit einem Kühler K versehen ist und mit einer Wasserbüchse S abschliefst, durch welche nach Entfernung des Wassers die gereinigten Abgase zur Esse oder Feuerung weiter geführt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT54875D Apparat zur Kondensation der in den Abgasen der ZinkdestiUir- und Eisenhochöfen enthaltenen metallischen Dämpfe, Oxyde und sonstigen Produkte Expired DE54875C (de)

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