DE535449C - Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten Gruendungspfeilern o. dgl. mit Fuss- und Schaftverbreiterungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten Gruendungspfeilern o. dgl. mit Fuss- und Schaftverbreiterungen

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DE535449C
DE535449C DEW74559D DEW0074559D DE535449C DE 535449 C DE535449 C DE 535449C DE W74559 D DEW74559 D DE W74559D DE W0074559 D DEW0074559 D DE W0074559D DE 535449 C DE535449 C DE 535449C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten Gründungspfeilern o. dgl. mit Fuß- und Schaftverbreiterungen Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung- von Gründungen, insbesondere von Ortspfähl.en mit verbreitertem Fuß.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, die Fußverbreiterung in der Weise herzustellen, daß das Erdreich fortgespült und der Beton in einen Beutel eingeführt wird, der sich am Ende des Bohrrohres befindet und in dem Erdreich verbleibt. Bei diesem Verfahren besteht keine Möglichkeit, Eiseneinlagen derart anzuordnen, daß sie sich in den verbreiterten Fuß erstrecken. Es ist fernerhin ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem ein wasserdichter -Mantel zusammen mit einer Eisenbewehrung in ein Bohrloch hinabgelassen wird, wobei der Mantel am Unterende mit Falten und die Eisenbe-,vehrung mit Gelenken versehen ist. Die Gelenke sollen auseinandergedrückt werden und hierbei die Mantelfalten ausdehnen. Dieses Spreizen muß gegen den Druck der unteren Bodenschichten erfolgen, die schon an sich einen erheblichen Widerstand bieten. Aber selbst wenn es gelingt, so ist zu berücksichtigen, daß sich die Gelenkstäbe mit ihren Außenseiten dicht an den Mantel anlegen, sie werden daher von dem Beton nicht gänzlich umgeben, so daß sie der Zerstörung ausgesetzt sind. Weiterhin ist es auch bekannt geworden, in eine unterhalb des- Bohrrohres ausgearbeitete Höhlung eine kegelförmige Schraubenfeder als Bewehrung einzusetzen, welche im zusammengewundenen Zustande durch das Rohr in die erweiterte Höhlung eingeführt wird. Eine solche Bewehrung bietet aber wenig Widerstand, da die Feder nur einen verhältnismäßig geringen Querschnitt haben kann und außerdem nach allen Richtungen hin nachgiebig ist.
  • Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, daß zunächst vom Schacht aus die Hohlräume für die Verbreiterungen hergestellt und abgestützt werden und daß darauf die mit Gelenkstäben auch in die Hohlräume reichende Bewehrung eingesetzt und alsdann der Beton eingebracht wird. Außerdem liegt der Erfindung eine besondere Vorrichtung zum Abstützen der Wandung für die Verbreiterungen zugrunde.
  • Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß einerseits die Bewehrung mit Sicherheit in die zur Herstellung -der Fuß-und Schaftverbreiterung dienenden Hohlräume eingeführt werden kann, wobei -man dem seitlich hervortretenden Teil der Bewehrung erhebliche Abmessungen geben kann; da sie nicht in -den Erdboden einzudringen, sondern nur in einen ausgearbeiteten. Hohlraüin einzutreten braucht. Andererseits besteht die Möglichkeit, die so eingeführten Bewehrungen völlig und in der statisch erforderlichen Lage in den später eingebrachten Beton - einzubetten. so daß keine Teile der Bewehrung freiliegen und dem Verrosten ausgesetzt sind.
  • Auf den Zeichnungen ist das neue Verfahren beispielsweise erläutert.
  • Abb. i zeigt. einen senkrechten Schnitt durch eine Vorrichtung zum Einbringen einer Abstützung in eine ringförmige Erweiterung des Bohrloches.
  • Abb.2 ist ein waagerechter Schnitt nach Linie A-B in Abb. i. .
  • Abb.3 ist ein waagerechter Teilschnitt nach der -gebrochenen Linie C-D in Abb. i. Abb. q. ist eine Seitenansicht eines zur Abstützung - der Hohlräume dienenden Gelenkdreieckes in größerem. Maßstab.
  • Abb. 5 ist ein Grundriß zu Abb. 4..
  • Abb.6 ist ein senkrechter Schnitt durch (las mit Erweiterungen und Abstützvorrichtungen versehene Bohrloch während des Einbringens der Bewehrungen: Abb. 7 zeigt einen senkrechten Schnitt durch ein Bohrloch mit eingesetzter Bewehrung. -Abb. S zeigt die Herstellung eines abgestuften Bohrloches.
  • Abb.9 zeigt einen in dem Bohrloch nach Abb. 8 hergestellten Eisenbetonpfahl. Zwecks Herstellung eines Gründungspfeilers wird ein Bohrrohr 16 (Abb. 6) in den Erdboden abgeteuft. Sobald das Rohr eine Tiefe erreicht hat, in welcher die erste Schaftverbreiterung des Pfeilers hergestellt werden soll, führt man eine Schneidevorrichtung in das Bohrloch ein und arbeitet einen Ringraum ig aus-Nach Fertigstellung des Ringraumes ig wird die Schneidevorrichtung aus--dem Bohrrohr 16 herausgezogen, und die abgelösten Bodeninasseri werden entfernt. Alsdann wird das Bohrrohr weiter abwärts getrieben, und es werden weiter ringförmige Aushöhlungen im Untergrund nach Bedarf erzeugt.
  • Die außerhalb des Bohrloches erzeugten Hohlräume ig können in leicht beweglichen Bodenschichten, z. B: in Sand oder Moor, während vier weiteren Arbeiten leicht einstürzen; die Gefahr.des Einsturzes wird insbesondere auch durch das weitere Abteufen des Bohrrohres hervorgerufen. Um den Einsturz zu verhindern, werden die Hohlräume durch Gelenkdreiecke abgestützt, die in jeden Hohlraum sogleich nach seiner Herstellung eingeführt werden. Die aus breiten Stäben bestehenden Gelenkdreiecke z9, 30,. 31 werden in .offenem Zustand (Abb. t) an einer Einführungsvorrichtung befestigt. Diese besteht aus einem Rohr 32, an dessen Unterende eine Plätte 33 befestigt ist. Die Platte 33- trägt mittels Stehbolzen in einem Abstand eine weitere Platte 34.. Diese Platte ist mit radialen Schlitzen versehen (Abb.2). Durch diese radialen Schlitze- greifen :die Stäbe und 31 des Gelenkdreiecks hindurch: Zwischen den beiden Platteil 33 und 34_ sind Wagen 40 auf Rollen 35 gelagert; an den Achsen der inneren Rollen -ist je ein Gelenkstab 36 befestigt. Die Gelenkstäbe 36 sind mit ihrem Unterende an dem Bund 37 einer Stange 38 angeordnet, die sich durch- das Rohr 32 erstreckt. Weitere Gelenkstäbe 39 erstrecken sich von dem Bund.3; abwärts. Die Gelenkstäbe 39 tragen seitliche Stangen 4.1. - An den- Wagen 4.o und den -Stangen,ii sind die Stäbe 29 und 3o des Gelenkdreiecks mittels federnder Klammern 4o', +l' derart befestigt; daß die Gelenkdreiecke durch die Gelenkstäbe 36 und 39 durch Emporziehen der Stange 38 radial nach außen -bewegt werden können. Am Ende, dieser Bewegung (gestrichelte Lage in Abb. i) treten die ain Ende der Stäbe 30 sitzenden Querbolzen in die federnden Klammern 31' der Stäbe 31 ein, wodurch die Gelenkdreiecke geschlossen werden. Die Länge der Stäbe 29; 3o ist so bemessen, daß die Gelenkdreiecke in den Hohlraum ig fest eingedrückt werden. Eine Ablösung der Gelenkdreiecke von den Wagen 40 und den Stangen 41 findet statt; wenn diese durch Niederdrücken der Stange 38 radial nach innen zurückgezogen werden, -wobei die federnden Klammern 4.0', 4.1' sich öffnen. Die Gelenkdreiecke verbleiben in den ringförmigen Hohlräumen und bilden hier einen Schutz gegen deren Einsturz. -Das Bohrrohr 16 kann nunmehr weiter abwärts getrieben werden.
  • Die Gelenkdreiecke 2g, 30, 31 können mit Stoff bespannt sein, der zunächst zusammengefaltet ist, der aber bei der in gestrichelten Linien gezeigten Stellung der Teile (Abb: i) aufgespannt wird. Eine solche Stoffbespannung wird man dann verwenden, wenn der Boden sehr leicht beweglich ist, wie beispielsweis° feiner Sand.
  • Nachdem das Bohrrohr 16 genügend tief vorgetrieben worden ist und die erforderliche Anzahl von Ringräumen hergestellt und abgestützt worden ist, wird eine Eisenbewehrung in das Bohrrohr eingebracht. Diese besteht gemäß Abb. 6 aus Stäben 42 und dazwischen angeordneten Gelenkstäben 4.3. Die Gelenkstäbe 4.3 sind an Ringen 4..4 angelenkt, die verschiebbar auf einer mittleren Stange 4.5 angeordnet sind. Die mittlere Stange 4.5 ist mit dem untersten Ring 44' fest verbunden. Wenn die Stangen 4.2 aufwärts gezogen werden, so werden. die Gelenkstäbe 4,3 nach der Mittelstange hin bewegt.- Bei dieser Stel- Jung der Teile (vgl. die beiden oberen Gelenkstabgruppen in Abb.6) kann die Bewehrung durch das Bohrrohr in das Bohrloch versenkt werden.
  • Beim Anheben des Bohrrohres aus seiner tiefsten Stellung treten zuerst die untersten Gelenkstäbc43 unter einem auf die Stangen 42 ausgeübten Druck aus dem Bohrrohr aus und gelangen in die für den Pfahlfuß bestimmte ringförmige Höhlung 46. In diesem Hohlraum befinden sich die in Abb. i und 4 dargestellten Gelenkdreiecke2g, 30, 31, deren Stäbe in punktierten Linien in Abb.6 dargestellt sind. Die Gelenkstäbe 43 werden -in solcher Lage in die Hohlräume ig eingeführt, daß sie gegenüber den Gelenkdreiecken 29, 30, 31 versetzt sind.
  • Nachdem der Pfahlfuß unter Hochziehen des Bohrrohres betoniert worden ist, wird der zweite ringförmige Hohlraum 46' von dem Bohrrohr freigegeben, so daß die Gelenkstäbe 43 in diesen Hohlraum eintreten können, wenn die Stangen 42 abwärts gedrückt werden. Wenn die Gelenkdreiecke mit Stoff bespannt sind, so wird dafür Sorge getragen, daß die in den Ringräumen' befindliche Bespannung von den Gelenkstäben 43 durchstoßen wird, damit der Beton den ganzen Ringraum erfüllen kann. Zu diesem Zweck können die Gelenkstäbe 43 mit entsprechenden Dornen oder Messern versehen sein. welche den Stoff durchbohren.
  • Die Betonierung des Pfahles wird in der oben beschriebenen Weise fortgesetzt, bis der ganze Pfahl fertiggestellt ist. Man kann auch z iiclist die ganze Bewehrung einbringen un, b (Abb. 7) und alsdann betonieren.
  • In Abb. S ist ein Bohrloch mit abgestuftem Durchmesser dargestellt. Zunächst wird ein Bohrrohr 47 von großem Durchmesser bis zu einer gewissen Tiefe, beispielsweise 5 in, in den Erdboden vorgetrieben. Alsdann wird ein zweites Bohrrohr 48 von geringerem Durchmesser (etwa =/3 des Durchmessers des Rohres 47) etwa doppelt so tief abgeteuft wie das erste Rohr 47. Beide Bohrlöcher, die von diesen Rohren 47 und 48 erzeugt werden, erhalten an ihrem Fuß ringförmige Erweiterungen 4.9, 5o sowie seitliche Erweiterungen 5 i, 52. Alsdann werden Bewehrungen 53, 54 gemäß Abb: 9 in die Bohrrohre eingeführt, worauf die Betonierung des ganzen Hohlraumes erfolgt, während die Bohrrohre allmählich hochgezogen werden. Wie die Abb. g erkennen läßt, erstreckt sich die Bewehrung 54. <furch die Bewehrung 53 hindurch.
  • Man kann auch drei oder mehr Rohre von abgestuftem Durchmesser verwenden. Die Anzahl der Rohre richtet sich nach der Länge des herzustellenden Pfahles und nach der Bodenbeschaffenheit. Ebenso kann man beliebig viele ringförmige Wulste am Mantel des Pfahles anordnen.
  • Der \Torteil der an sich bekannten Pfähle mit abgestuftem Durchmesser besteht darin, claß sie eine wesentlich größere Tragfähigkeit besitzen als Pfähle von gleichbleibendem Durchmesser. Die Herstellungskosten steigen nicht in denn gleichen Maße wie die Tragfähigkeit. Eine Überlastung des Pfahles kann deshalb nicht eintreten, weil die Belastung am Kopf größer ist als am Fuß.
  • Zur Herstellung der beschriebenen Pfähle wird Gußbeton oder Preßbeton verwendet, da die Bewehrungen die Verwendung von Stauipfbeton erschweren. Man erhält einen einheitlichen festen Pfahl mit außerordentlich starker, gut verteilter Bewehrung. Man kann auch nur eine einzige ringförmige Erweiterung des Bohrloches an dem unteren Ende anbringen, so daß der Pfahl einen starken und kräftig bewehrten Klurnpfuß erhält.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r: Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten - Gründungspfeilern o. dgl. mit Fuß- und Schaftverbreiterungen. dadurch gekennzeichnet, daß zunächst vom Schacht aus die Hohlräume für die Verbreiterungen hergestellt und abgestützt werden und claß darauf die mit Gelenkstäben auch in die Hohlräume reichende Bewehrung eingesetzt und alsdann der Beton eingebracht wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Abstützen der Wandung für die - Verbreiterungen bei dem Verfahren nach Anspruch i, bestehend aus Gelenkdreiecken (2g bis 3i), die mittels des spreizbaren Gelenkstabgebildes (32 bis 41) an Ort gebracht werden.
DEW74559D 1926-03-16 1926-12-19 Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten Gruendungspfeilern o. dgl. mit Fuss- und Schaftverbreiterungen Expired DE535449C (de)

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GB535449X 1926-03-16

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DE535449C true DE535449C (de) 1931-10-12

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ID=10468181

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DEW74559D Expired DE535449C (de) 1926-03-16 1926-12-19 Verfahren zur Herstellung von eisenbewehrten Gruendungspfeilern o. dgl. mit Fuss- und Schaftverbreiterungen

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DE (1) DE535449C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4411557A (en) 1977-03-31 1983-10-25 Booth Weldon S Method of making a high-capacity earthbound structural reference

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4411557A (en) 1977-03-31 1983-10-25 Booth Weldon S Method of making a high-capacity earthbound structural reference

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