DE53253C - Papierbeschneidmaschine - Google Patents
PapierbeschneidmaschineInfo
- Publication number
- DE53253C DE53253C DENDAT53253D DE53253DA DE53253C DE 53253 C DE53253 C DE 53253C DE NDAT53253 D DENDAT53253 D DE NDAT53253D DE 53253D A DE53253D A DE 53253DA DE 53253 C DE53253 C DE 53253C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- knife
- paper
- stop
- stack
- cut
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims description 2
- 238000005303 weighing Methods 0.000 claims 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 18
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 8
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 3
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 3
- 239000010893 paper waste Substances 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013138 pruning Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
- B26D7/00—Details of apparatus for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
- B26D7/01—Means for holding or positioning work
- B26D7/02—Means for holding or positioning work with clamping means
- B26D7/025—Means for holding or positioning work with clamping means acting upon planar surfaces
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
!.Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Maschine zum Beschneiden von Papier, Büchern, Circularen oder gefalzten. Zeitungen. Wesentlich
ist an dieser Maschine die bessere Anordnung des Anschlages,: um beim Anlegen des
zu beschneidenden Stapels ein Hantiren des Arbeiters unterhalb des Obermessers zu vermeiden
und eine grofse Geschwindigkeit bei Ausführung der Arbeit zu erzielen, ferner die
Anordnung eines unteren Messerbalkens oder Messers, welches eine zweite Schneidkante
bildet und mit dem schräg nach unten gehenden Obermesser zusammen wirkt, sowie die
Anordnung genannten Obermessers dergestalt, dafs seine Schneidkante gegen die waagrechte
Ebene etwas geneigt verläuft.
Bei Papierschneidmaschinen der bisherigen Einrichtung wird der Anschlag auf der der
Schneidmesserkante zu gelegenen Maschinenseite angeordnet; nunmehr kommt ein Holzoder
Metallanschlag zur Verwendung, der auf der der Schneidmesserkante gegenüberliegenden
Maschinenseite angeordnet ist und dessen Lage zur Messerkante nach Bedarf verändert werden
kann. Dabei kann: sich . der Anschlag vom Messer wegbewegen, wenn letzteres niedergeht
und das Papier durchschneidet, wodurch ein Festklemmen der Papierabfall zwischen Messer
und Anschlag verhindert wird und genannter Anschlag. beim Aufwärtsgang des Messers seine
■ursprüngliche Stellung! wieder einnimmt und fuß einen neuen Schnitt bereit steht.
Bei Bedienung einer mit dem abgeänderten Anschlag ausgerüsteten Beschneidmaschine steht
der Arbeiter gegenüber derjenigen Seite, auf welcher, er bei den gewöhnlichen Schneidmaschihen
steht und welche neben der Schneidkante des Messers sich befindet; dabei preist der Arbeiter das zu beschneidende Papier gegen
den Anschlag, der so eingestellt wird, dafs das Messer die gewünschte Breite vom Papier oder
anderen Material abschneidet. Bei Schneidmaschinen der bisherigen Art befindet sich die
Schnittkante des Messers vollständig in der Horizontalebene und trifft beim Zusammenpressen
der Papierkanten, d. h. nach Vollendung des Schnittes auf eine Holzplatte; bei einer solchen Anordnung ist der Schnitt an
den untersten Papierlagen nicht immer rein und mufs die Holzplatte infolge ihrer baldigen
Abnutzung oft ausgewechselt werden.
Nach vorliegender Erfindung kommt eine untere Messerschiene oder ein Untermesser aus
Stahl zur Verwendung, an dessen Schnittkante das in schräger Richtung herabkommende
Obermesser in seinem letzten Theile der Bewegung vorbeigeht. Hierdurch ' werden die
Ränder des Papierstapels vollständig sauber durch- und abgeschnitten. Ferner erhält das
Messer eine geringe, veränderliche Neigung gegen die Horizontalebene, was einen' guten
Schnitt sichert.
Fig. ι beifolgender Zeichnungen zeigt die hintere
Ansicht der Maschine mit dem Messerbalken in seiner höchsten Stellung und dem sich selbstthätig
einstellenden Anschlag in seiner normalen Stellung. Fig. 2 zeigt ebenfalls die Hinteransicht
der Maschine mit dem Messerbalken in der tiefsten und dem Anschlag in seiner höchsten Stellung. Fig. 3 zeigt den Grundrifs
von Fig. i, Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie 1-1 der Fig. 1 mit dem Anschlag in
seiner normalen Stellung (vor dem Niedergehen des Messerbalkens), wenn ein verhältnifsmäfsig
schmaler Streifen abgeschnitten werden soll. Fig. 5 zeigt einen Querschnitt nach Linie. 2-2
der Fig. ι mit dem Anschlag in seiner normalen Stellung (vor dem Niedergehen des
Messerbalkens), wenn ein breiterer Abschnitt bewirkt werden soll. Fig. 6 zeigt einen Querschnitt
nach Linie 3-3 der Fig. 2 mit dem Messerbalken in seiner tiefsten Stellung und
dem Anschlag in seiner höchsten Stellung und vom Messerbalken wegbewegt. Fig. 4, 5 und 6
sind in gröfserem Mafsstabe als Fig. 1, 2 und 3 gezeichnete Schnitte. Fig. 7, 8 und 9 zeigen
Einzelheiten, Fig. 10 bis 21 andere Anordnungen,
bei welchen, wenn der Arbeiter auf der der flachen Messerfläche zu gelegenen Seite der
Maschine steht, die Anschläge auch auf dieser Seite sich befinden.
A, Fig. ι bis g, ist der durch die Stangen
W W von einer unteren Welle bethätigte Messerbalken, A1 das gegen die Horizontalebene schräg gestellte Messer. B ist der seitliche
verschiebbare Anschlag, der an der verjüngt zulaufenden Seite des Messers und nicht,
wie bisher, an der flachen Seite desselben liegt. Die Hin- und Herbewegung dieses Anschlages
zum Messer wird in folgender Weise bewirkt: An der Seite des Messerbalkens A
sitzt ein Daumen C, welcher beim Niedergang des ersteren auf einen an der Wiegewelle E
sitzenden Hebel D wirkt; genannte Welle ruht in am Maschinengestell gelagerten Backen E1 E1,
und befinden sich auf ihr zwei durch Gelenke F1 F1 mit dem Anschlag B verbundene Hebel
FF. Diese Gelenke sitzen auf kleinen, am Anschlag B angebrachten Lagern. Durch diese
(auch anders zu wählende) Vorrichtung bewegt sich der Anschlag B während des Niederganges
des Messerbalkens aus seiner normalen Stellung rückwärts, also von der Schnittlinie Fig. 4
und 5 in die Stellung Fig. 6. Während dieser Rückwärtsverschiebung hebt sich der Anschlag
in den schräg gestellten Führungen G des am Maschinenrahmen befindlichen Gestelles G1 G1
nach oben.
Hebel D ist mit einem verstellbaren Gegengewicht H versehen, welches denselben gegen
die Unterkante des Daumens C andrückt; durch Verschieben des Gewichtes kann der
Anschlag B beim Anlegen des Papierstapels mehr oder weniger Widerstand entgegensetzen.
Wenn beim nächsten Aufgange des Messers der Daumen sich mit nach oben bewegt, so
geht der Anschlag B wieder an die Schnittlinie heran. Soll die Breite des Abschnittes
immer dieselbe bleiben, so ist auch die Verschiebung des Anschlages immer dieselbe, indem
derselbe immer in die gleiche Stellung zum Messer zurückkehrt; mufs aber nach jedem
ersten oder zweiten oder dritten Schnitt die Breite des abzuschneidenden Streifens verändert
werden, so werden auch die Bewegungen des Anschlages B demgemäfs in nachstehend
beschriebener Weise verändert. Gleichviel, ob die Streifenbreite verändert werden
soll oder nicht, der Arbeiter steht immer am Führungstisch R, welcher an der flachen Seite
des Messers A1 angrenzt, legt einen Papierstapel 5 gegen den Anschlag an und setzt
hierauf durch Verschiebung des Handhebels Q (oder eines Fufstritthebels) die Maschine in
Thätigkeit. Der Messerbalken A beginnt dann, in Verbindung mit dem gewöhnlichen, etwas
vorauseilenden Prefsbalken T, seine Abwärtsbewegung. Während des Schnittes des Messers
verschiebt der. Daumen C unter Vermittelung des Hebels D, der Wiegewelle E, der Hebel
F F und der Gelenke F1 F1 den Anschlag B
nach rückwärts und oben, bis er seine höchste Stellung (Fig. 6) einnimmt und hier eine Zeit
lang stehen bleibt, so lange, als B an A gleitet. Durch die Bewegung des Anschlages
nach rückwärts und oben wird ein Festklemmen der Abfälle zwischen Anschlag und
Messer vermieden, welche Abfälle nach Herabrutschen auf dem Ablauftrichter V am Boden
niederfallen. Der Anschlag braucht zur Entfernung der Abfälle nicht nach oben, sondern
nur rückwärts geschoben zu werden, und unterstützt sein Gewicht seinen Zurückgang in die
Ausgangsstellung oder an die Schnittlinie. Bei Aufwärtsbewegung des Messerbalkens und nach
vollendetem Schnitt geht der Anschlag in seine Ausgangsstellung zurück; der Arbeiter legt dann
einen anderen Papierstapel oder eine andere Seite desselben Stapels gegen den Anschlag an,
und das Messer geht von neuem nach unten.
X ist das Untermesser, das etwas schräg gestaltet oder unterschnitten ist. Es arbeitet in
Gemeinschaft mit dem in diagonaler Richtung herabkommenden Messer A1 , wobei beide
Messer wie eine Scheere wirken. Die Stellung der Messer zu einander kann durch Schrauben
Y regulirt werden.
Es wurde schon oben erwähnt, dafs manchmal gefordert wird, die Breite des abzuschneiden
Streifens nach jedem ersten, zweiten oder dritten Schnitt abzuändern. Beispielsweise beim
Beschneiden gefalzter Zeitschriften oder von Zeitungspapier wird es gewöhnlich nöthig, den
Kopf, die Seite und das untere Ende zu beschneiden. An der Seite wird ein breiterer
Streifen als oben, auch manchmal als unten abgeschnitten. Auch sind meistens die abzu^
schneidenden Streifen oben und unten von verschiedener Breite. Dieser Wechsel und die
Einstellung wird durch in. Verbindung mit dem Anschlag B zur Verwendung kommende Vorrichtungen
bewirkt. Eine solche Vorrichtung zur Hervorbringung breiter und schmaler Streifen ist aus Fig. 7 ersichtlich und besteht
aus einem Daumen J auf dem Messerbalken und einem Drehung K, der sich frei um einen
am Hängearm Z sitzenden Stift k drehen kann. Arm Z sitzt auf einer horizontalen, mit dem
Maschinengestell verbundenen Schiene L. Seitlich von K sitzt ein ovaler Daumen K1, mit
dessen gröfserem Durchmesser der einstellbare Bolzen M in Berührung kommt. Dieser Bolzen
ist durch den Hebel M1 mit der Wiegewelle E verbunden und regelt die Drehung der letzteren.
Beim Niedergang des Messerbalkens A verdreht der Daumen / den Drehung K um
900, während beim Aufwärtsgehen des Balkens der Daumen J wirkungslos am Drehung K
vorübergeht. Bei der Stellung der Theile K und K 1 nach Fig. 7 würde der Bolzen M
bei seinem Zusammentreffen mit dem Daumen den Anschlag B am weitesten vorschieben,
demzufolge würde ein sehr schmaler Streifen abgeschnitten werden; ist der Daumen in umgekehrter
Stellung, so wird der Vorlauf des Anschlages vermindert und ein viel breiterer Streifen abgeschnitten (Fig. 5). Es sind aber
noch andere einstellbare Anlagen N N angeordnet, die an auf dem Anschlag B sitzenden
Führungen sich befinden und gegen das Maschinengestell arbeiten; letzteres bildet für
die Anlagen ein Widerlager. Genannte Anlagen NN kommen in Thätigkeit, ehe der
Bolzen M an den kleineren Durchmesser des ovalen Daumens K1 antrifft, und bewirken daher
einen Schnitt, der noch etwas kleiner als der kleinste Daumendurchmesser ist. Die
Streifenbreiten werden auf diese Weise abwechselnd von dem gröfseren Durchmesser des
ovalen Daumens Kl und den Anlagen N N
bestimmt. Wird der Daumen J mit dem Drehung K aufser Arbeitsstellung gebracht, so
erhalten die Streifen immer dieselbe Breite.
Fig. 8 zeigt eine andere Form des Drehlings und des Daumens zur Veränderung der
Streifenbreite; bei dieser Anordnung kommen ein oder mehrere Sperrkegel zur Bethätigung
des Drehlings zur Verwendung. Der Daumen wird mit einstellbaren Stiften k1 A:2 k3 von derselben
oder von verschiedenen Längen versehen. Bei Benutzung zweier Sperrkegel J
werden durch den Daumen drei verschiedene Streifen breiten erzielt; die beiden Sperrkegel
ertheilen bei jedem Niedergange des Messerbalkens dem Daumen Y3 Drehung; wird der
eine Sperrkegel aufser Arbeitsstellung gebracht, so wird auch die Streifenbreite abgeändert, da
der Daumen nur Y6 Drehung erleidet, wobei
die Zwischenräume zwischen den Stiften k1 k"1 k3
ein Inthätigkeittreten der an den Führungen des Anschlages B sitzenden Anlagen N N bewirken.
Fig. 9 zeigt eine abgeänderte Anordnung, mit welcher vier verschiedene, je für sich veränderliche Streifenbreiten erzielt werden
können, auch können hiermit drei verschiedene Streifenbreiten durch gemeinsames Beschneiden zweier Stapel am Kopf und an
dem unteren Rande und durch besonderes Beschneiden der Seiten erzielt werden. Der
Drehung, der hier die Form eines Kreuzes erhält, trägt an jedem Arm einen einstellbaren
Stift (kl k2 k3 k*). Durch diese Anordnung
kann ein eingesetzter Papierstapel in beliebiger Abänderung an seinen vier Rändern beschnitten
werden, wobei die Reihenfolge der Schnitte in allen Fällen dieselbe bleibt. In dem zweiten
Falle, in welchem auf die Maschinenplatte gleichzeitig zwei Papierstapel aufgesetzt werden,
werden zunächst die beiden Köpfe und dann nach Umdrehen die beiden unteren Ränder
beschnitten, worauf zuletzt die Seitenränder einzeln dem Messer dargeboten werden.
Fig. 10 bis 21 zeigen Maschinenanordnungen,
bei welchen der Zuführungstisch, der Anschlag oder die Anschläge, sowie die Anlage
oder Anlagen sich sämmtlich auf der der Messerschneidkante zu gelegenen Seite der Maschine
befinden.
Fig. ■ 10 zeigt einen Längsschnitt nach der
gebrochenen Linie 1-1 der Fig. 11, welche
einen Grundrifs der Anordnung, sowie in punktirten Linien den Träger h und die Platte s
beim Drehen um den Bolzen q1 darstellt. Genannte
Figuren stellen die Anlagen in ihrer vordersten Stellung dar, welche sie beim Beschneiden
einnehmen. Fig. 12 zeigt einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 10, Fig. 13 einen
Grundrifs mit dem Träger h und der Platte s bei Drehung um den zweiten Bolzen q2.
Fig. 14 zeigt die Unterseite des Trägers und der Anlagen. . In diesen Figuren ist α das
in diagonaler Richtung herabgehende Messer, b das Untermesser, c ein Ablauftrichter für
die Papierabfälle, d ist der Prefsbalken, der in gewöhnlicher Weise vor dem Messer niedergeht
und den Papierstapel während des Beschneidens festhält, e, Fig. 10, ist der Papierstapel,
f der Zuführungstisch und g ein länglicher Einschnitt oder Schlitz in demselben zur
Führung des Trägers und der Anlagen, h ist der Träger, dessen oberer Flantsch i auf den
Rändern k k des Zuführungstisches aufruht. I1Pl3I* sind vier durch Schraubenbolzen gebildete
Anlagen, von denen jedoch für die meisten Zwecke nur drei nöthig sind. Die Schraubenbolzen können in den Träger h
mehr oder weniger eingeschraubt werden und regeln die Streifenbreite dadurch, dafs sie bei
ihrer Verschiebung früher oder später mit dem Anschlag m in Berührung kommen. Die Stifte
η η (an deren Stelle oder in Gemeinschaft mit welchen auch eine aufrecht stehende Platte
dienen kann) stehen rechtwinkelig vom Träger ab und bilden Anlagen für den Rücken des
zu beschneidenden Papierstapels; ferner bezeichnen 0 0 Anlagebolzen (von denen einer
oder mehrere verwendet werden können), gegen welche der Stapelkopf Anlage findet. Die Stellung
dieser Bolzen ist veränderlich, zu welchem Zwecke in verschiedenen Abständen vom
Rande des Zuführungstisches Löcher zum Einstecken dieser Bolzen vorgesehen sind. In den
Ecken und an der Unterkante des Trägers h befinden sich Einschnitte pp. Die drehbar ge-
lagerten Bolzen q1 q1 treten durch Löcher r r
am Boden des Schlitzes g hindurch und fallen beim Rückgange des Trägers h in einen der
Einschnitte ρ ein, um dadurch ein Drehen des Trägers in waagrechter Ebene zu bewirken.
Schliefslich bezeichnet s eine horizontale Platte geeigneter Form und Gröfse, welche zur Aufnahme
des Papierstapels auf dem Träger h befestigt ist und in ihrer vorgeschobenen Stellung
in Fig. 11 in punktirten Linien und in Fig. 13 in vollen Linien angegeben ist.
Bei der hinteren Stellung des Trägers h wird der Papierstapel (beispielsweise gefalzte
Zeitschriften) mit seinem Rücken gegen die Bolzen η η und mit seinem Kopf gegen die
Stifte 0 0 auf die Platte s aufgelegt. Je nach der Breite des am unteren Rande, am Seitenrande
und am Kopf abzuschneidenden Streifens werden die drei Anschlagbolzen Z1 /2 /3 vorher
eingestellt. Der Stapel wird dann in Gemeinschaft mit dem Träger mit der Hand so
weit vorwärts verschoben, bis derjenige Anschlagbolzen, welcher eben dem Messer gegenübersteht,
beispielsweise der Bolzen /*, an den Anschlag m antrifft. Bei dieser Vorschiebung
wirken die Bolzen q1 q2 nicht, sie bewegen
sich jedoch aus ihrer ursprünglichen Stellung, wie in Fig. 10 punktirt angegeben.
Das Messer α senkt sich dann und schneidet den Streifen am unteren Rande des Stapels ab.
Der Stapel wird nunmehr mit seinem Träger zurückgezogen; bei dieser Bewegung kommt
einer der Einschnitte des Trägers mit dem Bolzen q1 in Berührung, wodurch der Träger
Y4 Drehung mit dem Papierstapel macht, so
dafs der nächste Bolzen Z2 und die Seitenwand des Stapels dem Messer gegenüberliegt. Diese
Rückwärtsbewegung des Trägers wird bis zum zweiten Bolzen q'2 nicht fortgesetzt, Träger
und Stapel werden dann wieder vorwärts geschoben, bis Bolzen Z2 an den Anschlag m
antrifft. Das inzwischen wieder emporgegangene Messer geht wieder nach unten und
schneidet den Seitenrand ab. Die Vor- und Rückschiebungen des Trägers werden dann
wiederholt, wobei Bolzen Z3 gegen Anschlag m trifft und der Kopf des Stapels abgeschnitten
wird. Bei der nächstfolgenden dritten Bewegung wird, da die vierte Seite des Stapels
nicht beschnitten werden soll, der Träger vollständig zurückgezogen, d. h. so weit, dafs
der zweite Bolzen q2 mit ihm zusammentrifft. Der Träger macht daher zwei Vierteldrehungen
und wird in die zur Ausführung des ersten Schnittes für den nächsten Papierstapel geeignete
Stellung übergeführt. Der beschnittene Stapel wird nunmehr weggenommen und an seine Stelle auf Platte s ein frischer Stapel gebracht,
worauf sich die beschriebenen Bewegungen wiederholen. Soll die Maschine zum Beschneiden bedruckter Bogenstapel an sämmtlichen
Seiten dienen, so werden sämmtliche Bolzen der Reihe nach in Arbeitsstellung gebracht,
wobei der Träger nie bis zum Bolzen q2
zurückgeschoben wird. Die Änschlagbolzen μ /2 /3 n werden, faus an sämmtlichen vier
Bogenrändern gleich breite Streifen abgeschnitten werden sollen, auf dieselbe Höhe
eingestellt.
Fig. 15 zeigt einen Verticalschnitt nach Linie
ι-i der Fig. 16, Fig: 16 einen Grundrifs und
Fig. 17 einen Querschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 15 einer abgeänderten Anordnung der
Maschine nach Fig. 10 bis 14. Bei dieser Anordnung stehen aus der Unterseite des Trägers
h Stifte 11 vor, welche in länglichen Nuthen u u laufen. An ihrem hinteren Ende
sind die Nuthen verbreitert, wie bei ν ersichtlich, um ein Drehen des Trägers mit der Hand
nach Verschieben in seine hinterste Stellung zu ermöglichen. Der Träger trägt nur einen
aufrechten Stift ρ mit an demselben befestigter Leiste w, gegen welche der hintere Rand des
Papierstapels Anlage findet.
Fig. 18 bis 21 zeigen eine Abänderung, bei
welcher die Anschläge m und m1 doppelt über
einander liegen, an Stelle der Anschlagbolzen verstellbar sind und zwei entsprechend über
einander liegende Anlagen Z1/2 zur Verwendung
kommen, die auf einem aufrechten, um seine Achse drehbaren Zapfen η sitzen.
Fig. 18 zeigt einen Verticalschnitt nach Linie i-i
der Fig. 19, die im Grundrifs die untere Anlage P in Arbeitsstellung zeigt. Fig. 20
und 21 zeigen entsprechend den Schnitt und Grundrifs mit der oberen Anlage Z2 in Arbeitsstellung.
Die Anschläge m und m1 haben hier die Form von Blöcken, die am Ende des
Messers im Einschnitt g des Zuführungstisches sich befinden. Die Anschläge können hinsichtlich
ihres Abstandes vom Messer nach Bedarf durch die Schrauben χ und χ eingestellt werden,
die bei drehbarer Lagerung in an den Blöcken sitzenden Augen bis an die Hinterseite
des Tisches verlängert und hier mit geriffelten Knöpfen \ ^1 besetzt sind. Anlage Z1 ist eine
auf dem Bolzen η sitzende Schiene, Anlage Z2 eine ebensolche, ebenfalls auf Bolzen η gelagerte
und rechtwinkelig zu Z1 stehende Schiene. Auf dem Bolzen η sitzt aufrecht eine Platte oder
ein Brett »», von welchem rechtwinkelig eine Platte oder ein Brett wx absteht. Die Platten
w w1 bilden zusammen einen J.. Brett wl ist
mit schwalbenschwanzförmigen Nuthen versehen, in die vor oder hinter der Verbindungsstelle
mit dem Brett w ein entsprechend schwalbenschwanzförmiges Füllstück A eingesetzt
wird, dessen Stärke der Breite des am Stapelunterende abzuschneidenden Streifens entspricht.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Nachdem die Anschläge mm1 eingestellt
sind, wird der Kopf des Papierstapels, dessen Kopf, unterer und seitlicher Rand be-
schnitten werden soll, vor denjenigen Winkel des I-förmigen Theiles w n>1, in welchen das
Füllstück A nicht eingesetzt ist, so gestellt, dafs der Stapel zum Theil auf der Platte s aufruht,
w ψ1 wird dann so weit vorwärts gedreht,
bis die untere Anlage /x an den unteren Anschlag m antrifft (Fig. 18 und 19), wobei
das vordere Ende der Anlage Z2 in einen Einschnitt jx im Anschlag m' eintritt. Das Messer
geht darauf nach unten und vollführt den Schnitt am unteren Rande des Stapels. Der
letztere wird darauf mit dem Kreuz w wx
zurückgeschoben, das mit dem Stapel um go° gedreht wird, so dafs die Seitenfläche von n>
parallel zum Messer steht (Fig. 20 und 21), wobei sich die Anlagen /1Z2 mitdrehen. Hierauf
wird w ινΎ wieder · vorgezogen und die
Seitenwand des Stapels unter das Messer geschoben, wobei die Streifenbreite durch die
gegen Lineal m1 sich anlegende Anlage Z2 bestimmt
wird und das vordere Ende der Anlage Z1 in einen Einschnitt j im Anschlag m
eintritt. Der auf diese Weise am unteren und Seitenrande beschnittene Stapel wird dann
von neuem mit dem Kreuz w w1 zurückgezogen,
das um 900 in entgegengesetzter Richtung (zur Stellung in Fig. 18 und 19) gedreht
wird, worauf man den Stapel auf den anderen Schenkel des X-Stückes aufsetzt, so dafs der
untere Rand des Stapels gegen das Füllstück A anliegt. Nunmehr kann ein zweiter
Papierstapel mit seinem Kopf gegen den anderen Schenkel des Stückes w w' herangestellt werden,
worauf letzteres mit beiden Stapeln so weit, vorwärts geschoben wird, dafs sich die
untere Anlage Z1 gegen den Anschlag m anlegt. Beim Heruntergehen des Messers beschneidet
dasselbe den Kopf des ersten und den unteren Rand des zweiten Stapels. Der erste Stapel ist daher auf seinen vier Seiten
beschnitten und kann, wenn beide Stapel mit dem Stück n> w1 von neuem zurückgezogen
sind, herausgenommen werden. Dem zweiten Stapel wird nunmehr eine Drehung um 900
ertheilt und derselbe zum Beschneiden des Seitenrandes von neuem vorgeschoben. Nach
erfolgtem Beschneiden und erneutem Zurückziehen wird dieser Stapel auf den anderen
Schenkel des X-förmigen Stückes und an seiner Stelle ein dritter Papierstapel aufgesetzt u. s. f.
Auf einer oder auf beiden Seiten des Brettes n> können, wenn nöthig, Füllstücke A verschiedener
Stärke eingesetzt und befestigt werden. Auch lassen sich dieselben zum Einstellen mit
oder statt der Einstellung durch Schraubenbolzen χ x1 von der beschriebenen Anordnung
verwenden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Papierschneidmaschine, gekennzeichnet durch Anordnung eines auf der platten Messerflächenseite liegenden Zuführungstisches (R) und eines auf der anderen, mit Fase versehenen Messerflächenseite liegenden Anschlages (BJ, welcher beim Niedergange des Messerbalkens (AJ nach rückwärts schwingt, beim Aufgange des Messerbalkens aber wieder in die zum Anlegen des Papierstapels erforderliche Stellung zurückgeht (Fig. 1 bis 6).
- 2. Bei einer Papierschneidmaschine nach Anspruch i. zur Veränderung der Stellung des Anschlages (BJ behufs selbsttätiger und zeitweiser Veränderung der Breite des abzuschneidenden Papierstreifens eine event, verstellbare schaltwerkartige Vorrichtung (Fig- 7 bis 9), durch welche die niedergehende Bewegung des Messerbalkens auf eine Wiegewelle (EJ behufs deren theilweiser Drehung übertragen wird, wobei die Drehung dieser Welle die veränderte Einstellung des Anschlages (B) herbeiführt.
- 3. Bei einer Papierschneidmaschine nach Anspruch i. die Combination eines feststehenden Untermessers (X) mit einem in diagonaler Richtung abwärts gehenden Obermesser (A1J, dessen Schneidkante gegen die Horizontale geneigt steht.
- 4. Die Abänderung der im Anspruch 1. gekennzeichneten Papierschneidmaschine in der Weise, dafs die die abzuschneidenden Papierstreifenbreiten bestimmenden verstellbaren Anschläge in den Führungstisch (fj verlegt sind, und zwar durch Anordnung von aus Schraubenbolzen oder Leisten gebildeten Anlagen (V Z2 Z3 Z4;, die der Reihe nach oder, nach Bedarf in Arbeitsstellung gebracht und in Gemeinschaft mit dem den Papierstapel tragenden Träger (hj mit Platte (sj gegen das Schneidmesser oder von demselben weg bewegt werden, sowie eines oder mehrerer verstellbarer Anschläge (m ml) zur Begrenzung der Verschiebung■ genannter Anlagen (Fig. 10 bis 21).Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53253C true DE53253C (de) |
Family
ID=327916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53253D Expired - Lifetime DE53253C (de) | Papierbeschneidmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53253C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136305B (de) * | 1961-08-08 | 1962-09-13 | Schneiderwerk Luebeck | Papierschneidemaschine |
-
0
- DE DENDAT53253D patent/DE53253C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136305B (de) * | 1961-08-08 | 1962-09-13 | Schneiderwerk Luebeck | Papierschneidemaschine |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0056874B2 (de) | Vorrichtung zum Schneiden von Papier, Pappe oder dgl | |
| EP0242763A2 (de) | Vorrichtung zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut | |
| WO1991000168A1 (de) | Vorrichtung zum schneiden von gestapeltem, blattförmigem gut | |
| DE69506047T2 (de) | Vorrichtung zum Herausgreifen von losen Bogenstapeln grosser Abmessungen | |
| EP1018408B1 (de) | Planschneidmaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut | |
| EP0438736B1 (de) | Vorrichtung zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut mit einem Frontaufstosser zum Ausrichten des Gutes an einer Vorschubeinheit | |
| DE2055313A1 (de) | Vorrichtung zum Fuhren und Tragen einer Mehrzahl von sich parallel zuein ander bewegenden Bandern oder Bahnen, insbesondere fur aufzuteilende Wellpappe bahnen | |
| DE1660839B1 (de) | Nähanlage zum Nähen von Abnähern | |
| DE2826476A1 (de) | Schneidemaschine | |
| DE1902794A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Beschicken von Kartonbearbeitungsmaschinen | |
| EP0270493A2 (de) | Winkelschere | |
| DE53253C (de) | Papierbeschneidmaschine | |
| DE3300351C2 (de) | Vorrichtung zum Zerteilen von Platten, insbesondere Holzspanplatten | |
| DE19708125A1 (de) | Stapler | |
| DE2654000C3 (de) | Maschine zum Ausbrechen von Nutzen | |
| EP2179823B1 (de) | Verfahren zum Erzeugen von Nutzenstapeln mittels einer Planschneidmaschine | |
| DE2630094C2 (de) | Verfahren zur Trennung und Stapelung von gestanzten Bögen | |
| DE2103467A1 (de) | Vorrichtung zum Zufuhren von Papier bahnen oder dergleichen zu nachgeschalteten Vorrichtungen | |
| DE3921885C2 (de) | ||
| DE304652C (de) | ||
| DE4002101A1 (de) | Vorrichtung zum schneiden von gestapeltem, blattfoermigem gut mit seitenanschlag und gegen diesen bewegbarem andruckschieber zum ausrichten des zu schneidenden gutes | |
| DE2062370A1 (de) | Vorrichtung zum Ablegen von blattförmigen Werkstücken | |
| DE1453200A1 (de) | Maschine zum Abrichtholen und Hobeln von Winkelkanten | |
| DE4422193C1 (de) | Schneidverfahren für gestapeltes, blättriges Gut | |
| EP1160061B1 (de) | Vorschubsattel für Schneidemaschine zum Schneiden von gestapeltem, blattförmigem Gut |