DE528404C - Maschine zur Herstellung von Huelsen fuer Zuendholzschachteln o. dgl. - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Huelsen fuer Zuendholzschachteln o. dgl.

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DE528404C
DE528404C DE1930528404D DE528404DD DE528404C DE 528404 C DE528404 C DE 528404C DE 1930528404 D DE1930528404 D DE 1930528404D DE 528404D D DE528404D D DE 528404DD DE 528404 C DE528404 C DE 528404C
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Description

  • Maschine zur Herstellung von Hülsen für Zündholzschachteln o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Hülsen für Zündholzschachteln o. dgl. in Maschinen, in welchen Schachtelspan und Papier um einen ununterbrochen umlaufenden Dorn gewickelt werden. Bei solchen Maschinen ist es schon bekannt, den mit Kleister versehenen Papierstreifen unmittelbar unterhalb der Vorschubvorrichtung für den Span zuzuführen, so daß das vordere Ende des Papierstreifens gegen das hintere Ende des Spans angehoben und an ihm befestigt werden kann, wodurch der Span während der Umwickelung um den Dorn das Papier mit sich zieht, so daß eine besondere Vorschubvorrichtung für das Papier nicht erforderlich ist. Mit Hilfe von Rollen oder Nockenscheiben wird das Papier gegen den Span glattgestrichen, so daß eine glatte Ob@erfiäche erreicht wird. In den bisher bekannten Maschinen dieser Art kann aber die Schachtel in dieser Arbeitslage nicht fertiggestellt und nach der Seite geschoben werden in einer kürzeren Zeit, als für die Zurücklegung zweier Umdrehungen des Dorns hinreicht, so daß der Vorschub eines Spans nur während jeder zweiten Umdrehung des Dorns erfolgen kann.
  • Die Erfindung bezweckt, die Leistungsfähigkeit solcher Maschinen dadurch zu erhöhen, daß der Span in einer ersten Arbeitslage um den Dorn gewickelt und vor der Beendigung einer Umdrehung des Dorns in dessen Längsrichtung in eine zweite Arbeitslage verschoben wird, um dort weiterbehandelt zu werden, so daß für jede Umdrehung ein neuer Span der ersten Arbeitslage zugeführt werden kann.
  • Eine Ausführungsform einer in dieser Weise arbeitenden Maschine ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
  • Abb. i ist eine Vorderansicht der Maschine, Abb. 2 ein Schnitt derselben nach der Linie II-II in Abb. i, Abb.3 eine Endansicht der Maschine von rechts in Abb. i gesehen.
  • In der Zeichnung bezeichnet i die Bodenplatte der Maschine und 2 einen auf der Bodenplatte befestigten Lagerbock, worin die Hauptwelle 3 der Maschine und die damit parallele Dornwelle 4 mit ihrem einen Ende gelagert sind. Die übrigen Lager der Wellen sind der Deutlichkeit wegen nicht dargestellt. Die Dornwelle 4 wird von der Hauptwelle aus mit Hilfe eines Vorgeleges 5, 6 - Übersetzungsverhältnis i : i - angetrieben. Beide Wellen erhalten somit die gleiche Drehzahl. Auf der Hauptwelle sitzen mehrere Nockenscheiben für verschiedene Zwecke, wie weiter unten beschrieben werden soll.
  • Die Dornwelle 4 ist am einen Ende als ein Dorn 7 eines der gewünschten Schachtelform entsprechenden Querschnittes ausgebildet. Der Dorn 7 weist eine in der einen Seite ausliaufende Nut 8 zur Aufnahme eines von einem Magazin 9 mit Hilfe eines hin und her laufenden Schiebers io vorgeschobenen Spanes i r auf. Um die hin und her gehende Bewegung des Schiebers io zu bewirken, trägt die Hauptwelle 3 eine Nockenscheibe 12, die einen Winkelhebel 13 betätigt, der bei 14 drehbar gelagert ist und am einen Ende eine Rolle 15 trägt, die gegen die Nockenscheibe 12 anliegt, während das andere Ende des Hebels 13 durch eine Lenkstange 16 mit einem Hebel 17 verbunden ist, der an seinem einen Ende um eine Welle 18 drehbar ist. Das andere Ende des Hebels 17 ist durch eine Lenkstange i9 mit dem Schieber io verbunden. Um die Rolle 15 immer gegen die Nockenscheibe iz anliegend zu halten, ist der Winkelhebel 13 durch eine Feder 2o belastet. Die Nockenscheibe 12 ist solcher Gestalt, daß der Schieber io für jede Umdrehung der Hauptwelle eine hin und her gehende Bewegung ausführt und dabei für jede Umdrehung der Dornwelle 4 einen Span i i in die Nut 8 hineinschiebt. Der Span wird durch den in der Richtung des Pfeiles umlaufenden Dorn mitgenommen und um denselben herumgewickelt.
  • Ehe der Span in dieser ersten Arbeitslage eine ganze Umdrehung mit dem Dorn gemacht hat, wird er den Dorn entlang in eine zweite Arbeitslage geschoben, und zwar mit Hilfe von zwei mit dem Dorn umlaufenden Blattfedern 2i, die an einer auf der Dornwelle 4 verschiebbar angeordneten Hülse 22 befestigt sind. Diese Verschiebung wird mit Hilfe eines Hebels 23 bewirkt, der um die Welle 24 drehbar ist und eine Rolle 25 trägt, die in einer Kurve einer auf der Hauptwelle 3 sitzenden Kurvenscheibe 26 gleitet.
  • Während sich der Span in der zweiten Arbeitslage befindet, wird ein durch die strichpunktierte Linie 6o in Abb. 3 angedeuteter Papierstreifen zwecks Umwickelung um den Span verschoben. Der Papierstreifen wird von einer nicht dargestellten Rolle abgewickelt und bewegt sich unterhalb eines Kleisterbehälters irgendwelcher geeigneten Bauart. Das vordere Ende des Streifens wird dann an dem Span befestigt, indem eine Glättrolle 27 das mit Kleister versehene Papier gegen den Span preßt. Die Rolle 27 ist am einen Ende eines Hebels 28 gelagert, der auf einer Welle 29 sitzt, die in zwei Lagern ruht, von denen nur das eine dargestellt ist, und zwar bei 30 in Abb. i. An der Welle 29 ist ferner ein Arm 31 befestigt, der mit einer Rolle 32 gegen eine auf der Hauptwelle 3 befestigte Nockenscheib.e 33 anliegt. Die Glättrolle 27 drückt unter der Wirkung einer Feder 34 das Papier so lange gegen den Span, bis nur eine kleine Klappe des Papiers übrigbleibt. Die Rolle wird dann zufolge der Gestalt der Nockenscheibe 33 in die in Abb. 2 dargestellte Lage gesenkt, worauf die nunmehr nahezu fertige Schachtel in eine dritte Arbeitslage geschoben wird, während der Zeit, in welcher ein in der ersten Lage befindlicher Span in die zweite Lage bewegt wird.
  • Der Vorschub des Papiers gerade gegenüber der zweiten Arbeitslage erfolgt mit Hilfe einer Platte 35, gegen deren Unterseite das Papier mittels einer Rolle 36 gepreßt wird. Die Platte 35 sitzt an einem Hebel 37 und die Rolle 36 an einem Hebel 38, welche beiden Hebel auf einer gemeinsamen Welle 39 drehbar gelagert sind. Der Hebel 37 liegt mit einer Rolle gegen eine auf der Hauptwelle angebrachte Nockenscheibe 4o an, während der Hebel 38 mit einer Rolle gegen eine Nockenscheibe 41 der Hauptwelle anliegt. Diese Rollen folgen den Nockenscheiben unter der Wirkung zweier Federn 42 bzw. 43. Die Nockenscheiben sind hierbei derart gestaltet und derart im Verhältnis zueinander eingestellt, daß die Rolle 36 beim Vorwärtsbewegen der Hebel 37, 38 das Papier gegen die Platte 35 preßt, wodurch das Papier vorgeschoben wird, während in der Rückwärtsbewegung der Hebel die Rolle 36 im Verhältnis zur Platte etwas verzögert ist, so daß das Papier während der Umwickelung um den Span an seiner Bewegung nicht gehindert wird.
  • Zwecks Abschneidens des Papierstreifens ist die Maschine mit zwei zueinander beweglichen, gezahnten Messern 44 und 45 versehen, die durch zwei Hebel 48 und 49 getragen .sind, welche ihrerseits ;auf den Wellen 46 und 47 befestigt sind. Die Wellen 46, 47 sind bei 5o durch kleine Zahnradsegmente zwangsläufig miteinander verbunden, so daß eine Drehung der einen Welle auf die andere übertragen wird. Um diese Bewegung zu erreichen, trägt die Welle 47 einen Arm, 51, der mit Hilfe einer Rolle gegen eine Nockenscheihe 52 der Hauptwelle unter der Wirkung einer Feder 53 anliegt. Wenn die Rolle mit einer Einsenkung der Nockenscheibe 53 in Eingriff gelangt, so bewegen sich deshalb die Messer 44, 45 gegeneinander und schneiden das Papier ab, wie auf Abb. 3 deutlich hervorgeht.
  • Wenn das Papier, wie oben vorausgesetzt ist, in der zweiten Arbeitslage nicht bis zu seinem Ende glattgestrichen, sondern vorher in die dritte Arbeitslage geschoben wird, während der nächstfolgende Span durch die Federn 21 in die zweite Lage bewegt wird, so bann die Glättung der letzten Klappe mit Hilfe einer besonderen Rolle 54 erfolgen. Diese Rolle ist am einen Ende eines Winkelhebels 55 gelagert, der um eine Welle 56 drehbar ist, und dessen anderes Ende eine mit einer Nockenscheibe 57 der Hauptwelle zusammenwirkende Rolle trägt. Letztere Rolle wird unter der Wirkung einer am Winkelhebel befestigten Feder 58 gegen die Nockenscheibe gepreßt gehalten. Die Glättrolle- 54 wird während des größeren Teiles der Umdrehung von der Schachtel aufgehoben gehalten; wenn die Rolle des Hebels 55 aber mit einer Einsenkung der Nockenscheibe 57 in Eingriff kommt, so wird die Rolle 54 unter der Wirkung der Feder 58 gegen die Schachtel bewegt und streicht die letzte Klappe glatt, wonach die Schachtel zum Entfernen vom Dorn fertig ist.
  • Da der Schieber io zwecks Vorschubes des Spans nach dem Dorn 7 eine hin und her gehende Bewegung für jede Umdrehung der Dornwelle anstatt wie vorher eine ähnliche Bewegung für nur jede zweite Umdrehung auszuführen hat, erhält die Maschine einen ruhigeren Gang, wenn die Hublänge des Schiebers kürzer gemacht werden kann. Dies ist auch in der Tat möglich, wenn der Schieber nicht nach Abb. 2, d. h. mit einem einzigen Absatz für den zu bewegenden Span, sondern mit zwei hintereinanderliegenden Absätzen ausgebildet wird, die hintereinander verlegt sind, und zwar in einer gegenseitigen Entfernung, die etwa der halben Länge des Spans entspricht. Dadurch können nämlich zwei Späne in halber TJberlappung gleichzeitig vorgeschoben und jeder Span somit in zwei Stufen vorgeschoben werden, wodurch die Hublänge des Schiebers zur Hälfte herabgesetzt wird. Wenn der unterste Span seine Umdrehung zusammen mit dem Dorn anfängt, wird der nächstunterste, zur Hälfte vorgeschobene Span mit Hilfe einer entsprechenden Haltevorrichtung daran verhindert, mitgenommen zu werden.
  • Im vorstehenden ist eine besondere Ausführungsform beschrieben worden; es versteht sich aber, daß viele Abänderungen vorgenommen werden können, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise wird eine besondere Vorschubvorrichtung entbehrlich, wenn das Papier in der ersten Arbeitslage an dem Span befestigt und vor der Beendigung einer Umdrehung zusammen mit dem Span in die zweite Arbeitslage geschoben wird, um dort um den Span weitergewickelt zu werden. .

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Herstellen von Hülsen für Zündholzschachteln o. dgl., bei welcher Schachtelspan und Papier um einen ununterbrochen umlaufenden Dorn gewickelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Span in einer ersten Arbeitslage um den Dorn gewickelt und vor der Beendigung einer Umdrehung des Dorns entlang des letzteren in eine zweite Arbeitslage verschoben wird, um dort weiterbehandelt zu werden, so daß für jede Umdrehung des Dorns ein neuer Span der ersten Arbeitslage zugeführt werden kann.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwickelung des Papiers um den Span erst in der zweiten Arbeitslage anfängt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Umwickelung des Papiers um den Span in der zweiten Arbeitslage während eines Teiles einer Umdrehung des Dorns der Span und das Papier zwecks Glättens der letzten Klappe des Papiers entlang des Dorns in eine dritte Arbeitslage verschoben werden, während gleichzeitig der nächstfolgende Span von der ersten Arbeitslage nach der zweiten Arbeitslage bewegt wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i bis 3, die mit einem hin und her beweglichen Schieber zum Vorschub der Späne von einem Magazin versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber mit Absätzen versehen ist, durch welche ein schrittweiser Vorschub der Späne bewirkt wird.
DE1930528404D 1929-07-02 1930-06-14 Maschine zur Herstellung von Huelsen fuer Zuendholzschachteln o. dgl. Expired DE528404C (de)

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