DE527469C - Rohrverschluss zum Stampfen des Rohrinhaltes - Google Patents
Rohrverschluss zum Stampfen des RohrinhaltesInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B33/00—Sealing or packing boreholes or wells
- E21B33/02—Surface sealing or packing
- E21B33/03—Well heads; Setting-up thereof
- E21B33/04—Casing heads; Suspending casings or tubings in well heads
- E21B33/05—Cementing-heads, e.g. having provision for introducing cementing plugs
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Description
Bei der Zementierung eines Ölbrunnenbohrloches wird nach dem Versenken jedes
Rohrstückes und dem Herausziehen der Bohrwerkzeuge aus dem Bohrloch in den Rohrstrang
des Bohrloches eine gemessene Menge flüssigen Zements eingeführt, darauf das obere Ende
des Rohrstranges verschlossen und in den Bohrlochrohrstrang Druckflüssigkeit eingelassen,
die den unter ihr befindlichen Zement aufwärts in den Raum zwischen die Wandung
des Bohrloches und die äußere Wandung des Rohrstranges treiben soll, um das andrängende
Grundwasser vollkommen abzusperren. Dasselbe Verfahren wird nach dem Versenken
jedes folgenden Rohrstückes angewandt, bis die gesamte äußere Wandung des Rohrstranges
gegen äußeren Wasserzufluß vollständig gesichert ist. Erst dann wird das siebartige Saugstück
in seine Lage in der Nähe der ölführenden Schichten versenkt.
Bei diesem Verfahren dient der Rohrverschluß nach der Erfindung zum Herunterstampfen
eines über dem Zementmörtel in den Rohrstrang eingesetzten Pflockes und zum nach-
»5 träglichen schnellen Verschließen des oberen
Endes des Rohrstückes entgegen dem Rückdruck, den die zusammengedrückte Luft über
dem Zement dem Herunterstampfen des den Querschnitt des Rohrstranges voll ausfüllenden
Pflockes entgegensetzt, und weiterhin zum dichten Verschluß entgegen dem zwecks weiteren
Einpressens des Pflockes einzufüllenden Druckwasser, wobei das Herunterstampfen des
Pflockes den Zweck hat, den Pflock von der Stelle, an der sich die Öffnungen zum Einfüllen
des Druckwassers im Rohr befinden, zu entfernen und somit freie Bahn für das einzufüllende Druckwasser zu schaffen. Der
schnelle Verschluß ist außerdem aber auch deshalb erforderlich, weil der Zement schnell
abbindet und auch häufig die Gefahr besteht, daß der neu eingefüllte Zement durch andrängendes
Grundwasser oder öl verdünnt wird.
Für ein ähnliches Verfahren wurde früher die Vorrichtung nach der amerikanischen Patentschrift
ι 700 503 veröffentlicht. Durch dieselbe ist es bekannt, am oberen Ende des Rohrkopfes
eine Kappe bajonettartig zu befestigen, in deren Mitte eine Spindel eingeschraubt ist,
welche unterhalb der Kappe eine Verschlußscheibe drehbar trägt. Diese Verschlußscheibe
kann mittels der Spindel von oben her auf einen inneren ringförmigen Ansatz des Rohrkopfes
unter Zwischenschaltung eines Packungsringes fest gepreßt werden. Die Verschlußscheibe trägt
in der Mitte ihrer Unterseite einen zentralen Dorn, der sich gegenüber seitlichen, unterhalb
der Verschlußplatte befindlichen Öffnungen des Rohrkopfes befindet.
Der Rohrverschluß nach der Erfindung besteht aus einem Rohrkopf, an dessen Innenwand
eine Packung und darin die zugehörige Grundbüchse anliegen, einer Kappe, die an den
Rohrkopf anschließbar ist und sich gegen die Querfläche der Packung legt, und einem in der
Verlängerung eines aus der Grundbüchse herausragenden und sie verschließenden Domes angeordneten,
in die Kappe eingeschraubten
Bolzen, der mit einem Ansatz entgegen der Stampfrichtung an der Grundbüchse anliegt
Der Rohrverschluß nach der Erfindung ist somit in der Läge, siclTselbsttätig um so besser
zu dichten, je stärker der Druck des gegen seine Grundbüchse und Packung andrängenden
Druckwassers ist.
Um nun den Weg, den der Pflock zwecks Freilegung der Öffnungen für das einzufüllende
ίο Druckwasser heruntergestampft werden muß, nach Möglichkeit zu verkürzen und hierdurch
weitere Zeit und Arbeit zu sparen, befinden sich die Öffnungen im Rohrkopf unmittelbar
unterhalb der Packung.
Weitere Vorteile der Erfindung erscheinen in der weiteren Beschreibung, die auf die Zeichnungen Bezug nimmt. In den Zeichnungen zeigen:
Weitere Vorteile der Erfindung erscheinen in der weiteren Beschreibung, die auf die Zeichnungen Bezug nimmt. In den Zeichnungen zeigen:
Abb. ι einen mittleren Querschnitt durch das obere Ende eines Ölbrunnenbohrloches
mit dem Rohrverschluß auf dem Brunnenrohrstrang,
Abb. 2 eine vergrößerte Seitenansicht des Rohrverschlusses,
Abb. 3 einen vergrößerten Längsschnitt durch den Rohrverschluß und durch ihre Befestigung
auf dem oberen Ende des Brunnenrohrstranges, Abb. 4 einen Grundriß des Verschlusses.
In der Zeichnung zeigt 10 ein Ölbrunnenbohrloch, 11 das unterste Rohrstück des Brunnenrohrstranges,
das sich in dem Bohrloch befindet und dessen unteres Ende über dem Boden des Bohrloches liegt: Das obere Ende des Rohrstranges
ist mit einer Gewindemuffe 12 versehen, in die der Rohrverschluß eingeschraubt
wird, wenn nach beendetem Bohren zementiert werden soll.
Der Rohrverschluß 13 besteht hauptsächlich aus einem als Rohrkopf dienenden Rohrstück 14,
das an dem unteren Ende seiner Außenseite mit einem in die Muffe 12 passenden Gewinde
versehen ist und das oben offen ist. Die Wand des Rohrstückes enthält unmittelbar über dem
unteren Gewinde einander gegenüberliegende, ebenfalls mit Gewinde versehene Öffnungen 15
und 16, in die die Enden von Druckwasserzubringerröhren 17 und 18 eingeschraubt sind,
um das Druckwasser in das Innere des Rohrstranges einzuführen, damit der Zementmörtel
an seine Stelle gedrückt wird. Dies wird weiter unten noch näher erläutert werden.
Innerhalb des Rohrstückes 14 befindet sich eine Stopfbüchse 19, die vorzugsweise eine
Grundbüchse 20 enthält. Die Grundbüchse 20 hat in ihrer Mitte eine Bohrung 21 und trägt
an ihrem unteren Ende einen ringförmigen äußeren Flansch 22, der mit ihr aus einem Stück
besteht. Das obere Ende der Grundbüchse 20 besitzt einen inneren Flansch 23. Um die
Grundbüchse 20 ist eine Packung 24 herumgelegt, die aus Gummi oder anderen elastischen
Stoffen hergestellt sein kann. Die Dicke der Packung entspricht dem Abstand zwischen der
äußeren Wandung der Grundbüchse und der inneren Wandung des Rohrstückes 14, an der
die Packung somit ebenfalls anliegt. Die Packung ruht auf der oberen Fläche des Flansches
22, auf der oberen Querfläche der Packung ist ein Metallring 25 vorgesehen.
Ferner befindet sich in dem oberen Ende des Rohrstückes 14 eine Kappe 26, die unten
hohl ist und an ihrer Wand außen mehrere Nocken 27 von viereckigem Querschnitt trägt.
Diese Nocken passen in Aussparungen 28, die sich in dem oberen Ende des Rohrstückes 14
befinden, um die Kappe auf dem Rohrstück fest verriegeln zu können, nachdem sie in das
Rohrstück eingeführt worden ist. Die Kappe 26 besitzt in ihrer Mitte eine Gewindebohrung 29
für einen Augenbolzen 30, dessen unteres, ebenfalls mit Gewinde versehenes Ende 31
abgesetzt ist. Der Absatz dieses'Endes 31 dient
zur Kraftübertragung vom Augenbolzen 30 auf die Grundbüchse 20 und befindet sich innerhalb
der Grundbüchsenbohrung 21; er wird von der Unterlagsscheibe 32 einer Mutter 33
gebildet, deren obere Fläche an dem inneren Flansch der Grundbüchse anliegt. Die Wand
der Kappe ist mit kleinen Öffnungen zum Austritt von Luft oder sich in ihrem Hohlraum
ansammelnden Wasser versehen und unmittelbar über diesen kleinen Öffnungen 35 mit größeren Höhlungen 36, die für einen zu
ihnen passenden Schlüssel bestimmt sind.
Die Arbeitsweise des Rohrverschlusses nach der Erfindung ist folgende: Hat man die Absicht,
einen Abschnitt eines Ölbrunnenbohrloches zu zementieren, so schraubt man das Rohrstück 14
an das Rohr an, führt eine gemessene Menge flüssigen Zementmörtels in das Brunnenbohrloch
durch das zu diesem Abschnitt gehörige Rohrstück ein und setzt einen zylindrischen
Pflock 40 auf die Querfläche des Zementmörtels, wie es in Abb. 1 gezeigt ist; darauf
benutzt man den Dorn 37, der in die Bohrung der Grundbüchse eingeschraubt ist, und den
in seiner Verlängerung liegenden Augenbolzen 30 zum Heruntertreiben des Pflockes in den Rohrstrang,
dann wird die Stopfbüchse in das Rohrstück 14 und damit in den gesamten Rohrstrang
eingesetzt. Hierauf werden die Nocken 27 in die Aussparungen 28, die sich in dem oberen
Teil des Rohrstückes 14 befinden, eingedreht, so daß sie die Kappe 26 mit dem Rohrstück 14
verriegeln. Schließlich setzt man einen Schraubenschlüssel auf den quadratischen Teil 38
des Augenbolzens 30, um die Grundbüchse in den Hohlraum der Kappe 26 hochzuwinden;
hierdurch wird die Dicke der Packung vergrößert, so daß sie längs ihres gesamten Umfan-
;es den ringförmigen Raum zwischen dem inneren Umfang des Rohrstücks 14 und der Grund-
büchse ausfüllt und somit das obere Ende des Rohrstranges fest verschließt, so daß es den
Druck des nunmehr eingeführten Druckwassers aushalten kann. Die Einführung erfolgt durch
die Zubringerröhren 17 und 18; sie bewirkt, daß der Pflock 40 nach unten gedrückt wird
und mit ihm der unter ihm lagernde Zementmörtel, der darauf nach oben hin in den
Raum zwischen die Wandung des Bohrloches und des Rohrstranges ausweicht und somit
das andrängende Grundwasser vollkommen zurückhält.
Nach der Einführung des Druckwassers in den Rohrstrang wirkt der Druck dieses Druck-
IS wassers gegen das untere Ende der Grundbüchse,
die sich dann entgegen dem Widerstände der Packung bewegt und hierbei die Dicke der
Packung weiterhin vergrößert, so daß ein vollkommen dichter und sicherer Verschluß
gewährleistet ist.
Claims (2)
1. Rohrverschluß zum Stampfen des Rohrinhalts und nachträglichen schnellen
Verschließen des Rohrendes, bestehend aus einem Rohrkopf, an dessen Innenwand
eine Packung und darin die zugehörige Grundbüchse anliegen, einer Kappe, die an den Rohrkopf anschließbar ist und sich
gegen die Querfläche der Packung legt, und einem in der Verlängerung eines aus der Grundbüchse herausragenden und sie
verschließenden Domes angeordneten, in die Kappe eingeschraubten Bolzen, der mit
einem Absatz entgegen der Stampf richtung an der Grundbüchse anliegt.
2. Rohrverschluß nach Anspruch 1 mit zum Einlassen von Druckflüssigkeit geeigneten
öffnungen im Rohrkopf unterhalb der Packung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM112535D DE527469C (de) | 1929-11-06 | 1929-11-06 | Rohrverschluss zum Stampfen des Rohrinhaltes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM112535D DE527469C (de) | 1929-11-06 | 1929-11-06 | Rohrverschluss zum Stampfen des Rohrinhaltes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE527469C true DE527469C (de) | 1931-06-18 |
Family
ID=7327555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM112535D Expired DE527469C (de) | 1929-11-06 | 1929-11-06 | Rohrverschluss zum Stampfen des Rohrinhaltes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE527469C (de) |
-
1929
- 1929-11-06 DE DEM112535D patent/DE527469C/de not_active Expired
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