DE521840C - Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen - Google Patents

Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen

Info

Publication number
DE521840C
DE521840C DEA44890D DEA0044890D DE521840C DE 521840 C DE521840 C DE 521840C DE A44890 D DEA44890 D DE A44890D DE A0044890 D DEA0044890 D DE A0044890D DE 521840 C DE521840 C DE 521840C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling
rolling stock
stock
rollers
traction means
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA44890D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ENGELHARDT ACHENBACH SEL SOEHN
Original Assignee
ENGELHARDT ACHENBACH SEL SOEHN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ENGELHARDT ACHENBACH SEL SOEHN filed Critical ENGELHARDT ACHENBACH SEL SOEHN
Priority to DEA44890D priority Critical patent/DE521840C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE521840C publication Critical patent/DE521840C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B1/00Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
    • B21B1/22Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling plates, strips, bands or sheets of indefinite length

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen 1:s ist bekannt, bei dem in hin und her laufenden Gängen erfolgenden Bandauswalzen die während des Auswalzens jeweils außerhalb der Walzen befindlichen Bandlängen dadurch betriebserleichternd unterzubringen, daß man die auf der einen Walz.-werkseite aus den Walzen laufende Bandlänge von einem angetriebenen Haspel aufwickeln und die auf der anderen '\Z'alzwerkseite in die Walzen laufende Bandlänge von einem gleichen, aber gebremsten Haspel abwickeln läßt. Im jeweils nächsten Walzlang wird dann der vorher angetriebene, aufwickelnde zum nunmehr gebremsten, abwikkelnden Haspel und der vorher gebremste, abwickelnde zum nunmehr angetriebenen, aufwickelnden Haspel. Hierbei ist die für jeden Haspel vorgesehene entkuppelbare Antriebsvorrichtung eine solche, welche ihn schneller anzutreiben strebt, als das Band läuft, ihm aber der Laufgeschwindigkeit des Bandes entsprechend schlüpfend zurückzubleiben ermöglicht, so daß jeder Haspel, nicht nur der jeweils gebremste, abwickelnde, sondern auch der jeweils andere, angetriebene, aufwickelnde Haspel eine Zuglcraft auf das Walzgut ausübt.
  • Die Maße einerseits des Schlupfwiderstandes des jeweils aufwickelnden Haspels gegenüber dem vorausstrebenden Antrieb und anderseits des Bremswiderstandes cle@ jeweils abwickelnden Haspels wählte man bisher so, daß die in den beiden Bandlängen beiderseits des Walzwerks auftretenden Zugkräfte hinreichen, ein lockeres Aufundabwickeln zu vermeiden.
  • Die bisherigen Haspefeinrichtungen haben nun aber noch manche Nachteile, insbesondere sind sie betriebstechnisch noch sehr umständlich. Man muß nämlich, wenn das Band auf der Einlaufseite bis zum Ende abgewickelt ist, dies Ende vom Haspel lösen, hierzu das Walzwerk stillsetzen und darauf wieder in Gang setzen, um nun auch noch das dem Abstand des Haspels von dem Walzspalt der Länge nach entsprechende Endstück des Walzgutes durch die Walzen laufen lassen zu können. Auf der Auslaufseite rnuß man dann dies Ende greifen und es für den neuen. umgekehrt laufenden Walzgang wieder zwischen die Walzen steckezi, worauf mau es jenseits der Walzen (auf der vorigen Einlauf-, nunmehrigen Auslaufseite) «-leder in Empfang nehmen und zu dem Haspel, von welchem man es soeben gelöst hatte und welcher es nun wieder aufwickeln soll, wieder hinführen und (bei dazu stillgesetztem Walzwerk) wieder an ihm befestigen muß.
  • Das Verfahren ist also zeitraubend und betriebstechnisch umständlich, zudem bedingt es einen beträchtlichen Aufwand an Arbeitskräften.
  • Ein weiterer Nachteil der bisherigen Einrichtungen ist der, daß sie erst auf Walzgut anwendbar sind, welches schon auf diejenige geringere Dicke heruntergewalzt ist, von welcher an das Führen der Endstücke von den Haspeln zum Walzwerk und zurück sowie die Arbeit des Lösens von und des Befestigens der Walzgutenden an den Haspeln nicht mehr zu mühsam ist, um durchführbar zu sein. Dickeres Walzgut würde auch beim Biegen um die Haspeln einer unzulässig hohen Biegebeanspruchung ausgesetzt, d. h. an den Außenflächen der Biegung zu stark gedehnt werden, so daß Risse in den Außenflächen auftreten würden.
  • Schließlich ermöglichten die bisherigen Einrichtungen auch nicht, den Vorteil der guten, straffen Führung, welche die Haspeln dem Walzgut, solange es an ihnen fest ist, geben, für die ganze Bandlänge auszunutzen, indem man während eines großen Teiles jedes Walzganges das Walzgut von den Haspeln gelöst, d. h. ohne ihre Führung, durch die Walzen laufen lassen mußte.
  • Zur Beseitigung der genannten Nachteile und zur vollen Ausnutzung des Vorteils der guten, straffen Führung durch die Zugkräfte für die ganze Bandlänge schlägt nun die Erfindung vor, erstens, nicht wie bisher die Enden des Walzgutes an den Haspeln zu befestigen, sondern das Walzgut von an seinen Längsenden angreifenden Zugmitteln ziehen zu lassen, welche ihrerseits von geeigneten Vorrichtungen gezogen werden, wozu sie beispielsweise an Haspeln befestigt sind und von ihnen auf- bzw. abgewunden werden, sowie zweitens, diese Vorrichtungen, beispielsweise also die Haspeln, in der Walzgutbahn mindestens um die Länge des fertig ausgewalzten Walzgutes vom Walzwerk entfernt anzuordnen.
  • Mit einer solchen Einrichtung kann man das Walzgut vom Beginn bis zum Ende der einzelnen Walzgänge ununterbrochen unter Zug und damit auch straff geführt halten, indem die Greifwerkzeuge, mit welchen die Zugmittel an den Walzgutenden angreifen, nur ganz kurze Endstücke der Walzgutenden in Anspruch nehmen und bis unmittelbar vor den Walzspalt gelangen können. Das Lösen des Walzgutes vom Haspel, das Hinführen zum Walzwerk, das Zurückführen zum Haspel und das Wiederbefestigen an ihm mitten im Walzgang ist also völlig erspart. Man braucht also nicht, wie beim' Arbeiten mit den bisherigen Einrichtungen, mit dem Beginn des Zugverfahrens zu warten, bis das Walzgut eine solche Dünne erreicht hat, daß das Lösen, Hinführen, Zurückführen und Wiederbefestigen nicht mehr zu mühsam ist, um durchführbar zu sein.
  • Und da infolge der vom Walzwerk mindestens um die Länge des fertig ausgewalzten Walzgutes entfernten Anordnung der Zugvorrichtungen (welche ihrerseits die Zugmittel ziehen) das Walzgut selbst gar nicht aufgewickelt, sondern in ganzer Länge eben bleibend gezogen wird, so sind Biegebeanspruchungen und ihre möglichen nachteiligen Folgen überhaupt vermieden. 'Man kann somit das Zugverfahren auch insoweit unbehindert bei jeder beliebigen Walzgutdicke beginnen lassen.
  • Um die von den Greifwerkzeugen in Anspruch genommenen Endstücke der Walzgutenden auch noch mit auszuwalzen. kann man die Greifwerkzeuge jeweils unmittelbar vor den Walzen von den Walzgutenden lösen. Dieses Lösen erfordert natürlich bei weitem nicht den Umstand wie das Lösen der Walzgutenden von den Haspeln, desgleichen nicht das Wiederbefestigen an dem Greifwerkzeug, nachdem das betreffende Endstück durch die Walzen hin- und wieder zurückgelaufen ist.
  • Man kann aber auch die Zugmittel alle Walzgänge hindurch dauernd an den Walzgutenden belassen. Freilich werden dann die von den Greifwerkzeugen in Anspruch genommenen Endstücke nicht mit ausgewalzt. Hierauf kann man aber angesichts der Kürze derselben ohne nennenswerten Verlust verzichten. Ohnehin handelt es sich nur um die Endstücke, welche schon beim vorangegangenen Auswalzen der Platten Abfall geworden sind.
  • Das mehrgängige Auswalzen dieser Art erfordert nur die Möglichkeit, den `Falzspalt bei in demselben bleibendem Walzgut von Gang zu Gang enger anzustellen. Dazu muß man wesentlich größere Anstellkriifte zur Wirkung kommen lassen als zu dem bisherigen Anstellen bei entlasteten Walzen. Wie sich gezeigt hat, stehen dem -selbst bei hartem Walzgut keine Schwierigkeiten im Wege. Man muß eben größere Antriebskräfte für die Anstellung anwenden oder die Antriebskräfte höher übersetzen oder beides.
  • Übrigens kann man das Anstellen dadurch erleichtern, daß man es bei laufenden Walzen, d. h. also vornimmt, während das Walzgut zwischen den Walzen hindurchläuft. Die sich damit ergebende Ungleichheit der Stärke des Walzgutes läßt sich in den nachfolgenden Gängen wieder herausbringen.
  • Ein weiterer Erfindungsgegenstand betrifft die Wahl der Größe der auf das Walz-gut zur Wirkung zu bringenden Zugkräfte.
  • Bei dem oben beschriebenen bisherigen Haspelverfähren ging man über Zugmaße, welche hinreichen, um ein loses Auf- und Abliaspeln des Walzgutes zu vermeiden, nicht hinaus. Hierzu reichen vergleichsweise spezifisch sehr geringe Zugkräfte hin. Es ist dann noch ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem auf Folie vor dem Einlaufen in Walzen Zugkräfte nahe der Reißgrenze aus-,geübt werden.
  • ach der Erfindung sollen hingegen beim Bandauswalzen, also auf blechstarkes Walzgut, Zugkräfte ausgeübt werden, welche der spezifischen Größenordnung nach einerseits oberhalb der bei dem bisherigen I-Iaspe@verfahren auftretenden sehr geringen Zugkräfte und anderseits im allgemeinen nicht oberhalb der Proportionalitäts- oder der Streckgrenze liegen.
  • Hiermit erzielt man eine Reihe vorteilhafter Wirkungen. Das Walzgut wird in der ganzen Breite von den Walzen völlig gleichmäßig bearbeitet, derart, daß es genau eben und gerade. insbesondere auch ohne alle lokalen Spannungen, aus den Walzen läuft. .Mithin kann ein Nachbearbeiten zur Beseitigung lokaler Spannungen, zum Ebenstrecken tisw. völlig erspart bleiben. Dies ist vielleicht darauf zurückzuführen, daß die durch die Ouetschwirkung der Walzen hervorgerufenen Bewegungen der gerade im Walzstich befindlichen Teilchen zueinander von den gleichzeitig wirkenden Zugkräften in die überall gleiche Bewegungsrichtung gezwungen werden und nicht, wie beim Fehlen starker Zugkräfte, aus dieser mehr oder weniger seitlich heraustreten können. Auf solche Abweichungen sind ja in der Hauptsache lokale Spannungen zurückzuführen.
  • Die Zugkräfte wirken auf die jeweils im Walzstich befindlichen einzelnen Teilchen aber nicht nur deren Bewegungen richtend, sondern wahrscheinlich auch streckend, d. h. zu der durch das Ouetschen der Walzen bewirkten Bewegung der Teilchen zueinander scheint eine gleichgerichtete Bewegung durch die Zugkräfte hinzuzutreten; denn man kommt, wie sich gezeigt hat, bei gegebenem Walzwerk, gegebener Umlaufgeschwindigkeit der Walzen und gegebener Stichgröße (Abnalime der Dicke des Walzgutes) mit einem geringeren Energieaufwand für den Walzenantrieb aus, wenn man zugleich solche Zugkri-ifte ausüben läßt, als wenn man ohne sie auswalzt. Infolgedessen kann man ;nit einem Walzwerk von gegebenen Walzendurchntessern bei gegebenem größtem Energieaufwand für den Walzenantrieb wesentlich weiter herunterwalzen.
  • Infolge des letzteren Umstandes ist man ganz allgemein längst nicht in dem üblichen Maße auf die Verwendung dünnerer Walren zur Verbesserung der Stichwirkung angewiesen und kann z. B. gegebenenfalls das Blockwalzen und das weitere Auswalzen bis zu geringen Plattenstärken mit ein und demselben Walzwerk etwa mittlerer Walzendurchmesser vornehmen, spart dann also ein Walzwerk _ sowie den Transport @-on_ dein einen zum anderen Walzwerk, mithin auch an Zeit und Arbeitslohn. Ferner gelingt es auf diese Weise (beim Warmauswalzen), die Bleche mit dem noch vorhandenen Wärmeinhalt auszuwalzen. man erspart also <las nochmalige .Erhitzen. Wenn man hingegen für das Blockwalzen und für das Auswalzen getrennte Walzwerke vorsieht, so bieten die oben beschriebenen Umstände den Vorteil, die Walzen des Fertigwalzwerkes dünner halten und beim Kaltwalzen Fertigwalzen mit feinen hodhglanzpolierten,@ intensiv harten Ober-ächen anwenden zu können.
  • Nach der Erfindung mögen im Allgemeinfall Zugkräfte gleichzeitig in beiden Richtungen auf das Walzgut ausgeübt werden. Es haben nämlich nicht nur die vorausziehenden, sondern auch die zurückziehenden Zugkräfte die beschriebene, das Walzwerk entlastende, gewissermaßen die Walzarbeit zu einem Teil mitleistende, in einem zusätzlichen Strecken der der Ouetschwirkung der Walzen gerade unterliegenden Teilchen bestehende Wirkung. Im übrigen mag man sich die Wirkung der zurückziehenden Zugkräfte etwa als ein Entstauen des Walzgutes zwischen den Walzen unmittelbar hinter der Walzstichlinie denken. Außerdem haben die zurückziehenden Zugkräfte noch die Wirkung, das Walzgut völlig gleichmäßig in die Walzen laufen zu lassen. womit auch sie zu der Gleichmäßigkeit des Auswalzens und der Verhinderung des Auftretens von lokalen Spannungen beitragen. Scheinbar haben die vorausziehenden und zurückziehenden Zugkräfte auch eine gemeinsame, einheitliche Wirkung auf das Walzhut, welche in den beschriebenen Erscheinungen mit zum Ausdruck kommt; denn in manchen Fällen hat es sich als erforderlich öder zweckmäßig erwiesen, durch Schmiermittel eine Gleitmöglichkeit zwischen Walzen und Walzgut zu schaffen.
  • Auf den Zeichnungen ist beispielsweise eine Einrichtung zur Ausübung des rens dargestellt.
  • Abb. z ist eine Seitenansicht, Abb. a eine Draufsicht.
  • Es ist r ein Ständer des benutzten Walzwerkes, 2 die Unterwalze, 3 die Oberwalze, das bereits bis zti einer gewissen Dünne und Länge gewalzte Walzgut, und es sind 5 (zweckmäßig angetriebene) Rollen, welche die Bewegung des Walzgutes, wenn es nicht gezogen wird, in der Walzebene erleichtern. Der Antrieb der Walzen :2 und 3 geschehe vom Motor 6 aus über die Riemenscheibe;, den Riemen 8, die Riemenscheibe c). (las zweigängige Wechselgetriebe r o, 1r, i2 und 13, 14, die Welle 15, die Zahnräder 16, t 7 und (las l#,-amrnrä(lergetriebe r g. Die Zahnräder 12 und 14 des Wechselgetriebes laufen leer auf der Welle 15, und es befinde sich zwischen ihnen eine Wechselkupplung i9, welche wahlweise eines von ihnen mit der Welle 15 zu kuppeln oder beide zu entkuppeln erlaubt, so daß bei durchlaufendem Motor 6 sowohl die Drehrichtung der Walzen z und 3 umkehrbar als auch deren Antrieb ganz ausschaltbar ist. Die Kupplung mag eine mechanisch oder elektromagnetisch wirkende sein.
  • :Ulan läßt nach dem mit solcher Walzwerkseinrichtung bekannten Verfahren das Walzgut mehrere oder @,zele Male in abwechselnder Richtung zwischen den Walzen durchlaufen, wobei man nach jedem einzelnen Durchgang die Walzenanstellung ändert und die Walzendrehungsrichtungen umkehrt, um sodann das Walzgut auf der Austrittsseite des eben beendeten Walzganges wieder zwischen die Walzen zu treiben. Das Walzgut a wird mit jedem Walzgang dünner und länger.
  • Nach der Erfindung läßt - man (im allgemeinen auf beide Längsenden) des Walzgutes während des ganzen Verlaufes der einzelnen Walzgänge Zugkräfte in bzw. entgegen seiner jeweiligen Laufrichtung wirken.
  • Hierzu ist die oben beschriebene Einrichtung wie folgt weiter ausgebildet.
  • Ton der Welle 15 aus, welche,, je nachdem das Zahnrad 12 oder das Zahnrad 14 mit ihr auf Drehung gekuppelt ist. in dem einen oder in dem anderen Drehsinne angetrieben wird, wird der Antrieb außer, wie schon beschrieben, in Richtung auf die Walzen z und 3 noch auf die Welle 2o, und zwar mittels der Kette 21, übertragen. Diese Welle 20 gibt ihrerseits den Antrieb über die Rieinenscheibe 22. den Riemen 23, die Riemenscheibe 24, die Zahnräder 25 und 26, die Kupplung 27 und die Zahnräder 28 und 29 an die Welle 30 weiter, auf welcher finit ihr auf Drehung, dabei aber axial bewegbar gekuppelt, die Seiltrommel 31 sitzt, die unterhalb der die Rollen 5 besitzenden Walzgutbahn angeordnet ist. Ferner gibt die Welle 2o den erhaltenen Antrieb über das Kegelradgetriebe 32, 33 an die Welle 34 weiter, von welcher er über das Kegelradgetriebe 35, 36, die Welle 37, die Riemenscheibe 38, den Rieinen 39, die Riemenscheibe 4o, die Zahnräder 41 und 4-2, die Kupplung 4.3 und die Zahnräder 44. und 4.5 auf die Welle 46 übertragen wird. Auch auf dieser Welle .16 sitzt, mit ihr auf t)rehung, dabei aber axial bewegbar gekuppelt, eine Seiltrommel.;. Die Seiltrommeln oder Haspeln 3r und 47 und ihre Antriebsgetriebe seien einander völlig gleich und in bezug auf das Walzwerk .-öllig symlnetrisch angeordnet.
  • Die Wellen 30 1111d 4.6 tragen ic eine Bremsscheibe 48 bzw. .19. Auf jedem 1-ia:a,el 31 und 4.7 ist das Ende je eines Bandes, eines Seiles oder einer Kette, d. h. allgemein ausgedrückt, eines Zugmittels 5o bzw. 51, befestigt. Die beiden Zugmittel 50 und 5 i sind um die Rollen 5a, 53 und 54., ;;5 gelegt und damit in die Bewegungsbahn des Walzgutes .4 gebracht, wo sie mit ihren freien Enden mit je einer (Zangen-) Vorrichtung 56 bzw. 57 zum Greifen des Walzgutes 4 versehen sind.
  • Sind die Zugmittel, wie beim Ausführungsbeispiel, Seile oder Ketten, welche von den Haspeln oder Trommeln lagenweise auf- und abzuwinden sind, so bildet man, wie dies auch dargestellt ist, die Vorrichtungen zweckmäßig so aus, daß die Trommeln 3 i und 47, indem sie gedreht werden, um so viel vorrücken, als nötig ist, um seitliche Bewegungen der Zugmittel auszuschließen.
  • Mit dieser Einrichtung werde gemäß der Erfindung wie .folgt verfahren.
  • Wie weit man mit dem Vorwalzen ohne Zugkräfte, geht, ist Sache des einzelnen Falles.
  • Geht man zum Walzen unter Mitwirkung der Zugkräfte über, so befestigt man die freien Enden der Zugmittel 50 und 5i mittels der Zangenvorrichtungen 56 und 57 an den Längsenden des Walzgutes .l und treibt außer den Walzen 2 und 3 auch jeweils eine der Haspeln 31 und 47 an. Es möge eine besondere Kupplungsvorrichtung vorgesehen sein, die ermöglicht, bis dahin die Getriebe zum Antrieb der Seilhaspeln außer Betrieb zu lassen, oder man benutze dazu die Kupplungen 27 und :l3 der beiden Getriebe. Sind die Zugmittel 50 und 51 in Betrieb gesetzt, so zieht dasjenige, welches von seinem Haspel gerade aufgewunden wird, das Walzstück aus den Walzen :2 und 3, während das andere, von seinem Haspel abgewickelte Zugmittel zurückzieht. Beim nächsten Gang zieht dann dasjenige Zuglrlittel das Walzgut ..1 durch die Walzen 2 und 3, welches vorher abgehaspelt und vorn Walzgut 4. in Richtung auf die Walzen gezogen wurde, und so fort iii stetem Wechsel von Hingang und Hergang des Walzgutes 4.
  • Um die zurückziehenden Zugkräfte ep-tstehen zri lassen, wird der jeweils abhaspelnde Haspel durch Lösen der Kupplung 27 bzw. .13 voll seiner Antriebsvorrichtung gelöst und seine vom Walzwerk über das Walzgut :4 bewirkte Abhaspelhewegung abgebremst, wozu die Brenisscheibc11 .18 und -19 auf den beiden Haspelwellen 30 und 46 dienen. Man bildet diese zweckmäßig z. B. so aus, daß sie bei Drehung in der einen Richtung (in der das betreffende Zugmittel abwickelnden Drehrichtung) selbsttätig in und bei C'nil<ehrung der Drehungsrichtung selbsttätig außer Wirksamkeit treten. Es mögen beispielsweise federnde Bandbremsen sein. Auch die unmittelbar vor oder nach dem Bremsen oder gleichzeitig mit ihnen einzuschaltenden bzw. auszuschaltenden Kupplungen 27 und 4.3 mögen mit den Gangwechseln selbsttätig schaltbar ausgebildet sein.
  • Wird der Umfang der Haspeln 31 und 47 gerade so groß gewählt, daß bei zwangsläufigem Antrieb mit den Walzen 2 und 3 die jeweiligen Wege des Walzguttransportes durch die letzteren gleich ist den Wegen der Zugmittel 50 und 5 1 in denselben Zeiten, so müssen offenbar noch besondere Vorrichtungen zum Spannen der Zugmittel vorgesehen sein, um überhaupt vorausziehende Zugkräfte entstehen zu lassen und sie aufrechterhalten zu können. '.Man könnte z. B. daran denken, mit Gewichten belastete Spannrollen o. dgl. zu verwenden.
  • Bei der dargestellten Einrichtung sind statt besonderer Spannvorrichtungen die Antriebsvorrichtungen für die Haspeln 31 und 47 so beschaffen, daß sie ihnen einerseits eine V oreilung gegenüber den Zugmitteln 5o und 51 zu geben suchen, anderseits aber auch entsprechend der durch die Walzgeschwindigkeit bedingten Zugmittellaufgeschwindigkeit zurückzubleiben ermöglichen. Hierzu sind die Riemenübertragungen (linke Seite Riemenscheibe 22, Riemen 23 und Riemenscheibe 24., rechte Seite Riemenscheibe 38, Riemen 39 und Riemenscheibe 40) in die Vorgelege eingeschaltet. Dabei möge der Riemenschlupf Jeder Vorrichtung so regelbar sein, daß damit die jeweils gewünschte Zuggröße einstellbar ist.
  • Ne dargestellte Unterbringung der Haspeln 31 und .47 unter Flur ist selbstverständlich nur eine beispielsweise. Sie ist durch die Zwischenschaltung der Zugmittel 5o und 51 überhaupt erst ermöglicht und aus naheliegenden betriebstechnischen Gründen üe@ofiders zweckmäßig.
  • Zudem erlaubt die Unterbringung unter f,'lur, erheblich längere Bänder auszuwalzen, als die Bewegungsbahn in der Flur zu jeder Seite der Walzen Längsausdehnung hat. Hierfür ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel außer den Rollen 5a und 53, welche die Zugmittel 5o und 5 1 umführen, noch je ein Paar Umführungstrommeln 58 bzw. 59 vorgesehen, welche die Drehachsen mit den Rollen ;ä und 53 gemeinsam haben und zu beiden Seiten derselben angeordnet :ein mögen. Unter dem Abstand jedes llaspels von dein Walzwerk ist. insbes,mderc falls das Walzgut bis unter Flur gezogen wird, natürlich der Abstand in der Zugbahn, d. 1i. um die Umführungsrollen 52 und 53 bzw. die Umführungsrollen 58 und 59 herum, zu verstehen. Ein der Länge nach so weitgehendes Auswalzen des Walzgutes, daß es bis auf die Umführungstrommeln 58 und 59 oder noch darüber hinaus bis unter Flur gezogen wird, kommt natürlich nur dann in Frage, wenn es seiner Stoffart und der Dünne nach, welches es mit der Länge gleich dem Abstand der Umführungstrommeln 58 bzw. 59 .vorn Walzwerk erreicht, ohne die Gefahr unzulässiger Biegebeanspruchung um die Umführungstrommeln geführt werden darf.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen, vorzugsweise zum Bandwalzen, insbesondere mittels Umkehrwalzwerken, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzgut von an seinen Längsenden. angreifenden Zugmitteln geradlinig und in ganzer Länge eben bleibend gezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur auf der Eintrittsseite oder nur auf der Austrittsseite solcfie Zugkräfte auf das Walzgut ausgeübt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet. daß die Längsenden des Walzgutes, insoweit sie von den Greifwerkzeugen der Zugmittel in Anspruch genommen sind, außerhalb der Walzen bleiben,-wobei in an sich bekannter Weise die Vorrichtung zur Anstellung der Druckspindeln mehrere wahlweise ausschaltbare Vorgelege verschieden hoher Übersetzung besitzen möge und wobei ferner gegebenenfalls die Druckspindeln jeweils im Verlauf des neuen Walzganges angestellt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Auswalzens auf das Walzgut vorn Malzwerk «-eg gerichtete Zugkräfte, welche stärker sind, als das bloße Straffhalten erfordert, aber die Proportionalitätsgrenze nicht überschreiten, ausgeübt werden. ;.
  5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4., dadurch gekennzeichnet, daß zur Hervorrufung der Zugkräfte Haspeln, Seiltromnieln o. d-1. vorgesehen sind, welzlie ihrerseits an den Längsenden des Walzgutes angreifende Zugmittel auf- bzw. abhaspeln und für die Zugausübung durch Aufwinden voreilend und über Schlupf zulassende Vorrichtungen antreibbar und für die Zugausübung beim @lü@; roden etwa entkuppelbar und bremsbar sind. (i.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5 zur Ausübung des Verfahrens nach An- Spruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspeln, Seiltrommeln o. dgl. in den Zugbahnen mindestens um die Länge des ausgewalzten Walzgutes von dem Walzwerk entfernt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder C, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspeln, Seiltrommeln o. dgl. unter Flur angeordnet und die Zugmittel um Rollen o. dgl. zu ihnen geführt sind. B. Vorrichtung nach Anspruch ;, dadurch gekennzeichnet, daß, falls man nicht Bänder als Zugmittel wählt und das Walzgut länger auszuwalzen ist, als die Walzbahnen in der Flur lang c.ind, mit den Umführungsrollen o. dgl. gleichachsige Trommeln für das Umführen cler über die Längen der Zugbahnen in der Flur hinausgehenden Endteile des Walzgutes vorgesehen sind.
DEA44890D 1925-05-03 1925-05-03 Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen Expired DE521840C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA44890D DE521840C (de) 1925-05-03 1925-05-03 Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA44890D DE521840C (de) 1925-05-03 1925-05-03 Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE521840C true DE521840C (de) 1931-03-27

Family

ID=6934433

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA44890D Expired DE521840C (de) 1925-05-03 1925-05-03 Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE521840C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745715C (de) * 1935-09-28 1944-12-01 Walzwerk zum Auswalzen von Baendern
DE751212C (de) * 1935-07-16 1953-09-14 Tadeusz Sendzimir Verfahren zum Auswalzen von insbesondere breiten und duennen Metallstreifen oder -baendern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE751212C (de) * 1935-07-16 1953-09-14 Tadeusz Sendzimir Verfahren zum Auswalzen von insbesondere breiten und duennen Metallstreifen oder -baendern
DE745715C (de) * 1935-09-28 1944-12-01 Walzwerk zum Auswalzen von Baendern

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1179174B (de) Einrichtung fuer die kontinuierliche Herstellung kleinkalibriger und duennwandiger Nahtrohre
DE521840C (de) Verfahren zum Auswalzen von Platten und Blechen
DE751075C (de) Antriebsvorrichtung fuer bandfoermige Aufzeichnungstraeger
AT139202B (de) Vorrichtung zum Auf- bzw. Abspulen von Band oder Draht.
EP0031830B1 (de) Vorrichtung zur trennung einer faservorlage aus stapelfasern
DE1452440A1 (de) Einrichtung zum kontinuierlichen Zufuehren von in Bundform vorliegendem Walzband,in Bearbeitungslinien fuer Baender
DE527389C (de) Bandwalzwerk
DE918022C (de) Drahtwalzstrasse
DE938183C (de) Drallrollenfuehrung zum Hochstellen von oberflaechenempfindlichem Bandeisen an kontinuierlich arbeitenden Bandeisenstrassen
DE2332888A1 (de) Stranggiessanlage
DE811837C (de) Haspel-Ofen fuer Warmbandwalzung
DE1499043B1 (de) Spannvorrichtung fuer duennen Streifen
EP0787808B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum inline-Beizen von Warmbändern hinter Dünnbrammenerzeugungsanlagen
DE484430C (de) Drahtwalzwerk
WO2017167551A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum plattieren einer warmen bramme
DE575179C (de) Walzwerk fuer Metallbleche, -baender und -staebe
DE745715C (de) Walzwerk zum Auswalzen von Baendern
DE2258192B2 (de) Spannvorrichtung für kontinuierlich durchlaufende Bänder, insbesondere Metallbänder
DE3024682A1 (de) Dressiergeruest mit vom walzband in s-form umschlungenen zugwalzen
DE282886C (de)
DE2235833B2 (de) Spannvorrichtung fuer kontinuierlich durchlaufende baender, insbesondere metallbaender
DE828232C (de) Walzwerks- und Haspelanordnung zum Walzen und Recken von Metallbaendern und Draehten
DE102011122423A1 (de) Walzvorrichtung
DE1957444C3 (de) Einrichtung zum Dressieren und Richten eines Blechbandes
DE670460C (de) Verfahren zum Kaltwalzen von Metallblechen und -baendern