DE52134C - Einrichtung zur Regelung der Zuführung vorgewärmter Verbrennungsluft bei horizontalen Koksöfen - Google Patents

Einrichtung zur Regelung der Zuführung vorgewärmter Verbrennungsluft bei horizontalen Koksöfen

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Publication number
DE52134C
DE52134C DENDAT52134D DE52134DA DE52134C DE 52134 C DE52134 C DE 52134C DE NDAT52134 D DENDAT52134 D DE NDAT52134D DE 52134D A DE52134D A DE 52134DA DE 52134 C DE52134 C DE 52134C
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DE
Germany
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gases
combustion
chambers
air
supply
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52134D
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English (en)
Original Assignee
W. FRITSCH in Zabrze, O.-Schl
Publication of DE52134C publication Critical patent/DE52134C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers
    • C10B5/10Coke ovens with horizontal chambers with heat-exchange devices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Koksöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1889 ab.
Die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen zur Beheizung horizontaler Koksöfen mittelst der abgehenden Gase, insbesonders der zwecks Gewinnung vo.n Nebenproducten stark abgekühlten und vorgewärmten Verbrennungsluft, leiden durchgehend an dem. Uebelstande, dafs die Zuführung der Verbrennungsluft nicht so geregelt werden kann, dafs die Ofenkammern an allen Stellen gleichmä'fsig erwärmt werden. Infolge dessen gehen die Kammern stellenweise zu kalt und stellenweise schmilzt der Ofen zusammen.
Um dem letzten Uebel vorzubeugen, läfst man daher vielfach nur einen Theil der Gase in den Ofen, wodurch indessen die Gefahr des Kaltgehens und demgemäfs der Erzeugung schlechten Koks sich nur noch erhöht. Eine Regelung der Luftzufuhr ist meistentheils ausgeschlossen, da die Luft in der Regel durch getheilte Kanäle ebenso wie die Gase in die Verbrennungskammer geleitet werden, die Vertheilung von Gas und Luft sich also jeder äufseren Beeinflussung entzieht.
Um eine solche Regelung der Zuführung vorgewärmter Verbrennungsluft zu ermöglichen, ist bei dem vorliegenden Koksofen unterhalb jeder Kammerwand eine Lufterhitzungskammer angeordnet und letztere zwischen die Kanäle für die abziehenden Verbrennungsproducte gelegt , welche gleichzeitig zur Beheizung der Sohlen der Kokskammern dienen. Die Lufterhitzungskammer ist ferner so eingerichtet, dafs die erwärmte Luft der Richtung der Gase entgegen an der Begrenzungswandung zwischen Lufterhitzungskammer und den in den Kammerwänden angeordneten Verbrennungsräumen entlang streicht und durch eine Anzahl von Oeffnungeri von zunehmendem Querschnitt den Gasen zugeführt wird. Die gröfste Oeffnung, welche gleichzeitig auch die am meisten vorgewärmte Luft einzuführen gestattet, liegt demgemäfs an der Stelle, wo das Gas in den Verbrennungsraum eintritt, und wird mittelst eines Schiebers geregelt. Mittelst dieser Regelung läfst sich dann, wie später zu beschreiben, die Verbrennung in der ganzen Ausdehnung des Verbrennungsraumes regeln.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen Verticalschnitt durch die Zwischenwand der Kokskammern, Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach A-B und Fig. 3 einen Verticalschnitt nach C-D.
Die einzelnen Kokskammern p, Fig. 3, arbeiten vollkommen unabhängig von einander und werden in bekannter Weise beschickt und entleert. Sollen Nebenproducte gewonnen werden, so leitet man in bekannter Weise d:,e in den Kammern ρ sich entwickelnden Gase durch Rohr α in die Vorlage b und von da nach der Condensationseinrichtung. Die von Theer und Ammoniak befreiten Gase gelangen durch Rohr c nach dem Ofen zurück und werden mittelst verticaler Rohre d in die einzelnen Verbrennungsräume r geleitet, welche in den Zwischen- oder Kammerwänden q vorgesehen sind.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, .treten die Gase an den beiden Enden der Kammerwände ein,
um auf dem durch verticale Zungen s s1 gebildeten zickzackförmigen Wege bis zur mittleren Scheidewand t zu gelangen, an der sie nach abwärts fallen, um sich alsdann zu vereinigen, Fig. 2, und 'durch einen gemeinschaftlichen Kanal v, Fig. 2 und 3, unterhalb der Sohle u der Kokskammer ρ entlang nach dem Kanal f und von da in den für alle Kokskammern gemeinschaftlichen Abhitzekanal F abgeleitet zu werden.
Von hier aus können die Gase den Kesselfeuerungen oderWinderhitzern zugeführt werden.
Die Lufterhitzungskammern k sind unterhalb der Verbrennungsräume r und zwischen den Kanälen ν für die abgehenden Verbrennungsproducte angeordnet. Die Luft wird mittelst Ventilators in den Kanal g und nach dem Kanal h befördert, aus dem sie durch einzelne Kanäle i den Lufterhitzungskammern k zugetheilt wird. Hier wird sie durch" horizontale Zungen I, welche einen langen Kanal m bilden, gezwungen, hin- und herzuströmen und sich dabei an den die Kammer von den Kanälen ν trennenden Wandungen, sowie an der Sohle des Verbrennungsraumes r hoch zu erhitzen. Der Weg der Luft ist nun so beschaffen, dafs dieselbe in dem unter der Sohle des Verbrennungsraumes r liegenden Theil des Kanals m der Richtung der Gase im Raum r entgegen sich bewegt und durch Oeffnungen O1O2O3O4 in jenen Raum r gelangen kann. Die erste dieser Oeffnungen o1 besitzt den kleinsten, die letzte o4 den gröfsten Querschnitt. Diese Oeffnung o4 befindet sich unmittelbar an der Stelle, wo das Gas in den Verbrennungsraum f eintritt. Mittelst eines Schiebers η kann diese Oeffnung o4 regulirt werden. Ist die Oeffnung o4 ganz geöffnet, so wird bei Weitem der gröfste Theil der vorgewärmten Luft in die von der äufseren Begrenzungswand und der ersten Zunge sl gebildeten Abtheilung des Verbrennungsraumes r einströmen und eine lebhafte Verbrennung der durch Rohr d eingeführten Gase . bewirken. Durch die übrigen Oeffnungen o3 und o2 von abnehmendem Querschnitt wird entsprechend weniger Luft in die von den folgenden Zungen s1 gebildeten Abtheilungen des Verbrennungsraumes r gelangen, während durch die Oeffnungen O1LUn in die verticalen, nach den Kanälen ν führenden Züge tritt, um die vollkommene Verbrennung der Gase herbeizuführen, bevor dieselben in die Kanäle ν gelangen. Je mehr man nun die Oeffnung o4 durch den Schieber η schliefst, desto mehr Luft wird durch die übrigen Oeffnungen o3 o2 ol in den Verbrennungsraum r eintreten, so dafs an den betreffenden Stellen die Verbrennung lebhafter wird. Man hat es also vollkommen in der Hand, mittelst der Schieber η die Verbrennung in der ganzen Ausdehnung des Raumes r zu regeln und gleichmäfsig zu gestalten, damit also auch die Kokskammer ρ in ihrer ganzen Ausdehnung gleichförmig zu erwärmen.
Wird aus irgend einem Grunde eine Ofenkammer ρ kalt oder will man keine Nebenproducte gewinnen, so öffnet man den Schieber e. Alsdann gelangen "die in der betreffenden Kokskammer entwickelten Gase durch Oeffnungen χ in die Kammer n> und von hier aus direct in den Verbrennungsraum r, und zwar an derselben Stelle, wo sonst die von Theer und Ammoniak befreiten Gase durch ■ Rohr d eingeleitet werden; die Verbrennung dieser direct aus den Kokskammern einströmenden Gase vollzieht sich also in derselben Weise wie die der aus der Condensationsanlage kommenden, von Theer und Ammoniak befreiten Gase.
Wie sich aus der beschriebenen Anordnung ergiebt, werden Gas, Luft und Verbrennungsproducte stets gezwungen, den nur durch eine Zugöffnung vorgeschriebenen Weg zu verfolgen, ohne dafs es möglich ist, dafs in einem Theil der Kanäle die Strömung zur Ruhe kommt und infolge dessen der betreffende Theil des Ofens kalt geht, dafür aber in einem anderen Theil der Kanäle eine zu heftige Strömung und Wärmeentwickelung stattfindet und der Ofen an dieser Stelle zusammenschmilzt. Diese Regelung läfst sich hierbei Dank der gewählten Anordnung der Lufterhitzungskammern k und der Oeffnungen οΊ o~ o3 o4 in denkbar einfachster Weise mittelst eines einzigen Schiebers η für jede Kammer k bewerkstelligen.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Einrichtung zur Regelung der Zuführung vorgewärmter Verbrennungsluft bei horizontalen Koksöfen, bestehend aus unterhalb der Kammerwände (q) und zwischen den unter der Sohle (u) der Kokskammern (p) gelegenen Kanälen (v) für die abziehenden Verbrennungsproducte angeordneten Lufterhitzungskammern (kj, die mit den in den Kammerwänden (q) befindlichen Verbrennungsräumen (r) für die enttheerten oder direct aus den Kokskammern kommenden Gase durch eine Anzahl Oeffnungen fol o2 o3 o*) von zunehmendem Querschnitte verbunden sind, von denen die gröfste der Einströmung der Gase zunächst gelegene Oeffnung (o4j durch einen Schieber (n) nach Bedarf mehr oder weniger geschlossen werden ann. ■ , ·.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52134D Einrichtung zur Regelung der Zuführung vorgewärmter Verbrennungsluft bei horizontalen Koksöfen Expired - Lifetime DE52134C (de)

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