DE517375C - Verfahren zum Loeten und Schweissen von Zink, Cadmium oder deren Legierungen mit gleichen oder anderen Metallen - Google Patents

Verfahren zum Loeten und Schweissen von Zink, Cadmium oder deren Legierungen mit gleichen oder anderen Metallen

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DE517375C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/36Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
    • B23K35/3601Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents
    • B23K35/3603Halide salts

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  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß das Schweißen von Zink, Kadmium und ähnlichen Metallen oder Legierungen derselben mit derSchweißflamme nur mangelhaft oder nicht ausführbar ist, da diese Stoffe äußerst leicht oxydieren. Ihre Oxyde sind nicht unmittelbar reduzierbar, d. h. die neutrale Flammeneinstellung der Autogenflamme reicht nicht aus, um Oxyde dieser Metalle zu reduzieren. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die Zinkschweißung dadurch zu ermöglichen, daß ein Schweißstab aus gleichem Metall verwendet und daß dieser Stab mit Salmiaklösung bestrichen wird. Auch ist es ganz allgemein bekannt, zum Schweißen ein aus einer Mischung von Chloriden bestehendes Pulver zu verwenden und damit den Schweißstab und die Schweißnahtränder zu bestreichen. Eine weitere Verbesserung des Schweiß Verfahrens kann in der Verwendung hohler mit Halogensalzen gefüllter Stäbe gesehen werden, die zwar bisher nicht für Zink, wohl aber für Aluminiumschweißungen bekannt geworden sind. Bei allen diesen Verfahren wird bezweckt, die gebildeten Oxyde durch die als. Flußmittel wirkenden Halogensalze in leichtflüssige Verbindungen zu überführen und dadurch unschädlich zu machen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei allen Schmelzarbeiten mit Zink, Kadmium oder deren Legierungen die lösende Wirkung der Chloride auf die gebildeten Oxyde erleichtert wird, wenn die Schmelze in einer Atmosphäre stattfindet, die Halogendämpfe in merklicher Konzentration enthält. Es wird deshalb ein hohler Schweißstab aus Zink oder Kadmium oder einer Legierung dieser Metalle angewendet, der mit gepulverten Halogensalzen, deren Verdampfungspunkt unterhalb des Schmelzpunktes der zu schweißenden Metalle liegt, gefüllt ist. Besonders geeignet sind Salmiak, Ammoniumbromid, Ammoniumfluorid oder Mischungen dieser Salze mit Metallhaloiden. Beim Schmelzen eines solchen Stabes wird gleichzeitig das im Innern befindliche Salmiak verdampft, so daß das Schmelzen stets unter einer Schutzatmosphäre von Salzsäure- bzw. Salmiakdämpfen geschieht, wodurch das vorhandene Zinkoxyd gelöst wird und auf dem flüssigen Metall des Werkstoffes eine Schmelze bildet, während der größere Teil des Salmiaks vergast und so eine Schutzatmosphäre herbeiführt.
Nach, der Erfindung wird neben der Schweißbarkeit von Zink, Kadmium oder deren Legierungen der weitere Vorteil erreicht, daß diese Metalle auch in ausgezeichneter Weise zu Lötzwecken, beispielsweise auf Flußeisen, Gußeisen, Kupferlegierungen usw., Anwendung finden können.
Hierbei ist von Vorteil, daß ζ. Β. Zink eines der billigsten Metalle darstellt, daß sein Schmelzpunkt andererseits zwischen dem der
Weichlote und Hartlote liegt sowie endlich, daß das Fließvermögen von· Zink dem sehr hohen der S Über lote nahekommt.
Darüber hinaus kann <las Verfahren Anwendung finden, um dünne Überzüge aus Zink, Kadmium oder deren Legierungen mit der Schweiß- oder Lötflamme auf Metallen zu erzeugen. Auch ist es möglich, verzinkte Gegenstände in folgender Art einwandfrei zu
ίο schweißen. Zunächst wird mit der Schweißflamme der Zinküberzug in der Umgebung der Verbindungsstelle wie bisher üblich abgebrannt und alsdann die Schweißung des Grundmetalls, gegebenenfalls mit Zusatzdraht, vorgenommen. Nach diesem Vorgang wird die zinkfreie Oberfläche gegebenenfalls gereinigt und dann nach der Erfindung ein dünner Zinküberzug mit der Schweiß- oder Lötflamme durch Abschmelzen von gefülltem Zusatzdraht aufgetragen. Es gelingt hierbei leicht, die Verbindung mit dem alten.Zinküberzug an den Rändern ohne Lücke herbeizuführen.
Endlich gibt das neue Verfahren die Möglichkeit, Verbindungen von verzinkten Rohrleitungen dadurch herzustellen, daß die Rohre ohne Gewinde in Muffen eingeführt werden, worauf man einen Zinküberzug mit der Schweiß- oder Lötflamme aufbringt. In diesem Falle wirkt das Zink gleichzeitig als Lotmetall und als Metallschutz. Naturgemäß können an die Stelle von Reinzink .oder Reinkadmium auch Legierungen dieser Stoffe untereinander oder mit anderen Metallen, wie beispielsweise mit Aluminium, Kupfer usw., treten, wie überhaupt das Verfahren sich für alle diej enigen Legierungen mit Vorteil anwenden läßt, die bezüglich der Oxydierbarkeit ein ähnliches Verhalten zeigen wie Zink oder Kadmium.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Löten und Schweißen von Zink, Kadmium oder deren Legierungen mit gleichen oder anderen Metallen unter Benutzung einer Autogenflamme, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, ein hohler, mit Halogensalzen gefüllter Lötstab verwendet wird und daß der Verdampfungspunkt der Halogensalze unterhalb des Schmelzpunktes des zu schweißenden Metalls liegt.
DEI33841D 1928-03-15 1928-03-15 Verfahren zum Loeten und Schweissen von Zink, Cadmium oder deren Legierungen mit gleichen oder anderen Metallen Expired DE517375C (de)

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